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Freitag, 18. Januar 2008 00:09
Bei der Vorstellung seiner Biographie in Rom pöbelte der exkommunizierte Erzbischof Milingo gegen den Vatikan. Er kündigte weitere schismatische Handlungen an.
Zurück zum Artikel 37 Lesermeinungen:
Freitag, 1. Februar 2008 23:50
Rudolfus: @M. Escorial: Die äußere Erscheinungsform der Kirche ist seit dem Pastoralkonzil eine andere
irrt da Lefebvre nicht, wenn er meintdie Kirche sei nach dem Konzil eine andere als diejenige in der er die Weihe zum Bischof empfing?? Das ist genau dieselbe römisch katholische Kirche, die Braut Christi.
Die Kirche ist dieselbe, zu allen Zeiten, aber ihr Zustand und ihre äußere Erscheinungsform ist eine andere,
und das meinte Erzbischof Lefebvre, wenn er erklärte, „die Kirche sei eine andere geworden“, denn sie hat sich unzweifelhaft verändert.
Sonntag, 20. Januar 2008 13:50
Arkanum/kreuts.net: in dem Fall, Pünktchen,
gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die mich die Anrede „Herr Lingen“ bevorzugen lassen (Verurteilung wegen Titelmißbrauchs, bisher auch nicht aufgehoben).

Allerdings bin ich kein Experte für individuelle Weihelinien.
Sonntag, 20. Januar 2008 13:43
Pünktchen: Arkanum: Welch’ erstaunliche Entwicklung!
Jetzt interessieren Sie sich also nicht nur für die kirchliche Anerkennung von Wallfahrtsorten, sondern auch schon für die Gültigkeit von Weihe-Sukzessionslinien…

Und wie lautet Ihr Fachurteil über die Gültigkeit der Priesterweihe von „Pater Lingen“, arkanum?
Sonntag, 20. Januar 2008 13:35
Arkanum/kreuts.net: die anglikanischen Weihen, Herr Guttenberger,
werden von der römisch-katholischen Kirche deshalb nicht anerkannt, weil aus ihrer Sicht die apostolische Sukzession dort unterbrochen wurde.

Für altkatholische und orthodoxe Weihen gilt das nicht, weshalb sie als gültig betrachtet werden; die Sukzessionslinien wurden aus Sicht der römisch-katholischen Kirche unbeschädigt ins Schisma mitgenommen.
Sonntag, 20. Januar 2008 11:53
Gunsenum: Das Gleiche Vergehen…
…praktizierte ein gewisser Herr Lefebvre!
Sonntag, 20. Januar 2008 11:50
Nachtlaterne: milingo hat…
…sich zum geistigen verbrecher hochgearbeitet. er wird nicht aufhören der wahrheit schaden zuzufügen
Samstag, 19. Januar 2008 19:01
Maria Escorial: @Rudolfus: irrt da Lefebvre nicht, wenn er meint
die Kirche sei nach dem Konzil eine andere als diejenige in der er die Weihe zum Bischof empfing?? Das ist genau dieselbe römisch katholische Kirche, die Braut Christi. Wie diese Braut sich verändert hatte nach dem Konzil ist für die Bischofsweihe und die Ernennung zum Erzbischof nicht relevant.
Der Bischof Milingo aber, ist einem Antichrist nachgelaufen, und damit leugnet er, dass Jesus Christus im Fleisch erschienen ist (vor 2000 Jahren) das ist me.E. der Unterschied zu Lefebvre. L. hat diese Todsünde nicht begangen, aber Milingo schon.
Samstag, 19. Januar 2008 10:01
Ministrant: Schismatische Handlungen…
Vielen Dank an den Autor! Milingo kündigte also die schismatische Handlung von Bischofskonsekrationen an, na was war den dann 1988? Also hat sich die Piussekte selbst überführt!
Samstag, 19. Januar 2008 02:35
Rudolfus: Erzbischof Lefebvres Schlußfolgerungen sind völlig logisch
Zu seiner Suspendierung bemerkt er (Sonderbrief vom 29.7.76) „Worin besteht sie nun eigentlich? Sie beraubt mich des mit dem Priesteramt und umso mehr mit dem Bischofsamt unzertrennlich verbundenen Rechtes, die heilige Messe zu feiern, die Sakramente zu spenden und an geweihtem Ort zu predigen, das heisst, es ist mir verboten, die neue Messe zu feiern, die neuen Sakramente zu spenden und die neue Lehre zu predigen.
Also, eben weil ich diese Neuerungen seit ihrer Einführung ablehne, verbietet man mir nunmehr offiziell, sie anzuwenden. Weil ich die neue Messe ablehne, verbietet man mir, sie zu lesen. Man kann daraus erraten, wie gering der Schaden ist, den mir diese Suspension zufügt.“

Er fährt dann weiter: „Wir sind <<suspendiert a divinis>> von der konziliaren Kirche, der wir aber nicht angehören wollen.

Diese konziliare Kirche ist eine schismatische Kirche, weil sie mit der katholischen Kirche, mit der Kirche aller Zeiten gebrochen hat. Sie hat ihre neuen Dogmen, ihr neues Priestertum, ihre neuen Institutionen, ihren neuen Kult, die von der Kirche schon in gar manchen amtlichen und endgültigen Dokumenten verurteilt sind.“

Agiafortuno
„In der Folge hat der Erzbischof versucht seine Aussagen abzuschwächen doch sind seine entsprechenden Erklärungen verschwommen und wenig überzeugend.“

Abgeschwächt worin?
Die Aussagen des Erzbischofs sind doch völlig logisch und geben seinen Standpunkt korrekt wieder, den er 1988 nur noch bekräftigte.
Samstag, 19. Januar 2008 00:40
Für die Gültigkeit einer Weihe ist die volle Kirchengemeinschaft mit Rom nachweislich keine Vorausetzung, sonst könnte Rom die Weihen der Orthodoxen usw. nicht anerkennen.

Warum die Weihen der Aglikaner nicht anerkannt sind, weiß ich nicht. Wer kann Auskunft geben?
Freitag, 18. Januar 2008 22:21
Maria Escorial: @Tarcisius: Ist ein Exkommunizierter
denn überhaupt noch in der geistlichen Lage und Vollmacht irgendwen zu weihen??? Dann wären die Frauenpriesterweihen ja auch gültig? Das wäre fatal! Also ich glaube eher, dass die Handauflegung eines exkommunizierten Bischofs, der in der Todsünde des bischöflichen Glaubensabfalls steht, dh. die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat und weiterführt, keinerlei Gewalt mehr hat gültig zu konsekrieren und zu weihen!
Freitag, 18. Januar 2008 21:53
Tarcisius: @MURX
zur Bischofsweihe reicht EIN in apostolischer Sukzession stehender Bischof, der die Weihe spendet – wenn nur einer der Co-Konsekratoren wirklich Bischof ist, wäre die Weihe gültig –, ein Kandidat, der Bischof werden kann, die Intention des Weihenden, einen Bischof zu weihen und die Handauflegung. Alles andere sind ausdeutende Riten. Auf die Handauflegung kommt es an.
Freitag, 18. Januar 2008 14:58
Gunsenum: @vorredner
Wenn sie das sagen, räume ich ein mich geirrt zu haben! Ich entschuldige mich für den Fauxpas und bei allen „weißen Vätern“!

Dann eben so:…der aus afrika importierte Diözesanbischof Lefebvre“

Dreckschleudern ist nicht meine Spezialität.
sekte? nun: man nannte mich an meiner Universität mal RIESLING-APOSTEL…vielleicht ordnen sie mich also bei den Rieslinglisten ein, ja?!
Freitag, 18. Januar 2008 14:49
ExBochumer: @ Gunsenum
Bevor Sie hier mit Dreck werfen, sollten Sie sich erst mal Sachkenntnis verschaffen.

Erzbischof M. Lefebvre war nicht „Weißer Vater“, sondern gehörte der Kongregation der Spiritaner an.

Welcher Sekte gehören Sie eigentlich an?
Freitag, 18. Januar 2008 12:43
Gunsenum: Wenn zwei das gleiche tun…
…ist es jetzt bestimmt nicht dasselbe. da weiht ein aus Frankreich importierter weißer vater einfach mal so unerlaubt einige Bischöfe, weil ihm das Konzil nicht paßt, und dann ist das nach kreuz.net und Piussekte in ordnung.

Tut dies aber ein erzbischof Milingo, dann ist es eben nicht gut.

Merken sie was?!
Freitag, 18. Januar 2008 12:11
ExBochumer: Ach, der arme Herr Milingo.
Leidet er jetzt auch noch an Verfolgungswahn, obwohl er eine Pension seitens der Kirche kassiert? Na ja, es hält ihn jedenfalls nicht davon ab, gegen die Hl. Mutter Kirche zu agieren.

Alles in Allem: Eine Witzfigur, vielleicht auch schon im Altersstarrsinn.
Freitag, 18. Januar 2008 10:46
Bitte verschonen Sie uns mit Ihrem Murks über „Bischofsweihentheorien“. Das ist doch alles dummes Geschwätz mit wissenschaftlichem Deckmäntelchen.
Freitag, 18. Januar 2008 10:36
Genoveva: @Agiafortuni: Vielen Dank …
für das Zitat.

Das untermauert noch einmal ganz klar, daß der EB die römisch-katholische Kirche nach dem Konzil für eine häretische Kirche gehalten hat. Daraus läßt sich mit den Regeln der einfachen Logik ableiten, daß er auch ein Sedisvakantist war, denn ein häretischer Papst ist kein Papst mehr.

Die Einlassungen von Fil.Ecc. Rudolfus bekommen dadurch eine besonders lustige Wende. Er hält die DBK für schismatisch, weil Sie seines Erachtens die Enzyklika eines häertischen Papstes relativiert hat.

Da sieht man, wo es hinführt, wenn man sich unter Berufung auf einen „übergesetzlichen“ Notstand von der Kirche abschneidet: Man muss sein Gehirn verbiegen, bis es selbst einfachste theologische Operation nicht mehr korrekt ausführen kann.
Freitag, 18. Januar 2008 09:55
Karl Murx: @RRR: Heda, Wohrschau achtern, Jung!
Ich darf dich also dahingehend verstehen, daß die durch Erzbischof Lefèbvre, gültigen, im Sinne der römisch-katholischen Kirche aller Zeiten gespendeten Bischofsweihen ihn exkommunizieren, während Paul VI. und Johannes Paul II., die ungültige Weihen gespendet haben, aber in Einheit mit Frank’nchurch, von der katholischen Kirche nicht exkommuniziert sind.

Schon durch durch seine Lüge, der neue Ritus der Bischofsweihe würde zu großen Teilen von Kopten und Westsyrern zur Konsekration von Bischöfen benutzt, hat sich Montini absolut diskreditiert. Zudem behauptet er das noch in der Promulgation der Bischofsweihe; von der Rechtsform eine apostolische Konstitution.

Da die Leute hier so vergeßlich sind sei es noch einmal gesagt:

Der Text der Westsyrer, der mit der neuen Bischofsweihe eine gewisse stilistische Ähnlichkeit hat, ist der nichtsakramentale Akt der Inthronisierung eines Patriarchen, der bereits Bischof ist. Paul VI zieht daraus ein falsches Traditionsargument:

Ita fit ut in ipso Ordinationis actu testimonium perhibeatur de concordia traditionis cum orientalis tum occidentalis, quoad munus apostolicum Episcoporum.

Seine Behauptung ist de facto diese: die gewisse Ähnlichkeit seiner neuen Pseudo-Weihe mit dem Sakramentale der westsyrischen Inthronisieung ist ein Zeugnis der Einheit der Tradition was den Episkopat angeht.

Sehr seltsam.
Freitag, 18. Januar 2008 09:52
r.ruhrgebietler: Recht hat der Erzbischof!
Weil ich die neue Messe ablehne, verbietet man mir, sie zu lesen. Man kann daraus erraten, wie gering der Schaden ist, den mir diese Suspension zufügt
Seine Art die Dinge auf den Punkt zu bringen hätten selbst einem Lehmann Vorbild sein können!

Maria breit Dein Mantel aus
mach Schirm und Schutz für uns daraus
lass uns darunter sicher stehn
bis alle Stürm vorrübergehn.

Vertrauen wir uns immer wieder der liebenden Gottesmutter an. Nicht von ungefähr gilt der Ausspruch: durch Maria zu Jesus, zu Gott unserem Herrn!

Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament des Altares!
Freitag, 18. Januar 2008 09:40
clarissa colonia: Unterschied:
AltK sind nicht nur Schismatiker, sondern auch Häretiker!
Freitag, 18. Januar 2008 09:37
monti: clarissa colonia
würden sie mir insofern zustimmen, als zwischen dem Schisma der Altkatholiken und dem „schismatischen Akt“ von Lefebvre ein Unterschied besteht? Nämlich der, dass erstere ein Dogma ablehnen, letzterer jedoch nicht ?
Freitag, 18. Januar 2008 09:23
Agiafortuni: zur Exkommunikation Erzb.Lefebvre
Zu seiner Suspendierung bemerkt er (Sonderbrief vom 29.7.76) „Worin besteht sie nun eigentlich? Sie beraubt mich des mit dem Priesteramt und umso mehr mit dem Bischofsamt unzertrennlich verbundenen Rechtes, die heilige Messe zu feiern, die Sakramente zu spenden und an geweihtem Ort zu predigen, das heisst, es ist mir verboten, die neue Messe zu feiern, die neuen Sakramente zu spenden und die neue Lehre zu predigen.
Also, eben weil ich diese Neuerungen seit ihrer Einführung ablehne, verbietet man mir nunmehr offiziell, sie anzuwenden. Weil ich die neue Messe ablehne, verbietet man mir, sie zu lesen. Man kann daraus erraten, wie gering der Schaden ist, den mir diese Suspension zufügt.“

Er fährt dann weiter: „Wir sind <<suspendiert a divinis>> von der konziliaren Kirche, der wir aber nicht angehören wollen.

Diese konziliare Kirche ist eine schismatische Kirche, weil sie mit der katholischen Kirche, mit der Kirche aller Zeiten gebrochen hat. Sie hat ihre neuen Dogmen, ihr neues Priestertum, ihre neuen Institutionen, ihren neuen Kult, die von der Kirche schon in gar manchen amtlichen und endgültigen Dokumenten verurteilt sind.“

In der Folge hat der Erzbischof versucht seine Aussagen abzuschwächen doch sind seine entsprechenden Erklärungen verschwommen und wenig überzeugend.
Fortsetzung folgt
Freitag, 18. Januar 2008 09:02
peter strub: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 18. Januar 2008 07:59
LandorganistII: @ruhrpotti
Darf nur „Mann Gott lieben“ oder auch die Frau?
Freitag, 18. Januar 2008 07:07
r.ruhrgebietler: @Rudolfus – war fast zu erwarten
In meinen persönlichen Begegnungen 1997-1998 war er noch ein Gefolgsmann des Vatikans (obgleich nicht immer einfach). Sein Wort zu mir „Mann muß Gott auch lieben“ ist mir heute lauter denn je im Ohr. Ich bin in sofern traurig, als daß er für sich es wohl vergessen hat. Schade, er hat in seinen Predigten ein lebendiges Wesen gehabt.
Und in der Tat war er (besonders in Italien) ein Teufelsaustreiber. Er hat auch mehrere Kleinschirften darüber herausgegeben, sogar ein Buch „gegen Satan“. Ich habe es diese Woche zum Altpapier gegeben.

Wohlan, gottbefohlen in den neuen Tag unter dem Segen Jesu Christi und unter dem Mantel der liebenden Gottesmutter und Jungfrau Maria!
Freitag, 18. Januar 2008 03:46
Rudolfus: Ausgerechnet der erfolgreiche Teufels- und Dämonenaustreiber Erzbischof Milingo
ist nun zur Beute des Teufels geworden.
Ohne Zweifel ist Mr. Moon einer der Antichristusse, vor denen Christus ausdrücklich warnte, und ausgerechnet der teufelsaustreibende Erzbischof Milingo ist ihm auf den Leim gegangen.
Möge Gott seine Seele noch retten!
Freitag, 18. Januar 2008 01:22
clarissa colonia: Weiowei, und das um diese Zeit …
Natürlich gelingt das Milingo genauso mühelos wie aneren durch

IMMUNISIERUNGSSTRATEGIEN,

weil man sich ja vorher schon zurechtlegen kann, warum es gut, notwendig und gerecht ist, daß man tun will, obwohl mans wohl auch täte, wenn man nicht dieser Überzeugung wäre. Und lehr nicht die Geschichte des Menschengeschlechts (wenn sie überhaupt etwas lehrt), daß man für alles Gründe findet, woran man ein Interesse hat?
Freitag, 18. Januar 2008 01:21
Fabianus: @clarissa colonia
mein Eindruck ist, dass die Kirche sich im letzten Jahrhundert streitbar gemach hat. Wer Theologie studiert- ich erlebe es selbst- wird zunächst damit konfrontiert, dass alles ja nur symbolisch zu verstehen und JESUS nicht wirklich leibhaft auferstanden sei. Aber diese Herren haben bereits aufgrund ihrer Thesen habilitiert. Judas als Patron der Selbstmörder??-Dies scheint mir etwas überzogen. Aber es wird angedacht.
Freitag, 18. Januar 2008 01:20
FiliusEcclesiae: Auch DBK und ÖBK 1968 sind Schismatiker und Häretiker
Man kann also ohne Umschweife auch von einer DBK- und ÖBK-Sekte sprechen.
Freitag, 18. Januar 2008 01:19
Vineta: Und die Reaktionen im Vatikan?
Man kann nur hoffen, im Vatikan vergeht keinem das Lachen über Melingos munteres Treiben – ansonsten wäre es nämlich höchste Zeit, mal darüber nachzudenken, wieso man es eigentlich mit 1000 Euro Pension pro Monat subventioniert.
Und sollte einem Leser hier das Lachen über Milingo auch vergehen oder schon längst vergangen sein, wäre es für ihn an der Zeit, sich mal vorzustellen, was in einem spendenfreudigen Petersdombesucher vorgeht, der hier erfährt, wofür der Vatikan seine 1000 Euro-Spende ausgegeben hat.
Freitag, 18. Januar 2008 01:17
HBR: @RRR…
Das Marcel Lefebvre ein Schismatiker und Sektierer war, sollte eigentlich bekannt sein. Man kann deshalb auch ohne Umschweife von der Lefebvre – Sekte sprechen.

Aber zu Milingo. Dieser ist auch völlig zu Recht aus der Gemeinschaft der Kirche entfernt worden. Seine neuen Bischofsweihen (die ja leider auf Grund der Sukzession wohl Gültigkeit haben) vertiefen die Kirchenferne nur noch mehr. Interessant ist das Statement von Milingo:

Milingo polemisierte weiter: „Wenn der Heilige Stuhl die Mutter verkörpert, warum fürchtet sich dann jeder vor ihr?“

Das Moon-Mitglied erklärte, daß er sich trotz angeblicher „Verfolgungen“ immer noch zur katholischen Kirche zugehörig fühle:

„Wir fordern unsere Rechte ein. Wir sind Priester auf ewig und Mitglied der katholischen Kirche.“

Wie kann sich jemand noch zur katholischen Kirche zugehörig fühlen, wenn er ihr absolut den Gehorsam verweigert und sogar gegen ein wesentliches Gebot des Priestertums verstößt?
Freitag, 18. Januar 2008 01:05
timpressum: Milingo und Lefebvre
Ist Miligno der jetzt der Lefebvre Afrikas?
Freitag, 18. Januar 2008 01:00
clarissa colonia: Lieber Fabianus,
Kirchenspaltungen waren schon immer „in“; sie sind ein Kontinuum der Kirchengeschichte; vielleicht das einzige außer der Überzeugung, daß Jesus die Welt erlöst hat.
Als z. B. das erste Vatikanische Konzil das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit in Glaubens-, Sitten und Moralfragen (und das nur unter ganz bestimmten, zwingend einzuhaltenden formalen Bedingungen) definierte, war der Münchener Kirchenhistoriker Ignaz von Döllinger nicht bereit, dieses konziliar beschlossene Dogma anzuerkennen und ging ins Schisma. Das Produkt nennt sich seither, weil sich Döllinger auf die alte katholische Kirche (nicht die neue Vatikanum I-Konzilskirche) berief, Altkatholische Kirche.
1988 meinte der vormalige Missionserzbischof Marcel Lefebvre (unter anderem), seine Priesterbruderschaft Pius X. und die lateinische Messe nach dem „alten Ritus“ könnten nur „gerettet“ wrden, wenn er ohne päpstlichen Weiheauftrag Bischöfe weiht. Vielleicht (das ist aber nur meine Spekulation) war ihm die Bruderschaft wichtiger als die Messe, wer weiß.
Weil ich früher in früher Kirchengeschichte nicht so richtig aufgepaßt habe, sind mir zu Ihrer Frage momentan keine Beispiele aus der frühen Kirche zur Hand. Aber die war ein reines „Gemetzel“. Alle Nase lang wurde per Konzilsbeschluß oder kaiserliches Dektret eine neue Glaubenswahrheit für verbindlich erklärt, und wer die nicht undiskutiert übernehmen wollte, war dann exkommuniziert. Bis heute? Villeicht ist Häresie auch die Wahrheit zur Unzeit?
Freitag, 18. Januar 2008 00:43
Fabianus: Sind…
diese Haltungen nicht ein Resultat aus falsch verstandenen-weil schwammig folrmulierten- Konzilsaufassungen? Als jungen Katholik interessiert mich, ob es jemals soetas unter Pius XII. gegeben hätte, bzw wie verfahren worden wäre.
Fabianus
Freitag, 18. Januar 2008 00:33
clarissa colonia: Rechnet Milingo bei den 150.000
verheirateten Priestern die (nicht suspendierten) der orientalischen Kirchen mit oder nicht?
Freitag, 18. Januar 2008 00:27
RRR: Danke, kreuz.net!
Bei der Vorstellung seiner Biographie in Rom pöbelte der exkommunizierte Erzbischof Milingo gegen den Vatikan. Er kündigte weitere schismatische Handlungen an… Vor dem zahlreich erschienenen Publikum – scharfen Kritikern und begeisterten Fans – teilte er mit, demnächst in Amerika fünf neue Bischöfe zu weihen. Wegen der unerlaubten Weihe von vier Bischöfen im Jahr 2006, wurde Milingo exkommuniziert.

Damit erkennt kreuz.net an:

Die unerlaubte Weihe von Bischöfen ist ein schismatischer Akt und führt zur Exkommunikation.

Wie man bei Marcel Lefèbvre ja bekanntermaßen sehen konnte.
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