Bei der Vorstellung seiner Biographie in Rom pöbelte der exkommunizierte Erzbischof Milingo gegen den Vatikan. Er kündigte weitere schismatische Handlungen an.
Konzelebration laisierter Priester mit dem abgefallenen Kurienerzbischof Emmanuel Milingo.
(kreuz.net, Rom) Der aus Sambia stammende abgefallene Kurienerzbischof Emmanuel Milingo (77) hat am Donnerstag
abend in Rom seine Biographie „Bekenntnisse eines Exkommunizierten“ vorgestellt.
Der Greis war in bischöflichem
Talar verkleidet und erschien in Begleitung seiner Konkubine Maria Sung, die der Moon-Sekte angehört.
In seiner Biographie nennt er die Koreanerin eine „Seelenverwandte“.
Vor dem zahlreich erschienenen
Publikum – scharfen Kritikern und begeisterten Anhängern – teilte Milingo mit, demnächst in Amerika
fünf neue Bischöfe ordinieren zu wollen.
Im Jahr 2006 wurde Milingo wegen der unerlaubten Ordinierung
von vier Bischöfen exkommuniziert.
In Italien will er offenbar keine Anhänger ordinieren. In diesem
Land würden verheiratete Priester, „sobald sie das Wort Vatikan hören, in Deckung gehen“ – so Milingos
Polemik: „Wenn der Heilige Stuhl die Mutter verkörpert, warum fürchtet sich dann jeder vor ihr?“
Milingo,
der inzwischen der Moon-Sekte nahesteht, erklärte, daß er sich trotz angeblicher „Verfolgungen“ zur
katholischen Kirche zugehörig fühle:
„Wir fordern unsere Rechte ein. Wir sind Priester auf ewig und
Mitglied der katholischen Kirche.“
Gemeinsam mit angeblich „150.000 verheirateten Priestern“ auf der
ganzen Welt hofft der 77jährige jetzt, eines Tages zur Kirche zurückkehren zu können.
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36 Lesermeinungen
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@M. Escorial: Die äußere Erscheinungsform der Kirche ist seit dem Pastoralkonzil eine andere irrt da
Lefebvre nicht, wenn er meintdie Kirche sei nach dem Konzil eine andere als diejenige in der er die Weihe
zum Bischof empfing?? Das ist genau dieselbe römisch katholische Kirche, die Braut Christi. Die Kirche
ist dieselbe, zu allen Zeiten, aber ihr Zustand und ihre äußere Erscheinungsform ist eine andere, und
das meinte Erzbischof Lefebvre, wenn er erklärte, „die Kirche sei eine andere geworden“, denn sie hat
sich unzweifelhaft verändert.
in dem Fall, Pünktchen, gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die mich die Anrede „Herr Lingen“ bevorzugen
lassen (Verurteilung wegen Titelmißbrauchs, bisher auch nicht aufgehoben). Allerdings bin ich kein Experte
für individuelle Weihelinien.
Arkanum: Welch’ erstaunliche Entwicklung! Jetzt interessieren Sie sich also nicht nur für die kirchliche
Anerkennung von Wallfahrtsorten, sondern auch schon für die Gültigkeit von Weihe-Sukzessionslinien…
Und wie lautet Ihr Fachurteil über die Gültigkeit der Priesterweihe von „Pater Lingen“, arkanum?
die anglikanischen Weihen, Herr Guttenberger, werden von der römisch-katholischen Kirche deshalb nicht
anerkannt, weil aus ihrer Sicht die apostolische Sukzession de.wikipedia.org/…stolische_Sukzession dort
unterbrochen wurde. Für altkatholische und orthodoxe Weihen gilt das nicht, weshalb sie als gültig betrachtet
werden; die Sukzessionslinien wurden aus Sicht der römisch-katholischen Kirche unbeschädigt ins Schisma
mitgenommen.
@Rudolfus: irrt da Lefebvre nicht, wenn er meint die Kirche sei nach dem Konzil eine andere als diejenige
in der er die Weihe zum Bischof empfing?? Das ist genau dieselbe römisch katholische Kirche, die Braut
Christi. Wie diese Braut sich verändert hatte nach dem Konzil ist für die Bischofsweihe und die Ernennung
zum Erzbischof nicht relevant. Der Bischof Milingo aber, ist einem Antichrist nachgelaufen, und damit
leugnet er, dass Jesus Christus im Fleisch erschienen ist (vor 2000 Jahren) das ist me.E. der Unterschied
zu Lefebvre. L. hat diese Todsünde nicht begangen, aber Milingo schon.
#30 Ministrant 10:01:22 | Samstag, 19. Januar 2008
Schismatische Handlungen… Vielen Dank an den Autor! Milingo kündigte also die schismatische Handlung
von Bischofskonsekrationen an, na was war den dann 1988? Also hat sich die Piussekte selbst überführt!
Erzbischof Lefebvres Schlußfolgerungen sind völlig logisch Zu seiner Suspendierung bemerkt er (Sonderbrief
vom 29.7.76) „Worin besteht sie nun eigentlich? Sie beraubt mich des mit dem Priesteramt und umso mehr
mit dem Bischofsamt unzertrennlich verbundenen Rechtes, die heilige Messe zu feiern, die Sakramente zu
spenden und an geweihtem Ort zu predigen, das heisst, es ist mir verboten, die neue Messe zu feiern, die
neuen Sakramente zu spenden und die neue Lehre zu predigen. Also, eben weil ich diese Neuerungen seit
ihrer Einführung ablehne, verbietet man mir nunmehr offiziell, sie anzuwenden. Weil ich die neue Messe
ablehne, verbietet man mir, sie zu lesen. Man kann daraus erraten, wie gering der Schaden ist, den mir
diese Suspension zufügt.“ Er fährt dann weiter: „Wir sind <<suspendiert a divinis>> von der konziliaren
Kirche, der wir aber nicht angehören wollen. Diese konziliare Kirche ist eine schismatische Kirche, weil
sie mit der katholischen Kirche, mit der Kirche aller Zeiten gebrochen hat. Sie hat ihre neuen Dogmen,
ihr neues Priestertum, ihre neuen Institutionen, ihren neuen Kult, die von der Kirche schon in gar manchen
amtlichen und endgültigen Dokumenten verurteilt sind.“ Agiafortuno „In der Folge hat der Erzbischof versucht
seine Aussagen abzuschwächen doch sind seine entsprechenden Erklärungen verschwommen und wenig überzeugend.“
Abgeschwächt worin? Die Aussagen des Erzbischofs sind doch völlig logisch und geben seinen Standpunkt
korrekt wieder, den er 1988 nur noch bekräftigte.
Maria Escorial Für die Gültigkeit einer Weihe ist die volle Kirchengemeinschaft mit Rom nachweislich
keine Vorausetzung, sonst könnte Rom die Weihen der Orthodoxen usw. nicht anerkennen. Warum die Weihen
der Aglikaner nicht anerkannt sind, weiß ich nicht. Wer kann Auskunft geben?
@Tarcisius: Ist ein Exkommunizierter denn überhaupt noch in der geistlichen Lage und Vollmacht irgendwen
zu weihen??? Dann wären die Frauenpriesterweihen ja auch gültig? Das wäre fatal! Also ich glaube eher,
dass die Handauflegung eines exkommunizierten Bischofs, der in der Todsünde des bischöflichen Glaubensabfalls
steht, dh. die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat und weiterführt, keinerlei Gewalt mehr hat
gültig zu konsekrieren und zu weihen!
@MURX zur Bischofsweihe reicht EIN in apostolischer Sukzession stehender Bischof, der die Weihe spendet –
wenn nur einer der Co-Konsekratoren wirklich Bischof ist, wäre die Weihe gültig –, ein Kandidat, der
Bischof werden kann, die Intention des Weihenden, einen Bischof zu weihen und die Handauflegung. Alles
andere sind ausdeutende Riten. Auf die Handauflegung kommt es an.
@vorredner Wenn sie das sagen, räume ich ein mich geirrt zu haben! Ich entschuldige mich für den Fauxpas
und bei allen „weißen Vätern“! Dann eben so:…der aus afrika importierte Diözesanbischof Lefebvre“
Dreckschleudern ist nicht meine Spezialität. sekte? nun: man nannte mich an meiner Universität mal RIESLING-APOSTEL…vielleicht
ordnen sie mich also bei den Rieslinglisten ein, ja?!
#24 ExBochumer † 14:49:39 | Freitag, 18. Januar 2008
@ Gunsenum Bevor Sie hier mit Dreck werfen, sollten Sie sich erst mal Sachkenntnis verschaffen. Erzbischof
M. Lefebvre war nicht „Weißer Vater“, sondern gehörte der Kongregation der Spiritaner an. Welcher Sekte
gehören Sie eigentlich an?
Wenn zwei das gleiche tun… …ist es jetzt bestimmt nicht dasselbe. da weiht ein aus Frankreich importierter
weißer vater einfach mal so unerlaubt einige Bischöfe, weil ihm das Konzil nicht paßt, und dann ist
das nach kreuz.net und Piussekte in ordnung. Tut dies aber ein erzbischof Milingo, dann ist es eben nicht
gut. Merken sie was?!
#22 ExBochumer † 12:11:46 | Freitag, 18. Januar 2008
Ach, der arme Herr Milingo. Leidet er jetzt auch noch an Verfolgungswahn, obwohl er eine Pension seitens
der Kirche kassiert? Na ja, es hält ihn jedenfalls nicht davon ab, gegen die Hl. Mutter Kirche zu agieren.
Alles in Allem: Eine Witzfigur, vielleicht auch schon im Altersstarrsinn.
@Murks Bitte verschonen Sie uns mit Ihrem Murks über „Bischofsweihentheorien“. Das ist doch alles dummes
Geschwätz mit wissenschaftlichem Deckmäntelchen.
@Agiafortuni: Vielen Dank … für das Zitat. Das untermauert noch einmal ganz klar, daß der EB die römisch-katholische
Kirche nach dem Konzil für eine häretische Kirche gehalten hat. Daraus läßt sich mit den Regeln der
einfachen Logik ableiten, daß er auch ein Sedisvakantist war, denn ein häretischer Papst ist kein Papst
mehr. Die Einlassungen von Fil.Ecc. Rudolfus bekommen dadurch eine besonders lustige Wende. Er hält die
DBK für schismatisch, weil Sie seines Erachtens die Enzyklika eines häertischen Papstes relativiert
hat. Da sieht man, wo es hinführt, wenn man sich unter Berufung auf einen „übergesetzlichen“ Notstand
von der Kirche abschneidet: Man muss sein Gehirn verbiegen, bis es selbst einfachste theologische Operation
nicht mehr korrekt ausführen kann.
@RRR: Heda, Wohrschau achtern, Jung! Ich darf dich also dahingehend verstehen, daß die durch Erzbischof
Lefèbvre, gültigen, im Sinne der römisch-katholischen Kirche aller Zeiten gespendeten Bischofsweihen
ihn exkommunizieren, während Paul VI. und Johannes Paul II., die ungültige Weihen gespendet haben, aber
in Einheit mit Frank’nchurch, von der katholischen Kirche nicht exkommuniziert sind. Schon durch durch
seine Lüge, der neue Ritus der Bischofsweihe würde zu großen Teilen von Kopten und Westsyrern zur Konsekration
von Bischöfen benutzt, hat sich Montini absolut diskreditiert. Zudem behauptet er das noch in der Promulgation
der Bischofsweihe; von der Rechtsform eine apostolische Konstitution. Da die Leute hier so vergeßlich
sind sei es noch einmal gesagt: Der Text der Westsyrer, der mit der neuen Bischofsweihe eine gewisse stilistische
Ähnlichkeit hat, ist der nichtsakramentale Akt der Inthronisierung eines Patriarchen, der bereits Bischof
ist. Paul VI zieht daraus ein falsches Traditionsargument: Ita fit ut in ipso Ordinationis actu testimonium
perhibeatur de concordia traditionis cum orientalis tum occidentalis, quoad munus apostolicum Episcoporum.
Seine Behauptung ist de facto diese: die gewisse Ähnlichkeit seiner neuen Pseudo-Weihe mit dem Sakramentale
der westsyrischen Inthronisieung ist ein Zeugnis der Einheit der Tradition was den Episkopat angeht. Sehr
seltsam.
Recht hat der Erzbischof! Weil ich die neue Messe ablehne, verbietet man mir, sie zu lesen. Man kann daraus
erraten, wie gering der Schaden ist, den mir diese Suspension zufügt Seine Art die Dinge auf den Punkt
zu bringen hätten selbst einem Lehmann Vorbild sein können! Maria breit Dein Mantel aus mach Schirm
und Schutz für uns daraus lass uns darunter sicher stehn bis alle Stürm vorrübergehn. Vertrauen wir
uns immer wieder der liebenden Gottesmutter an. Nicht von ungefähr gilt der Ausspruch: durch Maria zu
Jesus, zu Gott unserem Herrn! Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament des Altares!
clarissa colonia würden sie mir insofern zustimmen, als zwischen dem Schisma der Altkatholiken und dem
„schismatischen Akt“ von Lefebvre ein Unterschied besteht? Nämlich der, dass erstere ein Dogma ablehnen,
letzterer jedoch nicht ?
#15 Agiafortuni 09:23:00 | Freitag, 18. Januar 2008
zur Exkommunikation Erzb.Lefebvre Zu seiner Suspendierung bemerkt er (Sonderbrief vom 29.7.76) „Worin
besteht sie nun eigentlich? Sie beraubt mich des mit dem Priesteramt und umso mehr mit dem Bischofsamt
unzertrennlich verbundenen Rechtes, die heilige Messe zu feiern, die Sakramente zu spenden und an geweihtem
Ort zu predigen, das heisst, es ist mir verboten, die neue Messe zu feiern, die neuen Sakramente zu spenden
und die neue Lehre zu predigen. Also, eben weil ich diese Neuerungen seit ihrer Einführung ablehne, verbietet
man mir nunmehr offiziell, sie anzuwenden. Weil ich die neue Messe ablehne, verbietet man mir, sie zu
lesen. Man kann daraus erraten, wie gering der Schaden ist, den mir diese Suspension zufügt.“ Er fährt
dann weiter: „Wir sind <<suspendiert a divinis>> von der konziliaren Kirche, der wir aber nicht angehören
wollen. Diese konziliare Kirche ist eine schismatische Kirche, weil sie mit der katholischen Kirche, mit
der Kirche aller Zeiten gebrochen hat. Sie hat ihre neuen Dogmen, ihr neues Priestertum, ihre neuen Institutionen,
ihren neuen Kult, die von der Kirche schon in gar manchen amtlichen und endgültigen Dokumenten verurteilt
sind.“ In der Folge hat der Erzbischof versucht seine Aussagen abzuschwächen doch sind seine entsprechenden
Erklärungen verschwommen und wenig überzeugend. Fortsetzung folgt
@Rudolfus – war fast zu erwarten In meinen persönlichen Begegnungen 1997-1998 war er noch ein Gefolgsmann
des Vatikans (obgleich nicht immer einfach). Sein Wort zu mir „Mann muß Gott auch lieben“ ist mir heute
lauter denn je im Ohr. Ich bin in sofern traurig, als daß er für sich es wohl vergessen hat. Schade,
er hat in seinen Predigten ein lebendiges Wesen gehabt. Und in der Tat war er (besonders in Italien) ein
Teufelsaustreiber. Er hat auch mehrere Kleinschirften darüber herausgegeben, sogar ein Buch „gegen Satan“.
Ich habe es diese Woche zum Altpapier gegeben. Wohlan, gottbefohlen in den neuen Tag unter dem Segen Jesu
Christi und unter dem Mantel der liebenden Gottesmutter und Jungfrau Maria!
Ausgerechnet der erfolgreiche Teufels- und Dämonenaustreiber Erzbischof Milingo ist nun zur Beute des
Teufels geworden. Ohne Zweifel ist Mr. Moon einer der Antichristusse, vor denen Christus ausdrücklich
warnte, und ausgerechnet der teufelsaustreibende Erzbischof Milingo ist ihm auf den Leim gegangen. Möge
Gott seine Seele noch retten!
Weiowei, und das um diese Zeit … Natürlich gelingt das Milingo genauso mühelos wie aneren durch IMMUNISIERUNGSSTRATEGIEN,
weil man sich ja vorher schon zurechtlegen kann, warum es gut, notwendig und gerecht ist, daß man tun
will, obwohl mans wohl auch täte, wenn man nicht dieser Überzeugung wäre. Und lehr nicht die Geschichte
des Menschengeschlechts (wenn sie überhaupt etwas lehrt), daß man für alles Gründe findet, woran man
ein Interesse hat?
@clarissa colonia mein Eindruck ist, dass die Kirche sich im letzten Jahrhundert streitbar gemach hat.
Wer Theologie studiert- ich erlebe es selbst- wird zunächst damit konfrontiert, dass alles ja nur symbolisch
zu verstehen und JESUS nicht wirklich leibhaft auferstanden sei. Aber diese Herren haben bereits aufgrund
ihrer Thesen habilitiert. Judas als Patron der Selbstmörder??-Dies scheint mir etwas überzogen. Aber
es wird angedacht.
Und die Reaktionen im Vatikan? Man kann nur hoffen, im Vatikan vergeht keinem das Lachen über Melingos
munteres Treiben – ansonsten wäre es nämlich höchste Zeit, mal darüber nachzudenken, wieso man es
eigentlich mit 1000 Euro Pension pro Monat subventioniert. Und sollte einem Leser hier das Lachen über
Milingo auch vergehen oder schon längst vergangen sein, wäre es für ihn an der Zeit, sich mal vorzustellen,
was in einem spendenfreudigen Petersdombesucher vorgeht, der hier erfährt, wofür der Vatikan seine 1000
Euro-Spende ausgegeben hat.
@RRR… Das Marcel Lefebvre ein Schismatiker und Sektierer war, sollte eigentlich bekannt sein. Man kann
deshalb auch ohne Umschweife von der Lefebvre – Sekte sprechen. Aber zu Milingo. Dieser ist auch völlig
zu Recht aus der Gemeinschaft der Kirche entfernt worden. Seine neuen Bischofsweihen (die ja leider auf
Grund der Sukzession wohl Gültigkeit haben) vertiefen die Kirchenferne nur noch mehr. Interessant ist
das Statement von Milingo: Milingo polemisierte weiter: „Wenn der Heilige Stuhl die Mutter verkörpert,
warum fürchtet sich dann jeder vor ihr?“ Das Moon-Mitglied erklärte, daß er sich trotz angeblicher
„Verfolgungen“ immer noch zur katholischen Kirche zugehörig fühle: „Wir fordern unsere Rechte ein. Wir
sind Priester auf ewig und Mitglied der katholischen Kirche.“ Wie kann sich jemand noch zur katholischen
Kirche zugehörig fühlen, wenn er ihr absolut den Gehorsam verweigert und sogar gegen ein wesentliches
Gebot des Priestertums verstößt?
Lieber Fabianus, Kirchenspaltungen waren schon immer „in“; sie sind ein Kontinuum der Kirchengeschichte;
vielleicht das einzige außer der Überzeugung, daß Jesus die Welt erlöst hat. Als z. B. das erste Vatikanische
Konzil das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit in Glaubens-, Sitten und Moralfragen (und das nur
unter ganz bestimmten, zwingend einzuhaltenden formalen Bedingungen) definierte, war der Münchener Kirchenhistoriker
Ignaz von Döllinger nicht bereit, dieses konziliar beschlossene Dogma anzuerkennen und ging ins Schisma.
Das Produkt nennt sich seither, weil sich Döllinger auf die alte katholische Kirche (nicht die neue Vatikanum
I-Konzilskirche) berief, Altkatholische Kirche. 1988 meinte der vormalige Missionserzbischof Marcel Lefebvre
(unter anderem), seine Priesterbruderschaft Pius X. und die lateinische Messe nach dem „alten Ritus“ könnten
nur „gerettet“ wrden, wenn er ohne päpstlichen Weiheauftrag Bischöfe weiht. Vielleicht (das ist aber
nur meine Spekulation) war ihm die Bruderschaft wichtiger als die Messe, wer weiß. Weil ich früher in
früher Kirchengeschichte nicht so richtig aufgepaßt habe, sind mir zu Ihrer Frage momentan keine Beispiele
aus der frühen Kirche zur Hand. Aber die war ein reines „Gemetzel“. Alle Nase lang wurde per Konzilsbeschluß
oder kaiserliches Dektret eine neue Glaubenswahrheit für verbindlich erklärt, und wer die nicht undiskutiert
übernehmen wollte, war dann exkommuniziert. Bis heute? Villeicht ist Häresie auch die Wahrheit zur Unzeit?
Sind… diese Haltungen nicht ein Resultat aus falsch verstandenen-weil schwammig folrmulierten- Konzilsaufassungen?
Als jungen Katholik interessiert mich, ob es jemals soetas unter Pius XII. gegeben hätte, bzw wie verfahren
worden wäre. Fabianus
Danke, kreuz.net! Bei der Vorstellung seiner Biographie in Rom pöbelte der exkommunizierte Erzbischof
Milingo gegen den Vatikan. Er kündigte weitere schismatische Handlungen an… Vor dem zahlreich erschienenen
Publikum – scharfen Kritikern und begeisterten Fans – teilte er mit, demnächst in Amerika fünf neue
Bischöfe zu weihen. Wegen der unerlaubten Weihe von vier Bischöfen im Jahr 2006, wurde Milingo exkommuniziert.
Damit erkennt kreuz.net an: Die unerlaubte Weihe von Bischöfen ist ein schismatischer Akt und führt
zur Exkommunikation. Wie man bei Marcel Lefèbvre ja bekanntermaßen sehen konnte.