kreuzmeldungen
Päpstliche Zurechtweisung + Kirchlicher Verfall + Gründet der Direktor von Radio Maryja eine Partei? + Neuheidnisch und menschenfeindlich + Wirres Video
Päpstliche ZurechtweisungVatikan. Für heute Samstag wird die Wahl des neuen Generaloberen der Jesuiten erwartet. In einem Abschiedsbrief an den bisherigen Amtsinhaber, Pater Peter-Hans Kolvenbach (79), erinnerte Papst Benedikt XVI. den Orden an einige kritische Punkte im Apostolat der Jesuiten. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Ausdrücklich nennt der Heilige Vater das Verhältnis zu den anderen Religionen, die Befreiungstheologie, die Sexualmoral, die Unauflöslichkeit der Ehe und die Pastoral für homosexuell Versuchte. Außerdem weist der Papst auf das besondere Gehorsamsgelübde der Jesuiten gegenüber dem Nachfolge Petri hin.
Kirchlicher Verfall
Deutschland. Das Bistum Hildesheim wird in den kommenden Jahren voraussichtlich achtzig seiner 438 Kirchen schließen. Entsprechende Pläne wurden gestern vorgestellt. Grund für die Kirchenschließungen sind der Massenabfall und die daraus resultierenden sinkenden Kirchensteuereinnahmen. Das Bistum teilte außerdem mit, seine Personalstellen um ein Drittel zu reduzieren. Was mit den geschlossenen Kirchen geschehen wird, ist noch unklar. Umwandlungen in Moscheen werden „derzeit“ ausgeschlossen.
Gründet der Direktor von Radio Maryja eine Partei?
Polen. Pater Tadeusz Rydzyk, Leiter des polnischen katholischen Radiosenders ‘Radio Maryja’, will angeblich eine eigene Partei gründen. Das behauptete die US-Wochenzeitung ‘Newsweek’. Die politische Bewegung soll „Nationale Partei“ heißen. Laut ‘Newsweek’ hat Pater Rydzyk erkannt, daß die nationalkonservative Partei ‘Recht und Gerechtigkeit’ ihre gegenwärtige Oppositionsrolle nicht zufriedenstellend erfülle. Der Entscheid zur Parteigründung sei letzten Sonntag auf einer geheimen Sitzung gefallen. Für den Start plant die neue Bewegung eine Anti-EU-Kampagne.
Neuheidnisch und menschenfeindlich
Australien. Der australische Ärzteverband hat vorgeschlagen, Eltern mit mehr als zwei Kindern mit einer Klima-Steuer – auch Kohlendioxid-Steuer für Babys genannt – zu belegen. Das berichtete die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’. Der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, verurteilt dieses Vorhaben aufs schärfste. Der Vorschlag sei eine „deutliche Illustration dessen, wohin uns eine Minderheit mit einer neo-heidnischen, menschenfeindlichen Mentalität führen will“.
Wirres Video
USA. Im Internet ist ein etwa vier Jahre altes nachbearbeitetes Video aufgetaucht, auf dem der Hollywood-Schauspieler Tom Cruise Werbung für die Sekte Scientology macht, bei der er selber Mitglied ist. Die Aufzeichnungen wurden vermutlich anläßlich einer Auszeichnung von Cruise durch die Sekte gemacht. Der Schauspieler wirkt auf dem Video ernst und verwirrt. Cruise sagt unter anderem: „Es ist ein Privileg, Mitglied bei Scientology zu sein. Man muß es sich verdienen. Wir sind die oberste Instanz des Geistes“. „Wir rehabilitieren Straftäter. Wir vereinen fremde Kulturen.“
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Montag, 21. Januar 2008 22:47
Jörg Guttenberger, Köln: Filius ecclesiae
Warum Sie ausgerechnet das Tridentinum so hoch bewerten, verstehe ich nicht. Sicher, es wurde einiges geordnet, so die Residenzpflicht der Bischöfe und Pfarrer, die Verantwortung des Biuschofs für den Unterhalt seines Klerus geregelt, liturgisch durch den Fortfall der vielen Sequenzen und Tropen aber kräftig verarmt. Das pyramidale Ritenverständnis, von VATII glücklicherweise im Sinne der Gleichberechtigung aller Riten wieder rückgängig gemacht, hatte geradezu verhehrende Folgen.
Montag, 21. Januar 2008 22:39
FiliusEcclesiae: @clarissa c.: War das eine so großartige Idee?
Die längste Zeit der Kirchen- und Liturgiegeschichtebefand sich der Tabenakel nicht im Scheitelpunkt
des Chores, sondern an seiner Seitenwand; vorzugsweise seiner nördlichen!
Oder war das so eine großartige Zeit,
daß man wieder „zurück in vortridentinische Zeiten“ will –
auch klerus-, bischofs-, und klosterdisziplinarisch?
Offenbar wollte man mit dem II. Vaticanum tatsächlich zurück ins Kirchenmittelalter,
auch was das liturgische Chaos betrifft.
Oder war das so eine großartige Zeit,
daß man wieder „zurück in vortridentinische Zeiten“ will –
auch klerus-, bischofs-, und klosterdisziplinarisch?
Offenbar wollte man mit dem II. Vaticanum tatsächlich zurück ins Kirchenmittelalter,
auch was das liturgische Chaos betrifft.
Montag, 21. Januar 2008 22:30
Jörg Guttenberger, Köln: Filius ecclesiae: korrekte Liturgie
In den Kölner Innenstadtpfarren wird die neue Liturgie, wie schon mehrfach erwähnt, korrekt gefeiert. Die Pfarrer werden von Kardinal Meisner persönlich ausgewählt, vielfach ehemalige Domvikare. Auch die Minoriten, deren Liturgie ich auch werktags häufig besuche, zelebrieren so, daß man innerlich bereichert die Kirche verläßt.
Montag, 21. Januar 2008 02:22
clarissa colonia: Die längste Zeit der Kirchen- und Liturgiegeschichte
befand sich der Tabenakel nicht im Scheitelpunkt des Chores, sondern an seiner Seitenwand; vorzugsweise seiner nördlichen!)
Montag, 21. Januar 2008 00:13
HBR: Eines finde auch ich bedenklich
In meiner Stadt gibt es eine Kirche, wo der Tabernakel nicht mehr im Zentrum der Kirche steht. Statt dessen wanderte das Allerheiligste in dieser Kirche an die Seite, um im Altarraum irgendwelche Sitzgelegenheiten zu schaffen… Das finde ich höchst bedenklich, da eingentlich das Allerheiligste das Zentrum jeden Gebetes und jeder Verehrung darstellen sollte. Zwar wird hier argumentiert, dass die neue Position an der Seite einen Platz für die intime Anbetung des Allerheiligsten bieten würde. Aber das kann ich nicht gelten lassen. Zumal so jede Kniebeuge in der Mitte der Kirche eigentlich sinnentleert ist.
Sonntag, 20. Januar 2008 23:59
FiliusEcclesiae: @J. Guttenberger, Köln: Vereinzelt wird auch die Neurömische Liturgie korrekt gefeiert
Alleine die neue Liturgie als Buhmann für den Glaubensabfall verantwortlich zu machen, schießt sicher
weit über das Ziel hinaus.
Auch die neue Liturgie kann überzeugend gefeiert werden und wird es auch.
Die Neurömische Liturgie wird vereinzelt auch korrekt gefeiert, insbesonders außerhalb Deutschlands,
und innerhalb Deutschland bzw. der deutschen Länder in einigen wenigen romtreuen Pfarren und päpstlichen Orden.
Was die reguläre Durchschnittspfarre betrifft, so herrscht dort vielerorts Willkür,
die durch die römische Gottesdienstkongregation auch detailreich in einer umfangreichen Liste bereits verurteilt wurde:
Leider liest niemals diese Liste – es wäre die Aufgabe des jeweiligen Ortsordinarius’, diese römische Liste über auszumerzende Liturgiemißstände auch offiziell in den Pfarren umzusetzen:
Und diese einschlägigen Instruktionen sind ja nicht erst gestern erschienen.
Wenn man also eine Liturgie ohne Liturgiemißstände wünscht, bleibt einem römischen Katholiken vielerorts nichts anderes übrig, als die stets korrekt gefeierte Alte Messe für alle Zeiten aufzusuchen:
in einer regulären Pfarrinsel oder in einer irregulären Pfarrinsel, dem Beispiel Erzbischof Lefebvres folgen, auch ohne Erlaubnis eines Ortsordinarius’, der dem Konsumenten ansonsten nur eine Mißstandsliturgie bietet.
Auch die neue Liturgie kann überzeugend gefeiert werden und wird es auch.
Die Neurömische Liturgie wird vereinzelt auch korrekt gefeiert, insbesonders außerhalb Deutschlands,
und innerhalb Deutschland bzw. der deutschen Länder in einigen wenigen romtreuen Pfarren und päpstlichen Orden.
Was die reguläre Durchschnittspfarre betrifft, so herrscht dort vielerorts Willkür,
die durch die römische Gottesdienstkongregation auch detailreich in einer umfangreichen Liste bereits verurteilt wurde:
Leider liest niemals diese Liste – es wäre die Aufgabe des jeweiligen Ortsordinarius’, diese römische Liste über auszumerzende Liturgiemißstände auch offiziell in den Pfarren umzusetzen:
Und diese einschlägigen Instruktionen sind ja nicht erst gestern erschienen.
Wenn man also eine Liturgie ohne Liturgiemißstände wünscht, bleibt einem römischen Katholiken vielerorts nichts anderes übrig, als die stets korrekt gefeierte Alte Messe für alle Zeiten aufzusuchen:
in einer regulären Pfarrinsel oder in einer irregulären Pfarrinsel, dem Beispiel Erzbischof Lefebvres folgen, auch ohne Erlaubnis eines Ortsordinarius’, der dem Konsumenten ansonsten nur eine Mißstandsliturgie bietet.
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