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Mittwoch, 23. Januar 2008 09:19
Zeit für Protestanten + Medizinische Abklärungen + Mord erlaubt, Wein verboten + Unerwarteter Gast + Leer gepredigt
Zurück zum Artikel 43 Lesermeinungen:
Freitag, 25. Januar 2008 08:55
Alkuin: Ian Paisleys Home page sagt alles!!
Wenn ein Katholik so gegen Protesteanten hetzen würde…

http://www.ianpaisley.org/main.asp
Donnerstag, 24. Januar 2008 22:57
Samurai: @ clarissa Sorry, ich habe mich vertan…
…es war ein Tippfehler.
Natürlich ist Ian Paisley protestantisch. Genaugenommen protestantisch-nationalistisch, aber Christ ist er nicht, zumindest nicht im Sinne Jesu.
Und der Konflikt in (Nord-)Irland ist seit Jahrhunderten mehr politisch als religiös begründet.

Samurai
Donnerstag, 24. Januar 2008 07:13
Sozialkatholisch: @ clarissa
P. S.: Abgesehen liegt ist mein theologisches Studium schon so lange zurück und darin Vorlesungen zu halten bin ich (zumindest hier) nicht berufen. Stecken Sie Ihre Nase halt mal selbst in Bücher, vorzugsweise den DS, weils am schnellsten geht. Darin werden Sie beim Rechtfertigungsdekret Cum hoc tempore schon die Antworten finden, die Sie suchen.

Wenn du mich meinst, warum sollte ich?
Ich habe meine Meinung zu diesem Thema und denke das sie richtig ist. Ich wäre aber bereit meine Meinung zu überdenken wenn in meinen Augen vernünftige Argumente kommen, so aber nicht.
Mittwoch, 23. Januar 2008 23:32
clarissa colonia: Ich will ja beileibe nicht vorlaut sein, aber
ist Ian Paisley nicht (ehem.?) protestantischer Religionsdiener, der für den Verbleib Nordirlands beim Vereinigten Königreich votiert. Da schon Tony Blairs Konversion (aus hier) für erheblichen Medienrummel gesorgt hat, müßte man doch erwarten, daß ganz Irland über die Konversion Paisleys getobt hätte.

P. S.: Abgesehen liegt ist mein theologisches Studium schon so lange zurück und darin Vorlesungen zu halten bin ich (zumindest hier) nicht berufen. Stecken Sie Ihre Nase halt mal selbst in Bücher, vorzugsweise den DS, weils am schnellsten geht. Darin werden Sie beim Rechtfertigungsdekret Cum hoc tempore schon die Antworten finden, die Sie suchen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 22:54
Samurai: Ian Paisley sieht sich als wahren Christen…
…was leider falsch ist, da er immer noch einen sehr radikalen irisch-katholischen Nationalismus vertritt.
Und wer meint, es ginge Paisley um die Glaubensverbreitung oder dergleichen, dem kann ich gerne einiges über die irische Geschichte – speziell 16-20 Jahrhundert erzählen.
Das Stichwort Unionist Volunteers ist schon allein recht interessant.

Samurai
Mittwoch, 23. Januar 2008 21:04
Sozialkatholisch: @ clarissa
„Teilverdiente Gnade“ ist wahrscheinlich der größte dogmatische Unfug, der seit dem Tridentinum produziert worden ist;

Warum?
Mittwoch, 23. Januar 2008 20:46
clarissa colonia: Das Tridentinum lehrt in seinem Rechtfertigungsdekret
(Zwischenfrage: Kann das noch als rechtgläubig durchgehen, oder bestehen da schon modernistische Zweifel?), das Gott denen, die das ihre tun, seine Gnade nicht verweigern wird (facientibus quod in se est omnipotens et benevolens Deus gratiam suam non denegabit; zitiert aus dem Gedächtnis). Obwohl die darin enthaltete Aussage im Futur getroffen wird, handelt es sich dabei um den Ausdruck einer Hoffnung, die wir als Katholiken haben dürfen. Sie ist nicht so gemeint, als stellten Verdienste unsererseits ein bonum dar, dem seitens Gottes ein debitum entspräche, so daß er gezwungen ist, uns unser Handeln in der Welt als Verdienst anzurechnen, so daß wir dadurch einen Rechtsanspruch auf seine Gnade erlangen könnten!

„Teilverdiente Gnade“ ist wahrscheinlich der größte dogmatische Unfug, der seit dem Tridentinum produziert worden ist; und da schließe ich, um den Herren Vor-schreibern entgegenzukommen, sogar das Vat. II mit ein.
Danke!
Mittwoch, 23. Januar 2008 20:00
Danke!

Und die besten Wünsche von Herzen zurück!

Mittwoch, 23. Januar 2008 18:15
jeremy: Sozialkatholisch
Danke.

Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Und wir können nur hoffen und beten, dass Gott zu uns und denen die uns nahestehen nicht sagt, bleib weg, sondern komm mit mir – und das wäre dann die allerhöchste Gnade.

Und diesen Smiley meine ich jetzt noch nicht einmal spöttisch, sondern so irgendwie als Wunsch an Sie für die (fernere) Zukunft (nicht böse sein).
Mittwoch, 23. Januar 2008 17:51
Alkuin: @ Ansgar:
„Es wird Ihnen vielleicht neu sein, aber selbst in reformatorischen Kreisen wird beklagt, wie sehr die Protestanten vermehrt vulgärkatholische Riten übernehmen.“

Das ist mir keineswegs neu! Ich kenne lutherischen Gemeinden in USA die, halten Sie sich fest, Mundkommunion im Knien praktizieren!

„Erklären Sie mir mal, wie man mit diesen anämischen heilsbastelnden Kuschel-Christen „auf Augenhöhe“ konversieren sollte? Und worüber?“

Das tue ich fortwährend und wird oft von Protestanten und Katholiken als Tradi, Katholiban, oder ähnle. Beschimpft.

Heute braucht man nur die 7 Sakramente, sowie sie im Katechismus erklärt sind, zu erkverteidigen um den Stempel des Konservativen aufgedrückt zu bekommen.

Im Dialog mit dem Protestanten solle man wirklich vorerst viele Fragen Stellen und zugleich die katholische Antwort/Lehre wissen. Z.B. „Ist die Taufe Heilsnotwendig (vgl. Joh 3,5; 1 Pet 3,21)“? „Sind Glauben und Werke notwendig oder genügt nur der Glaube (vgl. Jak 2,14-26)?“ „Wenn sola scriptura stimmt, wo steht es in der Bibel?“

Ich habe sehr oft erlebt, dass wenn ein Protestant seinen „Dogmen“ gegenüber die Schrift nicht verteidigen kann, oder besser gesagt wenn ein Katholik sein Glauben mit der Bibel verteidigen kann, dann wechselt er einfach das Thema. Da werden innerhalb Sekunden Galileo, Inquisition, Zölibat, Kreuzzüge, Ablasshandel, Hus, Böse Päpste, usw. ins Feld geführt. Hier muss man versuchen bei wesentlichen zu bleiben.
Mittwoch, 23. Januar 2008 17:40
Dein letztes Posting kann ich komplett unterschreiben, Werksgerechtigkeit, oder besser gesagt aufgrund von Werken einen Anspruch stellen können wir nun mal nicht.
Deine gute christliche Einstellung um Genesung zu beten aber Gleichzeitig sagen Herr dein Wille geschehe und sich vertrauensvoll durch Maria in die Hände Gottes legen ist eine große Gnade, aber diese Einstellung hat dir auch bestimmt vorher geistige Arbeit gekostet.
Ich bin bestimmt kein Anhänger von Werksgerechtigkeit und weiß das man diesen Punkt sehr schnell über und untertreiben kann.
Was mich nur gestört hat ist das es keine verdiente Gnade geben soll, höher gestellte Personen können nun mal sagen du hast keine Gnade verdient.
Das kann natürlich auch unser Gott sagen, aber wollen wir hoffen das das weder für uns, sowie nicht für einen anderen, besonders für die die wir gerne haben, zutreffen wird.
Mittwoch, 23. Januar 2008 17:23
jeremy: Sozialkatholisch
Natürlich gibt es viel Gnade und weniger Gnade (soweit wir das überhaupt erkennen können, weil keiner von uns weiß, wohin Gott einen Menschen, der aus unserer Sicht gerade vielleicht „weniger in der Gnade“ steht, durch das, was geschieht, führen will. Vielleicht ist das gräßliche, was geschieht, gerade die höchste Gnade, weil…Aber ich denke, Sie verstehen schon, was ich meine.
Natürlich habe ich gebetet; viel um Vertrauen in Gott (was natürlich auch eine Gnade ist), viel vor der Beichte in der Vorbereitung zur Krankensalbung. Aber ich wußte auch gar nicht so richtig, was ich denn nun als Gnade wünschen sollte, – einen guten Ausgang oder Genesung oder dein Wille geschehe oder Mut, da hab ich mich auf den Rosenkranz zurückgezogen und hab mir gedacht, die Mutter bittet schon um das, was gut und richtig ist. Und seitdem hab ich auch kein gestörtes Verhältnis zum Rosenkranz mehr.

Wogegen ich mich sträube, ist nicht der Begriff der Gnade, sondern der des Verdienst. Wir alle bitten um Gnade, und sei es um die große Gnade standhaft zu bleiben und weiterhin die Kraft zu haben, zu versuchen, unser Leben nach ihm auszurichten. Und wenn er uns diese Gnade schenkt, wo bleibt dann der Verdienst.

Ich kann aber auch die Kritik nachvollziehen; weil – zu Ende gedacht, wo ist denn da vor Gott der Unterschied zwischen sagen wir einem Christen und einem bösartigen Mörder; wo ist da der Anreiz seinen Willen zu tun. Aber der Anreiz sollte Gott selbst sein und nicht der Versuch Verdienst zu erwerb
Mittwoch, 23. Januar 2008 16:55
Florianklaus: @ansgar
dieses Forum wird auch von Protestanten und Andersgläubigen besucht und trägt zu deren Meinungsbildung über Katholiken und Kirche bei. Dies sollte man bei seinen Äußerungen berücksichtigen.

Wenn man andere überzeugen möchte, muß man sich schon auf dieselbe Augenhöhe begeben und die Argumente der anderen Seite ernst nehmen und ggfs sachlich widerlegen. Oder halten Sie es von vornherein für unmöglich, suchende Protestanten zur Kirche hinzuführen? Ich glaube, dabei kann jede fundierte Meinungsäußerung und jedes gute Gespräch ein wichtiger Schritt sein.
Mittwoch, 23. Januar 2008 16:53
Sozialkatholisch: Ich glaube Papst JPII
hat mal gesagt das man bei einem Gespräch mit Protestanten nicht trennendes sondern das gemeinsame suchen soll. Das ist zuerst auch bestimmt richtig, aber wenn man an einem gewissen Punkt angekommen ist sollte man auch zu den Dogmen seines Glaubens stehen und keine Gleichmacherei betreiben.
Mittwoch, 23. Januar 2008 16:43
Ansgar: @Florianklaus
Da haben Sie sicher recht. Dieses Forum dient jedoch nicht der gefühlvollen Mission, sondern hier werden die Klingen gekreuzt. Sehen Sie es mir also nach. Und: Was soll man einem Teilnehmer antworten, der den Gehorsam zu „irgendeinem Papst“ ankreidet, gleichzeitig aber das Anhangen an die Schriften evangelischer „Gründer“ herausstellt? Als hätten diese höheren moralischen Rang. Lächerlich.
Mittwoch, 23. Januar 2008 16:35
Florianklaus: @ansgar
Ihre arroganten Ausführungen werden weder dem Protestantismus noch den Protestanten gerecht. Und ganz bestimmt werden sie keine Sympathie oder Interesse für die katholische Kirche wecken können.
Mittwoch, 23. Januar 2008 16:23
Ansgar: @ Alkuin
Es ist nicht notwenig, die 22000 häretischen Abspiltterungen in nuce zu kennen. Die römische Kirche ist das lebensspendende Zentralgestirn, um das diese wüsten Planeten zirkulieren, sich gleichzeitig für das Zentrum ausgebend (und dabei die eigene Minderwerigkeit spürend). Es wird Ihnen vielleicht neu sein, aber selbst in reformatorischen Kreisen wird beklagt, wie sehr die Protestanten vermehrt vulgärkatholische Riten übernehmen. Erklären Sie mir mal, wie man mit diesen anämischen heilsbastelnden Kuschel-Christen „auf Augenhöhe“ konversieren sollte? Und worüber?
Mittwoch, 23. Januar 2008 15:52
Alkuin: @Ansgar: Sinnlos
Es sind zwei Punkte die ich kommentieren möchte.

Grundsätzlich haben viele deutsche Katholiken ein Problem mit der Apologetik. Sie meinen wenn sie Ihr Glauben erklären und verteidigen, dass sie andere nicht katholischen Christen beleidigen oder verletzen können. Außerdem haben die meisten ihr Glaubenswissen nicht über den Stand ihre Firmunterricht weiter vertieft und sind nicht in der Lage die einfachsten Glaubensgrundsätze zu erklären.

Der Dialog mit Protestanten muss auf Augenhöhe geführt werden und zwar mit den Mittel und Schriften den sie Akzeptieren. Das größte Hindernis ist, dass man erst wissen muss aus welche Richtung der Proti kommt z.B. Lutheraner, Calvinist, Brudergemeinde, Adventist, Pietist, Baptist, Anabaptist, Methodist, Pfingstlern, Mennoniten, Freikirche, etc., etc., etc.

Jeder diese Gruppen glaubt die These „sola scriptura“ und jeder legt die hl. Schrift so aus wie es ihre Gründer es wollten.

Im Dialog mit Protestanten ist Bibelfestigkeit ist unabdingbar. Der Protestant will nicht wissen was irgendeinen Papst oder Konzil gesagt hat, sondern was sagt die Bibel!

Versuche mal mit einen Protestant der an sola scriptura / sola fidei glaubt was Joh 6, 49-58 und Jak 2,24 bedeuten sollen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 15:51
Sozialkatholisch: @ Signum & Jeremy
Gott ist keinem etwas schuldig, da sind wir einer Meinung, nur ist die Gnade eben kein fixer Punkt, es gibt nun mal viel Gnade und weniger Gnade.
Natürlich ist unsere Erlösung ein Geschenk, aber die Erlösung kann auf Erden noch unvollständig sein und dann ist es eine riesen Gnade die Gnade zu bekommen sich auf der Erde so vorzubereiten das man im Fegefeuer nichts mehr abzubüßen hat.
Unverantwortlich ist es ohne Gegenleistung da zu stehen und zu warten das durch Nichtstun die höchste Gnade auf einem herabfällt.
Gott kann einem Menschen natürlich sofort einfach so die höchsten Gnaden zukommen lassen, aber der Regelfall ist das nun mal nicht.
Und natürlich liebt Gott uns mehr als wir uns vorstellen können und schenkt doch allen unterschiedliche Gnaden, warum und wieso wissen wir nicht, aber ein bewußtes Leben mit Gott, welches in sich schon eine große Gnade ist, lässt einen nun mal versuchen mehr Gnade, bzw. Nähe Gottes auf sich herabzurufen.

@ Jeremy
Natürlich ist alles Gnade, aber vor deiner Operation hast du doch gebetet und damit versucht mehr Gnade auf dich herabzurufen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 15:14
SignumSalutis: Paisley/Soz.kath
Britisch-Unionistischer Nationalist, protestantischer Traditionalist, Gegner des Ökumenismus: Ian Paisley ist doch dem Geiste nach manchem hier garnicht so fern. Und mentalitätsmäßig noch viel weniger.

Und zu soz.kat: wem von uns ist Gott etwas schuldig? Etwas anderes zu behaupten, ist blasphemisch, ja magisch. (Magie: die transzendenten Mächte durch menschliche Handlung zu manipulieren).

Nein, von Gott ist alles Geschenk, unser Leben, unsere Erlösung, und – wie wir hoffen – unsere Vollendung bei ihm. Er schuldet uns nichts, wir schulden ihm alles. „Verdienen“ können wir bei ihm nichts, nicht mit ihm handeln, aber wir dürfen wissen und annehmen: er liebt uns mehr, als wir uns vorstellen können.

SignSal
Mittwoch, 23. Januar 2008 15:12
jeremy: Sozialkatholisch
Gnade als teilverdientes Geschenk? Ich sehe das etwas anders. Ich glaube nicht, dass der Mensch, dem alles von Gott geschenkt ist – vom Leben angefangen, Gott gegenüber überhaupt einen Verdienst haben kann. Weil – wenn ich etwas verdient habe, dann habe ich auch einen Anspruch auf das, was ich verdient habe. Und der Mensch hat keinen Anspruch gegenüber Gott.
Wenn sich ein Mensch bemüht, nach Gottes Willen zu leben, wird er damit keinen Verdienst (Anspruch) erhalten, auch nicht teilweise.
Das ist irgendwie so, wie bei den Arbeitern im Weinberg, die am Ende alle das selbe bekamen und das ungerecht fanden.
Ich war mal gezwungen, einer lebensgefährlichen Operation zuzustimmen. Während des Tages vor dem Eingriff, ist mir ganz deutlich geworden, dass all das, was ich in meinem Leben getan habe, in keiner Weise einen Verdienst oder Anspruch gegenüber Gott bedeutet. Das ich ‘nur als sein Geschöpf lebe und von seinem Erbarmen abhängig bin, in Vertrauen auf ihn, seinen Sohn und Maria leben kann und versuchen, mein Leben auszurichten.
Aber Verdienst – da komme ich nicht mehr mit
Mittwoch, 23. Januar 2008 14:55
Wolfgang K.: @ Strepto von Kokke
Das haben Sie meine volle Zustimmung. Warum sollte Gott seine Gnade ausgerechnet auf die rk-Kirche beschränken wollen, er beschenkt doch andere Konfessionen auch?
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:53
Sozialkatholisch: So von Nichttheologe zu Nichttheologe
Natürlich ist Gnade immer ein Geschenk, sie kann aber aufgrund einer früheren Handlung oder Verhalten Geschenkt werden, dann ist die Gnade ein teilverdientes Geschenk.

@ Jeremy
Gnade kann ein absolutes Geschenk sein, Gnade kann aber auch auf Vorleistungen beruhen, sie ist dann natürlich immer noch ein Geschenk, weil vollständig verdienen können wir die Gnade ja nicht. Im Gegenteil durch zu große Passivität können wir sie sogar verlieren / vergeuden oder verspielen
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:45
Bruder Theophil: @ clarissa colonia
Was soll den Gnade sonst sein, wenn nicht unverdient, wo es doch schon dem Wesen des (dinglichen) Geschenkes entspricht, es nicht verdient zu haben; wieviel mehr entspricht es der dem Menschen geschenkten göttlichen Gnade, daß sie unverdient ist, weil der Mensch nichts tun kann, sie sich zu verdienen!

Damit haben Sie natürlich recht. Hauptzielrichtung meines Postings war allerdings die Tatsache, dass GOTT es will, dass dieser Konvertit zum Leuchtturm wird, um Zeugnis abzulegen und eine Vorbildfunktion zu erlangen. „Gewollte Gnade“ klingt aber irgendwie schräg und gestelzt.
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:42
jeremy: strepto von kokke
Zutreffend ausgedrückt. Sehe ich genauso.
Gott ist immer der, der schenkt. Ich meine sogar, dass schon der Durst nach Gott, dieser Ausgangspunkt der Suche, dieses Gefühl des Nichtausreichends ein großes Geschenk ist; um wieviel größer ist dann das Geschenk der Gnade.
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:36
Strepto von Kokke: @Sozialk…
Ich denke doch das man sich Gnade verdienen kann, aber man kann sie auch völlig unverdient bekommen.

Nun gut, so als Nichttheologe wage ich einmal einen letzten Einwurf.

Gnade ist immer ein Geschenk, wobei die wahre Gotteserkenntnis das grösste Geschenk ist und erst der, dem Gnade widerfahren ist, weiss dann was Gnade ist und kann sich für die empfangene Gnade bedanken.
Das aufrichtig suchende Herz, das sich bemüht die Wahrheit zu finden, ist sich des Zieles seiner Suche nicht bewusst. Erst wenn es gefunden hat, weiss es wonach es gesucht hat.
Das setzt aber voraus, dass sich dem suchenden Herzen der GESUCHTE in einem Geschenk der Gnade mitteilt, weil es für den GESUCHTEN keine Verpflichtung gibt irgendwelche Bemühungen zu honorieren, – ER verschenkt die Gnade der Erkenntnis um die Existenz seiner selbst immer aus Gnade.

Alles wurde uns am Kreuz verdient, – unverdient aus Gnade!

So, nun dürft ihr mich zerpflücken. Ich reagiere dann später wieder.
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:17
Sozialkatholisch: Dann ist heute
23. Januar
Die Rückkehr der lauen Katholiken zum sakramentellen Leben der Kirche.


das mit Abstand das wichtigste Gebetsanliegen!!!
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:15
Alois Bischof: Lasset uns beten für wahre christliche Einheit.
Angefangen vom anglikanischen Mahlvorsteher Paul Wattson, der darauffolgend zur römisch-katholischen Kirche fand und zum Priester geweiht wurde.

Gebetsanliegen (nach: dem Römischen Brevier):
18. Januar: Fest St. Petri Stuhl in Rom.
Die Einheit aller Christen im wahren Glauben und in der Kirche.
19. Januar:
Die Rückkehr der abgetrennten Christen des Ostens zur Gemeinschaft mit dem hl. Stuhle.
20. Januar
Die Versöhnung der Anglikaner mit dem Hl. Stuhle.
21. Januar
Die Versöhnung der europäischen Protestanten mit dem Hl. Stuhle.
22. Januar
Damit die deutschen Christen alle eins in der Gemeinschaft mit dem Hl. Stuhle werden.
23. Januar
Die Rückkehr der lauen Katholiken zum sakramentellen Leben der Kirche.
24. Januar
Damit die Juden zu ihrem Erbe Jesus Christus finden.
25. Januar Fest der Bekehrung des hl. Paulus.
Die missionarische Verbreitung des Reiches Christi über die ganze Welt.
Mittwoch, 23. Januar 2008 13:01
Sozialkatholisch: unverdiente Gnade
Ich denke doch das man sich Gnade verdienen kann, aber man kann sie auch völlig unverdient bekommen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 12:47
clarissa colonia: „Unverdiente Gnade kann es nicht geben“ (Zitat)
Was soll den Gnade sonst sein, wenn nicht unverdient, wo es doch schon dem Wesen des (dinglichen) Geschenkes entspricht, es nicht verdient zu haben; wieviel mehr entspricht es der dem Menschen geschenkten göttlichen Gnade, daß sie unverdient ist, weil der Mensch nichts tun kann, sie sich zu verdienen!
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:54
Bruder Theophil: @ Strepto von Kokke
denen GOTT die Gnade der rechten Erkenntnis unverdient, wie sie selber sagen, geschenkt hat.

Unverdiente Gnade kann es nicht geben, denn wir wissen ja aus dem Herrengebet: „Dein Wille geschehe“. Es kann sich also wohl nur um eine Motivation für diese Menschen handeln, das Werk der Missionierung in den Reihen der Protestanten fortzuführen. Eine Leuchtturmfunktion gewissermassen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:37
Florianklaus: @Wolfgang
wofür treten Sie denn genau ein? In der EKD gelten doch z.B. sich in der Abendmahlsfrage einander widersprechende Bekenntnisse! In der Ämterfrage herrscht ebenfalls ein heilloses Durcheinander.

Im übrigen hatten sich die Protestanten doch deshalb abgespalten, weil sie der röm.-Kath. Kirche einen Abfall von der reinen Lehre des Evangeliums vorwarfen und sich für die Bewahrer derselben hielten (und noch halten). Soviel zum Thema Bescheidenheit.

Von Bescheidenheit zeugt auch nicht gerade das ständige Insistieren führender Protestanten auf Zulassung zur katholischen Kommunion trotz der bestehenden Lehrunterschiede.
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:31
Benedikt: Südafrika
Laut der Nachrichtenagentur ‘Idea’ zeigen jüngste Umfragen, daß 90 Prozent der Südafrikaner die Kinderabtreibung für moralisch verwerflich halten.

Demnach müsste die Quote ja dort ohnehin gegen null gehen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:20
Sozialkatholisch: @ Wolfgang
Wir pro-testieren (treten für etwas ein) aber für dieses Eintreten kann man uns bestimmt keinen Unglauben vorwerfen.

Stimmt, aber sogar die Dämonen glauben –--!
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:14
Die römisch-katholische Kirche ist nicht Gott und ein bischen mehr Bescheidenheit stände ihr gut zu Gesicht.

Nun, hat man versucht Sie zu missionieren und dabei zu wenig bescheidenen Mitteln gegriffen? Na … wie wärs mit ein paar mehr Infos?
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:09
Wolfgang K.: Ansgar
Stimmt, wir sind anti-römisch-katholisch, aber noch lange nicht antichristlich. Wir pro-testieren (treten für etwas ein) aber für dieses Eintreten kann man uns bestimmt keinen Unglauben vorwerfen. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Gott und ein bischen mehr Bescheidenheit stände ihr gut zu Gesicht.

Wer andere Konfessionen kennt ist klug, wer seine eigene (römisch-katholische) Konfession kennt ist weise.
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:00
Ansgar: Sinnlos
Die Protestanten sind – das sagt ja der Name – per definitionem antikatholisch. Sie machen sich keine Sorgen um ihre Rechtgläubigkeit. Sie glauben umgekehrt, das Seelenheil der Katholiken sei in Gefahr (Götzendienst, Aberglauben, falsche Werkgerechtigkeit usw.). Dialog mit ihnen ist einigermaßen sinnlos, auch wenn viele Protestanten gar nicht mehr wissen, wofür sie stehen (den Kampf gegen Rom). Für die Konversion der Protestanten kann man nur beten, „Dialog auf Augenhöhe“ bringt gar nichts.
Mittwoch, 23. Januar 2008 10:47
Strepto von Kokke: @Bruder Theophil
Aber alle Protestanten wissen um Ihren Irrweg.

Lieber Bruder Theophil,

dem kann ich so nicht zustimmen. Ich kenne einige Konvertiten, denen GOTT die Gnade der rechten Erkenntnis unverdient, wie sie selber sagen, geschenkt hat.
In grosser, nimmer erlahmender Dankbarkeit nehmen sie dieses Gnadengeschenk der Vatergüte GOTTES an und beten demütig für ihre Brüder und Schwestern, die sich im Irrtum des Protestantismus befinden.

Herzlichst Ihr Stepto v. K.
Mittwoch, 23. Januar 2008 10:39
clarissa colonia: … alle … wissen um ihren Irrweg …
Ist das nicht eine etwas gewagte These? Ich z. B. würde mich nicht für kompetent halten, das Wissen von Menschen zu beurteilen, die ich noch nicht einmal kenne …
Mittwoch, 23. Januar 2008 10:36
Bruder Theophil: @ Strepto von Kokke
Aber alle Protestanten wissen um Ihren Irrweg. Deshalb wirds schwierig aus der Nummer als Ahnungsloser rauszukommen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 09:54
Strepto von Kokke: @Ach Gotthardchen – müssen
hoffentlich wird er ihnen sagen, dass sie zur römisch-katholischen Kirche zurückkehren müssen, um ihr Seelenheil nicht zu verspielen …

Ausser gelegentlich müssen, muss doch keiner. Viele dürfen, müssen aber nicht. Alle könnten, wollen aber nicht.

–----
Ich entschuldige mich schon einmal vorab bei Ihnen, dass ich Ihren Beitrag ernst genommen habe …
Mittwoch, 23. Januar 2008 09:45
Gotthard: Zeit für Protestanten
hoffentlich wird er ihnen sagen, dass sie zur römisch-katholischen Kirche zurückkehren müssen, um ihr Seelenheil nicht zu verspielen …
Mittwoch, 23. Januar 2008 09:39
clarissa colonia: Der Pontifex spricht neuerdings gern über die Kirchenlehrer,
in der Kirche sprechen schon länger die Kirchenleerer. Hat er da nicht etwas verwechselt?
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