Vatikan. Papst Benedikt XVI. trifft am Freitag den Generalsekretär des Weltkirchenrats,
den Methodisten Samuel Kobia, bei einer Vesper in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Kobia
wird dem Papst im Namen der 350 Mitgliedsgemeinschaften ein Grußwort übermitteln. Am Freitag geht die
diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen zuende.
Medizinische Abklärungen
Schweiz. Der
Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, hat in den vergangenen Wochen einige Termine abgesagt. Das berichtete
die Schweizer katholische Nachrichtenagentur ‘Kipa’ mit Berufung auf den Generalvikar des Bistum, Pater
Roland Trauffer. Mons. Koch habe auf Anraten seines Arztes gehandelt. Intern erledige der Bischof seine
Arbeit. Die Schweizerische Boulevardzeitung ‘Blick’ berichtete heute, daß der Bischof zwei Tage vor Weihnachten
bei einer Messe in Freiburg am Altar kollabiert ist. Derzeit würden medizinische Abklärungen vorgenommen,
um die Ursache der Schwindelanfälle zu klären.
Mord erlaubt, Wein verboten
Südafrika. Südafrikanische
Mädchen können ab dem zwölften Lebensjahr ihre ungeborenen Kinder ohne Zustimmung der Eltern abtreiben.
Das beschloß die erste Kammer des Südafrikanischen Parlaments am 17. Januar mit großer Mehrheit. Die
zweite Kammer, der Nationalrat der Provinzen, muß dem Gesetz noch zustimmen. Laut der Nachrichtenagentur
‘Idea’ zeigen jüngste Umfragen, daß 90 Prozent der Südafrikaner die Kinderabtreibung für moralisch
verwerflich halten. In Südafrika darf man erst ab 18 Jahren Alkohol konsumieren.
Unerwarteter Gast
Irland. Der Katholikenhasser und Anführer der ‘Demokratischen Unionisten Partei’, Ian Paisley (81), hat
in Nordirland an einem ökumenischen Gebetstreffen teilgenommen, das von einem katholischen Priester geleitet
wurde. Das berichtete der Britische Rundfunk. Paisley kämpfte jahrelang gegen angebliche „Irrlehren und
götzendienerische Mißbräuche“ in der katholischen Kirche. Auch den Ökumenismus hat er wiederholt verurteilt.
Sein Kommen zu dem Gebetstreffen, rechtfertigte Paisley mit dem Argument, er habe nicht gewußt, daß
es sich um eine ökumenische Begegnung handle.
Leer gepredigt
„Mancher Pfarrer muß sich fragen, warum
er die Kirche leer gepredigt hat. So zu tun, als wäre alles gut, würde unseren missionarischen Auftrag
verkennen.“
Aus einem Interview der ‘Berliner Morgenpost’ mit Hans Jürgen van Schweick, dem Diözesanratsvorsitzenden
des Erzbistums Berlin.
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43 Lesermeinungen
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#42 Samurai 22:57:37 | Donnerstag, 24. Januar 2008
@ clarissa Sorry, ich habe mich vertan… …es war ein Tippfehler. Natürlich ist Ian Paisley protestantisch.
Genaugenommen protestantisch-nationalistisch, aber Christ ist er nicht, zumindest nicht im Sinne Jesu.
Und der Konflikt in (Nord-)Irland ist seit Jahrhunderten mehr politisch als religiös begründet. Samurai
@ clarissa P. S.: Abgesehen liegt ist mein theologisches Studium schon so lange zurück und darin Vorlesungen
zu halten bin ich (zumindest hier) nicht berufen. Stecken Sie Ihre Nase halt mal selbst in Bücher, vorzugsweise
den DS, weils am schnellsten geht. Darin werden Sie beim Rechtfertigungsdekret Cum hoc tempore schon die
Antworten finden, die Sie suchen. Wenn du mich meinst, warum sollte ich? Ich habe meine Meinung zu diesem
Thema und denke das sie richtig ist. Ich wäre aber bereit meine Meinung zu überdenken wenn in meinen
Augen vernünftige Argumente kommen, so aber nicht.
Ich will ja beileibe nicht vorlaut sein, aber ist Ian Paisley nicht (ehem.?) protestantischer Religionsdiener,
der für den Verbleib Nordirlands beim Vereinigten Königreich votiert. Da schon Tony Blairs Konversion
(aus hier) für erheblichen Medienrummel gesorgt hat, müßte man doch erwarten, daß ganz Irland über
die Konversion Paisleys getobt hätte. P. S.: Abgesehen liegt ist mein theologisches Studium schon so
lange zurück und darin Vorlesungen zu halten bin ich (zumindest hier) nicht berufen. Stecken Sie Ihre
Nase halt mal selbst in Bücher, vorzugsweise den DS, weils am schnellsten geht. Darin werden Sie beim
Rechtfertigungsdekret Cum hoc tempore schon die Antworten finden, die Sie suchen.
Ian Paisley sieht sich als wahren Christen… …was leider falsch ist, da er immer noch einen sehr radikalen
irisch-katholischen Nationalismus vertritt. Und wer meint, es ginge Paisley um die Glaubensverbreitung
oder dergleichen, dem kann ich gerne einiges über die irische Geschichte – speziell 16-20 Jahrhundert
erzählen. Das Stichwort Unionist Volunteers ist schon allein recht interessant. Samurai
Das Tridentinum lehrt in seinem Rechtfertigungsdekret (Zwischenfrage: Kann das noch als rechtgläubig
durchgehen, oder bestehen da schon modernistische Zweifel?), das Gott denen, die das ihre tun, seine Gnade
nicht verweigern wird (facientibus quod in se est omnipotens et benevolens Deus gratiam suam non denegabit;
zitiert aus dem Gedächtnis). Obwohl die darin enthaltete Aussage im Futur getroffen wird, handelt es
sich dabei um den Ausdruck einer Hoffnung, die wir als Katholiken haben dürfen. Sie ist nicht so gemeint,
als stellten Verdienste unsererseits ein bonum dar, dem seitens Gottes ein debitum entspräche, so daß
er gezwungen ist, uns unser Handeln in der Welt als Verdienst anzurechnen, so daß wir dadurch einen Rechtsanspruch
auf seine Gnade erlangen könnten! „Teilverdiente Gnade“ ist wahrscheinlich der größte dogmatische Unfug,
der seit dem Tridentinum produziert worden ist; und da schließe ich, um den Herren Vor-schreibern entgegenzukommen,
sogar das Vat. II mit ein. Danke!
Sozialkatholisch Danke. Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Und wir können nur hoffen und beten, dass Gott
zu uns und denen die uns nahestehen nicht sagt, bleib weg, sondern komm mit mir – und das wäre dann die
allerhöchste Gnade. Und diesen Smiley meine ich jetzt noch nicht einmal spöttisch, sondern so irgendwie
als Wunsch an Sie für die (fernere) Zukunft (nicht böse sein).
@ Ansgar: „Es wird Ihnen vielleicht neu sein, aber selbst in reformatorischen Kreisen wird beklagt, wie
sehr die Protestanten vermehrt vulgärkatholische Riten übernehmen.“ Das ist mir keineswegs neu! Ich
kenne lutherischen Gemeinden in USA die, halten Sie sich fest, Mundkommunion im Knien praktizieren! „Erklären
Sie mir mal, wie man mit diesen anämischen heilsbastelnden Kuschel-Christen „auf Augenhöhe“ konversieren
sollte? Und worüber?“ Das tue ich fortwährend und wird oft von Protestanten und Katholiken als Tradi,
Katholiban, oder ähnle. Beschimpft. Heute braucht man nur die 7 Sakramente, sowie sie im Katechismus
erklärt sind, zu erkverteidigen um den Stempel des Konservativen aufgedrückt zu bekommen. Im Dialog
mit dem Protestanten solle man wirklich vorerst viele Fragen Stellen und zugleich die katholische Antwort/Lehre
wissen. Z.B. „Ist die Taufe Heilsnotwendig (vgl. Joh 3,5; 1 Pet 3,21)“? „Sind Glauben und Werke notwendig
oder genügt nur der Glaube (vgl. Jak 2,14-26)?“ „Wenn sola scriptura stimmt, wo steht es in der Bibel?“
Ich habe sehr oft erlebt, dass wenn ein Protestant seinen „Dogmen“ gegenüber die Schrift nicht verteidigen
kann, oder besser gesagt wenn ein Katholik sein Glauben mit der Bibel verteidigen kann, dann wechselt
er einfach das Thema. Da werden innerhalb Sekunden Galileo, Inquisition, Zölibat, Kreuzzüge, Ablasshandel,
Hus, Böse Päpste, usw. ins Feld geführt. Hier muss man versuchen bei wesentlichen zu bleiben.
@ Jeremy Dein letztes Posting kann ich komplett unterschreiben, Werksgerechtigkeit, oder besser gesagt
aufgrund von Werken einen Anspruch stellen können wir nun mal nicht. Deine gute christliche Einstellung
um Genesung zu beten aber Gleichzeitig sagen Herr dein Wille geschehe und sich vertrauensvoll durch Maria
in die Hände Gottes legen ist eine große Gnade, aber diese Einstellung hat dir auch bestimmt vorher
geistige Arbeit gekostet. Ich bin bestimmt kein Anhänger von Werksgerechtigkeit und weiß das man diesen
Punkt sehr schnell über und untertreiben kann. Was mich nur gestört hat ist das es keine verdiente Gnade
geben soll, höher gestellte Personen können nun mal sagen du hast keine Gnade verdient. Das kann natürlich
auch unser Gott sagen, aber wollen wir hoffen das das weder für uns, sowie nicht für einen anderen,
besonders für die die wir gerne haben, zutreffen wird.
Sozialkatholisch Natürlich gibt es viel Gnade und weniger Gnade (soweit wir das überhaupt erkennen können,
weil keiner von uns weiß, wohin Gott einen Menschen, der aus unserer Sicht gerade vielleicht „weniger
in der Gnade“ steht, durch das, was geschieht, führen will. Vielleicht ist das gräßliche, was geschieht,
gerade die höchste Gnade, weil…Aber ich denke, Sie verstehen schon, was ich meine. Natürlich habe
ich gebetet; viel um Vertrauen in Gott (was natürlich auch eine Gnade ist), viel vor der Beichte in der
Vorbereitung zur Krankensalbung. Aber ich wußte auch gar nicht so richtig, was ich denn nun als Gnade
wünschen sollte, – einen guten Ausgang oder Genesung oder dein Wille geschehe oder Mut, da hab ich mich
auf den Rosenkranz zurückgezogen und hab mir gedacht, die Mutter bittet schon um das, was gut und richtig
ist. Und seitdem hab ich auch kein gestörtes Verhältnis zum Rosenkranz mehr. Wogegen ich mich sträube,
ist nicht der Begriff der Gnade, sondern der des Verdienst. Wir alle bitten um Gnade, und sei es um die
große Gnade standhaft zu bleiben und weiterhin die Kraft zu haben, zu versuchen, unser Leben nach ihm
auszurichten. Und wenn er uns diese Gnade schenkt, wo bleibt dann der Verdienst. Ich kann aber auch die
Kritik nachvollziehen; weil – zu Ende gedacht, wo ist denn da vor Gott der Unterschied zwischen sagen
wir einem Christen und einem bösartigen Mörder; wo ist da der Anreiz seinen Willen zu tun. Aber der
Anreiz sollte Gott selbst sein und nicht der Versuch Verdienst zu erwerb
#31 Florianklaus 16:55:54 | Mittwoch, 23. Januar 2008
@ansgar dieses Forum wird auch von Protestanten und Andersgläubigen besucht und trägt zu deren Meinungsbildung
über Katholiken und Kirche bei. Dies sollte man bei seinen Äußerungen berücksichtigen. Wenn man andere
überzeugen möchte, muß man sich schon auf dieselbe Augenhöhe begeben und die Argumente der anderen
Seite ernst nehmen und ggfs sachlich widerlegen. Oder halten Sie es von vornherein für unmöglich, suchende
Protestanten zur Kirche hinzuführen? Ich glaube, dabei kann jede fundierte Meinungsäußerung und jedes
gute Gespräch ein wichtiger Schritt sein.
Ich glaube Papst JPII hat mal gesagt das man bei einem Gespräch mit Protestanten nicht trennendes sondern
das gemeinsame suchen soll. Das ist zuerst auch bestimmt richtig, aber wenn man an einem gewissen Punkt
angekommen ist sollte man auch zu den Dogmen seines Glaubens stehen und keine Gleichmacherei betreiben.
@Florianklaus Da haben Sie sicher recht. Dieses Forum dient jedoch nicht der gefühlvollen Mission, sondern
hier werden die Klingen gekreuzt. Sehen Sie es mir also nach. Und: Was soll man einem Teilnehmer antworten,
der den Gehorsam zu „irgendeinem Papst“ ankreidet, gleichzeitig aber das Anhangen an die Schriften evangelischer
„Gründer“ herausstellt? Als hätten diese höheren moralischen Rang. Lächerlich.
#28 Florianklaus 16:35:05 | Mittwoch, 23. Januar 2008
@ansgar Ihre arroganten Ausführungen werden weder dem Protestantismus noch den Protestanten gerecht.
Und ganz bestimmt werden sie keine Sympathie oder Interesse für die katholische Kirche wecken können.
@ Alkuin Es ist nicht notwenig, die 22000 häretischen Abspiltterungen in nuce zu kennen. Die römische
Kirche ist das lebensspendende Zentralgestirn, um das diese wüsten Planeten zirkulieren, sich gleichzeitig
für das Zentrum ausgebend (und dabei die eigene Minderwerigkeit spürend). Es wird Ihnen vielleicht neu
sein, aber selbst in reformatorischen Kreisen wird beklagt, wie sehr die Protestanten vermehrt vulgärkatholische
Riten übernehmen. Erklären Sie mir mal, wie man mit diesen anämischen heilsbastelnden Kuschel-Christen
„auf Augenhöhe“ konversieren sollte? Und worüber?
@Ansgar: Sinnlos Es sind zwei Punkte die ich kommentieren möchte. Grundsätzlich haben viele deutsche
Katholiken ein Problem mit der Apologetik. Sie meinen wenn sie Ihr Glauben erklären und verteidigen,
dass sie andere nicht katholischen Christen beleidigen oder verletzen können. Außerdem haben die meisten
ihr Glaubenswissen nicht über den Stand ihre Firmunterricht weiter vertieft und sind nicht in der Lage
die einfachsten Glaubensgrundsätze zu erklären. Der Dialog mit Protestanten muss auf Augenhöhe geführt
werden und zwar mit den Mittel und Schriften den sie Akzeptieren. Das größte Hindernis ist, dass man
erst wissen muss aus welche Richtung der Proti kommt z.B. Lutheraner, Calvinist, Brudergemeinde, Adventist,
Pietist, Baptist, Anabaptist, Methodist, Pfingstlern, Mennoniten, Freikirche, etc., etc., etc. Jeder diese
Gruppen glaubt die These „sola scriptura“ und jeder legt die hl. Schrift so aus wie es ihre Gründer es
wollten. Im Dialog mit Protestanten ist Bibelfestigkeit ist unabdingbar. Der Protestant will nicht wissen
was irgendeinen Papst oder Konzil gesagt hat, sondern was sagt die Bibel! Versuche mal mit einen Protestant
der an sola scriptura / sola fidei glaubt was Joh 6, 49-58 und Jak 2,24 bedeuten sollen.
@ Signum & Jeremy Gott ist keinem etwas schuldig, da sind wir einer Meinung, nur ist die Gnade eben kein
fixer Punkt, es gibt nun mal viel Gnade und weniger Gnade. Natürlich ist unsere Erlösung ein Geschenk,
aber die Erlösung kann auf Erden noch unvollständig sein und dann ist es eine riesen Gnade die Gnade
zu bekommen sich auf der Erde so vorzubereiten das man im Fegefeuer nichts mehr abzubüßen hat. Unverantwortlich
ist es ohne Gegenleistung da zu stehen und zu warten das durch Nichtstun die höchste Gnade auf einem
herabfällt. Gott kann einem Menschen natürlich sofort einfach so die höchsten Gnaden zukommen lassen,
aber der Regelfall ist das nun mal nicht. Und natürlich liebt Gott uns mehr als wir uns vorstellen können
und schenkt doch allen unterschiedliche Gnaden, warum und wieso wissen wir nicht, aber ein bewußtes Leben
mit Gott, welches in sich schon eine große Gnade ist, lässt einen nun mal versuchen mehr Gnade, bzw.
Nähe Gottes auf sich herabzurufen. @ Jeremy Natürlich ist alles Gnade, aber vor deiner Operation hast
du doch gebetet und damit versucht mehr Gnade auf dich herabzurufen.
Paisley/Soz.kath Britisch-Unionistischer Nationalist, protestantischer Traditionalist, Gegner des Ökumenismus:
Ian Paisley ist doch dem Geiste nach manchem hier garnicht so fern. Und mentalitätsmäßig noch viel
weniger. Und zu soz.kat: wem von uns ist Gott etwas schuldig? Etwas anderes zu behaupten, ist blasphemisch,
ja magisch. (Magie: die transzendenten Mächte durch menschliche Handlung zu manipulieren). Nein, von
Gott ist alles Geschenk, unser Leben, unsere Erlösung, und – wie wir hoffen – unsere Vollendung bei ihm.
Er schuldet uns nichts, wir schulden ihm alles. „Verdienen“ können wir bei ihm nichts, nicht mit ihm
handeln, aber wir dürfen wissen und annehmen: er liebt uns mehr, als wir uns vorstellen können. SignSal
Sozialkatholisch Gnade als teilverdientes Geschenk? Ich sehe das etwas anders. Ich glaube nicht, dass
der Mensch, dem alles von Gott geschenkt ist – vom Leben angefangen, Gott gegenüber überhaupt einen
Verdienst haben kann. Weil – wenn ich etwas verdient habe, dann habe ich auch einen Anspruch auf das,
was ich verdient habe. Und der Mensch hat keinen Anspruch gegenüber Gott. Wenn sich ein Mensch bemüht,
nach Gottes Willen zu leben, wird er damit keinen Verdienst (Anspruch) erhalten, auch nicht teilweise.
Das ist irgendwie so, wie bei den Arbeitern im Weinberg, die am Ende alle das selbe bekamen und das ungerecht
fanden. Ich war mal gezwungen, einer lebensgefährlichen Operation zuzustimmen. Während des Tages vor
dem Eingriff, ist mir ganz deutlich geworden, dass all das, was ich in meinem Leben getan habe, in keiner
Weise einen Verdienst oder Anspruch gegenüber Gott bedeutet. Das ich ‘nur als sein Geschöpf lebe und
von seinem Erbarmen abhängig bin, in Vertrauen auf ihn, seinen Sohn und Maria leben kann und versuchen,
mein Leben auszurichten. Aber Verdienst – da komme ich nicht mehr mit
#22 Wolfgang K. 14:55:46 | Mittwoch, 23. Januar 2008
@ Strepto von Kokke Das haben Sie meine volle Zustimmung. Warum sollte Gott seine Gnade ausgerechnet auf
die rk-Kirche beschränken wollen, er beschenkt doch andere Konfessionen auch?
So von Nichttheologe zu Nichttheologe Natürlich ist Gnade immer ein Geschenk, sie kann aber aufgrund
einer früheren Handlung oder Verhalten Geschenkt werden, dann ist die Gnade ein teilverdientes Geschenk.
@ Jeremy Gnade kann ein absolutes Geschenk sein, Gnade kann aber auch auf Vorleistungen beruhen, sie ist
dann natürlich immer noch ein Geschenk, weil vollständig verdienen können wir die Gnade ja nicht. Im
Gegenteil durch zu große Passivität können wir sie sogar verlieren / vergeuden oder verspielen
@ clarissa colonia Was soll den Gnade sonst sein, wenn nicht unverdient, wo es doch schon dem Wesen des
(dinglichen) Geschenkes entspricht, es nicht verdient zu haben; wieviel mehr entspricht es der dem Menschen
geschenkten göttlichen Gnade, daß sie unverdient ist, weil der Mensch nichts tun kann, sie sich zu verdienen!
Damit haben Sie natürlich recht. Hauptzielrichtung meines Postings war allerdings die Tatsache, dass
GOTT es will, dass dieser Konvertit zum Leuchtturm wird, um Zeugnis abzulegen und eine Vorbildfunktion
zu erlangen. „Gewollte Gnade“ klingt aber irgendwie schräg und gestelzt.
strepto von kokke Zutreffend ausgedrückt. Sehe ich genauso. Gott ist immer der, der schenkt. Ich meine
sogar, dass schon der Durst nach Gott, dieser Ausgangspunkt der Suche, dieses Gefühl des Nichtausreichends
ein großes Geschenk ist; um wieviel größer ist dann das Geschenk der Gnade.
@Sozialk… Ich denke doch das man sich Gnade verdienen kann, aber man kann sie auch völlig unverdient
bekommen. Nun gut, so als Nichttheologe wage ich einmal einen letzten Einwurf. Gnade ist immer ein Geschenk,
wobei die wahre Gotteserkenntnis das grösste Geschenk ist und erst der, dem Gnade widerfahren ist, weiss
dann was Gnade ist und kann sich für die empfangene Gnade bedanken. Das aufrichtig suchende Herz, das
sich bemüht die Wahrheit zu finden, ist sich des Zieles seiner Suche nicht bewusst. Erst wenn es gefunden
hat, weiss es wonach es gesucht hat. Das setzt aber voraus, dass sich dem suchenden Herzen der GESUCHTE
in einem Geschenk der Gnade mitteilt, weil es für den GESUCHTEN keine Verpflichtung gibt irgendwelche
Bemühungen zu honorieren, – ER verschenkt die Gnade der Erkenntnis um die Existenz seiner selbst immer
aus Gnade. Alles wurde uns am Kreuz verdient, – unverdient aus Gnade! So, nun dürft ihr mich zerpflücken.
Ich reagiere dann später wieder.
#16 Alois Bischof 13:15:09 | Mittwoch, 23. Januar 2008
Lasset uns beten für wahre christliche Einheit. Angefangen vom anglikanischen Mahlvorsteher Paul Wattson,
der darauffolgend zur römisch-katholischen Kirche fand und zum Priester geweiht wurde. Gebetsanliegen
(nach: dem Römischen Brevier): 18. Januar: Fest St. Petri Stuhl in Rom. Die Einheit aller Christen im
wahren Glauben und in der Kirche. 19. Januar: Die Rückkehr der abgetrennten Christen des Ostens zur Gemeinschaft
mit dem hl. Stuhle. 20. Januar Die Versöhnung der Anglikaner mit dem Hl. Stuhle. 21. Januar Die Versöhnung
der europäischen Protestanten mit dem Hl. Stuhle. 22. Januar Damit die deutschen Christen alle eins in
der Gemeinschaft mit dem Hl. Stuhle werden. 23. Januar Die Rückkehr der lauen Katholiken zum sakramentellen
Leben der Kirche. 24. Januar Damit die Juden zu ihrem Erbe Jesus Christus finden. 25. Januar Fest der
Bekehrung des hl. Paulus. Die missionarische Verbreitung des Reiches Christi über die ganze Welt.
„Unverdiente Gnade kann es nicht geben“ (Zitat) Was soll den Gnade sonst sein, wenn nicht unverdient,
wo es doch schon dem Wesen des (dinglichen) Geschenkes entspricht, es nicht verdient zu haben; wieviel
mehr entspricht es der dem Menschen geschenkten göttlichen Gnade, daß sie unverdient ist, weil der Mensch
nichts tun kann, sie sich zu verdienen!
@ Strepto von Kokke denen GOTT die Gnade der rechten Erkenntnis unverdient, wie sie selber sagen, geschenkt
hat. Unverdiente Gnade kann es nicht geben, denn wir wissen ja aus dem Herrengebet: „Dein Wille geschehe“.
Es kann sich also wohl nur um eine Motivation für diese Menschen handeln, das Werk der Missionierung
in den Reihen der Protestanten fortzuführen. Eine Leuchtturmfunktion gewissermassen.
#12 Florianklaus 11:37:15 | Mittwoch, 23. Januar 2008
@Wolfgang wofür treten Sie denn genau ein? In der EKD gelten doch z.B. sich in der Abendmahlsfrage einander
widersprechende Bekenntnisse! In der Ämterfrage herrscht ebenfalls ein heilloses Durcheinander. Im übrigen
hatten sich die Protestanten doch deshalb abgespalten, weil sie der röm.-Kath. Kirche einen Abfall von
der reinen Lehre des Evangeliums vorwarfen und sich für die Bewahrer derselben hielten (und noch halten).
Soviel zum Thema Bescheidenheit. Von Bescheidenheit zeugt auch nicht gerade das ständige Insistieren
führender Protestanten auf Zulassung zur katholischen Kommunion trotz der bestehenden Lehrunterschiede.
Südafrika Laut der Nachrichtenagentur ‘Idea’ zeigen jüngste Umfragen, daß 90 Prozent der Südafrikaner
die Kinderabtreibung für moralisch verwerflich halten. Demnach müsste die Quote ja dort ohnehin gegen
null gehen.
@ Wolfgang Wir pro-testieren (treten für etwas ein) aber für dieses Eintreten kann man uns bestimmt
keinen Unglauben vorwerfen. Stimmt, aber sogar die Dämonen glauben –--!
@Wolfgang Die römisch-katholische Kirche ist nicht Gott und ein bischen mehr Bescheidenheit stände ihr
gut zu Gesicht. Nun, hat man versucht Sie zu missionieren und dabei zu wenig bescheidenen Mitteln gegriffen?
Na … wie wärs mit ein paar mehr Infos?
#8 Wolfgang K. 11:09:18 | Mittwoch, 23. Januar 2008
Ansgar Stimmt, wir sind anti-römisch-katholisch, aber noch lange nicht antichristlich. Wir pro-testieren
(treten für etwas ein) aber für dieses Eintreten kann man uns bestimmt keinen Unglauben vorwerfen. Die
römisch-katholische Kirche ist nicht Gott und ein bischen mehr Bescheidenheit stände ihr gut zu Gesicht.
Wer andere Konfessionen kennt ist klug, wer seine eigene (römisch-katholische) Konfession kennt ist weise.
Sinnlos Die Protestanten sind – das sagt ja der Name – per definitionem antikatholisch. Sie machen sich
keine Sorgen um ihre Rechtgläubigkeit. Sie glauben umgekehrt, das Seelenheil der Katholiken sei in Gefahr
(Götzendienst, Aberglauben, falsche Werkgerechtigkeit usw.). Dialog mit ihnen ist einigermaßen sinnlos,
auch wenn viele Protestanten gar nicht mehr wissen, wofür sie stehen (den Kampf gegen Rom). Für die
Konversion der Protestanten kann man nur beten, „Dialog auf Augenhöhe“ bringt gar nichts.
@Bruder Theophil Aber alle Protestanten wissen um Ihren Irrweg. Lieber Bruder Theophil, dem kann ich so
nicht zustimmen. Ich kenne einige Konvertiten, denen GOTT die Gnade der rechten Erkenntnis unverdient,
wie sie selber sagen, geschenkt hat. In grosser, nimmer erlahmender Dankbarkeit nehmen sie dieses Gnadengeschenk
der Vatergüte GOTTES an und beten demütig für ihre Brüder und Schwestern, die sich im Irrtum des Protestantismus
befinden. Herzlichst Ihr Stepto v. K.
… alle … wissen um ihren Irrweg … Ist das nicht eine etwas gewagte These? Ich z. B. würde mich
nicht für kompetent halten, das Wissen von Menschen zu beurteilen, die ich noch nicht einmal kenne …
@Ach Gotthardchen – müssen hoffentlich wird er ihnen sagen, dass sie zur römisch-katholischen Kirche
zurückkehren müssen, um ihr Seelenheil nicht zu verspielen … Ausser gelegentlich müssen, muss doch
keiner. Viele dürfen, müssen aber nicht. Alle könnten, wollen aber nicht. –---- Ich entschuldige mich
schon einmal vorab bei Ihnen, dass ich Ihren Beitrag ernst genommen habe …
Zeit für Protestanten hoffentlich wird er ihnen sagen, dass sie zur römisch-katholischen Kirche zurückkehren
müssen, um ihr Seelenheil nicht zu verspielen …