Ekelhaft: Moralin in der Epiklese
Wer den Alltag in die Liturgie holt, wälzt sich im eigenen Sumpf – erklärte der Bischof von Eichstätt: Auch Hochgebete nach dem „Strickliesel-Modell“ bringen ihn in Rage.
(kreuz.net, Eichstätt) Seit seiner Studentenzeit als junger Benediktiner mußte der Bischof von Eichstätt,
Mons. Gregor Maria Hanke, liturgische Mißbräuche erleben, wenn er außerhalb seines Klosters an Gottesdiensten
teilnahm. Das berichtet das ‘Vatican Magazin’ in seiner Januarausgabe.
Besonders erzürnten ihn „Hochgebete nach dem Strickliesel-Modell“ – das heißt: am Abend zuvor geschriebene Gebete, die theologisch wie sprachlich weit hinter den liturgischen Vorgaben zurückblieben.
„Wenn dann noch Moralin in die Epiklese hinein gemischt wird, finde ich das einfach disgusting“ – legt der ehemalige Englischlehrer nach.
Bischof Hanke ortet hinter solchen liturgischen Experimenten ein „falsches Bemühen, möglichst nah am Menschen zu sein und die Alltagssprache in die Liturgie hineinholen zu wollen“. Nichts sei irriger.
Dadurch degradiere
man die Liturgie zu einem Spiegel, „in dem ich immer nur mein eigens Elend betrachte“.
Außerdem könne sich der Himmel nicht mehr öffnen. Das „Herabsteigen Gottes“ werde erschwert oder verhindert.
Ein weiteres Problem des „leichtfertigen Herumhantierens“ mit der Liturgie sei, daß die lange Traditionskette, in die sich der Priester durch das Hochgebet einreihe, abbreche.
So würden Kult und Spiritualität durch eine schlechte Soziologie verdrängt.
Mons. Hanke begrüßte als einziger deutscher Bischof das ‘Motu Proprio’ zur Wiederzulassung der Alten Messe und erließ keine Ausführungsrestriktionen für seine Diözese.
Er will nicht der Darling sein
Gleich nach seiner Ernennung zum Bischof von Eichstätt nannte sich Mons. Hanke einen Konservativen.
Zugleich ist er als „grüner Bischof“ – wie zuvor als „grüner Abt“ – ein Liebling der liberalen Presse geworden.
Ein entschiedener Christ dürfe jedoch nicht „der Darling der Gegenwart“ sein, mahnt Mons. Hanke.
Der Preis für eine echte Lebensweise des Christen sei die Ausgrenzung.
© Titelbild: pde
Besonders erzürnten ihn „Hochgebete nach dem Strickliesel-Modell“ – das heißt: am Abend zuvor geschriebene Gebete, die theologisch wie sprachlich weit hinter den liturgischen Vorgaben zurückblieben.
„Wenn dann noch Moralin in die Epiklese hinein gemischt wird, finde ich das einfach disgusting“ – legt der ehemalige Englischlehrer nach.
Bischof Hanke ortet hinter solchen liturgischen Experimenten ein „falsches Bemühen, möglichst nah am Menschen zu sein und die Alltagssprache in die Liturgie hineinholen zu wollen“. Nichts sei irriger.

Außerdem könne sich der Himmel nicht mehr öffnen. Das „Herabsteigen Gottes“ werde erschwert oder verhindert.
Ein weiteres Problem des „leichtfertigen Herumhantierens“ mit der Liturgie sei, daß die lange Traditionskette, in die sich der Priester durch das Hochgebet einreihe, abbreche.
So würden Kult und Spiritualität durch eine schlechte Soziologie verdrängt.
Mons. Hanke begrüßte als einziger deutscher Bischof das ‘Motu Proprio’ zur Wiederzulassung der Alten Messe und erließ keine Ausführungsrestriktionen für seine Diözese.
Er will nicht der Darling sein
Gleich nach seiner Ernennung zum Bischof von Eichstätt nannte sich Mons. Hanke einen Konservativen.
Zugleich ist er als „grüner Bischof“ – wie zuvor als „grüner Abt“ – ein Liebling der liberalen Presse geworden.
Ein entschiedener Christ dürfe jedoch nicht „der Darling der Gegenwart“ sein, mahnt Mons. Hanke.
Der Preis für eine echte Lebensweise des Christen sei die Ausgrenzung.
© Titelbild: pde
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Donnerstag, 24. Januar 2008 16:04
Horst Metzker: Herr Dr. Heger, UNESCO und WHO,
aus der Mitte der 80er Jahre. Unterernährung und verseuchtes Wasser. Von unserer Verarmung für den „Wohlstand“ der 3. Welt, habe ich nichts geschrieben, und auch so nicht gemeint. Auch MfG
Donnerstag, 24. Januar 2008 11:55
Dr. Christoph Heger: @Horst Metzker: Es war Ihre These.
von wem haben Sie eigentlich die These, dass durch unsere Verarmung weniger Arme verhungern würde. Diese
These kenne ich nur von Ihnen.
Es handelt sich um Ihre These! Es waren nämlich Sie, der die Mär von den ca. 40.000 Kindern, die durch unseren Reichtum in anderen Regionen der Erde verhungern, kolportierten.
Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie meine Beiträge wenigstens so sorgfältig lesen würden, daß Sie mir nicht eine These in den Mund schieben, deren Lächerlichkeit ich durch meine Nachfrage gerade aufgedeckt habe.
Mir geht es um gerechte Preise für die 3. Welt
„Gerechte Preise“ sind in der Wirtschaftswissenschaft einschließlich Wirtschaftsethik das, was in der Zoologie das Einhorn ist – Phantasieprodukte. Auf diesem Niveau ist keine rationale Diskussion möglich.
MfG
Christoph Heger
Es handelt sich um Ihre These! Es waren nämlich Sie, der die Mär von den ca. 40.000 Kindern, die durch unseren Reichtum in anderen Regionen der Erde verhungern, kolportierten.
Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie meine Beiträge wenigstens so sorgfältig lesen würden, daß Sie mir nicht eine These in den Mund schieben, deren Lächerlichkeit ich durch meine Nachfrage gerade aufgedeckt habe.
Mir geht es um gerechte Preise für die 3. Welt
„Gerechte Preise“ sind in der Wirtschaftswissenschaft einschließlich Wirtschaftsethik das, was in der Zoologie das Einhorn ist – Phantasieprodukte. Auf diesem Niveau ist keine rationale Diskussion möglich.
MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 24. Januar 2008 11:40
Horst Metzker: @ Sehr geehrter Herr Dr. Heger,
von wem haben Sie eigentlich die These, dass durch unsere Verarmung weniger Arme verhungern würde. Diese
These kenne ich nur von Ihnen.
Mir geht es um gerechte Preise für die 3. Welt und nicht um Ausbeutung. Ein ganz legitimes Anliegen, das jede Gewerkschaft in Deutschland vertritt. Um ganz gewöhnliche Menschenrechte und nicht um Abhängigkeiten. Von Kinderarbeit und unmenschlichen Arbeitsbedingungen zum Wohle der 1. Welt.
Im übrigen frisst ein Mastschwein bis zur Schlachtreife so viel Sojamehl, dass davon 20 Menschen in Afrika ernährt werden könnten. Wir importieren Soja von dort, und ich esse auch ganz gerne mal ein Schnitzel. Soviel zu Ihrer Beruhigung.
Mir geht es um gerechte Preise für die 3. Welt und nicht um Ausbeutung. Ein ganz legitimes Anliegen, das jede Gewerkschaft in Deutschland vertritt. Um ganz gewöhnliche Menschenrechte und nicht um Abhängigkeiten. Von Kinderarbeit und unmenschlichen Arbeitsbedingungen zum Wohle der 1. Welt.
Im übrigen frisst ein Mastschwein bis zur Schlachtreife so viel Sojamehl, dass davon 20 Menschen in Afrika ernährt werden könnten. Wir importieren Soja von dort, und ich esse auch ganz gerne mal ein Schnitzel. Soviel zu Ihrer Beruhigung.
Donnerstag, 24. Januar 2008 11:37
Dr. Christoph Heger: @Benedikt: Mehr Verantwortung, weniger gutmenschliche Gratisempörung
Nein, verarmen sollten wir nicht, das wäre auch schlecht für die anderen.
Eben! Diese Erkenntnis lag auch meiner Frage zugrunde. Sie widerspricht aber der von Horst Metzker kolportierten Mär von den ca. 40.000 Kinder die durch unseren Reichtum [Hervorhebung Ch.H.] in anderen Regionen der Erde verhungern.
Nur ein wenig verantwortungsvoller sein.
Selbstverständlich. Man kann nie verantwortungsvoll genug sein. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre die Einstellung der für Afrika offenbar verderblichen Entwicklungshilfe.
Mit höherer Moral hat das nichts zu tun.
Mehr Verantwortung wäre sicherlich eine höhere Moral – im Unterschied zu der gutmenschlichen Gratisempörung, die mir hier entgegendröhnt.
MfG
Christoph Heger
Eben! Diese Erkenntnis lag auch meiner Frage zugrunde. Sie widerspricht aber der von Horst Metzker kolportierten Mär von den ca. 40.000 Kinder die durch unseren Reichtum [Hervorhebung Ch.H.] in anderen Regionen der Erde verhungern.
Nur ein wenig verantwortungsvoller sein.
Selbstverständlich. Man kann nie verantwortungsvoll genug sein. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre die Einstellung der für Afrika offenbar verderblichen Entwicklungshilfe.
Mit höherer Moral hat das nichts zu tun.
Mehr Verantwortung wäre sicherlich eine höhere Moral – im Unterschied zu der gutmenschlichen Gratisempörung, die mir hier entgegendröhnt.
MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 24. Januar 2008 10:46
Benedikt: @ Dr. Heger
Nein, verarmen sollten wir nicht, das wäre auch schlecht für die anderen. Nur ein wenig verantwortungsvoller sein. Mit höherer Moral hat das nichts zu tun.
Donnerstag, 24. Januar 2008 09:42
Dr. Christoph Heger: @Leblhuber, Horst Metzker: Na, dann weint Euch mal aus,
getröstet von Euer eingebildeten höheren Moralität!
Aber vergeßt nicht, endlich mal meine wiederholte Frage zu beantworten:
wieso durch unsere Verarmung weniger Menschen in anderen Ländern verhungern würden.
MfG
Christoph Heger
Aber vergeßt nicht, endlich mal meine wiederholte Frage zu beantworten:
wieso durch unsere Verarmung weniger Menschen in anderen Ländern verhungern würden.
MfG
Christoph Heger
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