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Montag, 21. Januar 2008 09:00
Perfide Lefebvristen
Ein polnischer Erzbischof hat seine Gläubigen nicht nur davor gewarnt, daß die Piusbruderschaft in seiner Diözese eine Kapelle betreibt, sondern auch eine detaillierte Wegbeschreibung geliefert.
Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, weiht Priester in Osteuropa.
Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, weiht Priester in Osteuropa.
(kreuz.net) Der Erzbischof von Danzig, Mons. Tadeusz Goclowski (76), hat zugeschlagen. Am vorletzten Sonntag ließ er in seinen Pfarreien eine Stellungnahme verlesen, die sich gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. wandte.

Danzig ist eine Hafenstadt im Norden von Polen.

Im Laufe der Geschichte habe es verschiedene Versuche gegeben, die Einheit der Kirche zu zerstören – erklärt der Erzbischof zu Beginn seines Briefes.

In unserer Zeit hätten sich besonders das Zweite Vatikanische Konzil und Papst Johannes Paul II. um die „Wiederherstellung der Einheit“ bemüht.

Dann kommt Mons. Goclowski auf den „Konzilsteilnehmer“ und französischen Erzbischof Marcel Lefebvre zu sprechen. Dieser habe die Ergebnisse des Konzils als schädlich für die Kirche betrachtet und deshalb verworfen:

„Er anerkannte die päpstliche Autorität als Nachfolger Christi auf Erden und als Nachfolger des Heiligen Petrus nicht.“

Erzbischof Goclowski informiert seine Gläubigen, daß Mons. Lefebvre in der Schweiz eine neue Gemeinschaft bildete, die sich „Bruderschaft des Heiligen Pius X. nannte“:

„Er gründete ein Priesterseminar, weihte Bischöfe und Priester und förderte deren Aktivitäten in verschiedenen Ländern.“

Diese schismatische Gruppe versuche, sich auch in Polen auszubreiten – fährt der Erzbischof weiter.

Er informiert seine Gläubigen, daß die Piusbruderschaft in Karwiny, einem Stadtteil von Gdingen – „gegenüber dem Supermarkt TESCO“ – eine Kapelle betreibt. Gdingen befindet sich in der Danziger Bucht und gehört zur Erzdiözese Danzig.

In der Kapelle der Piusbruderschaft wird die einzige Alte Messe auf dem gesamten Gebiet der Erzdiözese Danzig zelebriert.

Der Erzbischof erinnert seine Gläubigen daran, daß die Piusbruderschaft ihre Aktivitäten außerhalb der Kirche betreibt: „Es ist unter Strafe verboten, an der Liturgie dieser Bruderschaft teilzunehmen.“

Schließlich faltet Mons. Goclowski seine Hände zum Gebet: „Wir wollen für die Bekehrung unserer Brüder beten, die sich von der Kirche entfernt haben, damit sie zur Einheit mit unserer Gemeinschaft zur Kirche zurückkehren“ – beendet er sein Schreiben.

Bischof Fellay auf Pastoralreise in OsteuropaBischof Fellay auf Pastoralreise in OsteuropaKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

Im Dezember 2006 stellte sich Erzbischof Goclowski gegen einen Gesetzesentwurf, der Christus als König Polens inthronisieren wollte.

Im Frühjahr 2007 arbeitete er gegen den Versuch, das Lebensrecht ungeborener Kinder in der polnischen Verfassung zu verankern.

Gebet für die treulosen Lefebvristen
Ein Leser im altgläubigen Forum ‘Angelqueen’ kommentierte den Hirtenbrief mit einer Persiflage auf die Karfreitagsfürbitte für die Juden:

„Lasset uns auch beten für die treulosen Lefebvristen: damit unser Gott und Herr den Schleier von ihren Herzen wegnehmen möge, damit auch sie das große Konzil des Heiligen Geistes, das Zweite Vatikanum, erkennen mögen.

Allmächtiger, ewiger Gott, der du auch die Treulosigkeit der Lefevristen nicht von deiner Barmherzigkeit verstößt: Erhöre unsere Fürbitten, die wir aufgrund der Verblendung dieses Leute verrichten, damit sie nach der Anerkennung des Lichtes deiner Wahrheit, die das Zweite Vatikanische Konzil mit der Erneuerung der Römischen Liturgie ist, aus ihrer Finsternis herausgerissen werden.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 84 Lesermeinungen:
Sonntag, 27. Januar 2008 01:29
Fürchtegott: Die FSSPX hat sich nie nicht zur katholischen Kirche bekannt
„Warum bekennen sich dann die Lefebvre – Sektierer nicht wieder zur katholischen Kirche?“
Sozialkatholisch:
Weil die alte Liturgie immer noch nicht wirklich frei ist und weil sie vom katholischen Amtskirchenpöbel immer wieder als Sekte beschimpft werden.

Was „Sozialkatholisch“ sagt, ist zwar richtig, die Frage ist allerdings falsch gestellt.
Denn die FSSPX besteht nur durch die katholische Kirche und aus der katholischen Kirche heraus, und existiert auch gar nicht ohne katholische Kirche.
Mittwoch, 23. Januar 2008 11:17
LandorganistII: Ach hören Sie doch auf,
die Forderung nach der alten Messe ist doch nur das Feigenblatt hinter dem die Ultra-Tradis ihre tatsächlichen irrationalen Gedankengebäude zu tarnen versuchen. Es geht doch um weitreichende gesellschaftliche Veränderungen, um eine Rolle rückwärts, die es gottlob nicht geben wird.
Die Pius-Brüder kommen ob des MP zur alten Messe ziemlich ins Schwitzen, das merkt man ihnen deutlich an.
Mittwoch, 23. Januar 2008 09:01
Sozialkatholisch: Warum bekennen sich dann die Lefebvre – Sektierer nicht wieder zur katholischen Kirche?
Weil die alte Liturgie immer noch nicht wirklich frei ist und weil sie vom katholischen Amtskirchenpöbel immer wieder als Sekte beschimpft werden.
Mittwoch, 23. Januar 2008 08:57
HBR: Erzbischof war Lefebvre nur bis 1988
Nach seiner Exkommunikation blieb im zwar die Bischofsweihe, aber ein Erzbischof war er nicht mehr. Wenn das Motu Proprio wirklich eine Rehabilitation von Lefebvre sein soll, warum bekennen sich dann die Lefebvre – Sektierer nicht wieder zur katholischen Kirche?
Mittwoch, 23. Januar 2008 08:52
Sozialkatholisch: Ein großes neues Schisma
Das Motu Proprio des Papstes Benedikt ist schon der Anfang der Rehabilitierung des Erzbischofs Lefevre. So etwas wird der Sabo nicht erleben, jedenfalls nicht von der hl. Kirche.
Allein schon das es so viele ungültige und verkehrte Exkommunikationen gegeben hat sollte die hochmütigen Amtskirchentröten verstummen lassen.
Solche Leute merken auch nicht den Unterschied wenn einer aus Liebe zur Kirche und zur Wahrheit eine mögliche Exkommunikation in Kauf nimmt, oder ein selbstgerechter Egoist in einer möglichen Exkommunikation die eigene Profilierung sieht.
Ein großes neues Schisma wird für die Kirche immer wahrscheinlicher, sehen wir zu das wir dann auf der Seite Jesu Christie stehen.
Mittwoch, 23. Januar 2008 08:17
LandorganistII: Die Exkommunkation
ist aufgrund der unrechtmäßigen Bischofsweihen eingetreten. Die Sachlage ist einfach und eindeutig.
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