In Rom wollte man ihn nicht
Der neue Generalobere der Jesuiten hat als Provinzial der Jesuiten in einem Armenviertel in Tokyo gelebt. Seine theologische Ausrichtung: progressiv.
(kreuz.net) Der neue Generalobere der Gesellschaft Jesu, Pater Adolfo Nicolás (71), gehört dem progressiven
theologischen Lager an und bewegt sich auf einer Linie mit den asiatischen Bischöfen.
Das berichtet der Vatikanist der liberalen US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, John Allen.
Dem neuen Generaloberen liegen Themen wie der interreligiöse Dialog, Einsatz für Friede und Gerechtigkeit, die sogenannte Inkulturation der Glaubenslehre und religiösen Praxis besonders am Herzen.
Der neue General wurde vor den Wahlen nicht als Top-Favorit gehandelt. Sein Name stand aber auf der Liste möglicher Kandidaten, die von Papst Benedikt XVI. im Vorfeld der Wahl genehmigt wurde.
Dennoch obsiegte der Jesuit bereits im zweiten Wahlgang.
Pater Thomas Smolich, Präsident der ‘Jesuit Conference’, der Dachorganisation der Jesuiten in den USA, und Mitglied der Generalkongregation glaubt, daß die Jesuiten am Samstag jenen Mann gewählt haben, den Gott im Sinne hatte.
Berater der asiatischen Bischöfe
Ob der neue Mann an der Spitze des größten Männerordens der Welt im Vatikan von allen mit Jubel aufgenommen wird, ist fraglich.
Wie aus der Gesellschaft Jesu verlautet, soll Pater Nicolás vor einigen Jahren als Rektor der bedeutenden Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom im Gespräch gewesen sein.
Im Vatikan habe es jedoch Einwände gegen seine Ernennung gegeben. Grund dafür war die Rolle, die er im Jahr 1998 bei der Bischofssynode für Asien sowie als Berater der Asiatischen Bischofskonferenz spielte.
Bei den Sitzungen der Synode plädierten die asiatischen Prälaten für mehr Kollegialität und – ausgerechnet in Zeiten der Globalisierung – für eine Dezentralisierung der Kirchenhierarchie.
„Kein Monopol“
In einem Beitrag, den er im Vorjahr für eine australische Jesuitenzeitschrift verfaßte, erklärte Pater Nicolás seine Vorstellung von Mission: „Diejenigen, die in das Leben anderer Menschen eintreten, beginnen, ihre eigenen Positionen sehr radikal zu hinterfragen.“
Das sei eine enorme Aufgabe: „Ich glaube, es ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir besitzen kein Monopol, aber wir haben viel zu lernen“ – so der neue Generalobere in dem Artikel.
John Allen sieht die Wahl von Pater Nicolás als Entscheidung für ein „vorwärts gerichtetes Denken“ sowie als Ausdruck der Sensibilität für den Katholizismus außerhalb der westlichen Welt.
Mit Pater Nicolás habe der Vatikan auch einen „Dialogpartner“ gewonnen, der den religiösen Pluralismus von Grund auf kenne.
Der neue Generalobere sei nämlich nicht nur ein Theologe, sondern auch ein passionierter Seelsorger. Als Provinzial der Jesuiten in Japan lebte er zum Beispiel in einem Armenviertel von Tokyo. Das habe den Leuten sehr imponiert.
Pater Nicolás spricht Spanisch, Japanisch, Englisch, Französisch und Italienisch.
Das berichtet der Vatikanist der liberalen US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’, John Allen.
Dem neuen Generaloberen liegen Themen wie der interreligiöse Dialog, Einsatz für Friede und Gerechtigkeit, die sogenannte Inkulturation der Glaubenslehre und religiösen Praxis besonders am Herzen.
Der neue General wurde vor den Wahlen nicht als Top-Favorit gehandelt. Sein Name stand aber auf der Liste möglicher Kandidaten, die von Papst Benedikt XVI. im Vorfeld der Wahl genehmigt wurde.
Dennoch obsiegte der Jesuit bereits im zweiten Wahlgang.
Pater Thomas Smolich, Präsident der ‘Jesuit Conference’, der Dachorganisation der Jesuiten in den USA, und Mitglied der Generalkongregation glaubt, daß die Jesuiten am Samstag jenen Mann gewählt haben, den Gott im Sinne hatte.
Berater der asiatischen Bischöfe
Ob der neue Mann an der Spitze des größten Männerordens der Welt im Vatikan von allen mit Jubel aufgenommen wird, ist fraglich.
Wie aus der Gesellschaft Jesu verlautet, soll Pater Nicolás vor einigen Jahren als Rektor der bedeutenden Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom im Gespräch gewesen sein.
Im Vatikan habe es jedoch Einwände gegen seine Ernennung gegeben. Grund dafür war die Rolle, die er im Jahr 1998 bei der Bischofssynode für Asien sowie als Berater der Asiatischen Bischofskonferenz spielte.
Bei den Sitzungen der Synode plädierten die asiatischen Prälaten für mehr Kollegialität und – ausgerechnet in Zeiten der Globalisierung – für eine Dezentralisierung der Kirchenhierarchie.
„Kein Monopol“
In einem Beitrag, den er im Vorjahr für eine australische Jesuitenzeitschrift verfaßte, erklärte Pater Nicolás seine Vorstellung von Mission: „Diejenigen, die in das Leben anderer Menschen eintreten, beginnen, ihre eigenen Positionen sehr radikal zu hinterfragen.“
Das sei eine enorme Aufgabe: „Ich glaube, es ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Wir besitzen kein Monopol, aber wir haben viel zu lernen“ – so der neue Generalobere in dem Artikel.
John Allen sieht die Wahl von Pater Nicolás als Entscheidung für ein „vorwärts gerichtetes Denken“ sowie als Ausdruck der Sensibilität für den Katholizismus außerhalb der westlichen Welt.
Mit Pater Nicolás habe der Vatikan auch einen „Dialogpartner“ gewonnen, der den religiösen Pluralismus von Grund auf kenne.
Der neue Generalobere sei nämlich nicht nur ein Theologe, sondern auch ein passionierter Seelsorger. Als Provinzial der Jesuiten in Japan lebte er zum Beispiel in einem Armenviertel von Tokyo. Das habe den Leuten sehr imponiert.
Pater Nicolás spricht Spanisch, Japanisch, Englisch, Französisch und Italienisch.
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Dienstag, 22. Januar 2008 16:55
Romulus: Jesuiten… tschö
Die Jesuiten sind mittlerweile zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Mit dem Vat. 2 haben sie sich quasi selbst abgeschafft und JP 2 hat sich spät an ihnen gerächt (weil sie in den 50ziger Jahren seine Doktorarbeit nicht annahmen). Er ließ sie links liegen und hätschelte lieber seine Movimenti.
Dienstag, 22. Januar 2008 16:43
Abaelard: Opium
Nicht der dialektische Materialismus vergiftet die Armen (wie sollte er?), sondern das Religionsopium.
Dadurch werden die Armen in der Unterdrückung belassen und niedergehalten.
Da hilft nur Entziehungskur, um wieder clean zu werden und die herrschende Klasse zu beseitigen.
Da hilft nur Entziehungskur, um wieder clean zu werden und die herrschende Klasse zu beseitigen.
Dienstag, 22. Januar 2008 16:43
RRR: @ clarissa
Sherlock Holmes gab es gar nicht, sondern nur eine andere Person gleichen Namens.
Dienstag, 22. Januar 2008 16:36
clarissa colonia: Respekt, daß Sie das alles aus den bisherigen Wohnsitz
des neuen Ordensgenerals erkennen können. Sind Sie etwa der Mann, der Sherlock Holmes war?
Dienstag, 22. Januar 2008 16:11
Alois Bischof: Bei den Armen
wohnen ist schön und gut, aber Neomodernismus verkaufen bzw. Marxistischen Materialismus natürlich nicht.
Das vergiftet die Armen. Das ist das Problem, nicht nur daß viele nachkonziliare Pseudo-Jesuiten (für
S.J. muß man zuerst noch katholisch sein) Reichtum und Häuser und Kirchen die der römisch-katholischen
Kirche zukommen annektiert und ausgesaugt haben, sondern daß man sogar und vor allem den ärmsten Menschen
der dritten Welt auch noch den festen römisch-katholischen Glauben an Gott Vater Sohn Heiliger Geist,
und die gültigen Sakramente ihrer Väter, abgenommen hat.
Wer ist nun hier der wirkliche Dieb? Die USA oder die Modernisten? Oder beide?
Wer ist nun hier der wirkliche Dieb? Die USA oder die Modernisten? Oder beide?
Dienstag, 22. Januar 2008 12:44
RRR: Ach ja?
Bei den Sitzungen der Synode plädierten die asiatischen Prälaten für mehr Kollegialität und – ausgerechnet
in Zeiten der Globalisierung – für eine Dezentralisierung der Kirchenhierarchie.
Und das, wo doch gerade der Papst selbst sich gestern für eine Stärkung synodaler Strukturen ausgesprochen hat! Nein so etwas!
Und das, wo doch gerade der Papst selbst sich gestern für eine Stärkung synodaler Strukturen ausgesprochen hat! Nein so etwas!
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