Die Sabo-Sekte macht Proselyten
Im Bistum Basel ist eine zweite Pfarrgemeinde dabei, ins Fahrwasser der Sabo-Sekte abzudriften. Doch die Katholiken geben das Feld nicht kampflos preis.
(kreuz.net) Am vergangenen Samstag hat der abgefallene Priester Franz Sabo von Röschenz in der Nachbargemeinde
Kleinlützel einen illegalen Gottesdienst veranstaltet.
Kleinlützel ist eine 1300-Seelen-Gemeinde im Nordschweizer Kanton Solothurn.
Nach dem schismatischen Akt wollen jetzt zwei Mitglieder des Kirchenrates und die Gemeindeschwester zurücktreten. Das berichtete das Schweizer Regionalportal ‘szonline.ch’ am vergangenen Montag.
Sabo stieß bei seinen schismatischen Eskapaden am Samstag abend allerdings auf Widerstand.
Als der abgefallene Priester die Sakristei von Kleinlützel betrat, waren Kelch und Hostienschale verschwunden.
Mitglieder des Kirchenrates von Kleinlützel, die der Sabo-Sekte nahestehen, ließen daraufhin Ersatz aus der Nachbargemeinde Röschenz anfahren.
Die Sabo-Anhängerin und Vize-Kirchgemeindepräsidentin Erika Mendelin beschimpft jetzt die katholische Katechetin und Ordensfrau, Schwester Maria Romer.
Schwester Maria gehört zur Kirche und versucht, das Eindringen der Sabo-Sekte in Kleinlützel zu verhindern. Es ist möglich, daß sie die heiligen Geräte dem sakrilegischen Zugriff Sabos entzogen hat.
Die Sabo-Veranstaltung am Samstag abend lockte viele Neugierige an.
Zu normalen Gottesdiensten versammeln sich in Kleinlützel kaum 25 Personen. Am Samstag waren es 150 Zuschauer. Ein Viertel davon waren Sabo-Anhänger aus Röschenz.
In seiner Predigt schmeichelte Sabo den Sektenmitgliedern von Kleinlützel. Er ermutigte ihren Widerstand und beschimpfte – wie bei ihm üblich – die Kirche.
Katholiken machen nicht mehr mit
Am darauffolgenden Sonntagsgottesdienst hätte ein Pater des naheliegenden Benediktinerklosters Mariastein in Kleinlützel die Messe lesen sollen.
Das Kloster hat aber schon vor längerer Zeit angekündigt, keine Priester mehr in den Ort zu schicken, sofern die Sabo-Sekte dort Gottesdienstes abhält.
Ebenfalls am Sonntag reagierte Dekan Josef Lußmann auf die Versammlungen der Sabo-Sekte in der Kirche von Kleinlützel mit einem Brief am Kirchenportal.
Der Geistliche erklärte, daß in der Kirche ab sofort keine katholischen Messen mehr stattfinden werden.
Der Sabo-hörige Teil des Kirchenrates von Kleinlützel hat – nach Angaben von ‘szonline.ch’ – mit dieser Reaktion gerechnet.
Anstelle der Patres aus Mariastein soll am nächsten Sonntag der Resignat Josef Nietlisbach, der offenbar ebenfalls ein Sabo-Anhänger ist, angefahren werden.
Auch der laisierte Priester Donat Oberson hält am Donnerstag in der Gemeinde Kleinlützel im Kanton Solothurn einen Gottesdienst. Das berichtete der ‘Tagesanzeiger’.
Ob Oberson eine Messe oder nur einen Wortgottesdienst halten wird, geht aus dem Anschlag an der Kleinlützler Kirchentüre nicht hervor.
Klar ist jedoch, daß der mit Frau und Kind lebende Ex-Priester keine kirchliche Sendung besitzt. Oberson ist der Gründer der schweizerischen Gruppe „Freie Priester“.
Auch der Anführer der Sekte, Franz Sabo, sei nicht abgeneigt, sporadisch auszuhelfen.
© Mariastein: www.kloster-mariastein.ch
Kleinlützel ist eine 1300-Seelen-Gemeinde im Nordschweizer Kanton Solothurn.
Nach dem schismatischen Akt wollen jetzt zwei Mitglieder des Kirchenrates und die Gemeindeschwester zurücktreten. Das berichtete das Schweizer Regionalportal ‘szonline.ch’ am vergangenen Montag.
Sabo stieß bei seinen schismatischen Eskapaden am Samstag abend allerdings auf Widerstand.
Als der abgefallene Priester die Sakristei von Kleinlützel betrat, waren Kelch und Hostienschale verschwunden.
Mitglieder des Kirchenrates von Kleinlützel, die der Sabo-Sekte nahestehen, ließen daraufhin Ersatz aus der Nachbargemeinde Röschenz anfahren.
Die Sabo-Anhängerin und Vize-Kirchgemeindepräsidentin Erika Mendelin beschimpft jetzt die katholische Katechetin und Ordensfrau, Schwester Maria Romer.
Schwester Maria gehört zur Kirche und versucht, das Eindringen der Sabo-Sekte in Kleinlützel zu verhindern. Es ist möglich, daß sie die heiligen Geräte dem sakrilegischen Zugriff Sabos entzogen hat.
Die Sabo-Veranstaltung am Samstag abend lockte viele Neugierige an.
Zu normalen Gottesdiensten versammeln sich in Kleinlützel kaum 25 Personen. Am Samstag waren es 150 Zuschauer. Ein Viertel davon waren Sabo-Anhänger aus Röschenz.
In seiner Predigt schmeichelte Sabo den Sektenmitgliedern von Kleinlützel. Er ermutigte ihren Widerstand und beschimpfte – wie bei ihm üblich – die Kirche.
Katholiken machen nicht mehr mit
Am darauffolgenden Sonntagsgottesdienst hätte ein Pater des naheliegenden Benediktinerklosters Mariastein in Kleinlützel die Messe lesen sollen.
Das Kloster hat aber schon vor längerer Zeit angekündigt, keine Priester mehr in den Ort zu schicken, sofern die Sabo-Sekte dort Gottesdienstes abhält.
Ebenfalls am Sonntag reagierte Dekan Josef Lußmann auf die Versammlungen der Sabo-Sekte in der Kirche von Kleinlützel mit einem Brief am Kirchenportal.
Der Geistliche erklärte, daß in der Kirche ab sofort keine katholischen Messen mehr stattfinden werden.
Der Sabo-hörige Teil des Kirchenrates von Kleinlützel hat – nach Angaben von ‘szonline.ch’ – mit dieser Reaktion gerechnet.
Anstelle der Patres aus Mariastein soll am nächsten Sonntag der Resignat Josef Nietlisbach, der offenbar ebenfalls ein Sabo-Anhänger ist, angefahren werden.
Auch der laisierte Priester Donat Oberson hält am Donnerstag in der Gemeinde Kleinlützel im Kanton Solothurn einen Gottesdienst. Das berichtete der ‘Tagesanzeiger’.
Ob Oberson eine Messe oder nur einen Wortgottesdienst halten wird, geht aus dem Anschlag an der Kleinlützler Kirchentüre nicht hervor.
Klar ist jedoch, daß der mit Frau und Kind lebende Ex-Priester keine kirchliche Sendung besitzt. Oberson ist der Gründer der schweizerischen Gruppe „Freie Priester“.
Auch der Anführer der Sekte, Franz Sabo, sei nicht abgeneigt, sporadisch auszuhelfen.
© Mariastein: www.kloster-mariastein.ch
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Freitag, 25. Januar 2008 09:52
clarissa colonia: Sachfrage, vielleicht zu beantworten:
Kenner des Vorgangs haben mich bereits über die rechtlichen Hintergründe der Klage gegen den Entzug der missio canonica und den bischöflichen Berufungsverzicht aufgeklärt. Kennt aber jemand die sachlichen Gründe bzw. Ursachen für die Auseinandersetzung zwischen Franz Sabo und dem Bischof von Basel?
Freitag, 25. Januar 2008 09:00
Dr. Christoph Heger: @clarissa Colonia: Epieikeia
des großen Aristoteles epikeia, die lateinische aequitas canonica ist bei mir weder unbekannt, noch unberücksichtigt.
Sagen wir: Sie hatten einen Augenblick nicht daran gedacht, als Sie „Normenrelativismus“ argwöhnten.
Doch, vor Ihrer Anwendung muß man moraltheologisch reflektieren, ob ihre Anwendung (und damit die Nichtanwendung) eines Gesetzes gerechtfertigt ist.
Das war unstreitig.
Daß dies nicht vom angestrebten Ziel abgeleitet oder von ihm aus gerechtfertigt werden kann, habe ich bereits dargelegt.
In gewissem Sinne kann das schon sein. Die Denkfigur der epieikeia ist so: Wollte der menschliche (nicht allwissende) Gesetzgeber die Anwendung eines – notgedrungen – allgemeingültig ausgedrückten Gesetzes auch in diesem oder in so gelagerten Fällen bzw. hätte er es gerechterweise wollen dürfen? Wenn diese Frage verneint werden kann bzw. verneint werden muß, darf bzw. muß man das betreffende Gesetz nicht beachten. Das gilt für das staatliche wie auch für das kirchliche (positive) Recht.
Aequitas canonica ist jedenfalls sicher kein Instrument zur Rechtfertigeung vorsätzlichen Gesetzesbruches.
Wie das? Wir sprechen doch nicht von einem unwissentlichen oder durch bloße Vergeßlichkeit begangenen Gesetzesbruch, sondern gerade von der Erlaubtheit bzw. Verpflichtung zur (vorsätzlichen) Nichtbeachtung eines Gesetzes.
MfG
Christoph Heger
Sagen wir: Sie hatten einen Augenblick nicht daran gedacht, als Sie „Normenrelativismus“ argwöhnten.
Doch, vor Ihrer Anwendung muß man moraltheologisch reflektieren, ob ihre Anwendung (und damit die Nichtanwendung) eines Gesetzes gerechtfertigt ist.
Das war unstreitig.
Daß dies nicht vom angestrebten Ziel abgeleitet oder von ihm aus gerechtfertigt werden kann, habe ich bereits dargelegt.
In gewissem Sinne kann das schon sein. Die Denkfigur der epieikeia ist so: Wollte der menschliche (nicht allwissende) Gesetzgeber die Anwendung eines – notgedrungen – allgemeingültig ausgedrückten Gesetzes auch in diesem oder in so gelagerten Fällen bzw. hätte er es gerechterweise wollen dürfen? Wenn diese Frage verneint werden kann bzw. verneint werden muß, darf bzw. muß man das betreffende Gesetz nicht beachten. Das gilt für das staatliche wie auch für das kirchliche (positive) Recht.
Aequitas canonica ist jedenfalls sicher kein Instrument zur Rechtfertigeung vorsätzlichen Gesetzesbruches.
Wie das? Wir sprechen doch nicht von einem unwissentlichen oder durch bloße Vergeßlichkeit begangenen Gesetzesbruch, sondern gerade von der Erlaubtheit bzw. Verpflichtung zur (vorsätzlichen) Nichtbeachtung eines Gesetzes.
MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 24. Januar 2008 23:35
clarissa colonia: Danke, Dr. Heger,
des großen Aristoteles epikeia, die lateinische aequitas canonica ist bei mir weder unbekannt, noch unberücksichtigt. Doch, vor Ihrer Anwendung muß man moraltheologisch reflektieren, ob ihre Anwendung (und damit die Nichtanwendung) eines Gesetzes gerechtfertigt ist. Daß dies nicht vom angestrebten Ziel abgeleitet oder von ihm aus gerechtfertigt werden kann, habe ich bereits dargelegt. Aequitas canonica ist jedenfalls sicher kein Instrument zur Rechtfertigeung vorsätzlichen Gesetzesbruches.
Donnerstag, 24. Januar 2008 23:07
Dr. Christoph Heger: Epikie, kein Normenrelativismus
Unser alter Pater, …, hat immer gesagt die Gebote sind gut und richtig, aber wenn durch brechen der
Gebote was besseres erreicht wird als das was die Gebote bezwecken
Was der gute Pater offenbar im Sinn hat, hat nichts mit „Normenrelativismus“ zu tun, wie Clarissa Colonia mißversteht. Hier wird die zutreffende moraltheologische (schon von Aristoteles vertretene) Lehre von der Epikie (Epieikeia) angesprochen.
Die Nacht ist vorgerückt, deshalb mag ich diese Lehre jetzt nicht erklären. Nur so viel: Sie ist nur auf das positive menschliche und kirchliche Gesetz, nicht auf die göttlichen Gebote anwendbar.
MfG
Christoph Heger
Was der gute Pater offenbar im Sinn hat, hat nichts mit „Normenrelativismus“ zu tun, wie Clarissa Colonia mißversteht. Hier wird die zutreffende moraltheologische (schon von Aristoteles vertretene) Lehre von der Epikie (Epieikeia) angesprochen.
Die Nacht ist vorgerückt, deshalb mag ich diese Lehre jetzt nicht erklären. Nur so viel: Sie ist nur auf das positive menschliche und kirchliche Gesetz, nicht auf die göttlichen Gebote anwendbar.
MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 24. Januar 2008 20:22
clarissa colonia: Kennen Sie die Geschichte der beiden Mönche und ihrer eschatologischen Vorstellungen?
Sie sagten sich gegenseitig zu, wer zuerst stürbe, erschiene in der ersten Nacht dem anderen und teilte
diesem dann mit, ob ihre Vorstellungen vom Himmel denn mit der Wirklichkeit übereinstimmten. Wenn ja,
sollte der Erscheinende „taliter“ (gleich) sagen, wenn nicht „aliter“ (anders).
Als der eine gestorben war, erschien er auch tatsächlich dem anderen und sagte ihm im Traum: „totaliter aliter“ gänzlich anders). Anm.: Beachten Sie das Wortspiel, denn das hat es theologisch in sich: Es wird nämlich genauso sein, wie wir es uns vorstellen, aber ganz anders. Ich kann mir das zwar nicht wirklich vorstellen, bin mir aber sicher, daß es gleichzeitig gleich und anders sein wird. Also, warum nicht die Vorstellung von der langen Theke für das kurze Schwätzchen zwischendurch?
Der kleine Mönch hatte im Moment so viel mit der Ernte zu tun, daß er den Herrn, der ihn abholen wollte, nur flüchtig wahrnahm. Der Herr schmunzelte nd murmelte, er käme später wieder. Später mußte der kleine Mönch die Ernte einlagern und das Vieh füttern. Der Herr sagte, er käme später wieder. Als er später wiederkam, hackte der kleine Mönch das Kraut im Rübenfeld und sagte dem Herrn: „Du siehst doch, daß ich gar keine Zeit für den Himmel habe, denn hier ist noch so viel zu tun!“ Da fragte ihn der Herr: „Was glaubst du, wo du die ganze Zeit über gewesen bist?“ mlG, cc.
Als der eine gestorben war, erschien er auch tatsächlich dem anderen und sagte ihm im Traum: „totaliter aliter“ gänzlich anders). Anm.: Beachten Sie das Wortspiel, denn das hat es theologisch in sich: Es wird nämlich genauso sein, wie wir es uns vorstellen, aber ganz anders. Ich kann mir das zwar nicht wirklich vorstellen, bin mir aber sicher, daß es gleichzeitig gleich und anders sein wird. Also, warum nicht die Vorstellung von der langen Theke für das kurze Schwätzchen zwischendurch?
Der kleine Mönch hatte im Moment so viel mit der Ernte zu tun, daß er den Herrn, der ihn abholen wollte, nur flüchtig wahrnahm. Der Herr schmunzelte nd murmelte, er käme später wieder. Später mußte der kleine Mönch die Ernte einlagern und das Vieh füttern. Der Herr sagte, er käme später wieder. Als er später wiederkam, hackte der kleine Mönch das Kraut im Rübenfeld und sagte dem Herrn: „Du siehst doch, daß ich gar keine Zeit für den Himmel habe, denn hier ist noch so viel zu tun!“ Da fragte ihn der Herr: „Was glaubst du, wo du die ganze Zeit über gewesen bist?“ mlG, cc.
Donnerstag, 24. Januar 2008 20:07
Sozialkatholisch: @ Clarissa
Das wird so schön an der letzten Tutti-Sancti Bar da oben das man gar nicht mehr weg will, das kann man
dann zwar wohl auch nicht mehr, aber das ist dann bestimmt auch nicht mehr so schlimm!
@ Landi
Das habe ich gründlich bedacht und ich bin und bleibe immer noch römisch katholisch, du solltest aber auch bedenken das nicht überall wo Katholisch drauf steht nicht unbedingt Katholisch drin ist!
@ Landi
Das habe ich gründlich bedacht und ich bin und bleibe immer noch römisch katholisch, du solltest aber auch bedenken das nicht überall wo Katholisch drauf steht nicht unbedingt Katholisch drin ist!
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