Im Bistum Basel ist eine zweite Pfarrgemeinde dabei, ins Fahrwasser der Sabo-Sekte abzudriften. Doch die Katholiken geben das Feld nicht kampflos preis.
Kleinlützel ist eine 1300-Seelen-Gemeinde im
Nordschweizer Kanton Solothurn.
Nach dem schismatischen Akt wollen jetzt zwei Mitglieder des Kirchenrates
und die Gemeindeschwester zurücktreten. Das berichtete das Schweizer Regionalportal ‘szonline.ch’ am
vergangenen Montag.
Sabo stieß bei seinen schismatischen Eskapaden am Samstag abend allerdings auf Widerstand.
Als der abgefallene Priester die Sakristei von Kleinlützel betrat, waren Kelch und Hostienschale verschwunden.
Mitglieder des Kirchenrates von Kleinlützel, die der Sabo-Sekte nahestehen, ließen daraufhin Ersatz
aus der Nachbargemeinde Röschenz anfahren.
Die Sabo-Anhängerin und Vize-Kirchgemeindepräsidentin Erika
Mendelin beschimpft jetzt die katholische Katechetin und Ordensfrau, Schwester Maria Romer.
Schwester
Maria gehört zur Kirche und versucht, das Eindringen der Sabo-Sekte in Kleinlützel zu verhindern. Es
ist möglich, daß sie die heiligen Geräte dem sakrilegischen Zugriff Sabos entzogen hat.
Die Sabo-Veranstaltung
am Samstag abend lockte viele Neugierige an.
Zu normalen Gottesdiensten versammeln sich in Kleinlützel
kaum 25 Personen. Am Samstag waren es 150 Zuschauer. Ein Viertel davon waren Sabo-Anhänger aus Röschenz.
In seiner Predigt schmeichelte Sabo den Sektenmitgliedern von Kleinlützel. Er ermutigte ihren Widerstand
und beschimpfte – wie bei ihm üblich – die Kirche.
Am darauffolgenden
Sonntagsgottesdienst hätte ein Pater des naheliegenden Benediktinerklosters Mariastein in Kleinlützel
die Messe lesen sollen.
Das Kloster hat aber schon vor längerer Zeit angekündigt, keine Priester mehr
in den Ort zu schicken, sofern die Sabo-Sekte dort Gottesdienstes abhält.
Ebenfalls am Sonntag reagierte
Dekan Josef Lußmann auf die Versammlungen der Sabo-Sekte in der Kirche von Kleinlützel mit einem Brief
am Kirchenportal.
Der Geistliche erklärte, daß in der Kirche ab sofort keine katholischen Messen mehr
stattfinden werden.
Der Sabo-hörige Teil des Kirchenrates von Kleinlützel hat – nach Angaben von ‘szonline.ch’ –
mit dieser Reaktion gerechnet.
Anstelle der Patres aus Mariastein soll am nächsten Sonntag der Resignat
Josef Nietlisbach, der offenbar ebenfalls ein Sabo-Anhänger ist, angefahren werden.
Auch der laisierte
Priester Donat Oberson hält am Donnerstag in der Gemeinde Kleinlützel im Kanton Solothurn einen Gottesdienst.
Das berichtete der ‘Tagesanzeiger’.
Ob Oberson eine Messe oder nur einen Wortgottesdienst halten wird,
geht aus dem Anschlag an der Kleinlützler Kirchentüre nicht hervor.
Klar ist jedoch, daß der mit Frau
und Kind lebende Ex-Priester keine kirchliche Sendung besitzt. Oberson ist der Gründer der schweizerischen
Gruppe „Freie Priester“.
Auch der Anführer der Sekte, Franz Sabo, sei nicht abgeneigt, sporadisch auszuhelfen.
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Sachfrage, vielleicht zu beantworten: Kenner des Vorgangs haben mich bereits über die rechtlichen Hintergründe
der Klage gegen den Entzug der missio canonica und den bischöflichen Berufungsverzicht aufgeklärt. Kennt
aber jemand die sachlichen Gründe bzw. Ursachen für die Auseinandersetzung zwischen Franz Sabo und dem
Bischof von Basel?
@clarissa Colonia: Epieikeia des großen Aristoteles epikeia, die lateinische aequitas canonica ist bei
mir weder unbekannt, noch unberücksichtigt. Sagen wir: Sie hatten einen Augenblick nicht daran gedacht,
als Sie „Normenrelativismus“ argwöhnten. Doch, vor Ihrer Anwendung muß man moraltheologisch reflektieren,
ob ihre Anwendung (und damit die Nichtanwendung) eines Gesetzes gerechtfertigt ist. Das war unstreitig.
Daß dies nicht vom angestrebten Ziel abgeleitet oder von ihm aus gerechtfertigt werden kann, habe ich
bereits dargelegt. In gewissem Sinne kann das schon sein. Die Denkfigur der epieikeia ist so: Wollte der
menschliche (nicht allwissende) Gesetzgeber die Anwendung eines – notgedrungen – allgemeingültig ausgedrückten
Gesetzes auch in diesem oder in so gelagerten Fällen bzw. hätte er es gerechterweise wollen dürfen?
Wenn diese Frage verneint werden kann bzw. verneint werden muß, darf bzw. muß man das betreffende Gesetz
nicht beachten. Das gilt für das staatliche wie auch für das kirchliche (positive) Recht. Aequitas canonica
ist jedenfalls sicher kein Instrument zur Rechtfertigeung vorsätzlichen Gesetzesbruches. Wie das? Wir
sprechen doch nicht von einem unwissentlichen oder durch bloße Vergeßlichkeit begangenen Gesetzesbruch,
sondern gerade von der Erlaubtheit bzw. Verpflichtung zur (vorsätzlichen) Nichtbeachtung eines Gesetzes.
MfG Christoph Heger
Danke, Dr. Heger, des großen Aristoteles epikeia, die lateinische aequitas canonica ist bei mir weder
unbekannt, noch unberücksichtigt. Doch, vor Ihrer Anwendung muß man moraltheologisch reflektieren, ob
ihre Anwendung (und damit die Nichtanwendung) eines Gesetzes gerechtfertigt ist. Daß dies nicht vom angestrebten
Ziel abgeleitet oder von ihm aus gerechtfertigt werden kann, habe ich bereits dargelegt. Aequitas canonica
ist jedenfalls sicher kein Instrument zur Rechtfertigeung vorsätzlichen Gesetzesbruches.
Epikie, kein Normenrelativismus Unser alter Pater, …, hat immer gesagt die Gebote sind gut und richtig,
aber wenn durch brechen der Gebote was besseres erreicht wird als das was die Gebote bezwecken Was der
gute Pater offenbar im Sinn hat, hat nichts mit „Normenrelativismus“ zu tun, wie Clarissa Colonia mißversteht.
Hier wird die zutreffende moraltheologische (schon von Aristoteles vertretene) Lehre von der Epikie (Epieikeia)
angesprochen. Die Nacht ist vorgerückt, deshalb mag ich diese Lehre jetzt nicht erklären. Nur so viel:
Sie ist nur auf das positive menschliche und kirchliche Gesetz, nicht auf die göttlichen Gebote anwendbar.
MfG Christoph Heger
Kennen Sie die Geschichte der beiden Mönche und ihrer eschatologischen Vorstellungen? Sie sagten sich
gegenseitig zu, wer zuerst stürbe, erschiene in der ersten Nacht dem anderen und teilte diesem dann mit,
ob ihre Vorstellungen vom Himmel denn mit der Wirklichkeit übereinstimmten. Wenn ja, sollte der Erscheinende
„taliter“ (gleich) sagen, wenn nicht „aliter“ (anders). Als der eine gestorben war, erschien er auch tatsächlich
dem anderen und sagte ihm im Traum: „totaliter aliter“ gänzlich anders). Anm.: Beachten Sie das Wortspiel,
denn das hat es theologisch in sich: Es wird nämlich genauso sein, wie wir es uns vorstellen, aber ganz
anders. Ich kann mir das zwar nicht wirklich vorstellen, bin mir aber sicher, daß es gleichzeitig gleich
und anders sein wird. Also, warum nicht die Vorstellung von der langen Theke für das kurze Schwätzchen
zwischendurch? Der kleine Mönch hatte im Moment so viel mit der Ernte zu tun, daß er den Herrn, der
ihn abholen wollte, nur flüchtig wahrnahm. Der Herr schmunzelte nd murmelte, er käme später wieder.
Später mußte der kleine Mönch die Ernte einlagern und das Vieh füttern. Der Herr sagte, er käme später
wieder. Als er später wiederkam, hackte der kleine Mönch das Kraut im Rübenfeld und sagte dem Herrn:
„Du siehst doch, daß ich gar keine Zeit für den Himmel habe, denn hier ist noch so viel zu tun!“ Da
fragte ihn der Herr: „Was glaubst du, wo du die ganze Zeit über gewesen bist?“ mlG, cc.
@ Clarissa Das wird so schön an der letzten Tutti-Sancti Bar da oben das man gar nicht mehr weg will,
das kann man dann zwar wohl auch nicht mehr, aber das ist dann bestimmt auch nicht mehr so schlimm! @ Landi
Das habe ich gründlich bedacht und ich bin und bleibe immer noch römisch katholisch, du solltest aber
auch bedenken das nicht überall wo Katholisch drauf steht nicht unbedingt Katholisch drin ist!
#45 LandorganistII 19:45:03 | Donnerstag, 24. Januar 2008
@Clarissa Ich verneige mich in Demut vor Ihnen. Nicht nur aufgrund Ihres Wissens sondern auch aufgrund
der Tatsache, dass es Ihnen gelingt nervöse Seelen zu beruhigen und zu besänftigen. Selbst Herren mit
akademischen Titeln kapitulieren. Mit Ihrem letzten Statement zeigen Sie die gegenwärtige Situation so
glasklar auf, wie man es an diesem Orte nur selten erleben kann. @Sozialkatholisch Bitte bedenken Sie
die Folgen, die sich aus der Zuwendung zu den Pius-Brüdern und der gleichzeitigen Abwendung von der röm.
Kirche ergeben können.
@ Clarissa :(3 :(3 :(3 Absolut korrekt, wollen wir hoffen und beten das die Wunden auf beiden Seiten geheilt
werden und das wir zusammen da oben an der letzten langen Theke noch mal ein Bierchen zusammen trinken
werden.
Was Sie, liebe/r Sozialkatholisch über Ihren Weg schreiben, berührt mich tief und ich will Ihnen weder
die Freiheit noch das Recht bestreiten, bei der fraternitas marcellina zu suchen, was Sie andernorts schmerzlich
vermissen. Das zerreden zu wollen wäre unredlich, da sie dort gefunden zu haben meinen, was Sie suchen.
Das ist aber (zumindest aus meiner Sicht) nur die eine Seite. Die andere ist die klare, ungeschönte Konfrontation
mit den objektiven Tatsachen, über die man sich auseinandersetzen muß, will man das Trennende überwinden.
Immer wieder werden (hier und anderswo) Versuche unternommen, das wegzudiskutieren (oder wegzuerklären),
zu rechtfertigen, zu entschuldigen, zu harmonisieren, zu … Aber, wenn man das tut, übersieht man, daß
man den gegenwärtigen Zustand nur überwinden (auch im dialektischen Sinne Hegels auf-heben) kann, wenn
man die objektiven Fakten beim Namen nennt: 1) Es haben Bischofsweihen ohne Weiheauftrag stattgefunden.
2) Dies wird vom kanonischen Recht ipso facto als schismatischer Akt gewertet. 3) Strafmildernde Umstände
sind im kanonischen Recht dafür nicht vorgesehen und daher nicht anwendbar. 4) Das Eintreten der Tatstrafe
wurde rechtmäßig öffentlich festgestellt. Es ist die Aufgabe des legitimen Pontifex und seiner kurialen
Dikasterien einerseits und der Leitung der fraternitas marcellina andererseits, für diesen Zustand nach
einer Lösung zu suchen. Nervöse Kommentare, die längst Vorgetragenes nur immer wiederkäuen, sind und
bleiben fruchtlos, zumal wir das Problem hier nicht lösen werden. Sta in fide!
@ Clarissa Was ich als „besser“ bewerte, rechtfertigt dann das eine oder das andere. Das stimmt natürlich,
jeder halbwegs ehrliche Mensch vertritt das was er für richtig hält, der Mangel kann dann in fehlender
Gewissensbildung oder auch im Egoismus und persönlichem Stolz liegen. Aus dem, was Sie sagen wird aber
nicht deutlich, welches die Kriterien sind, anhand deren ich beurteilen kann, ob das Einhalten einer Norm
oder deren Bruch zu einem „melior“ führen. Das stimmt natürlich auch und man muss dabei sehr vorsichtig
sein weil bei vielen Kriterien erst die Zeit zeigen wird ob sie richtig waren. Aber übervorsichtig sollte
man auch nicht sein. Bei offenen Dogmenbrüchen sollte der persönliche Standpunkt klar sein, aber alles
andere bedarf einer persönlichen Entscheidung. Ich bin mit Sicherheit kein Sabo Apologet und auch kein
100%‘tiger Lefebvre Apologet, aber ich komme der Piusbruderschaft immer näher, weil sie mir mehr (Wahrheit,
Halt, Besinnung?) gibt als die örtliche Amtskirche. Das ist nämlich Recht und Gerechtigkeit! Ja, im
letzten wird uns wirklich nur die Zeit zeigen was recht und gerecht war, aber wenn es ein Fehler ist und
man sieht es ein, dann darf man aber auch immer noch umkehren, weil wir ja nur fehlbare Menschen sind.
Liebe/r Sozialkatholisch, das klingt aber gefährlich nach Auers autonomen Gewissen, was Sie da schreiben;
ich würde das sogar als Normenrelativismus bezeichnen. Jede Norm, qualifiziere man sie nun als Gesetz
oder Gebot, hat ihren Normzweck, den es stets kritisch zu reflektieren und zu prüfen gilt; soweit stimme
ich Ihnen zu. Auch die sittliche Verpflichtung, seinem (auch irrigen) Gewissen zu folgen ist unbestritten.
Aus dem, was Sie sagen wird aber nicht deutlich, welches die Kriterien sind, anhand deren ich beurteilen
kann, ob das Einhalten einer Norm oder deren Bruch zu einem „melior“ führen. Im Endeffekt bin ich also
mein eigenes Richtmaß: Was ich als „besser“ bewerte, rechtfertigt dann das eine oder das andere. Praktisch
führt das dazu, daß das angestrebte Ziel zur Rechtfertigung der zu seiner Erreichung angewandten Mittel
dient. „Ich will ja das Beste erreichen, deshalb darf ich auch alle zur Erreichung des Besten erforderlichen
Mittel einsetzen!“ Damit können Sie nicht mehr begründen, warum man eine als allgemeinverbindlich beurteilte
sittliche oder rechtliche Ordnung einhalten sollte; und Sie liefern auch sogleich den Beweis dafür frei
Haus: „Ich (resp. Sie) beurteile das Ergebnis von Marcel Lefebvre als positiv, also durfte der, was er
tat! Ich beurteile das Ziel von Franz Sabo als negativ, also durfte der nicht, was er tat!“ Ich bin weder
eine Sabo-, noch eine Lefebvre-Apologetin; aber Sie müssen sich schon gefallen lassen, daß man an gleiche
Sachverhalte gleiches und an ungleiche ungleiches Maß anlegt. Das ist nämlich Recht und Gerechtigkeit!
Facta et argumenta Die kölsche Clarissa doziert unter anderem: Rechtens ist die namentliche Feststellung
der excommunicatio latae sententiae durch römische Dokumente für die namentlich genannten Konsekratoren
und die Konsekrierten des Jahres 1988. Die sonstigen Ausführungen lasse ich mal auf sich beruhen. Aber
der in diesem Satz zum Ausdruck kommende Glaube an bedrucktes Papier („römische Dokumente“) ist zu aufreizend –
zumal wenn Clarissa das Papier mit „facta“ gleichsetzt. Der zitierte Satz „Contra facta non valent argumenta“
ist richtig, seine Anwendung durch Clarissa Colonia nicht: „Facta“ sind einmal der Sachverhalt, nämlich
die Weihe der vier Weihbischöfe durch Erzbischof Lefèbvre, und zum anderen die im kanonischen Recht
definierten Tatbestände, Verfahrensregeln und angedrohte Strafen. „Argumenta“, nämlich rechtsfehlerhafte,
sind die voreiligen Schlüsse, die Clarissa zieht – und die „non valent contra facta“. MfG Christoph Heger
Unser alter Pater, ich habe ihn leider schon mehrere Jahre nicht gesehen, hat immer gesagt die Gebote
sind gut und richtig, aber wenn durch brechen der Gebote was besseres erreicht wird als das was die Gebote
bezwecken, dann darf man sie brechen. Er wollte dabei nicht zum brechen der Gebote anhalten, aber einen
sturen Gehorsam vermeiden. Der Sabo bricht die Gebote nicht um was besseres zu erreichen, sondern nur
um sich selbst mehr Ehre zu verschaffen und um im Mittelpunkt zu stehen, oder besser gesagt um an der
Spitze einer Protestbewegung zu stehen. Bischof Lefebvre hat Gebote gebrochen um was besseres zu erreichen,
um die Alte Messe zu bewahren, er hat Schmach, Verfolgung und Leid dafür in Kauf genommen. Die Zeit wird
es zeigen, wenn der Sabo schon lange in der Versenkung verschwunden ist wird man vom Erzbischof Lefebvre
immer noch reden und dann wahrscheinlich viel positiver als jetzt. Mir persönlich ist die Exkommunikation
der Bischöfe und die Suspendierung der Priester egal, solange sie ehrfurchtsvoll, gültig und vernünftig
die Sakramente spenden und ich denke auch das die meisten von denen die Suspendierung, bzw. Exkommunikation
nicht auf die leichte Schulter nehmen sondern im Grunde daran leiden. Der Sabo leidet nicht viel sondern
ergötzt sich an seiner Protestrolle.
Salve, Landorganist! Sie haben rect; es schreiben hier Personen, die sich die Wirklichkeit durch das Ignorieren
von Tatsachen zurechtbiegen. Vielleicht könnte man das mit dem Phänomen vergleichen, daß man sich Kellner
und Kellnerinnen mit jedem Glas Wein/Bier/Sekt schöner trinken kann. Aber: contra facta non valent argumenta!
Daß das einige trotzdem immer wieder versuchen, nährt in mir den Verdacht, dies könnte pathologischen
Ursprungs sein. Vale!
#36 LandorganistII 15:35:16 | Donnerstag, 24. Januar 2008
@Clarissa Das was Sie da über die Konsekrierungen aus dem Jahre 1988 schreiben, genauer gesagt über
die Folgen derselben dürfte der liebe Herr Doktor Heger sicher ganz anders sehen. Die von ihm vertretenen
Standpunkte sind in den entsprechenden Treads nachzulesen, vielleicht schaltet er sich in die hiesige
Diskussion auch noch ein, falls er es wagt, sich mit Ihnen anzulegen.
Lieber Ministrant, natürlich haben Sie insoweit recht, als der (völlige) Entzug der Hirtengewalt bzw
deren gänzliches Fehlen auf das gleiche Ergebnis hinausläuft wie eine strafweise verfügte Suspendierung.
Strafen müssen aber individuell verhängt werden, während die rechtsdogmatische Feststellung fehlender
Hirtengewalt auch einen nicht namentlich genannten Personenkreis betreffen kann. Rechtens ist die namentliche
Feststellung der excommunicatio latae sententiae durch römische Dokumente für die namentlich genannten
Konsekratoren und die Konsekrierten des Jahres 1988. Die pauschale Ausdehnung auf alle von diesen geweihten
oder in Communio stehenden Kleriker ist aber nicht applizierbar, weil sie als Strafverhängung nicht individualisiert
ist. (Die Feststellung des Strafeintritts ist kein Gesetz, das sich durch seine Abstraktion als solches
auszeichnet.) Die legitime Sukzession der Konsekratoren und der Konsekrierten ist unbestritten. Damit
sind die gespendeten Weihen unerlaubt aber gültig. Gleiches gilt für die von den Konsekrierten gespendeten
Weihen. Damit sind die betreffenden Kleriker zwar unerlaubt aber gültig geweiht. Diese üben ihr Weiheamt
also ebenfalls unerlaubt aber gültig aus (wie jeder andere gültig geweihte Priester auch, sei er laisiert,
exkommuniziert oder suspendiert). Suspension ist aber nur als klerikale Individualstrafe für bestimmte
Delikte konzipiert und ohne die individualisierte Feststellung „N. N. ist wegen des Delikts A. als Kleriker
suspendiert“ nicht applikabel.
Die Priester der fraternitas schismatica marcellina sind nicht suspendiert, wie ich bereits darlegte.
Ihnen fehlt nur die allein von den rechtmäßigen kirchlichen Oberen verleihbare Hirtengewalt über eine
certa potio populi Dei. Daher amtswalten sie nicht namens und auftrags der Kirche.
@Ministrant Vielleicht sollten sie lieber ihr Mundwerk geschlossen halten, wenn sie keinerlei Ahnung haben.
Ach lieber Ministrant, ich werde mir sicher nicht von Jüngelchen den Mund verbieten lassen, die das Nachbeten
von dummem Zeug für „Ahnung haben“ halten. MfG Christoph Heger
#30 Ministrant 08:20:03 | Donnerstag, 24. Januar 2008
@ Nachttischlampe RRR hat doch recht und für den Vergleich Piussekte – Pfarrer Saba braucht man sich
doch nicht schämen. Sabo ist ebenso wie die Piuspriester suspendiert, da bietet sich doch ein Vergleich
an, jedoch muss ich sagen Sabo ist NICHT exkommuniziert im Gegensatz zu den schismatischen Bischöfen
der Piussekte. Ich erinner nochmal an zwei Artikel der Vergangenheit von hier. Im Milingo Artikel stand,
dass unerlaubte Bischofsweihen einen SCHISMATISCHEN Akt darstellen, dies trifft auf die Piussekte zu.
Und hier im Artikel steht wenn suspendierte Priester Messen feiern, dann ist die auch ein schismatischer
Akt. @Dr. Heger Vielleicht sollten sie lieber ihr Mundwerk geschlossen halten, wenn sie keinerlei Ahnung
haben.
Die Amtshandlungen von Priestern, die nicht in der communio hierarchica mit dem Pontifex und den mit ihm
verbundenen Gliedern der Kirche stehen sind erfolgen in jedem Fall unerlaubt, weil sie der zur Erlaubtheit
erforderlichen konkret ausübbaren Hirtengewalt entbehren. Die Gültigkeit dieser Handlungen hängt aber
an der Weihegewalt, d. h. an der Gültigkeit des von diesen empfangenen Weihesakraments und ihrer Absicht
zu tun, was die Kirche tut. Wenn Priester also die Hl. Messe zelebrieren, tun sie das nach gültiger Weihe
und hinreichender Intention stets gültig. Auch die Gläubigen, die von ihnen die Sakramente empfangen,
empfangen diese gültig. Damit unterliegen die Amtshandlungen dieser Priester (weil unerlaubt, aber gültig)
auch nicht der Strafdrohung der cann. 1378 und 1379 CIC (simulierte Sakramentenspendung).
@ RRR Was soll’s? Auch die Messen der Piussekte sind illegal, jedenfalls nach kirchlichem Recht, und trotzdem
werden sie hier sogar beworben. Und doch sind sie dir wohl mehr ein Dorn im Auge.
MeRRRkwüRRRdig! Auch die Messen der Piussekte sind illegal, jedenfalls nach kirchlichem Recht, Merkwürdig!
Der Rüffel aus Rom für das Erzbistum Salzburg vor wohl einem Jahr meinte etwas anderes: Katholiken,
die Messen der FSSPX besuchen, würden kein Delikt begehen. Und wenn sie eine angemessen Spende zum Unterhalt
solcher Gelegenheiten geben würden, sei das auch in Ordnung. Die Autorität von anonymen RRRs müssen
wir wohl höher ansetzen als solche offiziellen Stellungnahmen vatikanischer Behörden. Oder? MfG Christoph
Heger
Illegal Am vergangenen Samstag hat der abgefallene Priester Franz Sabo von Röschenz in der Nachbargemeinde
Kleinlützel einen illegalen Gottesdienst veranstaltet. Was soll’s? Auch die Messen der Piussekte sind
illegal, jedenfalls nach kirchlichem Recht, und trotzdem werden sie hier sogar beworben.
Unglaublich! Also wenn ich das lese – fällt mir nichts mehr ein! Wenn ein Priester feststellt, dass er
sein Amt unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr ausüben kann – aus welchen Gründen auch immer –
dann sollte er in seiner Entscheidung auch konsequent sein, und keine Gottesdienste in katholischen Kirchen
mehr feiern. Und ich verstehe auch die Gemeinde nicht, die ihre Kirche dafür hergibt! Hier ist für mich
eine Grenze überschritten, die ich – und auch unsere Kirche – nicht akzeptieren kann. Abgesehen davon,
dass Priester sein mehr ist – wer einmal seine Arbeitsstelle gekündigt und den „Job“ aufgegeben hat,
kann doch auch in der freien Wirtschaft nicht erwarten, dass er zukünftig zwar für einen anderen Betrieb,
aber an der früheren Arbeitsstelle tätig sein kann?
Jetzt ist es schon eine unnatürliche Stimme der Vernunft … Wohin soll das noch führen? Wehe, wehe,
wenn ich an das Ende sehe … Aber, muß ich die gesammelten Werke lesen, bevor ichs verstehe? Ach, Halt!
Unvernunft ist ja gar nicht durch Verstehbarkeit definiert; das hat sie ja mit moderner Kunst gemein …
#21 Tridentinus 10:34:35 | Mittwoch, 23. Januar 2008
Independent Priests gibt’s natürlich auch in traditionalistischen Kreisen. Obwohl das rechtlich und letztlich
ekklesiologisch-dogmatisch ein Ding der Unmöglichkeit ist.
@ clarissa Aber, selbst wenn sie das sagen wollten, wissen wir immer noch nicht, was dann eine „unnatürliche
Person“ sein soll? Warum, es gibt doch auch eine unnatürliche Vernunft, sogar hier im Forum!
Ist es bei Ihnen auch hell genug? Was soll denn „unnatur“ sein? Wollen Sie damit sagen, andere Schreiber
seien keine natürlichen Personen? Aber, selbst wenn sie das sagen wollten, wissen wir immer noch nicht,
was dann eine „unnatürliche Person“ sein soll? Das Denken, ist laut Ludwig Wittgenstein, der Ansatz,
die Behexung des Verstandes durch die Mittel der Sprache zu überwinden. Dafür bedarf es aber, wie Ihr
Fall beweist, wohl einer gewissen „Grundhelligkeit“!
Ich sage es nochmal Wenn ich etwas falsches sage, dann weist es mir nach, wenn aber nicht, warum kritisiert
ihr mich. Da ausser Pöbeleien nichts passiert, ist es wohl wie damals vor dem Hohen Rat mit Jesus, ihr
wisst, dass ich die Wahrheit sage, aber sie passt euch nicht ins Konzept, darum belasst ihr es beim Pöbeln.
#15 Nachtlaterne 09:51:27 | Mittwoch, 23. Januar 2008
die stimme der unvernunft gebraucht… …das christus wort: …dann weise es mir nach“ ihnen kann man
noch so gut etwas nachweisen, sie wollen doch nur die schlammschlacht und freuen siich wenn sie wieder
einmal mehr lüge und perversionen verteidigen können. das gehört halt zu ihrer unnatur.
Nur einige Richtigstellungen: 1. Nach Auffassung der katholischen Theologie gibt es m. W. keine „Heiligen
Dinge“, denn solche wäre Fetische. Es gibt zwar Geräte, die durch ihre gottesdienstliche Verwendung
dem Profangebrauch entzogen sind, aber nicht, um etwas „Heiliges“ an oder in ihnen zu schützen, sondern
um das mit ihnen vollzogene Heilige zu schützen. 2. Die Ausübung eines geistlichen Amts setzt als notwendig
die Weihegewalt und als hinreichend die Kirchengewalt voraus. Akte der Weihegewalt ohne Hirtengewalt sind
daher gültig aber unerlaubt; Akte der Hirtengewalt one Weihegewalt sind ungültig und unerlaubt. 3. Obwohl
die protestantischen kirchlichen Gemeinschaften weder unverlierbare Weihegewalt, noch deren Differenzierung
von der Hirtengewalt kennen (die jemandem evtl. strafweise entzogen werden könnte), ist die Zahl ihrer
Irrlehren und sektiererischen Gemeinschaften Legion. Der Entzug bzw. die Rücknahme der unverlierbaren,
sakramental verliehenen Weihegewalt würde also wohl auch in der Kirche nicht dazu führen, daß sich
Kleriker dem Gehorsam entziehen.
@ Unvernunft Wenn ich etwas falsches sage, dann weise es mir nach, wenn aber nicht, warum kritisierst
du mich dann? Du forderst etwas unvernünftiges, aber das sind wir ja von dir gewohnt! Du vergleichst
hir Mistfliegenmaden mit Königstigern! Und der Sabo ist die Made, selbstgefällig frisst er sich für
lau,schmarotzend durch den Speck. Und nachweisen muss man dir garnichts, da kannst du meinentwegen fordernd
bis zum jüngsten Tag in deiner dunklen Ecke stehen.
#11 Nachtlaterne 09:18:29 | Mittwoch, 23. Januar 2008
stimme der unvernunft, hören sie doch einmal auuf geifernd zu lügen und irrtümer zu verbreiten. es
ist hinreichend bekannt, dass sie die unvernunft in person sind.
Hört Hört! Nach Ansicht der Redaktion begründet im Fall Sabo ein „schismatischer Akt“ einen Abfall
von der Kirche und man wird zur Sekte. Dass die Piusbrüder einen „schismatischen Akt“ begangen haben,
ist ja amtlich festgestellt. Also sind nach Auffassung der Redaktion die Piusbrüder eine unkatholische
Sekte. Das sollte nur mal festgehalten werden.
Und was ist mit dem hier erwähnten Diakon der direkt nach seiner Diakonsweihe in der Schwulensauna es
mit 4 Männer gleichzeitig getrieben hat? Der hatte den hl. Geist? Wie viel Spaltung und Irrlehren und
Krisen muss der Herr noch zulassen ehe seine Kirche wieder den wahren Weg zu ihm findet und nicht mehr
immer mehr zur Hure wird!
#4 Ministrant 08:57:35 | Mittwoch, 23. Januar 2008
@ HBR Mhm ja man kann den Heiligen Geist nicht auf jemanden herabrufen und wenn er sich gegen die Kirche
versündigt sagen, dass sich der Heilige Geist wieder verflüchtigt…naja vertrauen wir den Saba und
die Sektierer der Piussekte der Barmherzigkeit Gottes an und beten wir für ihre Bekehrung…
Eines ist schlimm… …und zwar, dass eine einmal ausgesprochene Priesterweihe auf Dauer gültig bleibt.
Sonst könnte die Kirche Abspalter wie Sabo oder die Lefebvre – Anhänger einfach wieder laisieren, was
bestimmt Eindruck auf so manche Sektierer machen würde.
#1 thaumaturgos 08:06:07 | Mittwoch, 23. Januar 2008
endlich … hetz.net sieht das sabo so sektiereisch ischt wie die anhänger des marcellus … eben, pius-sekte
man sollte ihnen in KATHOLISCHEN kirchen, wenn sie dort eindringen und proselyten machen wllen, auch kelch
und patene verweigern …