Samenspende
Sie sind zwischen 19 und 35 Jahre alt?
Für Studenten gibt es verschiedene Arbeitsangebote. Wer das falsche annimmt, könnte unter Umständen schon bald seinem eigenen Sohn in der Straßenbahn begegnen. Ohne es zu merken.
Auf dem Weg zur Samenspende
Auf dem Weg zur Samenspende
© Flickr-Benützer „Stefan Z.“, CC
(kreuz.net) Eine österreichische Webseite, die sich Studentenjobbörse nennt, hat kürzlich ein seltsames Angebot für einen Zusatzverdienst publiziert.

Es stammt von einer Privatklinik, die sich „Kinderwunschzentrum“ nennt und nach Samenspendern sucht:

„Helfen Sie kinderlosen Paaren, sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen“ – fleht die Firma in ihren Werbeunterlagen potentielle Mitarbeiter an.

Die Voraussetzungen sind ein Alter zwischen 19 und 35 Jahren:

„Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes beziehungsweise laufendes Hochschulstudium“.

Die Firma weist potentielle Samenspender darauf hin, daß es in deren Familie keine Erbkrankheiten geben darf. Ebenso darf der Sperma-Anbieter nicht an einer Infektionskrankheit leiden.

Er wird auch darauf hingewiesen, daß es nicht erlaubt ist, in Österreich in einem anderen Programm gleicher Art aktiv zu sein:

„Sie sind zuverlässig und nehmen dieses heikle Thema sehr ernst“ – wird der Jobsucher weiter ermahnt.

Unter dem Abschnitt „Was wir Ihnen bieten“ erklärt die Firma auf ihrer Webseite, daß es nach dem österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetz nicht erlaubt ist, für eine Samenspende zu bezahlen.

Es gibt aber ein Hintertürchen: „Wir können Ihnen jedoch eine Aufwandsentschädigung von 75 Euro pro Spende anbieten, wenn Sie in unser Programm aufgenommen werden.“

Als Kontaktperson bietet sich eine gewisse Simone S. an, die sich biomedizinische Analytikerin nennt.
      
26 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#26   Pascal123   11:22:04 | Montag, 28. Januar 2008
@Rächer
Leider stimmt das so nicht ganz. Jeder Organtransplantierte bekommt Medikamente, die die Abstoßungsreaktion des Körpers unterdrücken, und der Körper das neue Organ nicht als Fremdorgan abstösst.
Ansonsten bin ich voll auf Ihrer Linie.
Redaktion benachrichtigen
#25   Der Rächer mit dem Becher   00:39:09 | Sonntag, 27. Januar 2008
Oh mann…
Wenn sie es würden, dann müßten wir von Organtransplantationen gar nicht sprechen, nicht wahr? Wenn Gott wirklich wollte, daß wir Organe nicht austauschen können, dann hätte er uns auch keine Mittel ersinnen lassen, die Abstoßungsreaktion zu umgehen. Da wir dies können, ist Ihre These unzutreffend.
Redaktion benachrichtigen
#24   HeinrichvonOfterdingen   20:42:10 | Samstag, 26. Januar 2008
Lieber Rächer,
… wieso die fremden Organe grundsätzlich abgestoßen werden.
Werden sie nicht.
… wieder mal schlecht informiert oder was?
Redaktion benachrichtigen
#23   Der Rächer mit dem Becher   20:32:16 | Samstag, 26. Januar 2008
Ganz prima
wieso die fremden Organe grundsätzlich abgestoßen werden.
Werden sie nicht.
Nach demselben Muster dürften Sie auch nicht zum Arzt gehen, wenn Sie sichd as Bein gebrochen haben. Vielleicht ist es ja gottes Wille, daß Sie fortan mit gebrochenem Bein durch die Welt laufen!
Redaktion benachrichtigen
#22   Gotthard   20:21:24 | Samstag, 26. Januar 2008
@pneumat
man sollte wirklich überlegen, ob man bei einer Rhesus-Unverträglichkeit das Blut des Neugeborenen austauschen sollte … dem Schöpfer ins Handwerk gepfuscht. oder ?
Redaktion benachrichtigen
#21   pneumat   19:53:59 | Samstag, 26. Januar 2008
Kurt.K
„Mit diesem UNSINN verhindern Menschen wie Sie, dass es mehr Leute gibt, die Organe spenden“.
So rücksichtslos gegen die Göttliche Schöpfung! Man sollte es überlegen, wieso die fremden Organe grundsätzlich abgestoßen werden. Oder wird der Rücksichtslose dem Schöpfer Chauvinism vorwerfen?
Redaktion benachrichtigen
#20   HeinrichvonOfterdingen   18:02:32 | Samstag, 26. Januar 2008
Lieber Gunsenum,
die Organe werden Sterbenden entnommen.
Redaktion benachrichtigen
#19   Gunsenum   17:45:00 | Samstag, 26. Januar 2008
Selten so…
…einen Blödsinn über die Organentnahme gelesen. Sie wollen doch wohl nicht behaupten, daß Lebenden die ORgane entnommen werden? Sie haben ja einen kleinen Sprung in der Schüssel!
Redaktion benachrichtigen
#18   HeinrichvonOfterdingen   15:23:13 | Samstag, 26. Januar 2008
Aber Hallo, der Rächer mit
dem Sprung im Becher!
Redaktion benachrichtigen
#17   Der Rächer mit dem Becher   14:08:31 | Samstag, 26. Januar 2008
Aha…
Aber Sperma is okay? ^-^
Redaktion benachrichtigen
#16   HeinrichvonOfterdingen   14:01:33 | Samstag, 26. Januar 2008
Lieber Kurt K.,
zumindest ist es theoretisch so. Quasi die reine Lehre der Organentnehmer. Ich kenne eine Reihe von Ärzten, darunter immerhin zwei Chefärzte, die sagen ganz was anders. Insbesondere zur Messung der Hirnströme: wenn wir nix mehr messen, dann ist es keineswegs sicher, dass da nix mehr da ist.
Redaktion benachrichtigen
#15   Kurt K.   12:44:28 | Samstag, 26. Januar 2008
Defensor Fidei: Organspende…
Sie spenden ja nicht erst nachdem Sie gestorben sind, sondern schon davor. Der Tod tritt erst durch die Organentnahme ein.
Mit diesem UNSINN verhindern Menschen wie Sie, dass es mehr Leute gibt, die Organe spenden. Manche einfältige Menschen glauben Ihnen das nämlich vielleicht. Aber es ist falsch.
Wenn ein Organ entnommen wird, dann wird vorher geschaut, ob der Mensch, dem die Organe entnommen werden sollen, noch messbare Gehirnströme hat. Erst wenn er keine mehr aufweist, dann werden die Organe entnommen. Wenn jemand keine Hirnströme mehr hat, dann ists ausgeschlossen, dass er weiterlebt. Klar, wenn man ihn beatmet und mit Nahrung versorgt, dann kann man seinen Körper eventuell (kommt auf die Hirntodursache an) noch jahrelang am funktionieren halten. Dennoch ist der Mensch da schon tot.
Ausserdem ist diese Art der Organentnahme eher selten: Also dass jemand an Apparaten hängt und mehr oder weniger friedlich im Krankenhaus stirbt. Die meisten Organentnahmen finden nach tödlichen (Verkerhs-)Unfällen statt, bei dennen der Spender nicht nur keine Hirnströme mehr hat, sondern gar keine Lebensfunktionen mehr (kein Puls, keine Atmung, keine Ströme. Tot eben.) Je nach Organ ist die Zeitspanne in der es noch weiter genutzt werden kann, unterschiedlich lang.
Ich find ja, man sollte es anderrum regeln: Wer NICHT spenden will, brauchte einen Nicht-Spender-Ausweis. In manchen Ländern ists so.
Redaktion benachrichtigen
#14   PhilomenaWolkenstein   12:35:09 | Samstag, 26. Januar 2008
fehlt was
Bei dem Spruch fehlt was:
Don’t take your organs to heavan, heavan knows, we need them here.
Die Lösung, daß in Österreich jeder Organspender ist, so er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerspricht, ist die beste, die es gibt.
Redaktion benachrichtigen
#13   timpressum †   00:34:42 | Samstag, 26. Januar 2008
Spendet
Blutspende ist auch eine Organspende!
Und. „don’t take your organs to heaven – we need them here!“
Ein hirntoter Mensch ist kein lebendiger Mensch mehr, da sein Bewußtsein erloschen ist und er ohne lebensverlängernde Apparate sowieso sterben würde.
PS:
Heute starb mein ungeborener Sohn Kurt in einem wüsten Handgemenge! Ich bitte um Beileidsbekundungen!
:-D
Redaktion benachrichtigen
#12   Benedikt   23:32:07 | Freitag, 25. Januar 2008
?????
Jetzt auch noch Stellenangebote? Es wird immer schöner…
Redaktion benachrichtigen
#11   student   23:27:07 | Freitag, 25. Januar 2008
@Florian Geyer
Da kann ich sie beruhigen, als Geographie-Student mit zugegeben keinen erstklassigen aber guten Noten und kurz vor dem Studienabschluss erfülle ich die Kriterien.
Nicht traurig sein dass sie nie eine höhere Schule von innen gesehen haben :-(
Die Sache mit der Organspende ist ein bischen komplzierter, tatsächlich werden die noch lebenden Organe entnommen, allerdings ja erst nach dem Hirntot oder so ähnlich…
Habe mir da noch keinen Ausweis für besorgt, helfe lieber mit meinem Blut.
Das ist wenigstens schon mehr als die ganzen Gitspritzen hier machen und meiner Meinung nach in gottes Augen mehr wert als Bibelstellen zu zitieren.
Redaktion benachrichtigen
#10   HBR   22:43:55 | Freitag, 25. Januar 2008
Das ist genau meine Zielgruppe^^
…Nur weiß ich nicht sorecht, ob das mit den katholischen Statuten vereinbar wäre. Ich glaube mal eher nicht O:)
Redaktion benachrichtigen
#9   HeinrichvonOfterdingen   22:43:34 | Freitag, 25. Januar 2008
Lieber defensor fidei,
Niemand hat das Recht auf die Organe eines sterbenden Menschen!
… nur mal so eine Frage. Ist das immer so? Bei einer Hornhaut“spende“ würde der Sterbende, bei dem ja entnommen wird, in dem unwahrscheinlichen Fall er doch überlebte, zwar blind sein, sein Überleben wäre aber nicht prinzipiell gefährdet. Kann man da eine Ausnahme machen?
Redaktion benachrichtigen
#8   Defensor Fidei   22:31:42 | Freitag, 25. Januar 2008
@ Protestant
Ich spende auch Blut!
Löblich!
Außerdem bin ich Organspender – d.h.Nächstenliebe über den Tod hinaus!
Ob die Formulierung „über den Tod hinaus“ zutrifft, ist ja gerade die Frage bei der Organspende. Sie spenden ja nicht erst nachdem Sie gestorben sind, sondern schon davor. Der Tod tritt erst durch die Organentnahme ein.
Aber das ist bei diesen Leuten hier ja nicht üblich…!
Wer die Organentnahme somit ablehnt, weil er auch den Suizid oder die aktive Sterbehilfe ablehnt, der handelt nicht egoistisch, sondern hält sich an die Gebote Gottes. Niemand hat das Recht auf die Organe eines sterbenden Menschen!
Redaktion benachrichtigen
#7   Protestant   22:22:20 | Freitag, 25. Januar 2008
@student
Ich spende auch Blut!Außerdem bin ich Organspender- d.h.Nächstenliebe über den Tod hinaus! Aber das ist bei diesen Leuten hier ja nicht üblich…!
Redaktion benachrichtigen
#6   Florian Geyer   22:21:27 | Freitag, 25. Januar 2008
student
die frage ist ob sie zur samenspende zugelassen würden da es sollte sich doch um reproduktionswürdiges „material“ mit etwas marktwert handeln sollte
l.g.
Redaktion benachrichtigen
#5   student   22:18:23 | Freitag, 25. Januar 2008
Da lieg ich ja voll in der zielgruppe *g*
Na für Kreuznattern gibts nur eins: ab ins Ehebett, Licht aus (ganz wichtig) und dann gehts los aber natürlich in Missionarsstellung, schon wenn das Weibe oben sitzt ist es ein Graus :-D :-D
Ich spende mit meiner Freundin zusammen aber trotzdem lieber von Zeit zu Zeit Blut, nicht dass es sich vom Geld her lohnt aber man tut was gutes.
Redaktion benachrichtigen
#4   Gunsenum   21:36:36 | Freitag, 25. Januar 2008
@rächer
Jooo…alles easy going :-)
Ich bin nur noch nicht so ganz dahintergekommen, was kreuz.net kritisieren will…
a) Das man mehr oder weniger Selbstbefriedigung für das Produkt üben muß? (Aber es dient doch der Zeugung menschlichen Lebens!)
b) Das hier die Potenz geschaffen wird, Kinder ins Leben zu bringen? (Jaja, aber dann gegen Abtreibung sein!)
oder c) Einfach nur mal wieder dummpöbeln wollte!
Redaktion benachrichtigen
#3   SignumSalutis †   21:15:39 | Freitag, 25. Januar 2008
@ Rächer
… also, du findest das alles toll. Sag mal: was hast’n du in deinem Becher???
Redaktion benachrichtigen
#2   Der Rächer mit dem Becher   21:03:22 | Freitag, 25. Januar 2008
Eben,
ist doch was gutes: Der Student verdient sich n bisschen dazu und die Ehepaare können endlich ein Kind kriegen. Ist doch alles super.
Redaktion benachrichtigen
#1   Gunsenum   19:46:37 | Freitag, 25. Januar 2008
Das ist doch nett…
Lassen Sie junge Männern, die im Studium, so zwischen ihrem 19. und 30. Lebensjahr auf dem Höhepunkt ihrer Potenz stehen doch den Spaß…
Sie verschleudern ihre Kinder doch nicht unter der Hand, indem sie einen Becher mit ihren Erbanlagen füllen!
Wo ist ihr Problem?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
GentechnikVoll daneben PhysikStärker als ein Radiosender ForschungGottlosigkeit ist abnormal Für immer ein KindGrüße von Frankenstein GentechnikGeisteskrankheiten nehmen stark zu GentechnikDer Kardinal sorgt sich um alles Gentechnik„Bereiten Sie sich vor, ferngesteuert zu werden. Ich wurde es.“ GentechnikEin Sohlenfänger GentechnikDas Gespenst der Unfruchtbarkeit Gentechnik„Der Braten ist fertig, dreh ihn um und iß“ GentechnikMaterialist auf der Suche nach dem „Glaubens-Gen“
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net