Für Studenten gibt es verschiedene Arbeitsangebote. Wer das falsche annimmt, könnte unter Umständen schon bald seinem eigenen Sohn in der Straßenbahn begegnen. Ohne es zu merken.
(kreuz.net) Eine österreichische Webseite, die sich Studentenjobbörse nennt, hat kürzlich ein seltsames
Angebot für einen Zusatzverdienst publiziert.
Es stammt von einer Privatklinik, die sich „Kinderwunschzentrum“
nennt und nach Samenspendern sucht:
„Helfen Sie kinderlosen Paaren, sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen“ –
fleht die Firma in ihren Werbeunterlagen potentielle Mitarbeiter an.
Die Voraussetzungen sind ein Alter
zwischen 19 und 35 Jahren:
„Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes beziehungsweise
laufendes Hochschulstudium“.
Die Firma weist potentielle Samenspender darauf hin, daß es in deren Familie
keine Erbkrankheiten geben darf. Ebenso darf der Sperma-Anbieter nicht an einer Infektionskrankheit leiden.
Er wird auch darauf hingewiesen, daß es nicht erlaubt ist, in Österreich in einem anderen Programm
gleicher Art aktiv zu sein:
„Sie sind zuverlässig und nehmen dieses heikle Thema sehr ernst“ – wird
der Jobsucher weiter ermahnt.
Unter dem Abschnitt „Was wir Ihnen bieten“ erklärt die Firma auf ihrer
Webseite, daß es nach dem österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetz nicht erlaubt ist, für eine
Samenspende zu bezahlen.
Es gibt aber ein Hintertürchen: „Wir können Ihnen jedoch eine Aufwandsentschädigung
von 75 Euro pro Spende anbieten, wenn Sie in unser Programm aufgenommen werden.“
Als Kontaktperson bietet
sich eine gewisse Simone S. an, die sich biomedizinische Analytikerin nennt.
Email-Adressen der Empfänger
26 Lesermeinungen
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@Rächer Leider stimmt das so nicht ganz. Jeder Organtransplantierte bekommt Medikamente, die die Abstoßungsreaktion
des Körpers unterdrücken, und der Körper das neue Organ nicht als Fremdorgan abstösst. Ansonsten bin
ich voll auf Ihrer Linie.
Oh mann… Wenn sie es würden, dann müßten wir von Organtransplantationen gar nicht sprechen, nicht
wahr? Wenn Gott wirklich wollte, daß wir Organe nicht austauschen können, dann hätte er uns auch keine
Mittel ersinnen lassen, die Abstoßungsreaktion zu umgehen. Da wir dies können, ist Ihre These unzutreffend.
Ganz prima wieso die fremden Organe grundsätzlich abgestoßen werden. Werden sie nicht. Nach demselben
Muster dürften Sie auch nicht zum Arzt gehen, wenn Sie sichd as Bein gebrochen haben. Vielleicht ist
es ja gottes Wille, daß Sie fortan mit gebrochenem Bein durch die Welt laufen!
@pneumat man sollte wirklich überlegen, ob man bei einer Rhesus-Unverträglichkeit das Blut des Neugeborenen
austauschen sollte … dem Schöpfer ins Handwerk gepfuscht. oder ?
Kurt.K „Mit diesem UNSINN verhindern Menschen wie Sie, dass es mehr Leute gibt, die Organe spenden“. So
rücksichtslos gegen die Göttliche Schöpfung! Man sollte es überlegen, wieso die fremden Organe grundsätzlich
abgestoßen werden. Oder wird der Rücksichtslose dem Schöpfer Chauvinism vorwerfen?
Selten so… …einen Blödsinn über die Organentnahme gelesen. Sie wollen doch wohl nicht behaupten,
daß Lebenden die ORgane entnommen werden? Sie haben ja einen kleinen Sprung in der Schüssel!
Lieber Kurt K., zumindest ist es theoretisch so. Quasi die reine Lehre der Organentnehmer. Ich kenne eine
Reihe von Ärzten, darunter immerhin zwei Chefärzte, die sagen ganz was anders. Insbesondere zur Messung
der Hirnströme: wenn wir nix mehr messen, dann ist es keineswegs sicher, dass da nix mehr da ist.
Defensor Fidei: Organspende… Sie spenden ja nicht erst nachdem Sie gestorben sind, sondern schon davor.
Der Tod tritt erst durch die Organentnahme ein. Mit diesem UNSINN verhindern Menschen wie Sie, dass es
mehr Leute gibt, die Organe spenden. Manche einfältige Menschen glauben Ihnen das nämlich vielleicht.
Aber es ist falsch. Wenn ein Organ entnommen wird, dann wird vorher geschaut, ob der Mensch, dem die Organe
entnommen werden sollen, noch messbare Gehirnströme hat. Erst wenn er keine mehr aufweist, dann werden
die Organe entnommen. Wenn jemand keine Hirnströme mehr hat, dann ists ausgeschlossen, dass er weiterlebt.
Klar, wenn man ihn beatmet und mit Nahrung versorgt, dann kann man seinen Körper eventuell (kommt auf
die Hirntodursache an) noch jahrelang am funktionieren halten. Dennoch ist der Mensch da schon tot. Ausserdem
ist diese Art der Organentnahme eher selten: Also dass jemand an Apparaten hängt und mehr oder weniger
friedlich im Krankenhaus stirbt. Die meisten Organentnahmen finden nach tödlichen (Verkerhs-)Unfällen
statt, bei dennen der Spender nicht nur keine Hirnströme mehr hat, sondern gar keine Lebensfunktionen
mehr (kein Puls, keine Atmung, keine Ströme. Tot eben.) Je nach Organ ist die Zeitspanne in der es noch
weiter genutzt werden kann, unterschiedlich lang. Ich find ja, man sollte es anderrum regeln: Wer NICHT
spenden will, brauchte einen Nicht-Spender-Ausweis. In manchen Ländern ists so.
fehlt was Bei dem Spruch fehlt was: Don’t take your organs to heavan, heavan knows, we need them here.
Die Lösung, daß in Österreich jeder Organspender ist, so er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widerspricht,
ist die beste, die es gibt.
#13 timpressum † 00:34:42 | Samstag, 26. Januar 2008
Spendet Blutspende ist auch eine Organspende! Und. „don’t take your organs to heaven – we need them here!“
Ein hirntoter Mensch ist kein lebendiger Mensch mehr, da sein Bewußtsein erloschen ist und er ohne lebensverlängernde
Apparate sowieso sterben würde. PS: Heute starb mein ungeborener Sohn Kurt in einem wüsten Handgemenge!
Ich bitte um Beileidsbekundungen!
@Florian Geyer Da kann ich sie beruhigen, als Geographie-Student mit zugegeben keinen erstklassigen aber
guten Noten und kurz vor dem Studienabschluss erfülle ich die Kriterien. Nicht traurig sein dass sie
nie eine höhere Schule von innen gesehen haben Die Sache mit der Organspende ist ein bischen komplzierter,
tatsächlich werden die noch lebenden Organe entnommen, allerdings ja erst nach dem Hirntot oder so ähnlich…
Habe mir da noch keinen Ausweis für besorgt, helfe lieber mit meinem Blut. Das ist wenigstens schon mehr
als die ganzen Gitspritzen hier machen und meiner Meinung nach in gottes Augen mehr wert als Bibelstellen
zu zitieren.
Lieber defensor fidei, Niemand hat das Recht auf die Organe eines sterbenden Menschen! … nur mal so
eine Frage. Ist das immer so? Bei einer Hornhaut“spende“ würde der Sterbende, bei dem ja entnommen wird,
in dem unwahrscheinlichen Fall er doch überlebte, zwar blind sein, sein Überleben wäre aber nicht prinzipiell
gefährdet. Kann man da eine Ausnahme machen?
@ Protestant Ich spende auch Blut! Löblich! Außerdem bin ich Organspender – d.h.Nächstenliebe über
den Tod hinaus! Ob die Formulierung „über den Tod hinaus“ zutrifft, ist ja gerade die Frage bei der Organspende.
Sie spenden ja nicht erst nachdem Sie gestorben sind, sondern schon davor. Der Tod tritt erst durch die
Organentnahme ein. Aber das ist bei diesen Leuten hier ja nicht üblich…! Wer die Organentnahme somit
ablehnt, weil er auch den Suizid oder die aktive Sterbehilfe ablehnt, der handelt nicht egoistisch, sondern
hält sich an die Gebote Gottes. Niemand hat das Recht auf die Organe eines sterbenden Menschen!
@student Ich spende auch Blut!Außerdem bin ich Organspender- d.h.Nächstenliebe über den Tod hinaus!
Aber das ist bei diesen Leuten hier ja nicht üblich…!
#6 Florian Geyer 22:21:27 | Freitag, 25. Januar 2008
student die frage ist ob sie zur samenspende zugelassen würden da es sollte sich doch um reproduktionswürdiges
„material“ mit etwas marktwert handeln sollte l.g.
Da lieg ich ja voll in der zielgruppe *g* Na für Kreuznattern gibts nur eins: ab ins Ehebett, Licht aus
(ganz wichtig) und dann gehts los aber natürlich in Missionarsstellung, schon wenn das Weibe oben sitzt
ist es ein Graus Ich spende mit meiner Freundin zusammen aber trotzdem lieber von Zeit zu Zeit Blut,
nicht dass es sich vom Geld her lohnt aber man tut was gutes.
@rächer Jooo…alles easy going Ich bin nur noch nicht so ganz dahintergekommen, was kreuz.net kritisieren
will… a) Das man mehr oder weniger Selbstbefriedigung für das Produkt üben muß? (Aber es dient doch
der Zeugung menschlichen Lebens!) b) Das hier die Potenz geschaffen wird, Kinder ins Leben zu bringen?
(Jaja, aber dann gegen Abtreibung sein!) oder c) Einfach nur mal wieder dummpöbeln wollte!
Das ist doch nett… Lassen Sie junge Männern, die im Studium, so zwischen ihrem 19. und 30. Lebensjahr
auf dem Höhepunkt ihrer Potenz stehen doch den Spaß… Sie verschleudern ihre Kinder doch nicht unter
der Hand, indem sie einen Becher mit ihren Erbanlagen füllen! Wo ist ihr Problem?