Nachdem er im Jahr 2003 in die Schlagzeilen geriet, hat er jetzt vor der Presse verkündigt, ein neues Leben beginnen zu wollen.
Artikel aus dem Jahr 2003 im ‘Westdeutschen Rundfunk’: Kardinal Meisner von Köln nennt Hw. Kroll einen „Rebellenpriester“
(kreuz.net, Ingostadt) Hw. Bernhard Kroll (46) wird im Sommer Stadtjugendseelsorger in Ingolstadt in der
Diözese Eichstätt. Das berichtete die Pressestelle des Bistums am 20. Januar.
Ingolstadt befindet sich
27 Kilometer südöstlich von Eichstätt.
Neben dem Jugendapostolat wird Hw. Kroll auch seelsorgliche
Aufgaben in der Ingolstädter Pfarrei St. Anton übernehmen.
Als Stadtjugendseelsorger tritt Hw. Kroll
die Nachfolge von Pfarrer Stefan Göller an. Dieser war im August völlig überraschend im Alter von 46
Jahren verstorben.
Hw. Kroll wurde 1995 zum Priester für die Diözese Eichstätt geweiht.
Nach drei
Kaplansjahren wurde er 1998 zum Pfarrer in Dietenhofen-Großhabersdorf – neunzig Kilometer südöstlich
von Eichstätt – ernannt.
Von 2000 bis 2003 war er auch Geistlicher Leiter im Diözesanverband der ‘Katholische
Junge Gemeinde’.
Im Jahr 2003 machte er Schlagzeilen, als er beim ersten Ökumenischen Kirchentag in
Berlin in unerlaubterweise an einer evangelischen Abendmahlfeier mitwirkte.
Deswegen wurde dem Geistlichen
vom damaligen Bischof von Eichstätt, Mons. Walter Mixa, eine Besinnungszeit auferlegt.
Hw. Kroll trat
als Pfarrer zurück und begann an der Ingolstädter Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie ein Studium der
Betriebswirtschaftslehre.
In dieser Zeit übernahm er immer wieder Aushilfen.
Nach Abschluß des Studiums
kehrte Hw. Kroll in die Seelsorge zurück. Seit dem 1. November 2007 ist er Kaplan in der Pfarrei St.
Johannes in Neumarkt – 66 Kilometer nordöstlich von Eichstätt.
Diese Aufgabe wird er noch bis Sommer
wahrnehmen.
Vor der Tageszeitung ‘Neuburger Rundschau’ erklärte Hw. Kroll, daß seine Umtriebe im Jahr
2003 für ihn Vergangenheit seien:
„Das ist lange her. Für mich ist das Thema abgeschlossen.“
Email-Adressen der Empfänger
18 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Alkuin In der Tat muss unsere Kirche sich anders verhalten als in jedem anderem Betrieb (z.B. Nokia).
Wir, als Christen müssen anders sein als diese egomanische Gesellschaft. Sehr richtig. Und Bischof Mixa
hatte das 2003 auf vorbildliche Weise getan. Keine Suspendierung, Gehaltsfortzahlung, Studienmöglichkeit,
etc… Glücklicherweise hat Pfarrer Kroll nach seinem umstrittenen Interview mit Leugnung des katholischen
Eucharistieverständnisses schnell eingelenkt. Darum wäre es jetzt auch nur ein kleiner Aufwand, wenn
er in aller Form seine Distanzierung von seinem Fehler bekräftigt, damit das auch heut all denen klar
ist, bei denen er die katholische Lehre von der Eucharistie nun zu vertreten hat. Und vielleicht sollte
es ihm die Bistumsleitung nicht dadurch schwer machen, ihn zu einem Jugendpfarrer gerade bei denen zu
machen, die ihn für seine „Ordnungswidrigkeit“ haben hochleben lassen.
@Ratibor „In jedem anderen Betrieb hätte jemand für einen solchen Akt betriebsschädigendem Verhaltens
die fristlose Kündigung erhalten und wäre schon am nächsten Tag auf der Straße gestanden, ohne dass
das irgendwen gejuckt hätte. Jaja, aber die böse böse Kirche“ In der Tat muss unsere Kirche sich anders
verhalten als in jedem anderem Betrieb (z.B. Nokia). Wir, als Christen müssen anders sein als diese egomanische
Gesellschaft. Man muss auch unterscheiden zwischen ein Verbrechen und ein Ordnungswiedrichkeit.
@timpressum, Eine Spekulation Sie schätzen es als falsch relationiert ein, einen Pädophiliefall scheinbar
milder zu handhaben, als einen Verstoß gegen die kirchliche Vorschriften zur Eucharistie. Könnte es
nicht sein, dass erstere Verfehlung etwa im Range einer Todsünde und die zweitere etwa im Range einer
Sünde wider den Heiligen Geist einzuordnen ist. Dann wäre die Wahl der Relation der Sanktionen erklärbar.
Es gibt da ja auch so etwas wie Dummheit in unserer Kirche … Und ich nenne es Dummheit, einen Priester
mit der Vorgeschichte, Geisteshaltung und dem Mangel an Loyalität zum Jugendpfarrer zu machen.
Es gibt da ja auch so etwas wie Barmherzigkeit in unserer Kirche … Die Barmherzigkeit der Kirche, der
Leib Christi, soll und muss die unendliche und bedingungslose Barmherzigkeit Gottes zeigen. Leider verfügen
wir Menschen nur in Ausnahmefällen über die Gabe dieses zu tun.
@timpressum Äpfel mit Birnen zu vergleichen hat noch nie eine Diskussion gefördert. Außerdem frage
ich mich, was an der Behandlung Pfarrer Krolls „rigide“ gewesen sein soll? Die Wahrheit sieht anders aus:
Viele Gespräche, viele gebaute Brücken von Seiten Mixas. Dann, nachdem ein ziviler Job in mehreren Stellen
(selbst nach finanziertem Zweitstudium) nicht klappte, Rückkehrmöglichkeit in die Seelsorge. Wenn das
nicht großzügig und zuvorkommend ist. In jedem anderen Betrieb hätte jemand für einen solchen Akt
betriebsschädigendem Verhaltens die fristlose Kündigung erhalten und wäre schon am nächsten Tag auf
der Straße gestanden, ohne dass das irgendwen gejuckt hätte. Jaja, aber die böse böse Kirche …
#10 timpressum † 12:59:10 | Montag, 28. Januar 2008
Tiefpunkt? Mag sein, daß es hart klingt, aber der Umgang mit Priestern, die Kinder missbrauchen, ist
nicht so rigide wie der Umgang mit Priestern die in irgendeiner Weise in ökumenischen Zusammenhängen
zum Tisch des Herrn gehen. Erstere werden ja sogar der weltlichen Gerichtsbarkeit entzogen, wenn es eben
möglich ist… Letztere nehmen die Einladung des Herrn an und werden dafür von einer Institution abgestraft.
Es mag ja sehr subjektiv klingen, was für mich schlimmer ist. Letzlich wird Gott drüber richten, wer
seinem Nächsten Schaden zugefügt hat… PS: Der Vorwurf, ein „Kinderficker“ zu sein, geht mir meilenweit
am Ohr vorbei
Die Verbandsjugend jubelt Interessant ist, dass sich mit der neuerlichen Pressemeldung die Pressestelle
Eichstätt selbst korrigiert. In der ersten Verlautbarung hat man die Ereignisse vom ÖKT schlichtweg
ausgelassen (totgeschwiegen?). Bei der KJG knallen die Sektkorken – ihre Symbolfigur ist wieder in Amt
und Würden und kann weiter ihre „ökumenischen“ Thesen verbreiten. Und die Bistumsleitung lacht sich
eins, hat man auf diese Art und Weise dem früheren Chef noch eins ausgewischt. Außerdem gilt: Nicht
das, was Bischöfe und Prälaten auf totem Papier über den eucharistischen Glauben von sich geben, sondern
wie sie ihn in der Praxis verteidigen und fördern – daran werden sie gemessen. Unsere Jugend ist ja bloß
die Kirche von morgen – denen kann man die theologische Unschärfe in Person schon zumuten.
Absoluter Tiefpunkt @timpressum Das es im Forum immer wieder zu verbalen Entgleisungen kommt liegt in
der Natur der Sache. Was allerdings timpressum von sich gegeben hat ist bisher der absolute Tiefpunkt!
Man könnte fast Glauben er selber gehört zur Fraktion der ‘‘Kinderfiker’’. Ich selber bin keineswegs
ein Freund des zerstörerischen Ökumenismuses. Aber Kinderschänderei damit zu vergleichen ist der Gipfel
der Geschmacklosigkeit. Zum Fall Kroll ein Zitat von Johannes Calvin : ‘‘Draußen vor der Kirche sind
viele Schafe und drinnen viele Wölfe ‘’.
Er hat zumindest eine Chance verdient @Alkuin: Sehr richtig: mal sehen, was er draus macht und nicht –
wie Tilly – schon wieder draufhauen. Wenn Kroll angibt, die Vergangenheit sei für ihn abgeschlossen,
dann sollte man ihm zumindest eine Chance geben. Es gibt da ja auch so etwas wie Barmherzigkeit in unserer
Kirche … @timpressum: Ihr Fazit ist hart formuliert, aber es ist was dran … Im Übrigen stellt das
Bistum Eichstätt ganz aktuell auf seiner Homepage einiges klar über falsche Berichterstattungen in den
Medien bzgl. der Wiedereinsetzung von Pfarrer Kroll als Jugendseelsorger in Ingolstadt. Darin wird u.A.
klargestellt, dass er NICHT von Bischof Mixa suspendiert wurde, sondern er selbst den Verzicht auf die
Pfarreien eingereicht hat. Hier der Link auf die Bistumsseite: www.bistum-eichstaett.de/…ldungen/mehrdazu.htm
Im Übrigen liegt – wie im Artikel oben beschrieben – Dietenhofen-Großhabersdorf nicht 90 km südöstlich
von Eichstätt, denn da wären wir schon im Raum Freising-Landshut. Dietenhofen-Großhabersdorf befindet
sich ca. 80m nordwestlich von Eichstätt. Dies ist zwar nur eine Nebensächlichkeit, aber da sich auf
dieser Webseite ja soviele Erbenszähler tummeln, denen es um nichts als die Wahrheit geht …
@Tilly Ich denke das Bischof Gregor Maria Hanke keine Freude an dem Ei haben wird was ihm sein Vorgänger
hinterlassen hat. Tja, aber Bischof Hanke hat ihn in seinen neuen Job eingesetzt. Und zumindest in diesem
Fall kann man wohl sicher behaupten: Der Bischof wusste genau, was er da tut.
Faules Ei Eine Schande und ein Unding das solch ein ‘‘Priester’’ wieder los gelassen wird. Bischof Mixa
hätte ihn gleich rausschmeißen sollen! Ich denke das Bischof Gregor Maria Hanke keine Freude an dem
Ei haben wird was ihm sein Vorgänger hinterlassen hat.
#2 timpressum † 11:39:43 | Montag, 28. Januar 2008
Ich fasse mal zusammen… Wenn im Bistum Regensburg ein als pädophil bekannter Priester wieder „auf die
Jugend losgelassen wird“, wird ein verantwortungsloser „Bischof“ wie der Müller mit Zähnen und Klauen
verteidigt. Wenn jemand an einer evangelischen Eucharistiefeier teilnimmt, ist es verantwortungslos, diesen
wieder „auf die Jugend loszulassen“. Fazit: Ökumene ist schlimmer als Kinderficken!