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Montag, 28. Januar 2008 11:01
Auf die Jugend losgelassen
Nachdem er im Jahr 2003 in die Schlagzeilen geriet, hat er jetzt vor der Presse verkündigt, ein neues Leben beginnen zu wollen.
Artikel aus dem Jahr 2003 im 'Westdeutschen Rundfunk': Kardinal Meisner von Köln nennt Hw. Kroll einen "Rebellenpriester"
Artikel aus dem Jahr 2003 im ‘Westdeutschen Rundfunk’: Kardinal Meisner von Köln nennt Hw. Kroll einen „Rebellenpriester“
(kreuz.net, Ingostadt) Hw. Bernhard Kroll (46) wird im Sommer Stadtjugendseelsorger in Ingolstadt in der Diözese Eichstätt. Das berichtete die Pressestelle des Bistums am 20. Januar.

Ingolstadt befindet sich 27 Kilometer südöstlich von Eichstätt.

Neben dem Jugendapostolat wird Hw. Kroll auch seelsorgliche Aufgaben in der Ingolstädter Pfarrei St. Anton übernehmen.

Als Stadtjugendseelsorger tritt Hw. Kroll die Nachfolge von Pfarrer Stefan Göller an. Dieser war im August völlig überraschend im Alter von 46 Jahren verstorben.

Hw. Kroll wurde 1995 zum Priester für die Diözese Eichstätt geweiht.

Nach drei Kaplansjahren wurde er 1998 zum Pfarrer in Dietenhofen-Großhabersdorf – neunzig Kilometer südöstlich von Eichstätt – ernannt.

Von 2000 bis 2003 war er auch Geistlicher Leiter im Diözesanverband der ‘Katholische Junge Gemeinde’.

Im Jahr 2003 machte er Schlagzeilen, als er beim ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin in unerlaubterweise an einer evangelischen Abendmahlfeier mitwirkte.

Deswegen wurde dem Geistlichen vom damaligen Bischof von Eichstätt, Mons. Walter Mixa, eine Besinnungszeit auferlegt.

Hw. Kroll trat als Pfarrer zurück und begann an der Ingolstädter Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre.

In dieser Zeit übernahm er immer wieder Aushilfen.

Nach Abschluß des Studiums kehrte Hw. Kroll in die Seelsorge zurück. Seit dem 1. November 2007 ist er Kaplan in der Pfarrei St. Johannes in Neumarkt – 66 Kilometer nordöstlich von Eichstätt.

Diese Aufgabe wird er noch bis Sommer wahrnehmen.

Vor der Tageszeitung ‘Neuburger Rundschau’ erklärte Hw. Kroll, daß seine Umtriebe im Jahr 2003 für ihn Vergangenheit seien:

„Das ist lange her. Für mich ist das Thema abgeschlossen.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 18 Lesermeinungen:
Mittwoch, 30. Januar 2008 16:16
Gotthard: Weil diese Ernennung sooooooooo schrecklich ist,…
… kommt gleich ein zweiter Artikel hinterher:

http://www.kreuz.net/article.6601.html
Dienstag, 29. Januar 2008 20:52
kath.Sachs †: Jugendsünden
„Wer von euch ohne sünde ist, werfe den ersten Stein!“
Montag, 28. Januar 2008 18:44
Ratibor: @Alkuin
In der Tat muss unsere Kirche sich anders verhalten als in jedem anderem Betrieb (z.B. Nokia). Wir, als Christen müssen anders sein als diese egomanische Gesellschaft.
Sehr richtig. Und Bischof Mixa hatte das 2003 auf vorbildliche Weise getan. Keine Suspendierung, Gehaltsfortzahlung, Studienmöglichkeit, etc… Glücklicherweise hat Pfarrer Kroll nach seinem umstrittenen Interview mit Leugnung des katholischen Eucharistieverständnisses schnell eingelenkt.

Darum wäre es jetzt auch nur ein kleiner Aufwand, wenn er in aller Form seine Distanzierung von seinem Fehler bekräftigt, damit das auch heut all denen klar ist, bei denen er die katholische Lehre von der Eucharistie nun zu vertreten hat.

Und vielleicht sollte es ihm die Bistumsleitung nicht dadurch schwer machen, ihn zu einem Jugendpfarrer gerade bei denen zu machen, die ihn für seine „Ordnungswidrigkeit“ haben hochleben lassen.
Montag, 28. Januar 2008 15:34
Alkuin: @Ratibor
„In jedem anderen Betrieb hätte jemand für einen solchen Akt betriebsschädigendem Verhaltens die fristlose Kündigung erhalten und wäre schon am nächsten Tag auf der Straße gestanden, ohne dass das irgendwen gejuckt hätte. Jaja, aber die böse böse Kirche“

In der Tat muss unsere Kirche sich anders verhalten als in jedem anderem Betrieb (z.B. Nokia). Wir, als Christen müssen anders sein als diese egomanische Gesellschaft.

Man muss auch unterscheiden zwischen ein Verbrechen und ein Ordnungswiedrichkeit.
Montag, 28. Januar 2008 14:59
Lorenz: @timpressum, Eine Spekulation
Sie schätzen es als falsch relationiert ein, einen Pädophiliefall scheinbar milder zu handhaben, als einen Verstoß gegen die kirchliche Vorschriften zur Eucharistie.

Könnte es nicht sein, dass erstere Verfehlung etwa im Range einer Todsünde und die zweitere etwa im Range einer Sünde wider den Heiligen Geist einzuordnen ist. Dann wäre die Wahl der Relation der Sanktionen erklärbar.
Montag, 28. Januar 2008 13:39
Ratibor: Es gibt da ja auch so etwas wie Dummheit in unserer Kirche …
Und ich nenne es Dummheit, einen Priester mit der Vorgeschichte, Geisteshaltung und dem Mangel an Loyalität zum Jugendpfarrer zu machen.
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