Ist das gut?
Während die Generalkongregation der Jesuiten in Rom über den neuen Generaloberen und die Zukunft des Ordens berieten, veröffentlichte ein Jesuitenpater in den USA einen Artikel über die Frauenordination.
(kreuz.net) Frauen nehmen in vielen Bereichen der Kirche der Vereinigten Staaten Führungspositionen ein.
Das erklärte Pater Raymond A. Schroth, Professor für Journalistik an der Loyola Universität in New Orleans, am 17. Januar in der Onlinezeitung ‘New Jersey Voices’ unter dem Titel „Frauenpriester: Laßt die ganze Kirche entscheiden“.
Es gibt – so der Pater – mehr weibliche als männliche Theologiestudenten. Es gibt auch Frauen als Präsidentinnen von Universitäten sowie als Katechetinnen oder Kommunionspenderinnen.
Die vatikanische Anordnung, daß über die Frauenordination nicht mehr diskutiert werden dürfe, bezeichnete der Jesuit als „Schlag“.
Die Reaktion darauf sei, daß Frauen Frauen ordinierten: „Ist das gut?“ – so die Frage des Paters. Er bezweifelt das. Denn „diese talentierten Frauen – besser ausgebildet, als die meisten Priester – verlieren ihren frühen Beruf, in dem sie viel Gutes machen können, um für ein paar Freunde Messen zu veranstalten und sich dadurch von ihren Gemeinden zu entfernen.“
Die Frauenpriester bezeichneten sich als katholisch, würden aber immer mehr zu protestantischen Sekten verkommen – beklagt Pater Schroth.
Noch schlimmer sei, daß sie sich selber den Mund verböten, indem sie sich von der Institution entfernen: „Sie geben den Bischöfen eine weitere Ausrede, um den Wert ihres Anliegens zu ignorieren.“
Pater Schrotz findet viele Belege dafür, daß es in der Kirche Frauenpriester brauche.
Das beginnt für ihn im Neuen Testament, das unter dem Kreuz und bei der Auferstehung die „Wichtigkeit“ der Frauen betone und die Freundschaft zwischen Jesus und Maria und Martha und anderen Frauen zeige.
In der Apostelgeschichte habe es – so Pater Schroth – Frauen als Gemeindeleiterinnen gegeben.
Der Jesuit erwähnt auch die päpstliche Bibelkommission, die vor mehr als dreißig Jahren behauptet hat, daß die Heilige Schrift der Frauenordination keine Hindernisse in den Weg lege.
Das Schweigen um die Frauenordination sei von Bischöfen des amerikanischen Kontinentes – speziell von den brasilianischen – gebrochen worden, lobt der Jesuit.
Die brasilianischen Bischöfe hatten im vergangenen Herbst ein Dokument veröffentlicht, daß die Tatsache unterstrich, daß 75 Prozent der Wochentagsgottesdienste ohne einen Priester stattfinden.
Man müsse den Mut haben, konservative Tendenzen zu ändern – zitiert Pater Schroth die braslilianischen Bischöfe.
Solche Tendenzen dürften die Kirche auch nicht davon abhalten, prophetische Zeichen zu setzen:
Der Zugang von Frauen zum ordinierten Dienst sei eine anhängige Schuld.
© Bild: Northfield.org, CC
Das erklärte Pater Raymond A. Schroth, Professor für Journalistik an der Loyola Universität in New Orleans, am 17. Januar in der Onlinezeitung ‘New Jersey Voices’ unter dem Titel „Frauenpriester: Laßt die ganze Kirche entscheiden“.
Es gibt – so der Pater – mehr weibliche als männliche Theologiestudenten. Es gibt auch Frauen als Präsidentinnen von Universitäten sowie als Katechetinnen oder Kommunionspenderinnen.
Die vatikanische Anordnung, daß über die Frauenordination nicht mehr diskutiert werden dürfe, bezeichnete der Jesuit als „Schlag“.
Die Reaktion darauf sei, daß Frauen Frauen ordinierten: „Ist das gut?“ – so die Frage des Paters. Er bezweifelt das. Denn „diese talentierten Frauen – besser ausgebildet, als die meisten Priester – verlieren ihren frühen Beruf, in dem sie viel Gutes machen können, um für ein paar Freunde Messen zu veranstalten und sich dadurch von ihren Gemeinden zu entfernen.“
Die Frauenpriester bezeichneten sich als katholisch, würden aber immer mehr zu protestantischen Sekten verkommen – beklagt Pater Schroth.
Noch schlimmer sei, daß sie sich selber den Mund verböten, indem sie sich von der Institution entfernen: „Sie geben den Bischöfen eine weitere Ausrede, um den Wert ihres Anliegens zu ignorieren.“
Pater Schrotz findet viele Belege dafür, daß es in der Kirche Frauenpriester brauche.
Das beginnt für ihn im Neuen Testament, das unter dem Kreuz und bei der Auferstehung die „Wichtigkeit“ der Frauen betone und die Freundschaft zwischen Jesus und Maria und Martha und anderen Frauen zeige.
In der Apostelgeschichte habe es – so Pater Schroth – Frauen als Gemeindeleiterinnen gegeben.
Der Jesuit erwähnt auch die päpstliche Bibelkommission, die vor mehr als dreißig Jahren behauptet hat, daß die Heilige Schrift der Frauenordination keine Hindernisse in den Weg lege.
Das Schweigen um die Frauenordination sei von Bischöfen des amerikanischen Kontinentes – speziell von den brasilianischen – gebrochen worden, lobt der Jesuit.
Die brasilianischen Bischöfe hatten im vergangenen Herbst ein Dokument veröffentlicht, daß die Tatsache unterstrich, daß 75 Prozent der Wochentagsgottesdienste ohne einen Priester stattfinden.
Man müsse den Mut haben, konservative Tendenzen zu ändern – zitiert Pater Schroth die braslilianischen Bischöfe.
Solche Tendenzen dürften die Kirche auch nicht davon abhalten, prophetische Zeichen zu setzen:
Der Zugang von Frauen zum ordinierten Dienst sei eine anhängige Schuld.
© Bild: Northfield.org, CC
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Freitag, 22. Februar 2008 20:41
Rolaf †: Auserwählt Zitate aus dem Talmud
Samstag, 2. Februar 2008 20:53
Jörg Guttenberger, Köln: Rudolfus: Diakonin
Der Diakonat war im Osten und ist seit VATII auch bei uns keine Vorstufe zum Presbyterat, sondern eine
eigenständige Weihestufe mit eigenständigen kirchlichen einschließlich liturgischen Aufgaben. Zwar
durchläuft jeder Priester vor seiner Weihe den Diakonta, genauso, wie jeder Bischof den Diakonat und
Presbyterat durchläuft, man kann deswegen die beiden genannten Weihen als aber nicht als Durchgangsstufen
zum Episkopat bezeichnen. Das wird selbst in der russisch-orhodoxen Kirche nicht so gehandhabt, obwohl
es dort eine eigenstänidge Ausbildung für den Bischofsnachwuchs gibt.
Im Übrigen sind die Rechte des Diakonates ungerschiedlich geregelt: die Unsrigen dürfen offiziel segnen, die Östlichen nicht.
Der Subdiakonat (Sakramentale, genauso wie bei uns), im Osten ebenfalls eine selbständige Weihestufe und zu den Minores gehörig, mit eigenständigen Aufgaben in der Pontifikalliturgie, ist ebenfalls nicht in jeder Kirche als zum Klerikerstand gehörig anerkannt, bei uns bis zum Konzil Klerikat, sogar höhere Weihe, danach m. W. völlig abgeschafft.
Diese unterschiedlichen Handhabungen spielen bei Fragen der kirchlichen Einheit absolut keine Rolle, so daß es sich hier um keinen römischen Normanspruch handelt.
Im Übrigen sind die Rechte des Diakonates ungerschiedlich geregelt: die Unsrigen dürfen offiziel segnen, die Östlichen nicht.
Der Subdiakonat (Sakramentale, genauso wie bei uns), im Osten ebenfalls eine selbständige Weihestufe und zu den Minores gehörig, mit eigenständigen Aufgaben in der Pontifikalliturgie, ist ebenfalls nicht in jeder Kirche als zum Klerikerstand gehörig anerkannt, bei uns bis zum Konzil Klerikat, sogar höhere Weihe, danach m. W. völlig abgeschafft.
Diese unterschiedlichen Handhabungen spielen bei Fragen der kirchlichen Einheit absolut keine Rolle, so daß es sich hier um keinen römischen Normanspruch handelt.
Samstag, 2. Februar 2008 14:56
Genoveva: @Rudolfus: Wir kommen der Sache schon näher …
Die Materie des Sakramentes ist das dingliche Element. Die Tradition unterscheidet oft noch zwischen materia
remota und materia proxima, wobei ersteres das eigentlich körperliche Element bezeichnet, letzteres die
dingliche Handlung. Beispiel: Materia remota der Taufe ist das Wasser, materia proxima die Abwaschung
des Täuflings mit dem Wasser.
Die Form ist das begleitende Wort, in der Regel die Spendeformel.
Beides gemeinsam ergibt aber erst das, was Sie den „äußeren Ritus“ genannt haben.
Die Zuordnung „äußerlich“ / „innerliche“ auf „Form“ und „Materie“ wäre unglücklich, da ja beide das äußere Zeichen ausmachen. Das eigentlich „Innerliche“ ist die Heiligmachende Gnade, die durch den Vollzug des äußeren Zeichens verliehen wird.
Die Form ist das begleitende Wort, in der Regel die Spendeformel.
Beides gemeinsam ergibt aber erst das, was Sie den „äußeren Ritus“ genannt haben.
Die Zuordnung „äußerlich“ / „innerliche“ auf „Form“ und „Materie“ wäre unglücklich, da ja beide das äußere Zeichen ausmachen. Das eigentlich „Innerliche“ ist die Heiligmachende Gnade, die durch den Vollzug des äußeren Zeichens verliehen wird.
Samstag, 2. Februar 2008 00:58
Rudolfus: Die Beschreibung der konstituierenden Elemente eines Sakramentes
mit „Form“ und „Materie“ ist gang und gäbe in der kirchlichen Theologie.
Die äußere Form beschreibt den notwendigen äußeren Ritus,
die Materie ist der notwendige Stoff, auf den sich der äußere Ritus bezieht, wenn ich das richtig verstanden habe.
Die äußere Form beschreibt den notwendigen äußeren Ritus,
die Materie ist der notwendige Stoff, auf den sich der äußere Ritus bezieht, wenn ich das richtig verstanden habe.
Samstag, 2. Februar 2008 00:51
Leblhuber: @Rudolfus:
Dieses äußere Zeichen setzt sich zusammen aus „Ding“ und „Wort“, wobei sich für das dingliche Element
der Begriff „Materie“ eingebürgert hat, für das worthafte Element der Begriff „Form“.
Das soll wohl ein Anklang an Aristoteles sein. Er untersceidet vier verschiedener Ursachen. In der Scholastik hat das zur Unterscheidung in causa materialis, causa formalis (innere Ursachen, stofflich bedingt), causa efficiens und causa finalis (äußere Ursachen, schöpferische Nutzung der Eigenschaften) geführt.
Mir scheint, Sie haben das irgendwo abgeschrieben. Ich verstehe Ihren Kommentar auch nicht.
Langsam ergibt sich wirklich das Bild eines Blenders.
Auf Kritik und sei sie noch so sublim, überreagieren Sie und ansonsten liefern Sie sterile Pseudoglaubenssätze, wie vorgekaut aus dem XY-Verlag !!!
Das soll wohl ein Anklang an Aristoteles sein. Er untersceidet vier verschiedener Ursachen. In der Scholastik hat das zur Unterscheidung in causa materialis, causa formalis (innere Ursachen, stofflich bedingt), causa efficiens und causa finalis (äußere Ursachen, schöpferische Nutzung der Eigenschaften) geführt.
Mir scheint, Sie haben das irgendwo abgeschrieben. Ich verstehe Ihren Kommentar auch nicht.
Langsam ergibt sich wirklich das Bild eines Blenders.
Auf Kritik und sei sie noch so sublim, überreagieren Sie und ansonsten liefern Sie sterile Pseudoglaubenssätze, wie vorgekaut aus dem XY-Verlag !!!
Samstag, 2. Februar 2008 00:42
Rudolfus: Diakoninnen sind keine Klerikerinnen
Sie übersehen, daß das byzantinische Klerikerverständnis nicht unbedingt mit dem römischen übereinstimmen
muß!Die rechtgläubige Lehre über den Klerus ist überall dieselbe, ob in Rom, dem Haupt der Kirche,
oder im Rom unterstehenden Konstantinopel.
Mit der Einheit des Weiheamtes kann man hier m. E. nicht argumentieren, weil es auch bei uns verheiratete Diakone, aber – von Einzeldispensen abgesehen – keine verheirateten Priester gibt.Das sind eben Männer, und keine Frauen.
Diakone sind auch eine Vorstufe des Weihesakramentes,
aber nicht die Diakoninnen.
Bei meiner Frage geht es nicht um offizielle Anerkennung, sondern um die Frage, ob F.E. eine berufliche Qualifikation besitzt, um sagen zu können, ob die Kirche anerkennt oder nicht.Dazu braucht man kein theologisches Diplom, um die Lehre des Lehramtes wiederzugeben,
wie dies alle Laien tun müssen, ob Laien mit Theologiediplom oder ohne Theologiediplom.
Wichtig ist nur, daß man auch bereit ist, sich genau an die Lehre des Lehramtes zu halten, und auch bereit ist, sich, dem Lehramt entsprechend, auch zu korrigieren.
Mit der Einheit des Weiheamtes kann man hier m. E. nicht argumentieren, weil es auch bei uns verheiratete Diakone, aber – von Einzeldispensen abgesehen – keine verheirateten Priester gibt.Das sind eben Männer, und keine Frauen.
Diakone sind auch eine Vorstufe des Weihesakramentes,
aber nicht die Diakoninnen.
Bei meiner Frage geht es nicht um offizielle Anerkennung, sondern um die Frage, ob F.E. eine berufliche Qualifikation besitzt, um sagen zu können, ob die Kirche anerkennt oder nicht.Dazu braucht man kein theologisches Diplom, um die Lehre des Lehramtes wiederzugeben,
wie dies alle Laien tun müssen, ob Laien mit Theologiediplom oder ohne Theologiediplom.
Wichtig ist nur, daß man auch bereit ist, sich genau an die Lehre des Lehramtes zu halten, und auch bereit ist, sich, dem Lehramt entsprechend, auch zu korrigieren.
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