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Donnerstag, 31. Januar 2008 16:30
Ethiklieferanten für den gehobenen Bedarf finden immer eine Lösung, um unethische Verhaltensweisen zu rechtfertigen. Doch gibt es moralisch Grundprobleme, zu denen sogar Kardinal Karl Lehmann nicht schweigt.
Zurück zum Artikel 10 Lesermeinungen:
Freitag, 1. Februar 2008 16:21
Hódmezövásárhelykutasipuszta: ach herrje, angegammelte ware liefert kreuz.net doch täglich, wo bleibt da die Schlagzeile?
Tagtäglich werden die selben Themen umgepackt, neu etikettiert und als „Nachrichten“ deklariert … kann mich dunkel erinnern, dass das irgendwann einmal in rewe-supermärkten mit Fleisch gemacht worden ist. Aber vielleicht sollte man sich den Begriff „Gammelnachrichten“ urheberrechtlich schützen lassen …
Donnerstag, 31. Januar 2008 18:27
Pünktchen: Pippifax
Wer sich auf die „Menschenwürde“ beruft, der beruft sich auf den Zentralbegriff unserer Rechts- und Verfassungsordnung, auf das höchste Rechtsgut. Bereits der Embryo genießt nach Meinung der Grünen die Menschenwürde, er ist also als Mensch vor seiner Verzweckung und vor seiner fremdinteresse-geleiteten Tötung zu schützen.

Die Grünen schließen es nun (richtigerweise!) kategorisch aus, die Würde eines Menschen in ein Abwägungsverhältnis zu den Interessen anderer zu setzen: im Falle der Embryonenforschung. Im Falle der Abtreibung aber versagt urplötzlich dieses ethische Räsonement. Hier ist die Menschenwürde also doch „antastbar“, wenn Interessen anderer Menschen im Spiel sind? …

Sie haben erklären können, pippifax, aus welchen Motiven die Grünen eine fehlerhafte ethische Entscheidung vertreten. Aber sie können diese Entscheidung nicht ethisch begründen! Darauf kommt es mir ja an. In Art. 1 GG heißt es kategorisch: „unantastbar“, nicht bloß: „vergleichsweise schutzwürdig“ o.ä.
Donnerstag, 31. Januar 2008 18:15
Josefus: „Stichtag“
Pippifax, mit Ihrer Meinung über die Grünen haben Sie Recht. Das Problem des Stichtages ist im übrigen nicht seine Verschiebung, sondern die Einführung eines Stichtages. (Natürlich war dabei völlig klar, dass er irgendwann verschoben werden soll.) Manchmal hat man das komische Gefühl, dass selbst Katholiken meinen, es würde ausreichen, nur gegen die Verschiebung zu sein, obwohl sie damals durchaus gegen einen Stichtag überhaupt waren.
Donnerstag, 31. Januar 2008 18:05
Pippifax: Kein Widerspruch, Pünktchen!
Die Grünen haben nur eine bestimmte Wertehierarchie. Da kommt persönliche Selbstverwirklichung ganz oben. Eine Schwangerschaft stört hier, daher Abtreibungsfreiheit. Um ihr Gewissen zu beruhigen sind die Grünen aber auch gegen alles, was vermeintlich oder (seltener) tatsächlich gefährlich ist (Technologiefeindlichkeit). Ergo Embryo wichtiger als Forschung.

Daß sie hier mal nen Treffer landen und recht haben, liegt halt daran, daß die Frage persönlicher Entfaltung hier nicht tangiert wird, allerdings die technologiefeindliche Karte (hier mal zurecht) gezückt werden kann.
Donnerstag, 31. Januar 2008 18:03
denn dieser Sioux Medizinmann auf dem Bild ?
Donnerstag, 31. Januar 2008 17:50
Vineta: @Stimme der unvernünftigen Orthographie:
Was hindert Sie daran, genau hier Ihre Behauptung mit einer langen Liste von Beispielen zu belegen????
Donnerstag, 31. Januar 2008 17:41
Pünktchen: Ein Grundwiderspruch bei den GRÜNEN ist m.E.
bis heute nicht aufgelöst:

Die GRÜNEN wehren sich mit Berufung auf die „Menschenwürde“ schon des Embryos in seinen ersten Entwicklungsphasen dagegen, daß Embryonen zu Forschungs- oder Therapiezwecken „verbraucht“ (d.h. getötet) werden. Aber die Abtreibung, in denen ja immerhin ein schon mehrere Wochen alter Mensch der willkürlichen Tötungsentscheidung durch andere Menschen schutz- und wehrlos ausgeliefert ist, soll mit der Menschenwürdegarantie (Art. 1 GG) und der Lebensschutzverpflichtung des Staates (Art 2 GG) übereinstimmen? ???
Donnerstag, 31. Januar 2008 17:39
statt mit ihm gemeinsam das Sich-Schmücken mit dem C als Blasphemie und Irreführung der Wähler zu demaskieren.
Nun sei mal nicht so streng, schliesslich schmückt sich hetznet auch mit dem Prädikat „katholisch“, und hetznet ist schliesslich nicht mal ein zehntel so katholisch wie die CDU christlich ist.
Donnerstag, 31. Januar 2008 17:24
Vineta: Der Artikel hat ES in sich:
„ daß die deutschen Bischöfe es an öffentlicher scharfer Kritik an der Abtreibung hätten fehlen lassen“
Daran ist ist ja nun viel Wahres!
Denn hierzulande gewinnt man doch täglich den Eindruck, die Bischöfe favorisieren die Unionsparteien, weil sie törichterweise sich von ihnen was Beßres erhoffen als 200000 bezahlte Abtreibungen pro Jahr ( als das Salonfähigmachen der Prostitution, der praktizierten Homosexualität, der Pornographiesierung des Alltags usw.)
Da lachen ja sogar die Hühner, wenn 1 Bischof ( namens Meisner) mal piepst, die Union solle wohl lieber das C streichen und alle andern Bischöfe, denen das peinlich vorkommt, sofort in Deckung gehen, statt mit ihm gemeinsam das Sich-Schmücken mit dem C als Blasphemie und Irreführung der Wähler zu demaskieren.
Donnerstag, 31. Januar 2008 17:20
Pünktchen: „Ethiklieferant für den gehobenen Bedarf“
Ein schwer zu übertreffendes Beispiel ethischer Worthülsen-Produktion bot ja vor kurzem der Reichsbischof Huber in Wahrnehmung seines „authentischen Leeramtes“.

>>Nennen Sie uns Ihren Ethikbedarf für eine gegebene oder geplante Handlung, wir beliefern Sie mit phraseologischem Material aus unserer laufenden „sozialethischen“ Produktion!<<

s. auch die treffende Kritik an Huber durch Manfred Spieker!
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