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Sonntag, 3. Februar 2008 13:07
Eines ist klar: Keiner hat die Alte Messe so sehr gefördert wie die Modernisten mit ihren selbstgestrickten Messen und liturgischen Selbstdarstellungen.
Zurück zum Artikel 37 Lesermeinungen:
Freitag, 8. Februar 2008 14:00
Jörg Guttenberger, Köln: raindance 1: Adelshauser Messen
Es geht hier um die Ernsthaftigkeit der Information und nicht um das Niveau des Mediums.
Donnerstag, 7. Februar 2008 18:53
raindance1: seid wann braucht kreuz.net Informationen aus erster Hand?
das wäre dann wirklich zuviel der Mühe
Mittwoch, 6. Februar 2008 23:20
Jörg Guttenberger, Köln: raindance 1: Adelshauser Messen
Bei den Pius-Brüdern ergibt sich die Frage nach der pimären oder sekundären Motivation für ihre Kritik. Kritisierte Einzelheiten nennen Sie leider nicht.

Am besten besuchen Sie selbst eine solche Liturgie um anschließend eine Kritik aus erster Hand zu liefern!
Mittwoch, 6. Februar 2008 19:32
raindance1: über die „Adelshauser Messen“ und deren Zelebranten wissen einige Piusbrüder
gar nichts Gutes zu berichten. Und die kennen sich schliesslich mit der alten Messe aus
Dienstag, 5. Februar 2008 11:58
LandorganistII: @Guttenberger
+net existiert doch nur, weil sich hier Fundis und Modernisten an die Köppe kriegen können. Dafür ist doch die Seite da!
Montag, 4. Februar 2008 22:32
Jörg Guttenberger, Köln: Alte und neue Liturgie
Ich versehe nicht recht, warum sich Anhänger von alter und neuer Liturgie so fast schon fanatisch die Gebetbücher um den Kopf schlagen!

Liturgische Mißbräuche hat es bereits vor dem Konil gegeben, nur war der Zelebrant nicht davon betroffen, weil er mit den Ministranten am Altar seine Messe „las“, richtig: feierte. Die Verbindung mit der Gemeinde bestand m Wesentlichen im „Dominus vobiscum“. Auch Beat-Messen hat es bereits vor dem Konzil gegeben!

Eine Beurteilung der neuen Liturgie anhand ihrer Mißbräuche geht an der Wirklichkeit weit vorbei. Fahren Sie einmal in die Kölner Innensadt, dort erleben Sie überzeugende Beispiele einer würdigen Feier der neuen Liturgie.

Auch die Angriffe gegen die alte Liturgie, so, wie sie üblicherweise vorgetragen werden, gehen meist an der Wirklichkeit vorbei.
Montag, 4. Februar 2008 19:13
Maurice Corvisier: Heute als Rosenmontags-joke auf fsspx.info dem Kardinal Lehmann als Karfreitagsbitte in den
Mund gelegt:

Oremus et pro perfidis Lefebvristis; ut Deus et Dominus noster auferat velamen de cordibus eorum; ut et ipsi agnoscant Concilium Magnum Spiritus Sancti Secundum Vaticanum, unicum Superconcilium nostrum.

Omnipotens sempiterne Deus, qui etiam Lefebvristarum perfidiam a tua misericordia non repellis: exaudi preces nostras, quas pro illius coetus obcaecatione deferimus; ut, agnita veritatis tuae luce, quae Concilium Vaticanum Secundum cum Transformatione liturgiae Romanae est, a suis tenebris eruantur.

„Lasset uns auch beten für die treulosen Lefebvristen: damit unser Gott und Herr den Schleier von ihren Herzen wegnehmen möge, damit auch sie das große Konzil des Heiligen Geistes, das Zweite Vatikanum, jenes unser einzigartiges Konzil, erkennen mögen.

Allmächtiger, ewiger Gott, der du auch die Treulosigkeit der Lefevristen nicht von deiner Barmherzigkeit verstößt: Erhöre unsere Fürbitten, die wir aufgrund der Verblendung dieses Leute verrichten, damit sie nach der
Anerkennung des Lichtes deiner Wahrheit, die das Zweite Vatikanische Konzil mit der Erneuerung der Römischen Liturgie ist, aus ihrer Finsternis herausgerissen werden.“

Quelle: (dpa-Alaaf, Reuters-Helau)

Den Tradi (extra-)ordinarius sive vulgaris vel saepe ridens zeichnet eben die Fähigkeit aus, auch und vor allem über sich selbst lachen zu können.

Ehrlich gesagt, geht es mir hier um die exakte Quellenangabe eines gewissen Vor-Postings (neolatein: cursus publicus anterior. Pardon, Clarissa Colonia!)
Montag, 4. Februar 2008 19:06
Sozialkatholisch: @ Gotthard
Du solltest dir nochmal das zweite Gebot durchlesen!
Montag, 4. Februar 2008 18:37
Gotthard: Fürbitte
„Allmächtiger, ewiger Gott, der du auch die Treulosigkeit der Lefevristen nicht von deiner Barmherzigkeit verstößt: Erhöre unsere Fürbitten, die wir aufgrund der Verblendung dieses Leute verrichten, damit sie nach der Anerkennung des Lichtes deiner Wahrheit, die das Zweite Vatikanische Konzil mit der Erneuerung der Römischen Liturgie ist, aus ihrer Finsternis herausgerissen werden.“
Montag, 4. Februar 2008 18:10
monti: Danke Maurice, für Ihre freundliche Antwort
In diesem Forum frage ich mich auch sehr häufig, warum die modernen (?) Katholiken hier soo sehr gegen die Alte Messe hetzen. Sonst halten sie sich doch auch an das Wort des Alten Fritz, wonach ein jeder nach seiner Facon selig werden möge.
Montag, 4. Februar 2008 17:21
Maurice Corvisier: an monti – auch zur Sache:
1. @Maurice : Ich finde Ihre Beiträge hier immer äusserst lesenswert, vor allem schätze ich Ihren Humor, mit dem Sie sich gerne u.a. selbst als Piushansel bezeichnen.

Vielen Dank, obwohl es eine Verführung zur Eitelkeit ist. Sie haben Ihrerseits aber auch die Gabe, die Dinge knapp auf den Punkt zu bringen!

2. für mich kann ich sagen, dass die FSSPX mich erst wieder zum regelmäßigen Messbesuch gebracht hat, nachdem mich das Gekaspere (und das Nichwissen, was einen heute denn erwartet) in der Neuen Messe aus der Kirche getrieben hat.

Ohne jetzt einen übermäßigen Bekenntnisdrang zu verspüren, darf ich von mir sagen, daß es ähnlich war: ich bin dankbar, vor nun doch sehr vielen Jahren meinen kath. Glauben, der mir in der Amtskirche (auch:PGR!) irgendwo abhanden gekommen war, in einem FSSPX-Priorat wiedergefunden zu haben. Wohl hat es uns aus den Gebäuden, nicht aber Aus der Kirche getrieben, meine ich.

3. würde ich jede Wette (na fast jede ) eingehen, würde an jedem Messort die Alternative der Alten Messe angeboten, diese in absehbarer Zeit die gleiche Besucherzahl aufweisen würde die Neue Messe. Alleine schon wegen des „vielgeliebten“ Händchenschüttelns.

Die Zeit arbeitet für uns, die Sache auch, da gibt es kein Vertun. Deshalb ja die hysterisch-haßerfüllte Reaktion der Gotthard-Lando-HBR-Fraktion.
Nur: geschenkt wird uns das nicht! Jeder muß an seiner Stelle arbeiten: argumentieren, diskutieren, einladen. Freundlich, nicht verbissen u. verkrampft wie die Uralt-68er.

Gruß!
Montag, 4. Februar 2008 15:48
monti: zum Thema
1. @Maurice : Ich finde Ihre Beiträge hier immer äusserst lesenswert, vor allem schätze ich Ihren Humor, mit dem Sie sich gerne u.a. selbst als Piushansel bezeichnen.
2. für mich kann ich sagen, dass die FSSPX mich erst wieder zum regelmäßigen Messbesuch gebracht hat, nachdem mich das Gekaspere (und das Nichwissen, was einen heute denn erwartet) in der Neuen Messe aus der Kirche getrieben hat.
3. würde ich jede Wette (na fast jede ) eingehen, würde an jedem Messort die Alternative der Alten Messe angeboten, diese in absehbarer Zeit die gleiche Besucherzahl aufweisen würde die Neue Messe. Alleine schon wegen des „vielgeliebten“ Händchenschüttelns.
Montag, 4. Februar 2008 10:20
Maurice Corvisier: Et tu, Frasime amice (ave!) bene dixisti – bonum certamen infatigabiliter continua(bi)mus!
Und zur Frage der Jugend in der „alten“ Messe:

in Deutschland gewinnt etwas an Schwung, das in Frankreich schon lange gang und gäbe ist.

Zwei Beispiele von vielen: in Paris, in St. Nicolas du Chardonnet (FSSPX), wird jeden Mittwoch abend eine hl. Messe für die Studenten der Pariser UIniversitäten gelesen. Da kann man dann hunderte von jungen Leuten sehen, die – den Rucksack auf dem Rücken – andächtig die Messe hören.

Oder Tours: versuchen Sie mal, kurz vor Beginn der Sonntagsmessen in St. Grégoire des Minimes (gleichfalls FSSPX) auch nur einen Stehplatz innerhalb der (großen!) Kirche zu bekommen… : alles voll! Alles junge Familien!

Immer mehr begreifen, daß bekifftes Abhängen oder geisttötendes Abfeiern, daß hemmungs-und tabufreies Ausnutzen seiner selbst und anderer zu primitivem Lustgewinn einfach auf Dauer keine Lebensperspektive sind.

Auch hierin sind die Uralt-68er innerhalb und außerhalb der Kirche schon gescheitert. Was wir miterleben, ist nichts weiter als ein besonders heftiges Sich-wehren gegen das längst überfällige Abtreten; wenn man so will: eine besonders heftige, zuckende Agonie, die in pulsierendes Leben umgedeutet werden soll. Klappt aber nicht!

Genauso zum Scheitern verurteilt wie der Versuch, Vernunft in die Beiträge einer gewissen „Stimme“ hineinzuinterpretieren.
Montag, 4. Februar 2008 09:52
Die Tradi-kirchen sind überfüllt von jungen Menschen.
Aber sicher. So überfüllt wie die Baghwan Meditationskurse.

Auf 1 Jugendlichen in deiner Tradi-Kirche kommen 100000 Jugendliche, die da nicht mal für Geld hingingen.
Montag, 4. Februar 2008 09:05
Florianklaus: @an RJH
Ihren Ansatz für eine „Reform der Reform“ finde ich höchst bedenkenswert. M.E. böte es sich dann an, das Stufengebet im Wechsel mit der ganzen Gemeinde zu sprechen.
Montag, 4. Februar 2008 00:54
Aleph: Evangelium vor der Lesung
Schon merkwürdig: wird in der außerordentlichen Messe jetzt das Evangelium vor der Lesunggeflüstert.

Vielleicht ist das auch der neue Sonderritus in der Adelhauser Kirche in Freiburg, um sich von NOM deutlich abzuheben?

Bedenklich ist das allerdings schon, wenn unter der Hand solche Reformen gehändelt werden: Evangelium vor der Lesung.

Das suggeriert zumindest die Folge der Bilderserie.

Die Altrituellen können ganz schön perfide sein, nur um als modern zu gelten. Dann stülpen sie das Ganze schon mal gern um.

Vielleicht schwirren ihnen auch Kopf und Ohren wegen der doch nicht erwarteten paar Besucher und der Pfarrer weiß, wegen jahrzehntelanger Abstinenz, plötzlich auch nicht mehr was denn ordentlich oder „außerorendlich“ zu sein habe.

Da sind NOM-Messebesucher besser dran. Da wird dem Römischen Ritus entsprechend, die Lesung vor dem Evangelium coram publico vorgetragen.

Montag, 4. Februar 2008 00:30
Benedikt: @ K.TO
Es ist bei mir genau das Gegenteil… Die Tradi-kirchen sind überfüllt von jungen Menschen.

Ja, kann sein, dass das bei Ihnen so ist. „Falsch“ ist das von mir gesagte deshalb noch lange nicht.
Montag, 4. Februar 2008 00:29
Aleph: Wo bleibt der Dank?
Keiner hat die Alte Messe so sehr gefördert wie die Modernisten mit ihren selbstgestrickten Messen und liturgischen Selbstdarstellungen.

Wenn das so wäre, hätten die Altgläubigen doch gute Gelegenheit, den NOM-Anhängern überschwenglichzu danken. Aber dazu sind die verquälten, giftsprühenden Herrschaften nicht in der Lage.

Einfach einmal eine außerordentliche Messe zu inszenieren zum Dank dass es den NOM gibt, der angeblich so gute Vorarbeit geleistet hat.

Das ist ja wohl das mindeste was für die „Selbstgestrickten Messen“ erbeten werden könnte. Aber die Gabe der Großzügigkeit hat der himmlische Vater bei den Altrituellen offenbar nicht verteilt. Sie fallen ihm deshalb in den Rücken.

Dolchstoßlegende.

Deshalb war Vat IIunbedingt notwendig.
Montag, 4. Februar 2008 00:27
K.TO: Falsch
„Es ist auch meine Erfahrung, dass die Altersstruktur der Besucher im außerordentlichen Ritus ähnlich ist wie im ordentlichen. „

Es ist bei mir genau das Gegenteil… Die Tradi-kirchen sind überfüllt von jungen Menschen.
Und die alten Modernisten feiern ihre „Messen“ vor immer weniger Menschen (fast alle ungefähr 60).

Es ist genau so, wie Mgr Lefebvre es vorgesehen hat…
Montag, 4. Februar 2008 00:21
Frasim: @Gotthard
Der meint schließlich nicht nur den einen oder anderen Heiligen mehr oder weniger…

Sondern?
Montag, 4. Februar 2008 00:09
Gotthard: @guttenberger
Dem Berichterstatter – vermutlich Neuheide – ist offenbar entgangen, daß es auch vor dem Konzil schon unterschiedliche liturgische Kalender gab: die von den einzelnen Orden. Je älter ein Orden, umso mehr eigene Heilige!
dieser Poster – vermutlich arroganter Tradi – hat keine Ahnung, was ein liturgischer Kalender ist. Der meint schließlich nicht nur den einen oder anderen Heiligen mehr oder weniger…
Sonntag, 3. Februar 2008 23:36
RJH: Ich hoffe eines Tages auf eine gemeinsame Form des römischen Ritus
Ordentliche und außerordentliche Form sollen sich ja gegenseitig befruchten. Eine Möglichkeit wäre:

Vorbereitungsgebet und Gebetsgottesdienst nach dem alten Ritus, Schriftlesungen mit Antwortpsalm und Hallelujaruf wie im NOM. Offertium, Präfation u.s.w. bis zum Schluss im althergebrachten Stil. Sprache wahlweise Latein oder Landessprache. Die wichtigsten Gebete jedoch auch öfter in Latein. Zelebrationsrichtung nach Osten. Verwendung des Hochaltars.
Sonntag, 3. Februar 2008 23:25
Jörg Guttenberger, Köln: Einheitlicher Kalender
Dem Berichterstatter – vermutlich Neuheide – ist offenbar entgangen, daß es auch vor dem Konzil schon unterschiedliche liturgische Kalender gab: die von den einzelnen Orden. Je älter ein Orden, umso mehr eigene Heilige!
Sonntag, 3. Februar 2008 21:37
Benedikt: Besucher
Es ist auch meine Erfahrung, dass die Altersstruktur der Besucher im außerordentlichen Ritus ähnlich ist wie im ordentlichen. Dennoch halte ich diese Jubelarien „schießen überall aus dem Boden“ etc für völlig überzogen. Wenn man erzählt, dass „in 20 km Entfernung“ die nächste Messe im usus antiquior stattfindet, dann möge man doch bedenken, dass man auf dem Weg dorthin aller Wahrscheinlichkeit nach an einem halben Dutzend Kirchen vorbeikommt in denen die ordentliche Form zelebriert wird und die meisten werden besser besucht sein. Und ein „Wundern“ kann man auch höchst selten und allenfalls in irgendwelchen Presseberichten erleben. Für die Leute am Ort ist die alte Messe inzwischen normal und die anderen nehmen keine Notiz davon. An meinem alten Heimatort zB gibt es die nächste alte Messe auch erst 20 km entfernt – das ist hier überhaupt kein Thema.
Sonntag, 3. Februar 2008 20:19
Frasim: @Hintzen
Wenn aus ganz Freiburg (und Umgebung) nicht mehr als ca. 180 Gläubige den Weg zum tridentinischen Ritus finden, dann ist er zum Tode verurteilt.

Das ist Ihre Sichtweise. Aber: Wissen Sie, ob in ganz Freiburg (und Umgebung) bekannt war, dass diese trid. Messe zelebriert wird? Ich glaube nicht…
Zudem könnte man auch den Bischöfen Hetze gegen die alte Messe vorwerfen, wenn sie strikt behaupt(et)en, diese Messe sei ungültig, schismatisch, gefährlich, verboten, usw. und somit den Gläubigen, die eventuelles Interesse zeigen könnten, von vorneherein Steine in den Weg legen. Wo ist hier die Toleranz? Wo ist hier die Einheit in der Vielfalt?
Der trid. Ritus war (und ist) zum Tode verurteilt, ja das stimmt! Aber er stirbt und stirbt einfach nicht…! Einfach mal dem Papst gegenüber gehorsam sein und das MP großzügig annehmen wäre wünschenswert, von allen!

@Maurice Corvisier:
Ave amice, bene dixisti…!
Sonntag, 3. Februar 2008 19:55
kath.Sachs †: Propaganda anstatt Berichterstattung
Das ist mal wieder dieses „Bildzeitungsniveau“ von Kreuz.net, das eher an die Darstellung der Wirklichkeit bzw. der Propaganda durch die SED bzw. die PDS erinnert. Aus „180 Teilnehmern“ wird eine „total überfüllte“ Kirche : Wenn aus ganz Freiburg (und Umgebung) nicht mehr als ca. 180 Gläubige den Weg zum tridentinischen Ritus finden, dann ist er zum Tode verurteilt. Ehrlicherweise hat der Berichterstattet nicht alle Negativpunkte (andere Leseordnung, es fehlt der Ambo usw.) verschwiegen. Das ist aber das mindeste, was man von einer eingermaßen objektiven Berichterstattung erwarten darf. Im übrigen finden sich wieder nur diffamierende Äußerungen, die der Wirklichkeit widersprechen („selbstgestrickte Liturgie“ usw.).
Sonntag, 3. Februar 2008 18:56
Maurice Corvisier: Frasim schreibt: „Ja, woher sollen denn die Jugendlichen die trid. Messe auch kennen?“ Das stimmt!
Erfreulich ist aber, daß zwei Dinge zu bemerken sind:

1.: es war von interessierter Seite angenommen worden, die „alte“ Messe werde gewissermaßen ein biologisch bedingtes Ende finden.
Nun: dem ist keineswegs so. Die biologische Endlösung hat nicht nur nicht stattgefunden, sondern es gibt in allen Zweigen der Tradition einen Zuwachs an jungen und relativ jungen Familien… und der Kern von allem ist immer die Familie.

2.: höchst interessant ist, daß relativ viele sehr junge Katholiken sich interessieren, daß viele auch nach der anfänglichen Euphorie bleiben und „sich einbringen“ – am Rande: was hat man nur mit unserer Sprache gemacht? –. Bei der FSSPX (für andere kann ich nicht sprechen) hängt das natürlich auch von verschiedenen Gegebenheiten ab. Mein „Heimatpriorat“ jedenfalls hat sonntags zwei vollbesetzte Messen mit einer wünschenswerten Altersverteilung. Besonders schön der Fall eines noch recht jungen Mädchens, das es geschafft hat, auch seine Eltern zu interessieren, die jetzt immer öfter kommen.

Jedenfalls ist es ausgesprochen amüsant, hier die von jeder wirklichen Kenntnis ungetrübten Äußerungen fernstehender Uninformierter zu lesen. Das allerdings gilt nicht nur für den Bereich „Meßbesuch“, sondern auch für so manche absolut kraus-kuriose Vorstellung vom Leben eines Tradi bzw. Piushansel-„Sektierers“ (auch hier: freundliches Grinsen meinerseits).

Und: daß genau diese Leute zunehmend betreten auf den kleinen, aber meßbaren Aufschwung reagieren.

Und weiter geht’s!
Sonntag, 3. Februar 2008 18:28
Frasim: @Samurai
Ja, woher sollen denn die Jugendlichen die trid. Messe auch kennen? Man hat sie die letzten 40 Jahre in der Versenkung verschwinden lassen und verbieten wollen, was ja auch fast gelang, aber eben nur fast!
Geben wir -wie der Papst verlangt- dieser wunderschönen Messform eine ehrliche Chance und wir werden erleben, dass sie Menschen jeden Alters usw. anziehen vermag, auch die Jugendlichen! Denken wir nicht, die trid. Messe sei nur für ein paar alte Mütterchen, die diese Form noch aus ihrer Jugend kennen!
Genauso verhält es sich übrigens mit dem Gregorianischen Choralgesang…

Wo ist hier die so vielgepriesene Toleranz? Wo die sooft beschwörte „Einheit in der Vielfalt“? Also, seien wir fair und respektvoll, auch und gerade der trid. Liturgie gegenüber und wir werden die Früchte erkennen.
Sonntag, 3. Februar 2008 17:50
Pünktchen: Als regelmäßiger Besucher
von Messen in der außerordentl. Form d. röm. Ritus habe ich in mehreren Großstädten die Beobachtung machen können, daß viele Teilnehmer so alt sind, daß sie diese Form der Messe aus ihrer Jugend kennen. Überraschenderweise besuchen aber auch viele junge Leute die tridentinische Messe und sie wirken als Sänger(innen) in der Choralschola, als Ministranten usw. sehr aktiv mit!

Wenn ich auch das Durchschnittsalter der Messbesucher für keine wichtige Kenngröße halte, so liegt dieses m.E. nicht nennenswert über dem von Messen in der gewöhnlichen Form.

Natürlich erleben viele Erstbesucher von Messen im tridentin. Ritus das Latein, die Stille, den Geist der Anbetung als „außerordentlich“. Einige von diesen werden dann womöglich zu Reflexionen darüber veranlaßt, wieso eigentlich Latein, Gebetsstille und Anbetung außerordentliche Elemente eines Gottesdienstes der röm.-kathol. Kirche sein sollten…

Und ist wohl der Artikel zu verstehen!
Sonntag, 3. Februar 2008 17:18
Samurai: @ Möchtegern-Kathole
Ja, mit der Christianisierung war das so eine Sache. Sie schritt voran, teils gut, teils eher mäßig und teils – siehe Island, Irland und die schottischen Highlands sehr mäßig.
Aber zurück zum Thema.
Wer (!) geht denn in die tridentinische Messe?
Allgemein katholische Jugendliche oder nicht eher diejenigen , deren Eltern traditionalistisch eingestellt sind.
Fakt ist, daß hier in meiner Heimatstadt jeden Sonntag eine Messe im tridentinischen Ritus angeboten wird, und das schon seit sicherlich 10 Jahren oder mehr.
Ein Freund von mir hat sie regelmäßig besucht, Fazit:
Die Anzahl der Messbesucher lag jedes Mal zwischen 10 und 2o Personen, Altersdurchschnitt: jenseits des Renteneintrittsalters, also ab 65.

Samurai
Sonntag, 3. Februar 2008 17:05
Komisch, gell
Sonntag, 3. Februar 2008 16:37
Aleph: Zulauf
Zulauf für eine alte Messe… na sowas!!!
Sonntag, 3. Februar 2008 15:14
möchtegern-kathole: So war es auch bei der …
… Christianisierung Europas im 1. Jahrtausend: überall blühten die Gemeinden auf und die Heiden kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

So ist es auch heute: die NOM-Leute raufen sich die Haare und schauen verdutzt, weil es den Zulauf für die alte Messe eigentlich gar nicht geben darf, ihrer Theorie nach. Alles was sie gegen die alte Messe unternehmen ist verwirrter Aktionismus, stumpfes agitieren, und so manche Anti-AlteMesse-Aktion wurde zur Werbung dafür.

Das komischte ist aber, dass die NOM-Leute gar nicht wissen, gegen wen oder gegen was sie nun richtig vorgehen sollen. Da gibt es keine Einzel-Organisation, der man den Geldhahn abdrehen könnte, keine Person, deren Charisma alles ziehen würde, sondern es ist eine echte Volksbewegung.
Sonntag, 3. Februar 2008 14:58
Tilly: Überlieferte Messe
Ich habe ja auch das Glück das nach dem Moto Propio bei uns eine fest stehende Gemeinde wurde die den überlieferten Hl. Römischen Ritus praktiziert.
Eine weitere Gemeinde 20 km von uns Entfernt wird in kürze entstehen. Überall wächst der überlieferte Ritus buchstäblich aus dem Boden.
Das hält jedoch Liberale und Modernisten nicht davon ab (auch bei uns einer aus dem Domkapitel) gegenüber der Presse nach wie vor zu behaupten – es bestehe keine Bedarf an der überlieferten Liturgie. Die haben die Hosen mächtig voll sonst müssten sie diese absichtlichen Fehlmeldungen nicht immer wieder hinaus-Orakeln. Und das ist gut so!
Sonntag, 3. Februar 2008 14:34
K.TO: GENAU
„All das, was mir sonst öfters auf die Nerven geht, gab es nicht, kein banales Geschwätz am Anfang oder am Ende, keine Kinderbelustigung, keine Show.“

Genau die Wahrheit ! Genau deswegen ist die alte Messe die beste (also die katholischste) !
Sonntag, 3. Februar 2008 14:18
Amanda: Zelebration zum Herrn hin
Ich war kürzlich während der Woche beruflich in Köln und nahm abends an einer Messe im Dom teil, die von einem jungen Vikar in der Sakramentskapelle zum Hochaltar hin zelebriert wurde – schlicht und würdig. Die Kapelle, in der sich auch eine Kommunionbank befindet, war „rappelvoll“, und zwar mit Leuten jeglichen Alters.
Einfach nur schön! Es hat mich sehr berührt, diese Messe mitfeiern zu dürfen.
Sonntag, 3. Februar 2008 13:27
Pünktchen: Man kann dies gar nicht oft genug sagen:
Latein, gregorianische Gesänge und die Zelebration am Hochaltar seien „auch“ im Neuen Ritus möglich.“ (aus dem Artikel)

Praktiziert wir die Zelebration mit identischer Gebetsausrichtung von Gemeinde und Priester im deutschspr. Raum u.a. in folgenden Kirchen:

St. Peter / München (Homepage d. Stadtpfarre)

Heilig Geist / München

St. Rochus / Wien (A)

Dom St. Martin, Sakramentskapelle / Mainz
(Mo – Sa. 7.30 Uhr)


Karmelitinnen-Klosterkirche im Mayerling (A)

Maria Vesperbild / Ziemetshausen

Pfarrkirche in Altomünster

Klosterkirche Fürstenfeld (ehem. Zisterzienserkloster) / Fürstenfeldbruck

St. Maria in der Kupfergasse / Köln

Maria Rehkogel / Frauenberg (A)

Wallfahrtskirche Maria Pöllauberg / Pöllauberg (A) (werktags)

Außerdem sehr beachtenswert:

Was sagt eigentlich der Papst zur Zelebrationsrichtung?
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