Eines ist klar: Keiner hat die Alte Messe so sehr gefördert wie die Modernisten mit ihren selbstgestrickten Messen und liturgischen Selbstdarstellungen.
Alte Messe in Freiburg
(kreuz.net) „Ich war heute in Freiburg in einer Heiligen Messe nach dem außerordentlichen Usus.“
So
beginnt ein Bericht, der von Leser ‘Schwarzes Schaf’ am 20. Januar im Internet-Diskussionsforum katholon.net
gepostet wurde.
Die Freiburger Messe fand in der kleinen Adelhauser Kirche statt: „Das Gotteshaus war
total überfüllt.“
Nach Angaben des Forumsteilnehmers waren ungefähr 180 Leute anwesend: „Die Altersverteilung
entsprach einer ganz normalen Gemeindemesse. Sicherlich waren einige aus Neugier gekommen – genau wie
ich.“
Wohltuend fand der Berichterstatter, daß es eine Messe „in der
außerordentlichen, nicht in der unordentlichen Form“ war:
„All das, was mir sonst öfters auf die Nerven
geht, gab es nicht, kein banales Geschwätz am Anfang oder am Ende, keine Kinderbelustigung, keine Show.“
„Und vor allem: keine selbstgestrickte Liturgie – soweit ich das mit meinen miesen Lateinkenntnissen
beurteilen konnte.“
Die gregorianischen Meßgesänge bezeichnet der Berichterstatter als „toll“:
„Mit
dem Kyrie aus der Missa de Angelis und dem lateinischen Credo kann man mich immer einwickeln. Sonst erlebe
ich diese Gesänge nur ab und zu mal in Pontifikalämtern.“
Der Berichterstatter stellt auch fest, daß
die meist hoch emotional diskutierten Unterschiede zwischen dem Alten Ritus und der de facto Form des
Neuen Ritus für ihn gar nicht entscheidend seien:
„Weder die Zelebration »mit dem Rücken zum Volk«
noch das Lateinische störten mich“, auch nicht die Mundkommunion – „obwohl ich sehr viel lieber mit der
Hand kommuniziere.“
Daß die Messe knapp eineinhalb Stunden und somit viel länger als sonst dauerte,
war weder für mich noch für die andere ein Problem: „Anscheinend hatten alle genug Zeit mitgebracht.“
Dafür stieß sich der Berichterstatter an dem lateinischen Vortrag von Lesung und Evangelium: „Eine
Verkündigung der Schrifttexte auf Latein und zum Altar hin finde ich schlicht und einfach blöd.“
Gott
kenne sein Evangelium ja schon – glaubt er: „Es muß dem Volk verkündet werden.“
Die angebliche „Wiedereinführung“
des Ambo nach dem Zweiten Vatikanum sei „richtig und sinnvoll“ gewesen – ebenso die Verkündigung in der
Nationalsprache.
In Freiburg mache der Priester „einen Kompromiß“: „Nach der Verkündigung auf Latein
am Hochaltar hat er Lesung und Evangelium jeweils noch am Ambo auf Deutsch gelesen.“
Das erinnerte den
Berichterstatter an seine Gemeinde: „Wenn etwa eine spanische Gruppe in unserer Gemeinde zu Gast ist,
dann hören wir die Schrifttexte hintereinander in zwei Sprachen. Nur Deutsch am Ambo hätte mir gereicht.“
„Wirklich ärgerlich“ findet er dagegen die verschiedenen Kalender und die unterschiedliche Leseordnung.
Ein einheitlicher liturgischer Kalender scheint ihm für die Einheit des Ritus und die innere Einheit
der Gemeinden wichtig zu sein: „Ich finde es fatal, wenn innerhalb einer Diözese, innerhalb einer Gemeinde
verschiedene Kalender benutzt werden.“
Zusammenfassend erklärt der Berichterstatter, nicht das letzte
Mal an der Freiburger Alten Messe teilgenommen zu haben: „Aber ich will auch nicht hinter die Liturgiereform
zurück.“
Latein, gregorianische Gesänge und die Zelebration am Hochaltar seien „auch“ im Neuen Ritus
möglich.
Fazit: „Ich will eigentlich nur eine würdige, feierliche und heilige (!) Messe. Vielleicht
geht es ja auch innerhalb des ordentlichen Usus wieder in diese Richtung.“
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37 Lesermeinungen
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raindance 1: Adelshauser Messen Bei den Pius-Brüdern ergibt sich die Frage nach der pimären oder sekundären
Motivation für ihre Kritik. Kritisierte Einzelheiten nennen Sie leider nicht. Am besten besuchen Sie
selbst eine solche Liturgie um anschließend eine Kritik aus erster Hand zu liefern!
#34 raindance1 † 19:32:28 | Mittwoch, 6. Februar 2008
über die „Adelshauser Messen“ und deren Zelebranten wissen einige Piusbrüder gar nichts Gutes zu berichten.
Und die kennen sich schliesslich mit der alten Messe aus o^/
Alte und neue Liturgie Ich versehe nicht recht, warum sich Anhänger von alter und neuer Liturgie so fast
schon fanatisch die Gebetbücher um den Kopf schlagen! Liturgische Mißbräuche hat es bereits vor dem
Konil gegeben, nur war der Zelebrant nicht davon betroffen, weil er mit den Ministranten am Altar seine
Messe „las“, richtig: feierte. Die Verbindung mit der Gemeinde bestand m Wesentlichen im „Dominus vobiscum“.
Auch Beat-Messen hat es bereits vor dem Konzil gegeben! Eine Beurteilung der neuen Liturgie anhand ihrer
Mißbräuche geht an der Wirklichkeit weit vorbei. Fahren Sie einmal in die Kölner Innensadt, dort erleben
Sie überzeugende Beispiele einer würdigen Feier der neuen Liturgie. Auch die Angriffe gegen die alte
Liturgie, so, wie sie üblicherweise vorgetragen werden, gehen meist an der Wirklichkeit vorbei.
Heute als Rosenmontags-joke auf fsspx.info dem Kardinal Lehmann als Karfreitagsbitte in den Mund gelegt:
Oremus et pro perfidis Lefebvristis; ut Deus et Dominus noster auferat velamen de cordibus eorum; ut et
ipsi agnoscant Concilium Magnum Spiritus Sancti Secundum Vaticanum, unicum Superconcilium nostrum. Omnipotens
sempiterne Deus, qui etiam Lefebvristarum perfidiam a tua misericordia non repellis: exaudi preces nostras,
quas pro illius coetus obcaecatione deferimus; ut, agnita veritatis tuae luce, quae Concilium Vaticanum
Secundum cum Transformatione liturgiae Romanae est, a suis tenebris eruantur. „Lasset uns auch beten für
die treulosen Lefebvristen: damit unser Gott und Herr den Schleier von ihren Herzen wegnehmen möge, damit
auch sie das große Konzil des Heiligen Geistes, das Zweite Vatikanum, jenes unser einzigartiges Konzil,
erkennen mögen. Allmächtiger, ewiger Gott, der du auch die Treulosigkeit der Lefevristen nicht von deiner
Barmherzigkeit verstößt: Erhöre unsere Fürbitten, die wir aufgrund der Verblendung dieses Leute verrichten,
damit sie nach der Anerkennung des Lichtes deiner Wahrheit, die das Zweite Vatikanische Konzil mit der
Erneuerung der Römischen Liturgie ist, aus ihrer Finsternis herausgerissen werden.“ Quelle: (dpa-Alaaf,
Reuters-Helau) Den Tradi (extra-)ordinarius sive vulgaris vel saepe ridens zeichnet eben die Fähigkeit
aus, auch und vor allem über sich selbst lachen zu können. Ehrlich gesagt, geht es mir hier um die exakte
Quellenangabe eines gewissen Vor-Postings (neolatein: cursus publicus anterior. Pardon, Clarissa Colonia!)
Fürbitte „Allmächtiger, ewiger Gott, der du auch die Treulosigkeit der Lefevristen nicht von deiner
Barmherzigkeit verstößt: Erhöre unsere Fürbitten, die wir aufgrund der Verblendung dieses Leute verrichten,
damit sie nach der Anerkennung des Lichtes deiner Wahrheit, die das Zweite Vatikanische Konzil mit der
Erneuerung der Römischen Liturgie ist, aus ihrer Finsternis herausgerissen werden.“
Danke Maurice, für Ihre freundliche Antwort In diesem Forum frage ich mich auch sehr häufig, warum die
modernen (?) Katholiken hier soo sehr gegen die Alte Messe hetzen. Sonst halten sie sich doch auch an
das Wort des Alten Fritz, wonach ein jeder nach seiner Facon selig werden möge.
an monti – auch zur Sache: 1. @Maurice : Ich finde Ihre Beiträge hier immer äusserst lesenswert, vor
allem schätze ich Ihren Humor, mit dem Sie sich gerne u.a. selbst als Piushansel bezeichnen. Vielen Dank,
obwohl es eine Verführung zur Eitelkeit ist. Sie haben Ihrerseits aber auch die Gabe, die Dinge knapp
auf den Punkt zu bringen! 2. für mich kann ich sagen, dass die FSSPX mich erst wieder zum regelmäßigen
Messbesuch gebracht hat, nachdem mich das Gekaspere (und das Nichwissen, was einen heute denn erwartet)
in der Neuen Messe aus der Kirche getrieben hat. Ohne jetzt einen übermäßigen Bekenntnisdrang zu verspüren,
darf ich von mir sagen, daß es ähnlich war: ich bin dankbar, vor nun doch sehr vielen Jahren meinen
kath. Glauben, der mir in der Amtskirche (auch:PGR!) irgendwo abhanden gekommen war, in einem FSSPX-Priorat
wiedergefunden zu haben. Wohl hat es uns aus den Gebäuden, nicht aber Aus der Kirche getrieben, meine
ich. 3. würde ich jede Wette (na fast jede ) eingehen, würde an jedem Messort die Alternative der Alten
Messe angeboten, diese in absehbarer Zeit die gleiche Besucherzahl aufweisen würde die Neue Messe. Alleine
schon wegen des „vielgeliebten“ Händchenschüttelns. Die Zeit arbeitet für uns, die Sache auch, da gibt
es kein Vertun. Deshalb ja die hysterisch-haßerfüllte Reaktion der Gotthard-Lando-HBR-Fraktion. Nur:
geschenkt wird uns das nicht! Jeder muß an seiner Stelle arbeiten: argumentieren, diskutieren, einladen.
Freundlich, nicht verbissen u. verkrampft wie die Uralt-68er. Gruß!
zum Thema 1. @Maurice : Ich finde Ihre Beiträge hier immer äusserst lesenswert, vor allem schätze ich
Ihren Humor, mit dem Sie sich gerne u.a. selbst als Piushansel bezeichnen. 2. für mich kann ich sagen,
dass die FSSPX mich erst wieder zum regelmäßigen Messbesuch gebracht hat, nachdem mich das Gekaspere
(und das Nichwissen, was einen heute denn erwartet) in der Neuen Messe aus der Kirche getrieben hat. 3.
würde ich jede Wette (na fast jede ) eingehen, würde an jedem Messort die Alternative der Alten Messe
angeboten, diese in absehbarer Zeit die gleiche Besucherzahl aufweisen würde die Neue Messe. Alleine
schon wegen des „vielgeliebten“ Händchenschüttelns.
Et tu, Frasime amice (ave!) bene dixisti – bonum certamen infatigabiliter continua(bi)mus! Und zur Frage
der Jugend in der „alten“ Messe: in Deutschland gewinnt etwas an Schwung, das in Frankreich schon lange
gang und gäbe ist. Zwei Beispiele von vielen: in Paris, in St. Nicolas du Chardonnet (FSSPX), wird jeden
Mittwoch abend eine hl. Messe für die Studenten der Pariser UIniversitäten gelesen. Da kann man dann
hunderte von jungen Leuten sehen, die – den Rucksack auf dem Rücken – andächtig die Messe hören. Oder
Tours: versuchen Sie mal, kurz vor Beginn der Sonntagsmessen in St. Grégoire des Minimes (gleichfalls
FSSPX) auch nur einen Stehplatz innerhalb der (großen!) Kirche zu bekommen… : alles voll! Alles junge
Familien! Immer mehr begreifen, daß bekifftes Abhängen oder geisttötendes Abfeiern, daß hemmungs-und
tabufreies Ausnutzen seiner selbst und anderer zu primitivem Lustgewinn einfach auf Dauer keine Lebensperspektive
sind. Auch hierin sind die Uralt-68er innerhalb und außerhalb der Kirche schon gescheitert. Was wir miterleben,
ist nichts weiter als ein besonders heftiges Sich-wehren gegen das längst überfällige Abtreten; wenn
man so will: eine besonders heftige, zuckende Agonie, die in pulsierendes Leben umgedeutet werden soll.
Klappt aber nicht! Genauso zum Scheitern verurteilt wie der Versuch, Vernunft in die Beiträge einer gewissen
„Stimme“ hineinzuinterpretieren.
@kto. Die Tradi-kirchen sind überfüllt von jungen Menschen. Aber sicher. So überfüllt wie die Baghwan
Meditationskurse. Auf 1 Jugendlichen in deiner Tradi-Kirche kommen 100000 Jugendliche, die da nicht mal
für Geld hingingen.
#23 Florianklaus 09:05:03 | Montag, 4. Februar 2008
@an RJH Ihren Ansatz für eine „Reform der Reform“ finde ich höchst bedenkenswert. M.E. böte es sich
dann an, das Stufengebet im Wechsel mit der ganzen Gemeinde zu sprechen.
Evangelium vor der Lesung Schon merkwürdig: wird in der außerordentlichen Messe jetzt das Evangelium
vor der Lesunggeflüstert. Vielleicht ist das auch der neue Sonderritus in der Adelhauser Kirche in Freiburg,
um sich von NOM deutlich abzuheben? Bedenklich ist das allerdings schon, wenn unter der Hand solche Reformen
gehändelt werden: Evangelium vor der Lesung. Das suggeriert zumindest die Folge der Bilderserie. Die
Altrituellen können ganz schön perfide sein, nur um als modern zu gelten. Dann stülpen sie das Ganze
schon mal gern um. Vielleicht schwirren ihnen auch Kopf und Ohren wegen der doch nicht erwarteten paar
Besucher und der Pfarrer weiß, wegen jahrzehntelanger Abstinenz, plötzlich auch nicht mehr was denn
ordentlich oder „außerorendlich“ zu sein habe. Da sind NOM-Messebesucher besser dran. Da wird dem Römischen
Ritus entsprechend, die Lesung vor dem Evangelium coram publico vorgetragen.
@ K.TO Es ist bei mir genau das Gegenteil… Die Tradi-kirchen sind überfüllt von jungen Menschen. Ja,
kann sein, dass das bei Ihnen so ist. „Falsch“ ist das von mir gesagte deshalb noch lange nicht.
Wo bleibt der Dank? Keiner hat die Alte Messe so sehr gefördert wie die Modernisten mit ihren selbstgestrickten
Messen und liturgischen Selbstdarstellungen. Wenn das so wäre, hätten die Altgläubigen doch gute Gelegenheit,
den NOM-Anhängern überschwenglichzu danken. Aber dazu sind die verquälten, giftsprühenden Herrschaften
nicht in der Lage. Einfach einmal eine außerordentliche Messe zu inszenieren zum Dank dass es den NOM
gibt, der angeblich so gute Vorarbeit geleistet hat. Das ist ja wohl das mindeste was für die „Selbstgestrickten
Messen“ erbeten werden könnte. Aber die Gabe der Großzügigkeit hat der himmlische Vater bei den Altrituellen
offenbar nicht verteilt. Sie fallen ihm deshalb in den Rücken. Dolchstoßlegende. Deshalb war Vat IIunbedingt
notwendig.
Falsch „Es ist auch meine Erfahrung, dass die Altersstruktur der Besucher im außerordentlichen Ritus
ähnlich ist wie im ordentlichen. „ Es ist bei mir genau das Gegenteil… Die Tradi-kirchen sind überfüllt
von jungen Menschen. Und die alten Modernisten feiern ihre „Messen“ vor immer weniger Menschen (fast alle
ungefähr 60). Es ist genau so, wie Mgr Lefebvre es vorgesehen hat…
@guttenberger Dem Berichterstatter – vermutlich Neuheide – ist offenbar entgangen, daß es auch vor dem
Konzil schon unterschiedliche liturgische Kalender gab: die von den einzelnen Orden. Je älter ein Orden,
umso mehr eigene Heilige! dieser Poster – vermutlich arroganter Tradi – hat keine Ahnung, was ein liturgischer
Kalender ist. Der meint schließlich nicht nur den einen oder anderen Heiligen mehr oder weniger…
Ich hoffe eines Tages auf eine gemeinsame Form des römischen Ritus Ordentliche und außerordentliche
Form sollen sich ja gegenseitig befruchten. Eine Möglichkeit wäre: Vorbereitungsgebet und Gebetsgottesdienst
nach dem alten Ritus, Schriftlesungen mit Antwortpsalm und Hallelujaruf wie im NOM. Offertium, Präfation
u.s.w. bis zum Schluss im althergebrachten Stil. Sprache wahlweise Latein oder Landessprache. Die wichtigsten
Gebete jedoch auch öfter in Latein. Zelebrationsrichtung nach Osten. Verwendung des Hochaltars.
Einheitlicher Kalender Dem Berichterstatter – vermutlich Neuheide – ist offenbar entgangen, daß es auch
vor dem Konzil schon unterschiedliche liturgische Kalender gab: die von den einzelnen Orden. Je älter
ein Orden, umso mehr eigene Heilige!
Besucher Es ist auch meine Erfahrung, dass die Altersstruktur der Besucher im außerordentlichen Ritus
ähnlich ist wie im ordentlichen. Dennoch halte ich diese Jubelarien „schießen überall aus dem Boden“
etc für völlig überzogen. Wenn man erzählt, dass „in 20 km Entfernung“ die nächste Messe im usus
antiquior stattfindet, dann möge man doch bedenken, dass man auf dem Weg dorthin aller Wahrscheinlichkeit
nach an einem halben Dutzend Kirchen vorbeikommt in denen die ordentliche Form zelebriert wird und die
meisten werden besser besucht sein. Und ein „Wundern“ kann man auch höchst selten und allenfalls in irgendwelchen
Presseberichten erleben. Für die Leute am Ort ist die alte Messe inzwischen normal und die anderen nehmen
keine Notiz davon. An meinem alten Heimatort zB gibt es die nächste alte Messe auch erst 20 km entfernt –
das ist hier überhaupt kein Thema.
@Hintzen Wenn aus ganz Freiburg (und Umgebung) nicht mehr als ca. 180 Gläubige den Weg zum tridentinischen
Ritus finden, dann ist er zum Tode verurteilt. Das ist Ihre Sichtweise. Aber: Wissen Sie, ob in ganz Freiburg
(und Umgebung) bekannt war, dass diese trid. Messe zelebriert wird? Ich glaube nicht… Zudem könnte
man auch den Bischöfen Hetze gegen die alte Messe vorwerfen, wenn sie strikt behaupt(et)en, diese Messe
sei ungültig, schismatisch, gefährlich, verboten, usw. und somit den Gläubigen, die eventuelles Interesse
zeigen könnten, von vorneherein Steine in den Weg legen. Wo ist hier die Toleranz? Wo ist hier die Einheit
in der Vielfalt? Der trid. Ritus war (und ist) zum Tode verurteilt, ja das stimmt! Aber er stirbt und
stirbt einfach nicht…! Einfach mal dem Papst gegenüber gehorsam sein und das MP großzügig annehmen
wäre wünschenswert, von allen! @Maurice Corvisier: Ave amice, bene dixisti…! :)3
#12 kath.Sachs † 19:55:54 | Sonntag, 3. Februar 2008
Propaganda anstatt Berichterstattung Das ist mal wieder dieses „Bildzeitungsniveau“ von Kreuz.net, das
eher an die Darstellung der Wirklichkeit bzw. der Propaganda durch die SED bzw. die PDS erinnert. Aus
„180 Teilnehmern“ wird eine „total überfüllte“ Kirche : Wenn aus ganz Freiburg (und Umgebung) nicht
mehr als ca. 180 Gläubige den Weg zum tridentinischen Ritus finden, dann ist er zum Tode verurteilt.
o^/ Ehrlicherweise hat der Berichterstattet nicht alle Negativpunkte (andere Leseordnung, es fehlt der
Ambo usw.) verschwiegen. Das ist aber das mindeste, was man von einer eingermaßen objektiven Berichterstattung
erwarten darf. :)3 Im übrigen finden sich wieder nur diffamierende Äußerungen, die der Wirklichkeit
widersprechen („selbstgestrickte Liturgie“ usw.).
Frasim schreibt: „Ja, woher sollen denn die Jugendlichen die trid. Messe auch kennen?“ Das stimmt! Erfreulich
ist aber, daß zwei Dinge zu bemerken sind: 1.: es war von interessierter Seite angenommen worden, die
„alte“ Messe werde gewissermaßen ein biologisch bedingtes Ende finden. Nun: dem ist keineswegs so. Die
biologische Endlösung hat nicht nur nicht stattgefunden, sondern es gibt in allen Zweigen der Tradition
einen Zuwachs an jungen und relativ jungen Familien… und der Kern von allem ist immer die Familie. 2.:
höchst interessant ist, daß relativ viele sehr junge Katholiken sich interessieren, daß viele auch
nach der anfänglichen Euphorie bleiben und „sich einbringen“ – am Rande: was hat man nur mit unserer
Sprache gemacht? –. Bei der FSSPX (für andere kann ich nicht sprechen) hängt das natürlich auch von
verschiedenen Gegebenheiten ab. Mein „Heimatpriorat“ jedenfalls hat sonntags zwei vollbesetzte Messen
mit einer wünschenswerten Altersverteilung. Besonders schön der Fall eines noch recht jungen Mädchens,
das es geschafft hat, auch seine Eltern zu interessieren, die jetzt immer öfter kommen. Jedenfalls ist
es ausgesprochen amüsant, hier die von jeder wirklichen Kenntnis ungetrübten Äußerungen fernstehender
Uninformierter zu lesen. Das allerdings gilt nicht nur für den Bereich „Meßbesuch“, sondern auch für
so manche absolut kraus-kuriose Vorstellung vom Leben eines Tradi bzw. Piushansel-„Sektierers“ (auch hier:
freundliches Grinsen meinerseits). Und: daß genau diese Leute zunehmend betreten auf den kleinen, aber
meßbaren Aufschwung reagieren. Und weiter geht’s!
@Samurai Ja, woher sollen denn die Jugendlichen die trid. Messe auch kennen? Man hat sie die letzten 40
Jahre in der Versenkung verschwinden lassen und verbieten wollen, was ja auch fast gelang, aber eben nur
fast! Geben wir -wie der Papst verlangt- dieser wunderschönen Messform eine ehrliche Chance und wir werden
erleben, dass sie Menschen jeden Alters usw. anziehen vermag, auch die Jugendlichen! Denken wir nicht,
die trid. Messe sei nur für ein paar alte Mütterchen, die diese Form noch aus ihrer Jugend kennen! Genauso
verhält es sich übrigens mit dem Gregorianischen Choralgesang… Wo ist hier die so vielgepriesene Toleranz?
Wo die sooft beschwörte „Einheit in der Vielfalt“? Also, seien wir fair und respektvoll, auch und gerade
der trid. Liturgie gegenüber und wir werden die Früchte erkennen.
Als regelmäßiger Besucher von Messen in der außerordentl. Form d. röm. Ritus habe ich in mehreren
Großstädten die Beobachtung machen können, daß viele Teilnehmer so alt sind, daß sie diese Form der
Messe aus ihrer Jugend kennen. Überraschenderweise besuchen aber auch viele junge Leute die tridentinische
Messe und sie wirken als Sänger(innen) in der Choralschola, als Ministranten usw. sehr aktiv mit! Wenn
ich auch das Durchschnittsalter der Messbesucher für keine wichtige Kenngröße halte, so liegt dieses
m.E. nicht nennenswert über dem von Messen in der gewöhnlichen Form. Natürlich erleben viele Erstbesucher
von Messen im tridentin. Ritus das Latein, die Stille, den Geist der Anbetung als „außerordentlich“.
Einige von diesen werden dann womöglich zu Reflexionen darüber veranlaßt, wieso eigentlich Latein,
Gebetsstille und Anbetung außerordentliche Elemente eines Gottesdienstes der röm.-kathol. Kirche sein
sollten… Und ist wohl der Artikel zu verstehen!
@ Möchtegern-Kathole Ja, mit der Christianisierung war das so eine Sache. Sie schritt voran, teils gut,
teils eher mäßig und teils – siehe Island, Irland und die schottischen Highlands sehr mäßig. Aber
zurück zum Thema. Wer (!) geht denn in die tridentinische Messe? Allgemein katholische Jugendliche oder
nicht eher diejenigen , deren Eltern traditionalistisch eingestellt sind. Fakt ist, daß hier in meiner
Heimatstadt jeden Sonntag eine Messe im tridentinischen Ritus angeboten wird, und das schon seit sicherlich
10 Jahren oder mehr. Ein Freund von mir hat sie regelmäßig besucht, Fazit: Die Anzahl der Messbesucher
lag jedes Mal zwischen 10 und 2o Personen, Altersdurchschnitt: jenseits des Renteneintrittsalters, also
ab 65. Samurai
So war es auch bei der … … Christianisierung Europas im 1. Jahrtausend: überall blühten die Gemeinden
auf und die Heiden kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. So ist es auch heute: die NOM-Leute raufen
sich die Haare und schauen verdutzt, weil es den Zulauf für die alte Messe eigentlich gar nicht geben
darf, ihrer Theorie nach. Alles was sie gegen die alte Messe unternehmen ist verwirrter Aktionismus, stumpfes
agitieren, und so manche Anti-AlteMesse-Aktion wurde zur Werbung dafür. Das komischte ist aber, dass
die NOM-Leute gar nicht wissen, gegen wen oder gegen was sie nun richtig vorgehen sollen. Da gibt es keine
Einzel-Organisation, der man den Geldhahn abdrehen könnte, keine Person, deren Charisma alles ziehen
würde, sondern es ist eine echte Volksbewegung.
Überlieferte Messe Ich habe ja auch das Glück das nach dem Moto Propio bei uns eine fest stehende Gemeinde
wurde die den überlieferten Hl. Römischen Ritus praktiziert. Eine weitere Gemeinde 20 km von uns Entfernt
wird in kürze entstehen. Überall wächst der überlieferte Ritus buchstäblich aus dem Boden. Das hält
jedoch Liberale und Modernisten nicht davon ab (auch bei uns einer aus dem Domkapitel) gegenüber der
Presse nach wie vor zu behaupten – es bestehe keine Bedarf an der überlieferten Liturgie. Die haben die
Hosen mächtig voll sonst müssten sie diese absichtlichen Fehlmeldungen nicht immer wieder hinaus-Orakeln.
Und das ist gut so!
GENAU „All das, was mir sonst öfters auf die Nerven geht, gab es nicht, kein banales Geschwätz am Anfang
oder am Ende, keine Kinderbelustigung, keine Show.“ Genau die Wahrheit ! Genau deswegen ist die alte Messe
die beste (also die katholischste) !
Zelebration zum Herrn hin Ich war kürzlich während der Woche beruflich in Köln und nahm abends an einer
Messe im Dom teil, die von einem jungen Vikar in der Sakramentskapelle zum Hochaltar hin zelebriert wurde –
schlicht und würdig. Die Kapelle, in der sich auch eine Kommunionbank befindet, war „rappelvoll“, und
zwar mit Leuten jeglichen Alters. Einfach nur schön! Es hat mich sehr berührt, diese Messe mitfeiern
zu dürfen.