Rechtzeitig zurückgerudert
Ein Kämpfer für die Kirche hat seinen Lauf vollendet: „Er fühlte sich verpflichtet, die aus seiner Sicht gefährlichen Tendenzen und glaubensschädlichen Vorgänge anzuprangern.“
(kreuz.net, Blindenmarkt) Am vergangenen Freitag wurde das Requiem für den am 25. Januar verstorbenen
Pater Andreas Hönisch zelebriert.
Der Verstorbene gehörte im Jahr 1976 zu den Gründungsmitgliedern der ‘Katholischen Pfadfinderschaft Europas’, deren erster Bundeskurat er wurde.
Im Jahr 1988 gründete er die Ordensgemeinschaft der ‘Diener Jesu und Mariens’. Bis zu seinem Tod wirkte er als deren General. Die Kongregation päpstlichen Rechts hat ihren Sitz in der Marktgemeinde Blindenmarkt in Niederösterreich – 56 Kilometer westlich der Bischofsstadt St. Pölten.
Das Requiem im Alten Ritus zelebrierte Prälat Camille Perl, Sekretär der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, die sich um die Belange der Altgläubigen kümmert.
Die Feierlichkeiten fanden in der von Benediktinern betreuten Wallfahrtsbasilika Sonntagberg – dreißig Kilometer südwestlich von Blindenmarkt statt.
Der Ortsbischof, Mons. Klaus Küng von St. Pölten, war bei dem Requiem im Chorrock anwesend.
Nach einem Videobericht auf der Webseite ‘gloria.tv’ war die Kirche übervoll. Zahlreiche Priester, Ordensschwestern und Vertreter niederösterreichischer Stifte nahmen an der Messe teil.
Von der Kirche verfolgt
Die Predigt hielt der ehemalige Dompfarrer von Mainz und Spiritual der Ordengemeinschaft, Hw. Guido Becker.
Pater Hönisch sei kein „Streithansl“ gewesen – erklärte Hw. Becker: „Aber er fühlte sich verpflichtet, die aus seiner Sicht gefährlichen Tendenzen und glaubensschädlichen Vorgänge anzuprangern.“
Es sei dem Verstorbenen nicht in erster Linie darum gegangen, die „schlafenden Hirten“ zu wecken, sondern er habe versucht, den verunsicherten, einfachen Gläubigen Wegweisung zu geben und den Rücken zu stärken.
Hw. Becker erinnerte daran, daß Pater Hönisch für seine Treue zur Kirche viel habe erleiden müssen.
Als Religionslehrer an einer hessischen Schule wurde der damalige Jesuit schon nach kurzer Zeit durch das Diözesanschulamt entlassen, weil er die sittlichen Zustände angeprangert hatte.
In zwei deutschen Diözesen bekam der Ordensgründer Predigtverbot: „Er hat sich im Gehorsam an die kirchliche Autorität daran gehalten“ – so Hw. Becker.
Das ganz normale katholische Leben
‘Radio Vatikan’ brachte zum Begräbnis, nachdem der Sender vorher eine eher kritische Todesmeldung veröffentlicht hatte, eine Würdigung.
Dabei kam der Oberstudienrat und ehemalige Bundesfeldmeister der ‘Katholischen Pfadfinderschaft Europas’, Günther Walter, zu Wort.
Er betonte, daß Pater Hönisch den Jugendlichen nichts anderes als das normale katholische Leben bieten wollte.
Walter erinnerte auch an die schwierige Zeit nach dem Konzil und an die Liturgiereform.
Pater Hönisch habe rechtzeitig gemerkt, daß er zurückrudern mußte.
In der Liturgiefrage habe der Verstorbene eine Haltung vorweggenommen, die durch das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messe umgesetzt worden sei.

Der Verstorbene gehörte im Jahr 1976 zu den Gründungsmitgliedern der ‘Katholischen Pfadfinderschaft Europas’, deren erster Bundeskurat er wurde.
Im Jahr 1988 gründete er die Ordensgemeinschaft der ‘Diener Jesu und Mariens’. Bis zu seinem Tod wirkte er als deren General. Die Kongregation päpstlichen Rechts hat ihren Sitz in der Marktgemeinde Blindenmarkt in Niederösterreich – 56 Kilometer westlich der Bischofsstadt St. Pölten.
Das Requiem im Alten Ritus zelebrierte Prälat Camille Perl, Sekretär der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, die sich um die Belange der Altgläubigen kümmert.
Die Feierlichkeiten fanden in der von Benediktinern betreuten Wallfahrtsbasilika Sonntagberg – dreißig Kilometer südwestlich von Blindenmarkt statt.
Der Ortsbischof, Mons. Klaus Küng von St. Pölten, war bei dem Requiem im Chorrock anwesend.
Nach einem Videobericht auf der Webseite ‘gloria.tv’ war die Kirche übervoll. Zahlreiche Priester, Ordensschwestern und Vertreter niederösterreichischer Stifte nahmen an der Messe teil.
Von der Kirche verfolgt
Die Predigt hielt der ehemalige Dompfarrer von Mainz und Spiritual der Ordengemeinschaft, Hw. Guido Becker.
Pater Hönisch sei kein „Streithansl“ gewesen – erklärte Hw. Becker: „Aber er fühlte sich verpflichtet, die aus seiner Sicht gefährlichen Tendenzen und glaubensschädlichen Vorgänge anzuprangern.“
Es sei dem Verstorbenen nicht in erster Linie darum gegangen, die „schlafenden Hirten“ zu wecken, sondern er habe versucht, den verunsicherten, einfachen Gläubigen Wegweisung zu geben und den Rücken zu stärken.
Hw. Becker erinnerte daran, daß Pater Hönisch für seine Treue zur Kirche viel habe erleiden müssen.
Als Religionslehrer an einer hessischen Schule wurde der damalige Jesuit schon nach kurzer Zeit durch das Diözesanschulamt entlassen, weil er die sittlichen Zustände angeprangert hatte.
In zwei deutschen Diözesen bekam der Ordensgründer Predigtverbot: „Er hat sich im Gehorsam an die kirchliche Autorität daran gehalten“ – so Hw. Becker.
Das ganz normale katholische Leben
‘Radio Vatikan’ brachte zum Begräbnis, nachdem der Sender vorher eine eher kritische Todesmeldung veröffentlicht hatte, eine Würdigung.
Dabei kam der Oberstudienrat und ehemalige Bundesfeldmeister der ‘Katholischen Pfadfinderschaft Europas’, Günther Walter, zu Wort.
Er betonte, daß Pater Hönisch den Jugendlichen nichts anderes als das normale katholische Leben bieten wollte.
Walter erinnerte auch an die schwierige Zeit nach dem Konzil und an die Liturgiereform.
Pater Hönisch habe rechtzeitig gemerkt, daß er zurückrudern mußte.
In der Liturgiefrage habe der Verstorbene eine Haltung vorweggenommen, die durch das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messe umgesetzt worden sei.

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Sonntag, 10. Februar 2008 18:46
Rübezahl: Fortsetzung @ prawda & Schwarzbach
3. „… bzw. im bedarfsfall kurzfristig beitreten könnte…“: Der kurzfristige Eintritt für „Ihren“
konstruierten Bedarfsfall, liebe(r) Schwarzbach, würde auch wenig nützen, denn: gewählt werden für
das Amt des Generals kann nur ein Ordensmitglied mit Tertiat. Das Tertiat setzt aber das Noviziat sowie
die Beendigung der zeitlichen Gelübde voraus (also mind. 4 Jahre „Ordensmitgliedszeit“). Das Tertiat
wiederum umfasst selbst ein Jahr, womit wir schon bei 5 Jahren wären …
(von „kurzfristig“ kann hier also eher kaum die Rede sein …)
Selbstverständlich, lieber sacerdos helveticus, schildere ich hier nur die gewöhnlichen Umstände.
Das Recht des Heiligen Stuhls zur Intervention in begründeten Ausnahmefällen – insbesondere bei einer Kongregation päpstlichen Rechts – bleibt hiervon natürlich unberührt.
P.S.: Danke @ sacerdos helveticus für die Beihilfe zur „Umgehung“ der „unmittelbar folgenden Beitragssperre“
Liebe Grüße
der Rübezahl
(von „kurzfristig“ kann hier also eher kaum die Rede sein …)
Selbstverständlich, lieber sacerdos helveticus, schildere ich hier nur die gewöhnlichen Umstände.
Das Recht des Heiligen Stuhls zur Intervention in begründeten Ausnahmefällen – insbesondere bei einer Kongregation päpstlichen Rechts – bleibt hiervon natürlich unberührt.
P.S.: Danke @ sacerdos helveticus für die Beihilfe zur „Umgehung“ der „unmittelbar folgenden Beitragssperre“
Liebe Grüße
der Rübezahl
Sonntag, 10. Februar 2008 18:28
sacerdos helveticus: Wahl bei SJM
So Rübezahl, nun können Sie weiterschreiben.
Natürlich könnte theoretisch der Heilige Stuhl im Extremfall , wenn er es denn wollte, auch einen Nichtangehörigen der Kongregation zum Quasi-Oberen der Gemeinschaft machen, indem er jene Person mit besonderen Vollmachten ausstattet.
Aber das ist natürlich reine Spekulation und ich denke, es wird der Gemeinschaft schon gelingen, einen neuen Generaloberen als Nachfolger für P. Hönisch sel. zu wählen.
Natürlich könnte theoretisch der Heilige Stuhl im Extremfall , wenn er es denn wollte, auch einen Nichtangehörigen der Kongregation zum Quasi-Oberen der Gemeinschaft machen, indem er jene Person mit besonderen Vollmachten ausstattet.
Aber das ist natürlich reine Spekulation und ich denke, es wird der Gemeinschaft schon gelingen, einen neuen Generaloberen als Nachfolger für P. Hönisch sel. zu wählen.
Sonntag, 10. Februar 2008 18:20
Rübezahl: @ prawda und Schwarzbach
Liebe verehrte Herren (oder Damen) prawda und Schwarzbach!
Durch Ihre letzten Kommentare stellen Sie wieder einmal mittels einer grandiosen Demonstration Ihre Unwissenheit zur Schau:
prawda: „Aus gut unterrichteten Kreisen des Vatikans habe ich vernommen, dass man Hw. Guido Becker beispielsweise bei einer Wahl ganz sicher nicht zum Oberen der Servi Jesu et Mariä ernennen wird.“
Schwarzbach: „er [Spiritual Becker] soll doch der spiritual der kongregation sein. insofern liegt es nahe, dass er der sjm angehört, bzw. im bedarfsfall kurzfristig beitreten könnte.“
1. Spiritual Becker ist – wie Zeitundewigkeit richtig schreibt – pensionierter Priester der Diözese Mainz und war noch nie Ordensmitglied der SJM. Insofern hat Becker weder aktives noch passives Wahlrecht (… was jeder „gut unterrichtete Kreis des Vatikans“ weiß, wenn er auch nur den Kurs „Kirchenrecht für aller unterste Anfänger“ besucht hat – von daher, liebe(r) prawda, disqualifiziert sich Ihre Bemerkung bezüglich einer vorgeblichen „insider-Info“ eo ipso als erstunken & erlogen).
2. Es liegt – ganz im Gegenteil – überhaut nicht nahe, dass er als Spiritual auch dem Orden angehört. Vielmehr ist es bei bestimmten Orden gute Tradition eben gerade einen ordensfremden Priester für dieses Amt zu bestellen.
Fortsetzung im nächsten Beitrag
Durch Ihre letzten Kommentare stellen Sie wieder einmal mittels einer grandiosen Demonstration Ihre Unwissenheit zur Schau:
prawda: „Aus gut unterrichteten Kreisen des Vatikans habe ich vernommen, dass man Hw. Guido Becker beispielsweise bei einer Wahl ganz sicher nicht zum Oberen der Servi Jesu et Mariä ernennen wird.“
Schwarzbach: „er [Spiritual Becker] soll doch der spiritual der kongregation sein. insofern liegt es nahe, dass er der sjm angehört, bzw. im bedarfsfall kurzfristig beitreten könnte.“
1. Spiritual Becker ist – wie Zeitundewigkeit richtig schreibt – pensionierter Priester der Diözese Mainz und war noch nie Ordensmitglied der SJM. Insofern hat Becker weder aktives noch passives Wahlrecht (… was jeder „gut unterrichtete Kreis des Vatikans“ weiß, wenn er auch nur den Kurs „Kirchenrecht für aller unterste Anfänger“ besucht hat – von daher, liebe(r) prawda, disqualifiziert sich Ihre Bemerkung bezüglich einer vorgeblichen „insider-Info“ eo ipso als erstunken & erlogen).
2. Es liegt – ganz im Gegenteil – überhaut nicht nahe, dass er als Spiritual auch dem Orden angehört. Vielmehr ist es bei bestimmten Orden gute Tradition eben gerade einen ordensfremden Priester für dieses Amt zu bestellen.
Fortsetzung im nächsten Beitrag
Freitag, 8. Februar 2008 17:50
zeitundewigkeit: @iustus, Schwarzbach
Der Spiritual der SJM, Pfr . Guido Becker, ist Priester der Diözese Mainz (Schematismus 2007).
Donnerstag, 7. Februar 2008 23:57
FiliusEcclesiae: Die Farbe Blau im Römischen Ritus
Benedikt
Irgendwelche Sonderprivilegien, die aller Wahrscheinlichkeit mit den liturgischen Farben der diözesanen Eigenriten zusammenhängen können mE nichts daran ändern, dass es kein liturgische Farbe blau im Römischen Ritus gibt.
Die Privilegien gelten offenbar für lokale Ausprägungen des Römischen Ritus’ in einigen Diözesen.
Irgendwelche Sonderprivilegien, die aller Wahrscheinlichkeit mit den liturgischen Farben der diözesanen Eigenriten zusammenhängen können mE nichts daran ändern, dass es kein liturgische Farbe blau im Römischen Ritus gibt.
Die Privilegien gelten offenbar für lokale Ausprägungen des Römischen Ritus’ in einigen Diözesen.
Donnerstag, 7. Februar 2008 23:57
Benedikt: @ prawda
Belegen Sie lieber mal Ihre Vorwürfe. Bis jetzt konnte ich mir als Außenstehender kein Bild von der genauen Geschichte um die SJM in Fulda machen. Wenn die SJM-Gegner jedoch solche Methoden brauchen um sich zu rechtfertigen, dann weiß ich, was ich von den Vorwürfen gegen die SJM aus derselben Ecke zu halten habe.
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