Muttergottes
Der Urin der Seherin
Ein Bischof hat eine Seherin angeblicher Marienerscheinungen exkommuniziert. Deren Gruppierung behauptet jetzt, daß das Verhalten des Bischofs nichts mit dem Papst und der Weltkirche zu tun habe.
(kreuz.net, Kwangju) Der Erzbischof von Kwangju, Mons. Andreas Choi Chang-mou (71), hat am 21. Januar die Exkommunikation latae setentiae der angeblichen Seherin Julia Kim (60), ihres Ehemanns und deren Anhängerschaft verkündet.

Die Stadt Kwangju befindet sich im Südwesten von Südkorea.

Diese Exkommunikation betrübt den Erzbischof nach eigenen Angaben sehr. Sie sei aber notwendig geworden, um ein „gesundes christliches Glaubensleben, und die Einheit und Gemeinschaft der Kirche“ zu gewährleisten.

Die Gläubigen sollten vor einem gegenstandslosen und blinden Glauben bewahrt werden.

Der Erzbischof erklärte, Frau Kim und ihren Ehemann im Jahr 2003 persönlich in Naju getroffen zu haben. Im Jahr 2005 habe er sie ein letztes Mal gewarnt. An ihren Aktivitäten habe sich jedoch nichts geändert:

„Sie verleumden mich, die koreanischen Bischöfe und die koreanische Kirche durch ihre Publikationen im Internet.“

Die Taten würden beweisen, daß „Julia Kim und ihre Anhänger nicht den Willen haben, sich mit der katholischen Kirche zu versöhnen“.

Deshalb sind alle Kleriker, Ordensleute und Laien, die der Seherin die Sakramente spenden beziehungsweise an Liturgien teilnehmen, die am angeblichen Marienschrein abgehalten werden, automatisch exkommuniziert.

Eine Woche vor Veröffentlichung des Exkommunikationsdekrets publizierte der Erzbischof von Taegu, Mons. John Choi Young-so, einen Hirtenbrief.

Auch er warnte vor dem Marienschrein und bat die Gläubigen, nicht mehr an den Liturgien am angeblichen Erscheinungsort teilzunehmen.

In Naju würde sehr viel Geld gesammelt. Auch abergläubische Praktiken seien verbreitet. Der Erzbischof berichtete davon, daß unter den Anhängern der zweifelhaften Seherin der Brauch bestehe, deren Urin zu Heilungszwecken zu konsumieren.

Siebenhundert Tage Tränen

Julia Kum hat nach Angaben ihrer Webseite seit 1985 Marienerscheinungen. Bis zum Januar 1992 soll die Statue der Gottesmutter in der Wohnung der noch unverheirateten Julia insgesamt während siebenhundert Tagen Blut und Tränen geweint haben.

Die Statue habe auch geschwitzt und durch die Nase geblutet.

Frau Kim – damals Inhaberin eines Schönheits-Salons – erhielt die Statue angeblich als Dank von einem Missionar. Dieser sei nach dreitägigem intensivem Gebet mit Frau Kim von einer Bronchitis geheilt worden.

Die Verteidigung der Exkommunizierten

Das Ehepaar Kim und dessen Anhängerschaft insistiert, daß der Heilige Stuhl die Wunder von Naju anerkennt.

In einer Stellungnahme, die auf der Webseite ‘UCA News’ veröffentlicht wurde, sprachen die Exkommunizierten von der „schlechtesten Maßnahme“ und einem „häretischen Irrtum“.

Das Dekret des Bischofs habe nichts mit dem Papst und der Weltkirche zu tun.

Der Pressesprecher des Marienschreins von Frau Kim fügte in einer Stellungnahme hinzu, daß der Erzbischof von Kwangju ein Verbrechen begehe, wenn er solche Irrtümer verbreite, seine Macht mißbrauche und den Gläubigen mit illegalen Strafen drohe.
      
23 Lesermeinungen
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#23   Ydefix   19:41:09 | Donnerstag, 7. Februar 2008
@Salvatore:
Neulich in der Mejugorje-Disco www.fsspx.info/…lash/Konzilskirche/.
:-D
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#22   Arkanum/kreuts.net †   18:20:09 | Mittwoch, 6. Februar 2008
ja, Salvatore,
Leser Mark Waterinckx www.kreuz.net/reader.204.html hat den „Unfug“ mehrfach erlebt und einiges darüber veröffentlicht, dort www.unitypublishing.com/…sletter/oct8_98.html zum Beispiel. Er steht auch mit dem zuständigen Ortsbischof in Verbindung.
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#21   Salvatore   17:47:04 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Hat jemand den Unfug in Medjugorje
persönlich erlebt, kann mir jemand Auskunft darüber geben was er dort persönlich gesehen hat
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#20   FiliusEcclesiae   17:39:41 | Mittwoch, 6. Februar 2008
„Angebliche oder inoffizielle Anerkennungen durch den Papst“
die Naju-Truppe wäre nicht die erste Sekte, die mit simulierten Anerkennungen Bauernfängerei betreibt…
„Angebliche oder inoffizielle Anerkennungen durch den Papst“ – da muß man doch schon sehr an die Medjugorje-Sekte denken.
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#19   Arkanum/kreuts.net †   17:38:10 | Mittwoch, 6. Februar 2008
… und hier haben wir
die Meldung von Radio Vatikan www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=184327 im Wortlaut. Von der behaupteten „Anerkennung“ durch den Papst ist darin nichts zu finden – was mich nicht sonderlich überrascht; die Naju-Truppe wäre nicht die erste Sekte, die mit simulierten Anerkennungen Bauernfängerei betreibt…
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#18   Tarcisius   00:08:54 | Mittwoch, 6. Februar 2008
@agricula
Hostienwunder im Beisein des Papstes? :-[ Auf dem Video, das davon verbreitet wurde, sieht man, das diese Frau irgendeine rote Pampe im Mund hat. Keine Ahnung, was sie sich da womöglich in den Mund gestopft hat. >:) Und dieser Blödsinn von Hostien, die durch die Luft fliegen. Taschenspielertricks. :-# Warum sollte der Herr mit Seinem heiligen Leib herumwerfen? :-S Ich glaub fest an die Realpräsenz, und deswegen kann ich nicht glauben, daß der Allmächtige einen solchen Budenzauber veranstaltet. Wozu auch. o.O
@Gotthard
Von Ihnen hätte ich nicht gedacht, daß Sie zum Kreis der Besteller gehören… ;-)
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#17   Arkanum/kreuts.net †   21:25:52 | Dienstag, 5. Februar 2008
Wer nicht auf die Lüge von der „Anerkennung als Heiligtum“ hereinfallen will,
kann sich dort www.kreuz.net/…entry.2182-page.html umsehen – wo sich auch die tatsächliche Stellungnahme des Bistums Mostar findet. Das einzige anerkannte Heiligtum im Bistum Mostar befindet sich in Hrasno.
Der Link zeigt auch, mit welchen Methoden der Betrug von Medjugorje funktioniert. In diesem Sinne kann man dem Erzbischof von Kwangju für seine Konsequenz nur gratulieren.
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#16   Josef Preßlmayer   20:13:51 | Dienstag, 5. Februar 2008
Die Marienerscheinungen von Guadalupe, La Salette, Lourdes, Fatima, Amsterdam u.s.w. sind anerkannt
ebenso die blutende Marienstatue von Syrakus!
Die Marienerscheinungen sind ein großer Trost und eine große seelische Bereicherung in unserer dem Abgrund zuwankenden, der Gottlosigkeit und der Sebstausrottung durch Abtreibung der Kinder verfallenden dekadenten Gesellschaft!
Maria ist der leichteste Weg zu Jesus. Er hat uns selbst diesen Weg gezeigt, indem er seine Mutter Maria Johannes und uns allen am Kreuz zur Mutter gegeben hat: „Sohn siehe Deine Mutter, Mutter, siehe Dein Sohn!“
Was Medjugorje betrifft, so hat die Kroatische Bischofskonferenz inclusive dem Bistum Mostar, Medjugorje 1993 als „Heiligtum“ angenommen.
Die Übernatürlichkeit der Erscheinungen ist bis jetzt weder vom Ortsbischof noch vom Vatikan anerkannt oder zurückgewiesen worden, was auch in der Regel erst nach dem Tod der Seher geschehen kann.
Es ist daher ein Gebot der Fairness, nicht voreilig zu urteilen oder die Seher und die dort mit voller Genehmigung des Ortsbischofs tätigen Priester zu beschimpfen, wie es leider auch durch Neider innerhalb der Kirche oder von Kirchenhassern geschieht.
Jede Pauschal-Ablehnung oder -Zustimmung von Erscheinungen ist falsch. Wir dürfen uns jedenfalls auf das Urteil der Kirche verlassen. Im Fall von Medjugorje ist es noch nicht gefällt. Zurufe, von welcher Seite immer, sind daher entbehrlich!
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#15   Mathilde Dosenfinger   18:49:35 | Dienstag, 5. Februar 2008
Wenn diese Statue…
…geweint und geschwitzt hat… Warum hat man sie nicht einfach in eine kühlere Ecke gestellt?
Man man man… Muß man denn alles selber machen…
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#14   stimme der vernunft †   09:08:23 | Dienstag, 5. Februar 2008
Das ist ja abgefahren!
Danke für den Link.
Genau das richtige zum Faschingsdienstag!
Helau!
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#13   r.ruhrgebietler   06:45:18 | Dienstag, 5. Februar 2008
ups – da haben dem Bischof wohl
die Inhalte der Botschaften von NAJU KOREA www.najumary.co.kr/…ry/messages/2007.htm gefallen! Nun, was das V-II angerichtet hat müsste unweigerlich fast alle Bischöfe des V-II heimsuchen – Grund: wissentliche Verführung zum Unglauben an Jesus Christus! Damit haben sich die meisten V-II-Bischöfe selber exkommuziert!
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#12   HBR   23:03:48 | Montag, 4. Februar 2008
Immer wieder das selbe Gejammere
In einer Stellungnahme, die auf der Webseite ‘UCA News’ veröffentlicht wurde, sprachen die Exkommunizierten von der „schlechtesten Maßnahme“ und einem „häretischen Irrtum“.
Das Dekret des Bischofs habe nichts mit dem Papst und der Weltkirche zu tun.
Der Pressesprecher des Marienschreins von Frau Kim fügte in einer Stellungnahme hinzu, daß der Erzbischof von Kwangju ein Verbrechen begehe, wenn er solche Irrtümer verbreite, seine Macht mißbrauche und den Gläubigen mit illegalen Strafen drohe.
Es ist doch immer wieder interessant, wie sich die Leute, welche von der Exkommunikation betroffen sind, als Opfer und im Recht präsentieren. Damit ist diese „Seherin“ in bester Gesellschaft mit vielen anderen ehemaligen Katholiken :-D :-D
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#11   Graf von Galen   22:53:53 | Montag, 4. Februar 2008
Wider den Betrug von Medjugorje
Ich wünschte der Bischof von Mostar, der für
Medjugorje zuständig ist, wäre auch so konsequent
gewesen.
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#10   Arkanum/kreuts.net †   22:38:45 | Montag, 4. Februar 2008
Moment mal…
wunderbare Heilung…
Frau Kim – damals Inhaberin eines Schönheits-Salons – erhielt die Statue angeblich als Dank von einem Missionar. Dieser sei nach dreitägigem intensivem Gebet mit Frau Kim von einer Bronchitis geheilt worden.
…von einer Bronchitis? Ist das ein Beitrag zum Rosenmontag?
Das darf doch nicht wahr sein! :-D
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#9   st.georg   22:30:43 | Montag, 4. Februar 2008
@agricula
…nach zwei minuten wird einem ja übel beim betrachten des links…da hilft nur noch ein guter psychotherapeut…
entweder böswillige geschäftemacherei oder geisteskrankeit…wie so oft…
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#8   Gotthard   21:54:44 | Montag, 4. Februar 2008
@agricula
Meine süßen Söhne, ich liebe euch so sehr, dass ich, selbst wenn ich euch in meinen Augapfel hineinversetzte, keine Schmerzen spüren würde!
frommer Kitsch ist doch auch was wert!
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#7   agricula   21:45:59 | Montag, 4. Februar 2008
Naju in Korea
Es gibt keinen Ort in der Kirchengeschichte, an dem so viele Zeichen und Wunder geschehen sind wie in Naju. Es gibt sogar eine kirchliche Anerkennung eines Wunders, das im Zusammenhang mit Julia Kim in der Diözese Sibu in Malysia geschehen ist. Ein Hostienwunder ist sogar im Vatikan im Beisein von Papst Johannes-Paul II. geschehen. Es gibt über 10 Videos mit Amateuraufnahmen von solchen Wundern. Ich verweise auf folgende Internetseiten:
www.najukorea.de
www.najumary.or.kr/
www.marys-touch.com/
www.najumary.org/
Die Botschaften der Gottesmutter sind natürlich für die Bischöfe nicht sehr angenehm, wie auch viele andere Botschaften in der Welt (z. B. auch kichlich anerkannte wie Fatima, La Salette und Akita)
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#6   Salvatore   21:44:56 | Montag, 4. Februar 2008
St. Georg
Haben sie diesen Unfug dort in Medjugorje persönlich erlebt?
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#5   st.georg   21:40:38 | Montag, 4. Februar 2008
@salvatore
…die „erscheinungen“ in medjugorje haben sicher den gleichen hintergrund wie die visionen der frau kim ;-) …und das mit dem urin ist noch ein tipp, um neue einnahmequellen zu erschliessen… beides absoluter antikatholischer unfug…
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#4   Salvatore   21:28:09 | Montag, 4. Februar 2008
st.georg
Was haben sie denn in Medjugorje schlimmes erlebt?
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#3   timpressum †   21:15:20 | Montag, 4. Februar 2008
Pisse aus Korea
Ist der Urin einer exkommunizierten Psychotikerin jetzt auch exkommuniziert und damit nicht mehr wirksam?
Und wieso erscheint eigentlich immer nur Mutti undnie der Sohnemann?
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#2   st.georg   21:14:13 | Montag, 4. Februar 2008
@gotthard
…na, das wäre doch mal ein beispielhaftes bischöfliches verhalten z.b. auch für medjugorje…
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#1   Gotthard   21:09:42 | Montag, 4. Februar 2008
DANKE! …
… für die Verbreitung dieser ganz wichtigen Nachricht aus der Weltkirche.
Ich werde mich an das Wort des Bischofs gebunden fühlen und keinen Urin mehr per Internet bestellen …
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