21:02:23 | Montag, 4. Februar 2008
Ein Bischof hat eine Seherin angeblicher Marienerscheinungen exkommuniziert. Deren Gruppierung behauptet jetzt, daß das Verhalten des Bischofs nichts mit dem Papst und der Weltkirche zu tun habe.

(kreuz.net, Kwangju) Der Erzbischof von Kwangju, Mons. Andreas Choi Chang-mou (71), hat am 21. Januar
die Exkommunikation latae setentiae der angeblichen Seherin Julia Kim (60), ihres Ehemanns und deren Anhängerschaft
verkündet.
Die Stadt Kwangju befindet sich im Südwesten von Südkorea.
Diese Exkommunikation betrübt
den Erzbischof nach eigenen Angaben sehr. Sie sei aber notwendig geworden, um ein „gesundes christliches
Glaubensleben, und die Einheit und Gemeinschaft der Kirche“ zu gewährleisten.
Die Gläubigen sollten
vor einem gegenstandslosen und blinden Glauben bewahrt werden.
Der Erzbischof erklärte, Frau Kim und
ihren Ehemann im Jahr 2003 persönlich in Naju getroffen zu haben. Im Jahr 2005 habe er sie ein letztes
Mal gewarnt. An ihren Aktivitäten habe sich jedoch nichts geändert:
„Sie verleumden mich, die koreanischen
Bischöfe und die koreanische Kirche durch ihre Publikationen im Internet.“
Die Taten würden beweisen,
daß „Julia Kim und ihre Anhänger nicht den Willen haben, sich mit der katholischen Kirche zu versöhnen“.
Deshalb sind alle Kleriker, Ordensleute und Laien, die der Seherin die Sakramente spenden beziehungsweise
an Liturgien teilnehmen, die am angeblichen Marienschrein abgehalten werden, automatisch exkommuniziert.
Eine Woche vor Veröffentlichung des Exkommunikationsdekrets publizierte der Erzbischof von Taegu, Mons.
John Choi Young-so, einen Hirtenbrief.
Auch er warnte vor dem Marienschrein und bat die Gläubigen, nicht
mehr an den Liturgien am angeblichen Erscheinungsort teilzunehmen.
In Naju würde sehr viel Geld gesammelt.
Auch abergläubische Praktiken seien verbreitet. Der Erzbischof berichtete davon, daß unter den Anhängern
der zweifelhaften Seherin der Brauch bestehe, deren Urin zu Heilungszwecken zu konsumieren.
Siebenhundert
Tage TränenJulia Kum hat nach Angaben ihrer Webseite seit 1985 Marienerscheinungen. Bis zum Januar
1992 soll die Statue der Gottesmutter in der Wohnung der noch unverheirateten Julia insgesamt während
siebenhundert Tagen Blut und Tränen geweint haben.
Die Statue habe auch geschwitzt und durch die Nase
geblutet.
Frau Kim – damals Inhaberin eines Schönheits-Salons – erhielt die Statue angeblich als Dank
von einem Missionar. Dieser sei nach dreitägigem intensivem Gebet mit Frau Kim von einer Bronchitis geheilt
worden.
Die Verteidigung der ExkommuniziertenDas Ehepaar Kim und dessen Anhängerschaft insistiert,
daß der Heilige Stuhl die Wunder von Naju anerkennt.
In einer Stellungnahme, die auf der Webseite ‘UCA
News’ veröffentlicht wurde, sprachen die Exkommunizierten von der „schlechtesten Maßnahme“ und einem
„häretischen Irrtum“.
Das Dekret des Bischofs habe nichts mit dem Papst und der Weltkirche zu tun.
Der Pressesprecher des Marienschreins von Frau Kim fügte in einer Stellungnahme hinzu, daß der Erzbischof
von Kwangju ein Verbrechen begehe, wenn er solche Irrtümer verbreite, seine Macht mißbrauche und den
Gläubigen mit illegalen Strafen drohe.
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#23
Ydefix 19:41:09 | Donnerstag, 7. Februar 2008
#21
Salvatore 17:47:04 | Mittwoch, 6. Februar 2008
#20
FiliusEcclesiae 17:39:41 | Mittwoch, 6. Februar 2008
#18
Tarcisius 00:08:54 | Mittwoch, 6. Februar 2008
#16
Josef Preßlmayer 20:13:51 | Dienstag, 5. Februar 2008
#13
r.ruhrgebietler 06:45:18 | Dienstag, 5. Februar 2008
#12
HBR 23:03:48 | Montag, 4. Februar 2008
#11
Graf von Galen 22:53:53 | Montag, 4. Februar 2008
#9
st.georg 22:30:43 | Montag, 4. Februar 2008
#8
Gotthard 21:54:44 | Montag, 4. Februar 2008
#7
agricula 21:45:59 | Montag, 4. Februar 2008
#6
Salvatore 21:44:56 | Montag, 4. Februar 2008
#5
st.georg 21:40:38 | Montag, 4. Februar 2008
#4
Salvatore 21:28:09 | Montag, 4. Februar 2008
#3
timpressum † 21:15:20 | Montag, 4. Februar 2008
#2
st.georg 21:14:13 | Montag, 4. Februar 2008
#1
Gotthard 21:09:42 | Montag, 4. Februar 2008