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Donnerstag, 7. Februar 2008 15:55
Bahn frei für die Heiligsprechung?
Gegenwärtig wird in einer US-Diözese ein Wunder untersucht. Dabei soll der letzte Kaiser von Österreich-Ungarn in einem schwierigen Krankheitsfall geholfen haben.
Der Selige Kaiser Karl I.
Der Selige Kaiser Karl I.
(kreuz.net, Orlando) Erneut soll eine Heilung auf die Fürsprache des seligen Kaiser Karl I. von Österreich und König von Ungarn geschehen sein.

Eine Frau aus der Diözese Orlando im US-Bundesstaat Florida betete zu dem Seligen und bat ihn um Heilung ihres Krebsleidens.

Eines Tages stellten die Ärzte fest, daß der Krebs verschwunden war.

Hw. Fernando Gil von der Diözese Orlando erklärte gegenüber dem US-Fernsehsender ‘WCSH’, daß die Untersuchung des möglichen Wunders ein sehr langer und aufwendiger Prozeß sei: „Wir arbeiten schon seit 16 Monaten daran und sammeln alle Beweise.“

Vom Augenblick, da bei der Frau ein Krebsleiden diagnostiziert worden war, betete sie und ihre katholischen Freunde zum seligen Kaiser Karl von Österreich. Ein Jahr, nachdem die Erkrankte und ihre Freunde zu beten begonnen hatten, verbesserte sich der Gesundheitszustand der Frau.

Am vergangenen Donnerstag morgen besuchte Dr. Andrea Ambrosi aus dem Vatikan die Diözese, um die Sachlage genau zu prüfen.

Tragisches Leben
Der selige Kaiser Karl I. hieß mit ganzem Namen Karl Franz Josef Ludwig Hubert Georg Maria von Habsburg-Lothringen.

Er landete nach seiner Absetzung als Kaiser von Österreich und einer längeren Irrfahrt mit seiner Familie auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira, wo er im jugendlichen Alter von nur 34 Jahren an einer Lungenentzündung erkrankte, die zu seinem Tod führte.

1954 wurde der Seligsprechungsprozess für Kaiser Karl begonnen.

Papst Johannes Paul II. anerkannte schließlich ein Wunder, das 1960 an der in Brasilien lebenden polnischen Klosterschwester Maria Zita Gradowska gewirkt worden war. Die Nonne litt jahrelang an einer schmerzhaften und unheilbaren Venenkrankheit. Sie hatte offene Geschwüre und war bettlägerig.

Als die Klosterschwester Kaiser Karl um seine Fürbitte anrief, wurde sie auf der Stelle geheilt.

Der Gedenktag des Seligen Kaisers ist der 21. Oktober – der Tag seiner Hochzeit.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 21 Lesermeinungen:
Sonntag, 10. Februar 2008 16:35
FiliusEcclesiae: Der Titel des österreichisch-ungarischen Monarchen lautet allerdings nicht „Kaiser von Österreich-
Ungarn“, sondern immer nur „Kaiser von Österreich“ und „König von Ungarn“, wobei das Königreich Ungarn seit 1867 ein selbständiger Staat außerhalb des Kaisertums Österreich war (als zweistaatliche österreichisch-ungarische Doppelmonarchie),
und nur 1804-1867 war das Königtum Ungarn ein Teil des Kaisertums Österreich.

Es gab immer nur, seit 1867, den „Monarchen von Österreich-Ungarn“, nicht aber den „Kaiser von Österreich-Ungarn“, sondern nur den „Kaiser von Österreich & König von Ungarn“,
und der Doppelstaat wurde „österreichisch-ungarische Monarchie“ genannt (seit 1867), niemals „österreichisch-ungarisches Kaiserreich“.
Freitag, 8. Februar 2008 09:22
HomCat: @Benedikt
Sie verwechseln Göttlichkeit mit Unwissenheit. Eine unerklärliche Heilung, die ein Mediziner ausgesprochen hat, bedeutet eigentlich nur: Ist medizinisch nicht zu bestimmen. Also nicht mit medizinischem Handwerkszeug mess-/erkennbar.

Naja, es gibt eben mehr als nur die Medizin. Immerhin weiß man heute, daß es so etwas gibt. Der Spiegelbericht wirft den Medizinern vor, daß in diese Hinsicht schlecht, bzw garnicht, geforscht wurde. Aber dennoch wird in der Kirche von Wundern gesprochen. Sind sie das? Aber sind sie auch göttlich? Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Eine „wundersame“ Krebsheilung haben auch schon nicht-Fromme erlebt…
Donnerstag, 7. Februar 2008 23:39
FiliusEcclesiae: Placebo-Effekt?
Hauptsache völlig geheilt, auf medizinisch nicht erklärbare Weise.
Ein Placebo-Effekt ist immerhin eine Gesundung, die auf psychosomatische Weise gewirkt wurde, nämlich durch die Seele auf den Leib,
und auch das kann göttlich gewirkt sein.
Donnerstag, 7. Februar 2008 23:36
Benedikt: @ HomCat
Hat die Kirche eigentlich schon mal was von dem Plazebo-Effekt gehört? Gutes Spiegel-Sonderheft kann ich empfehlen, was der Körper mit einem Plazebo so alles hinbekommt…

Daher müssen auch Ärzte bestätigen, dass die Ursache für die Heilung nicht erklärt werden kann.

Also gut, wie kommt also eine Nonne dazu einen nicht-Heiligen um Fürbitte anzurufen?

Sie können um Fürsprache anrufen, wen Sie wollen. Selig- und Heiligsprechung sind keine posthum verliehenen Titel, es handelt sich lediglich um die Erlaubnis der Kirche, eine Person öffentlich zu verehren. Bei der Seligsprechung gilt dies nur lokal, bei der Heiligsprechung für die ganze Kirche. Heilig kann aber auch jeder andere sein, dies ist nicht von einer Heiligsprechung abhängig. Um alle Heiligen (auch die Unbekannten) zu ehren gibt es das Fest Allerheiligen.
Donnerstag, 7. Februar 2008 22:06
FiliusEcclesiae: „Bedeutungslose Themen“ bei Gotthard
Gotthard
Wem würde denn diese Heiligsprechung nützen?
Schon die Seligsprechung hat kaum Aufmerksamkeit gefunden …

Seltsam, daß für „Gotthard“ vieles, was in der Weltkirche und durch den Papst geradezu als vorrangig bewertet wird, „bedeutungslos“ ist, und „niemanden interessiert“, beginnend mit dem Ritus Extraordinarius; anscheinend aber bedeutend genug, daß Gotthard das alles ausdrücklich feststellen muß, zusammen auch mit den Warnungen, die Afrikamission der FSSPX zu unterstützen.

Und wenn die Selig- und Heiligsprechung des sel. Kaisers von Österreich so bedeutungslos ist, warum finden sich dann ständig Berichte und Kommentare über diesen Seligen, und nicht nur in den ehemaligen Habsburgerländern.

Die größte Dreckschleuderei gegen Österreichs derzeit letzten Kaiser kommt, wie könnte es anders sein, aus dem international-sozialistischen Wien und dessen Volksmassenpublikationen.
Viele der besten Wiener Familien sind leider nicht mehr in Wien, sondern noch rechtzeitig vor 1938, vor dem Ende des katholischen Dollfuß-Schuschnigg-Staates geflüchtet, insbesonders in die USA,
während Wien den Feinden der katholischen Kirche übergeben werden mußte, nämlich 1938, und dies ist bis heute so geblieben.
Donnerstag, 7. Februar 2008 21:46
Florian Geyer: bezeichnend
und äüsserst lehrreich ist die notorische Infamie wenns ums denunzieren geht da keine Halbwahrheit primitiv genug sein kann um nicht instrumentalisiert zu werden a la Giftgas Karli usw. Positiv an dieser Veranschaulicheung ist die Tatsache dass es sich bei der Anschuldigungen gegen die Institution Kirche genauso verhält wie bei den Anschuldigungen gegen die Person Kaiserl Karl. Das meiste haltlos, lächerlich, erlogen aus dem Zusammenhang gerissen und in ein schiefes Licht gesetzt kurz: alles reine Ideologie und Propagada der derzeitigen Macht und deren Ideologie die nichts anderes darstellt als die Parolen der frz Revolution in light Version in Namen einer Freiheit (die In Wahrheit nur durch Selbstbeschränkung und in Gott möglich ist) eine Gleichheit die alles aufs Primitive nivelliert und einer „Brüderlichkeit“ die mit Nächstenliebe nichts zu tun hat.
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