Ein US-Traditionalist jubelt über die neue Karfreitagsbitte. Sie habe eine dogmatische Frage geklärt, die Kardinal Walter Kasper vergeblich zu verwischen sucht.
Die Alte Karfreitagsliturgie wird in schwarz zelebriert.
(kreuz.net, Vatikan) „Der Papst konnte nicht das streichen, was das Spezifische unseres Glaubens ist –
der Glaube an Jesus Christus, den Erlöser aller Menschen, das heißt, nach unserer Überzeugung auch
der Juden.“
Das erklärte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, vor
dem Päpstlichen ‘Radio Vatikan’.
Im gleichen Atemzug relativiert der Kirchenfürst diese Aussage. Die
Karfreitagsfürbitte besage nicht, „daß wir die Intention haben, nun Judenmission zu betreiben, so wie
man Heidenmission betreibt.“
Juden und Christen müßten sich „Schulter an Schulter gegenseitig in unserer
Unterschiedlichkeit anerkennen“.
Mit seiner Interpretation steht Kardinal Kasper in Theologie und Kirchengeschichte
allein auf weiter Flur.
Im Verständnis der neuen Karfreitagsbitte ergibt sich der Schulterschluß sogar
ausgerechnet zwischen Juden und Traditionalisten.
Beide verstehen den neuen Text der Fürbitte als Gebet
um Bekehrung der Juden.
In diesem Sinn argumentiert Christopher Ferrara, ein Kolumnist der altgläubigen
US-Monatszeitung ‘Remnant’.
Ferrara spricht von einer Päpstlichen Meisterleistung und einer weiteren
positiven Entwicklung im Pontifikat Benedikt XVI.:
Ferrara gesteht ein, nicht damit gerechnet zu haben –
„bis ich den Text des neuen Gebetes gelesen habe“.
Der Papst habe die Forderung der Juden nicht erfüllt,
nämlich: eine formale Preisgabe der Lehre von der Notwendigkeit ihrer Bekehrung zu Christus.
Durch die
Neuformulierung des Gebets sei ihr Anliegen vom Tisch. Die Juden könnten keine weitere Änderung des
Gebets verlangen.
Die neue Formulierung wertet Ferrara vom jüdischen Standpunkt aus als noch anstößiger.
Die Rede von der Blindheit und der Dunkelheit im traditionellen Gebet sei zwar verschwunden. Aber die
neue Formulierung bittet Gott explizit darum, das jüdische Volk zu erleuchten.
Ferrara glaubt, daß
die Juden das neue Gebet als Desaster und absolute Niederlage ihrer Kampagne betrachten werden.
Der Heilige
Vater habe die Veränderung der Karfreitagsfürbitte benützt, um eine angebliche Änderung der Kirchenlehre
über das Heil der Juden zu dementieren.
Doch ungeachtet von Ferraras Analyse bleibt die Frage: Ist die
Liturgie ein Machwerk, das man nach Belieben auf dem Schreibtisch konstruiert?
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65 Lesermeinungen
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Genoveva: transalpine Redemptoristen Dann haben diese Leue also nicht mit dem vom hl. Alfons Mara von
Liguori gegründeten Redemptoristenorden (CSSR) zu tun?
Trdentinus: transalpine Redemptoristen Was haben die Redemptoristen mit der FSSPX zu tun? M. W. ist dieser
Orden progressiv eingestellt, so daß mit den Altritualisten so gut wie keine Berührungspunkte bestehen.
#62 Tridentinus 15:05:06 | Samstag, 9. Februar 2008
Die Transalpinen Redemptoristen, die mit der FSSPX verbunden sind, werden die neue Formulierung übernehmen.
Das tun sie gewiss nicht ohne Rücksprache mit FSSPX. Demnach ist anzunehmen, dass auch diese Priesterbruderschaft
selbst sich entsprechend verhalten wird.
#60 Antirassist † 11:17:56 | Samstag, 9. Februar 2008
@Benedikt: Erklären Sie doch bitte mal, was Sie unter „katholisch“ verstehen! Und fangen Sie mir ja nicht
mit dem Freimaurergeschwafel von wegen „katholisch heißt ‘allumfassend’“ (alle Religionen, Natur und
Gnade, gut und böse, Gott und Teufel, eben einfach alles = griech. pan) an…!
#58 Antirassist † 23:52:55 | Freitag, 8. Februar 2008
@Benedikt Falls Sie mich meinen sollten: Ich feiere kein Julfest, aber auch kein Purim (Feier eines Völkermords
an 75.000 Persern!), keine „Shoa“ oder sonstigen Schmu – ich bin katholisch!
Ach nee… Malachias/Omnes haereses/Kasperschüler/Antimodernist/Antisemit etc pp. hat die Feierlichkeiten
zum Julfest hinter sich und „beglückt“ uns wieder mit seiner Anwesenheit .
#56 Antirassist † 19:28:32 | Freitag, 8. Februar 2008
Schulterschluß bereits beim Konzil! Die Karfreitagsfürbitte besage nicht, „daß wir die Intention haben,
nun Judenmission zu betreiben, so wie man Heidenmission betreibt.“ Juden und Christen müßten sich „Schulter
an Schulter gegenseitig in unserer Unterschiedlichkeit anerkennen“. Mit seiner Interpretation steht Kardinal
Kasper in Theologie und Kirchengeschichte allein auf weiter Flur. Den Schulterschluß zwischen „Juden“,
d.h. denjenigen, die sich – ob zu Recht oder nicht, wäre im Einzelfall zu prüfen – dafür halten, und
Christen hatte bereits das 2. Vatikanum unter Berufung auf Soph 3,9 propagiert: „Mit den Propheten und
mit demselben Apostel (Paulus) erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker
mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm ‘Schulter an Schulter dienen’ (Soph 3,9)“. (NA 4) Im Verständnis
der neuen Karfreitagsbitte ergibt sich der Schulterschluß sogar ausgerechnet zwischen Juden und Traditionalisten.
Beide verstehen den neuen Text der Fürbitte als Gebet um Bekehrung der Juden. Wäre schön, wenn der
Text das wirklich hergäbe! Eine Missionsnotwendigkeit an den Juden lässt sich daraus aber wohl kaum
ableiten, wie der Kommentar von „Kardinal“ Kasper und anderer beweisen…!
#55 Tridentinus 15:51:21 | Freitag, 8. Februar 2008
@RRR!!! Sie sind jedenfalls nach Ihren hiesigen Äusserungen zu urteilen nicht geeignet, H. Rückriegel
in irgendwelchen Fragen das Wasser zu reichen. Erst recht nicht in liturgischen!
Konrad: liturgischer Text Daß jeder liturgische Text am Schreibtisch entstanden sein soll, ist mir neu.
Ich habe immer gedacht, solche Texte entstehen in der Kirche bei Gebet und Meditation. Allenfalls für
eine liturgiefähige Endredaktion setzt man sich an den Schreibtisch – oder auch nicht!
@ Tridentinus Dass Sie durchaus wissen, dass das, was Sie nennen, eben nicht die eigentliche Missa Praesactificatorum
ist, setze ich voraus. Ich hatte noch nie die Möglichkeit, die Karfreitagsliturgie nach dem vorpianischen
Missale zu besuchen. Was ich beschrieben habe sind die Unterschiede, die sich aus einem Abgleich eines
Schott von 1936 und von 1962 ergeben.
@ sacerdos Ich weiß von jemandem, der dabei war, dass in der Grabeskirche der Palmsonntag nach der heutigen
Form gefeiert wurde. Insofern gehe ich eher davon aus, dass auch das ganze Triduum nach dem Missale von
1970 gefeiert wird – allenfalls der Zeitansatz könnte mit Rücksicht auf die interkonfessionellen Absprachen
(und Streitereien…) den „vorpianischen“ Brauch beibehalten haben. Ist jetzt aber natürlich pure Spekulation.
Jedenfalls würde ich auf einen Bericht aus Una Voce-Kreisen nicht viel geben. Der Herr hat vielleicht
Gregorianik gehört und dann gleich einen orgiastischen Rausch bekommen, weil er das ganze für „vorkonziliar“
hielt und darüber so begeistert war.
Zur Liturgie in der Grabeskirche Ich erinnere mich, dass Helmut Rückriegel, der damalige Vorsitzende
der Una Voce Deutschland, vor einer Reihe von Jahren (mindestens etwa 10 Jahre her) in der Una Voce Korrespondenz
einen Reisebericht über die über eine Heiligland-Reise publizierte und darin die Liturgie der Karwoche
in der Grabeskirche erwähnte. Damals berichtete er wohl wenn ich mich recht erinnere auch, dass die Liturgie
(ganz oder teilweise?) gemäss der Ordnung aus der Zeit vor Pius XII. gefeiert würde. Vom Privileg für
Christkönig wusste ich bisher nichts! Wird dies an allen Orten, wo diese Gemeinschaft tätig ist, so
gehandhabt oder nur an bestimmten? Dann gibt es also Karwochenliturgie in der vorpianischen Form mit Zelebranten
und Leviten mit himmelblauen Bömmeln am Birett??
Päpstliche Bibelkommission Ich möchte hier einmal an das Dokument über „Das Volk der Juden und die
heiligen Schriften der christlichen Bibel“ erinnern, das vor einigen Jahren (ca. 2001?) von der Päpstlichen
Bibelkommission und damit letztlich unter der Veantwortung des damligen Kardinals Rtzinger in seiner Funktion
als Präfekt der Glaubenskongregation vorgelegt wurde. Darin wurde u. a. zum Verzicht auf die Beweiskraft
der erfüllten Prophetie angemahnt. Außerdem heißt es in dem Dokument, dass die messianische Hoffnung
der Juden in eins falle mit der christlichen Erwartung der zweiten Wiederkunft Christi und dass die jüdische
Lesart der Bibel ebenso legitim sei wie die chrsitliche Lesart etc. Das Ganze erscheint mir ehrlich gesagt
seltsam unpräzise. Wie soll man als Christ beispielsweise das Alte Testament denn sonst verstehen, wenn
nicht als erfüllte Prophetie? Dass die Juden das aus ihrer Perspektive natürlich ganz anders sehen,
ist ja vollkommen klar. Aber deswegen muss die Kirche doch nicht ihre eigene Position aufgeben, oder habe
ich da etwas falsch verstanden?
#47 Tridentinus 11:23:39 | Freitag, 8. Februar 2008
@sacerdos helveticus Den Hinweis auf zwei getrennte Dekrete, eines bzgl. des „Stundenplanes“ der Riten
und eines bzgl. ritueller Änderungen, hatte ich zugegebenermassen aus sedisvakantistischer Quelle. P.
Chekada hatte dort darauf hingewiesen, dass das Dekret, das die rituellen Änderungen verfügte, niemals
in den AAS veröffentlicht wurde (so wie bis jetzt auch noch nicht die neue Fürbitte). Ich bin dem dann
nachgegangen und habe tatsächlich nur das Dekret bzgl. der Zeitpunkte gefunden. Die Namen der Dekrete
weiss ich jetzt gerade nicht auswendig, aber auch bei A. Reid, Development, kann man etwas ähnliches
nachlesen. Sicher weiss ich zB, das es Abbe Quex gelang, für das Institut Christkönig das Vorrecht erwirkte,
bei den vorpianischen Riten zu bleiben. Mit der Sanierung eines möglichen Formfehlers durch den Codex
rubricarum haben Sie natürlich recht, das habe ich nie bedacht und diese Wirkung – unter Bedauern – erst
SPC zugeschrieben. Dass P. Chekada beide Dokumente ncht berücksichtigt, ist innerhalb seiner Position
stringent. Trotzdem finde ich, die Rituellen Änderungen Pius XII. sollten Gegenstand einer Reform der
Reform innerhalb des ausserordentlichen Usus sein.
@ sacerdos Ich erinnere mich nur, einmal vor Jahren gelesen zu haben, dass in der Grabeskirche zu Jerusalem
noch die vorpianische Ordnung verwendet werde, weil dort jede Änderung des status quo Streitigkeiten
zwischen den Konfessionen, die dort Lituregie feiern, heraufbeschwören würde (es kommt dort ja auch
immer wieder sogar zu Schlägereien zwischen den Mönchen der verschiedenen Konfessionen wegen Kleinigkeiten).
Vielleicht bezieht sich die „Alte Ordnung“ in der Grabeskirche auch nur auf die Zeitansätze und man hat
doch bestimmte Änderungen vorgenommen? Leider weiß ich die Antwort auch nicht. Ich habe aber vor einigen
Jahren – einige Wochen vor Ostern – in Jerusalem die Ankündigung der Osterliturgie der Lateinischen Kirche
gesehen, und derzufolge war die Ostervigl auf Karsamstagmorgen angesetzt, ich glaube 6.00 oder 7.00 Uhr.
Nach welchem Modell diese Vigil gefeiert wurde, weiß ich aber nicht.
@Tridentinus Über einzelne Aspekte der Karwochenreform Pius XII. kann man natürlich geteilter Meinung
sein. Wo aber sehen Sie den früher erwähnten Promulgationsfehler -Sie schreiben ja von zwei Dekreten,
jenem über die Verlegung der Zeitpunkte und jenem über die neue Liturgie- warum ist Ihres Erachtens
das eine scheinbar korrekt promulgiert, das andere nicht. Sollte es wirklich bei der Promulgation zu einem
Formfehler gekommen sein, hätte dann nicht spätestens die Herausgabe der neuen editio typica des Missale
Romamum 1960 mit dem Codex Rubricarum diesen geheilt, da ja mit dessen Herausgabe eine Neuordnung der
Materie (Rubrikaler Bestand von Missale und Brevier) einherging? Sie sprachen auch von Privilegien, weiterhin
die vorpianische Karwoche zu verwenden. Wann und für wen wurden diese erteilt? Galten Sie nur für eine
Übergangszeit, oder wurden Sie im Zusammenhang mit der Gewährung der „Alten Liturgie“ von Rom an bestimmte
Gruppen erteilt? Ich erinnere mich nur, einmal vor Jahren gelesen zu haben, dass in der Grabeskirche zu
Jerusalem noch die vorpianische Ordnung verwendet werde, weil dort jede Änderung des status quo Streitigkeiten
zwischen den Konfessionen, die dort Lituregie feiern, heraufbeschwören würde (es kommt dort ja auch
immer wieder sogar zu Schlägereien zwischen den Mönchen der verschiedenen Konfessionen wegen Kleinigkeiten).
Vielleicht bezieht sich die „Alte Ordnung“ in der Grabeskirche auch nur auf die Zeitansätze und man hat
doch bestimmte Änderungen vorgenommen?
@ Konrad Konrad: „Judenmission hat schließlich zum Holocaust geführt und ist ein für allemal abzulehnen!“
Jesus hat als Erster Judenmission betrieben und dieser einen Vorrang gewährt. Somit ist nach Ihrer Aussage
v. a. Jesus für den Holocaust verantwortlich. Wollen Sie den Nazis in die Hände arbeiten?
@clarissa colonia: Noch einmal die Aufforderung, sachlich zu bleiben Na denn, mi care fili,zitieren Sie
doch mal; wo sagt das Florentinum genau das, was Sie ihm da in den Mund legen? (Ich will Ihnen schon mal
eine Argumentationshilfe geben: Mein Denzinger von ist sicher häretisch, quia editus est anno mille nongentesimo
sexagesimo cura Caroli Rahner S.I.). Viel Spaß beim Suchen! Wie kommen andere Forenteilnehmer überhaupt
dazu, für eine Frau „clarissa colonia“ noch einmal das Dogma von der alleinseligmachenden Kirche herauszusuchen?
Regelmäßigen kreuz.net-Diskutanten müßte das längst bekannt sein, aber anscheinend keinen Kaffee-Tanten,
die inhaltlich wenig einbringen.
das Heil „Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus
ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade in
der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen. Die göttliche Vorsehung verweigert auch
denen das zum Heil Notwendige nicht, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes
gekommen sind, jedoch, nicht ohne die göttliche Gnade, ein rechtes Leben zu führen sich bemühen.“ (LG
16)
Wer die Lehre der Kirche nicht kennt, oder leugnet ist selber schuld „Benedikt“ leugnet also auch das
unfehlbare Konzil v. Florenz. Das ist eine Sache, die Sie sich selbst mit Gott ausmachen müssen, und
auch für „c.c.“ gilt das. Wer ein Dogma leugnet, trennt sich selbst von der Kirche und kann nicht das
Himmelreich erlangen.
@clarissa c.: Es ist Ihre Aufgabe und Verpflichtung, sich über den katholischen Glauben zu informieren
und weiterzubilden. zitieren Sie doch mal; wo sagt das Florentinum genau das, was Sie ihm da in den Mund
legen? (Ich will Ihnen schon mal eine Argumentationshilfe geben: Mein Denzinger von ist sicher häretisch,
quia editus est anno mille nongentesimo sexagesimo cura Caroli Rahner S.I.). Viel Spaß beim Suchen! Sie
können also selber suchen.
Na denn, mi care fili, zitieren Sie doch mal; wo sagt das Florentinum genau das, was Sie ihm da in den
Mund legen? (Ich will Ihnen schon mal eine Argumentationshilfe geben: Mein Denzinger von ist sicher häretisch,
quia editus est anno mille nongentesimo sexagesimo cura Caroli Rahner S.I.). Viel Spaß beim Suchen!
Liebe Colombina, Das einzige das wir wissen ist, daß aus unserer menschlich-kontingenten Sicht kein anderer
sicherer Heilsweg zu Gott führt, als durch die Kirche. … falsch! Richtig muss es heissen: Das einzige
das wir diesbezüglich sicher wissen ist, daß objektiv kein sicherer Heilsweg zu Gott führt, als durch
die Kirche. Unsichere Heilswege mag es ja viele geben. Aber schon der Heilsweg durch die Kirche ist ja
keineswegs sicher. Das ist der steile Weg, wer sagt mir, dass ich darauf nicht abstürze? Der breite Weg
aber führt sicher ins Verderben. Dass es noch andere steile Wege gibt, das ist sicher. Während der Weg
der Kirche aber wenigstens noch durch Seil und Steighilfen gesichert ist, sind diese Wege nicht einmal
das. Wenn sich jemand darauf kapriziert einen solchen Weg zu gehen, dann wird man ihn vielleicht nicht
davon abhalten können. Aber man darf nicht davon abkommen ihm den sichereren Weg zu empfehlen. Zumal
es auf dem breiten Weg nur so von Menschen wimmelt, die sich auf dem extraordinären Heilsweg wähnen,
unter ihrer vermeintlich schweren Last schnaufen und mit den anderen ins Verderben laufen.
Ach Maliems… …nur weil irgendwann mal festgelegt wurde, dass die Ostervigil nicht vor der Non beginnen
darf, heißt das noch lange nicht, dass sie „an den Nachmittag gehört“. Und dass dann auch der Sprachgebrauch
dazu überging, den Vortag eines Festes als dessen „Vigil“ zu bezeichnen, sagt noch lange nichts über
den genuinen Zeitansatz der Ostervigil aus. Sie halten offenbar die frühe Kirche für einen Haufen Vollidioten:
In einem kulturellen Umfeld, in dem der militärische nächtliche Wachdienst als „vigiliae“ bezeichnet
wurde, meinen Sie nun ernsthaft, die Christen gebrauchen mal eben dieses Wort für den „Vortag“? Mannmannmann.
Als nächstes werden Sie nun auch behaupten, das Exsultet mit seinem mehrfachen „haec nox est“ sei auf
den Nachmittag bezogen, oder? Und natürlich wollten die erstens Tradenten des Exsultet, dass man es am
Nachmittag singt, na klar doch, dafür ist es ja da! Ach und dann wäre da noch die Benediktregel: Die
Vigiliae finden dort am sehr frühen Morgen statt, noch vor den Laudes, lange vor Sonnenaufgang. Benedikt
war wohl für Sie einfach zu doof, um zu verstehen, was Vigiliae sind, nicht wahr? Dieser liturgische
Schwachkopf! Also hier zum Mitlesen: Vigiliae (sowohl militärisch wie liturgisch) sind NACHTWACHEN. Dass
es liturgiegeschichtliche Kompromisse gegeben hat (Verlegung auf den Vorabend oder Verlegung auf den frühen
Morgen), ist eben nichts als ein Kompromiss, aber nicht der Idealfall und auch nicht der Sinn der Sache.
#34 Benedikt 23:24:21 | Donnerstag, 7. Februar 2008
@ Tridentinus Er hat insbesondere den spezifischen Ritus des Karfreitags, die Missa praesanctificatorum
durch eine einfache Kommunionfeier ersetzt. Das kann ich im Rahmen von 1500 Zeichen wirlich nicht detailliert
darlegen. Soviel ist das doch nicht: Erster Unterschied: Bei der Prozession zu Beginn werden statt des
Vexilla Regis drei Antiphonen gesungen („Adoramus te, Christe“, „Per lignum servi facti sumus“, „Salvator
mundi salva nos“). Zweiter Unterschied: Kein Weihrauch mehr. Deshalb entfallen die entsprechenden Gebete
zur Inzens und der Psalm 140. Das war es dann auch schon.
@clarissa c.: Jeder Mensch kann nur durch die Kirche in den Himmel kommen Das ist Dogma der Kirche – siehe
das unfehlbare Dogmenkonzil v. Florenz, und nicht die mißverständlichen Predigten des letzten Pastoralkonzils.
Ja, ja, Cyprian von Carthago an Iubaianus … extra ecclesiam salus non est … (vgl. Rouet de Journel,
Enchiridion Patristicum, Barcelona 1946, Rdnr. 593-598). In diesem Brief geht es aber meinen bescheidenen
Sprachkenntnissen zufolge um die Frage, ob die außerhalb der Kirche Getaufen denn bei ihrem „Eintritt“
in die Kirche nochmals getauft werden müssen. Und Cyprian stellt fest, daß es dabei nicht um eine nochmalige,
sondern die erstmalige Taufe geht, weil außerhalb der Kirche keine gültigen Sakramente gespendet werden.
Der Satz bezieht sich (dem Briefkontext entsprechend) also nur auf die Frage, ob außerhalb der Kirche
gültige Sakramentenspedung geschieht, was Cyprian verneint: „… ac per hoc non rebaptizari sed baptizari
a nobis quicumque ab adultera et profana aqua venientes abluendi sint et sacrificandi salutaris aquae
veritate.“ (l.c.,Rdnr.593) Sinngemäß gleichlautend bei Lactanz (l.c.,Rdnr.637), Hieronymus (l.c.,Rdnr.1346),
Augustinus (l.c.,Rdnr.1858) et. al. Aber schon Fulgentius (l.c.,Rdnr.2269,2273-2275) vetritt die Auffassung,
daß außerhalb der Kirche gültig Sakramente gespendet werden. Weder in der Frage der Sakramentenspendung
noch in dem viel weiteren Sinne, daß außerhalb der Kirche nicht irgendein Heil zu finden sei, wurde
die Auffassung Cyprians kirchlich rezipiert. Gott hat Wege, Menschen sein Heil zu schenken, von denen
wir nichts wissen (l.c.,Rdnr.2274). Das einzige das wir wissen ist, daß aus unserer menschlich-kontingenten
Sicht kein anderer sicherer Heilsweg zu Gott führt, als durch die Kirche.
@clarissa c.: Offenbar ist Ihnen die Lehre von der alleinseligmachenden Kirche unbekannt, wegen der grassierenden
„V2“-Häretiker à la „Kardinal“ Lehmann, welche Häresien gegen die Lehre von der alleinseligmachenden
Kirche verbreiten, insbesonders in bezug auf die Protestanten- und die Judenmission. Aber auch ohne diese
unfehlbare Lehre zu kennen, müßte ein Katholik wissen, daß alle Christi und der Kirche bedürfen, und
die Juden und die Protestanten keine Ausnahme sind, wie die Kirche täglich im Evangelium verkündet.
Begrifflichkeit? Das Adjektiv „dogmatisch“ kann (im kirchlichen Kontext) m. W. sowohl als Attribut zum
Begriff „Theologie“, und ebenso synonym für den Begriff „Lehre der Kirche“ verwendet werden.
@clarissa c.: Möchten Sie die Lehre der Kirche infragestellen, oder was soll Ihre seltsame Bemerkung,
eine Frage, die keine Frage ist, weil sie die Kirche längst geklärt hat, sei keine „dogmatische Frage“,
sondern eine „theologische Frage“? Sind „dogmatische Fragen“ keine „theologischen Fragen“?
Die Frage, ob Juden Christus und die Kirche bedürfen, stellt sich aus Sicht der Lehre der Kirche überhaupt
nicht mehr, da die Kirche diese Frage immer zu allen Zeiten gelehrt hat, und die totale, für alle Menschen
geltende Heilsnotwendigkeit der Kirche auch dogmatisiert hat. Wer sagt, die Juden bedürften Christus
und der Kirche nicht, und damit auch nicht der Mission der Kirche, leugnet damit ein Dogma der Kirche
und ist Nichtkatholik. clarissa colonia Die Frage, ob das Volk des alten Bundes der christlichen Mission
bedarf oder nicht, ist meiner bescheidenen Meinung nach aber wohl eher eine theologische denn eine dogmatische.
Die Frage ist natürlich eine dogmatische Frage, die auch beantwortet ist, und dogmatische Fragen sind
selbstverständlich theologische Fragen.
Allgemeine dogmatische Verwirrung? Die Frage, ob das Volk des alten Bundes der christlichen Mission bedarf
oder nicht, ist meiner bescheidenen Meinung nach aber wohl eher eine theologische denn eine dogmatische.
So, jetzt werden sich (quod erit expectandum) wieder die dogmatischen Kirchenleerer auf mich stürzen,
um mir geleert darzulegen, daß irgendwann irgendeine päpstliche Aussage als Antwort auf diese Frage
hininterpretiert werden kann. Diese Aussage, werden sie argumentieren, sei von Papst Alfons dem viertelvorzwölften,
also vom universellem magisterium ecclesiasticum authentisch als Gegenstand des depositum fidei definiert.
Und dann werde ich fragen, wo das denn steht und welchen Rechtscharakter diese Aussage denn hat. Und dann
werden die Kirchenleerer digito erecto erklären, daß die Frage nach dem Rechtscharakter irrelevant sei,
denn semper, ubique et ab omnibus sei schon immer geglaubt worden, daß der Pontifex nach seiner Wahl
keine Körperausscheidungen mehr habe, und jedes Wort aus seinem Mund als Glaubenswahrheit diviniter inspirata
anzusehen sei. Und dann werden wir alle zusammen wieder nur so klug sein, wie wir es vorher waren (oder
auch nicht). Habe ich den voraussichtlichen Fortgang der Diskussion so korrekt wiedergegeben, oder besteht
irgendjemand unbedingt darauf, das von mir Gesagte noch selbst wiederzukäuen? Falls nicht, habe ich den
Vorschlag, daß hier nur noch intelligente Postings eingestellt werden.
@ virOblationis Es gibt doch anscheinend kein so niedriges Niveau, daß es nicht noch unterboten werden
könnte. Wie die „Redaktion“ von kreuz.net ja Tag für Tag aufs Neue beweist!
#23 virOblationis 20:42:27 | Donnerstag, 7. Februar 2008
kaum zu glauben „Judenmission hat schließlich zum Holocaust geführt…“ Es gibt doch anscheinend kein
so niedriges Niveau, daß es nicht noch unterboten werden könnte.
#22 Pippifax 20:08:44 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Ich musste es tatsächlich zweimal lesen, weil es so großer Unfug ist. Die Judenmission habe also zum
Holocaust geführt. Haben Sie Abitur auf einer Gesamtschule gemacht? Keiner der Theoretiker oder führenden
Köpfe des N-S war persönlich im katholischen Glauben verwurzelt (kommen Sie mir jetzt bitte nicht damit,
daß Adi und Göbbels kath. getauft waren). Die Ideen, die zur Vernichtung der Juden geführt haben, sind
aus einer abstrusen Vorstellung von Biologie entstanden. Insofern könnte man eher Darwin als die Kirche
dafür verantwortlich machen, was ich aber nicht tue. Gerade die Idee der Einheit des Menschengeschlechtes,
die durch die Abstammung von den Stammeltern vermittelt wird, steht der Rassenlehre diametral entgegen.
Das hat Pius XI. sofort erkannt und Alfred Rosenbergs (!) Mythos des 20. Jahrhundert auf den Index setzen
lassen. Das die Rassenlehre beim Fußvolk teilweise ganz gut ankam, weiß ich auch. Über die konfessionelle
Verteilung und die Wahlergebnisse wurde hier aber schon des öfteren geschrieben, ansonsten hier weimarer-wahlen.de/
schauen. Sie mögen allerdings recht haben, daß glaubwürdigeres christliches Leben viele Bekehrungen
auch bei Juden (war da nicht mal ne Geschichte mit Pius XII. und dem röm. Oberrabiner) hervorrufen würde.
Aber besser bei sich selber anfangen, als auf andere zeigen.
@ maliems Da müssen Sie ja ein niedliches Wörterbuch haben, dem Sie das entnehmen Vermutlich ist die
wahre Bedeutung von „in primo galli cantu“ eigentlich „nach dem Frühstück“, und „in media noctis“ heißt
„vormittags“. Stimmt’s ?
Wirklich pippifax, was dieser Namensträger schreibt Judenmission hat schließlich zum Holocaust geführt
und ist ein für allemal abzulehnen! Nicht du trägts die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich. Wenn
sich die Christen endlich bekehren und es nicht mehr solche Haßportale wie das vorliegende gibt, dann
werden vielleicht auch Juden zu Christus finden. Aber solange dieser widerlich fundamentalistische, antisemitische,
neonazistische und homophobe Sumpf sein Geschäft betreibt, sogar von „Priesternetzwerken“ mit beworben,
wird es keinen Frieden geben.
#18 Pippifax 18:48:41 | Donnerstag, 7. Februar 2008
aber Konrad, selbstverständlich muss es Judenmission genauso geben, wie die Mission aller anderen Menschen.
Keiner kommt zum Vater außer durch den Sohn!
#17 Alois Bischof 17:55:54 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Konrad, Er fällt ja nicht vom Himmel. Aber in diesem Fall kann man davon ausgehen, dass der Hl. Vater
im Gebet um die Lösung gerungen hat. Das Entfernen des alten Gebetes ist keine Tat der vom hl. Geiste
inspiriert wurde. Zweitens ist das alte Gebet auf das 4. Jahrhundert datiert. Das heißt, daß das Gebet
auch zuvor schon von der frühen Kirche, der Untergrundkirche, benutzt wurde. In der Tat. Die Gebete des
Römischen Ritus sind fast alle, sogar viele alte Meßformulare, durch mündliche Überlieferung und späteres
Niederschreiben übermittelt worden und organisch gewachsen seit der Zeit der ersten Christen Roms unter
dem hl. Petrus und dem hl. Paulus. Nicht an einem Schreibtisch gebastelt wie die Bugnini-Liturgie und
diese Neuerungen. Natürlich sind spätere Meßformulare für neue Heiligen vom Heiligen Stuhl selbst
gewählt, aber immerhin noch nach traditionsreichem Muster, nicht gebastelt. Und natürlich hat Kardinal
Kasper recht, dass es keine Judenmission geben kann in derselben Art wie die Mission „ad gentes“. Schon
deshalb, weil die Juden sich bekehren müssen durch eine Darlegung der einzigen Wahrheit Jesu Christi,
und eher die Erfüllung der messianischen Prophezeiungen erwiesen werden müssen, anstatt sofort weniger
apologetisch und weniger defensiv das ganze Liebesevangelium zu predigen als man den Heiden gegenüber
tun soll. Die Judenmission an sich wird aber von Kardinal“ Kasper in Frage gestellt, was wiederum dessen
Rechtgläubigkeit und sein kirchliches Amt in Frage stellt!!
Zeitpunkt der Ostervigil? Dass die Ostervigil nach Meinung von maliems in den Nachmittag gehört, muss
er wirklich begründen! Allenfalls könnte in politisch unruhigen Zeiten/Gegenden eine Vorverlegung aus
rein praktischen Gründen sinnvoll sein. Oder sollten Sie die Karfreitagsliturgiue gemeint haben, die
natürlich in den Nachmittag gehört?
Auf irgendeinem Schreibtisch ist noch jeder liturgische Gebetstext entstanden. Er fällt ja nicht vom
Himmel. Aber in diesem Fall kann man davon ausgehen, dass der Hl. Vater im Gebet um die Lösung gerungen
hat. Und natürlich hat Kardinal Kasper recht, dass es keine Judenmission geben kann in derselben Art
wie die Mission „ad gentes“.
#12 Alois Bischof 16:32:18 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Altes Gebet Das alte Karfreitagsgebet inkl. ‘perfidis Judaeis’ war das beste das es gab. Viele jüdische
Heiligen der Kirche haben es gebetet, auch der ehemalige The Remnant-Seelsorger Hw. H. Harry Marchosky
www.kreuz.net/article.6353.html, der Konvertit aus dem talmudischen Judentum war und einer der ersten
traditionalistischen – also: treuen – römisch-katholischen Priester der Vereinigten Staaten. Er hat nur
die überlieferte hl. Messe gelesen, und immer das Gebet für die Juden gegen ihre Verblendung und gegen
den Schleier ihrer Herzen gebetet, für das Heil der Juden, welches nur in Christus und Seiner einzig
wahren, einen, heiligen, apostolischen, Katholischen und Römischen Kirche gegeben ist. Was Herr Walter
Kasper, und sogar Benedikt XVI. darüber denken und glauben, ist völlig uninteressant. Die Juden, das
Haus Israel, waren das erste und primäre Missionsziel Unseres Herrn Jesu Christi. Erst danach wurden
auch die Heidnischen Völker missioniert, vom jüdischen Völkerapostel, dem hl. Paulus, einem früheren
Feinde der Christen. Ich hoffe, daß es dem bereits getauften Dr. Ape Foxman gleichens ergehen wird. Caritas
Christi urget nos. Möge aus allen Munden der leiblichen Kinder Isaaks doch dieser Ruf wieder erklingen,
wie dereinst in der später gefallenen Stadt Jerusalem: Hochgelobt sei Der, Der da kommt im Namen des
Herrn. Hosanna in der Höhe!
#9 Tridentinus 15:57:00 | Donnerstag, 7. Februar 2008
@Stimme der Vernunft Die Korrektur der Zeitpunkte für die Riten wurde in einem Dekret verfügt, die geänderten
Riten in einem anderen. Letzteres wurde nicht ordnungsgemäss promulgiert. Daher war ich bis SPC der Meinung,
die kanonistisch korrekteste Lösung wäre, die vorpianischen Riten (auf P XII) bezogen zu den korrigierten
Zeitpunkten zu zelebrieren. Durch SPC dürften jetzt die reformierten Riten formalrechtlich verpflichten.
Diese sollten aber inhaltlichdoch noch einmal überdacht werden. Da gibt es aber momentan wohl echt dringenderes.
#7 Dr. Schlämmer 15:35:58 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Wunderlich … Man wird jetzt ein bisschen böse fragen dürfen: worüber regen sich die gläubigen Juden
eigentlich so auf? Die Bitte zielt auf ihre – innere – Bekehrung, nicht auf ihren Eliminierung. Die betreffenden
Koranverse sind bei weitem nicht so schmeichelhaft. Ein gläubiger Christ, und Dr. Schlämmer ist sicher
kein Musterexemplar hiervon, kann gar nicht anderes, als alle anderen zu bekehren. Es ist diese seine
heilige, unauflösliche Pflicht.
#3 Tridentinus 15:22:56 | Donnerstag, 7. Februar 2008
@Fabianus Er hat insbesondere den spezifischen Ritus des Karfreitags, die Missa praesanctificatorum durch
eine einfache Kommunionfeier ersetzt. Das kann ich im Rahmen von 1500 Zeichen wirlich nicht detailliert
darlegen. Deswegen gehe ich am Karfreitag auch nicht zur FSSPX, sondern bete lieber um 15 Uhr den Kreuzweg.
Auch die Palmweihe ist verstümmelt.
#1 Tridentinus 15:09:30 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Ich beantworte mal die am schluss aufgeworfene Frage Nein. Die Liturgie kein Machwerk, das man, erst recht
nicht der Papst, am Schreibtisch konstruiert. Aber nachdem Pius XII. sowieso schon die ganze Karwoche
und besonders den Karfreitag liturgisch verdorben hat (um nichts schlimmeres oder unfeineres zu sagen),
ist das jetzt verordnete Gebet, gerade auch mit Blick auf den neueren Usus des Römischen Ritus, in dem
es hoffentlich auch umgehend verpflichtend wird, relativ eindeutig eine wunderbare Verbesserung undnicht
bloss ein fauler Kompromiss. Nur richtig promulgiert muss es noch werden.