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Sonntag, 10. Februar 2008 14:17
Und wieder sind die anderen schuld
Das größte aller Übel ist der Zölibat, die Lösung aller Problem die Ehe. Viele Kirchenfeinde leben in einer simplen Welt.
Immer eine gute Geschichte: Priester und Frauen
Immer eine gute Geschichte: Priester und Frauen
(kreuz.net) Sie leidet nicht an Minderwertig- keitskomplexen. Wenn sie über ihr eigenes Leben Bilanz zieht, kommt sie ins Schwärmen und erteilt sich zugleich eine Generalabsolution:

„Du hast sie bestanden, die alles entscheidende Prüfung deines Lebens. Bestanden, zur größeren Ehre Gottes und zum Wohle der katholischen Kirche. Selbstverständlich rücktest du mit deiner Entscheidung die Liebe wieder auf den Platz, wo sie hingehörte.“

Diese Worte stammen von Margarete Kirchmann. Sie hat viele Jahre an der Seite eines katholischen Priesters verbracht – nicht als Haushälterin, als Pfarrsekretärin oder Mitarbeiterin, sondern als Konkubine, mit welcher der untreue Geistliche Tisch und Bett teilte.

Jetzt hat Frau Kirchmann ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel: „Wer es fassen kann, der fasse es“.

Darin schildert sie, wie es mit dem Priester, Hw. B., anfing.

Buchcover "Wer es fassen kann, der fasse es"
Buchcover „Wer es fassen kann, der fasse es“
Der Geistliche hatte nach Frau Kirchmanns eigenen Angaben „nie gelernt“, seine Gefühle zu benennen. Er sei in Sachen Liebe „unterwegs“ gewesen, habe die „Liebe“ aber nicht gekannt.

Ob das ein priesterspezifisches Phänomen ist, wird man dem erfahrungserprobten Urteil der Ehegattinnen überlassen müssen.

Die Konkubine beschreibt in ihrem Buch, wie sie am Anfang gegen „ihre Gefühle“ gekämpft habe – und wie „sie darin gemeinsam“ gescheitert seien.

Nach Angaben des Verlages war Frau Kirchmanns Konkubinat „eine ungewöhnliche Beziehung, von Höhen und Tiefen, Rückzügen, Verletzungen, wieder an die Tür klopfen und um Einlaß bitten geprägt – bis zur Selbstaufgabe, Rücksicht nehmend, sorgsam abwägend, daß nichts bekannt wird“.

Das sei eine „unerlaubte Liebe im Schatten, voller Versteckspiel, Licht unter einem Scheffel“ gewesen, das „schmerzlich erstickt“.

Die Liebe sei an der „Macht der Institution Kirche“ gescheitert – lamentiert der Verlag.

Daß jeder Ehebrecher, der seine geheimen Liebschaften vor der eigenen Ehefrau verbergen muß, gleich vorgeht, wird nicht gesagt.

Das Buch kann nicht von einem Happy End berichten: „Es geht für keinen letztlich gut aus. Das Scheitern ist vollständig. Es überleben nicht alle diesen Kampf“ – heißt es melodramatisch.

Frau Kirchmann kocht in ihrem Buch auch die immergrüne Zölibatsdiskussion mit ihren altbekannten Slogans auf.

Sie erzählt von anderen Konkubinen, die heimlich mit katholischen Priestern liiert seien.

Natürlich berichtet sich auch von ihrem heldenhaften Kampf um die „Aufhebung unmenschlicher Vorschriften“, die sie als angebliches „Machtmittel“ hinstellt.

Für Frau Kirchmann ist die Ehe offenbar die Lösung aller Probleme.

Vor dem Hintergrund der eigenen persönlichen Unzulänglichkeiten zeichnet sie die Karikatur einer Kirche, die es – wie sie weiß – angeblich seit 1139 verbiete, daß „Priester in der katholischen Kirche Frauen haben.“

Frau Kirchmanns Buch ist nicht das erste und wohl auch nicht das letzte Buch der offenbar unerschöpflichen Kategorie „verbotene Liebe“.

Wenn sich unter den Zutaten noch ein katholischer Priester befindet, ist der Erfolg fast so sicher wie das Amen in der Kirche.

Margarete Kirchmann:
Wer es fassen kann, der fasse es.
Ich war die Frau im Leben eines Priesters.
Verlag Haag + Herchen Frankfurt/Main. 181 Seiten.
ISBN 3-89846-277-3.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 45 Lesermeinungen:
Mittwoch, 13. Februar 2008 11:07
kath.Sachs †: clarissa colonia: Eine Rechtsmeinung zu Fakten gibt es nicht
zu: „clarissa colonia: Werter Hintzen,vielfach wird die Rechtsmeinung vertreten, Weihe sie ein Ehe-, aber Ehe kein Weihehindernis …“
Es ist Faktum, daß nicht alle Sakramente gleichrangig sind: Z.B. kann eine Firmung im heutigen Verständnis keine Taufe vorwegnehmen, aber die Sakramente schließen sich nicht aus. Die Kirche kann außerdem die sogenannte „Verwaltung“ der Sakramente selbst regeln. So war – im Unterschied zu heute – viele Jahrhunderte hindurch das Tauf- und das Firmsakrament miteinander verknüpft. Für das Ehesakrament und das Weihesakrament gilt dasselbe: Weihe und Ehe schließen sich nicht vom Wesen der beiden Sakramente aus, sondern nur durch das Kirchenrecht. Wenn die Kirche also beschließt, die (nur den Männern vorbehaltene) Priesterweihe schließt die Ehe nicht aus, dann ist das so. Der Grund liegt darin, daß Ehelosigkeit kein Sakrament ist. Ganz einfach!
Montag, 11. Februar 2008 19:22
Nachtlaterne: den zölibat hat es früher…
…nicht gegeben. warum hat dann christus gesagt, dass wer vater, mutter, bruder, familie verlässt um seinetwillen dieser das ewige leben erben wird?

christus hat niemanden als waisen zurückgelassen und so konnten seine jünger ohne weiteres alles verlassen.
christus selber lebte den zölibat doch vor!
Montag, 11. Februar 2008 15:45
Typ: @ Heger
Zumindest verlangt der hl. Paulus vom Bischof (was ja heute dem Pfarrer eines kleinen Landstädtchens entsprechen würde), daß er „enthaltsam“ (enkratés) zu sein habe.

Sind Sie also auch wie ich der Meinung, dass jede halbwegs größere Stadt einen eigenen Bischof haben sollte? Eine Diözese wie Köln müsste man demnach mindestens in 10, vielleicht sogar 20 oder 30 Diözesen teilen.

Einverstanden?
Montag, 11. Februar 2008 15:38
clarissa colonia: Bischöflicher Pflichtzölibat
unter besonderer Berücksichtigung der afrikanischen Tiger!?
Montag, 11. Februar 2008 14:44
Na dann Proseminar Logik für Sie persönlich:

A) „Pflichtzölibat für Priester“
B) „Pflichtzölibat für Bischöfe“

Zwei verschiedene Themen. Sie wissen doch, was „verschieden“ bedeutet, oder?


Aber beides gehört zur Diskussion über den Pflichtzölibat, nur weil ich nicht weiß ob du es weißt, Bischöfe sind meistens auch Priester, sogar bei den orthodoxen.


Eine Diskussion über A impliziert also nichts notwendigerweise über B. Wenn Person P über A spricht und Person Q über B, sprechen beide über verschiedene Themen.

A2) Jungfrau Maria
B2) Tiger in Afrika

Eine Diskussion über A2 impliziert also nichts notwendigerweise über B2. Wenn Person P2 über A2 spricht und Person Q2 über B2, sprechen beide über verschiedene Themen.

So viel zu Ihrer Intelligenz!


Die Intelligenzbestie oder der Superschlaubold ist bestimmt eine Type die dann B2 ins Spiel bringt
Montag, 11. Februar 2008 14:38
Typ: @ Sozialkatholisch
Die hl. Jungfrau Maria kann man sehr wohl zu einer tiefen Diskussion über den Zölibat heranziehen ihre afrikanischen Nichttieger abber nicht. Da sieht man ihre klare Weitsicht!

Na dann Proseminar Logik für Sie persönlich:

A) „Pflichtzölibat für Priester“
B) „Pflichtzölibat für Bischöfe“

Zwei verschiedene Themen. Sie wissen doch, was „verschieden“ bedeutet, oder?

Eine Diskussion über A impliziert also nichts notwendigerweise über B. Wenn Person P über A spricht und Person Q über B, sprechen beide über verschiedene Themen.

A2) Jungfrau Maria
B2) Tiger in Afrika

Eine Diskussion über A2 impliziert also nichts notwendigerweise über B2. Wenn Person P2 über A2 spricht und Person Q2 über B2, sprechen beide über verschiedene Themen.

So viel zu Ihrer Intelligenz!
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