Deutscher Ethikrat
Das Marionettentheater geht weiter
In Deutschland gibt es einen neuen sogenannten Ethikrat. Er bringt vor allem den Verfall ethischer Prinzipien in Deutschland zum Ausdruck. Von Monika Hoffmann.
Marionettenpuppen in Prag
Marionettenpuppen in Prag
(kreuz.net, Münster) Heute wurden in Berlin die 26 nominierten Mitglieder des deutschen Ethikrates gewählt.

Auch wenn sich einige neue Gesichter im neuen Ethikrat zeigen, dürfte sich an seiner Position auch zukünftig leider nichts zugunsten eines konsequenten Schutzes der Menschenwürde und des Lebens ändern.

In einer Koalition, die in ethischen Fragen die Ära von Bundeskanzler Gerhard Schröder bruchlos fortsetzt, ist das Profil, für das die CDU einmal stand, nicht mehr erkennbar.

Selbst die von der CDU-Fraktion nominierten Experten passen größtenteils ins Marionettentheater einer Regierung, die sich im politischen Tagesgeschäft an die Kernaussagen des Grundgesetzes offenbar nicht mehr gebunden fühlt.

So hat die CDU unter anderem den Bonner Juristen Matthias Herdegen nominiert.

Dessen umstrittene Auslegung des „Menschenwürdeartikels“ – Artikel 1 des Grundgesetzes – kommentierte der prominente Verfassungsrechtler Ernst Wolfgang Böckenförde (SPD) mit den Worten, daß es sich dabei um eine „Relativierung der Unabdingbarkeit der Menschenwürde selbst“ handle, „wiewohl der Anschein erweckt wird, diese bestünde fort“.

Herdegen vertritt einen sogenannten gestuften Würdeschutz, der einen konsequenten Lebensschutz vom Anfang bis zum Ende nicht mehr vorsieht.

Die Union beweist durch diese Nominierung, daß für sie wesentliche Verfassungsinhalte und auch ihr eigenes, lange und heiß diskutiertes Grundsatzprogramm, in dem sie sich noch für die Unantastbarkeit der Menschenwürde ausgesprochen hatte, immer mehr zur Disposition stehen.

Die Verfasserin ist Pressesprecher der ‘Christdemokraten für das Leben’ (CDL).
      
4 Lesermeinungen
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#4   Vineta   01:39:25 | Mittwoch, 13. Februar 2008
junger Katholik
Ob die Union sich fleißig der ehemaligen Zentrumspartei erinnert oder nicht, dürfte wohl ziemlich unerheblich sein angesichts der heutzutage gänzlich anderen Herausforderungen, denen sie sich stellen müßte, aber es drückebergerisch und zeitgeistergeben nicht tut, und das mindestens, seit Kohl Kanzler wurde.
Sagen Sie mal, wie haben Sie es denn bisher geschafft, die Union als etwas Christliches wahrzunehmen und sogar zu verteidigen ? Ist Ihnen dabei etwa jemals mehr eingefallen, als das, womit sie naive, geistig unbedarfte Christen ködert : mit dem gelegentlichen Pochen aufs Kopftuchverbot und aufs Kruzifix samt Schulgebet in bayerischen Bierzelten?
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#3   junger Katholik   22:35:21 | Dienstag, 12. Februar 2008
Ohje, ein mitglied der JU ist am verzweifeln…
Als Mitglied der Jungen Union, fällt es mir immer schwerer die CSU und CDU zu verteidigen! Die bayrische CSU hatte immerhin vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Homo-Ehe geklagt… aber das ist lange her! Mittlerweile zählt nurnnoch populistisches Geplapper, das wichtigste ist, dass die Leute schön alt werden, ein engenehmes Leben und immer genug Geld haben, wenn man dafür garantiert geht es ihnen gut, oft geschieht das jedoch auf Kosten anderer…
Ein langes Leben wird sich durch Stammzellenforschung erhoft, mehr Lebensqualität hat man ohne Kind, und das kann man ja bekanntlich auch einfach pränatal loswerden. Die Union wird es nicht wagen eines der beiden Dinge anzufechten, zu sehr würde das Geplapper der „Feministen“ („Mein Bauch gehört mir“ – achja und wem gehört der Bauch deines Kindes) und Abtreibungsindustraten miese Stimmung erzeugen! Es fällt jedoch auch auf, dass sich in der Union kaum noch überzeugte Christen (va. keine gut gläubigen Katholiken) befinden… Die Union ist verkommen zu einer machthungrigen Partei, die nicht mehr an ihren eigenen Ursprung denkt – der Zentrumspartei…
nun winkt der Austritt
mit ihm winkt
ihr junger Katholik :-)
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#2   bonifatius   20:57:23 | Dienstag, 12. Februar 2008
Ach Ce De U
Jetzt weisen sie das Christentum nicht einmal der Ethik zu, sondern nur der Soziologie. (Davilo) Ce de u Ade!
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#1   taunuß   20:28:47 | Dienstag, 12. Februar 2008
Grundsetzlich ist die CDU für das Lebensrecht…
aber wenn es ernst wird, d.h. wenn konkret rechtliche Deffinitionen vonnöten sind, tauchen sie in diesen Fragen ab und verschwimmt im Ungefähren.
Lebensschutz darf für die CDU kein Lippenbekenntnis bleiben, sondern muß im Grundsatzprogramm und auf der Gesetzgebungsagenda Priorität haben!!!!
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