„Wäre Gott ein Mensch, müßte man ihn mit starken Psychopharmaka behandeln“. Wer solches schreibt, kann auf das Wohlwollen deutscher Diözesen und ihrer Einrichtungen zählen.
Der Borromäusverein hat mehrere Bücher des deutschen Atheismus-Propagandisten Michael Schmidt-Salomon im Angebot
(kreuz.net, Bonn) Offiziell kümmert sich der katholische Borromäusverein in Bonn um das katholische
Bücherapostolat.
Doch in Wahrheit listet er unter seinen Buchempfehlungen zahlreiche antikatholische
Werke. Das berichtete kürzlich der Weblog kath-info.de.
Der Borromäusverein steht ganz in kirchlicher
Trägerschaft.
Erst nach einem Aufschrei katholischer Medien veröffentlichte der Verein dazu eine Kritik. Das Haßbuch
verschwand auch aus der Rubrik „Medienempfehlungen“.
Vergnügliche antikatholische Literatur
Die Webseite
‘kath.info-de’ glaubt nicht, daß es sich bei dem Buch-Skandal im Borromäusverein um einen einmaligen
Ausrutscher gehandelt hat.
Unter dessen Medienempfehlungen befinden sich weiterhin mehrere kirchenfeindliche
Werke wie zum Beispiel das sogenannte Lexikon „Die Kirche im Kopf“, in dem der notorische Schmidt-Salomon
als Mitautor fungiert.
Das antikatholische Buch wird vom katholischen Borromäusverein so vorgestellt:
„Dieses Lexikon nimmt auf vergnüglich-böse Weise die »Kirche im Kopf« aufs Korn.“
Über den zweiten
Teil des Werkes, der sich angeblich mit „grundlegenderen und philosophischen Fragestellungen“ befaßt,
heißt es:
„Am Ende der Lektüre sollten die Leser nicht nur die eine oder andere Selbstverständlichkeit
mit anderen Augen sehen, sie sollten über die bizarren religiösen Denkwelten auch befreit lachen können.“
Die Webseite ‘kath-info.de’ weist darauf hin, daß mit „bizarren religiösen Denkwelten“ zum Beispiel
die Lehre über die Dreifaltigkeit gemeint ist.
Das angebliche Lexikon beschreibt die Trinität als „überaus
seltene, von Gläubigen daher hochgepriesene Form ‘multipler Göttlichkeit’, etwa analog zum Krankheitsbild
der ‘multiplen Persönlichkeit’“.
„Wäre Gott ein Mensch, müßte man ihn wohl mit starken Psychopharmaka
behandeln“ – heißt es weiter in dem Haßbuch.
Der Borromäusverein empfiehlt noch weitere kirchenfeindliche
Machwerke. Zum Beispiel:
· Richard Dawkins: Der Gotteswahn · Christopher Hitchens: Der Herr ist kein
Hirte. Wie Religion die Welt vergiftet · Daniel Dennett: Breaking The Spell. Religion as a Natural Phenomenon
· Michel Onfray: Wir brauchen keinen Gott. Warum man jetzt Atheist sein muß · Sam Harris: Das Ende
des Glaubens. Religion, Terror und das Licht der Vernunft
Die diesen Büchern vom Borromäusverein manchmal
beigefügten Rezensionen bezeichnet ‘kath-info.de’ teilweise als kritisch, teilweise als offenherzig und
verklärend.
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31 Lesermeinungen
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#33 Horst Metzker 17:24:19 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Die Kirche hat einen Dachschaden? Das wäre auch kein Wunder, denn ein Haus wird ja von unter nach oben
gebaut, und schon der Keller steht auf Sand. Liebe Freunde, wenn man täglich auf diesen Seiten surft,
die Meinungen, Kommentare und sonstiges ließt, vom Aushub bis zum Dach, hat man zum Schluß einen einen
Schaden an dem Selbigen. Dabei ist das Forum harmlos im Verhältnis zu den Artikeln. Wie soll es da der
Gesamtkirche gehen?
#32 Brahmachari † 16:57:25 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Lufttasche Keine schlechte Antwort Lufttasche, aber die habe ich bereits erwartet, also keine Überraschung!
Dass mir der Kontext zu diesem Zitat fehlt, weiß ich wohl, aber ich muss mich nun einmal auf das stützten,
was du mir anbietest. Es lag also in deiner Verantwortung mir den Kontext zu verdeutlichen. Da du das
nicht getan hast, musste ich davon ausgehen, dass dieser irrelevant war. Wenn der Kontext wichtig ist,
um die Aussage angemessen zu interpretieren, dann war es ein Fehler deinerseits mir diesen vor zu enthalten.
Du hättest eben anmerken müssen, dass er das nicht auf sich bezog, andernfalls musstest du als gebildeter
Mensch, wie du sicher einer bist, damit rechnen, dass ich aufgrund des Zitates Rückschlüsse auf den
Dichte ziehe. Das ist doch normal. In jedem Satz steckt auch etwas von uns. Oder du warst kurz unaufmerksam?
Kein Problem, geht mir öfter so. Also was meinte denn dein G. K. Chesterton? Hat er sich über arrogante
Schriftsteller ausgelassen?
#31 Airbag 10:44:25 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Bramachari Wenn sie G. K. Cesterton (noch) nicht kennen. Und sie sich eine wie sie sich mir mitteilen
eine ,,objektives Meinung“ von ihm machen, weil sie ein Zitat von ihm kennen obwohl sie die Zusammenhänge
nicht kennen in dem er es geschrieben hat, so ist das ein wenig Mager. Es zeigt mir nur wie Menschen (nun
eben gerade sie) zu schnell Urteilen/Verurteilen… Lesen sie G. K. Chesterton das Bekannteste von ihm
ist Pater Brown, aber nicht das Beste…
#30 Steini1974 00:42:06 | Donnerstag, 14. Februar 2008
warum führt kreuz.net nicht eine Bücherverbrennung durch??? Dass der Boro-Verein auch Bücher veröffentlicht,
die nicht nur positiv die Religion und/oder katholischen Kirche wiedergeben ist doch okay. Das heißt
ja nicht, dass der Boro-Verein diese auch als gut erachtet. Gerade die Bücher, die sich gegen unsere
Kirche, gegen unseren Glauben und gegen den dreieinen Gott richten sollten eben gerade auch von einem
katholischen Verein vertrieben werden, damit möglichst viele Katholiken wissen, wie man über uns und
unseren Glauben und unsere Kirche denkt. Dann sind wir besser darauf vorbereitet, wenn wir in der Begegnungen
mit unserem Nächsten auf Argumente stoßen, die eben diesen Büchern entnommen sind. Aber kreuz.net würde
glaube ich dazu drängen, dass der Boro-Verein besser nur Bibeln vertreibt… aber dann brauchen wir keinen
Boro-Verein
@alkuin Wir müssen unsere Glauben besser kennen, besser leben, besser kritisieren, als alle anderen.
Richtig. Und wir müssen die Kritik an unserem Glauben kennen und kritisieren.
@ iustus: „von Gläubigen als unmündigen Kindern auszugehen“ …wäre mehr als fatal! Die Mündigkeit
der Gläubigen ist der Schlüssel der Mission! Wir müssen unsere Glauben besser kennen, besser leben,
besser kritisieren, als aller anderen. Wir müssen auch wissen was andere über uns denken, schreiben
und sprechen. Erzbischof Fulton Sheen (+1979) schrieb einmal: „Es gibt nicht mehr als einhundert Menschen
in den Vereinigten Staaten, welche die katholische Kirche hassen. Es gibt aber Millionen, die das hassen,
von dem sie fälschlicherweise glauben, dass es die katholische Kirche sei, dies ist jedoch eine ganz
andere Sache.“
#25 Brahmachari † 17:23:56 | Mittwoch, 13. Februar 2008
@Airbag Der war (ist?) aber ganz schön von sich selbst überzeugt. Typisch Schriftsteller und Künstler,
wenn man ihre „Werke“ nicht mag, dann ist man halt nur ein Teil des Mops.
Eine gewisse Ausgepufftheit steckt schon darin… ein christlicher Verlag verdient am Vertrieb atheistischer
Lektüre. Vielleicht ist das ja wirklich nicht so blöd. Den Vertrieb und die Auseinandersetzung mit dieser
Lektüre kann man ja nicht verhindern, aber so kann man wenigstens davon profitieren und den Erlös wiederum
in christlichem Sinn verwenden. Ist doch eigentlich recht komot.
@Alkuin Als Apologetiker muss ich sehr viele anti-katholische oder anti-christliche Bücher und Traktate
lesen. Sie sind absolut notwendig damit ich mir eine Meinung bilden kann. Warum soll ich sie nicht bei
einer Buchhandlung in kath. Trägerschaft kaufen? Es ist mir lieber, dass wenigstens einen kleinen Teil
des Erlöses bei „uns“ hängen bleibt. Ich muss sagen, es fällt mir schwer, Ihnen zu widersprechen. Das
Gegenteil würde bedeuten, von Gläubigen als unmündigen Kindern auszugehen, die man vor schlechtem Einfluss
schützen müsste. Da hätte ich schon Probleme …
@Marranenjäger „Inwiefern arbeiten Sie als „Apologetiker“? Was sind ihre Themen?“ Die Apologetische Arbeit
ist nicht beruflicher sondern (auch im sinne von 1 Pet 3,15) privater natur. Mein Hauptbereich ist der
Antikatholizismus der Evangelikalen im englischsprachigen Raum (USA / Nord Irland / GB.). Insbesondere
in Zusammenhang mit den verschiedenen US Bewegungen des 19. jh. z.B. die Erweckungsbewegung und die Nativisten.
Non olet – Geld stinkt nicht Wenn es schon vom kirchlichen Standpunkt fragwürdige Bücher gibt, ist es
da nicht tröstlich, daß die Kirche an deren Vertrieb wenigstens etwas verdient? Schließlich verdient
die Kirche ja auch am sündigen Tun der Nutten und Huren, indem sie auf deren Sündenlohn Kirchensteuer
eintreibt!
#18 Brahmachari † 15:12:42 | Mittwoch, 13. Februar 2008
@Airbag / Ein gutes Buch erkennt man am Autor … So etwas wie ein moralisches oder unmoralisches Buch
gibt es nicht. Bücher sind gut geschrieben oder schlecht geschrieben, weiter nichts. Oscar Wilde
@ Marranenjäger Inwiefern arbeiten Sie als „Apologetiker“? Was sind ihre Themen? Gemäß 1 Petr 3,15
ist jeder Christ dazu aufgefordert, Apologet seines Glaubens zu sein. Diese Aufgabe kommt keinesfalls
nur akademisch arbeitenden Theologen zu.
Die Zeit der Bücherverbrennung vorbei! Als Apologetiker muss ich sehr viele anti-katholische oder anti-christliche
Bücher und Traktate lesen. Sie sind absolut notwendig damit ich mir eine Meinung bilden kann. Warum soll
ich sie nicht bei einer Buchhandlung in kath. Trägerschaft kaufen? Es ist mir lieber, dass wenigstens
einen kleinen Teil des Erlöses bei „uns“ hängen bleibt. Außerdem ist die Zeit der Bücherverbrennung
vorbei! Schau auf das Angebot von Weltbild an!
Kirchlicher Verein bewirbt antireligiöses Buch? Das ist ja so, als würde der Bundesverband der Veganer
eine Empfehlung für das neue Kochbuch „101 Schnitzelrezepte“ ausstellen…
#11 ExBochumer † 12:17:01 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Ja, die römisch-katholische Kirche in Deutschland … hat einen Dachschaden. Das wird auch der neue Vorsitzende
der DBK nicht ändern. So ungefähr lautet sein Motto, das man indirekt seinen ersten Interviews entnehmen
konnte: „Weiter so.“ Ich bin kein Prophet, aber so viel zur r.-k. Kirche in Deutschland: Gestern standen
wir vor dem Abgrund. Morgen sind wir einen Schritt weiter.
@ Hintzen Ehe Sie ein Buch überhaupt gelesen haben, wissen Sie schon, daß es „den Glauben in den Dreck
zieht“. Unglaublich eine solche Haltung. Was wollen Sie eigentlich? Woher wissen Sie, dass ich keines
dieser Bücher gelesen habe? Machen Sie sich die Methoden von kreuz.net jetzt zu eigen? Zudem hat der
Borromäusverein selbst zu dem Buch „Wo bitte geht’s zu Gott“ inzwischen eine Negativrezension veröffentlicht,
weswegen über den Charakter dieses Buches nicht mehr ernsthaft diskutiert werden muss. Der Borromäusverein
selber ist dieser Meinung.
Wahrscheinlich ist den Katholiken dieses Vereins (wie alles) das Geld, dass sie mit den Büchern verdienen
doch wichtiger als die Botschaft, die ihr Verein eigentlich vertreten sollte.
#7 kath.Sachs † 11:14:44 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Benedikt: die den Glauben in den Dreck ziehen. Genau das meine ich: Ehe Sie ein Buch überhaupt gelesen
haben, wissen Sie schon, daß es „den Glauben in den Dreck zieht“. Unglaublich eine solche Haltung. Da
dürften Sie ja mit keinem Menschen mehr reden, weil der ja im nächsten Satz Ihren Glauben in den Dreck
ziehen könnte.
#6 bonifatius 11:12:05 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Ja, die Kirche hat einen Dachschaden!!! Aber nur die d e u t s c h e , trotz oder wegen des vielen Geldes,
dass ihr nach wie vor üppig sprudelnd – nicht von den gut Verdienenden – in ihre Kassen fließt.
@ Hintzen Ich verstehe nicht, was Sie wollen. Ich habe den Wert der Arbeit des Borromäusvereins nicht
in Abrede gestellt. Ich bin aber dagegen, dass katholische Buchhandlungen solche Bücher vertreiben. Dass
die Kunden mündige Bürger sind, spielt dabei keine Rolle. Eine Buchhandlung in katholischer Trägerschaft
ist ein Tendenzbetrieb, von dem man erwarten kann, dass er keine Bücher führt und vertreibt, die den
Glauben in den Dreck ziehen. Bei kirchenkritischen Vertrieben würde man explizit kirchliche Autoren auch
vergeblich suchen. Ich habe übrigens nicht erst durch kreuz.net von dieser Sache erfahren und vertraue
dieser Quelle auch nicht.
Geld stinkt nicht … … und auch (gerade) mit solchen Büchern lässt sich was verdienen. Der BV ist
dabei ein Buchhandel wie jeder andere auch und darf damit rechnen, dass er es mit mündigen Kunden zu
tun hat (… wie wir ja heute auch alle mündige Christen sind). Zur Zeit meines Studiums hatten wir Theologiestudenten
einen guten Draht zur Inhaberin einer örtlichen Buchhandlung, die auch große Auslagen zu theologischer
Fachliteratur zusammenstellte – leider waren auch manchmal zweifelhafte Bücher ganz vorne dran, andere
gute aber eher in „zweiter Reihe“. So sind wir mit der Inhaberin ins Gespräch gekommen, die uns sagte,
dass sie ja grundsätzlich alle Bücher anbieten muss (ggf. auf Bestellung). Allerdings könne sie die
Bücher oft nicht inhaltlich beurteilen und würde die Auslage mehr nach Gefühl arrangieren. Wenn sie
Zeit hatte, sind wir schon mal das Sortiment durchgegangen und haben so eine andere Gewichtung erreicht.
#3 kath.Sachs † 10:40:50 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Benedikt: Das geht wirklich zu weit Dieser Leserbeitrag ist das Ergebnis der Desinformation und Diffamierungskampagne
gegen eine hervorragend arbeitende katholische Einrichtung durch kreuz.net. Das Ihr Euch nicht schämt!
Das geht wirklich zu weit Die Autoren können schreiben was sie wollen. Aber dass die Kirche deren Werke
auch noch bewirbt, das kann wirklich nicht sein.
#1 kath.Sachs † 10:36:48 | Mittwoch, 13. Februar 2008
Na prima Da hat kreuz.net mal wieder ein Haßobjekt gefunden, na wen? na klar, den Borromäusverein. Und
der soll natürlich so tun, als gäbe es in der Welt nur Literatur, die von kreuz.net und denen nahestehende
Organisationen (oder soll ich besser sagen „Sekten“?) herausgegeben werden. Das sind wir ja schon fast
gewöhnt. Was aber ärgerlich ist, sind die fortlaufenden Diffamierungen, hinter denen sich unbekannte
Autoren verstecken. So wieder in diesem Fall, wo dem Borromäusverein unterstellt wird, er hätte für
ein kirchenfeindliches Buch „geworben“. Zwischen Leseverbot und Leseempfehlung gibt es auch noch den Bereich
„Auseinandersetzung mit Gegenwartsliteratur“. Aber eine solche Auseinandersetzung meidet kreuz.net wie
der Teufel das Weihwasser, weil den Autoren dazu die fachliche Kompetenz fehlt. Da ist es einfacher mit
billigen Beschimpfungen andere Menschen und Organisationen zu verunglimpfen. Das ist nicht „christlich“
sondern einfach nur kleinkarriert und geistlos. Mal wieder stellt sich die Frage: Was soll das?