Ein zweiter Pater Pio?
Ohne Beweise hätte Papst Benedikt XVI. den Gründer der Legionäre Christi niemals de facto suspendiert – erklärte ein Priester und früherer Legionär nach dem Tod von Pater Marcial Maciel.
(kreuz.net) Hw. James Farfaglia, hat zum Tod des Gründers der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel,
einen Nachruf verfaßt. Pater Maciel starb am 30. Januar.
Hw. Farfaglia ist ein bekannter Pfarrer in der US-Diözese Corpus Christi in Texas. Er betreibt auch eine eigene Webseite.
Der Nachruf wurde auf der konservativen Webseite ‘Renew America’ veröffentlicht.
Hw. Farfaglia war lange Jahre selber Mitglied der Legionäre Christi. Seine Zeit in dieser Ordensgemeinschaft bezeichnet er als „sehr glücklich“.
Er sei dankbar für die dort erhaltene Ausbildung: „Ich könnte niemals tun, was ich jetzt als Priester tue, ohne die wertvollen Erfahrungen, die ich bei den Legionären gesammelt habe.“
In den Seminarien der Legionäre Christi hat er kein Fehlverhalten gesehen: „Ich war immer von sehr heiligmäßigen Männern umgeben.“
Hw. Farfaglia hatte auch häufigen Kontakt mit dem verstorbenen Gründer der Legionäre. Dessen Beispiel, Schriften und Vorträge bezeichnet er als fruchtbringend.
In seinem Nachruf erwähnt Hw. Farfaglia die Anschuldigungen, daß Pater Maciel Seminaristen homosexuell geschändet habe.
Ob diese Vorwürfe wahr oder falsch sind, kann der Priester aus persönlicher Erfahrung nicht beurteilen: „Aber, ich weiß, daß Papst Benedikt XVI. niemals getan hätte, was er getan hat, wenn es keine wirklichen, konkreten Beweise dafür gegeben hätte.“
Hw. Farfaglia erklärt, nach seiner Zeit bei den Legionären Informationen erhalten zu haben, die darauf hingedeutet hätten, daß zumindest einige Anschuldigungen zutreffend waren und Pater Maciel in diese Richtung Probleme gehabt habe.
„Wenn einige oder alle Anschuldigungen wahr sind, dann gibt es in der Kirche sehr viel Verderbnis, die weiter geht, als sich irgendeiner von uns ausdenken kann.“
Der Priester kritisiert, daß die Legionäre Christi ihren Gründer jetzt als absolut unschuldig und als einen zweiten Pater Pio hinstellen.
Er fordert die Legionäre auf, das umzusetzen, wovon der Gründer ständig gesprochen hat: der Kirche zu dienen und nicht sich selber.
„Es wird in der Legion Christi dem Geld und dem Wachstum zuviel Gewicht beigemessen. Ihre Literatur sollte sich mehr auf Christus statt auf gutaussehende Seminaristen konzentrieren.“
Die Legionäre müßten aus sich eine Legion Christi und nicht eine Legion von Pater Maciel machen:
„Wenn sie weitermachen wie bisher, werden sie ineffizient und zu einem großen Hindernis für die Evangelisierung der Kirche.“
© Titelbild: Pressebild Legionäre Christi
Hw. Farfaglia ist ein bekannter Pfarrer in der US-Diözese Corpus Christi in Texas. Er betreibt auch eine eigene Webseite.
Der Nachruf wurde auf der konservativen Webseite ‘Renew America’ veröffentlicht.
Hw. Farfaglia war lange Jahre selber Mitglied der Legionäre Christi. Seine Zeit in dieser Ordensgemeinschaft bezeichnet er als „sehr glücklich“.
Er sei dankbar für die dort erhaltene Ausbildung: „Ich könnte niemals tun, was ich jetzt als Priester tue, ohne die wertvollen Erfahrungen, die ich bei den Legionären gesammelt habe.“
In den Seminarien der Legionäre Christi hat er kein Fehlverhalten gesehen: „Ich war immer von sehr heiligmäßigen Männern umgeben.“
Hw. Farfaglia hatte auch häufigen Kontakt mit dem verstorbenen Gründer der Legionäre. Dessen Beispiel, Schriften und Vorträge bezeichnet er als fruchtbringend.
In seinem Nachruf erwähnt Hw. Farfaglia die Anschuldigungen, daß Pater Maciel Seminaristen homosexuell geschändet habe.
Ob diese Vorwürfe wahr oder falsch sind, kann der Priester aus persönlicher Erfahrung nicht beurteilen: „Aber, ich weiß, daß Papst Benedikt XVI. niemals getan hätte, was er getan hat, wenn es keine wirklichen, konkreten Beweise dafür gegeben hätte.“
Hw. Farfaglia erklärt, nach seiner Zeit bei den Legionären Informationen erhalten zu haben, die darauf hingedeutet hätten, daß zumindest einige Anschuldigungen zutreffend waren und Pater Maciel in diese Richtung Probleme gehabt habe.
„Wenn einige oder alle Anschuldigungen wahr sind, dann gibt es in der Kirche sehr viel Verderbnis, die weiter geht, als sich irgendeiner von uns ausdenken kann.“
Der Priester kritisiert, daß die Legionäre Christi ihren Gründer jetzt als absolut unschuldig und als einen zweiten Pater Pio hinstellen.
Er fordert die Legionäre auf, das umzusetzen, wovon der Gründer ständig gesprochen hat: der Kirche zu dienen und nicht sich selber.
„Es wird in der Legion Christi dem Geld und dem Wachstum zuviel Gewicht beigemessen. Ihre Literatur sollte sich mehr auf Christus statt auf gutaussehende Seminaristen konzentrieren.“
Die Legionäre müßten aus sich eine Legion Christi und nicht eine Legion von Pater Maciel machen:
„Wenn sie weitermachen wie bisher, werden sie ineffizient und zu einem großen Hindernis für die Evangelisierung der Kirche.“
© Titelbild: Pressebild Legionäre Christi
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Mittwoch, 20. Februar 2008 20:57
FiliusEcclesiae: Dann sind allerdings noch mehr Beatifikationen und Kanonisationen abzulehnen
wegen der FALSCHEN Papsttreue!
Denn treu zu Papst Paul VI. war nicht nur die genannte Gründergestalt.
Denn treu zu Papst Paul VI. war nicht nur die genannte Gründergestalt.
Mittwoch, 20. Februar 2008 20:55
Brandenburgis: @Filius Ecclesia
wegen der FALSCHEN Papsttreue!
Mittwoch, 20. Februar 2008 20:53
FiliusEcclesiae: Die Kritik vieler Antimodernisten an der Person des hl. Josephmaria ist immer wieder amüsant
Selbst eine so unheilige Gestalt wie Escriva de Balaguer y Albás wurde kanonisiert! Der Naturalismus
der regierenden Modernisten hat es halt mit sich gebracht, dass die Heiligsprechung als eine Art posthumes
Bundesverdienstkreuz verwendet wird. Entsprechend ist die Auswahl der Preisträger: Armselig!
Das haben manche Antimodernisten mit den Liberalisten und den Modernisten gemeinsam: die Ablehnung des heiligen Josephmaria Escrivá de Balaguer.
Allerdings weiß kein Mensch, wieso auch Antimodernisten den hl. Opus-Dei-Gründer ablehnen.
Wegen der Papsttreue und der Annahme der Neuen Messe?
Das haben manche Antimodernisten mit den Liberalisten und den Modernisten gemeinsam: die Ablehnung des heiligen Josephmaria Escrivá de Balaguer.
Allerdings weiß kein Mensch, wieso auch Antimodernisten den hl. Opus-Dei-Gründer ablehnen.
Wegen der Papsttreue und der Annahme der Neuen Messe?
Sonntag, 17. Februar 2008 20:25
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Filius Ecclesiae,
Wenn die schlimmen Vorwürfe stimmen, wird der Hl. Geist keine Kanonisation erlauben.
… das glauben Sie doch wohl selbst nicht. Selbst eine so unheilige Gestalt wie Escriva de Balaguer y Albás wurde kanonisiert! Der Naturalismus der regierenden Modernisten hat es halt mit sich gebracht, dass die Heiligsprechung als eine Art posthumes Bundesverdienstkreuz verwendet wird. Entsprechend ist die Auswahl der Preisträger: Armselig!
… das glauben Sie doch wohl selbst nicht. Selbst eine so unheilige Gestalt wie Escriva de Balaguer y Albás wurde kanonisiert! Der Naturalismus der regierenden Modernisten hat es halt mit sich gebracht, dass die Heiligsprechung als eine Art posthumes Bundesverdienstkreuz verwendet wird. Entsprechend ist die Auswahl der Preisträger: Armselig!
Sonntag, 17. Februar 2008 18:57
FiliusEcclesiae: Am besten wäre die Einleitung eines objektiven Kanonisationsverfahrens für diesen umstrittenen
Ordensgründer
Wenn die schlimmen Vorwürfe stimmen, wird der Hl. Geist keine Kanonisation erlauben.
Wenn die schlimmen Vorwürfe stimmen, wird der Hl. Geist keine Kanonisation erlauben.
Donnerstag, 14. Februar 2008 19:26
Weißer Ritter: @Alois Hudal
Was sie zum Umgang mit Geld bei der FSSPX sagen, ist leider richtig.
So sehr ich die FSSPX schätze, aber manchmal glauben deren Mitglieder, weil sie Priester sind, daß sie alles besser können. Dabei wäre es für alle sinnvoller, wenn man bei bestimmten Dingen den Rat von Laien einholen würde. Diese kennen die Welt besser – auch wenn dies nicht immer von Vorteil für das Seelenheil ist.
Porta Coeli wurde meines wissens nicht neu gebaut, sondern modernisiert.
Die Vorgänge um das Don-Bosco-Gymnasium sind ein Armutszeugnis.
Es gibt in Deutschland so viele „Baustellen“ im religiösen Bereich, daß man eine gewisse Hektik und Überstürztheit in der Hinsicht verstehen kann.
Ich bin mal gespannt, wie das Experiment „Civitas Institut“ ausgeht!
So sehr ich die FSSPX schätze, aber manchmal glauben deren Mitglieder, weil sie Priester sind, daß sie alles besser können. Dabei wäre es für alle sinnvoller, wenn man bei bestimmten Dingen den Rat von Laien einholen würde. Diese kennen die Welt besser – auch wenn dies nicht immer von Vorteil für das Seelenheil ist.
Porta Coeli wurde meines wissens nicht neu gebaut, sondern modernisiert.
Die Vorgänge um das Don-Bosco-Gymnasium sind ein Armutszeugnis.
Es gibt in Deutschland so viele „Baustellen“ im religiösen Bereich, daß man eine gewisse Hektik und Überstürztheit in der Hinsicht verstehen kann.
Ich bin mal gespannt, wie das Experiment „Civitas Institut“ ausgeht!
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