Vatikan. Am vierten Tag seiner Fastenexerzitien für den Papst setzte sich der Exerzitienmeister,
Albert Kardinal Vanhoye, mit dem Neuen Bund auseinander. Dieser habe vier Merkmale: Er sei ein innerer,
kein äußerer Bund. Er beinhalte eine vollkommene gegenseitige Zugehörigkeit von Gott und seinem Volk.
Er sei keine kollektive Institution, sondern eine persönliche Beziehung des einzelnen mit Gott. Und er
gründe in der vollkommenen Vergebung der Sünden.
Confiteor verboten
Vatikan. Der US-Priester Hw. John
Zuhlsdorf erkundigte sich kürzlich bei der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ über die Verwendung
des zweiten ‘Confiteors’ in der tridentinischen Messe. Dieses wird unmittelbar vor dem Kommunionempfang
der Gläubigen gebetet. Mitglieder der Kommission erklärten, daß es in der Messe von 1962 verboten sei,
ein zweites Schuldbekenntnis zu beten.
Neue Provokationen
Dänemark. Eine Reihe dänischer Tageszeitungen
veröffentlichte gestern eine der Karikaturen des Propheten Mohammed, die im Jahr 2006 in der islamischen
Welt zu wochenlangen Protesten geführt hatten. Der Karikaturist Kurt Westergaard – Zeichner der Darstellung
Mohammeds mit einer Bombe als Turban auf dem Kopf –, war nach Angaben dänischer Medien angeblich zum
Ziel eines mutmaßlichen Mordkomplotts durch Moslems geworden. Die Zeitungen veröffentlichten die Karikatur
aus Solidarität mit dem Bedrohten.
Ungewöhnlicher Polizeieinsatz
Italien. In Italien fand gestern
ein Polizeieinsatz wegen einer Kinderabtreibung statt. Aufgrund anonymer Hinweise kontrollierten Polizisten
eine 39jährige Frau in Neapel. Sie hatte ihr Kind kurz zuvor einem Schlächter übergeben und behauptete,
dieses noch in der 21. Schwangerschaftswoche und somit fristgerecht abgetrieben zu haben. Bei ihrem Kind
sei eine Chromosomenanomalie gefunden worden. Die Polizei leitete dennoch Ermittlungen ein und kündigte
an, das getötete Kind zu obduzieren.
Licht aus dem Osten?
Rußland. Weniger als ein Drittel der Russen
glaubt an ein ewiges Leben. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’ mit Bezug auf eine
Umfrage des Moskauer ‘Analysezentrums Juri Levada’. An das ewige Leben glauben vor allem Frauen über
55, die in Landgebieten wohnen und ein niedriges Einkommen besitzen. Dafür vertrauen 63% der Befragten
auf Amulette und 59% auf „prophetische Träume“.
Email-Adressen der Empfänger
44 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ Gotthard Was sind Sie doch für ein Apparatschik! Klein Fritzchen beruft sich auf Kardinal Newman: John
Henry Newman, der große englische Konvertit und spätere Kardinal, hat in einer Predigt zum Fest der
Beschneidung des Herrn über die Tatsache gesprochen, dass die Kirche in ihrer ganzen Geschichte seit
den Tagen der Apostel niemals einen alten, durch lange Gebetsgewohnheit geheiligten Ritus abgeschafft
hat. Auch nach dem Pfingstfest gingen die Apostel und die ersten Christen regelmässig zum Gebet in den
Tempel von Jerusalem. Man weiss nicht, wie lange. Es gab keinen Beschluss, diese Praxis zu irgendeinem
Termin zu beenden. Riten können absterben. Sie können durch katastrophale Ereignisse – wie die Zerstörung
des Tempels in Jerusalem – verschwinden. Sie können sich allmählich wandeln und entwickeln. Sie einfach
abschaffen, wäre, so sagt Newman, ein Anschlag auf den Glauben der Menschen. Denn eine solche Abschaffung
kann nie ohne schweren Schaden für den Glauben geschehen. Der Mensch ist ein leibliches Wesen. Sein Gottesverhältnis
inkarniert und konkretisiert sich in bestimmten leibhaftigen Formen, die dadurch geheiligt werden. Gewiss,
man darf diese Formen nicht verabsolutieren. Das hat die Kirche auch nie getan. Es gab ja fast immer in
ihr eine Pluralität von anerkannten Riten. Aber die Abschaffung eines alten, legitimen Ritus wäre immer
als ein Akt der Tyrannei betrachtet worden, ein Attentat auf den lebendigen, inkarnierten Glauben und
auf die Frömmigkeit der Menschen.
#43 Freinsberg 09:00:49 | Freitag, 15. Februar 2008
@ Libertas Ecclesiae Für die Entwicklung der Liturgie gilt das Gleiche wie für das Entstehen von Bräuchen:
„Nichts kommt aus der Volksseele.“ (<c> Helga Maria Wolf)
#40 Gotthard 23:33:49 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Libertas Ecclesiae Das macht ja gerade die Qualität einer langen Gebetsgewohnheit aus: dass sich ihre
Anfänge irgendwo im geheimnisvollen Dunkeln verlieren, niemand hat sie eben „erfunden“ und irgendwann
planmäßig eingeführt. Durch jahrhundertelange Übung sind diese Gebetsgewohnheiten und Frömmigkeitsformen
geheiligt, niemand kann das je verbieten, nicht einmal der Papst. Wie sich Klein-Fritzchen die Entwicklung
der Liturgie vorstellt… ein intensives Studium der Liturgie – besonders ihrer geschichtlichen Entwicklung –
täte Dir wohl besonders gut… Die Entwicklung der Liturgie ist bestimmt von Verordnungen und dekretierten
Übernahmen!!!!!!!!!!!!1
Genoveva Danke für diese Klarstellung. Die Details zum „zweiten Confiteor“ waren mir so nicht bekannt.
Mir ging auch mehr um das grundsätzliche „Werden“ von Liturgie.
#38 maliems 21:51:21 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@typi wir befinden uns im Bereich der Rechtsphilosophie. Ich kann hier keine kompetente Auskunft geben.
Aber das Gewohnheitsrecht ist ein allgmein anerkannter Brauch. in staat und kirche, bei tradis und modernisten.
#37 Genoveva 21:49:21 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Libertas: Confiteor Das klingt ja alles ganz hübsch, geht in diesem Fall aber an der Sache vorbei. Das
zweite Confiteor ist nicht „entstanden“, sondern es war Teil Kommunionritus außerhalb der Messe. Als
man die Kommunion der Gläubigen wieder in die Messe hineinholte, kam das Confiteor mit. Mit der von Ihnen
angesprochenen organischen Entwicklung der Liturgie (sonst ein sehr valides Argument) hat das wenig zu
tun. Es ist an dieser Stelle einfach ein Fremdkörper. Die besondere Schönheit des römischen Ritus besteht
ja eigentlich gerade darin, daß er ein durchgängiger, ziemlich schnörkelloser Vollzug ist (im Gegensatz
etwa zur östlichen Liturgie). Dieser wird durch solche „historisch gewachsenen“ Ungereimtheiten eher
behindert.
@ Typ Das ist eben genau der kleine, aber feine Unterschied: Liturgisches Werden entzieht sich unserer
Planbarkeit, unserer Berechnung, unserem „modernen“ Machbarkeitsdenken. Das macht ja gerade die Qualität
einer langen Gebetsgewohnheit aus: dass sich ihre Anfänge irgendwo im geheimnisvollen Dunkeln verlieren,
niemand hat sie eben „erfunden“ und irgendwann planmäßig eingeführt. Durch jahrhundertelange Übung
sind diese Gebetsgewohnheiten und Frömmigkeitsformen geheiligt, niemand kann das je verbieten, nicht
einmal der Papst.
@ Libertas Das zweite Confiteor ist eine lange Gewohnheit, es hat sich eben einfach entwickelt. Auch die
lange Gewohnheit hat irgendwann irgendwo damit angefangen, dass jemand gesagt hat: „Lass uns das mal machen.“
Also letztlich nichts anderes als das, was Sie unter dem Stichwort „am grünen Tisch gemacht“ verunglimpfen.
Oder behaupten Sie ernsthaft, das zweite Confiteor sei ohne den Willen von Menschen aus eigener Kraft
einfach so Stück für Stück in die Liturgie eingedrungen? In Parma mal ein halbes, in Köln ein Drittel,
ein Jahr später schon zwei Drittel, dann in Paris drei Viertel, plötzlich in Prag neun Zehntel – und
schwupp, war es da!
#33 Weißer Ritter 21:13:27 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@maliems Die Subdiakonatsweihe ist auf keinen Fall ungültig! Gelegentlich behaupten dies Gegner der Tradition.
Ein Subdiakon muß den lebenslänglichen Zölibat versprechen und das Breviergebet verrichten. Allerdings
wurde das Subdiakonat für den römischen Ritus von Paul VI. gestrichen. Das zeigt die Inkonsequenz Roms,
denn die FSSP weiht ja ebenfalls Subdiakone. Und niemand käme auf die Idee zu behaupten, die FSSP würde
eine ungültige Subdiakonatsweihe durchführen! Allerdings ist es erlaubt, daß ein Laie in einem levitierten
Amt die Aufgabe des Subdiakons übernimmt, wenn sonst niemand diese Aufgabe übernehmen kann (Priester,
Diakon, Subdiakon). In Kreisen der FSSPX würde man da einen Laienbruder nehmen (dürfen). Äußerlich
erkennbar wäre er an einem fehlenden Manipel. Der darf von einem Laien nicht getragen werden!
#31 Benedikt 19:27:33 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Verboten? Hat die Kommission dieses Wort wirklich verwendet? Das wäre eigentlich unangebracht. Verbieten
sollte man schädliche Bräuche etc pp. Überkommene oder doppelte Riten kann man abschaffen oder aufgeben.
Als Verbot würde ich so etwas nicht bezeichnen, es rückt das so Abgeschaffte in die Richtung eines schädlichen
Brauchs oder eines Missbrauchs.
#30 Weißer Ritter 19:18:25 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Levitiertes Amt In diesem wird in der Tat das Confiteor vom Diakon gebetet. Da der Weihegrad Subdiakon
nicht mehr existiert, hat man in Rom wohl nicht mehr an diese Form des feierlichen Gottesdientes gedacht.
Hier kann das Confiteor nicht verboten werden!
#29 athanasius1957 19:12:01 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Drittes (nicht zweites) Confiteor verboten?!?! Wie soll dies möglich sein, da es sehr wohl in den Hochämtern
aufscheint und dort vom Diakon gesungen wird? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Wer kann diese Behauptung
seitens der Mitglieder der Kommission „Ecclesia Dei afflicta“ bestätigen bzw. wo gibt es dazu eine entsprechende
Referenz?
Na, Gotthard Sie ziehen aber auch jeden Schuh an, den man Ihnen hinstellt, oder? Lesen Sie mit Verstand,
was ich geschrieben habe, und Sie erkennen schnell, dass das nichts mit angeblichen „Vorzügen“ der Versus-Populum-Zelebration
zu tun hat, sondern einfach mit der Segensrichtung. Die war früher auch stets in Richtung Segensempfänger.
Und das „lauter Sprechen“ des Confiteor nimmt einfach eine Möglich des zweiten Confiteor bei dessen Wegfall
in das erste hinein, da das erste die Bedeutung des zweiten dann mit übernimmt. Alles klar jetzt? Und
wenn nicht, dann frischen Sie doch mal Ihre Erinnerung auf und gehen Sie in eine Messe nach altem Ritus.
Wer weiß, vielleicht bekommen Sie dort etwas geschenkt, was Sie gar nicht vermutet hätten.
Hans und Gotthard! @ Hans Mit einem Wort: Liturgie kann man nicht machen. Sie entwickelt sich unmerklich.
@ Gotthard jetzt bin ich aber sehr froh, dass im Tradi-Ritus auch nach Belieben Teile eingefügt werden
können – wenn sie nur der frommen Seele gefallen. Es ist demnach unerheblich, ob sie im Messbuch stehen
oder nicht. Falsch! Nach Belieben kann man gar nichts tun. Niemand hat in der alten Liturgie irgendwann
am grünen Tisch beschlossen, ein zweites Confiteor einzubauen, so wie beim NOM traditionsfremde Elemente
eingefügt wurden. Das zweite Confiteor ist eine lange Gewohnheit, es hat sich eben einfach entwickelt.
Leuten wie Ihnen fehlt die Fähigkeit organischen Denkens!
#25 Gotthard 17:16:40 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Libertas Ecclesiae Das zweite Confiteor ist legitimer Audruck organischen Wachsens der Liturgie. jetzt
bin ich aber sehr froh, dass im Tradi-Ritus auch nach Belieben Teile eingefügt werden können – wenn
sie nur der frommen Seele gefallen. Es ist demnach unerheblich, ob sie im Messbuch stehen oder nicht.
#24 Hans Bendix 16:57:56 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Werte captivitas ecclesiae, können Sie seriös und innerhalb von 1.500 Zeichen darlegen, worin logisch
und faktisch der Unterschied zwischen a) organischem Wachstum der Liturgie (das klingt so evolutionär)
und b) anorganischem Wachstum durch Reflexion und Formulierung (evtl. an einem, vielleicht grün bespannten
Schreibtisch) bestehen soll?
#23 Gotthard 16:56:06 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Jean … Anderenfalls müsste das Confiteor im Stufengebet lauter gesprochen und die Absolution versus
Ministranten und Volk erteilt werden. wie segensreich doch eine Zelebration versus Volk und verständlich
gesprochene Gebete sind!
pro Confiteor Ich würde das zweite Confiteor und die folgende Absolution der läßlichen Sünden sehr
vermissen. Es ist sehr segensreich. Anderenfalls müsste das Confiteor im Stufengebet lauter gesprochen
und die Absolution versus Ministranten und Volk erteilt werden.
Das zweite Confiteor ist keine persönliche Liturgiebastelei und kein Liturgie-Subjektivismus! Gotthard
schrieb: gehört dieses zweite Confiteor nun in die Liturgie nach dem Messbuch von 1962 – ja oder nein?
Wenn es nicht im Messbuch steht, wäre seine Verwendung eine persönliche Liturgiebastelei des Zelebranten!
… das ist reinster Liturgie-Subjektivismus! Das ist es eben nicht! Das zweite Confiteor ist legitimer
Audruck organischen Wachsens der Liturgie. Es wurde nicht am grünen Tisch fabriziert wie so manches NOM-Gebet.
Es ist absurd, dass diejenigen, die keine Probleme mit liturgischen Eigenmäctigkeiten á la Breitenbach
und den künstlich produzierten Elementen des NOM keine Schwierigkeiten zu haben scheinen, ausgerechnet
hier plötzlich für eine klinisch reine Liturgie eintreten. Lieber Gotthard, kümmern Sie sich doch einfach
um Ihren NOM, und lassen Sie den frommen Seelen ihr zweites Confiteor!
#18 LandorganistII 14:44:07 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Im Mittelalter, also vor Vat. II, wurden unter der Messe, im hinteren Teil der Kirche Schweine verkauft
und sonstige Geschäfte getätigt.* Dabei handelt es sich ebenfalls nur um eine fromme Übung, die durchaus
ihren Platz hat. *Nachzulesen in zahlreichen Protokollen niederländischer Gemeinden.
#17 Gotthard 13:33:05 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Krak Es ist jedoch mancherorts üblich, so z.B. in der Piusbruderschaft. Man sollte jedoch deswegen nicht
wieder ein Gezeter veranstalten. Letztendlich handelt es sich doch um eine fromme Übung, die vor dem
Kommunionempfang nicht fehl am Platze ist. das ist reinster Liturgie-Subjektivismus!
#16 LandorganistII 13:10:30 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Interessant Werden im NOM eigenmächtige Änderungen vorgenommen, zetern die Tradis. Wenn in der „alten
Messe“ was hinzugefügt wird, dann wird es als „gute Tradition“ oder sonst was gewürdigt und verteidigt.
Es wird deutlich: Auch vor dem Konzil wurde an der Liturgie herumgebastelt.
#15 matt2 † 13:09:59 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Die Karikaturen gegen Mohammed sind ja auch gerechtfertigt… Mord und Terror gehören ja bereits zu den
Grundfesten dieses angeblichen Propheten. Davon kann man im Evangelium nichts lesen. Allerdings wäre
nichts dagegen einzuwenden Jesus einmal als Inquisitor zu karikieren. Wieso sollte man denn nicht meinen,
dass der Terror der Inquisition ebenso im Geist Jesu geschah, wie heutzutage der Terror der Moslems im
Geist Mohammeds geschieht?
#14 Tridentinus 12:47:20 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Florianklaus Einfach alles in Richtung 1965 getrimmt. Das wurde schon ca. 1990 erlaubt. Aber dann soll
das Kommunion-Confiteor strengstens verboten sein. Ridiculus!
#11 Tridentinus 12:30:47 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Freinsberg Das stimmt schon irgendwie. Aber deswegen beantworten die Decreta authentica dieser Kongregation
ja praktisch auch alle möglichen und unmöglichen Fragen zum Thema. Diese Antworten dann mit dem Codex
rubricarum von 1960 abgleichen, vielleicht noch den einen oder anderen Auctor probatus unter den Rubrizisten
konsultieren (zB. Gavanti, Martinucci oder Fortescue) und schon ist die Sache erledigt. Zumal Erlaubnisse
von Ecclesia Dei die Conventämter in bestimmten Abteien in Frankreich schon verhunzt haben.
Lieber Weisser Ritter, divide et impera! Schaun Sie doch mal nach Berlin, welche Ehre man dem Herrn Goesche
angetan hat, nur um die dortige Gemeinde zu spalten.
#7 Weißer Ritter 11:40:52 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Zwei Dinge 1. Es ist traurig, daß der Papst es Protestanten (Albert Kardinal Vanhoye) erlaubt, die Fastenexerzitien
zu predigen. Denn der neue Bund ist ein innerer und äußerer Bund. Schon der zerissene Vorhang im Tempel
ist ein äußeres Zeichen. Die Meßfeier selbst, in der ein unblutiges(!) Opfer gefeiert wird, ist ein
äußerlich sichtbares Zeichen des neuen Bundes. 2. Zu dem Confiteor muß man sagen, daß nach der Änderung
der Karfreitagsfürbitte jetzt noch eine ganze Reihe von Änderungen kommen werden. Man will die Tradition
spalten, und mit jeder kleinen Änderung wird man das schaffen. Einige akzeptieren sie, andere nicht.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Es ist traurig, daß der Papst dort, wo es nicht notwendig ist eingreift,
aber bei dem NOM nichts, rein gar nichts, tut.
#6 Tridentinus 11:32:46 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Natürlich weiss man, wie das Confiteor vor der Kommunion in die Messe kam, deswegen muss es da nicht
grundsätzlich vorgeschrieben sein. Aber Father Zuhsdorf und anderen seinesgleichen sei doch geraten,
sich auch bei Ecclesia Dei nicht nach allem zu erkundigen. Gehe nicht zum Fürst, wenn Du nicht gerufen
wirst.
#5 Freinsberg 11:10:18 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Confiteor vor der Kommunion Das zweite Confiteor und ebenso die Absolutionsformeln kommen daher, dass
die Gläubigenkommunion nicht Mess-Bestandteil galt. Drum wurde sie nach dem Ritus der Kommunion außerhalb
der Messe(!) begangen, und dort waren diese Elemente vorgesehen. (NB: Die Liturgiereform hat hier eine
echte Verbesserung gebracht.)
zweites Confiteor – nicht das eigentliche Problem Im Ritus von 1962 gibt es tatsächlich kein zweites
Confiteor unmittelbar vor dem Kommunionempfang. Es ist jedoch mancherorts üblich, so z.B. in der Piusbruderschaft.
Man sollte jedoch deswegen nicht wieder ein Gezeter veranstalten. Letztendlich handelt es sich doch um
eine fromme Übung, die vor dem Kommunionempfang nicht fehl am Platze ist. Unvergleichlich schwerer wiegt
doch die Tatsache, dass in vielen NOM-Messen kein Confiteor mehr gebetet wird und die Hl. Kommunion wie
Massenware ausgegeben wird. Nicht das zweite Confiteor im Alten Ritus, sondern der sorglose und ehrfurchtslose
Umgang mit der Hl. Kommunion ist das Problem. Es scheint so zu sein, als hätte man das auch in Rom allmählich
begriffen. Hoffentlich lässt man dieser Erkenntnis bald Taten folgen.
#2 Gotthard 10:23:25 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Confiteor Mitglieder der Kommission erklärten, daß es in der Messe von 1962 verboten sei, ein zweites
Schuldbekenntnis zu beten. gehört dieses zweite Confiteor nun in die Liturgie nach dem Messbuch von 1962 –
ja oder nein? Wenn es nicht im Messbuch steht, wäre seine Verwendung eine persönliche Liturgiebastelei
des Zelebranten!
–-- Zitat: »… mit dem Neuen Bund … Er sei ein innerer, kein äußerer Bund … Er sei keine kollektive
Institution, sondern eine persönliche Beziehung des einzelnen mit Gott …« Die beiden Behauptungen
sind falsch und mit dem Glauben der Kirche nicht vereinbar. Die aufgestellten Gegensätze sind in Wahrheit
keine. Herr Vanhoye vertritt eine genuin protestantische Ekklesiologie. Wer ist der Mann überhaupt?