07:44:01 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Gestorben ist sie erst vor drei Jahren. Doch der Papst hat – trotz kürzlich verschärfter Bestimmungen – eine Sondererlaubnis gegeben, auch bei ihr eine Eiligsprechung durchzuführen.

Die drei Seherkinder von Fatima. In der Mitte: Lucia dos Santos.
(kreuz.net, Coimbra) Papst Benedikt XVI. hat die fünfjährige Wartefrist für den Beginn des Seligsprechungs-
prozesses für die Seherin von Fatima, Schwester Lucia dos Santos, aufgehoben.
Das gab der Präfekt der
Heiligsprechungskongregation, Jose Kardinal Saraiva Martins, am gestrigen Mittwoch bei einer Festmesse
in der nordportugiesischen Universitätsstadt Coimbra anläßlich ihres Todestages, der sich zum dritten
Mal jährt.
Der Bischof von Coimbra, Albino Mamede Cleto (72), hatte Papst Benedikt XVI. darum gebeten,
die obligatorische Fünfjahresfrist für Schwester Lucia aufzuheben.
Schwester Lucia war eines von drei
Hirtenkindern, die im Jahr 1917 sechs Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Fatima hatten. Sie starb am
13. Februar 2005 im Karmel von Coimbra.
Aufgrund des päpstlichen Erlasses kann die Diözese Coimbra
jetzt sofort mit dem Sammeln von Beweismaterial für die Heiligmäßigkeit der Karmelitin beginnen.
Die
Sperrfrist für den Beginn eines Seligsprechungsprozesses wurde bereits im Fall der seligen Mutter Teresa
von Kalkutta, sowie des im Jahr 2005 verstorbenen Papstes Johannes Paul II. mißachtet.
Die wichtigste
der SeherkinderSr. Lucia wurde am 22. März 1907 in Ajustrel, einem Weiler, der zur Pfarrei Fatima gehört,
geboren. Sie war das jüngste von sieben Geschwistern.
Lucia war das älteste der Seherkinder und spielte
bei den Erscheinungen auch die wichtigste Rolle.
Sie führte die Gespräche mit der Gottesmutter, stellte Fragen und erhielt
Antworten. Lucia war es auch, welche die drei Botschaften von Fatima erhielt. Ihr wurde verheißen, daß
sie länger auf Erden bleiben sollte, um die Erscheinungen bekannt zu machen.
Am 17. Juni 1921 wurde
sie Schülerin im Institut der Schwestern der heiligen Dorothea in Porto in Nordportugal. Es handelt sich
um eine aktive Frauengemeinschaft, die von der Heiligen Paola Frassinetti in Genua gegründet wurde.
Bei den Klosterfrauen lernte Lucia das Lesen und Schreiben. Bald verspürte sie den Ordensberuf und trat
deshalb im nordwestspanischen Tuy in das Noviziat der Dorotheerinnen ein.
Dort legte sie am 3. Oktober
1934 die Ordensgelübde ab.
Mit Erlaubnis von Papst Pius XII. trat Sr. Lucia im Jahre 1948 in den Karmel
der heiligen Theresa in Coimbra über. Sie nahm den Namen Sr. Lucia von Jesus an und widmete sich fortan
ganz dem kontemplativen Leben.
Später veröffentlichte Sr. Lucia auch ihre Erinnerungen. Darin berichtet
sie vom tiefen Einschnitt, den die Marienerscheinungen für ihr Leben bedeuteten.
Das letzte Mal trat
die Nonne am 13. Mai 2003 öffentlich in Erscheinung, als Papst Johannes Paul II. die beiden im Kindesalter
verstorbenen Seherkinder Francisco und Jacinta seligsprach.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#10
Alfredo Ottaviani 12:30:43 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#9
thaumaturgos 12:04:31 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#8
HBR 09:55:22 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#7
RJH 09:35:04 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#6
stimme der vernunft † 09:32:25 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#5
Pascal123 09:27:53 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#4
LandorganistII 09:24:58 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#3
clarissa colonia 09:14:00 | Donnerstag, 14. Februar 2008
#1
piusxiii 07:53:07 | Donnerstag, 14. Februar 2008