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Donnerstag, 14. Februar 2008 15:02
„Urteilt, ob es recht ist“
Heute feiert die Kirche des Alten Ritus den Heiligen Valentin. Im Neuen Kalender befindet sich der Heilige nur noch in den Diözesankalendern von Fulda, Limburg und Mainz. Valentin war ein Opfer der Politik.
Reliquien des Heiligen Valentin
Reliquien des Heiligen Valentin
(kreuz.net) Der Heilige Märtyrer Valentin starb im dritten Jahrhundert. Die Märtyrerakten berichten von einem Gespräch zwischen dem Heiligen und dem römischen Kaiser.

Der Kaiser wollte Valentin unbedingt kennenlernen: „Ich habe gehört, daß Du weise bist. Doch Du hängst einem Aberglauben an.“

Der Heilige entgegnete: „Würdest Du die Gabe Gottes kennen, würdest Du Deine Götzen zerbrechen und den Einen Gott bekennen.“

Ein Beisitzer fragte, was Valentin von den Göttern Jupiter und Mercur halte. „Das sind Dämonen“ – antwortete der Heilige.

Valentin segnet ein Brautpaar
Valentin segnet ein Brautpaar
Die weiteren Anwesenden empörten sich über die Worte des Heiligen und forderten seinen Tod.

Da versuchte der Kaiser, den entstandenen Tumult zu beruhigen: „Hört doch, ihr Bürger von Rom, welche vernünftige Lehre dieser Mann vorgetragen hat.“

Nun schritt der Stadtpräfekt ein. Er erklärte, daß der Kaiser verwirrt rede und sprach zu den Versammelten: „Urteilt, ob es recht ist, daß wir das verlassen, was wir von Kindheit an verehrt und angebetet haben.“

Darauf übergab der Kaiser den Heiligen in die Hände des Stadtpräfekten und sagte:

„Höre diesen Valentin geduldig an. Wenn seine Rede nicht vernünftig ist, dann verfahre mit ihm, wie es die Gesetze gegen Gotteslästerer vorschreiben.“

Der Präfekt übergab Valentin an einen Richter, der ihn in seine Wohnung mitnahm. Valentin trat in das Haus, kniete nieder und betete für die Bekehrung der Familie.

Als der Präfekt das Gebet hörte, wunderte er sich, daß Valentin Christus darin als das Licht bezeichnete: „Ich will ausprobieren, ob Christus jeden Menschen erleuchtet und ob er Gott ist. Ansonsten werde ich die Betrügerei Valentins zunichtemachen.“

Der Präfekt besaß eine Adoptivtochter, die zwei Jahre zuvor erblindet war. Da sagte er zu Valentin: „Ich will Dir meine Tochter vorführen. Wenn sie geheilt wird, werde ich Dir folgen.“

Valentin erhob seine Hände zum Himmel, betete und legte seine Hände auf die Augen des Mädchens. Darauf konnte es wieder sehen.

Der Präfekt stürzte zu Boden und befahl sich Valentin an. Der Heilige verlangte, alle Götzen zu zerbrechen, zu fasten und die Taufe zu empfangen.

Nach drei Tagen Katechumenat taufte Valentin den Richter und sein ganzes Haus. Anschließend besuchte ein Bischof die Familie heimlich und firmte 44 Seelen.

Als der Kaiser davon erfuhr, ließ er alle, die im Haus waren, gefangennehmen.

Valentin ließ er foltern und am 14. Februar 269 enthaupten. Auch die ganze Familie des Richters erlitt den Märtyrertod.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 24 Lesermeinungen:
Freitag, 15. Februar 2008 09:17
28.IX-28.X: Doch Gotthardt,
vor kurzem haben die „Pius-Leute“ für die Hungernden in Simbabwe gesammelt; aber bei Ihnen kommt solche Nachricht nicht an- auch wenn’s schwarz auf weiß steht.
Freitag, 15. Februar 2008 01:19
Sirilo: @maliems
Weltpriester legen kein Armutsgelübde ab und dürfen daher Privateigentum besitzen.
Freitag, 15. Februar 2008 00:13
maliems: @Gotthard
OK.

und nachfrage: Geloben unsere Diözesanpriester eigentlich keine Armut? Tun das nur die ordensgeistlichen?

M.
Donnerstag, 14. Februar 2008 23:42
Gotthard: @maliems
naja, sie sprechen zum Beispiel meines Wissens nie das Ideal der Armut an.
dieses „Ideal“ ist auch keines für die Gesellschaft…es ist eines für einige wenige.

Für die Gesellschaft und die große zahl der Menschen in der Kirche wird das Ideal der Armut als Solidarität mit den Notleidenden von keiner gesellschaftlichen Gruppe wie der Kirche hochgehalten und dafür geworben: all die Hilfswerke, die Kollekten und Spenden, die Aktionen …
Aktive Solidarität mit den Notleidenden in aller Welt wird nur von der Kirche geübt – als völlig selbstverständlicher Ausdruck ihres Selbstverständnisses.
Alle Kampagnen, die diese Solidaritätsaktionen begleiten, entspringen diesem Ideal der Armut …
leider habe ich bei den Pius-Leuten von solchen Aktionen nie was gehört.
Donnerstag, 14. Februar 2008 23:29
maliems: @Gotthard
naja, sie sprechen zum Beispiel meines Wissens nie das Ideal der Armut an.
Donnerstag, 14. Februar 2008 23:27
Gotthard: @Bonifatius
sondern auch die unbequemen Wahrheiten.
Wären diese Apostelfürsten doch ein Widerspruch zur Welt, dem äon!!

statt dieser Plattitüden solltest Du vielleicht mal konkrete Dinge benennen, die unsere Bischöfe angeblich nie ansprechen – du aber für wichtig hälst.
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