Heilige
„Urteilt, ob es recht ist“
Heute feiert die Kirche des Alten Ritus den Heiligen Valentin. Im Neuen Kalender befindet sich der Heilige nur noch in den Diözesankalendern von Fulda, Limburg und Mainz. Valentin war ein Opfer der Politik.
Reliquien des Heiligen Valentin
Reliquien des Heiligen Valentin
(kreuz.net) Der Heilige Märtyrer Valentin starb im dritten Jahrhundert. Die Märtyrerakten berichten von einem Gespräch zwischen dem Heiligen und dem römischen Kaiser.

Der Kaiser wollte Valentin unbedingt kennenlernen: „Ich habe gehört, daß Du weise bist. Doch Du hängst einem Aberglauben an.“

Der Heilige entgegnete: „Würdest Du die Gabe Gottes kennen, würdest Du Deine Götzen zerbrechen und den Einen Gott bekennen.“

Ein Beisitzer fragte, was Valentin von den Göttern Jupiter und Mercur halte. „Das sind Dämonen“ – antwortete der Heilige.

Valentin segnet ein Brautpaar
Valentin segnet ein Brautpaar
Die weiteren Anwesenden empörten sich über die Worte des Heiligen und forderten seinen Tod.

Da versuchte der Kaiser, den entstandenen Tumult zu beruhigen: „Hört doch, ihr Bürger von Rom, welche vernünftige Lehre dieser Mann vorgetragen hat.“

Nun schritt der Stadtpräfekt ein. Er erklärte, daß der Kaiser verwirrt rede und sprach zu den Versammelten: „Urteilt, ob es recht ist, daß wir das verlassen, was wir von Kindheit an verehrt und angebetet haben.“

Darauf übergab der Kaiser den Heiligen in die Hände des Stadtpräfekten und sagte:

„Höre diesen Valentin geduldig an. Wenn seine Rede nicht vernünftig ist, dann verfahre mit ihm, wie es die Gesetze gegen Gotteslästerer vorschreiben.“

Der Präfekt übergab Valentin an einen Richter, der ihn in seine Wohnung mitnahm. Valentin trat in das Haus, kniete nieder und betete für die Bekehrung der Familie.

Als der Präfekt das Gebet hörte, wunderte er sich, daß Valentin Christus darin als das Licht bezeichnete: „Ich will ausprobieren, ob Christus jeden Menschen erleuchtet und ob er Gott ist. Ansonsten werde ich die Betrügerei Valentins zunichtemachen.“

Der Präfekt besaß eine Adoptivtochter, die zwei Jahre zuvor erblindet war. Da sagte er zu Valentin: „Ich will Dir meine Tochter vorführen. Wenn sie geheilt wird, werde ich Dir folgen.“

Valentin erhob seine Hände zum Himmel, betete und legte seine Hände auf die Augen des Mädchens. Darauf konnte es wieder sehen.

Der Präfekt stürzte zu Boden und befahl sich Valentin an. Der Heilige verlangte, alle Götzen zu zerbrechen, zu fasten und die Taufe zu empfangen.

Nach drei Tagen Katechumenat taufte Valentin den Richter und sein ganzes Haus. Anschließend besuchte ein Bischof die Familie heimlich und firmte 44 Seelen.

Als der Kaiser davon erfuhr, ließ er alle, die im Haus waren, gefangennehmen.

Valentin ließ er foltern und am 14. Februar 269 enthaupten. Auch die ganze Familie des Richters erlitt den Märtyrertod.
      
24 Lesermeinungen
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#24   28.IX-28.X   09:17:40 | Freitag, 15. Februar 2008
Doch Gotthardt,
vor kurzem haben die „Pius-Leute“ für die Hungernden in Simbabwe gesammelt; aber bei Ihnen kommt solche Nachricht nicht an- auch wenn’s schwarz auf weiß steht.
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#23   Sirilo   01:19:21 | Freitag, 15. Februar 2008
@maliems
Weltpriester legen kein Armutsgelübde ab und dürfen daher Privateigentum besitzen.
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#22   maliems   00:13:47 | Freitag, 15. Februar 2008
@Gotthard
OK.
und nachfrage: Geloben unsere Diözesanpriester eigentlich keine Armut? Tun das nur die ordensgeistlichen?
M.
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#21   Gotthard   23:42:40 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@maliems
naja, sie sprechen zum Beispiel meines Wissens nie das Ideal der Armut an.
dieses „Ideal“ ist auch keines für die Gesellschaft…es ist eines für einige wenige.
Für die Gesellschaft und die große zahl der Menschen in der Kirche wird das Ideal der Armut als Solidarität mit den Notleidenden von keiner gesellschaftlichen Gruppe wie der Kirche hochgehalten und dafür geworben: all die Hilfswerke, die Kollekten und Spenden, die Aktionen …
Aktive Solidarität mit den Notleidenden in aller Welt wird nur von der Kirche geübt – als völlig selbstverständlicher Ausdruck ihres Selbstverständnisses.
Alle Kampagnen, die diese Solidaritätsaktionen begleiten, entspringen diesem Ideal der Armut …
leider habe ich bei den Pius-Leuten von solchen Aktionen nie was gehört.
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#20   maliems   23:29:32 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Gotthard
naja, sie sprechen zum Beispiel meines Wissens nie das Ideal der Armut an.
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#19   Gotthard   23:27:52 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Bonifatius
sondern auch die unbequemen Wahrheiten.
Wären diese Apostelfürsten doch ein Widerspruch zur Welt, dem äon!!
statt dieser Plattitüden solltest Du vielleicht mal konkrete Dinge benennen, die unsere Bischöfe angeblich nie ansprechen – du aber für wichtig hälst.
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#18   HeinrichvonOfterdingen   22:03:44 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Lieber Ansbach Dragoner,
Ein Bischof der der Welt widerspricht braucht Mut zum Martyrium. man darf keinen verurteilen der dieses nicht besitzt und kleinmütig ist. Man versetze sich hinein. Wr sollten strikt trennen zwische dem Amt und dem schwachen Sünder.
… ein Bischof, der mutlos ist, der hat sein Amt verfehlt. Das ist wie ein Pilot mit Flugangst oder ein Chirurg, der kein Blut sehen kann. Ein Pilot mit Flugangst oder ein Chirurg, der kein Blut sehen kann, der muß etwas anderes machen. Ein mutloser Bischof auch. So einfach ist das. Er kann ja in der Kirche etwas anderes machen. Da wird man sicher Möglichkeiten finden.
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#17   Ansbach.Dragoner   20:50:46 | Donnerstag, 14. Februar 2008
der Bischof
der der Welt widerspricht braucht Mut zum Martyrium. man darf keinen verurteilen der dieses nicht besitzt und kleinmütig ist. Man versetze sich hinein. Wr sollten strikt trennen zwische dem Amt und dem schwachen Sünder.
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#16   bonifatius   20:47:40 | Donnerstag, 14. Februar 2008
O, Hl. Valentin hilf…
und firme und stärke das Rückgrad unserer Bischöfe, daß diese nicht populistische Nettigkeiten der Journaille und den Menschen verkünden sondern auch die unbequemen Wahrheiten.
Wären diese Apostelfürsten doch ein Widerspruch zur Welt, dem äon!!
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#15   Ansbach.Dragoner   20:21:58 | Donnerstag, 14. Februar 2008
„altrituell“
„vorkonziliar“ die Sprachregelung der Basisterroristen und deren Helfershelfern an den Amtern die man vermeiden sollte !
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#14   piusxiii   20:16:56 | Donnerstag, 14. Februar 2008
kirche des alten ritus?
ich dachte, gerade auf dieser seite wäre man sich einig, dass es nur die eine kirche jesu christi gibt. ein ausdruck, der so unverschämt ist, dass er schon fast wieder lustig ist…
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#13   sacerdos helveticus   20:01:30 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Viele Valentine!
Natürlich gibt es mehrere Heilige mit dem Namen Valentin.
Nebst dem Heiligen des heutigen Tages ist im deutschen Sprachraum vor Allem Valentin von Rätien bekannt (Fest am 7. Januar). Dieser war einer der ersten Bischöfe von Passau und lebte im 5. Jahrhundert. Aus Passau verjagt, zog er nach Rätien und gelang bis nach Südtirol, wo er bei Meran starb.
Darüber hinaus gibt es mehrere Heilige mit dem Namen Valentin : Valentin von Trier (+ um 350),Fest am 16.7. und Valentin von Viterbo, Fest am 3. November.
Das Römische Martyrologium kennt noch weitere Heilige mit dem Namen Valentin, die meisten von ihnen Martyrer.
Darüber hinaus wird oft angenommen, dass die Legenden über den Heiligen von heute eigentlich zwei verschiedene Heilige betreffen: Valentin von Rom und Valentin von Terni (so auch das alte Römische Martyrologium, das am heutigen Tag zwei „Valentine“ verzeichnet, einen von Rom, der Priester und Martyrer gewesen sei und den von Terni, der als Bischof und Martyrer gilt; das neue Martyrologium verzeichnet für heute nur noch einen Valentin).
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#12   HBR   19:58:59 | Donnerstag, 14. Februar 2008
die Kirche des Alten Ritus?
Welche Kirche ist damit gemeint? Es gibt doch nur die heilige römisch-katholische Kirche. Oder ist etwa die Lefebvre-Sekte damit gemeint?
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#11   Benedikt   19:38:18 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@ Gotthard
Anschließend besuchte ein Bischof die Familie heimlich und firmte 44 Seelen.
schon im Jahre 269 waren Taufe und Firmung getrennt? Ich glaube es kaum …
Richtig, ursprünglich bildeten sie eine Einheit. Aber die Taufe nam ja einer der Priester vor, der Bischof bestätigte dann durch die Salbung (confirmatio). Könnte es nicht sein, dass dies in Verfolgungszeiten schon damals mal auseinandergefallen ist? Freinsberg kann doch sicher etwas dazu sagen ;-).
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#10   Sirilo   17:42:50 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@Ex-Bochumer
Es gibt in Europa so viele Reliquien und Gebeine des hl. Valentin, daß hinter diesem Namen mehrere Heilige stecken müssen. Die wichtigsten Reliquien befinden sich in Terni (Italien), Worms, Kiedrich (Rheingau), Grumbach (Landkreis Günzburg in Bayerisch-Schwaben).
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#9   ExBochumer †   16:55:08 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Mal ein kleiner eingeworfener Scherz von mir:
Hat kreuz.net die Reliquien des Hl. Valentin vielleicht bei ebay ersteigert?
Ich will damit sagen: Schön wäre es, wenn kreuz.net eine Quellenangabe für das Bild angegeben hätte.
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#8   Konrad   16:50:45 | Donnerstag, 14. Februar 2008
kreuz-net Vorspann zu Valentin:
während die Kirche des neuen Ritus die von „Papst“ Johannes Paul II. ernannten Slawenapostel Cyrill und Method feiert oder – im Wien des Homokardinals Schönborn – Konkubinate und sodomitische Verbindungen segnet, feiert der alte Ritus wirklich in aller seligen Frömmigkeit und kindlichen Unschuld einen legendären Heiligen.
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#7   Gotthard   16:42:52 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Firmung
Anschließend besuchte ein Bischof die Familie heimlich und firmte 44 Seelen.
schon im Jahre 269 waren Taufe und Firmung getrennt? Ich glaube es kaum …
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#6   Regina 1961   15:44:55 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Lobet den Herrn!!!
+.net wertet Bistum Limburg auf!!! Man glaubt es kaum!!! Seht ihr, sogar in „Schlimburg“ wird der Hl. Valentin verehrt. Und das in dem ach so bösen Limburg. Ob das wohl daran liegt, daß Bischof Kamphaus hier nicht mehr regiert? :-$ :-D ^-^
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#5   stimme der vernunft †   15:33:15 | Donnerstag, 14. Februar 2008
erbauliche Legende
wirklich eine schöne Legende. Solche frommen Märchen sind doch stets erbaulich zu lesen.
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#4   matt2 †   15:26:45 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Und Gott nahm ihn zu sich…
Ich würde Valentin nicht als Opfer bez. Er hat das getan, was seiner heiligen Rolle entsprach, Seelen gerettet und sein Zeugnis mit dem Märtyrertod gekrönt. Er hat also ganz dem göttlichen Willen entsprochen. Sein Zeugnis hat dazu beigetragen das heidnische Römertum letztlich zu überwinden.
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#3   zum Glück katholisch   15:23:01 | Donnerstag, 14. Februar 2008
14.Februar
Auch wenn jeder den „Valentinstag“ in den Mund nimmt, so wissen doch keine 95% der Menschn um die Legende des heiligen Valentin.
Heiliger Valentin – bitte für uns!
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#2   st.georg   15:15:52 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@artikel
Heute feiert die Kirchedes Alten Ritusden Heiligen Valentin…sehr verräterisch : ich gehe davon aus, dass es nur eine! römisch-katholische kirche gibt… ;-)
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#1   Tridentinus   15:15:01 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Alles feiert Valentinstag,
nur der „reformierte“ Generalkalender nicht. Das zeigt natürlich seine Volksnähe!
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