Die deutschen Bischöfe stemmen sich geschlossen und mit aller Kraft gegen die Alte Messe. Das haben sie auf ihrer zu Ende gegangenen Frühjahrs- Vollversammlung bewiesen.
(kreuz.net, Würzburg) Heute hat die deutsche Bischofskonferenz den Abschlußbericht ihrer Frühjahrs-
Vollversammlung veröffentlicht.
Ein Punkt darin beschäftigt sich mit der Umsetzung des Motu Proprio
‘Summorum Pontificum’.
Die Bischöfe behaupten, daß es in Deutschland „keine erhebliche Zunahme“ der
Anfrage nach Alten Messe gäbe. Dabei berufen sie sich auf die zahlenmäßige Entwicklung von Anträgen
und Genehmigungen für den Alten Ritus.
Die Bischofskonferenz fühlt sich auch berufen, die Bestimmung
des Motu Proprio zu „bestätigen“, wonach Antrag und Genehmigung von Alten Messen unmittelbar zwischen
den Gläubigen und ihrem Pfarrer geregelt werden.
Dabei wenden sich die Bischöfe indirekt gegen altgläubige
Laienvereinigungen:
„Initiativen zur Förderung der Meßfeiern in der außerordentlichen Form kommt keine
Vermittler- bzw. Anwaltsfunktion in den diözesanen Genehmigungsverfahren zu.“
Die Bischöfe gehen davon
aus, daß eine Reihe angeblich noch offener Fragen in den angekündigten Ausführungsbestimmungen der
Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ geklärt werden.
Als Beispiel nennen die Bischöfe die verschiedenen
Leseordnungen.
Eine glatte Lüge
Bereits wenige Wochen vor der Vollversammlung der Bischofskonferenz
wandte sich die Vereinigung ‘Pro missa tridentina’ gegen die Behauptung, daß niemand die Alte Messe wolle.
Seit der Einführung des Motu Proprio ist die Anzahl der deutschen Meßorte für den überlieferten Ritus
um mehr als fünfzig Prozent gestiegen: von knapp achtzig auf über 120.
Sie wenden sich gegen die Verbreitung nicht autorisierter liturgischer Texte wie Tages-, Gaben- und Schlußgebete
sowie Hochgebete:
„Um den Schatz der Liturgie zu wahren und zur Entfaltung zu bringen, sind bei der Feier
der Liturgie deshalb die genehmigten liturgischen Bücher zu verwenden.“
Die Bischofskonferenz erklärt
auch, daß amtliche liturgische Texte der Kirche nicht verändert oder ersetzt werden dürfen.
Beobachter
halten diesen Punkt für nichts anderes „als heiße Luft“. Erinnert wird an den notorischen Pfarrer Roland
Breitenbach aus dem Bistum Würzburg. Dieser verschickt wöchentlich per Email eine selbstgemachte Liturgie.
Auf diese Weise verbreitet er seine selbstgestrickten Tagesgebete, Gabengebete, Schlußgebete und Hochgebete.
Email-Adressen der Empfänger
64 Lesermeinungen
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#64 tobiasmaria 05:49:00 | Mittwoch, 20. Februar 2008
„Die“ Bischöfe gibts gar nicht! Eins fehlt mir bei diesem Artikel, wenn ich dies in aller Freundlichkeit
sagen darf. Welche Bischöfe sind für was? Kardinal Döpfner war für die Handkommunion. Bischof Dyba
war gegen Abtreibung, Bischof Mixa ist gegen den massiven Krippenplatz-Ausbau und den Familien-Abbau.
Aber auch gegen die Priesterbruderschaft St.Petrus und wird von Kardinal Marx dazu geschoben, sie aus
seiner Diozöse zu vertreiben. Heißt es. Das ist doch was. Da weiß man, was man hat. „Aber die Bischöfe
sind für dieses oder jenes“ ? Was soll denn das? Die Apostel waren auch nicht für dieses oder jenes.
Sie sind vielleicht dem hl.Petrus in seiner Meinung gefolgt, haben aber nicht Ihre Meinung dahinter versteckt
oder gar keine gehabt oder haben wollen. Das ist ja schon wie in der Demokratie : „Fraktionszwang“. Und
das bei unabhängigen Bischöfen? Eine Erklärung gegen Hitler, das ist ok. Oder gegen Stalinismus usw.
Aber bei einzelnen Entscheidungen und Details find ich das blöd bzw deplaziert bzw falsch bzw unwahr
bzw nicht möglich.
Esten, Schweden, Anglikaner… In Berlin konnte ich an einer Meßfeier nach tridentinischem Ritus teilnehmen.
Als dann in der FAZ vom geltenden „Fernsehkochritus“ zu lesen war, verstand ich bessser Rom und die Gegner:
Unübersehbar ist die größere Würde der liturgischen Handlungen.- Was viele nicht wissen: die Anglikaner,
die Schwesen, die Esten haben fast komplett an dem alten Ritus festgehalten. Missionierend singende ev.
deutsche Kantoreien haben dort richtig Probleme und meinen sie wären in einer vorkonziliaren kath. Kirche
gelandet. Äußerlich fehlen nur Kniebänke und Weihwasser…Als man dort die wachsende Nähe zu den klaren
Aussagen Roms festellte, führten die Platzhirsche schnell die Pfarrerin ein – schade! Also, liebe nachkonziliaren
Priester: Übt schon ‘mal im Kämmerlein. Am Lateinischen wird es doch wohl nicht liegen…
@ Aleph: Für den NOM gilt nichts anderes Aber lassen Sie mein Vergnügen mit NOM Das lasse ich Ihnen
ja. Deshalb lasse ich aber noch längst nicht zu, daß Sie falsche Lehren von der Messe verbreiten. Nach
katholischer Lehre ist die Messe ein Opfer, und zwar die sakramentale Vergegenwärtigung und Darbringung
des Kreuzesopfers Christi. Die Messe steht und fällt mit dem Opfercharakter. Ohne Opfercharakter gibt
es keine Messe mehr. Wer das Opfer ablehnt, feiert nicht Eucharistie im katholischen Sinne. Auch nicht
im NOM!! Meine Ausführungen beziehen sich auf die Alte Messe und den NOM gleichermaßen. Für den NOM
gilt nichts anderes. Zur Verdeutlichung und inhaltlichen Untermauerung meiner These, möchte ich Sie nur
auf den aktuell gültigen Katechismus der Katholischen Kirche verweisen, der sich in seiner derzeit geltenden
Fassung garantiert (auch) auf den NOM bezieht. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie suchen sollen, dann verweise
ich Sie auf die von Rübezahl zitierten Passagen. Diese lassen in ihren Aussagen an Deutlichkeit nichts
übrig. Die wohl zentrale Aussage lautet: „Die Eucharistie ist also ein Opfer, denn sie stellt das Opfer
des Kreuzes dar (und macht es dadurch gegenwärtig), ist dessen Gedächtnis und wendet dessen Frucht zu.“
Defensor Fidei Mit Verlaub, aber dieser Einwurf ist wirklich ziemlich dämlich. Finden Sie es passend,
die Beiträge anderer als dämlich abzuqualifizieren, nur weil sie Ihnen passen? Sind t Sie eine Art Papst,
um hier wild herumzufuchteln? Dass sie nichts von NOM halten ist doch Ihr Vergnügen. Das sei Ihnen gegönnt.
Aber lassen Sie mein Vergnügen mit NOM. Und werden Sie nicht neidisch wie ein Ziegenbock. +Amen+
@ Aleph & „Opfermesse“ Aleph: „Was soll der vorkonziliare Begriff „Opfermesse“, mit dem niemand mehr was
anfangen kann, weil es eben, dank NOM, den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier als ordentlichen
Gottesdienst gibt.“ Aha! … Schlimm genug, wenn damit niemand mehr etwas anfangen kann! So eine Aussage
ist gerade alles andere als geeignet als Argument für den NOM, vielmehr erweisen Sie sich damit selbst
einen Bärendienst! Wer nicht mehr weiß, dass die Eucharistiefeier ein – vor allem anderen ! – wahres
Opfer ist, kennt sich im innersten Zentrum seines Glaubens nicht mehr aus! (noch sehr vorsichtig formuliert)
Konzil von Trient: „Wer behauptet, in der Messe werde Gott nicht ein wahres und eigentliches Opfer dargebracht,
oder die Opferhandlung bestehe in nichts anderem als dass uns Christus zur Speise gereicht werde, der
sei ausgeschlossen.“ (NR 606, DS 1751) Aktueller KKK: „1366 Die Eucharistie ist also ein Opfer, denn sie
stellt das Opfer des Kreuzes dar (und macht es dadurch gegenwärtig), ist dessen Gedächtnis und wendet
dessen Frucht zu 1367 Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer: „Denn die
Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch
den Dienst der Priester; allein die Weise des Opferns ist verschieden“ „Und weil in diesem göttlichen
Opfer… jener selbe Christus enthalten ist und unblutig geopfert wird,…[ist] dieses Opfer wahrhaft
ein Sühneopfer“ (K. v. Trient: DS 1743)“ also nix „vorkonziliar“!
@ Aleph In meinem Beitrag war ausschließlich von Wortgottesdienst und Eucharistiefeier die Rede. Auch
von die…Vormesse im außerordentlichen Ritus hatte ich erwähnt. Niemals aber eine „Opfermesse“ Mit
Verlaub, aber dieser Einwurf ist wirklich ziemlich dämlich. Wer die These aufstellt, daß der Wortgottesdienst
(die so genannte Vormesse) mit dem zweiten Teil der Feier (der Opfermesse) auf gleicher Stufe stünde,
der kommt um den Begriff „Opfermesse“ überhaupt gar nicht drumherum. Der zweite Teil der Messe IST die
Opfermesse. Ob Ihnen das paßt oder nicht, ist vollkommen unwichtig. Durch einen anderen Namen ändert
sich das Wesen der Messe nicht im geringsten. Auch wenn ich Sie in Zukunft nur noch „Karl-Heinz“ nenne,
bleiben Sie doch der gleiche, der Sie schon immer waren. Nichts anderes gilt für die Hl. Messe. Auch
wenn im NOM aus falscher Rücksichtnahme den Protestanten gegenüber von „Wortgottesdienst“ und „Eucharistiefeier“
die Rede ist, so muß damit – wenn denn der NOM eine Existenzberechtigung haben will – das gleiche gewollt
sein wie im Alten Ritus. Nach der Lesart des Papstes ist dies ja auch so, weil der NOM eben gerade kein
anderer Ritus sein soll. Oder verstehen Sie unter der „Eucharistiefeier“ etwa etwas anderes als die Kirche?
Dann sprechen Sie es nur laut aus, damit es alle wissen. Bliebe schließlich noch die Möglichkeit, daß
Sie hier behaupten wollen, daß die Kirche nach dem Konzil durch den NOM das Messopfer abschaffen wollte.
Eine gewagte These, die es zu beweisen gälte.
Defensor Fidei In meinem Beitrag war ausschließlich von Wortgottesdienst und Eucharistiefeier die Rede,
als Bestandteile des katholischen Gottesdienstes. Auch von die als Wortgottesdienst nicht erkennbare Vormesse
im außerordentlichen Ritus hatte ich erwähnt. Niemals aber eine „Opfermesse“. Was soll der vorkonziliare
Begriff „Opfermesse“, mit dem niemand mehr was anfangen kann, weil es eben, dank NOM, den Wortgottesdienst
und die Eucharistiefeier als ordentlichen Gottesdienst gibt. Ich diskutiere nicht über den Begriff „Opfermesse“.
Da brauchen Sie andere Gesprächspartner.
@ Aleph Es ist aber Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen… Das ist meiner von Ihnen geschätzten
Aufmerksamkeit natürlich nicht entgangen, aber ändert eine äußerliche Gleichstellung nichts daran,
daß Wortgottesdienst und Opfermesse qualitativ nun mal nicht gleichwertig sind. Zumindest nicht im engen
Sinne. Warum akzeptieren Sie nicht einmal andere Gedankenänge Weil „akzeptieren“ aus dem lateinischen
stammt und so viel wie annehmen, einwilligen, oder billigen heißt. Nennen Sie mir mal einen wirklich
guten Grund, weshalb ich einen Gedankenstrang, der nicht der Lehre der Kirche entspricht und auch unabhängig
davon einfach nur falsch ist, billigen oder annehmen sollte? …wiederholen stattdessen liturgische Vorschriftsmäßigkeiten
Sie machen den Fehler, daß Sie Dogmatik, Liturgik und Exegese immer nur für sich und nie im Zusammenhang
betrachten. bei NOM keine Gültigkeit mehr haben Handelt es sich nun um ein und denselben Ritus oder nicht?
Abgesehen davon wäre selbst dann, wenn es sich um zwei Riten handeln würde, durch den NOM keine Änderung
eingetreten, weil sich die Gründe, die gegen eine Gleichwertigkeit im strengen Sinne sprechen, durch
den NOM nicht geändert haben. Von Gleichwertigkeit kann also höchstens im weitesten Sinne gesprochen
werden, wenn nämlich gesagt wird, dass alle Elemente der Meßfeier Teil des einen Opfers wären. Diese
Sichtweise wäre jedoch ungenau und würde einem falschen Meßverständnis Vorschub leisten.
Defensor Fidei Über das was Sie gescchrieben haben bin ich nicht überrascht. Es ist aber Ihrer geschätzten
Aufmerksamkeit entgangen, dass ich von der Aufwertung des Wortgottesdienstes bei NOM als ebenbürtigen
Bestandteil des christlichen Gottesdienstes mit der Eucharistifeier ausgegangen bin und dies auch belegt
habe. Darauf gehen Sie nicht ein. Warum akzeptieren Sie nicht einmal andere Gedankenänge und wiederholen
stattdessen liturgische Vorschriftsmäßigkeiten, die nicht zur Debatte stehen, bei NOM keine Gültigkeit
mehr haben und durch NOM zum Besseren verändert wurden. Die Mühe Ihrer Perspektive hätten Sie sich
ersparen können. Sie bestärkt mich nur in der Ansicht, dass bei NOM die Gegenwart des JC in Wort und
Sakrament glaubwürdigeren Ausdruck findet. Wenn Sie das anders sehen, sei es Ihnen unbenommen. Mich stört
es nicht.
@ RRR Alles, was Sie schreiben, ist vom Herrn selbst widerlegt: Mag sein, daß man in Ihrer Freikirche
so denkt, die von Jesus selbst gestiftete Kirche lehrt es – ausgestattet mit dem vollen Beistand des Hl.
Geistes – aber anders. Mit diesem Herrenwort (Mt 18,20) ist jedes Abwägen und gegenseitigem Ausspielen
von Liturgie des Wortes vs. Eucharistischer Liturgie obsolet. Auch wenn Ihre Micky Maus-Exegese keine
andere Deutung zuläßt, so ist Ihre Sichtweise trotzdem völlig falsch. Erstens kommt es bei den von
mir aufgeführten Gründen nicht so sehr auf die (geistige bzw. tatsächliche) Gegenwart Christi, sondern
vielmehr auf den Opfercharakter der Messe an. Was Sie meinen ist das Verhältnis zwischen Wort und Sakrament,
nicht aber das zwischen Wort und Opfer. Zweitens wird durch die Aussage des Herrn nichts zum Verhältnis
von Wort Sakrament gesagt. Natürlich ist Christus immer gegenwärtig, wenn man sich in seinem Namen versammelt.
Die Art und Weise der Gegenwart ist aber eine gänzlich andere als bei seiner sakramentalen Gegenwart.
Wenn Sie Ihrer Frau am Telefon versichern, daß sie geistig voll und ganz bei Ihr seien, so wird sie das
wohl freuen, aber Ihre körperliche Anwesenheit ersetzt dies – zumindest will ich das hoffen – doch wohl
nicht.
@ Defensor Fidei Alles, was Sie schreiben, ist vom Herrn selbst widerlegt: Mt 18,20 Mit diesem Herrenwort
ist jedes Abwägen und gegenseitigem Ausspielen von Liturgie des Wortes vs. Eucharistischer Liturgie obsolet.
@ Aleph: Verhältnis Vormesse zur Opfermesse Der Wortgottesdienst ist der Eucharistiefeier ebenbürtig,
weil… Zwar handelt es sich dabei um eine weit verbreitete Meinung, die aber durch regelm. Wiederholen
auch nicht richtiger wird. Dabei handelt es sich vielmehr um eine grobe Verkennung des Meßcharakters.
Das Meßopfer (= die Messe) kann – seinem Wesen nach betrachtet – ohne die Vormesse begangen werden. Ohne
den Opferteil ist eine gültige Messe jedoch undenkbar. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Entgegen
protestantischer Irrlehren ist die Messe nicht irgendeine x-beliebige Gottesdienstform, in der sich die
Gläubigen einfach „nur“ unter dem Vorsitz eines Priesters versammeln, um sich Jesu Leben & Sterben zu
erinnern. Anderenfalls wäre Ihre Auffassung ja zutreffend. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Was würden
Sie von folgender Definition von „Symphonie“ halten? Die S. ist eine Versammlung von Musikfreunden unter
dem Vorsitz eines Dirigenten; dazu komponiert sich ihres Komponisten & ihrer Erstaufführung zu erinnern.“
Jeder normal denkende Mensch würde sagen: „Unfug! Eine S. ist ein Musikstück, welches komponiert wurde,
damit man immer wieder neu seine Aufführung erlebt.“ Nichts anderes gilt für die Messe, welche die unblutige
Erneuerung des Kreuzesopfers ist. Der geweihte Priester bringt ein wahres & eigentliches Opfer dar. Die
Gegenauffassung wurde mit dem Anathema belegt. Dieses Opfer vollzieht sich nun aber eben gerade nicht
im Wortgottesdienst (schon gar nicht in der Gabenbereitung), sondern nur im Opferteil
Angebliche Romtreue unserer Bischöfe eine Lüge Anläßlich seiner Wahl zum Vorsitzenden gab sich Erzbischof
Zollitsch romtreu. Angesichts der Blockade gegen das Motu proprio „Summorum Pontificum“ kann man bei solcher
„Romtreue“ nur von Roßtäuschermanieren sprechen. Sie täuschen Romtreue vor und machen, was sie wollen!
stimme der vernunft Bei einer Zeitspanne von 5000 Jahren sollte besser von der Uralt-Messe gesprochen
werden. Das wäre immerhin beachtlich, wenn die Leute dann noch zur Messe in Latein gehen wollen?
Ohne erkennbaren Wortgottesdienst Manchmal kommt man erst über Umwege drauf. Im außerordentlichen Ritus
gab es nämlich keinen erkennbaren Wortgottesdienst. Der wurde mit der untergeordneten Vormesse abgetan.
Der Vormesse beizuwohnen, war nach traditionellem Usus als nicht sonotwendig erachtet worden. Da reichte
es auch noch, wenn man zur „Opferung“, heute Gabenbereitung, in der Bank Platz nahm, um dann nach Wandlung
und Hochgebet, vielleicht noch bis zum Pater noster zu verweilen und beizuwohnen. Danach wurde häufig
die Kirche fluchtartig verlassen. Meist noch vor der Kommunionausteilung, weil die meisten Kirchenbesucher
ohnehin nur einmal im Jahr zur Kommunion gingen (besonders zur österlichen Zeit). Schließlich war man
ja in der Messe und hatte an deren feierlichem Höhepunkt teilgenommen. Mit NOM ist das plötzlich anders
geworden. Da gab es plötzlich einen Wortgottesdienst mit Predigt am Sonntag und keine untergeordnete
Vormesse mehr. Der Wortgottesdienst ist der Eucharistiefeier ebenbürtig, weil JX in Wort und Sakrament
gegenwärtig ist. Das ist verdienstvollerweise durch NOM ins Bewusstsein der Gläubigen gerückt worden.
Im Verlauf des tridentischen Ritus war notwendig geworden, hervorzuheben dass christlicher Gottesdienst
auf den Elementen Wort und Sakrament aufbaut. Im außerordentlichen Ritus war dies ziemlich in Vergessenheit
geraten. Deshalb gibt es keinen Grund, den alten Zuständen wieder freie Bahn zu gewähren. Das erklärt
letztlich auch die abstinente Haltung der Bischöfe. :)3 :(3
@ landorganist + stimme Darum geht es ja auch gar nicht. Aber was hätte Sie vor fünf oder zehn Jahren
gesagt? Alte Messe? Gibt es gar nicht! Immerhin: Die Alte Messe lebt. Und sie wächst, wenn auch nur langsam,
aber stetig. Und auch ein Kardinal Lehmann oder Erzbischof Zollitsch werden sie nicht mehr verhindern
können. Sie bildet eine Kraftquelle, klein, aber fein.
@ Stimmchen Wow, 120 Messorte für die alte Messe!120 Alt-Messorte bei rund 4 Millionen sonntäglichen
Messbesuchern. Zum Vergleich, die Zeugen Jehovas haben 2000 Königreichsäle in Deutschland. Nur mal wegen
der Größenordung… Und gefüllt werden die zum großen Teil mit Exkatholiken die von ihrer ehmeligen
Larifari Lull und Lallkirche die Schnauze voll haben!
@stromberg Dies ist allerdings sehr bedenklich, da jeder Gläubige das Recht hat, an der Liturgie der
Kirche teilzunehmen, nicht an der Privatliturgie des Herrn Pfarrers X, zumal solche selbtgestrickten Texte
oftmals unfreiwillig komisch sind…da geben ihn ihnen 100% recht – jeder priester sollte sich hier selbst
prüfen und die liturgie im nom nur nach promulgierten vorgaben, angemessen, feierlich und und ohne selbstverwirklichungstendenz
zelebrieren…hier können viele priester von „kollegen“ des ausserordentlichen ritus lernen!
Wow, 120 Messorte für die alte Messe! 120 Alt-Messorte bei rund 4 Millionen sonntäglichen Messbesuchern.
Zum Vergleich, die Zeugen Jehovas haben 2000 Königreichsäle in Deutschland. Nur mal wegen der Größenordung…
Leider wirklich nur heiße Luft „Die Bischofskonferenz erklärt auch, daß amtliche liturgische Texte
der Kirche nicht verändert oder ersetzt werden dürfen“. Auch ohne ein „Supertradi“ zu sein, erkennt
man, dass diese Aussage leider nur heiße Luft ist. Warum? Nun, die Deutsche Bischofskonferenz stellt
lediglich das fest, was geltendes Recht ist. So weit, so gut. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieses
geltende Recht oft nicht beachtet wird, wahrscheinlich auch deswegen, weil es keine Instanz gibt, die
dieses geltende Recht durchsetzen kann. Die Bischöfe sind machtlos oder wollen nicht. Die Folge ist,
dass der ordentliche Usus in der Praxis immer mehr verwildert und zu einer subjektivistischen Feier „verkommt“,
die nach dem Gusto des verantwortlichen Priesters gestaltet wird. Dies ist allerdings sehr bedenklich,
da jeder Gläubige das Recht hat, an der Liturgie der Kirche teilzunehmen, nicht an der Privatliturgie
des Herrn Pfarrers X, zumal solche selbtgestrickten Texte oftmals unfreiwillig komisch sind und nicht
selten sehr unbeholfen wirken. Abhilfe kann man nur durch ein verändertes Bewußtsein schaffen, das von
Fehlentwicklungen der 60er und 70er Jahre abrückt, die in den Köpfen so mancher Verantwortlicher noch
immer herumspuken. Erst dann wird der ordentliche Usus flächendeckend so gefeiert werden, wie ihn der
Gesetzgeber vorschreibt. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn jemand wie Pfarrer Breitenbach
ist ja bloß die bekanntere Spitze eines Eisberges liturgischer Willkür.
@ Steini1974 Wann und wo hat denn die Bischofkonferenz behauptet, dass keiner die alte Messe haben will????
Ich bitte hier um einen Quellennachweis! Kardinal Lehmann tut alles daran, das Phänomen „alte Messe“
kleinzureden. Warum begegnet die Deutsche Bischofofskonferenz den berechtigten Wünschen der Gläubigen,
die die alte Messe feiern möchten, nicht mit mehr Wohlwollen? Und was die Zahlen betrifft, warum regen
Sie sich darüber so auf? Es hat ja niemand behauptet, dass nun plötzlich ein Großteil der deutschen
Katholiken wieder die alten Messe feiern möchte. Ein Phänomen, das vierzig Jahre lang unterdrückt und
quasi verboten war, kann nicht einfach über Nacht wieder ein Millionenmagnet sein. Das hat auch niemand
ernsthaft erwartet. SIe rennen also offene Türen ein. Die Statistik weist lediglich darauf hin, dass
das Phänomen alte Messe langsam, aber stetig im Wachsen begriffen ist. Es hat seinen berechtigten Platz
in der Kirche und sollte nicht ständig kleingeredet werden, wie es Kardinal Lehmann tut.
#40 Steini1974 08:34:43 | Freitag, 15. Februar 2008
Gut gebrüllt, Löwe… …aber hier wird eine kleine Maus angebrüllt, die es nicht einmal gibt. Wann
und wo hat denn die Bischofkonferenz behauptet, dass keiner die alte Messe haben will???? Ich bitte hier
um einen Quellennachweis! Dann diese Zahlenjongliererei, ein echter Wahnsinn! Die eingefügte Statistik
beweist eher, dass der Ansturm auf die alte Messe verhalten ist. 50% Anstieg mag zwar richtig sein, wenn
man nun die tatsächliche sieht, ist der anstieg recht bescheiden. Meines Erachtens ist dieses Argument
ärmlich, wenn nicht sogar dumm. Aber brüll mal weiter Löwe… Für alle, die mich jetzt zerfleischen
woll: ich bin kein Gegner der alten Messe. Wer sie haben möchte, soll sie bekommen. Ich bin aber ein
Gegner davon, wenn die Alte Messe über alles gestellt wird. So, jetzt darf der Löwe mich zerfleischen…
Die Frage des Gehorsam wie kann also der V-II-Kleriker erwarten, daß die zu betreuenden Seelen ihn respektiren
und folgen, wenn er selber dem Papst nicht folgt? Nie war die sog. röm.-kath. Kirche, vertreten durch
die V-II-Kleriker, so unglaubwürdig wie heute! Eine Schande!
#38 kath.Sachs † 01:52:46 | Freitag, 15. Februar 2008
Bochumer zu: „Sie haben bislang nur „nach Ihrem eigenen Kopf“ gehandelt, Ihre eigene Kirche gezimmert,
sich „selbst betäubt“ und Selbstbetrug begangen. Bekehren Sie sich zu römisch-katholischen Kirche.“
Die römisch-katholische Kirche ist die sichtbare Gemeinschaft der Gläubigen mit den Bischöfen und mit
dem Bischof von Rom als Nachfolger Petri. Wer das Merkmal Kirche allein darin sieht, daß eine bestimmte
Form der Messe gefeiert wird (die sich durch die Jahrtausende der Kirchengeschichte immer wieder von der
Zeit Jesu über die Zeit der Apostel bis heute geändert hat – selbst die Einsetzungsworte sind im NT
verschieden überliefert), hat eindeutig das Merkmal einer Sekte, weil sie die personelle Gemeinschaft
der Gläubigen (Bischöfe …) ignoriert und sie einer bestimmten Form der Liturgie unterwerfen will.
Wer sein Heil nicht in Christus, sondern in der korrekten Form des Opfers und der Liturgie sucht, betreibt
heidnische Magie. Das läßt sich schon bei den Propheten des alten Bundes nachlesen.
#37 ExBochumer † 01:27:41 | Freitag, 15. Februar 2008
@ Lingen Wer sich und andere nur mit „alten Messen“ betäubt, um die notwendigen Konsequenzen zu vermeiden,
handelt besonders schändlich (ignorantia affectata). Dieser Satz ist durchaus auch auf Sie zu beziehen.
Sie haben bislang nur „nach Ihrem eigenen Kopf“ gehandelt, Ihre eigene Kirche gezimmert, sich „selbst
betäubt“ und Selbstbetrug begangen. Bekehren Sie sich zu römisch-katholischen Kirche. Merken Sie denn
nicht, wie schändlich SIE handeln?
#36 kath.Sachs † 01:26:35 | Freitag, 15. Februar 2008
Realitätsverweigerer? Welche „Realität“ meint kreuz.net. Wer sich so offen gegen die gesamte katholische
Kirche stellt wie kreuz.net, hat offensichtlich ein sehr eigenwilliges Verständnis von Realität, das
jedenfalls mit dem „sentire cum ecclesia“ nichts zu tun hat. Dieser Artikel bestätigt wieder, daß hier
Vertreter einer Sekte ihre Meinung kundtun.
Pater Lingen WO ist diese Kirche Ihrer Meinung nach zu fnden und WER würde diese verkörpern ? Wie wäre
die Zusagen des HL Geistes zu verstehen wenn Sie und Heller im Recht lägen aber über eine Milliarde
irren die BVI als Paspt erkennen. Lingen sie sind ein Auserwählter durch und durch
@ maliems Nein, meine Freude über die Eucharistie ist zu groß, als dass das ein Priester, der sich nicht
so verhält, wie ich mir das wünschen würde, das verderben könnte. Nichtsdestotrotz ziehe ich eine
rubrikengemäße Eucharistiefeier einer, die das nicht ist, in den meisten Fällen vor. Vielleicht spielt
auch noch die Qualität der Predigt eine Rolle für mein Empfinden (Lieber ein Prediger, der die Frohe
Botschaft erschließt und übersetzt als – wie ich schon erlebt habe – ein Piuspriester, der mich dafür
beschimpft, dass so wenig Kinder da sind). Aber Ärgernis empfinden? Nein. Allenfalls Enttäuschung darüber,
dass Details, die ich an der Liturgie als wertvoll erkannt habe, offenbar von anderen nicht wertgeschätzt
wird. Wüsste ich, dass diese mangelnde Wertschätzung an Boshaftigkeit der Handelnden liegt, würde ich
vielleicht Ärger empfinden, aber da ich gelernt habe, in allem das Gute zu sehen, vertraue ich bis zum
Beweis des Gegenteils darauf, dass die Handelnden nicht aus Bosheit, sondern allenfalls aus Unkenntnis
handeln. Und darüber ärgere ich mich nicht. Nein, solche Empfindungen habe ich nicht. Woran mein Beichtvater
Ärgernis empfindet, weiß ich nicht. Ich finde auch nicht, dass mich das etwas angeht. Wenn er es mir
erzählen will, soll er es tun, hat er aber bisher noch nicht.
@Lingen Warum ziehst du aus diesem richtigen Zitat keine persönlichen Konsequenzen? Wer das Richtige
erkennt und nicht danach handelt … dem ist nicht zu helfen!
#31 Pater Lingen 23:59:25 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Was wirklich zählt ist die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche. Anders gesagt: Man mag noch so eifrig
zu irgendwelchen „alten Messen“ laufen, solange man aber statt der wahren Kirche nur einer kirchenfeindlichen
Organisation angehört, hilft das nichts. Merke: Auch „Sedisvakantismus“ als solcher (d.h. eine rein negative
Aussage über die Besetzung des päpstlichen Stuhles) ist an sich nicht genug! Das ganze ist übrigens
formelles Dogma: „[Die heilige römische Kirche …] glaubt fest, bekennt und verkündet, daß ‘niemand
außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter –
des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln
bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr [der Kirche] anschließt. So viel bedeutet die Einheit
des Leibes der Kirche, daß die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heile gereichen, die in ihr bleiben,
und daß nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen
Lohn erwirbt. Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen,
so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche
bleibt“ (DS 1351, zit. nach NR 1938, 350). Wer sich und andere nur mit „alten Messen“ betäubt, um die
notwendigen Konsequenzen zu vermeiden, handelt besonders schändlich (ignorantia affectata).
@ maliems Wenn Sie wegen Nichteinhaltung von Rubriken (von denen eigentlich niemand verlangt, dass Sie
sie überhaupt kennen) während des Messopfers Ärgernis empfinden, sollten Sie dringend einen Geistlichen
Vater konsultieren. Die Eucharistie ist ein viel zu wunderbares Geschehen, als dass ich sie mir von einzelnen
Zelebranten zum Ärgernis machen ließe. Offenbar schätzen Sie die Eucharistie gering, wenn ihre rituellen
Details für Sie eine Quelle des Ärgernisses sind.
#29 expedit 23:27:26 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Keiner kann uns den Jahrhunderte alten Glauben wegnehmen! Zum Glück wächst die Anzahl der Orte ständig,
wo man den Glauben unserer Kindheit und Vorfahren noch erleben kann!
#28 maliems 22:48:49 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@RRR@ recht hast du aber das funktioniert nur, wenn die zelebranten das beachten. bei zelebranten, die
ie rubriken nicht einhalten, bedarf es eines heroischen tugendgrades, nicht ärgernis zu empfinden und
wegzulaufen. ich bewundere menschen, die dies können. ich kann es nicht und will es nicht.
#27 Defensor Fidei 22:45:58 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@ Ortwin Fischer Sind Sie eigentlich stolz darauf, Verbote, Mahnungen und Warnungen der „Amtskirche“ zu
mißachten? Glauben Sie, daß andere, die dies tun stolz darauf sein sollten? Wenn ja, frage ich mich,
warum Sie eigentlich weiterhin formell in der katholischen Kirche verharren wollen? Wenn Sie an die hierarchische
Struktur („Amtskirche“) nicht mehr glauben, dann haben Sie sich der Sache nach eh schon aus der Kirche
verabschiedet. Zwingt man Sie „katholisch“ zu bleiben oder bekommen Sie Ihren faulen Hintern bloß nicht
hoch, um Ihren Austritt auch endlich formell zu machen. Belügen Sie sich doch nicht selber, indem Sie
sich als etwas bezeichnen, was Sie nicht sind.
#26 Ortwin Fischer 22:34:17 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Roland Breitenbach o^/ Durch die Art, wie Sie ihn Ihren Artikeln Roland Breitenbach angreifen bzw. negative
Beurteilungen kolportieren, machen Sie ihn für die, die ihn noch nicht kennen, nur interessanter. Da
ich auch zu den Abonnenten seiner Liturgie-Letter gehöre und diese sehr gut finde, freue ich mich über
die Reklame, die Sie damit ungewollt machen. Ich entsinne mich noch lebhaft an die 50er und 60er Jahre,
als die Amtskirche sich ab und zu gegen „unmoralische“ Filme aussprach oder den Besuch sogar verbot. Der
Erfolg war, dass die Vorstellungen dann ausverkauft waren und die wenigsten Besucher teilten hinterher
die Meinung der Amtskirche. Da Ihrer Art und Weise, mit Roland Breitenbach umzugehen, wohl der gleiche
Erfolg beschieden sein wird, muß ich mich direkt bei Ihnen bedanken. :)3 Weiter so!
@ Andreas Da hatte man auch dann seine Zeit für ein inneres Suchen und Finden. Das geht vermutlich sogar
den meisten Menschen genau so. Nur: Die Messe ist nicht für privates Suchen und Finden da – dafür ist
das private Gebet da. Die Messe ist dazu da, in der Gemeinschaft der ganzen Kirche die Herzen zu Gott
zu erheben (sursum corda!), auf sein Wort zu hören (verbum domini!), ihn zu loben, ihm zu danken (gratias
agamus!) und zu bitten (rogamus!). Im Plural, also in Gemeinschaft, nicht als private Andacht.
#23 Andreas 21:04:50 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Wie erwartet… …da legt einer einen Haufen und im Nu sind Tausend Mücken drauf. Aber mal ehrlich:
Auch ich bin ein Freund der „Alten“ Messe. Als Organist unserer Gemeinde muß ich mir fast im Zweiwochentakt
die Ergüsse der „modernen“ Meßgestaltung geben. Schon als Kind habe ich das nicht anziehend empfunden.
Man geht leer in die Kirche und kommt noch leerer heraus. Bei meiner ersten „Alten“ Messe war das anders.
Hier ist etwas, was man schon lange gesucht hat. Soll es ruhig jeder Zweifler mal probieren. Im NOM konnte
ich ganz gut an Werktagsmessen, die rubrikengetreu und würdig gefeiert wurden. Da hatte man auch dann
seine Zeit für ein inneres Suchen und Finden. Sonntags, bei dem bekannten Tohuwabohu? unmöglich! In
der alten Form aber schon!
Geschönte Berichte? Nun das nach über 40 jährigen Verbot der überlieferten Hl. Messe diese nicht in
14 Tagen den NOM überflügelt dürfte klar sein. Es ist aber doch erstaunlich wie viel Gottesdienstorte
für die überlieferte Messe bereits bestehen in so kurzer Zeit. Und weitere fast 60 Gruppenanträge (Jeder
ein Ort) mussten von den Initiativkreisen zur Reglung an Ecclesia Die gesandt werden weil Deutsche Bischöfe
mauern oder die Priester und Ortspfarrer unter Druck setzten. Eine Organisation die den deutschen Bischöfen
zuarbeitet mit der Lüge kein Bedarf oder kaum nachfrage ist das so genannte Liturgische Institut Trier.
Das 40 Jahre gewaltsame Verdrängung der überlieferten Liturgie wohl mindestens 10-15 Jahre benötigen
wird um gleich stark neben dem NOM zu stehen dürfte klar sein. Aber wer vom NOM überzeugt ist sollte
sich nicht fürchten und auch nicht ständig die Mär von „keiner Nachfrage“ nach der überlieferten Messe
in die Welt posaunen. Denn genau dies könnte für diese Leute zum Bumerang werden. Zumal ihnen ja keiner
verbietet weiter dem NOM anzuhängen und dort die Gottesdienste zu feiern.
#21 Benedikt 20:50:03 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@ Libertas Ecclesiae Die Betonung liegt wohl bei noch. Auch 2006, dem leztzten statistisch erfassten Jahr,
ist die Zahl der NOM-Gottesdienstbesucher in Deutschland gegenüber dem Vorjahr wiederum gesunken, und
zwar um 82.000 (= 2,2 %) auf nunmehr 3.606.000. Also etwa das tausendfache des Messbesuchs im außerordentlichen
Usus. Die Zahl der Messorte für die außerordentliche Form des römischen Ritus ist dagegen allein seit
dem 14. September 2007 um mehr als fünfzig Prozent gestiegen. Und was soll das heißen. Meinen Sie, dass
das jetzt immer so weiter geht? Täuschen Sie sich mal nicht. Es ist doch völlig klar, dass nach der
Freigabe erstmal an vielen Orten neue Messorte entstehen. Doch nachdem alle ohnehin bestehenden Pläne
umgesetzt wurden wird das abflachen. Im Februar zB werden nciht annähernd soviele Zentren dazukommen
wie Sept/Okt oder November.
#20 bonifatius 20:30:05 | Donnerstag, 14. Februar 2008
@RRR – Ruppig Rau Radikal „Aber egal. Für kreuz.net ist ja bekanntermaßen auch Kinderficken okay, solange
es von altrituellen Katholiken oder altgläubigen Piussektierern geschieht.“ Die Sprache ist Ausdruck
der Gedanken, des Charakters. Und dies hier ist unterste Schublade. Es scheint aber in der Kirche des
Aufbruchs, des Fortschritts, der Aufgeklärten, der Moderne üblich zu sein. Denn „wir sind Kirche“. O,
Heiliger Valentin hilf!
#18 Defensor Fidei 20:24:33 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Leseordnung Der Gedanke einer anderen Leseordnung für den Alten Ritus ist vollkommener Unsinn. Von einer
Übertragung der NOM Texte will ich gar nicht reden. Die jeweiligen Gebete, der Introitus, die Communio
usw. sind regelmäßig auf die Lectio bzw. das Evangelium abgestimmt. Wer eine neue Leseordnung fordert,
macht damit nur eine neue, riesige und völlig unnötige Baustelle auf. Was die Übernahme von der NOM-Leseordnung
angeht, so möchte ich nur feststellen, daß traditionstreu Katholiken kein Bedürfnis danach haben, durch
eine politisch geglättete Leseordnung mit zahlreichen Auslassungen die Wahrheit nur bruchstückhaft zu
hören. Wir wollen nicht um wichtige aber unangenehme Aussagen der Hl. Schrift betrogen werden.
#17 raindance1 † 20:11:15 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Realitätsverweigerer? Bei aller Liebe zur alten heiligen Messe, so übergroß ist die Nachfrage nach
dieser wirklich nicht. Vom großen Ansturm habe ich nirgends was gesehen. Und das dieser Ansturm von einem
Tag auf den anderen kommt, damit haben nur die Realitätsverweigerer auf der anderen Seite gerechnet.
@ HBR Die heutige Form der Messe ist immer noch der überwiegend verwendete Ritus. Außerdem ist er der
ordentliche Ritus. Die Betonung liegt wohl bei noch. Auch 2006, dem leztzten statistisch erfassten Jahr,
ist die Zahl der NOM-Gottesdienstbesucher in Deutschland gegenüber dem Vorjahr wiederum gesunken, und
zwar um 82.000 (= 2,2 %) auf nunmehr 3.606.000. Die Zahl der Messorte für die außerordentliche Form
des römischen Ritus ist dagegen allein seit dem 14. September 2007 um mehr als fünfzig Prozent gestiegen.
#13 Benedikt 19:47:38 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Leseordnung Natürlich kann man auf dem Standpunkt stehen, dass die Leseordnung möglich einheitlich sein
soll. Das Problem ist nur, dasss die DBK dabei auf einem wackeligen Untergrund steht. Insbesondere bei
Wochentagsmessen und bei Messe zu besonderen Anliegen kann gemäß den Rubriken aus einer Vielzahl von
Lesungen ausgewählt werden. Dazu kommen die vielen Tagesorationen, die allein im deutschspachigen Missale
Romanum vorkommen. Eine einheitliche Liturgie existiert daher schon innerhalb der ordentlichen Form nur
bedingt.
@ Libertas Ecclesiae Und wenn dann mal doch nicht die Bischöfe die Kasse haben, dann geht das Gezetere
von Typen wie Ihnen erst recht los – siehe Schweiz.
@Krak des Chevaliers Der NOM ist auf dem absteigenden Ast, während die Alte Messe langsam aber stetig
an Boden gewinnt, auch gegen den Widerstand der deutschen Episkopaten. Nicht wirklich. Die heutige Form
der Messe ist immer noch der überwiegend verwendete Ritus. Außerdem ist er der ordentliche Ritus. Die
alte (Nostalgiker-) Messe hingegen wird innerhalb der Kirche lediglich von einer kleinen Minderheit gefeiert.
In Wiegratzbad wird sie gepflegt. Ansonsten gibt es hier und da ein paar wenige Pfarren, wo sie wirklich
stattfindet. Und auch, wenn man die Lefebvre – Leute mitzählt, ist es eine relativ geringe Minderheit,
die wirklich die alte Messe feiern will.
#8 Pünktchen 18:33:13 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Libertas Danke für den Hinweis auf das Bistum Eichstätt! Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich
die Umsetzung eines päpstl. motu (und das „sentire cum ecclesia“) aussehen kann. Großes Lob für Bischof
Hanke! :)3 Hier die Bekanntmachung von der Internetseite des Bistums: Im Zentrum der Stadt Eichstätt
wird daher an allen Sonn- und Feiertagen jeweils eine leicht erreichbare lateinische Messe in der außerordentlichen
Form gefeiert werden, und zwar in der Regel um 11.15 Uhr in der ehemaligen Dominikanerkirche St. Peter
(Teil des Gabrieli-Gymnasiums). An jedem ersten Sonntag im Monat und an vorangekündigten Hochfesten wird
diese außerordentlich-lateinische Messe stattdessen in der Schutzengelkirche um 09.00 Uhr zelebriert
werden. Darüber hinausgehende Angebote bzw. Änderungen werden vom Verantwortlichen des Bischofs bekanntgegeben.
Bischof Hanke hat Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik, Kirchenrektor von St. Marien Buchenhüll, als Verantwortlichen
für die Feier der außerordentlichen Form der lateinischen Liturgie in der Stadt Eichstätt bestätigt.
Diözesanbischof Dr. Walter Mixa hatte Pytlik bereits per 14. Dezember 2004 dafür eingesetzt. Bei Abwesenheit
vertritt ihn nunmehr stellvertretend der Spiritual des Priesterseminars, Dr. Lorenz Gadient. Pytlik wurde
von Bischof Hanke gleichzeitig zum Kirchenrektor der ehemaligen Dominikanerkirche St. Peter ernannt. Das
stabile Angebot und sämtliche Ernennungen gelten vom 1. Adventsonntag 2007 bis zum Christkönigssonntag
2010.
@ Krak de Chevalier Der NOM ist auf dem absteigenden Ast, während die Alte Messe langsam aber stetig
an Boden gewinnt, auch gegen den Widerstand der deutschen Episkopaten. Auch Jugend-Lobpreisfeiern gewinnen
langsam, aber stetig an Boden. Internet-Predigt- und -Fürbittseiten gewinnen an Boden. Evangelikale Prediger
gewinnen an Boden. Nicht der NOM, sondern die „Volkskirche“ scheint auf dem absteigenden Ast zu sein.
Und ob die Zahlen, die der VOM seit dem Motu proprio hat, sich auch in zwei oder drei Jahren noch halten,
werden wir sehen. Jedenfalls ist es Interpretationssache, ob man die Zahlen der letzten Monate als „erheblichen
Anstieg“ deutet oder nicht. Ich würde es nicht tun. kreuz.net tut es offenbar. Da nun aber eine „Lüge“
der Bischöfe zu behaupten, nur weil deren Interpretation von „erheblich“ nicht mit der von kreuz.net
übereinstimmt, ist – wie immer bei kreuz.net – hetzerisch, infam, unseriös, und selbstverständlich
dem Evangelium und dem 8. Gebot zuwider. Aber egal. Für kreuz.net ist ja bekanntermaßen auch Kinderficken
okay, [von der Redaktion zensuriert].
st. Georg wieviele Gottesdienststellen wurden und werden eigentlich geschlossen? Der Anstieg bei den altrituellen
Messfeiern mag relativ gesehen gering sein, aber es ist ein Anstieg. Das kann man bei den NOM Messen wohl
nicht sagen. Die Gemeinden werden bei abnehmender Priesterzahl zu immer größeren Einheiten zusammengelegt
und die Anzahl der Messen reduziert. Irgendwie ist das auch logisch, da der größte Teil der eingeschriebenen
Kirchenmitglieder eh nicht mehr zur Messe kommt. Oft kann ich daher das Gekreisch nicht nachvollziehen,
wenn in Hintertupfingen die Kapelle geschlossen wird und die 20 Leute, die da noch zur Messe kommen, ins
4 km entfernte Vordertupfingen fahren sollen. Anyway: Der NOM ist auf dem absteigenden Ast, während die
Alte Messe langsam aber stetig an Boden gewinnt, auch gegen den Widerstand der deutschen Episkopaten.
Wider den konformistischen Einheitsbrei Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wirklich alle Bischöfe
geschlossen und völklig undifferenziert hinten diesem realitätsfernen Beschluss stehen. So wurde beispielsweise
in der Diözese Eichstätt für die Messfeiern in der außerordentlichen Form eine eigene Rektoratskirche
errichtet. Und an jedem ersten Sonntag im Monat finden diese Messen sogar in der repräsentativen Schutzengelkirche,
der Eichstätter Seminar- und Universitätskirche statt – mit seh gutem Besuch. Das ist nach meinem Kenntnisstand
die bislang großzügigste Regelung in Deutschland. So scheint doch zumindest Bischof Hanke eine realistischere
Sicht der Dinge zu besitzen als seine Mitbrüder.
#4 Aleph † 17:54:40 | Donnerstag, 14. Februar 2008
Kurzes Strohfeuer Jetzt wollen die deutschen Bischöfe mit dem Motu proprio korrekt umgehen, aber das
ist einigen Miesepetern die altrituellen Szene offenbar auch nicht recht. Was wäre ihnen denn recht?
Wie hätten Sie es denn gerne? Könnte das große Rätsel in der Kürze dieses irdischen Lebens noch einmal
gelöst werden? Sollte es vielleicht doch besser ungelöst bleiben, damit genug Gründe zur Klage über
die Ungerechtigkeit in diesem Tale der Tränen bleiben. Die Miesepeter hätten dann nämlich nichts mehr
zum Lästern und Rummaulen. Also wird das Wort „Lüge“ in Anwendung gebracht, um ein bißchen Aufsehen
zu erwirken. Aber das Strohfeuer hält nicht lange, verehrte Herrschaften.