Trotz Motu Proprio wurden fast fünfzig Gruppenanträge abgelehnt
Gestern behaupteten die deutschen Bischöfe, daß es seit dem Motu Proprio „keine erhebliche Zunahme“ der Alten Messe gegeben habe. Doch Lügen haben kurze Beine.
Requiem im Alten Ritus
(kreuz.net, Vatikan) Am 22. Januar sandte die katholische Laienvereinigung ‘Pro Sancta Ecclesia’ nicht
weniger als 53 Gruppenanträge für eine Alte Sonntagsmesse nach Rom.
Das berichtete die jüngste Ausgabe
des monatlich erscheinenden Mitteilungsblattes ‘IK-Nachrichten’.
Im Sinne des Motu Proprio wurden die
Bitten zuerst an den zuständigen Ortspfarrer geschickt. Nach einer gänzlichen oder teilweisen Abfuhr
ging sie dann an den Bischof.
Erst nachdem dieser die Anträge ebenfalls ignoriert hatte, wandte sich
die ‘Pro Sancta Ecclesia’ an die Päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’.
Die eingeschickten Anträge sind
in drei Kagegorien eingeteilt.
Die erste Kategorie enthält 35 Gruppenanträge, die von ‘Pro Sancta Ecclesia’
oder von Mitarbeitern der Vereinigung vor Ort gestellt wurden. Jeder Gruppenantrag enthält 21 bis über
hundert Unterschriften.
Die zweite Kategorie enthält zwölf Gruppenanträge, die von anderen Gruppen
vorgebracht und von den zuständigen kirchlichen Stellen abgelehnt wurden. Danach wandten sich die Antragsteller
an die Laienvereinigung ‘Pro sancta Ecclesia’ und baten sie, die Bitten nach Rom weiterzuleiten.
Die
dritte Kategorie enthält sechs Gruppenanträge, die erst vor relativ kurzer Zeit gestellt wurden. In
ihrem Fall will ‘Pro Sancta Eccclesia’ „fairerweise“ nicht von einer Ausschöpfung des Instanzenzugs sprechen.
Die Weitergabe an die Kommission dient hier nur zur Information:
„Im Namen aller Antragsteller bittet
Pro Sancta Ecclesia die Verantwortlichen der Kommission Ecclesia Dei inständig um vollständige Gewährung
ihrer Anliegen.“
In welchen Diözesen wurden die Anträge abgelehnt?
Erste Kategorie
Mönchengladbach,
Bistum Aachen
Bad Grönenbach, Bistum Augsburg Buch, Bistum Augsburg Buttenwiesen, Bistum Augsburg
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Noch einmal: Bitte keine vorschnellen Unterstellungen Es ist ja geradezu rührend, wie sehr sich manche
Leser hier in Zeug legen, um nachzuweisen, dass mit den abgelehnten Gruppenanträgen etwas nicht stimme.
Da wird minutiös aufgerechnet und spekuliert, wo welche abgelehnten Antragsteller wann in welcher Stadt
bis zum nächsten bereits existierenden Messort entfernt wohnen, warum sie dort nicht hingehen usw. Es
wäre zu wünschen, wenn so mancher Gemeindepfarrer sich auf diese beinahe biblisch anmutende Weise um
seine verlorenen Schäflein bemühen würde, die den Gottesdiensten in der ordentlichen Form abhanden
gekommen sind (minus 67,7 Prozent von 1968 bis 2006, siehe unter dbk.de/…nehmer-1950-2006.pdf). Wie
ich weiter unten Stelle schon einmal schrieb, könnte es sein, dass einige der bislang abgelehnten Gruppenanträge
für die Feier der Messen in der außerordentlichen Form in der Zwischenzeit genehmigt wurden. Die Zahl
der abgelehnten Gruppenanträge bezieht sich offenbar auf den Stand von Ende Dezember/Anfang Januar. Seither
sind inzwischen über sechs Wochen vergangen. Und die Zahl der genehmigten Messorte des alten Ritus wächst
nahezu wöchentlich, wie man auf der Seite www.introibo.net sehen kann.
@ Rübezahl Sie sehen, es kommt immer darauf an, wie man ein – rein hypothetisches – Szenario malt! Sie
übersehen da etwas. Wenn es tatsächlich andere Antragsteller (21-100, laut Pro Sancta Ecclesia) sind,
wo sind die dann in den bereits existierenden Messen? Der Besuch wäre ihnen in Stadtgebiete wie Mainz,
Frankfurt oder Wiesbaden ohne weiteres möglich. In den vorhandenen Angeboten müssten sich demnach dutzende
Gläubige befinden, die nur auf die Einrichtung eines Angebots in ihrer eigenen Pfarrei warten – so weit
ich es überblicken kann ist es aber nicht so. Nehmen Sie zB Frankfurt. Neben der dort ohnehin existierenden
Gruppe, die jüngst die Einrichtung einer Sonntagsmesse anstelle der Messe am Mittwoch erreichte, müsste
es eine weitere Gruppe von mindestens 21 geben, die dort praktisch nur bis auf weiteres die Messe besuchen.
Ist das wirklich so? Wo kommt diese Gruppe auf einmal her? Aus welchem Grund möchte sie eine weitere
Messe haben?
Situation vor Ort berücksichtigen! Vielleicht befinden sich ja auch deshalb manche Orte auf dieser Liste,
weil gewissen Orten zwar durchaus ein Angebot der „Alten Messe“ besteht, aber dennoch ein Antrag eingereicht
wurde, sei es um in einer grösseren Stadt ein weiteres Angebot in einer anderen Kirche einzurichten oder
es handelt sich vielleicht hier oder da um „Erweiterungsanträge“ , so wird zwar in der Tat in Bonn seit
mehreren Jahren eine „Alte Messe“ und sogar am Sonntag aber leider nur an jedem zweiten Sonntag und das
auch noch meines Wissens zu einer sehr gewöhnungsbedürftigen Zeit, nämlich am Nachmittag.
@ benedikt Benedikt: „So kann das nicht funktionieren. Wenn in ein und derselben Stadt, aber in verschiedenen
Pfarreien, Anträge gestellt werden, dann kann die Regelung, dass die Antragsteller nicht unbedingt aus
derselben Pfarrei stammen müssen keinen Bestand mehr haben. Sonst könnten ja dieselben 25 Leute in jeder
Pfarrei Anträge stellen. Ich glaube auch nicht, dass Ecclesia-Dei Priester Zeit dafür haben, in 5 Pfarreien
für jeweils fünf Gläubige die Messe zu zelebrieren, die sich ohne Schwierigkeiten auch zusammen zu
einer zentralen Messe einfinden könnten.“ Alternativ-Szenario: Rübezahl: So kann das gut funktionieren.
Wenn in ein und derselben Stadt, aber in verschiedenen Pfarreien, Anträge gestellt werden, dann aus gutem
Grund, denn es kann ja in Pfarrei A tatsächlich 37 Pfarrmitglieder geben, die dies wünschen, und in
Pfarrei P 54 Pfarreimitglieder (welche sich gegenseitig vll. kennen, aber nicht identisch sind . – Ich
glaube auch, dass zwei Ecclesia-Dei Priester sicherlich Zeit dafür haben, in 2 Pfarreien für insgesamt
knapp 100 Gläubige die Messe zu zelebrieren (welche sich natürlich ohne Schwierigkeiten auch zusammen
zu einer zentralen Messe einfinden könnten – für die es aber viel schöner und passender ist, in der
„eigenen“ Kirche bleiben zu können) Sie sehen, es kommt immer darauf an, wie man ein – rein hypothetisches –
Szenario malt! Liebe Grüße der Rübezahl
@ Rübezahl So ist es kein Widerspruch wenn beispielsweise in Bonn an einem Ort eine alte Messe gefeiert
wird, gleichzeitig aber ebenfalls in Bonn in einer anderen Pfarrei eine alte Messe eben nicht zugelassen
wird. So kann das nicht funktionieren. Wenn in ein und derselben Stadt, aber in verschiedenen Pfarreien,
Anträge gestellt werden, dann kann die Regelung, dass die Antragsteller nicht unbedingt aus derselben
Pfarrei stammen müssen keinen Bestand mehr haben. Sonst könnten ja dieselben 25 Leute in jeder Pfarrei
Anträge stellen. Ich glaube auch nicht, dass Ecclesia-Dei Priester Zeit dafür haben, in 5 Pfarreien
für jeweils fünf Gläubige die Messe zu zelebrieren, die sich ohne Schwierigkeiten auch zusammen zu
einer zentralen Messe einfinden könnten.
#62 bonifatius 00:11:31 | Samstag, 16. Februar 2008
@Stimme der Vernunft, wo haben sie ihre Vernunft erworben – etwa auf dem Flohmarkt? Ja, die Bischöfe
sollen doch große EU – Politik machen, die Sodomiten a la Beck verteidigen und über das Bussakrament,
die Beichte kein Wort verlieren. Nur weiter so! Übrigens eine Frage: Sind sie Bischofssekretär oder
gar Sekretär der DBK?
Liste Frankfurt am Main, Bistum Limburg Wiesbaden, Bistum Limburg Mainz-Hechtsheim, Bistum Mainz …wurden
in Kategorie 1 eingeteilt (21 bis 100 Antragsteller). Dazu ist zu sagen: In allen Orten gibt es Messen
in der außerordentlichen Form, in Mainz sogar gleich 2 (2 Sonntagsmessen, 7 Wochentagsmessen). Und: Ich
frage mich, wo diese Antragsteller bleiben…in den Wochentagsmessen sind nicht so viele da, nicht mal
in der, die in St. Joseph dienstags um 18 Uhr stattfindet. Vermutung: Die Unterzeichner sind diesselben,
die die ohnehin bestehenden Angebote nutzen. Es ist einigermaßen obskur, wenn in einem Ort, in dem schon
ein Angebot besteht einfach die nächste Liste herumgeht, um den nächsten Antrag zu stellen. Wem soll
das denn nutzen? Ich meine, wenn es einen Priester gibt, der das machen will (im Dekanat Mainz bestünde
kein Problem, da gibt es wirklich genug, der Pfarrer von St. Joseph zB hat nur diese Pfarrei, außerdem
hilft da noch ein Ruheständler(?) mit), dann wäre das ja in Ordnung, aber da mit großem Aufwand noch
einen Messort zu schaffen, für den es nur die Besucher gibt, die ohnehin schon die vorhandenen Angebote
nutzen macht wirklich wenig Sinn.
@ stimme der vernunft & aurelius & gotthard Stellen Sie sich eigentlich nur so dumm oder sind Sie es wirklich –
mit Verlaub, das muss an dieser Stelle schon einmal gefragt werden! Was wollen Sie mit Ihren ständigen
Aufzählungen von Orten, an denen bereits eine Messe im VOM stattfindet, bezwecken? Sie widerlegen doch
in keinster Weise die im Artikel genannte Liste von „Pro Sancta Ecclesia“! Im Motu Proprio ist nirgends
davon die Rede, dass pro Stadt oder Ortschaft nur in einer einzigen Pfarrei eine Messe nach dem VOM beantragt
werden darf. So ist es kein Widerspruch wenn beispielsweise in Bonn an einem Ort eine alte Messe gefeiert
wird, gleichzeitig aber ebenfalls in Bonn in einer anderen Pfarrei eine alte Messe eben nicht zugelassen
wird. Auch das Argument der zu wenigen Priester bzw. der Überforderung des Pfarrers zählt nicht. Denn:
1. Nirgends steht, dass der Pfarrer selbst diese Messen halten muss. 2. Wie schon oft hier erwähnt, gäbe
es genügend Ecclesia-Dei-Gemeinschaften-Priester (man verzeihe dieses Wort), welche diese Aufgabe gerne
übernehmen würden. Liebe Grüße der Rübezahl
Abmahnverein? „Pro sancta ecclesia“ scheint wie ein frommer Abmahnverein zu wirken…und dann mit vielen
Fehlern! Steinfeld, Bistum Aachen …dort gibt es längst eine Messe im außerordentlichen Ritus! Die
Fehlerliste dieses dubiosen Vereins wird immer länger!
Prof. Georg May… …hat vor ein paar Jahren die Sache mal gut analysiert. Eigentlich ist man garnicht
daran interessiert, den NOM auf Latein zu lesen. Man will einfach garnichts mehr damit zu tun haben, was
vor 1962/1965 war. Man erklärt, auch wenn man es nicht zugibt, alles vorkonziliare für einen jahrhundertelangen
Irrweg, der zu Spaltungen, Verfolgungen etc. geführt hat. Daher der ganze Kuschel-Muschel und die Anbiederei.
Man hat seit 1965 eine neue Religion, also eine reformierte Kirche, wenn man so will. Und schwärmt beim
NOM davon, wieder das Urchristentum gefunden zu haben. Wenn die wüßten…arme Schweine, sind alle irgendwelchen
Irrleuchten zum Opfer gefallen. Und den Meister vom Stuhl freut’s…
@Andreas Ein Dr.-Titel macht halt noch nicht automatisch einen Kleriker, der sensibel und mit viel liturgischem
Gespür ausgestattet ist Ich persönlich schätze den außerordentlichen Usus übrigens sehr. Ich bin
mir aber nicht sicher, ob der ordentliche Usus wirklich so akademisch nüchtern ist, oder ob dies nur
die von so manchem Kleriker bevorzugte Feiergestalt ist. Die vielen Worte (Ich begrüße Sie sehr herzlich
zB.), die oft belanglose „Kirchenmusik“, die einem Wirtshaus, aber keiner Kirche ansteht, die Gedankenlosigkeit
etc. haben mit den liturgischen Büchern als solchen nichts zu tun. Man kann auch den ordentlichen Usus
sehr feierlich und würdig feiern, und sogar auf Latein. Es ist alles vorhanden, nur passt dies leider
nicht ins Konzept so manches theologischen 68ers. Aber die nachrückende Generation ist da schon wieder
empfindsamer. Es ist doch auch so, dass viele unserer Generation, die mit dem ordentlichen Usus in unordentlicher
Zelebration aufgewachsen sind, dies einfach nicht mehr ertragen wollen. Nicht alle wollen zum Außerordentlichen
Usus, klar, aber selbst hier im Forum würden sich bestimmt nicht wenige für eine rubrikengetreue und
feierliche Zelebration des ordentlichen Usus aussprechen. Wenn hier nicht immer eine so abscheuliche Polemik
herrschen würde, würde man feststellen, dass viele hier gar nicht soo weit voneinander entfernt sind.
Auch wenn ich viel Haß spüre, die einen auf diesen, die anderen auf jenen Usus. Das ist aber Unsinn,
wie ich finde.
Tja, Bernd… …wenn unser Hochwürden wüßte, daß Du in als liturgischen Ignoranten betitelst… er
ist bestimmt auch verantwortlich für die Katechese in Eurer Gemeinde. Erstkommunion,… Tücher-Legen? …
Der Herr hat einen Dr.-Titel. RPA-Verlag… … Bei unseren Bischöfen sind die liturgische Größen!
… Ich hatte einmal teilgenommen an Fastenexerzitien. Wir sollten dabei z.B: die Augen schließen und
bekamen Weizenkörner in die offenen Hände. Licht sollten wir spüren…etc. Dann ging’s ab in kleine
Gesprächsrunden. Am Ende gab’s dann noch einen Impuls für die Woche. Nach dem dritten Anlauf bin ich
nicht mehr hin, habe mir zu Hause Langlais in den CD-Player geworfen und mir französische Symphonik reingehauen.
Dabei den Kreuzweg betrachtet. War besser. Diese vielen Worte, diese vielen belanglosen Worte, die heute
gemacht werden. Ich sehe es immer an den Kindern. Wenn Weihrauch kommt und es klingelt, dann schauen sie
zum Altar, aber ansonsten, nur Rumgezappel, wegen der vielen Worte. Der NOM mit allen Begleiterscheinungen
ist so akademisch nüchtern wie die ganzen Diskussionsgruppen und „Runden Tische“ der 70er. Basta.
@Andreas Doch, das kann ich mir gut vorstellen, dass man da sehr ärgerlich ist. GL 258 zur Eröffnung
am ersten Fastensonntag ist einfach nur dämlich, Pardon. Schön ist zB. „Hör, Schöpfer mild den Bittgesang“
(GL 848 im Kölner Eigenteil), davor als Orgelstück vor der Hl. Messe J. S. Bach, O Mensch, bewein Dein
Sünde groß. Oder aber man singt eben dieses Lied zu Beginn. Aber GL 258 kann nur ein liturgischer Ignorant
aussuchen. Furchtbar. Das macht wirklich keine Freude. Na ja, die übrigen Lieder sind meist auch Allgemeinplätze.
Aber sagen kann man das den geistlichen Herren meist nicht, da sie auch ohne wirkliche Kompetenzen in
diesem Bereich solche für sich beanspruchen. Aber zum Glück gibt es auch Ausnahmen. Nicht alle sind
solche ignoranten Ahnungslosen. Es hängt sehr stark vom jeweiligen Kleriker ab. Bei manchen ist ein lat.
Ordinarium möglich, bei anderen nicht einmal „Schönster Herr Jesu“, weil das ja heute keiner mehr versteht.
Freut mich, lieber landorganist… …daß Sie mir zustimmen. Meine hier wiedergegebenen Ergüsse sind
lediglich meine realen Erfahrungen. Das ist die Kirche, wie ich sie täglich erlebe. Werktagsmessen gehen
ja noch. Aber wenn es so ist wie gestern: Cyrill und Methodius, Festmesse mit Gloria. Pfarrer hatte aber
violett an, warum? Weil die Küsterin nicht in den Kalender geschaut hatte und vergessen hatte, die Altäre
umzudecken. Sie hatte auch dem Pfarrer ein violettes herausgelegt. Das ist einfach Dummheit pur. Wegen
der Küsterin nimmt der Pfarrer dann mal violett. Lieder in der Fastenzeit, auch so eine Sache. Beim „Obermotz“
darf ich selbst nichts aussuchen, daß macht er alleine. 1. Fastensonntag Einzug: GL 258 („wegen der Kinder…“)
Kyrie: Taize Zwischengesang: 462 Gabenbereitung: 490 Sanctus 469 Agnus 161 Dank 538 Schluß 577 Fastenzeit?
Habe gefragt, ob man nicht mal dieses oder jenes…„Nein,…die sind sooo traurig…“ Da gehste mit’nem
Hals auf die Orgelbank, das glaubt einem niemand. Letzte Ostern: Hatte mitgeteilt, Chor singt: Halleluja
von Händel…mit Instrumenten…Antwort: zu pompös. Wurde trotzdem gemacht.
#51 landorganist 14:22:51 | Freitag, 15. Februar 2008
@Andreas Was Sie über den Hochzeitszirkus schreiben, kann ich voll unterzeichnen! Schön, dass Sie Ihnen
wenigstens 70 % der Gottesdienste als würdig erscheinen. Und mit den NGL kann ich auch nix anfangen.
Da sind wir uns ja einig.
Mönchengladbach diese sogenannte „Horror-Liste“ beginnt schon mit einer Falschdarstellung … damit ist
die komplette Liste eine absolute Farce oder – wie es heute heißt – ein Fake!
Nachhilfe für RRR Verpöpelung: Annäherung eines Volkes oder einer Gruppe an den „Pöpel“, eine Verballhornung
des französischen „peuple“. Auch benutzt für „Anbiederung an säkulare Sitten“ Wobei das sicher nicht
ihre ernstgemeinte Antwort auf meine Meinung war, oder? Man möge entschuldigen, daß auch Organisten
und Standardlaien die Mißstände der Kirche beim Namen nennen, was doch eigentlich allein den Promovierten
vorbehalten ist. Doch meist fällt dem gemeinen Volk zuerst auf, was bei Herrschafts so alles schief läuft.
@ Luther: Fakt? / Andreas Luther: Fakt ist, dass wahrscheinlich 95% der Jugendlichen nicht mal mehr annähernd
wissen, warum eigentlich Weihnachten, Ostern gefeiert wird, wer Jesus war und warum es katholisch und
evanglisch gibt. Noch wissen die meisten, dass Dr. Angela Merkel Bundeskanzlerin ist und dass sie der
CDU angehört. Fakt scheint mir eher zu sein, dass Sie zuviele Sendungen a la Stefan Raab und „Explosiv“
schauen, wo „Umfragen“ auf der Strasse gemacht werden und die dümmsten Antworten dann gesendet werden.
Dass, um die dummen Antworten zu erhalten, sehr viele Menschen befragt werden müssen, das wird natürlich
nicht gesagt. Wieviel realen Kontakt haben Sie denn zur „Jugend von Heute“? Fakt scheint zu sein: Wenig.
Andreas: Die Gesellschaft gab Normen vor. Man konnte sich orientieren. Ja, toll: Frauen an den Herd und
Männer zum Bau. Und Schwule in den Knast. Arbeit wird als lästig betrachtet, das notwendige Übel eben.
Was sie auch ist. Herkunft: germanisch: arbaiþis, gotisch: arbaiþs, althochdeutsch: arapeit, mittelhochdeutsch:
arebeit, arbeit = Mühe, Beschwernis, Leiden, wahrscheinlich gemeinsame Herkunft mit Altkirchenslawisch
работа (rabota: Mühsal, Sklaverei) de.wiktionary.org/wiki/Arbeit Oder glauben Sie etwa, die Menschen
früher hätten die Arbeit gern getan? Unsinn.
@ Andreas Sagen Sie mir bitte, was das Wort Verpöpelung bedeutet? In meinem aktiven und passiven Wortschatz
und in meinem Wörterbuch ist es nicht vorhanden.
Der wohl schlimmste Ausdruck nachkonziliarer Verpöpelung ist… …das, was heute bei uns landauf/landab
an Hochzeiten stattfindet. Da degradiert sich Mutter Kirche wirklich als Eventveranstalter ersten Ranges.
Zeremonienmeister sind meistens irgendwelche selbsternannten Gestalter aus den Familien. Was ich da schon
alles erlebt habe. Und das beste: die Pfarrer machen munter mit. Aber, wehe, es käme einer und wollte
im Alten Ritus getraut werden!!! Vorher darf noch eher ein Imam in einer Kirche eine Freitagspredigt halten!
Manchmal hat man wirklich den Eindruck, nach VII wäre eine neue Religion erschaffen worden. Ach, Brautgespräche
sind auch so eine Sache bei uns. Während man z.B. in der Slowakei noch ein halbes Jahr Unterricht nehmen
muß, genügen hier zwei lapidare Formalitätentreffs. Fragt mal die Offizialate, was die davon halten.
Kirche sollte einem höheren Anspruch genügen, denkt man, und wird enttäuscht. Und was die Orgel betrifft,…naja,
bei manchen Pfarrern hat man den Eindruck, sie sei ein notwendiges Übel. Wenn man 1965f. eine direkte
Alternative gehabt hätte wie z.B. den Volksaltar, dann wären die meisten mittlerweile auch verschwunden.
Pfarrer, die das, was man als Kirchenmusiker macht schätzt, gibt es nur wenige. Mit Gregorianik braucht
man da erst garnicht zu kommen. Ja, man kann froh sein, wenn sonntags mal was anderes gesungen wird, als
nur GL 462f. oder GL 521 oder GL622…Psalmen? „Wir sind doch nicht im Kloster…“
@Libertas Seither sind inzwischen über sechs Wochen vergangen. Ich werfe nicht dieser Alt-Mess-Aktivistengruppe
Unredlichkeit vor, sondern der hetznet-Redaktion. Die bringt die Nachricht nämlich heute und weiss genau,
dass sie schon lange nicht mehr aktuell ist. Aber sie nutzt halt jede Gelegenheit, um gegen die römisch-katholische
Kirche zu hetzen.
@Andreas Als Musikerkollege kann ich Ihre Gedanken durchaus nachvollziehen. Es ist für Organisten nicht
immer leicht. Es bereitet mir auch sehr negative Gefühle, wenn ich mal so komische NGL-Liedchen ala „Herr,
Deine Liebe“ und dergleichen schlimmeres spielen soll, da ich sie weder textlich noch musikalisch ernstnehmen
kann. Wann immer es mir möglich ist, vermeide ich solche unschönen Dinge. Bleiben Sie den Familiengottesdiensten
mit „Band“ ruhig fern. Es wird ja zum Glück niemand gezwungen, daran teilzunehmen. Man muss sich immer
wieder vor Augen führen, dass sich der radikale Verfall der Kirchenmusik nicht aufgrund, sondern entgegen
den Beschlüssen des Zweiten Vatikanums vollzogen hat. Sie selbst können gegen diesen traurigen Verfall
ein Zeichen setzen – wahrscheinlich machen Sie es bereits –, indem Sie die großen und kleinen Meister
der Orgelmusik immer wieder zu Gehör bringen: Vor der Hl. Messe, zur Gabenbereitung, zur Kommunion und
zum Auszug. Ich weiß selbst, dass die Gläubigen sich darüber sehr freuen. Pflegen Sie die große polyphone
Orgelmusik, spielen Sie Frescobaldi, Bach, Widor, etc. etc. Wenn es irgend möglich ist, sollte man nicht
jeden Mist mitmachen. Das ist vollkommen richtig. Moderne Unterhaltungsmusik hat in der Liturgie nichts
verloren. Und wenn der Herr Pfarrer dies unbedingt haben will, braucht man nicht hinzugehen. Es tut schon
weh, wenn man sieht, was für ein Unsinn fabriziert wird. Das hat mit dem Konzil unmittelbar gar nichts
zu tun, das ist Kulturverfall.
emmm…Orgeldienst… hat mehrere Aspekte: 1) Mitgestaltung der Liturgie außerhalb der verunstalteten
Gottesdienste, also ca. 70% des Jahres. 2) Ansprechende Chormusik einbringen (Durufle, Bach, Mozart, de
Lando…) 3) wenn man zwei Stumm-Orgeln die Woche über „schlagen“ darf, entschädigt das für vieles…
4) …Mensch, Mama, ich brauchte das Geld…
#42 landorganist 13:08:34 | Freitag, 15. Februar 2008
@Andreas Wenn Sie so unzufrieden mit der Liturgie sind, frage ich Sie, wie Sie mit dem notwendigen Eifer
und dem entsprechenden Idealismus Ihren Orgeldienst verrichten können?
Don Camillo und die Rothaarige …war der Titel des letzten Films. Der wurde allerdings nie ausgestrahlt
und ist nur in Fragmenten gedreht worden, da Fernandel während der Arbeiten starb (Krebs). Hauptthema
ist Don Camillos Nichte, die in den 68er Wirren unterzugehen droht. Also kommt sie zum Onkel in Erziehungskur.
Der hat aber genug mit Peppone zu tun, da dieser in kommunistischer Hochform ist und schon ein italienisches
Sowjetreich sieht, und dann hat Don Camillo genug mit seinem neuen Kaplan zu tun, der in vorauseilendem
Gehorsam ganz konziliar eine liturgische Reform anstrebt. Das geliebte Kreuz soll weg und ein neuer Altar
hin. Don Camillo will aber bei der alten Meßform bleiben und weigert sich vehement. Schade, daß der
Film nie zu Ende gedreht wurde!! Als Buch gibt es die Story. Bei uns im Ort wurden mir und unserem Pfarrer
auch einmal das Don Camillo – Syndrom untergeschoben. Als Organist ist man da schnell dabei. Allerdings
war ich Don Camillo und er Peppone…auch wenn mir nicht alles gefällt und ich oft an der Orgel koche…er
ist halt der Pfarrer und immer noch eine geweihte Person. Nur allen Quark mache ich nicht mit. Familiengottesdienste
gestaltet seine private Instrumentalband. Da kann ich fern bleiben. Das haben wir so ausgemacht. Zum Glück.
Trotz Widerstand kein Halten! Trotz des Widerstandes der Mehrheit der deutschen Bischöfe wird die überlieferte
Messe über kurz oder lang ihren festen Platz in der Kirche finden! Trotz aller Unkenrufe. 40 Jahre Kahlschlag
in dieser Richtung können nicht in 2 oder 3 Jahren aufgeholt werden. Und die Traditionellen Gemeinschaften
sind derzeit mit ihren Priestern überfordert es sind mehr Anfragen als Priester da wie ich aus gut unterrichteter
Stelle weiß. Und da ich vorher auch nur den NOM kannte weiß ich nun was die überlieferte Messe ist
und vor allem wahrer GOTTESDIENST. Ich möchte die überlieferte Messe nicht mehr missen! Und ich habe
leider auch erleben müssen wie ein Pfarrer versuchte die überlieferte Messe zu feiern ohne richtig Latein
zu können und sich vorher informiert zu haben. Das ganze ging in die Hose von Häme der Ortspresse begleitet.
Wir müssen unsere traditionellen Gemeinschaften wie Priesterbruderschaft St. Petrus, Philipp Neri usw.
auch finanziell unterstützen. Dort gibt es genug Neueintritte an Priesterkandidaten aber das dauert halt
noch. Aber trotzdem wird sich in einigen Jahren viel ändern und ich bin überzeugt dass die noch nicht
genehmigten Anträge durch Ecclesia Dei durchkommen werden. Und wenn erst die Priester und Gemeinden da
sind und die Gläubigen diese Form der Messe kennen lernen werden sie sich wie vormals ich ihr Urteil
selbst bilden und dann braucht man nicht lange nachzudenken wie es kommen wird.
Danke Andreas …Sie sprechen mir aus der Seele. Auch ich habe als „postkonziliarer“ Katholik und Vater
von 3 Töchtern viele ähnliche Erfahrungen gemacht. Nach viel Frustration mit exzentrischen NOM Liturgien
(viele konnte ich nur durchstehen, wenn ich sie als Buße definierte) hat mich mit die überlieferte Liturgie
in der Tiefe berührt, auch wenn ich neben dem Engagement für die „Alte Messe“ schon wegen meiner Töchter
(die in Schule und sozialem Umfeld auch mit dem NOM klar kommen müssen) auch auf einen „ordentlich“ zelebrierten
NOM Wert lege und mich dafür einsetze. Ich persönlich versuche allerdings mittlerweile wo immer möglich
eine „alte Messe“ zu besuchen. :(3
Bitte keine vorschnellen Unterstellungen Bevor hier manche Leser den Initiatoren von „Pro Sancta Ecclesia“
Unredlichkeit vorwerfen, weil in einigen der genannten Orte inzwischen altrituelle Messfeiern genehmigt
wurden, sollte zunächst einmal genau geprüft werden, worauf sich das bezieht. Es könnte sein, dass
einige der bislang abgelehnten Gruppenanträge in der Zwischenzeit genehmigt wurden. Die Zahl der abgelehnten
Anträge bezieht sich offenbar auf den Stand von Ende Dezember/Anfang Januar. Seither sind inzwischen
über sechs Wochen vergangen. Und die Zahl der genehmigten Messorte des alten Ritus wächst nahezu wöchentlich,
wie man auf der Seite www.introibo.net sehen kann.
Nur, wird das Gegenmittel denn überhaupt noch gezeigt? In meiner Gemeinde beschränkt sich das auf die
genannten Katechesen an Erstkommunion und Firmung. Also Gottes-Erfahrung durch „ganzheitliche Katechese“
aus dem RPA-Verlag, die bei uns nebenbei auch produziert wird. Bei uns ist sozusagen, das geistliche Zentrum
des RPA-Verlages. Klar, hat das ganze Spiel auch gute Seiten. Aber danach müßte mehr kommen. Sonst bleibt
es dabei, daß Christentum zum humanistischen Geplänkel verkommt untermalt mit freimaurerischen Gedanken.
Jesus fordert von uns konkrete Dinge. Wenn die Kirche das in rund 1930 Jahren so schlecht bewerkstelligt
hätte, wäre sie lange untergegangen. Nein, ich fordere keine Inquisition und keine Zwangsmissionierung.
Ich fordere einfach nur unsere Hirten auf, die Wahrheit zu verkünden, so wie es die Märtyrer der Urkirche
kannten. Ich habe es satt, jeden Sonntag diesen Kuschelgott vorgesetzt zu bekommen, der mit uns mal wieder
essen will. Nächstens frage ich mal nach, ob es zur Abwechslung nicht mal Griechisch oder Italienisch
gibt. Brot und Wein ist langsam öde. Oder ist da doch mehr? Ich will Priester, die ihren Beruf ernst
nehmen. Die die Sündigen genauso akzeptieren wie die (Pseudo)Frommen, die im PGR sind. Warum? Weil sie
sie bekehren wollen, wegen ihres Seelenheils. Aber das braucht man nicht mehr. An jeder Beerdigung muß
ich ja hören, daß wieder einer mehr bei den Heiligen ist. Was unsere Kirche braucht sind Don Camillos.
Schade eigentlich, daß der letzte Don Camillo nicht zu Ende gedreht wurde. Wißt Ihr warum…?
Jemand hat das, was Sie schreiben, Luther, (nämlich: „…übrig bleibt ein oberflächlicher Mensch, der
sich durch Medien und dummbatzigen Zeitungen Meinungen aufschwätzt, die ihn mutlos, energielos und pessimistisch
machen, ohne dabei je mal richtig von der befreienden und tiefen Liebe Gottes gehört zu haben!“) sehr
zutreffend die „Verhausschweinung des Menschen“ genannt. Und exakt das erleben wir. Ohne Religion – und
zwar die einzig richtige – endet alles in einem freudlosen Befriedigungskampf aller gegen alle und aller
gegen sich selbst, der niemals gewonnen werden kann. Und da hat Andreas recht: wir haben das Gegenmittel!
Es muß nur offensiver gezeigt werden.
Es geht sogar noch weiter… …unsere Jugend sucht. Sie sucht vielleicht noch mehr, als daß unsere Vorfahren
in jungen Jahren gemacht haben. Die hatten aber links und rechts einen Halt. Die Gesellschaft gab Normen
vor. Man konnte sich orientieren. Heute aber, da ist alles möglich. Es wird probiert, toleriert, propagiert.
Endresultat: Verzweifelte junge Menschen ohne Ziel mit einem latenten Hang zum permanenten Abfeiern. Arbeit
wird als lästig betrachtet, das notwendige Übel eben. Und soll nur keiner kommen und irgendwelche Vorschriften
machen, wir sind frei. Ohne daß sie dabei merken, gefangener zu sein, als je ein Mensch gefangen war.
Gefangen in ihren Lüsten, Süchten, stumpfen Zeitvertreibungen. Ich rechne fest, daß in den kommenden
Jahren die Zahl der Scheidungen rapide zunehmen wird. Beziehungsfähigkeit? Fehlt doch schon den meisten
meiner Generation. Frauen und Mädchen sind „chicks“…die bereit zu sein haben…wer die geilere hat,
ist der coolere Typ. Isse schwanger geworden, soll’se abtreiben, ist doch ihr Problem, hätt’se halt besser
aufpassen sollen. Nein, ich mache die Jugend nicht schlecht. Sie ist nur das Produkt von 40 Jahren 68er-Wahn.
Leider ist das alles Realität und das beste ist: Die DBK beweihräuchert sich selbst und sieht nicht
die Aufgaben, die sie wirklich hätte. Anderes Beispiel: WJT. Wird bei uns kräftig agiert. Wer fährt
mit? Die üblichen Verdächtigen. Breite Masse? Nö. Pseudointellektuelle Jugend zwischen 25 und 35, die
ansonsten eh nicht ankommt. Auch Realität.
Luther ohne dabei je mal richtig von der befreienden und tiefen Liebe Gottes gehört zu haben! Nur davon
gehört zu haben, ist mir ein bißchen zu arg wenig. Besser ist doch die befreiende Liebe G’ttes erfahren
zu haben. Dann kann man wenigstens überzeugt davon reden und nicht, dass man mal gehört hat, dass es
diese Liebe geben soll.
Lieber Kurt K.! Nun reden Sie nicht so einen Schwachsinn! Sie tun ja gerade so, als wären wir in einer
Zeit, in der lauter hochgebildete Jugendliche auf den Strassen laufen, die sich durch einen philosophischen
Diskurs von einem möglichen Gottesglaube entfernt haben! Sie reden wirklich Unsinn! Fakt ist, dass wahrscheinlich
95% der Jugendlichen nicht mal mehr annähernd wissen, warum eigentlich Weihnachten, Ostern gefeiert wird,
wer Jesus war und warum es katholisch und evanglisch gibt. Noch wissen die meisten, dass Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin ist und dass sie der CDU angehört. Merken Sie. Das Problem hat Andreas benannt und zwar
richtig. Die Weitsicht fehlt, die Tiefe ist abhanden gekommen und übrig bleibt ein oberflächlicher Mensch,
der sich durch Medien und dummbatzigen Zeitungen Meinungen aufschwätzt, die ihn mutlos, energielos und
pessimistisch machen, ohne dabei je mal richtig von der befreienden und tiefen Liebe Gottes gehört zu
haben! Arme Welt!
Mag sein, Dr. Martinus Luther,… …auch ich kenne Taize persönlich. Aber es bleiben eben bei dieser
Spiritualität. Und dann ganz frappierend: der sonntägliche Gemeinschaftsgottesdienst, an dem auch Hostien
ausgeteilt werden. Das ist die Idealvorstellung der künftigen Allerwelts-Kirche. Hier weht ein Geist,
aber nicht der Gottes. Leider. Was heute die Kirche für ein Bild abgibt ist schon seltsam: Beispiele?
Hier: Unser Pfarrer traut nicht ökumenisch, weil er keine Protestanten mag. Aber er traut dann doch ab
und zu einmal ökumenisch, weil es sich um gute Bekannte aus der Gemeinde handelt. Er jammerte mir vor,
daß heute das Opfer in der Messe zu kurz käme, singt aber lauthals mit den Kommunionkindern um den Altar
tanzend: „Komm, komm, komm an den Tisch, Jesu lädt uns ein.“ Selbst hat er an der Gregoriana studiert
und promoviert. Man könnte also geschliffene Predigten unterstellen. Oft ja,…oder auch so: er kommt
an den Ambo. Hat einen Gong in der Hand und schlägt diesen an. Wir sollen hören und still werden. O.K.
Konzept ist klar. Aber auch schon etwas peinlich. Viel schlimmer isses ja, daß selbst an der Erstkommunion
die Erstkommunionkinder nicht in der Lage sind, den Leib des Herrn würdig zu empfangen. Wo bleibt da
die Katechese? Anderes Beispiel aus unserer Gemeinde: Paar wurde nicht getraut von ihm, weil sie bereits
ein Kind hatten. Sie seien unzüchtig gewesen. Anderes Paar wurde getraut (Brautvater ist unser Diakon),
obwohl sie schon im 2. Monat war. Das war dann halt (wie früher üblich) ein 7-Monats-Kind.
„Die Zeit der grossen Kirchen neigt sich dem Ende zu.“ Zustimmung. Für die Kirche gilt das seit inzwischen
fast 2000 Jahren und dürfte auch noch um einiges länger gelten. Für die anderen Gemeinschaften kann
ich nicht sprechen. Für Kurt K. gilt Ps. 53,2.
Die Jugend von heute Und auch die Jugend von heute braucht etwas für die Tiefe, mehr denn je. Sonst würden
sie keine fremden Götter suchen. Die Jugend von heute sucht keine „fremden“ (was auch immer das heissen
soll) Götter. Sie sitzt halt nur keinem Aberglauben mehr auf. Sie braucht keine Götter mehr, weil sie
sich in der Welt umschaut und erkennt: Alles Humbug. Und sie erkennt nach, wie hier schon beschrieben:
Es rettet uns kein hö’hres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun. Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!
Fortsetzung und nur weil die Kleine deutlich machte, sie wolle aber beichten, ihre Geschwister hätten
das so schön gefunden, bekam sie dann einen Termin. Das kann es doch nicht sein.
@Andreas: Ökumene-Treffs, Jugend-Happenings, Taize-Parties Damit wäre ich etwas vorsichtig. i) Ökumene
ist ein sehr wichtiges Anliegen, nicht nur des Papstes. Eine Kultivierung der Gemeinschaft muss, in gegenseitigem
Respekt, immer als wichtig und grundlegend erachtet werden. Eine Spaltung unter den Christen ist dem Herrn
sicher ein Dorn im Auge. Ohne Verwischung von Grenzen (ohne Sakramente, etc) sollten diese Ökumene-Treffs
durchaus weiter stattfinden. ii) Die Jugend braucht heute andere Formen, um angesprochen zu werden. Das
ist schade, ist aber einfach so. Überzeugendes Auftreten, Entgegengehen, liebervoller, aber strenger
Umgang bringt das Vertrauen entgegen, das nötig ist. Dazu gehören sicher auch „moderne“ Formen, die
aber nicht einhergehen müssen mit falscher Seelsorge, unwürdiger Sakramentenspendung etc.! iii) Man
kan n Taizé sicher keinen Vorwurf machen, vor allem empfinde ich Ihre Kritik, Taizé-Parties, als sehr
unangebracht. Gerade die Taizébrüder geben einen sehr glaubwürdigen Lebensstil ab, der gemeinsam mit
den Gebeten wirklich überzeugend wirkt und nichts an Partystimmung, sondern eher Freude, Seelenfrieden
und die Nähe Gottes vermittelt. Ich selbst kenne Taizé sehr gut und muss sagen, dass dies ein sehr kontemplativer
Ort mit sehr tiefe Spiritualität ist, der, natürlich ernstgenommen, sehr breite Wirkung entfaltet und
oft Menschen neu entwickeln lässt! Gruss!
stimme der vernunft Natürlich kann man nicht von Null auf Hundert, von Nichts auf die lateinische – m.
E. auch nicht auf eine nichtlateinische – Messe sprinten. Und bei vielen der Jugendlichen – oder auch
Kindern – ist kein religiöses Vorwissen. Selbst nach der Erstkommunionkatechese sind ihnen die Grundgebete –
weder auf Latein noch auf Deutsch – vertraut. Und statt einer Sakramentenkatechese wird rumgespielt. Die
von Andreas dargestellten Beispiele, in Weizen wühlen, Senfkornsamen aufziehen, Gruppen- oder eigene
Kerzen gestalten, sich fallen und auffangen oder sich von einem anderen blind durch die Gegend führen
lassen, kenne ich auch. Die können vielleicht sinnvoll sein, um Kinder und Jugendliche auch etwas spüren
zu lassen, aber dabei kann es doch bei der Katechese nicht bleiben und das tut es allzuoft. Meine Nichte
mußte zu einer Erstkommunionkatechese Vaseline oder eine Hautcreme mitbringen – ebenso wie die anderen
Kinder. Damit „salbten“ sich dann die Kinder und spielten Taufe. Es endete dann in einem Lied wie „Ich
heiße Nina und ich bin getauft, ich heiße Peter usw. usw.“ Das war dann ein von insgesamt sieben! Katechesstunden.
Ein anderes mal wurde Brot gebacken, bei erstenmal bauten sie eine Gruppenkerze. Zum Schluss hatten die
Kinder während der ganzen Vorbereitung kein einziges Gebet gesprochen, geschweige denn eins gelernt.
Von Beichte war vor dem Sakramentenempfang nicht die Rede. Wir mussten regelrecht um die Möglichkeit
betteln, und nur weil die Kleine deutlich machte, dass sie au
Lieber vox rationis, Nein, die Alte Messe würde hier nichts retten! Denn den Jugendlichen fehlen die
Wurzeln. Es spielt keine Rolle, ob ich einen wurzelkranken Baum so schneide oder so. Er geht ein. Aber
die Misere ist nicht allein eine Misere der Gesellschaft, wie Ihre Klientel es gerne darstellen will.
Es ist auch eine Misere der Kirche. Seit 40 Jahren haben Sie es in der Hand den neuen Konzilsfrühling
eunzubringen und aufblühen zu lassen. Doch leider entpuppt sich die gurrende Taube eher als Spatz. Ja,
ich muß sagen, die Früchte sind irgendwie faul. Es ist schon interessant, daß die FSSPX permanent neue
Kapellen baut, und die Amtskirche Kirchen abreißt. Das Kirchenbild der letzten 40 Jahre zeigt sich ja
auch in der sakralen Kunst. Friedhofscharme und pseudosakrale Betonschuppen, oder noch besser, Kalvinistenbunker
für meditative Gruppenhappenings am Tisch. Versteht Ihr nicht, es geht nicht darum, die Menschen irgendwie
anzutouchen, damit sie spiritueller und gefühlsduseliger werden. Es geht darum, das Evangelium zu verkünden.
Die Kirche ist nicht ein alternatives Angebot zu anderen, die ebenfalls spirituelle Ware anbieten, seien
es Moslems, Buddhisten oder Scientology. Die Kirche bietet die Ware an, den Erlöser, den einzigen Erlöser.
Hier habt Ihr leider versagt. Bislang hat mich kein einziger NOM so in der Tiefe getroffen wie der Alte
Ritus. Und auch die Jugend von heute braucht etwas für die Tiefe, mehr denn je. Sonst würden sie keine
fremden Götter suchen.
LOL Andreas Das ist die Realität der Kirche in Deutschland. Daran sind unsere Bischöfe schuld. Wollt
Ihr noch mehr? Die Bischöfe sind an der Realität schuld? Nein, Andreas, „schuld“ an der Situation der
katholischen Kirche (und auch der evangelischen und überhaupt allen Religionen) ist die Realität…
und die ist so: Es gibt keine Götter. Und das erkennen eben mittlerweile viele Menschen und mittlerweile
trauen sich auch viele, das genau so zu sagen und wollen sich somit eben von „alten Männern in Röcken“
nichts mehr sagen lassen. So siehts aus. Und daran können auch ebenjene alten Männer – die Bischöfe –
nichts ändern. Die Zeit der grossen Kirchen neigt sich dem Ende zu.
@Andreas Und du glaubst ernsthaft, die Dorfjugend würde sich überhaupt noch blicken lassen, wenn du
ihnen mit Lateinischen Messen kämst? Dann gingen sie eben direkt einen „zischen“ ohne vorherige Katechese.
Andreas Mit Ihrem letzten Posting schreiben Sie mir aus der Seele. Die von Ihnen beschriebenen Happenings
kenne ich – Gott sei Dank – nicht in dieser extremen Form aus meiner Gemeide und der NOM wird in der Regel
(nahezu) wie vorgeschrieben gefeiert. Ich war aber im letzten Jahr auf der Erstkommunionfeier einer meiner
Nichten. Von den 32 Kindern dieser „Schicht“ – die Erstkommunion wurde mit jeweils ca. 30 Kindern in vier
Gottesdiensten durchgeführt (anders kann man es kaum nennen) waren nur wenige auch nur in der Lage, das
Vaterunser mitzubeten. Während der heiligen Wandelung standen die meisten – ebenso wie ihre kirchenfernen
Eltern – dumm rum, wedelten mit ihren Gottesdienstzettelchen mit einfältigen Gebeten und Liedern incl.
dem Bestseller von Gottes Ziege die viel Gras am Ufer frisst – und redeten rum. Bisweilen schellte ein
Telefon. Diese gesammte Veranstaltung war nur schwer zu ertragen. Wenn man die Postings liest, hat man
wirklich den Eindruck, es wäre eine Frage des Überlebens des NOM. Dabei geht es zur Zeit um ein zusätzliches
Angebot. Und da ist wirklich nicht zu verstehen, warum die alte liturgische Form der katholischen Kirche
schlechter behandelt wird, als Fußballgottesdienste während der WM, irgendwelche Gruppengottesdienste
oder Familiengottesdienst, bei denen es meines Erachtens wirklich am Respekt vor dem Heiligen fehlt.
Bernado hat recht… und noch mehr! Das Bußsakrament ist doch das traurigste Zeichen. Wer geht noch beichten?
Firmlinge, ganz aktuell, alle zwei Wochen „Spätschicht“,…Gottesdienste mitgestaltet von den Firmlingen…Resultat:
Danach gehen die Jungen und Mädels einen „Zischen“ und Pimpern wild durcheinander hinter der Dorfdisco.
Wenn mein Bruder nicht gern gesehener Gast in dieser Disco wäre, würde ich’s nicht glauben. Liebe Modenisten,
ihr seid realitätsfremd. Ihr kommt diesen jungen Menschen mit Katechesen, wo sie Tücher legen sollen,
in Schalen voller Weizen herumwuhlen, Steine befühlen und Kerzen verzieren, um damit den Sinn des Lebens
zu finden. Jeder Jugendliche hier bei uns sagt: „Hoffentlich ist der Quatsch bald vorbei!“ Warum lassen
sie sich firmen… weil’s von zu Hause aus heißt: das macht man so, stell Dich nicht so an, geht schon
vorbei. Und der Pfarrer denkt, wenn er am lautesten ins Mikro singt: Wenn das Brot, das wir teilen…“,
daß alle in den Bänken genauso begeistert sind und „das Feuer Jesu“ voll empfangen haben. Ich bin in
der Konzilskirche aufgewachsen, zur Kommunion gegangen und gefirmt worden. Den wirklichen Gott habe ich
erst durch die Tradition entdeckt. Reli-Unterricht, wohlgemerkt beim schwulen Schulpfarrer gehört, hätte
ich mir sparen können. Da wurde sogar die Auferstehung Jesu von selbigem als Legende „enttarnt“ (12.
Klasse). Das ist die Realität der Kirche in Deutschland. Daran sind unsere Bischöfe schuld. Wollt Ihr
noch mehr?
@Andreas Was sollen das für Argumente sein? Hier ging es darum, dass angeblich böse deutsche Bischöfe
berechtigte Wünsche nach alten Messen verweigern. Ich habe aufgezeigt, dass ein ziemlicher Anteil dieser
angeblichen Fälle entweder nicht berechtigt ist oder dass es gar keinen Fall gibt, weil es nämlich schon
alte Messen gibt. In dem Artikel geht es doch nur darum, Hetzpropaganda gegen die römisch-katholische
Kirche in Deutschland zu machen, und um sonst nichts.
#16 santa rita 11:35:20 | Freitag, 15. Februar 2008
Andreas Das ist eigentlich das moderne Pharisäertum. Sehr richtig erkannt. Dieses Pharisäertum beherrscht
heute die ganze Konzilskirche. Die Konzilskirche befindet sich in dergleichen Lage wie die Synagoge von
2000 Jahren. Auch heute werden die Zeichen der Zeit und die Zeit der Heimsuchung nicht erkannt. Die heutigen
Zupf-und Lall-Bischöfe gehören zu der Kategorie von Menschen, die, wenn die Katastrophe eingetreten
ist immer sagen :“ Wir verstehen überhaupt nicht, wie das passieren konnte. Wir haben es doch nur gut
gemeint.“ Ursache der Verblendung ist mangelnde Wahrheitsliebe die zu Selbsttäuschungen führt und falsche
Vorstellungen hervorruft. Obwohl die Wirklichkeit die falschen Vorstellungen ständig zertrümmert, werden
diese wider besseres Wissen aufrecht erhalten. Weil es so sein soll, muss es auch so sein. Wir sind ja
so human und gut und eigentlich sogar besser als Gott.
andreas schrieb …die gleichen, die … alles relativieren und damit gegen eindeutige Gesetze der Kirche
verstoßen und auch die kirchliche Lehre bewußt oder unbewußt übergehen, kennen in Punkten Missa Tridentina
alle Punkte des MP auswendig und können direkt gleich der ehemaligen Inquisition alle bürokratisch notwendigen
Schritte aufzählen. Noch nicht einmal das. Das MP spricht bei den Gruppen von „continenter exisitit“ –
das ist zu übersetzen etwa mit „beständig besteht“, d.h. daß wirklich jeden Sonntag eine gewisse Mindestzahl
(es müssen nicht immer die gleichen sein) anwesend ist. Daß die Gruppen schon vorher bestanden haben
müßten ist eine der Erfindungen der wenig wahrheitsliebenden DBK-Bürokratie. Was das Argument des Priestermangels
betrifft: Es wäre glaubhafter, wenn sich nicht die meisten Diözesen strikt weigern würden, Priester
der in voller Einheit mit dem Papst stehenden Ecclesia-Dei-Gemeinschaften als Aushilfen für die Feier
der forma extraordinaria zuzulassen. Aber die Diözesen tun es nicht, weil sie es nicht wollen, und sie
wollen es nicht, weil ihnen die Gemeinschaft mit dem Papst nicht nur wenig wert ist, sondern zunehmend
lästig wird. Nicht nur beim Motu Proprio, auch beim Zölibat, bei der „Schwangerschaftsberatung“, bei
der Zulassung zu den Sakramenten, bei der „Frauenordination“, bei der Praxis des Bußsakraments. Luther
hat seinerzeit die Zahl der Sakramente auf 2 reduziert – mehr scheinen auch die meisten heutigen deutschen
Bischöfe nicht mehr für wichtig zu halten.
Ohne Vernunft… …leider schwache Argumente! In Gemeinden wie Kirchweiler findet ja noch nicht mal ein
NOM statt…eher „Wortgottesfeiern“. Der Ausdruck erinnert mich immer an „Jugendweihen“ der DDR. Haben
denn diese Menschen, nur weil sie am A… der Welt wohnen kein Recht auf eine Messe…nur die Berliner,
Kölner…oder andere? Ist die Missa Tridentina zweitrangig gegenüber des NOM? In allen Kommentaren derer,
die gegen den Vetus Ordo wettern, kommt klar zum Vorschein, welche Abneigung man gegen diese Form hat.
Aber tut mir leid, ich habe auch eine Abneigung gegen Eure Klampfen-Veranstaltungen, die die Heiligkeit
des Geheimnisses, um das es gehen soll, ins Lächerliche zieht und einem coolen Sonntagsbrunch gleichstellt.
Hauptsache Gemeinde hat happy gefeiert und miteinander gegessen. Na toll, krieg ich auch „in echt“ und
live bei den Protestanten. Da brauch ich nicht den Pseudo-Abklatsch der Konzilskirche. Ich will’s echt,
nicht imitiert. Wenn ich Mercedes will, kaufe ich auch keinen Hyundai, auch wenn der von außen aussieht
wie die S-Klasse. Tut mir einen Gefallen, liebe Modernisten, sagt mir einfach und sachlich, was Ihr an
der Alten Messe nicht mögt und warum Ihr sie so unterdrückt und nicht genauso offen respektiert und
zulaßt wie all Eure Ökumene-Treffs, Homo-Gottesdienste, Jugend-Happenings, Taize-Parties, Zum-einen-Gott-mit-Moslems-beten-Gottesdienste,…
nennt mir einfach nur den Grund. Und bitte nicht kommen mit: Tradis sind rechtsradikal…
@ stimme der vernunft stimme der vernunft: „Es gibt dort einen einzigen Priester für vier Pfarreien.
Und da erwartet tatsächlich jemand, dass der dann für 10 Hanseln eine Spezialmesse liest, und dafür
die Mehrheit der Gläubigen in mindestens einer der Pfarreien auf ihre Messe verzichten müssen?“ Von
den Antragstellern verlangt niemand, dass auf eine Neue Messe verzichtet werden muss, um eine Alte Messe
zelebrieren zu können. Ja, ja, der Pristermangel, aber gut ausgebildete katholische Priester aus den
Ecclesia-Dei-Gemeinschaften werden abgelehnt. Da spielt es offenbar keine Rolle, dass diese Priester rom-
und bischofstreu sind und keineswegs als lefebvre-nah gelten, ja, die FSSPX sogar offen wegen des schismatischen
Akts vom 30.06.1988 kritisieren. Sie werden trotzdem nicht akzeptiert. Wollen diese Bischöfe, die sich
so ablehnend gegenüber den Ecclesia-Dei-Priestern verhalten, indirekt die FSSPX stärken? Auch wenn sie
das offiziell nicht wollen, sie tun es! Natürlich gibt es nicht immer Lösungen zu Anträgen auf Messen
im überlieferten Ritus, zumindest nicht schnell. Aber so einige Bischöfe wollen schlicht und ergreifend
die Alte Messe nicht – und dies mehr aus ideologischen als aus pastoralen Gründen. Mittlerweile kennen
wir ja die antiquierten tollen Schlagwörter, mit denen die Ablehnung des Usus extraordinarius begründet
bzw. untermauert wird.
und weiter geht’s Unterschleißheim, Erzbistum München dort gibt es einmal im Monat eine alte Messe gemäß
Motu Proprio. Horb-Grünmettstetten, Bistum Rottenburg Das Kaff hat gut 800 Einwohner. Klar, da muss es
unbedingt eine alte Messe geben. Kirchweiler, Bistum Trier Ganze 388 Einwohner. Da gibts nicht mal einen
Pfarrer. Aber ne alte Messe muss dringend her. Mainz-Hechtsheim, Bistum Mainz In Mainz gibts sonntags
sogar 2 alte Messen, und an jedem Werktag mindestens eine. Aber eine echter Hechtsheimer will natürlich
in Hechtsheim eine eigene alte Messe haben. Auch in Frankfurt und Wiesbaden gibts alte Messen. Achja,
die Piusbrüder habe ich dabei natürlich nicht mitgerechnet. Viel Lärm um nichts also. Aber wie steht
doch so schön in dem Artikel: Lügen haben kurze Beine
Beispiel vorort: Unsere Pfarreiengemeinschaft besteht aus 4 Pfarreien mit Filialen. Pfarrer: 1 Hauptamtlier,
ein Kooperater und ein Ruheständler. Zur Aushilfe kommen auch mal andere Ruheständler aus Bad Kreuznach.
Wenn da mal einmal im Monat eine tridentinische Messe angeboten würde, wäre das machbar. Aber: es geht
um das Prinzip. Wir sind nicht verkappt, wir sind nicht alt, wir sind „offen“, wir sind „Weltkirche“,
wir sind… eigentlich typisch „lehmännisch“, nur nicht römisch-katholisch. Latein im NOM? unser Kooperator
aus Nigeria hatte anfangs an Festtagen fast nur den NOM in Latein zelebriert, Probleme mit den Gläubigen?
Keine. Die Messen wurden gut besucht, ja, man fragte sogar, hält am… wieder Pater… die Messe? Auf
Latein? Wie schön! Mittlerweile hat er ein paar Dienstgespräche mehr und wurde auf Kurs gebogen. Latein
adieu. Liebe Modernisten, gebt es einfach zu. Ihr wollt keine Alte Messe, ihr wollt kein Latein, ihr wollt
nichts, was auch nur ein bißchen nach prä-VII riecht. Obwohl dieses etwas ganz anderes gewollt hat,
als daß, was ihr daraus gemacht habt. Ihr haßt alles, was damit zusammenhängt, mehr als alles andere.
Ihr habt Angst davor, eine Prä-VII-Phobie, sozusagen. Lieber arrangiert ihr Euch mit Moslems, Häretikern
und anderen Grabschauflern der Kirche Gottes. Der 68-er Virus scheint genauso unheilbar wie HIV.
Priestermangel? Zum Thema selbst will ich hier nichts mehr großartig schreiben. Da ist schon genug gesagt
worden. Je mehr Alte Messen desto besser. Wenn aber jemand anfängt mit dem angeblichen Priestermangel
zu argumentieren, dann ist dies lächerlich. Man führe sich mal die Zahlen unter www.catholic-hierarchy.org
zu Gemüte. In D von Priestermangel zu sprechen ist glatt gelogen. In meinem Bistum kommt 1 Priester auf
130 praktizierende Gläubige. Das ist ein traumhafter Wert. Und hierbei ist noch nicht berücksichtigt,
daß es noch Geistliche im Ruhestand oder von ED-Gemeinschaften gibt, die diese Aufgabe übernehmen könnten.
Die hier schreibenden Krypto-Protestanten sollten sich mal bessere Argumente zurechtlegen.
stimme + st.georg Komisch nur, dass ausgerechnet der Bischof von Rom eine solche Personalpfarrei errichtet
hat in Trastevere, und zwar mit Vorbildfunktion für die ganze Weltkirche. Warum gilt das dann eigentlich
nicht für Deutschland? www.kreuz.net/article.6371.html
Ist immer interessant… …die gleichen, die bei Homotiraden gegen Herrn Beck diesen in Schutz nehmen
oder alles relativieren und damit gegen eindeutige Gesetze der Kirche verstoßen und auch die kirchliche
Lehre bewußt oder unbewußt übergehen, kennen in Punkten Missa Tridentina alle Punkte des MP auswendig
und können direkt gleich der ehemaligen Inquisition alle bürokratisch notwendigen Schritte aufzählen.
Wo es paßt, benutzt man das Gesetz bis auf’s Jota, wo man es umgehen will, weil es einem nicht paßt,
da sind Gesetze ja auf einmal soooo flexibel. Anderes Beispiel: dieselben, die sonntags ständig neue
Meßtexte kreieren und ständig neue Hochgebete formulieren, dieselben reiten in Sache Alter Messe auf
jedem Buchstaben herum. Aber wehe es kommt eine grüne Mutti, um mal eine Sonntagskatechese einzubringen,
untermalt von Klampfenklängen und klatschenden Späthippies, da werden ganze Stadttore geöffnet und
rote Teppiche ausgerollt. Das ist eigentlich das moderne Pharisäertum. Das Tradis sich oft so quer gegen
die Amtskirche stellen, hängt an deren Behandlung, an deren Ungerechtigkeit. Offensichtlich nicht Erlaubtes
darf sein, und Treue zum Gesetz und zum Glauben wird lächerlich gemacht. Zeigt mir mal eine Gemeinde
nach dem Modell „Roland Breitenbach“, die noch eine tiefe eucharistische Ehrfurcht und Rosenkranzgebet
kennt. Ich wette, da gibt es keine!!!
@stimme der vernunft sie haben völlig recht – auch bei gutem willen darf man als priester nicht mehr
als drei sontagsmessen zelebrieren und wenn dann in einer grossen stadtgemeinde mit 700 sonntäglichen
messbesuchern eine gruppe von 10-12 gläubigen an sie herantritt um den ausserordentlichen ritus zu erbitten
und der pfarrgemeinderat sich darüber hinaus auch ablehnend äussert, bleibt nur die ablehnung, bzw.
der verweis an gottesdienststandorte des ausserordentlichen ritus in der nähe…wenn diese gruppe von
10-12 sich dann in rom beschweren möchte : nur zu!
Personalpfarreien Gemäß Art. 10 des Motu Proprio hat dieser sogar das Recht, eine Personalpfarrei des
Alten Ritus zu errichten, worauf die deutschen Bischöfe geflissentlich verzichten. Ja, warum eigentlich.
Bei den unzähligen Priestern, die es in D gibt, werden doch wohl 100 oder 200 übrig sein, die man für
solche Personalpfarreien einteilen kann.
st.georg …es geht also nie! um gruppen, die sich zusammenfinden, sondern immer ! um eine existierende
gruppe innerhalb! einer pfarrei und dann muss noch die einheit und der friede innerhalb der pfarrei gewährleistet
werden…viel spass mit den eingaben bei der kongregation… Falsch! Es können sich auch überpfarrliche
Gruppen bilden, z. B. von Gläubigen aus verschiedenen Pfarreien in einer Stadt; dann hat eine einvernehmliche
Regelung durch den Bischof zu erfolgen. Gemäß Art. 10 des Motu Proprio hat dieser sogar das Recht, eine
Personalpfarrei des Alten Ritus zu errichten, worauf die deutschen Bischöfe geflissentlich verzichten.
Ohne groß zu forschen Freiburg, Erzbistum Freiburg Sogar hier wurde kürzlich über die alte Messe in
Freiburg berichtet. Es ist also eine glatte Lüge, das da irgendwelchen Anträgen nicht nachgekommen worden
wäre. Da braucht man sich gar nicht die Mühe machen, den Rest zu bewerten, denn schon die nächste Stichprobe
ergibt: „Buttenhofen, Bistum Augsburg“ Das ist eine Gemeinde mit 5800 Einwohnern, das macht also schätzungsweise
500 bis 700 (wenn es sehr hochkommt) Messbesucher jeden Sonntag. Es gibt dort einen einzigen Priester
für vier Pfarreien. Und da erwartet tatsächlich jemand, dass der dann für 10 Hanseln eine Spezialmesse
liest, und dafür die Mehrheit der Gläubigen in mindestens einer der Pfarreien auf ihre Messe verzichten
müssen?
@artikel hier muss auch noch mal auf das mp des hl.vaters hingewiesen werden : Art. 5 § 1. In Pfarreien,
wo eine Gruppevon Gläubigen, die der früheren liturgischen Tradition anhängen, dauerhaft existiert,
hat der Pfarrer deren Bitten, die heilige Messe nach dem im Jahr 1962 herausgegebenen Römischen Messbuch
zu feiern, bereit-willig aufzunehmen. Er selbst hat darauf zu achten, dass das Wohl dieser Gläubigen
harmonisch in Einklanggebracht wird mit der ordentlichen Hirtensorge für die Pfarrei, unter der Leitung
des Bischofs nach der Norm des Canon 392, wobei Zwietracht zu vermeidenund die Einheit der ganzen Kirche
zu fördern ist. …es geht also nie! um gruppen, die sich zusammenfinden, sondern immer ! um eine existierende
gruppe innerhalb! einer pfarrei und dann muss noch die einheit und der friede innerhalb der pfarrei gewährleistet
werden…viel spass mit den eingaben bei der kongregation…
Auf welchem Planeten befindet sich die Deutsche Bischofskonferenz? Ja, ja, „keine erhebliche Zunahme“ …
Eine großartige Leistung der Initiative „Pro Sancta Ecclesia“, trotz allen Widerstands! Weiter so!