Traditionsbewußte Pfarreien können im besten Fall damit rechnen, von Diözesanbürokraten und Bistumsblättern totgeschwiegen zu werden. Doch jetzt hat ein Pfarrer seine Stimme erhoben.
(kreuz.net) Am vergangenen Mittwoch gab das Bistum Aachen in den Medien bekannt, daß es in der Diözese
drei „offizielle“ Orte gebe, an denen die Alte Messe gelesen wird.
Es handelt sich um die Heilig-Kreuz-Kirche
in Mönchengladbach, das Kloster Steinfeld in der Eifel und die Kapelle im Aachener Alexianer-Krankenhaus.
Zwei der drei Messen stammen noch aus der Zeit des Motu Proprio ‘Ecclesia Dei’ – eine wurde nach Erscheinen
des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ eingerichtet.
Nach kircheninternen Stimmen wird mindestens eine
dieser Messe von einem „unlustigen Zelebranten“ gefeiert.
Die jüngste Ankündigung der Diözese veranlaßte
Hw. Guido Rodheudt, Pfarrer der Gemeinde St. Gertrud-Herzogenrath, mit einer eigenen Meldung an die Medien
zu treten.
Darin erklärte er, daß die Information über die Alten Messen im Bistum Aachen einer wichtigen
Richtigstellung und Ergänzung bedürfe. Es sei nämlich „falsch“, daß es im Bistum lediglich drei Meßorte
des Alten Ritus gebe:
„In Herzogenrath gibt es ebenfalls wöchentlich zwei solcher Heiliger Messen, die
sich eines guten Zuspruchs erfreuen.“
Der Pfarrer bezeichnet die unvollständigen Informationen als „besonders
ärgerlich“, weil „auch die Kirchenpresse bereits mehrfach die Berichterstattung über unsere Gottesdienste
verweigerte – zuletzt sogar bei der Messe mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.“
Obwohl sowohl das Generavikariat als auch der Bischof in persönlichen ausführlichen
Gesprächen von ihm informiert worden seien, würden die Gottesdienste „bewußt totgeschwiegen“.
Hw.
Rodheudt nennt auch den Grund: „In Herzogenrath stößt das Angebot auf unerwarteten Zuspruch.“
Bisher
liegen nach Angaben des Pfarrers bereits achtzig Unterschriften von Gläubigen aller Alters- und Bevölkerungsschichten
vor, die an einer regelmäßigen Teilnahme an der Alten Messe interessiert sind.
Die Pfarrgemeinde St.
Gertrud-Herzogenrath legt darum Wert auf eine Richtigstellung der diözesanen Pressemeldung:
„In Herzogenrath
wird ein viertes Angebot einer Meßfeier im klassischen römischen Ritus gesetzt: montags um 18.30 Uhr
und samstags um 9.00 Uhr in der Filialkirche St. Marien-Kleikstraße.“
Die Messen werden am prächtigen
Hochaltar der Kirche zelebriert und von gregorianischen Gesängen begleitet.
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#60 carolusmagnus 18:39:29 | Sonntag, 17. Februar 2008
Zeit zurückgedreht… Tatsache ist doch, daß die deutsche Bischofskonferenz mit Ihrem Beschluß von
Ende September 2007 versucht hat die Zeit zurückzudrehen in die Zeit der „Indultmessen“, wo der jeweilige
Bischof diese Messen genehmigen musste. Das ist aber nicht das, was „Summorum Pontificum“ eigentlich beeinhaltet,
dort geht es in Art.7 darum, daß die Gläubigen sich an den Bischof wenden sollen, wenn der Pfarrer nicht
den Wunsch nach dieser Liturgie erfüllen kann (nicht: will !). Der Bischof soll dann helfen, von Genehmigung
seitens der Bischöfe ist dort keine Rede, da hat man wohl den Inhalt gerne „falsch verstanden“…
@Rübezahl: Besten Dank für dieses schöne und die Sache definitiv entscheidende Zitat des Konzils von
Trient. Es wirft ein erhellendes Licht auf die unter NOM-Enthusiasten, Reformisten, Modernisten usw. verbreitete
Abneigung gegen den Canon Romanus. RRR liefert darüber hinaus ein schönes Beispiel dafür, daß diese
Abneigung im Kern eine Ablehnung der ebenfalls vom Trienter Konzil eingeschärften katholischen Lehre
ist, daß die hl. Messe ein wahres Opfer ist, nämlich das im AT vorhergesagte „reine Opfer“, das überall
gefeierte werden soll, zwar unblutig, aber identisch mit dem blutigen Selbstopfer Christi. Das Mißtrauen
der FSSPX-Leute ist nicht so unberechtigt, wie uns die Leute weismachen wollen, die geistiges Strammstehen
mit Gehorsam verwechseln. MfG Christoph Heger
@Typ: Verfolgung und Bischofshetze Da ich Pfr. Dr. Rodheudt persönlich kenne kann ich Ihnen sagen, dass
er trotz vermeintlicher „Verfolgung“ mit seelsorglichen Aufgaben mehr als ausgelastet ist und für die
von Ihnen unterstellte „Bischofshetze“ keine Zeit hat!
@ Diakon Nein, es ist kein Zufall. In der Liste der Diözese sind nur die Orte aufgeführt, an denen IM
AUFTRAG DES BISCHOFS die Alte Messe gefeiert wird. Von den Priestern, die das VON SICH AUS anbieten, war
nicht die Rede. Womöglich hat das Ordinariat hier auch gar keine vollständigen Angaben – wie ich auch
vermute, dass das Ordinariat nicht ständig Auskunft geben kann über sämtliche Gottesdienstzeiten in
der ganzen Diözese. Also wurden eben nur die Orte dazugegeben, wo es eine ausdrückliche Initiative des
Bischofs gegeben hat – und so wurde es dann auch ausgedrückt. Hier übt kreuz.net und der ach so verfolgte
Pfarrer Rodheudt mal wieder in der Kunst der Tatsachenverdrehung, nur um gegen den eigenen Bischof hetzen
zu können.
maliems: wie wahr, wie wahr! Ich denke, dass Pfr. Dr. Rodheudt mit Recht die Ergänzung der Publikation
seitens des Bistums anmahnt. Es ist sicher kein Zufall, dass ausgerechnet DIESE Gemeinde nicht erwähnt
wird!!!
„Obstruktion in den Ordinariaten“: Stellungnahme der Pro Missa Tridentina“ …entsprechen die Aussagen
der Bischofskonferenz …nicht der Realität. Es ist nachprüfbarer Fakt, daß 1997 an ca. 23 Orten in
Deutschland öffentlich diese Liturgie gefeiert wurde. Anfang Juli 2007, d.h. vor der Veröffentlichung
des Motu Proprio „Summorum Pontificum“, waren es 35 Meßorte. Ende Dezember 2007…waren es bereits 78
Meßorte – die Anzahl hatte sich mehr als verdoppelt. Seit dem 1. Januar 2007 sind weitere 10 Meßorte
hinzugekommen und über 50 Initiativen an verschiedenen Orten haben einen Antrag gestellt, dem bis jetzt
nicht stattgegeben wurde. Dazu gehört Gießen, wo seit September 2002 eine große Gruppe von Gläubigen
auf die Genehmigung wartet (statt der wöchentlichen Sonntagsmesse wird gerade über einen Freitagabend
im Monat diskutiert). Dazu gehört Konstanz, wo ebenfalls seit mehreren Jahren Anträge an das Ordinariat
in Freiburg gestellt werden, zuletzt abgelehnt, weil angeblich keine Zelebranten verfügbar seien. Inzwischen
gibt es die Zusage von 13 Priestern, die ihre Bereitschaft erklärten, in Konstanz zu zelebrieren, was
zu neuen Überlegungen im Freiburger Ordinariat führte. In Anbetracht diese Entwicklung bleibt unklar,
worauf sich die gebetsmühlenhafte Wiederholung der Behauptung stützt, es gebe seit dem Motu Proprio
Summorum Pontificum „keine erhebliche Zunahme von Anträgen und Genehmigungen“. Im Gegenteil: Es gibt
eine wesentliche Zunahme – und sie wäre noch deutlicher, wenn in den Ordinariaten nicht so viel Obstruktion
vorhanden wäre.
@ Rübezahl Die Anträge sind ja zT schon älter, wa sicherlich zugenommen hat sind die tatsächlich eingerichteten
Zentren. Klar ist auch, dass die Bischöfe meist keine besonderen Freunde des alten Messritus ist und
auch, dass sie gegenüber dem diesbezüglichen Anliegenbisweilen eine sonst fehlende Härte an den Tag
legen. Alles unbestritten. Aber die daraus gezogenen Schlussfolgerungen erscheinen mir vor allem hier
oftmals zu absurd, als dass man das unkommentiert lassen könnte. Und auch die maßlose Überschätzung
der tatsächlichen Größe dieser Bewegung dient dem Anliegen nicht im mindesten. Sie selbst stellen ja
auch schon wieder auf diese 50 Anträge ab. Das setzt sich dann durch die Foren und Blogs fort, und schon
nach kurzer Zeit interessiert sich niemand mehr dafür, dass diese Anträge oft aus Städten stammen,
in denen es bereits Angebote gibt. So entstehen dann Legenden.
Situation vor Ort berücksichtigen! Vielleicht befinden sich ja auch deshalb manche Orte auf dieser Liste,
weil gewissen Orten zwar durchaus ein Angebot der „Alten Messe“ besteht, aber dennoch ein Antrag eingereicht
wurde, sei es um in einer grösseren Stadt ein weiteres Angebot in einer anderen Kirche einzurichten oder
es handelt sich vielleicht hier oder da um „Erweiterungsanträge“ , so wird zwar in der Tat in Bonn seit
mehreren Jahren eine „Alte Messe“ und sogar am Sonntag aber leider nur an jedem zweiten Sonntag und das
auch noch meines Wissens zu einer sehr gewöhnungsbedürftigen Zeit, nämlich am Nachmittag.
@ benedikt Hmja, trotzdem bleibe ich dabei: Dieses Originalzitat aus dem aktuellen Pressebericht des Vorsitzenden
der Deutschen Bischofskonferenz mutet de facto grotesk an: „Im Blick auf die zahlenmäßige Entwicklung
von Anträgen und Genehmigungen für die Messfeier in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus
zeigt sich, dass keine erhebliche Zunahme zu verzeichnen ist.“ 1. Gleichzeitig gibt es aber scheinbar
50 Anträge, welchen nicht nachgekommen wird. Kein Wunder also, dass Msgr. Lehmann von keiner erheblichen
Zunahme sprechen kann – lachhaft! 2. Es ist doch vollkommen klar, lieber Benedikt, dass die Zahlen für
den VOM, ABSOLUT gesehen, gering sind im Vergleich zum NOM. Das bestreitet keiner explizit und am wenigsten
der Rübezahl. – Jedoch: 3. Der Herr Kardinal spricht hier von – wohlgemerkt – Anträgen (!!), und von
diesen zu behaupten, dass sie nicht erheblich zugenommen hätten, ist wiederum: lachhaft! 3.1 Bei einer
Anzahl von nur ca. 120 deutschen Meßorte für den überlieferten Ritus bedeuten beispielsweise 50 Anträge,
dass es eine erhöhte Nachfrage von ca. 40% (!!) gibt. Es geht hier rein um die RELATIVEN Zahlen! 3.2
Diesen Anträgen zu unterstellen, dass dort immer nur dieselben Unterzeichner tätig werden würden, mag
vielleicht Ihre Vermutung sein – mehr aber auch nicht. 3.3 Würde in der Marktwirtschaft ein, z.B. DAX-Unternehmen
einen Vorsteuergewinn von 40% bekannt geben und ein Analyst spräche diesbezüglich von „keiner erheblichen
Zunahme“ wäre dies, wiederum: lachhaft!
@ Rübezahl Zu 1: Der Punkt ist, dass bei Betrachtung der Gesamtlage die Einschätzung der Bischöfe völlig
korrekt ist. Die Zahlen sind minimal, das muss man einfach mal einsehen. Das erspart einem das große
Lamento über die angeblich lügenden Bischöfe. Es ist doch ein Witz, wenn man sich erst die Zahlen großredet
und sich anschließend darüber beschwert, das niemand die Anliegen dieser „großen Zahl“ beachte. Zu
1.1. Natürlich soll den Anträgen nachgekommen werden. Dennoch muss man sich fragen, welchen Sinn es
hat, wenn in Städten, in denen es bereits ein Angebot gibt einfach in weiteren Pfarrereien die nächsten
Anträge gestellt werden, offensichtlich von denselben Leuten. Eine solche Vorgehensweise für uU noch
dazu, dass die Antragsteller irgendwann tatsächlich aus einer Pfarrei kommen müssen. 2.2 Letztlich stellen
die Aktionen von Pro Sancta Ecclesia etc. doch nur eine Reactio auf eine (scheinbar nicht korrekte) Actio
dar. Ich bezweifle, dass die Liste eine Reactio auf eine inkorrekte actio war. Es stehen lauter Städte
darauf, in denen es erst unlängst neue Angebote gegeben hat @ HBR Daher würde mich interessieren, ob
es sich bei dem Priester um ein Mitglied der Pius – Sekte handelt Er ist Pfarrer – wie sollte ein Piusler
zu diesem Titel kommen? Er ist ein rechtmäßig in die Diözese Aachen inkardinierter Priester.
Rodheudt Darin erklärte er, daß die Information über die Alten Messen im Bistum Aachen einer wichtigen
Richtigstellung und Ergänzung bedürfe. Es sei nämlich „falsch“, daß es im Bistum lediglich drei Meßorte
des Alten Ritus gebe: Von drei Meßorten im Alten Ritus war in der Erklärung des Bistums Aachen auch
nicht die Rede. Pfr. Rodheudt hat wohl eine verzeihliche Leseschwäche. Es heißt in der Erklärung des
Bistums: „Im Bistum Aachen gibt es damit neben dem Kloster Steinfeld in der Eifel und dem Alexianer-Krankenhaus
in Aachen mit Mönchengladbach für den Nordbereich drei Stellen, an denen im Auftrag des Bischofs nach
dem Messbuch von 1962 zelebriert wird.“ Ich weiß nicht, warum sich der Pfarrer beschwert, dieser arme
verfolgte Netzwerk-Priester.
@ benedikt Lieber Benedikt! Sehen Sie die „ganzen Spielchen hier“ doch mal aus folgenden Blickwinkeln:
1. Die deutsche Amtskirche versucht scheinbar chronisch zu behaupten, dass das Interesse für den VOM
eigentlich kaum wahrnehmbar sei, bzw. auf jeden Fall nicht ansteige. 1.1 Gleichzeitig werden aber scheinbar
jede Menge Anträge und Anfragen entweder abgelehnt oder ignoriert. 1.2 Ist es da verwunderlich, dass
daher hier Menschen, genauso wie die DBK scheinbar in die eine Richtung „bescheißt“, ein wenig eben die
andere Richtung zu „verdicken“ versuchen? 2. Solche Listen, wie die im anderen Artikel genannten, würden
doch erst gar nicht entstehen, wenn sich die deutsche Amtskirche (weite Teile) nicht in typisch deutsch-kirchlicher
Art um römische Anordnungen herumwinden würde und diesbezüglich sophistisch alles „irgendwie hinzudrehen“
versuchen würde. 2.1 Um mit Ihren Worten zu sprechen: Insofern ist es mehr als angemessen, die Vorgehensweise
weiter Teile der deutschen Amtskirche auf ihre Intensionen hin zu hinterfragen. 2.2 Letztlich stellen
die Aktionen von Pro Sancta Ecclesia etc. doch nur eine Reactio auf eine (scheinbar nicht korrekte) Actio
dar. Liebe Grüße der Rübezahl
Was ist das für ein Pfarrer? Ein Lefebvrist? Die jüngste Ankündigung der Diözese veranlaßte Hw. Guido
Rodheudt, Pfarrer der Gemeinde St. Gertrud-Herzogenrath, mit einer eigenen Meldung an die Medien zu treten.
Darin erklärte er, daß die Information über die Alten Messen im Bistum Aachen einer wichtigen Richtigstellung
und Ergänzung bedürfe. Es sei nämlich „falsch“, daß es im Bistum lediglich drei Meßorte des Alten
Ritus gebe: Ein katholisches Bistum wird natürlich nur solche Messen erwähnen, die von Leuten gefeiert
werden, die in der Einheit mit der Kirche stehen. Messen von Sekten gehören hier nicht dazu. Daher würde
mich interessieren, ob es sich bei dem Priester um ein Mitglied der Pius – Sekte handelt
@ Rübezahl wieso sind Sie denn so notorisch daran, die Interessenten für den VOM möglichst gegen die
Zahl Null hinzudrängen, bzw. sämtliche Zahlen, egal wo diese auftauchen, relativieren zu wollen? Es
geht mir dabei nicht um eine Opposition zur alten Messe, die ich selber regelmäßig besuche, sondern
um das Zurechtrücken der Verhältnisse. Lesen Sie mal unter einigen Artikeln der letzten Tage, dann werden
Sie Userbeiträge finden, die den Eindruck erwecken, zwischen „NOM“ und „VOM“ bestünde eine Art Kopf
an Kopf-Rennen. Das ist vollkommen realitätsfern. Wenn ich zB eine alte Messe besuche, komme ich auf
dem vergleichsweise kurzen Weg an 6 Pfarrkirchen vorbei, deren Messen auch unter der Woche wenigstens
denselben Besucherstatus haben. Schließen Sie daraus auch dahingehend rück, dass für den NOM in diesen
Pfarreien kein Bedarf besteht? Ich bestreite gar nicht, dass es keinen Bedarf gibt. Nur ist dieser eben
nicht dergestalt, wie es einem weiß gemacht werden soll. Sie sehen doch selber, dass diese Anträge hier
als Instrument gegen die Bischöfe der deutschen Diözesen in Stellung gebracht werden sollen. Insofern
ist es mehr als angemessen, diese Anträge zu hinterfragen. Ich erinnere auch daran, dass bei Messen im
alten Ritus ein wesentlich größeres Einzugsgebiet besteht, während in den anderen Gemeinden oft nur
die jweiligen Gemeindemitglieder sitzen. Kämen alle Wochentagsmessbesucher einer Großstadt zusammen,
so würde das die Zahlen bei der alten Messe weit übertreffen.
@ Benedikt Verzeihen Sie mir mein Schmunzeln, aber – wieso sind Sie denn so notorisch daran, die Interessenten
für den VOM möglichst gegen die Zahl Null hinzudrängen, bzw. sämtliche Zahlen, egal wo diese auftauchen,
relativieren zu wollen? „In Herzogenrath wird ein viertes Angebot einer Meßfeier im klassischen römischen
Ritus gesetzt: montags um 18.30 Uhr und samstags um 9.00 Uhr in der Filialkirche St. Marien-Kleikstraße.“
Nehmen Sie hierfür doch mal eine vergleichbare Pfarrei (bezüglich Größe und Lage) und analysieren
Sie dort den „Gottesdienstbesuch“ im NOM zu selbigen Uhrzeiten und an selbigen Wochentagen! Sie werden
wohl 10 bis 30 (meist hochbetagte Frauen) Besucher vorfinden. Schließen Sie daraus auch dahingehend rück,
dass für den NOM in diesen Pfarreien kein Bedarf besteht? Ich bin mir sicher, dass Pfarrer Rodheudt mit
seinen Zahlen des Messbesuches ZU DIESEN ZEITEN keinen Vergleich mit dem NOM an anderen Orten zu scheuen
braucht – ganz in Gegenteil! Liebe Grüße der Rübezahl
Herzogenrath Hw. Rodheudt nennt auch den Grund: „In Herzogenrath stößt das Angebot auf unerwarteten
Zuspruch.“ Bisher liegen nach Angaben des Pfarrers bereits achtzig Unterschriften von Gläubigen aller
Alters- und Bevölkerungsschichten vor, die an einer regelmäßigen Teilnahme an der Alten Messe interessiert
sind. Die Zahl irgendwelcher Antragsteller ist für den Zuspruch irrelevant. Wieso nennt der Pfarrer nicht
die Zahl der Besucher? Mit diesen Antragstellerzahlen wird immer der Bedarf begründet, doch ist es wohl
gerechtfertigt, das mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Da ist zB die ominöse Liste, die von Pro Sancta
Ecclesia herausgegeben wurde und die hier erwähnt www.kreuz.net/article.6692.html wird. Darauf finden
sich massenhaft Orte, in denen es alte Messen gibt. Und dann geht noch dauernd die Rede von „300 Antragstellern“
im Raum Gießen, die ebenfalls ein solches Begehren hätten. Würden zu einer Messe in Gießen tatsächlich
regelmäßig um die 300 Gläubige erscheinen, so würde das die Zahlen fast aller anderen Messorte gleich
um ein Mehrfaches übersteigen. Warum gibt es ausgerechnet in Gießen so viele Antragsteller? Oder haben
da vielleicht noch ganz andere unterschrieben? Die Initiatoren wissen jedenfalls selber, dass sie keine
300 Besucher erwarten können. Sie verweisen nun www.kreuz.net/article.6254.html auch nur noch auf 34
Unterzeichner und der von ihnen favorisierte Ort, die Krypta der Albertuskirche, hätte für 300 auch
gar nicht ausgereicht. Diese Antragstellerzahlen sind daher wenig transparent und somit fragwürdig.
@ RRR Lieber RRR! Schön, dass Sie heute Abend noch rein schauen! Wenn Sie mal genau lesen, hat keiner
der „Vorredner“ folgendes getan, was Sie unterstellen: RRR: „Unfassbar, wie mir hier von boshaften Menschen
das Wort im Mund umgedreht wird.“ Es wurde Ihrer Auffassung von „MISSVERSTÄNDLICH und KOMPLIZIERT“ lediglich
eine andere (und zwar die des höchsten Lehramtes) gegenübergestellt. Geruhsame Nacht der Rübezahl
@ Vorredner Nur kurz (weil es mir jetzt eigentlich zu spät ist): Ich habe NIRGENDS behauptet, der Canon
Romanus sei nicht rechtgläubig, nicht fromm oder sonst etwas. Ich habe nur gesagt, er sei MISSVERSTÄNDLICH
und KOMPLIZIERT. Wäre er nicht missverständlich, wäre er nicht von so vielen Menschen missverstanden
worden. Wäre er nicht kompliziert, würde sich seine Struktur beim Hören schneller erschließen als
das faktisch der Fall ist. Während man etwa bei der Chrysostomos-Anaphora schon beim Hören den Übergang
vom anamnetischen zum epikletischen Teil sofort erkennt, erschließt sich die konzentrische Struktur des
Canon Romanus niemandem, der es nicht gesagt bekommt. Gerade für den aktiven und bewussten Mitvollzug
durch „einfache“ Gläubige sind die östlichen Hochgebete viel schlüssiger. Den Canon Romanus versteht
niemand ohne theologisches Lehrbuch. Manche glauben beim Hören sogar, da würde beim Beten Jesus hingerichtet –
was völliger Quatsch ist und der Einmaligkeit des Opfers Jesu Christi widerspräche. Unfassbar, wie mir
hier von boshaften Menschen das Wort im Mund umgedreht wird.
@ Dr. Heger Das Zitat von RRR, welches Sie hervorgehoben haben, muss man sich wahrlich auf der Zunge zergehen
lassen … Viel mehr kann man dazu echt nicht mehr sagen … Der römische Kanon ist geronnene Dogmatik
in allerhöchster Kompaktheit, ein grandioses Werk der Jahrhunderte, er glänzt durch seine präzise Formulierung!
Über den römischen Kanon sagt das Konzil von Trient: „Das Heilige muss heilig verwaltet werden. Da es
nun nichts Heiligeres gibt als dieses Opfer, so hat die katholische Kirche, um würdig und ehrfurchtsvoll
zu opfern und zu empfangen, seit vielen Jahrhunderten den heiligen Kanon eingeführt. Er ist frei von
jedem Irrtum und enthält nichts, was nicht ganz und gar Heiligkeit und Frömmigkeit atmet und die Herzen
der Opfernden zu Gott emporrichtet.“ (22. Sitzung [1562], 4. Kapitel) Liebe Grüße der Rübezahl
Der Römische Kanon weniger passend? Der Canon Romanus ist außerdem von allen Hochgebeten das mit Abstand
komplizierteste und missverständlichste. Es wäre der römischen Kirche manches theologische Problem
und mancher neuscholastische Exzess erspart geblieben, wenn sie von Anfang an ihr Hochgebet an östlichen
Vorbildern orientiert hätte. Dieses mäklige Urteil von RRR über den Canon Romanus überrascht mich.
Ich erinnere mich an den Hinweis eines gelehrten Theologen, daß das Tridentinische Konzil (das im Unterschied
zum „Größten Konzil Aller Zeiten“ tatsächlich Kirche und Frömmigkeit einen ungeheuren Aufschwung vermittelt
hat) als Dogma verkündet habe, daß der Römische Kanon irrtumsfrei sei. Was meinen dazu die Theologen
hier? MfG Christoph Heger
#39 Tridentinus 17:17:20 | Freitag, 15. Februar 2008
@RRR! Kann jetzt leider nicht mehr antworten. Jedenfalls wäre es wichtig und aufschlussreich seine Bedenken
gegen den Canon Missae (oder:Romanus) genauer zu erfahren. Vielleicht kann er morgen darauf genauer eingehen.
@ Andreas @ Tridentinus @ Andreas Ich halte keine Reform der Reform für nötig. Ich halte es nur für
nötig, die Schätze des Messbuchs von 1970 in anderer Form zu würdigen als das in der derzeitigen Praxis
geschieht. @ Tridentinus Joseph Ratzinger hat im „Geist der Liturgie“ das formaljuristische Denken durchaus
kritisiert. Aber wer den Jurisdiktionsprimat anerkennt, muss auch anerkennen, dass Liturgie eben nicht
mehr wie in früheren Jahrhunderten „von unten“ reformiert werden kann, sondern nur noch „von oben“, per
Dekret. Dieses Ei hat sich die Kirche der letzten Jahrhunderte selbst ins Nest gelegt. Selbstverständlich
bedeutet das, dass der Papst immer in seinem Handeln (auch der liturgischen Gesetzgebung) der Tradition
verpflichtet ist – es bedeutet aber auch, dass es keine Instanz außer ihm selbst gibt, die darüber richten
darf, ob er diesem Anspruch genügt oder nicht. Und Papst Benedikt handelt ja in SP sehr wohl als universaler
Gesetzgeber – auf einmal mögen die Tradis das dann… Übrigens ist die Einheit des Canon Missae kein
Spezifikum des röm. Ritus, wie die früheste Geschichte zeigt. Der Canon Romanus ist außerdem von allen
Hochgebeten das mit Abstand komplizierteste und missverständlichste. Es wäre der römischen Kirche manches
theologische Problem und mancher neuscholastische Exzess erspart geblieben, wenn sie von Anfang an ihr
Hochgebet an östlichen Vorbildern orientiert hätte. Ich danke dem Papst für die neu eingeführten Hochgebete,
besonders Nummer 4. Muss für heute Schluss machen!
#36 Tridentinus 16:54:15 | Freitag, 15. Februar 2008
@RRR! Noch etwas habe ich vergessen: Ihre Formulierung „liturgischer Gesetzgeber“ bringt es auf den Punkt,
was Sie vorhin weiter ausgeführt haben, sie denken rein formalkanonistisch und rechtspositivistisch.
Weil das auch bei vielen vorkonziliaren Rubrizisten schon so gewesen sein mag, konnte die liturgische
Erneuerung überhaupt von einer Hermeneutik des Bruches vereinnahmt werden, das wieder zurechtzurücken
ist eben rein kosmetisch, ästhetisch oder zeremoniell nicht machbar. Die Kontinuität muss im Ritus deutlich
werden. Und in diesem Stadium ist auch die Reform der Reform unter Federführung des Heiligen Vaters und
des neuen Marini noch nicht angelangt. Kann man auch kaum verlangen. Benedikt XVI. hat aber sicher die
entsprechende Einsicht, das steht für mich ausser Zweifel.
Da gebe ich Ihnen vollends recht! Zur Überlegung: Am VOM vermisse ich einen deutlicheren Wortgottesdienst.
Lesung und Evangelium auf Latein und dann nochmal auf Deutsch ist einfach unsinnig. Dann doch gleich auf
Deutsch. Wenn ich mir vorstelle, die Passion, gesungen auf Latein…nee…muß nicht sein. Aber: der zweite
Teil, die Opfermesse im NOM, die müßte besser herausstechen. Also: Refom der Reform?
@ Andreas 1. Vielleicht bin ja Priester und tue es sogar? Oder vielleicht bin ich kein Priester und habe
daher auch keine Möglichkeit, es einfach zu tun? Nur so viel: Messen in lateinischer Sprache habe ich
bisher nur in solchen Kreisen gefeiert, die auch des Lateinischen ausreichend mächtig waren. Messen mit
gemeinsamer Gebetsrichtung öfter mal. 2. Angenommen, ich wäre Priester, dann hätte auch eine pastorale
Verantwortung gegenüber „meiner“ Gemeinde und müsste nach SC 14 alles tun, der Gemeinde aktive und bewusste
Teilnahme an der Liturgie zu ermöglichen. Dazu ist nun einmal die Volkssprache zumindest für die wechselnden
Teil der Messe nahezu unverzichtbar. Wie soll die Gemeinde Amen zu einem Gebet sagen, das sie nicht versteht?
Außerdem haben gerade die Traditionalisten die katholische Kirche mit dermaßen viel Dreck beworfen,
dass die Gläubigen eine plötzliche Umstellung (etwa das Verwenden des Altares von der anderen Seite)
als ein Signal wider das II. Vatikanische Konzil und damit wider die Kirche verstehen müssten – das könnte
ich ihnen nicht verdenken! Es würde also einer langen und behutsamen mystagogischen Hinführung bedürfen,
um den Gläubigen zu vermitteln, dass es ihr Glaube ist (und kein anderer), der sich vielleicht in anderen
liturgischen Formen als den derzeit eingespielten sinnvoller ausdrücken lässt. Erst dann könnte so
eine liturgische Umstellung geschehen. Man darf den Gläubigen die Liturgie nicht als kalten Lappen vors
Gesicht schlagen. Das gebietet die Klugheit.
#33 Tridentinus 16:40:33 | Freitag, 15. Februar 2008
@RRR! Prinzipiell wieder nicht falsch. Sie sprechen aber vorwiegend von einer zeremoniellen Ebene, nicht
von einer rituellen. Ausserdem ist die Einigkeit des Canon Missae doch durchaus ein charakteristisches
Spezifikum Römischer Liturgie, was im Ritus des NOM deutlich verletzt ist.
Falls Sie, werter RRR, Priester sind… …warum machen Sie es dann nicht? Ist nicht verboten. Es gibt
kein Gesetz, daß vorschreibt, der NOM muß in Volkssprache und zum Volk hin zelebriert werden. Er darf,
muß aber nicht!
@ Tridentinus De jure (und dem Anspruch nach) haben Sie recht. Was soll ich da noch antworten, wenn Sie
mir doch recht geben? (Ich halte es für völligen Quatsch, die Kontinuität an der Zahl der gleichgebliebenen
Lesungen oder Kerzen auf dem Altar oder Festtage oder dergleichen festzumachen und dann zu entscheiden,
bis wieviel Prozent es denn noch Kontinuität hat und ab wieviel Prozent dann nicht mehr. Die Kirche kann
einen Festtag einführen und einen abschaffen, sie kann auch zwei einführen oder zwei abschaffen, und
genauso kann sie dann auch den ganzen Kalender reformieren. Die Kirche kann eine zusätzliche Lesung einführen
oder hier und da mal eine ändern , sie kann aber genauso gut die gesamte Leseordnung ändern. Die Kirche
kann ein zweites Hochgebet zur Auswahl stellen, also kann sie auch zehn Hochgebete zur Auswahl stellen.
Ich halte die Masse der Reformen und die Geschwindigkeit der Reformen unter Paul VI. für ungeschickt,
aber prinzipiell ändert das nichts an der Gesamtbeurteilung, in der ich mit dem Heiligen Vater übereinstimme.
Würden dieselben Reformen über 500 Jahre gestreckt, würde sich niemand über einen vermeintlichen Bruch
beschweren. Also gibt es diesen Bruch auch nicht. Wenn die Tradis wüssten, wie weit ihre geliebte Messe
von der Leseordnung, Ästhethik, Kleidung, Kirchenbau und Festkalender der Kirchenväter abweicht, würden
sie sich solche dämlichen und flegelhaften Behauptungen gegen den liturgischen Gesetzgeber niemals erlauben.
@ Andreas Mal ‘ne Frage, RRR…wenn Benedikt XVI jetzt vorschreiben würde, den NOM auf Latein und mit
Rücken zum Volk zu zelebrieren, würden Sie das akzeptieren? Den NOM wohlgemerkt… Ja sicher. Für meine
eigene Spiritualität würde mich das Latein sogar sehr freuen, ebenso wie eine gemeinsame Gebetsrichtung
Osten oder Apsis! (Die bei Tradis übliche Gebetsrichtung „gegen den 50 cm entfernten Hochaltar“ fände
ich allerdings befremdlich…) Aber halt, die Frage war ja nur, ob ich das akzeptieren würde. Ja, würde
ich.
#28 Tridentinus 16:19:42 | Freitag, 15. Februar 2008
@RRR! De jure (und dem Anspruch nach) haben Sie recht. Dass das auch de facto so wird, das versucht Benedikt
XVI. ja gerade hinzubiegen, weil alles andere schon historisch peinlich ist (und 40 Jahre tatsächlich
lang war). Dem dient jetzt die kanonistische fictio von den zwei Usus eines Ritus. Hoffentlich nützt’s
was.
Mal ‘ne Frage, RRR… …wenn Benedikt XVI jetzt vorschreiben würde, den NOM auf Latein und mit Rücken
zum Volk zu zelebrieren, würden Sie das akzeptieren? Den NOM wohlgemerkt…
@ einige @ Giuseppe Selbstverständlich ist auch die Liturgie von 1969 reformierbar. Genauso wie die Liturgie
es immer war. @ Tilly Stellen Sie sich nicht dümmer als Sie sind. Das Römische Messbuch wurde 1969 neu
herausgegeben und war dann in dieser Form verbindlich. Wenn Sie das „verboten“ nennen wollen, dann, mein
Gott, nennen Sie es so. Es war aber – ich hab’s doch nun lang und breit erklärt – bei jeder Neuherausgabe
des Messbuchs oder anderer Liturgie so. Keine Sau hat je behauptet, Pius X. habe das Brevier „verboten“,
nur weil er es neu herausgegeben hat und es dann in der „neuen“ Form verbindlich war. Ist das Ihrer Meinung
auch ein Verbot? Was hätten Sie 1920 zu einem Priester gesagt, der gesagt hätte: „Der Papst hat das
überlieferte Brevier verboten“? Nach der Einführung des Fronleichnamsfestes war es auch „verboten“,
den alten Kalender ohne dieses Fest weiterzubenutzen. Es wurden sogar Visitatoren herumgeschickt, die
geprüft haben, ob das Fest auch wirklich gefeiert wird. Würden Sie das als „Verbot“ des bisherigen Kalenders
bezeichnen? Wenn Sie das als „Verbot“ bezeichnen, dann müssen Sie damit leben, dass die ganze Liturgiegeschichte
eine Abfolge von „Verboten“ ist. Diese Wertung trifft dann aber nicht nur das II. Vatikanische Konzil
und Paul VI. @ Tridentinus Die römische Messe ist in der von 1969 geordneten Form der ritus ordinarius.
Für ihn gilt IGMR, und IGMR stellt klar, dass es sich bei dem ritus ordinarius exakt um die römische
Messe handelt. Lesen Sie! Das hilft!
An meiner Orgelbank… …habe ich einen SChott zum Missale von 1962 liegen. Damit vergleiche ich immer
den aktuellen NOM mit den entsprechenden Rubriken des eigentlichen VOM vom Tage. Die Unterschiede sind,
abgesehen vom Kalender, so frappierend, daß man weder von Kontinuität, noch von sonst was reden kann.
Einzige Gemeinsamkeit: Beide werden in einer Kirche gefeiert.
#24 Tridentinus 16:05:44 | Freitag, 15. Februar 2008
RRR: IGMR ist allerdings für den Usus extraordinarius irrelevant. Da zählt zB der Ritus Servandus. Oder
hat IGMR 1-15 jetzt Quo Primum tempore ersetzt?
Überlieferte Messe sehr wohl verboten! @RRR Sie wissen ganz genau das es nicht stimmt das die überlieferte
Messe und der NOM ein und dieselbe Messe darstellen! Das ist ja gerade der große semantische Betrug das
man seit über 40 Jahren meint diese sei nur von Latein ins deutsche übersetzt worden. Wenn es denn so
wäre! Vergleichen sie mal im Schott die deutsche Übersetzung mit dem deutschen NOM. Wenn ihnen dann
die extremen Unterschiede nicht auffallen weiß ich nicht. Wenn die überlieferte Messe nie verboten war,
warum durfte sie dann nicht Öffentlich gefeiert werden? Warum wurden Priester die dieS wollten verfolgt
und zurechtgewissen? Warum bedurfte es dann des Motu Propio? Oder vormals Lefebvre? Sie sind wirklichkeitsfern!
Im Übrigen steht auf die Abänderung der überlieferten Messe der Bannspruch durch etliche Vorgänger-Päpste.
Weder Paul VI. noch ein anderer kann oder konnte die überlieferte Messe außer Kraft setzen! Zum anderen
bekämpfen die NOM Anhänger die überlieferte Messe bis auf das letzte. Wie ein anderer Forumsanhänger
bereits sagte; lasst sie in Frieden nebeneinander gewähren alles andere wird sich dann von selbst regeln.
Dazu sind aber Liberale und Modernisten wohl nicht bereit.
Reform Tilly: „Übrigens hat das Vatikanum II nicht die Abschaffung der überlieferten Messe gefordert!“
RRR: „Genau, sondern seine Reform, die dann durch Paul VI. geleistet wurde. Lesen Sie dazu besonders die
neue IGMR, Absatz 1-15.“ Sie, RRR, sollten dazu bitte auch das zur Kenntnis nehmen, was der jetzige Papst
selbst zu diesem Thema gesagt/geschrieben hat. Die „alte“ Messe (wie Sie sie nennen) in der Form von 1969
ist durchaus reformierbar (im Sine einer „Reform der Reform“, wie sie der heutige Papst einmal umschrieb).
Aber man erweist der Messe von 1969/70 einen Bärendienst, wenn man sie, wie in vielen Gemeinden üblich,
in Vatikan(-II)-widriger Weise deformiert. Bernd Stromberg: Volle Zustimmung :)3
Auf jeden Fall: Danke, RRR! …daß endlich mal jemand von der anderen Seite offen und ehrlich gesagt
hat, nachdem ich nun lange genug gebohrt habe, warum er was wie, wann, wo gegen die Tridentinische Messe
hat. Outing vom Feinsten!!
@ Tilly Paul VI. hat sich mit dem NOM und durch das quasi verbot der überlieferten Messe selbst sein
urteil gesprochen. Die Behauptung des „Verbotes“ ist lächerlich, auch wenn sie wieder und wieder aufgestellt
wird. Als Leo XIII. die Leoninanischen Gebete vorschrieb, war es eben plötzlich auch „verboten“, diese
nicht zu beten. Als im Mittelalter das Fronleichnamsfest eingeführt wurde, war es plötzlich „verboten“,
den alten Kalender zu benutzen. Und als Paul VI. das erneuerte Messbuch herausgab, war selbstverständlich
dieses in Kraft und nicht der Vorgängerband von 1965. Eine pure Selbstverständlichkeit. Es ist dieselbe
Messe, ob Sie es nun mögen oder nicht.
@RRR. Ich persönlich lehne den Hass, der hier dem „NOM“ entgegengebracht wird, genauso entschieden ab,
wie den Hass auf den „VOM“. Warum können nicht beide Usus friedlich nebeneinander bestehen? Ich habe
dies nie verstanden, denn sind nicht beide ad maiorem gloriam Dei ausgerichtet? Wir reden jetzt nicht
von Mißbräuchen, die sich im „NOM“ gehäuft finden, vor denen aber auch der „VOM“ nicht sicher ist.
Ich denke, dass es eine Instrumentalisierung des „VOM“ gibt, aber genauso auch des „NOM“. Als bestes Beispiel
fällt mir Pf. Breitenbach mit seinem Liturgieletter ein, der die Liturgie für seine eigenen Gedanken
und Ziele zu instrumentalisieren scheint. Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen und ihre Spiritualität
verschieden sind. Wir brauchen beides, die volkssprachliche und die lateinische Liturgie, wir brauchen
den „NOM“ und den „VOM“. Gerade heute, wo jeder das Wort „Pluralität“ im Mund führt, sollte dies hier
nicht fehlen. Der Hl. Vater möchte offensichtlich eine solche legitime Vielfalt, und wir sollten ihn
dabei unterstützen und uns nicht gegenseitig um die Ohren hauen, welcher usus nun der einzig wahre ist.
Beide sind wertvoll und erhaben, sofern man sie nur ohne ärgerliche Eigenmächtigkeiten und Profanierungen
feiert. Denn Liturgie strebt himmelwärts… Eines sollte man allerdings nicht machen: Eigene Vorlieben
für einen oder den anderen Usus allen vorschreiben wollen.
Überlieferte Messe @RRR Sie behaupten sowohl über die Petrusbruderschaft wie andere Traditionelle Gemeinschaften
nur Unsinn! Wo ist die Messe Paul VI in Jahrhunderten erwachsen? Wo gibt es eine Apostolische Tradition
dafür? Und an den Früchten sollt ihr sie erkennen. Das diese Messe (NOM) aus der Häresie kommt und
in die Häresie führen muss dazu muß man kein Theologe sein. Und die faulen Früchte die sie Hervorbrachte
sieht man überall! Wobei ich nicht behaupte dass es nicht auch Priester gibt die versuchen und versucht
haben sie in würdiger Form zu feiern sofern das möglich ist. Ich bin entsetzt darüber das ich den NOM
aus Mangel an Alternativen Jahrzehntelang feiern musste. Und zutiefst Dankbar das ich sie durch Papst
Benedikt XVI. nun vor Ort feiern darf und festgestellt habe was wahrer GOTTESDIENST ist! Ich habe schon
gesagt wer den NOM feiern will kann das nach wie vor tun. Paul VI. hat sich mit dem NOM und durch das
quasi verbot der überlieferten Messe selbst sein urteil gesprochen. Und für die Kirche so meine ich
konnte es nicht schlimmer kommen. Dies dazu.
Danke, RRR! Ihre Äußerungen sind aber nicht gerade tolerant! Ich dachte katholisch im „neuen“ Sinn,
sei mehr. Auch sie sind politisch, wie die von Ihnen genannten „Piusse“. Nur eben in die andere Richtung.
Wenn das die Früchte des Konzils sind, na dann isses wirklich ein Räuberkonzil. Fuhr man früher rechts
herum, dann fährt man jetzt lediglich links herum, oder wie? Fazit: wir fahren im Kreis.
@ RRR: Sie übertreffen sich ja geradezu … mit Ihren Bemerkungen … RRR: „Und da meine Erfahrung zeigt,
dass die „Alte Messe“ von denen, die sie feiern, in aller Regel politisch missbraucht wird als Ausdruck
der Feindschaft gegen das II. Vatikanische Konzil, (…) und gegen eine verantwortete und verantwortbare
Theologie der Eucharistie (primitiver Metaphysizismus: „In welcher Sekunde kommt er denn da in die Hostie
rein?“), lege ich keinen Wert darauf, sie regelmäßig mitzufeiern.“ Das trifft allenfalls auf eine Minderheit
der Anhänger der Tradition zu. Sie scheren die Anhänger der Tradition in unverantwortlicher Weise über
einen Kamm. Beispielsweise die FSSP steht dem 2. Vat. Konzil viel näher, als viele derjeniger, die es
so gerne im Munde führen. RRR: „Mit den passenden Leuten würde ich das wohl öfter tun, aber nicht mit
Kirchen-(= Konzils-)hassern (Piussekte), nicht mit neurotischen und homoerotisch angehauchten, dabei zugleich
leibfeindlichen und klerusfixierten Rubrizisten (Petrusbruderschaft) und auch nicht mit bischofshassenden
Protagonisten des „Priesternetzwerks“.“ Jetzt werden Sie beleidigend! Was ist denn an FSSP-Priestern „homoerotisch“
und „neurotisch“ ??? Und was ist an ihnen „leibfeindlich“ ??? Ich kenne einige FSSP-Priester persönlich.
Was Sie über sie sagen, ist unzutreffend. Sachlich Mißstände in der kath. Kirchen (in Deutschland)
und die Mitverantwortung der Bischöfe dafür aufzuzeigen, wie es das Priesternetzwerk tut, ist kein Hass
gegen Bischöfe. Und ist nicht gerade der NOM klerusfixiert?
@ Tilly NOM Anhänger sichtlich Nervös! Nein. Wie kommen Sie darauf? Die überlieferte Hl. Römische
Messe ist in Jahrhunderten erwachsen. Ja, mal „von oben“ (durch päpstliche oder bischöfliche Dekrete),
mal „von unten“ (durch örtliche Gewohnheiten, deren Anfänge sich nicht mehr rekonstruieren lassen, die
aber auch nicht „von selbst“ begonnen haben, sondern dadurch, dass Menschen sie bewusst praktiziert haben).
Die Messe Paul VI. von ihm künstlich erbastelt worden. Nicht mehr und nicht weniger „künstlich“ als
die Brevierreform des Tridentinum, die Brevierreform Pius X., die Einfügung der Leonianischen Gebete,
das Schlussevangelium, der Verbot aller weniger als 200 Jahre alter Riten durch das Tridentinum, die Änderung
der Adventleseordnung in Deutschland nach dem Tridentinum und vieles andere. Da braucht man nichts politisch
zu missbrauchen. Tut man aber trotzdem. Hören sie doch auf die überlieferte Messe der Kirchenväter
zu bekämpfen und dafür noch nicht Haltbare Entschuldigungen zu suchen. Woraus entnehmen Sie, ich würde
die „alte Messe“ bekämpfen? Ich feiere sie mindestens jeden Sonntag – und zwar in der Form von 1969.
Übrigens hat das Vatikanum II nicht die Abschaffung der überlieferten Messe gefordert! Genau, sondern
seine Reform, die dann durch Paul VI. geleistet wurde. Lesen Sie dazu besonders die neue IGMR, Absatz
1-15. Das hilft Ihnen zu verstehen!
NOM Anhänger sichtlich Nervös! @RRR Die überlieferte Hl. Römische Messe ist in Jahrhunderten erwachsen.
Die Messe Paul VI. von ihm künstlich erbastelt worden. Da braucht man nichts politisch zu missbrauchen.
Hören sie doch auf die überlieferte Messe der Kirchenväter zu bekämpfen und dafür noch nicht Haltbare
Entschuldigungen zu suchen. Gehen sie in ihren NOM und lassen sie uns die überlieferte Messe feiern!
Immerhin droht dem NOM kein Verbot wie Vormals der überlieferten Messe durch Liberalisten und Modernisten.
Übrigens hat das Vatikanum II nicht die Abschaffung der überlieferten Messe gefordert!
@ Andreas Sorry, RRR, wollte Ihnen nichts unterstellen…aber mal Hand auf’s Herz, was halten Sie wirklich
von der Alten Messe? Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil halte ich die Alte Messe für reformbedürftig,
um das, worum es darin geht, auch angemessen auszudrücken. Mit Paul VI. halte ich das Messbuch von 1969
für eine gelungene Fortführung des römischen Ritus. Mit Benedikt XVI. halte ich den Umgang mit diesem
Messbuch in vielen Fällen für unangemessen. Und da meine Erfahrung zeigt, dass die „Alte Messe“ von
denen, die sie feiern, in aller Regel politisch missbraucht wird als Ausdruck der Feindschaft gegen das
II. Vatikanische Konzil, gegen die altkirchlich überlieferte Fülle und Wertschätzung liturgischer Dienste,
gegen das Wecken amtlich ausgeübter und nicht-amtlich ausgeübter Charismen in Lehre, Seelsorge und Verkündigung,
gegen die Ökumene und gegen eine verantwortete und verantwortbare Theologie der Eucharistie (primitiver
Metaphysizismus: „In welcher Sekunde kommt er denn da in die Hostie rein?“), lege ich keinen Wert darauf,
sie regelmäßig mitzufeiern. Mit den passenden Leuten würde ich das wohl öfter tun, aber nicht mit
Kirchen-(= Konzils-)hassern (Piussekte), nicht mit neurotischen und homoerotisch angehauchten, dabei zugleich
leibfeindlichen und klerusfixierten Rubrizisten (Petrusbruderschaft) und auch nicht mit bischofshassenden
Protagonisten des „Priesternetzwerks“.
@ Andreas Wenn jetzt so ein Blauer in den NOM kommt, dann sagen Sie: „Seht! Die wissen, was gut ist, und
wollen vom Bischof gelobhudelt werden. Ups… gelobt werden. Sonst fragen Sie wieder, was ich mit dem
Wort meine… Nein. Wie kommen Sie darauf, dass ich das tue bzw. tun würde?
Aber RRR Wenn jetzt so ein Blauer in den NOM kommt, dann sagen Sie: „Seht! Die wissen, was gut ist, und
wollen vom Bischof gelobhudelt werden. Ups… gelobt werden. Sonst fragen Sie wieder, was ich mit dem
Wort meine…
Eine Anmerkung, eine Frage Die Messen werden am prächtigen Hochaltar der Kirche zelebriert und von gregorianischen
Gesängen begleitet. Nein! Die Messe wird nicht durch Gregorianik „begleitet“, sondern der Gesang ist
selbst integraler Bestandteil der Messe. Der Pfarrer bezeichnet die unvollständigen Informationen als
„besonders ärgerlich“, weil „auch die Kirchenpresse bereits mehrfach die Berichterstattung über unsere
Gottesdienste verweigerte – zuletzt sogar bei der Messe mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.“ Wird
eine Messe etwa aufgewertet durch anwesende Adilge? Vor Jesus Christus zählt blaues Blut gar nichts,
und nur auf die Gegenwart Jesu Christi kommt es an. Offenbar schätzt dieser Herr Rodheudt Adlige mehr
als fromme Senioren. Man kann nur hoffen, dass der Bischof ihm für diese Flegelei ordentlich den Kopf
wäscht.