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Freitag, 15. Februar 2008 12:45
Neokonservative gegen Pater Andreas Hönisch
Das deutsche ‘Pur-Magazin’ und das österreichische Portal ‘kath.net’ haben einen Angriff gegen den jüngst verstorbenen Jugendapostel Deutschlands lanciert. Ein Kommentar.
Pater Andreas Hönisch († 2008)
Pater Andreas Hönisch († 2008)
(kreuz.net) Die Neokonservativen sind gewöhnlich friedliche Leute. Sie suchen „Harmonie“ um fast jeden Preis. Darum bringt sie kein kirchlicher Mißbrauch, keine bischöfliche Fehlentscheidung, kein Angriff auf die Kirche aus der Ruhe.

Sie ziehen es vor zu ignorieren, reinzuwaschen, abzulenken, umzuinterpretieren – und zum „Gebet“ aufzurufen. Hauptsache, die katholische Fassade bleibt gewahrt.

Doch in der neokonservativen Brust wohnt noch eine andere Seele.

Diese kann richtig aggressiv und ungehalten werden – vor allem dann, wenn sie mit dem ungewässerten, unbeugsamen, hundertprozentigen Katholizismus in Kontakt kommt.

Denn der Katholizismus begnügt sich nicht mit der neokonservativen Fassade. Er zielt auf Inhalte ab und zieht daraus die Konsequenzen.

Der Katholizismus ist dem Neokonservativen ein Stachel im Fleisch, weil er den Neokonservativen an den Verrat erinnert, den dieser an der Substanz begeht.

In diesem Licht ist die konzentrierte Aktion von ‘Pur-Magazin’ und ‘kath.net’ gegen Pater Andreas Hönisch verständlich. Pater Hönisch war katholisch.

Pater Andreas HönischPater Andreas HönischKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 6 Bildern zu starten.

Die Medien ‘Pur-Magazin’ und ‘kath.net’ sind beide skandalscheu und auf Schön-Wetter-Berichterstattung spezialisiert. Ausnahmen macht man, wie der jüngste Angriff beweist, für Katholiken.

Dem neokonservativen sogenannten Nachrichten-Portal ‘kath.net’ war Pater Hönisch schon immer ein Dorn im Auge.

Als es in Österreich Turbulenzen mit der von ihm mitgegründeten ‘Katholischen Pfadfinderschaft Europas’ gab, warf sich ‘kath.net’ ohne großes Nachdenken auf die Seite der Gegner.

Als der Bischof von Fulda drei Priester der von Pater Hönisch gegründeten Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens ohne Grundangabe verjagte, hatte ‘kath.net’ nichts zu sagen.

Offensichtlich wollte es die Redaktion mit dem bischöflichen Machtapparat nicht verderben. Mit der Wahrheit nimmt sie es offenbar so genau, wie die Kasse es erlaubt.

Heute schob die neokonservative Webseite das monatlich in Deutschland erscheinende neokonservative ‘Pur-Magazin’ vor, um dem Ende Januar verstorbenen Pfadfinder-Seelsorger und Ordensgründer Pater Andreas Hönisch die Leviten zu lesen.

Pater Hönisch wird zunächst für sein „Festhalten am überlieferten katholischen Glauben“ gelobt. Doch das ist ein Vorwand.

Denn im eigentlichen geht es darum, ihm eine „Verbindung zum ‘Schwarzen Brief’“ vorzuwerfen.

Der ‘Schwarze Brief’ ist ein vierseitiger, wöchentlicher katholischer Informationsdienst über Kirche und Politik.

Herausgeber, Chefredakteur und Verleger ist Claus Peter Clausen. Die Publikation ist traditionsverbunden, gelegentlich verschwörungstheoretisch und vor allem Medjugorje-kritisch.

Nach Angaben der deutschen Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’ sind die kirchenpolitischen Texte häufig „mit allzuviel Herzblut“ geschrieben.

Pater Hönisch war mit Clausen insofern verbunden, als seine Ordenszeitung ‘Der Ruf des Königs’ von diesem vertrieben und auf dem Computer erstellt wird.

Verantwortlich für den Inhalt des ‘Rufs des Königs’ war bis zu seinem Tod Pater Hönisch – nicht Clausen.

Ob Clausen der Teufel ist und Pater Hönisch nicht sein Freund sein durfte, sind Dinge, die ein Online-Artikel nicht ohne sorgfältige Abklärung dekretieren darf.

Doch Clausen wird von ‘Pur-Magazin’ und ‘kath.net’ einfach und pauschal „umstritten“ genannt. Es gibt in beiden Medien keine Hinweise, warum das so sein sollte.

Ist Clausen etwa „umstrittener“ als die handelsüblichen Chefredaktoren von Diözesanblättern, die mit dem Segen ihrer bischöflichen Vorgesetzten den Glauben untergraben?

Oder hat er sich im Layout des ‘Rufs des Königs’ vergriffen?

Die beiden Medien sprechen weiter von einer „problematischen persönlichen Verstrickung“ zwischen Pater Hönisch und Clausen.

Doch worin bestand diese inhaltlich? ‘Pur-Magazin’ und ‘kath.net’ geben auf so grundlegende Fragen keine Antwort.

Besonders übelgenommen wird dem Verstorbenen von ‘Pur-Magazin’ und ‘kath.net’ seine – Zitat – „entschiedene Ablehnung der Marienerscheinungen in Medjugorje“.

Das ist eine Ausdrucksweise, mit der die beiden Medien deutlich über einen legitimen und kirchlich sanktionierten Sprachgebrauch hinausgehen.

Dagegen war die Medjugorje-Kritik von Pater Hönisch kirchlich einwandfrei.

Dennoch unterstellen ihm ‘Pur-Magazin’ und ‘kath.net’, daß diese kirchliche Haltung ihn „in den letzten Jahren in Distanz zu engagierten katholischen Jugendlichen und neuen kirchlichen Bewegungen gebracht“ habe.

Pater Hönisch sei in den letzten Jahren an den „religiösen Neuaufbrüchen“ katholischer Jugendgruppen kaum mehr beteiligt gewesen.

Es ist trotzdem anzunehmen, daß alle Medjugorje-Grüppchen des deutschen Sprachraums zusammengenommen weniger Mitglieder besitzen als die ‘Katholische Pfadfinderschaft Europas’.

Um den Behauptungen des ‘Pur-Magazins’ mehr Gewicht zu geben, lobt ‘kath.net’ die Zeitschrift als „eines der wichtigsten katholischen Nachrichtenmagazine im deutschen Sprachraum“, das seit 2007 auch Herausgeber des ‘Vatican-Magazins’ sei.

Da scheint sich eine lustige neokonservative Koalition zusammenzufinden, für die es nur noch einen Glaubenssatz gibt – das Medjugorje-Dogma.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 81 Lesermeinungen:
Sonntag, 1. Juni 2008 17:07
Rudolpho: @Marcellus:Papst Aussage über Medjugorje nicht erfunden
Die Aussage von Papst Joh. II ist nicht erfunden, dies kann man nachlesen in der MIR Zeitschrift Nr. 39/94.
Hier noch eine weitere Aussage von Joh. Paul II 1990 : Nein diese Verdienste , die Befreiung Polens von den Komminismus kommt mir nicht zu: Das ist das Werk der Gottesmutter , wie sie es in Fatima und Medjugorje gesagt hat“. ( aus Sr. Emmanuel „ Medjugorje und die Kirche“ Parvisverlag) Was sagte der zuständige Bischof:
Am 21. 7. 81 fand sich der Bischof von Mostar ,Pavae Zanic in Medjugorje ein um die Seher zu befragen, unter Eid lies er sich von ihnen bestätigen, dass sie zu allen Fragen die Wahrheit sagen. Nach Abschluss des Gespräches kam er zu dem Schluss den er öffentlich geäußert hat. Ich bin tief davon überzeugt dass keines von den Kindern die behaupten die Gospa gesehen zu haben, dass keines von den Kindern zu einer solchen Behauptung verleitet worden ist. Daher garantiere und verbürge ich mich dafür, dass keinem von den Priestern hier unterstellt werden kann, er hätte eine solche Absicht verfolgt oder wäre daran beteiligt gewesen, die Kinder zu manipulieren. Auch bin ich davon überzeugt: Die Kinder lügen nicht „ Sie berichten exakt das, was in ihrem Herzen vorgeht. Es ist sicher die Kinder lügen nicht“
Predigt des Bischofs in Medjugorje am 25. 7. 81 vor über 1000 Gläubigen anlässlich der Firmung (nachzulesen im Buch „ Die Wahrheit über Medjugorje“ von Prof. Ljudevit Rupcic aus Zagreb )
Sonntag, 1. Juni 2008 16:20
Marcelus: @Rudolpho: Angebliche Papst-Johannes-Paul-II.-Aussagen über Medjugorje sind frei erfunden
Abgesehen von der negativen Haltung der zuständigen Hierarchie, der sich die „Seher“ widersetzten,
und der Religionssynkretismushäresie in einer angeblichen „Marienbotschaft“, womit der ganze Brei verdorben ist.
Sonntag, 1. Juni 2008 16:13
Rudolpho: Graf von Galen;Was sagt die Kirche die Bischöfe zu Medjugorje
Bischof Antonio Mistrorigo, Treveisa ( Italien): Der hl, Vater hat gezeigt, das nichts schlechtes daran zu sehen ist, wenn in diesem Ort gebetet wird, die Sakramente empfangen werden , dort ein ernsthaftes neues Leben begonnen wird ( aus „La Vita del Popolo“ Trevisco)

Erzbischof Franjo Kuharic, Zagreb: „Wir müssen die guten Früchte, besonders die vielen Bekehrungen anerkennen und für Gott dankbar sein.“ ( aus Erscheinungen der Gottesmutter in Medjugorje Jest 86, S. 101)

Bischof Poulo Hnilica S. Rom : „Der hl. Vater ist von der Echtheit der Erscheinungen überzeugt“ ( aus Medjugorje Aktuell Nr.2 , April 89

Kardinal Giuseppi Siri , Genua: „ Ich kann nur sagen, dass ich sehe, wie viele als Heiden von Genua nach Medjugorje fahren und dann mit dem rosenkranz in der Hand wiederkommen.“ ( aus Li Resto del Cardino“Bolognna, April 87, S. 6 )

Erzbischof Dr.France Franic, Split: „ Zweimal konnte ich bei den Erscheinugen Anwesend sein … Mir wurde dabei klar, dass es keine Täuschung gibt , keine Manipulation, keine Halluzination, sondern , dass es sich um ernste religiöse Erlebnisse handelt… In Medjugorje werden die Aussagen des II. Vatikanums über die Ökumene bestätigt. ( aus Vjesnik Nadbiskuije Splitsko- Makarske Nr. 1 1985)

Papst Joh. Paul II. 1993 : Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien ist der sicherste Beweis für die Echtheit der Erscheinungen in Medjugorje ( aus Mir 39/94)
Donnerstag, 21. Februar 2008 12:54
Le Trot: @Clausen u. „SB“
Den „Schwarzen Brief“ von Clausen muss man zu lesen wissen.
Es kann durchaus sein, dass in der einen Woche noch die letzte Privatoffenbarung im „SB“ hochgejubelt wird, um sie in der nächsten Woche gnadenlos zu zerreissen.

Davon lebt das Blatt und dient somit Clausen als „Überlebensquelle“. Wobei diese Einnahmequelle inzwischen genauso unter dem Internet leidet, wie andere Printmedien auch.

Fazit:
Lieber zur Strafe zehn „Schwarze Briefe“ als Jahresausgabe abonnieren, als eine Botschaft aus Medjugorje lesen müssen.
Sonntag, 17. Februar 2008 18:19
FiliusEcclesiae: Der Medjugorjianismus lehnt offenbar alle Katholiken ab,
die nicht an die vorgeblichen Medjurgorje-„Offenbarungen“ glauben.
Es zeigt sich immer mehr, wie der Teufel diese Bewegung verwendet, um die Katholiken von der Verehrung der echten, kirchlich anerkannten Marienerscheinungen abzuhalten.
Sonntag, 17. Februar 2008 14:32
Arkanum/kreuts.net: aha, der gute Prof.Resch nennt sich also „Parapsychologe“
und will spirituelle Energie mit dem Elektroskop gemessen haben… Scientology läßt grüßen!

Ganz egal was man sonst von Pater Hönisch halten mag – die Distanzierung von solchem Dummfug war mehr als begründet.
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