Kapuziner der Lombardei: Finanzloch zwang Provinzial zum Rücktritt
Ein aus heiterem Himmel bekanntgewordenes Finanzloch von circa 5 Millionen Euro zwang den Kapuzinerprovinzial der Lombardei (Norditalien) zum Rücktritt.
(kreuz.net, Mailand) Mit einem Brief vom 28. September 2004 an den Generaloberen der Kapuziner in Rom
hat P. Eugenio Bollati seinen Rücktritt als Provinzial der Kapuziner der Lombardei (Hauptstadt: Mailand)
eingereicht.
Der Rücktritt wurde bereits am folgenden Tag mit sofortiger Wirkung angenommen. Die lombardische
Provinz der Kapuziner umfaßt ungefähr 300 Mitglieder, von denen viele fortgeschrittenen Alters sind.
Grund für den Rücktritt des Provinzials ist die finanzielle Verwaltung der lobardischen Kapuzinerprovinz
in den letzten Jahren. Es scheint, daß es in der Kasse der Kapuziner ein Millionenloch gibt. Es sei nötig
geworden, einen Bankkredit über 5 Millionen Euro aufzunehmen, um die Schulden zu decken.
Der Generalminister
der Kapuziner, P. John Corriveau, hat angekündigt, daß die Provinz eine umfangreiche Untersuchung der
Sachverhalte unter Einbindung der Ordensleitung durchführen werde.
Der Rücktritt des Provinzials kam
für die lombardischen Kapuziner wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Während der Provinzialversammlung
im letzten September sprach der Provinzial zum ersten Mal von den finanziellen Problemen der Provinz und
deutet seine mögliche Demission an.
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