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Sonntag, 17. Februar 2008 10:18
Interessante Antwort
Sind die ersten Inhalte der vom Vatikan geplanten weltweiten Ausführungsbestimmungen zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ durchgesickert? Ein Brief aus dem Vatikan.
Der US-Priester John Zuhlsdorf veröffentlichte das Faksimile eines Briefes von Prälat Camille Perl
Der US-Priester John Zuhlsdorf veröffentlichte das Faksimile eines Briefes von Prälat Camille Perl
(kreuz.net) Am 29. September 2007 schrieb ein Seminarist aus Großbritannien an die päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’. Die Kommission kümmert sich im Vatikan um die Anliegen der Gläubigen des Alten Ritus.

In seinem Brief wollte der Seminarist wissen, wie das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messen in den Priesterseminarien umgesetzt werden solle.

Am 9. Februar erhielt er eine Antwort. Sie war vom Sekretär der Kommission, dem luxemburgischen Prälaten Camille Perl, unterschrieben.

Das vatikanische Schreiben wurde gestern auf dem Weblog des US-Priesters John Zuhlsdorf im Faksimile veröffentlicht. Es enthält zwei Klarstellungen:

1. „Kandidaten für das Priestertum im Römischen Ritus der katholischen Kirche haben das Recht, in beiden Formen des Ritus unterrichtet zu werden.“

2. „Die Verantwortlichen für die Ausbildung von Kandidaten für das Priestertum im römischen Ritus der katholischen Kirche sollten für die Ausbildung ihrer Kandidaten in beiden Formen des römischen Ritus sorgen.“

Nach Angaben in dem Brief erwartet der Prälat, daß diese beiden Punkte auch in der Instruktion über die Anwendung des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ enthalten sein werden.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 29 Lesermeinungen:
Montag, 18. Februar 2008 19:50
Prof.: Mal wieder die „beliebte“ Ablenkung vom Thema
Regelmäßig dann, wenn der Inhalt eines Beitrags einem Leser so garnicht behagt, wird einfach ein anderes Thema eingeführt, hier die Karfreitagsbitte. Mit dem zugrundeliegenden Beitrag haben diese Voten offenkundig vorurteilsbedingte Probleme. Wer beispielsweise die einschlägige Stellungnahme von P. Wallner vom Stift Heiligkreuz nachliest, weiß, dass römische Ausführungsbestimmungen dort mit dem schlichtweg unzutreffenden Hinweis auf das zweite Vatikanum als irrelevant behandelt werden. Dass sich die drei Jahre nach Abschluß des Konzils eingeführte sog. Neue Liturgie weder auf ein Konzilsdokument berufen kann noch die Konzilsväter den radikalen liturgischen Kahlschlag im Sinn hatten, kann man nicht zuletzt in zahlreichen Schriften des damaligen Kardinals Ratzinger nachlesen. Von einer „erneuerten Liturgie“ kann keine Rede sein. Aber die permanente Wiederholung von Fehlinformationen über Beschlüsse und Intentionen des zweiten Vatikanums wird auch den Umgang mit „römischen“ Ausführungsbestimmungen prägen. Teilkirchliche („landeskirchliche“) Desinformation wie gehabt.
Montag, 18. Februar 2008 00:16
Karl der Fromme: Für die Bekehrung der Juden
Mir liegt hier der Schott, Römisches Messbuch, mit Imprimatur 25. Juni 1956 und einer separaten Druckerlaubnis vom 6. August 1956 vor. In der Fürbitte für die Bekehrung der Juden steht nach „ut et ipsi agnoscant Jesum Christum, Dominum nostrum.
Oremus. Flectamus Genua – Levate.

Wer Zweifel hat, was „et pro perfidís Judaeis“ hier heißt: für die ungläubigen Juden. Da kann man nichts hinein geheimnissen. Auch vor 100 Jahren war das so.

Grüße und gute Nacht
Sonntag, 17. Februar 2008 23:32
Benedikt: @ möchtegern-kathole
Das mag sein, aber so ein erzwungenes Exil birgt doch die Gefahr, dass der Dienst als zunehmend freudlos empfunden wird. Man sollte jeden Seminaristen mindestens auf die Möglichkeiten zur Erlernung des alten Ritus hinweisen und ihm die nötigen Fomalitäten erledigen. Wenn er wirklcih daran interessiert ist, dann wird er das übrige schon hinbekommen.
Sonntag, 17. Februar 2008 23:23
Arbeitslosigkeit braucht ein Priester zumindest in D., Ö., und CH. generell nicht zu fürchten.

Und auf die Beschäftigungschance unter einem Bischof einer anderen Diözese, der die alte Messe nicht mag, wird ein solcher Seminarist ohnehin nicht bauen.
Sonntag, 17. Februar 2008 23:19
Benedikt: @ möchtegern-kathole
Die Frage ist, wie sich das auf die Beschäftigungschancen des jeweiligen Seminaristen auswirkt.
Sonntag, 17. Februar 2008 23:11
Der Artikel handelt von Seminaristen, die offensichtlich ein „Recht“ auf diese Ausbildung einfordern wollen – mithin also offensichtlich in ein Seminar wollen, in dem nicht nur der neue, sondern auch der alte Ritus auf dem Lehrplan steht.

Auf diesen Artikel und damit diese Seminaristen bezog sich (logischerweise?) mein Posting.

Na ja, und da es eben Bischöfe gibt, die den alten Ritus auch lehren wollen, sollen diese halt ganz ohne Streit diejenigen Seminaristen aufnehmen, die den alten Ritus lernen wollen.

Alles andere gibt nur Streit – während der Priesterausbildung und danach auch noch
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