Seit Jahrzehnten sind die großen Papstmessen gekennzeichnet von liturgischen Mißbräuchen und Hostienschändungen. Will Benedikt XVI. jetzt die Notbremse ziehen?
(kreuz.net) Am 7. Februar traf sich der Papst wie jedes Jahr zu einer Aussprache mit dem römischen Klerus.
Unter den zehn Fragen, die von den anwesenden Priestern gestellt wurden, befaßte sich eine mit den Freiluftmessen,
die unter Papst Johannes Paul II. in der Kirche zu einem Brauch geworden sind.
Die Frage des Priesters
lautete: „Wie kann man den Schatz der Liturgie in seiner ganzen Feierlichkeit mit den Gefühlen und Emotionen
der daran teilnehmenden Massen von Jugendlichen versöhnen?“
In seiner Antwort verallgemeinerte der Papst
die Fragestellung: „Die Liturgien, an denen große Mengen von Gläubigen teilnehmen, stellen ein großes
Problem dar.“
Benedikt XVI. erinnert daran, daß sich die Frage von Freiluftmessen zum ersten Mal im
Jahr 1960 beim internationalen Eucharistischen Kongreß in München gestellt habe.
Damals herrschte die
Meinung vor, daß eine Anbetung auch bei einer gewissen Distanz durchgeführt werden könne, während
die Zelebration der Messe eine limitierte Gemeinschaft voraussetze, die in der Lage sei, an den heiligen
Geheimnissen teilzunehmen.
Damals hätten sich darum in München viele gegen Freiluftmessen gestellt.
Eine Wende brachte der österreichische Jesuit und Liturgiker, Pater Josef Andreas Jungmann († 1975).
Er glaubte, Freiluftmessen mit Hilfe römischer Statio-Gottesdienste legitimieren zu können und setzte
sich mit dieser Meinung durch.
Doch für Papst Benedikt XVI. sind Massenmessen ein Problem: „Eine definitive
Antwort darauf ist noch nicht gefunden worden“ – erklärte er und fuhr weiter:
„Wenn zum Beispiel tausend
Priester konzelebrieren, ist unklar, ob hier noch die Struktur vorliegt, die vom Herrn gewollt war.“
Benedikt XVI. erwähnte auch die letzte Massenmesse, die er bei seinem September-Besuch im italienischen
Wallfahrtsort Loreto zelebrierte.
Dabei hätten sich wieder alle Probleme dieser Art von Veranstaltungen
gezeigt: „Das hing nicht von mir ab, sondern von jenen, die sich um die Vorbereitung gekümmert haben.“
Doch jetzt scheint der Papst wenigstens eine teilweise Lösung ins Auge gefaßt zu haben.
Sie betrifft
die Messen während der bevorstehenden apostolischen Reise in die USA und beim Weltjugendtag in Sydney.
Der Heilige Vater hat beschlossen, die Organisation dieser Feiern nicht mehr Dritten anzuvertrauen.
Darum reist sein Zeremonienmeister, Prälat Guido Marini, in den nächsten Tagen in die USA und nach Australien.
Dort wird er die Örtlichkeiten inspizieren, wo die Papstmessen zelebriert werden, und anschließend die
Verantwortung für die Liturgien selber übernehmen.
Das berichtete der Vatikanist der linksgerichteten
italienischen Tageszeitung ‘Il Riformista’, Paolo Luigi Rodari, auf seinem privaten Weblog.
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Garantie für Gültigkeit? Roboter beten am korrektesten Vor allem liefern Sie die Gewähr, kein Jota
einer Rubrik auszulassen, ein Kreuzzeichen zu unterschlagen oder eine Kniebeuge gelassen zu übergehen.
Deshalb sollten sie künftig außerordentliche Messen zelebrieren, damit diese gültig, der Form wegen,
sein können. Menschliche Priester sind da möglicherweise auf Dauer überfordert, den hohen Ansprüchen
des a.o. Ritus gerecht zu werden, um dem gläubigen Volke gültige Messen zu zelebrieren.
Roboter beten am korrektesten Keiner von euch weiss wie sich kaputte Knie und kaputte Wirbelsäule anfühlen.
Solche Leute wie ihr sind der Grund, warum ich um die „normalen“ Messen einen großen Bogen mache. Da
ist die offene Geldschüssel die durch die Reihen kreist, wo jeder genau schaut wieviel der andere reinhaut.
Was soll schon wer reinhaun der mit Müh und Not die Miete zusammenbring (oft reichts nicht mehr für
die Heizung) und bereits um die Monatsmitte wird Milch und Brot zum Luxus. Kirche ist was für reiche
Leute. Ich geh lieber zu meinen Sandlern. Die einen halten bei der Kommunion die Zunge hin die anderen
die Hand. Muss ich unbedingt meine Zahnlücken und Gastritisatem herzeigen? Ich bin ja kein Mafiosi der
mit Goldplomben protzt. Wer knien will kniet, wer stehn will steht, wo ist das Problem? Viele Menschen
freun sich eine ganze Woche auf diesen einen Tag. Und das Umhergehen beim Friedensgruß ist ein großer
Segen für alle, weil ihnen – den Einsamen – der liebe Gott eine Gemeinschaft geschenkt hat. Klingelbeutel
gibt es natürlich keinen. Wer was geben will, weiß wo. Und den lieben Gott, Jesus, Maria usw., muss
man nicht vorne suchen, sondern die kommen ganz von allein zu jedem der sie braucht, egal wo man sitzt.
#50 raindance1 † 20:56:54 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Tja nachtlaterne und sah darin einen kirchenhelfer wie immer stehen als alle knieten. als er die hostie
in seine hände genommen hatte nahm er sie wie einen keks ein und setzte sich auf die kirchenbank wo er
sich sofort anderen dingen zuwendete. ob die kniend umherschauenden soviel andächtiger sind als die stehend
keksessenden?
#49 Benedikt 15:24:57 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ thaumaturgos wenn ich so an unsere seminarkapelle denke und den netten kaffeetisch als überdimensionierten
altar dann bin ich froh, dass heute wider zu vernünftigeren dimensionen und zum feststehenden zelebrationsaltar
geraten wird. Ich kenne diesen Altar nun nicht und kann dazu nichts sagen. Fest steht, dass das Konzil
die Konzelebration deutlich ausgeweitet hat. Fest steht auch, dass die höchste Form der Messe jene ist,
die der Bischof umgeben von seinem Klerus feiert. Wenn dann in den Kathedralen, in denen solche Messen
üblicherweise stattfinden, ein winzig kleiner Altar eingebaut wird, dann ist das mehr als fragwürdig.
Der Altar sollte so groß sein, dass der den Bischof üblicherweise umgebende Klerus (=das Domkapitel)
bei der Konzelebration an ihm stehen kann. Ansonsten sieht das aus wie ein Gedrängel, vor allem, wenn
dann noch jeder so nah wie möglich ans Mikrophon zu kommen versucht. Leider haben die Kathedralen durchweg
sehr kleine Altäre. Den einzigen passenden Altar, den ich in Deutschland je sah ist der in Mainz. Zehn
Konzelebranten + Hauptzelebrant können bequem an ihm stehen. Er wurde halt schon 1962 errichtet.
#48 Aleph † 12:01:26 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Aufrechtes Stehen Niemand will für das Hinlümmeln in der Kirchenbank eine Bresche schlagen. Aber wer
stehen will oder knien will, sollte jeder selbst entscheiden. Bloß keinen Drill im Sinne von: Stillgestanden,
Helm ab zum Gebet !. Das kann es ja wohl nicht sein. Was könnte man in vielen römischen Kirchen auch
anderes machen als bei der Messe stehen oder wenn man an einer orthodoxen Liturgiefeier teilnimmt, wo
es auch keine Kirchenbänke zum Lümmeln gibt. Aufrechtes Stehen ist sehr wohl eine akzeptable liturgische
Haltung. Jedenfalls besser als die schlampig hingebügelte Kniehocke.
#46 Alkuin 10:53:13 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Ohne Vernüftigen Grund… Es sind genau die Leute die etwas gegen eine Zelebrierung „mit Rücken zum
Volk“ pöbeln und gleichzeitig in jeder NOM Messe den Knienden Gläubigen mit ihren Rücken die sicht
auf das allerheiligste blockieren. Auszug IGMR 43.: Wenn nicht gesundheitliche Gründe, beengte Platzverhältnisse,
eine große Teilnehmerzahl oder andere vernünftige Gründe entgegenstehen, soll man während der Konsekration
knien. Wer aber zur Konsekration nicht kniet, soll eine tiefe Verneigung machen, wenn der Priester nach
der Konsekration eine Kniebeuge macht. Wo der Brauch besteht, dass die Gemeinde nach dem Sanctus bis zum
Ende des eucharistischen Hochgebets und vor der Kommunion, wenn der Priester das Seht das Lamm Gottes
spricht, knien bleibt, wird sie lobenswerter Weise beibehalten. Die Sache ist eindeutig!! Hochmut und
Rechthaberei ist m.E. kein vernünftiger Grund! Übrigens, die AEM wurde vom IGMR 2002 abgelöst.
#45 k.h. Friedgen 09:58:09 | Donnerstag, 21. Februar 2008
AzV-Messen? Es ist schon traurig zu lesen, welcher Jargon sich inzwischen in die Priesterseminare eingeschlichen
hat! Was kann man von solchen Kandidaten eigentlich erwarten, wenn sie einmal auf das Volk Gottes losgelassen
werden? Wenn es aber unbedingt sein muß, in diesem Ton zu diskutieren, so halte ich die NOM-Form als
AzG-Messen, denn wem hält der Priester, wenn er zum Volk zelebriert und der Tabernakel noch auf dem als
Relikt aus alten Zeiten noch geduldeten Hochaltar steht, denn dann seinen A… hin? Ist das die neue Demutshaltung?
#44 jeremy 09:13:30 | Donnerstag, 21. Februar 2008
maliems auch ich stehe lieber inder Messe als zu sitzen. Deshalb halte ich die „Sitte“ der vorderen leeren
Bänke nicht für eine „Unsitte“. Ich hab da mal ne Frage an Sie – wirklich als Frage, weil es mich interessiert.
Als ich meinte, es sei, gerade wenn man in der Messe stehen will, auch eine Frage der Höflichkeit, vielleicht
mal zu schauen, ob man die Leute, vor die man sich stellt, nicht doch stark behindert. Gotthard war nicht
dieser Auffassung. Sind Sie auch dieser Auffassung oder ist das auch nach Ihrer Meinung ausschließlich
das Problem der anderen? Ich meine damit nichts übertriebenes, sondern einfach nur die Aufmerksamkeit,
die für mich zum Beispiel selbstverständlich ist, wenn ich mich nach dem Gebet nach der Kommunion hinsetze –
eben der Blick nach hinten, ob da noch einer kniet, den ich – wenn ich mich zu tief in die Bank setze
behindern oder stören könnte.
AzM!?!?? Wenn so ein schnöseliger Priesteramtskandidat mir etwas von Arsch zum Volk Messe erzählen würde
er erstens eins aufs Maul bekommen das er sechs Wochen nur aus der Schnabeltasse trinken kann und zweitens
würde ich sofort aus der Kirche austreten um so ein Misthaufen nicht auch noch durch Kirchensteuer mitzufinanzieren.
#42 jeremy 08:57:16 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Nachtlaterne :)3 Genau solche Menschen meine ich. Natürlich kann man aufrecht / gesammelt vor Gott stehen;
dem widerspreche ich ja gar nicht. Nur das Bild, das Sie gemalt haben, das hatte ich auch vor Augen. Bzw.
in der Kirche ganz vorne, wo es kaum zu übersehen ist. Oder zu überhören, weil man in der Zeit, in
der andere zur Kommunion gehen, ja schon sitzend den neusten Klatsch austauschen kann. Um die Diskussion
vorwegzunehmen, natürlich kann man auch kniend quatschen, nur da ist es mir noch nie so extrem aufgefallen.
#41 thaumaturgos 08:52:53 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@benedikt wenn ich so an unsere seminarkapelle denke und den netten kaffeetisch als überdimensionierten
altar dann bin ich froh, dass heute wider zu vernünftigeren dimensionen und zum feststehenden zelebrationsaltar
geraten wird. konzelebration ist ja an sich sehr sinnvoll, aber wenn es um den altar enen ‘klerikerauflauf’
gibt ist das nicht mehr so ganz einsichtig. aber, jede form hat ihre probleme, deswegen heisst es noch
nicht die AzV (seminajargon: arsch zum volk) messe ist besser oder gott gefälliger. es kommt immer drauf
an, was die intention ist und was man aus dem anlass macht. es ist nun ein unterschied ob der papst zelebriert
oder irgendwer im hintersten bergtal …
#40 maliems 00:18:02 | Donnerstag, 21. Februar 2008
och theophil unser lieber herr jesus hat doch ohne mikro gepredigt. und da isses doch n unterschied, ob
da heute 100.000 leutchen zuhören und nix sehen oder damals vielleicht 200.
#38 Benedikt 23:54:24 | Mittwoch, 20. Februar 2008
@ thaumaturgos mehr als um einen altar passen sollten nicht sein und die restlichen halt dann auf konzelebration
verzichten Sehe ich genauso. Umso unsinniger war es, grad nach der Einführung der Konzelebration (bzw
deren Ausweitung) in Sacrosanctum Concilium allerorten die Altäre zu verkleinern.
#36 thaumaturgos 23:37:57 | Mittwoch, 20. Februar 2008
es muss nicht freiluft sein auch im petersdom konzelebrieren kardinäle, bischöfe und priester bis weit
nach hinten stehend … das ist genauso idiotisch wie die massenkonzelebration mehr als um einen altar
passen sollten nicht sein und die restlichen halt dann auf konzelebration verzichten …
#35 Genoveva 22:05:21 | Mittwoch, 20. Februar 2008
@Benedikt: Zustimmung Ein befreundeter Priester hat es einmal auf die Formel gebracht: Eigentlich sollte
man dann nicht mehr sagen „Hoc est enim“, sondern „Ubi est enim“ …
#34 Benedikt 21:17:19 | Mittwoch, 20. Februar 2008
Konzelebration „Wenn zum Beispiel tausend Priester konzelebrieren, ist unklar, ob hier noch die Struktur
vorliegt, die vom Herrn gewollt war.“ Nicht die Zahl ist das Problem, sondern die Aufstellung. Wenn ein
Priester 150m vom Altar wegsteht, dann kann man da nicht mehr wirklich von Konzelebration sprechen.
#33 Nachtlaterne 20:29:53 | Mittwoch, 20. Februar 2008
war vergangenen sonntag in einer kirche… …und sah darin einen kirchenhelfer wie immer stehen als alle
knieten. als er die hostie in seine hände genommen hatte nahm er sie wie einen keks ein und setzte sich
auf die kirchenbank wo er sich sofort anderen dingen zuwendete. ich werde ihn mal fragen warum er nichzht
kniet. vermutlich kommt die antwort: „stehen sollt ihr vor euren gott!“ es wird wenig nutzen ihm zu sagen
wie oft jesus uns ein beispiel im knien vor gott gegeben hat.
Der Greuel der Verunehrung des allerheiligsten Sakramentes unter Vorsitz des Papstes muß einmal abgestellt
werden. Das Hüten des göttlichen Altarssakramentes ist die oberste Pflicht jeden Priesters, und umso
mehr des Obersten Hohenpriesters. Gott sei Dank nimmt sich der gegenwärtige Papst endlich dieses entsetzlichen
und gotteslästerlichen Mißstandes an, immerhin bereits kurz vor seinem dritten Wahljubiläum. Die Verunehrung
des Allerheiligsten Altarssakramentes ist eine der schwersten Sünden überhaupt, und man kann nicht sagen,
wenn sich solche Dinge direkt vor den Augen des Summus Pontifex’ abspielen, daß hier dieser nicht selbst
mitschuldig wäre, und nicht sogar selbst schwer sündigen würde, diese Dinge zu akzeptieren.
Verbot der Handkommunion Hoffentlich wird diese unseelige Handkommunion bald verboten. Sie hat dazu geführt,
dass viele Kommunionempfänger kein Gefühl mehr für die Heiligkeit und Erhabenheit der eucharistischen
Speise haben. Den Kindern wird auf diese Weise die Liebe zum Herrn aus dem Herzen gerissen. Der eucharistische
Glaube hat durch die Handkommunion einen unvergleichlichen Schaden erlitten. Insgesamt kann man sagen,
dass die Handkommunion keine Frucht des Heiligen Geistes, sondern eher Frucht des Ungeistes der 60ger
Jahre ist.
@gotthard: auch ich stehe lieber in der Messe als zu sitzen. Deshalb halte ich die „Sitte“ der vorderen
leeren Bänke nicht für eine „Unsitte“. nebenbei: es geht auch um ine abstimmung mit den füßen: manche
preiger halte ich für unerträglich. da kann ich mich schlecht in die 1. bank setzen, wenn ich mich mal
diskret verziehen will.
gut, dann liegt es wahrscheinlich an meinem Unwillen zu kommunizieren… ich brauche seinen Leib ja nicht.
Ich lebe und liebe aus mir selbst, ihm zum Trotz! Also wieso sollte ich ihn kommunizieren? Um es ihm recht
zu machen, um ihm liebzutun, um auch eines seiner braven Schafe zu miemen, die sich lieb vor ihm hinknien
und das Züngerl rausstrecken? Will er sich mich etwa auch einverleiben? Das hätte er gerne. Das kann
er sich aber aufmalen, der liebe Jesus. Der Matt wird sich dem Jesus nicht unterwerfen und nicht seiner
Kirche. Der Matt steht aufrecht vor Gott und braucht den Vergleich mit Jesus nicht zu scheuen. Haha! Er
kann mir nichts und Ihr könnt mir nichts. Ich bin souverän und göttlich.
#27 Nachtlaterne 18:57:50 | Mittwoch, 20. Februar 2008
haereticus, sie schießen entscheident zu schnell! wenn man ihrer denkweise folgt, dann kann man die hände
in den hosentschen lassen beim kommunizieren und das kaugummi vielleicht im mund. vielleicht klingelt
noch das handy während der messe… klingelts?
Alois Bischof – Dämliche Äußerungen… sind das, die Handkommunion derart zu verteufeln. Glauben Sie
denn im Ernst, der große, allmächtige Gott ließe sich durch das Berühren mit der Hand eines Gläubigen
beleidigen oder schänden? Und etwa durch das Legen auf die ausgestreckte Zunge in den Mund geschehe wirklich
etwas Anderes? Dabei können doch Mund und Zunge wirklich Bösartiges hervorbringen. Wir sind und bleiben
eben sündige Menschen, egal, wie wir agieren. Und nehmen Sie doch die Einsetzungswortr Jesu mal ganz
einfach an. „Nehmt und esst“ hat er gesagt und nicht „Mund auf und Zunge raus“. Ihre verklemmten Ansichten
sind einfach widerlich.
#25 Nachtlaterne 18:43:54 | Mittwoch, 20. Februar 2008
matt2, sie setzen… …sich selber matt wenn sie die wahrheit matt setzen wollen in dem sie ihre schweren
irrtümer wahrheit nennen… da jesus unmissverstäbndlich gesagt hat „das ist mein leib!“ kann kein ernstzunehmender
christ mehr behaupten er sei es dennoch nicht. das wort gottes steht über dem wort des menschen! das
gleiche giilt für die taufe, für die ehe, die beichte: auf das wort gottes hin wollen wir glauben und
nicht eigene überlegungen über das wort gottes stellen! wer geheimnisse nicht enträtseln kann und enträtseln
soll, der soll seine zweifel nicht über die rätsel triumphieren lassen indem er die rätsel entwertet
und auf den müll wirft. seien wir doch dankbar um die geheimnisse gottes an denen er uns doch teilhaben
lassen will!
Vielleicht haben die Protestanten ja recht, wenn sie auf die Eucharistie verzichten… für mich ist und
bleibt das Ganze eine symbolische Handlung, denn der Geist Gottes teilt sich dem Menschen nicht bloß
durch dieses Ritual mit. Für mich ist das eher eine Hilfestellung für Kleingläubige, die gewissermaßen
die Gewähr durch ein physisches Ritual bedürfen, weil sie ansonsten fürchten nichts von Gott abzubekommen.
Im Grunde eine biedere Einstellung. Braucht Gott eine Hostie, haudünn, zartschmelzend gebacken um sich
so auf den Menschen zu übertragen. Das ist doch sehr naiv-gläubig.
#23 Alois Bischof 18:32:06 | Mittwoch, 20. Februar 2008
Handkommunion: Sakrileg Die Handkommunion ist ein Sakrileg der Göttlichen Gabe der Eucharistie gegenüber,
ein Sakrileg nicht nur an einer Reliquie, sondern an/gegen Gott selbst verübt. Daß in päpstlichen Novus-Ordo-Feiern
massiv Hostien geschändet werden, sagt vieles aus über die „Güte“ der Liturgiedeform seit 1965 bzw.
spätestens seit 1970. Und Johannes-Paul II. dem „Großen [Revolutionär]“ wurde dann das Handkommunionsverbrechen
in der modernen, neo-anglikanischen Abart, auch im Vatikan erlaubt. Mit diesen Folgen.
kath. Sachs Oder wollen Sie nur wieder Breitseiten auf die Liturgiereform vorbereiten? :)3 Na was wohl
sonst? Es gibt die heilige Unnachgiebigkeit, den heiligen Zwang und die heilige Unverschämtheit. Am Ende
kommen dann die Breitseiten auf die Liturgiereform heraus. o^/
#21 kath.Sachs † 16:48:30 | Mittwoch, 20. Februar 2008
Anklage? Daß der jetzige Papst keine so gute Öffentlichkeitsarbeit machen kann wie der beliebte Johannes
Paul II., ist ja lange bekannt. Aber es ist kompletter Unfug, wenn kreuz.net behauptet, „Freiluftmessen“
(was für ein witziger Begriff) stünden jetzt „unter Anklage“. Das kann selbst die Bildzeitung besser
formulieren. Warum bleiben Sie nicht dabei, was Sie ja bereits zitiert haben, kurz: „Messfeierform und
Jugend versöhnen“. Da weiß jeder, worüber gesprochen werden kann. Oder wollen Sie nur wieder Breitseiten
auf die Liturgiereform vorbereiten?
@ jeremy Letztlich – außerhalb jeder Kirchenvorschrift – finde ich es einfach unhöflich, mich vor eine
Menge kniender Menschen zu stellen, obwohl ich davon ausgehe, dass ich störe. Und diese Leute stellen
da vorne eine Wand dar – auch für Kinder, die gerne mal was sehen möchten. Ich kann auch davon ausgehen,
dass die anderen ebenfalls das Stehen als die normale liturgische Haltung ansehen, so wie es auch in AEM/IGMR
beschrieben wird. Darin drückt sich die innere Haltung der Anbetung, des Auferstehungsglaubens und der
Zukunftsorientierung aus. Wer dann knien möchte, ist gewissermaßen selbst dafür verantwortlich und
darf sich dann nicht beschweren, dass andere stehen. Es steht jedem frei, nach ganz vorne zu gehen, freien
Blick zu haben und sich dann ggfs. zu den Einsetzungsworten auf den Boden zu knien (was ohnehin dem Sinn
des Kniens besser entspricht als eigene, womöglich noch gepolsterte Kniebänke).
RRR: mein ich doch gar nicht eben „Knien erwünscht“, aber nicht zwangsläufig, wenn es räumlich nicht
möglich ist. Und es ist räumlich immer dann unmöglich, wenn bei einer „Umordnung“ des Kirchenraums
die Kniebänke herausgenommen werden. Bald wird dies nicht nur in den ersten Bänken sein, sondern sobald –
geplant ist das – die Bänke aus der Kirche heraus und die Stühle drin sind – wird das Knien an keiner
Stelle der Kirche mehr möglich sein, es sei denn man versuchts in den Gängen auf dem Boden. Dahin gehen
die von Ihnen zitierten Vorschriften nicht. Die werden auch sonst nicht eingehalten, der Pfarrer – zum
Teil auch die anderen liturgischen Dienste – laufen zum Friedensgruß in der ganzen Kirche rum, die Hostien
werden bei der stehenden Handkommunion von den Gläubigen in den Kelch getunkt –- also kommen Sie mir
bitte nicht mit liturgischen Vorschriften. Letztlich – außerhalb jeder Kirchenvorschrift – finde ich
es einfach unhöflich, mich vor eine Menge kniender Menschen zu stellen, obwohl ich davon ausgehe, dass
ich störe. Und diese Leute stellen da vorne eine Wand dar – auch für Kinder, die gerne mal was sehen
möchten. Aber egal – ich wollte ursprünglich nur darauf hinweisen, dass einer, der hinten im Petersdom
steht, erstens meistens nichts dafür kann und zweitens durchaus fromm und interessiert der Eucharistiefeier
folgen kann, mitbeten und mitfeiern kann. Und dass das vorne stehen nicht unbedingt diese Haltung zeigt,
aber natürlich zeigen kann.
Überschüssige Priester Die überschüssigen Priester sollten lieber da zelebrieren, wo kein Priester
zugegen ist und keine NOM-Messe gehalten werden kann. 1000 Priester bei einer Eucharistiefeier ist ja
wohl ziemlich übertrieben. Da muss es doch eine sinistre Quelle geben, wenn für solche Event-Anlässen
plötzlich so viele Priester um einen Altar drängen. Und dann sind alle plötzlich wieder verschwunden
in ihren Residenzen und Studienhäusern bis zum nächsten Event…
@ jeremy Da stehen sie nun – unter anderem in Ermangelung einer Kniebank – auch während der Wandelung
und versperren so dem knieenden Kirchenvolk nicht nur den Blick. Ja und? So stehts in der AEM bzw. IGMR.
Knien zum Einsetzungsbericht erwünscht, aber nicht notwendig, wenn z.B. räumliche Gründe dagegen sprechen.
Wieso ist die Einhaltung kirchlicher Liturgievorschriften ein Beweis für fehlende Demut?
Gotthard Kann sein, dass da meine persönliche Erfahrung ne Rolle spielt – nämlich die einer Gemeinde,
in der die ersten Bänke eben nicht leer sind. Dort treffen sich regelmäßig – besonders in der ersten
„Bank“, vor der noch nicht mal ne Kniebank sondern rein gar nichts mehr vor den Altarstufen ist – die
Damen und Herren des Liturgieausschusses, die nicht im Einsatz befindlichen Lektoren und Kommunionhelfern,
um eben die Unsitte der leeren ersten Bank zu vermeiden – wie es der Pfarrer gewünscht hat. Da stehen
sie nun – unter anderem in Ermangelung einer Kniebank – auch während der Wandelung und versperren so
dem knieenden Kirchenvolk nicht nur den Blick. So ungefähr das Bild, dass ich bei meiner Mail vor Augen
hatte.
#14 Leblhuber 16:19:40 | Mittwoch, 20. Februar 2008
semper reformandus: @redaktion bitte die blasphemische Äußerung von matt2 löschen! Warum denn? Florian
Geyer hat kürzlich geschrieben: „„der katholische Glaube ist eine magische Fleischreligion. Wenn man
eine konsegrierte Hostie im Rahmen der Eucharistie isst ist dass dasselbe wie wenn man von Christus selbst
ein Stück Fleisch herausbeist.“ Das hätte gelöscht gehört. Es ist ja an ungustiöser Primitivität
nicht zu übertreffen. Steht aber noch immer da! Matt hingegen schreibt manchmal witzig und provokant.
Ich musste gerade herzlich lachen. Danke Matt!
Jesus hat doch oft genug im Freien gepredigt… was ist mit der Bergpredigt, oder man erinnere sich z.B.
an die Begebenheit bei der das Wunder der Brotvermehrung geschah. Da folgte ihm eine große Menschenmenge
bis zum See Genezareth. Man kann dies Wunder durchaus schon als eine Art Messe und Vorform der Eucharistie
ansehen. Für mich ist es lächerlich sich darüber zu beklagen. Die Jugendlichen werden auch des Geistes
teilhaftig werden, ohne, dass jeder von ihnen eine Hostie ins Mäulchen bekommt. Dieses konsekrierte Hostiengetue
geht mir schon langsam auf die Nerven. Das hat etwas beispiellos herablassendes ansich. So in der Art:
ja wenn Du schön brav und demütig bist, dann darfst Du mich empfangen aus der Hand meiner Priesterleins,
aber fass mich nicht an, ich bin ja so unnahbar. In einer Zeit, wo immer weniger Nachfrage nach „seinem
Leib“ besteht, sollte Er sich mal Gedanken machen, wie er ihn flotter unter die Menschen bringt, sonst
bleibt er vielleicht darauf sitzen.
#11 Gotthard 15:52:20 | Mittwoch, 20. Februar 2008
Frage Ist deswegen derjenige, der sich aus Demut und Bescheidenheit nicht in die erste Reihe quetscht,
weniger fromm und gesammelt?? was hat die Unsitte der leeren vorderen Bänke denn mit Demut und Bescheidenheit
zu tun?
hinten hinstellt Kein Mensch stellt sich in Papstmessen in dem Petersdom einfach irgendwo hin. Die Plätze
werden in der Regel zugewiesen. Letztlich ist es – m. E. – ziemlich daneben, jemandem, der die Romfahrt
als Pilgerfahrt ansieht, gut vorbereitet ankommt und die Feier mit dem Heiligen Vater als Messe feiert,
die der Höhepunkt der Wallfahrt ist abzusprechen, er sei mit dabei, um Anzubeten. Bei uns in unserer
Pfarrkirche sieht jemand der hinten kniet auch nicht unbedingt, was am Altar vor sich geht, wenn vor ihm
ein Großer seinen Platz eingenommen hat. Ist deswegen derjenige, der sich aus Demut und Bescheidenheit
nicht in die erste Reihe quetscht, weniger fromm und gesammelt??
@ kaylet Gut. Damit haben Sie dann aber auch das Tradi-Argument entkräftet: „Weil in den neuen Hochgebeten
und Orationen nicht mehr so oft das Wort „Opfer“ vorkommt wie vorher, deswegen ist der Opfergedanke eliminiert.“
Danke sehr!
Fussballspiel statt Messe Je größer die Distanz Geschehen, desto geringer die Intensität des Geschehens
beim Publikum. Das kann doch als Daumregel gelten. Wer sich im Petersdom ganz hinten hinstellt, ist wohl
nicht mit der Absicht gekommen, der Papstmesse mit der gebührenden Anbetungsgesinnung beizuwohnen. Ähnlich
mag es auch bei den Events auf dem Petersplatz sein. Das sind Dimensionen, über die Jesus beim letzten
Abendmahl nicht verfügen konnte. Da steht das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Deshalb müsste keine
Messe zelebriert werden. Ein Fußballspiel wäre bestimmt genauso gemeinschaftsstiftend, wenn nicht noch
mehr, bei immerhin 22 Akteuren und jeder Menge Fußvolks.
@ RRR und Stimme der Vernunft Es wird langsam lächerlich, immer die gleiche Strategie zu verwenden. Etwas
wird Wort für Wort genommen, um sich dann in überheblicher Manier darüber lustig zu machen. Semantisch
ist das aber sinnlos, denn so funktioniert Sprache nicht. Es gibt den wichtigen Aspekt der Intention,
d.i. das mit der Aussage Gemeinte. Näheres lesen Sie bitte unter dem Stichwort: Sprechakttheorie im Internet
nach. Was der Papst meint, ist hier jedem Interessierten sofort klar. Also: Ich bin hier vorwiegend Leser
und es interessiert mich, die Argumente, die aufeinander prallen, zu lesen. Aber Ihr sinnloses Wortgereite
geht mir auf den Keks. Mit Vernunft hat dieses Sprachverständnis nichts zu tun, denn jeder vernünftige
Sprachakt setzt die Kooperationsbereitschaft des Gegenüber voraus.
#4 thaumaturgos 15:14:56 | Mittwoch, 20. Februar 2008
das ist nichts neues …Darum reist sein Zeremonienmeister, Prälat Guido Marini, in den nächsten Tagen
in die USA und nach Australien. Dort wird er die Örtlichkeiten inspizieren, wo die Papstmessen zelebriert
werden, und anschließend die Verantwortung für die Liturgien selber übernehmen. … das hat auch schon
Bischof Marini gemacht
Distanz Damals herrschte die Meinung vor, daß eine Anbetung auch bei einer gewissen Distanz durchgeführt
werden könne Puh, darf man denn dann überhaupt noch beten? Ich meine, weiss ich denn, ob Gott gerade
im Zimmer ist wenn ich beten will? Wie groß darf denn die Distanz sein?
Unfug Damals herrschte die Meinung vor, daß eine Anbetung auch bei einer gewissen Distanz durchgeführt
werden könne, während die Zelebration der Messe eine limitierte Gemeinschaft voraussetze, die in der
Lage sei, an den heiligen Geheimnissen teilzunehmen. Dann darf der Papst auch keine Messen mehr im Petersdom
abhalten. Dort in der letzten Reihe zu stehen, bedeutet ungefähr dieselbe Distanz wie bei einer Freiluftmesse.