Durch die Jahrhunderte + Das letzte Gerücht + Die Provokation gehört zum Geschäft + Euthanasie wieder legalisiert + Geistliche Gemeinschaften?
Durch die Jahrhunderte
Vatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz sprach Papst Benedikt XVI. über den
Heiligen Augustinus, den produktivsten aller Kirchenväter. Der Heilige Vater nannte etwa seine Autobiographie,
die „Bekenntnisse“, den „Gottesstaat“ oder das Werk „Über die Dreifaltigkeit“. Der sterbende Augustinus
verfügte, seine zahlreichen Werke sorgsam zu bewahren.
Das letzte Gerücht
Deutschland. Bischof Gerhard
Ludwig Müller von Regensburg ist angeblich dafür vorgesehen, in Rom die Nachfolge von Walter Kardinal
Kasper als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen anzutreten.
Die
Provokation gehört zum Geschäft
Deutschland. Der diesjährige Stuttgarter Homo-Marsch steht unter dem
Motto „Ich glaube“. Die Homo-Ideologen wollen den Begriff nicht ausdrücklich mit der Religion in Verbindung
bringen. Das erklären sie in einer Pressemeldung. Wichtig sei der Glaube an die Freiheit und Gleichheit
jedes Individuums. Die Provokation der Kirche „gehöre zum Geschäft“. Die örtliche ‘Evangelische Allianz’
kritisiert den Mißbrauch des Wortes.
Euthanasie wieder legalisiert
Luxemburg. Das luxemburgische Parlament
hat am Dienstag abend die Euthanasie legalisiert. Kranke, die einen angeblich überlegten Todeswunsch
schriftlich festhalten, können damit straffrei entsorgt werden. Betroffen sind auch Jugendliche im Alter
von 16 bis 18 Jahren. Sie dürfen mit Zustimmung der Eltern beseitigt werden. Willensunfähige Patienten
werden vergiftet, wenn eine entsprechende Patientenverfügung vorliegt.
Geistliche Gemeinschaften?
„Wenn
sich unsere Pfarreien, unsere kirchlichen Verbände und Gruppen als geistliche Gemeinschaften verstehen
wollen, kommen wir ohne die regelmäßige Einzelbeichte nicht aus.“
Aus dem Hirtenwort zum zweiten Fastensonntag
von Bischof Gregor Maria Hanke von Eichstätt.
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33 Lesermeinungen
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Euthanasie wieder legalisiert? 21 Juni, 2009 – 17:50 Bundestag beschließt umstrittenes Gesetz zur Patientenverfügung
Nach jahrelanger Diskussion hat der Deutsche Bundestag am 18. Juni mit einer Mehrheit von 320 zu 241 Stimmen
beschlossen, sogenannte Patientenverfügungen gesetzlich verbindlich zu machen, d.h. Ärzte sind künftig
verpflichtet, den erklärten Sterbewillen eines Patienten zu vollziehen. www.bueso.de/…r-patientenverfugung
EIR-Historiker Chaitkin in Washington: Menschenrecht auf Leben verteidigen statt Euthanasiepolitik! www.bueso.de/…tt-euthanasiepolitik www.bueso.de/…yrannei-ist-was-dann 1 Januar, 2010 – 15:03 Widerstand gegen US-Gesundheitsreform: „Wenn
das keine Tyrannei ist, was dann?“ Das LaRouche Political Action Committee LPAC (www.larouchepac.com)
hat kurz nach Weihnachten eine große Öffentlichkeitsmobilisierung in Gang gesetzt, um zu verhindern,
daß das im Senat von Senator Harry Reid durchgepaukte „Gesundheitsreformgesetz“ endgültig im Kongreß
verabschiedet wird. Auch die drei LPAC-Jugendkandidaten für die anstehenden Wahlen wie Kesha Rogers im
22. Wahlbezirk des US Kongresses (Texas) führen ihre Kampagnen ausdrücklich gegen diese Verletzung der
amerikanischen Verfassung und verlangen, daß das Gesetz umgehend zurückgezogen wird.
#31 Puchil2 † 17:35:12 | Donnerstag, 21. Februar 2008
An Rübezahl Dann sind wir uns ja einig, dass sich die Form der Buße (Einzel-Privat-Ohrenbeichte) ändern
kann. Das heißt in Bezug auf die Aussage von Bischof Hanke: Die sakramentale Form der Buße, die bisher
üblich war, (Privatbeichte…) ist nicht das Entscheidende: Wichtig ist, dass das Wesen der Buße in
Zukunft erhalten bleibt, in welcher Form auch immer. Was die Form anlangt ist viel Raum für kreative
neue Lösungen, wie uns die Geschichte zeigt.
#30 bonifatius 17:29:07 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Bischof Hanke erinnert an ein altes Rezept Bischof Hanke bringt ein altes Rezept wieder in Erinnerung,
gesunde Menschen vor Krankheit zu bewahren und Kranke gesunden zu lassen. Doch zu dieser Erkenntnis bedarf
es wiederum keiner „hochgeistigen Theologie“ oder Theorie. Warum gibt es heute so viele Depressionen?
Ein mir sehr nahe stehender Freund lag nach einer lebensbedrohenden, schweren OP im Krankenhaus danieder
und nahm an, daß ihm niemand mehr helfen konnte außer Gott. Doch die sorgende Stationsleitung schickte
ihm immer wieder promovierte Psychotherapeuten, bis er diese Hilfestellung abwürgte mit der Bitte um
einen „Beichtvater“(Priester). Dieses nicht leicht erfüllbare Ansuchen half ihm sehr. Resümeebei den
Medizinern: Diesem Patienten konnten wir mit unserer Psychologie nicht mehr helfen; der glaubte zu sehr
an Gott.
#29 Rübezahl 17:17:27 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ Puchil 2 Die Glaubenswahrheit ist die Vergebung der Sünden – welche Form dieser am angemessensten ist,
kristallisiert sich in engem Zusammenhang mit der tieferen Erschließung dieser Wahrheit (konkret z.B.
hier: ist die Vergebung der Sünden nur nur einmal oder öfters möglich ist?) heraus. Insofern sagte
ich, dass sich eine Glaubenswahrheit nie ändern kann, sondern sich nur tiefer erschließen kann. Da wir
aber in einer dinghaften Welt leben – um mal bissl philosophisch daher zu reden – müssen sich geistige
Erkenntnisse auch irgendwie aktuieren, dies tun sie dadurch, dass sich äußere Formen ändern. –--- @ Artois:
Wenn Sie mit Argumenten an die Wand gefahren wurden & Sie nicht mehr weiter wissen, bleibt Ihnen da nur
noch: „Hüte Deine Zunge, Du Schleimscheißer!“ ?? Sie – als Spezialist in solchen Dingen – können mir
sicher erklären, wie Sie einen solchen Ausdruck mit dem Hauptgebot des Herrn vereinbaren! Liebe Grüße
der Rübezahl
#27 Puchil2 † 17:01:25 | Donnerstag, 21. Februar 2008
An Rübezahl Seit wann ist denn die Form der Buße (Einzel-Privatbeichte) eine Glaubenswahrheit (wie zum
Beisp. die Wesensgleichheit von Vater und Sohn)! Wenn das der Fall wäre, dann hätte sich im Laufe der
Geschichte eine Glaubenswahrheit oft verändert!
#26 Rübezahl 15:42:32 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ Artois & Höllenzuweisung Artois: „Dignitatis humanae ist Häresie. Wer daran glaubt, oder es zitiert,
kommt in die Hölle.“ 1. Selbst die Priester der FSSPX ZITIEREN aus Dignitatis humanae – kommen auch jene
Ihrer Meinung nach in die Hölle? 2. Man kann nicht an eine Erklärung „Dignitatis humanae“ glauben, bestenfalls
an ihre Inhalte. 3. Zeigen Sie mir hier und jetzt auf, was an den unten von mir zitierten Inhalten Häresie
ist! 4. Im übrigen: Wenn das Lehramt sagt, jemand verleugne einen Glaubensinhalt, formuliert es bestenfalls
„anathema sit“ – von Hölle ist da keine Rede. 5. Vielmehr ist es Lehre der Kirche, dass „nur“ derjenige
nicht in den Himmel kommen kann, der im „Stande einer unbereuten Todsünde“ stirbt. 5.1 Reflektieren Sie
an dieser Stelle einmal, was die Voraussetzungen für eine solche Sünde sind. 5.2 Von einer eventuell
späteren Reue sei hier erst gar nicht die Rede. 5.3 Können Sie als Außenstehender beurteilen, ob unter
5.1 genannte Voraussetzungen in einem Einzelfall zutreffen? 6. Von daher: Behauptungen: „Wer … der kommt
in die Hölle“ sind Blablabla aber nicht katholisch. Grüße Rübezahl
#25 Leblhuber 15:38:59 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Lieber Rübezahl! Es entspricht also völlig der Wesensart des Glaubens, daß in religiösen Dingen jede
Art von Zwang von seiten der Menschen ausgeschlossen ist. Leider hat sich die Kirche selbst an diesen
Satz nicht gehalten. Erst die verlorene weltliche Macht verhalf ihm zur Geltung. Die Kirche hat, seit
sie Staatsreligion wurde, immer Zwangsmittel angewendet. Ich erinnere nur an die Entführung des kleinen
Mortara 1858, die Pius IX zu verantworten hatte. Die Grauslichkeiten der Zwangsbekehrung und der tödlich
brutale Umgang mit vermeintlich Abgefallenen oder Häretikern füllen die Geschichtsbücher. Diese Art
von selektiver Wahrnehmung verhilft uns nicht zur Glaubwürdigkeit. Und Sie wissen selbst, dass gerade
hier in diesem Forum das 2. Vatikanische Konzil mit seinen Erklärungen bei vielen Forumsteilnehmern nicht
sehr hoch im Kurs steht, das betrifft auch Dignitatis humanae.
#24 Benedikt 15:28:51 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ Artois Bei dem Dokument gibt es nichts zu glauben, Artois. Sind Sie jetzt unter die berufmäßigen Wortverdreher
gegangen, oder was? Ist Ihnen das Pöbeln zu langweilig geworden?
#22 Rübezahl 15:18:36 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ kath.Sachs @ regelmäßige Beichte kath.Sachs: „Niemand wird die „regelmäßige“ Einzelbeichte mehr
einführen können. Die Zeiten sind vorbei.“ Die REGELMÄßIGE Beichte ist – ganz im Gegensatz zu Ihrem
obigen Satz – BESTÄNDIGE Empfehlung der Kirche, AUCH was die läßlichen Sünden betrifft. An anderer
Stelle halten Sie selbst Postern vor, dass -sinngemäß – deren Katechese mangelhaft gewesen zu sein scheint …
Um so mehr empfehle ich IHNEN die Lektüre des aktuellen KKK, welcher in dieser Angelegenheit ganz wunderbar
formuliert: „1458 Das Bekenntnis der alltäglichen Fehler, der läßlichen Sünden, ist genaugenommen
nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdrücklich empfohlen [Vgl. K. v. Trient: DS 1680; CIC, can.
988, § 2]. Das regelmäßige Bekenntnis unserer läßlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen
zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen
Leben zu wachsen. Wenn wir in diesem Sakrament öfter das Geschenk der Barmherzigkeit Gottes empfangen,
wird es uns drängen, selbst barmherzig zu sein wie er [Vgl. Lk 6,36].“ und: „1493 Wer mit Gott und der
Kirche versöhnt werden will, muß dem Priester alle schweren Sünden beichten, die er noch nicht gebeichtet
hat und an die er sich nach einer sorgfältigen Gewissenserforschung erinnert. Obwohl es an sich nicht
notwendig ist, läßliche Sünden zu beichten, wird dies von der Kirche nachdrücklich empfohlen.“ Liebe
Grüße der Rübezahl
#19 kath.Sachs † 15:00:37 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ratibor „Man braucht die regelmäßige Einzelbeichte nicht wieder einführen, es gibt sie. Die Tatsache,
dass nur ein kleiner Teil der Leute dieses Sakrament regelmäßig empfangen ist aber auch auf das dumme
Gerede vieler Geistlicher in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen.“ Ja, ja die bösen bösen Pfarrer …
Es wäre zu schön, wenn ein Fundamentalist seine Ideologie fallen lassen und ohne Andersdenkende zu verunglimpfen
einfach der Wirklichkeit ins Auge schauen würde. – Natürlich gibt es die Einzelbeichte. Sie haben aber
meinen Text vielleicht nicht verstanden: Es geht um die regelmäßige Beichte, die die lässlichen Sünden
betrifft. Diese Beichte entspricht eher dem seelsorglichen Gespräch, für das die Pfarrer heute eh kaum
mehr Zeit haben. Es wäre eine glatte Überforderung der Gläubigen ebenso wie des Pfarrers, wollte man
hier an pastoralen Strukturen festhalten, die weder dem „Pönitenten“ noch dem Seelsorger entsprechen.
Das Einhorn gibt es auch – aber das kommt nicht gerade häufig vor.
#16 Rübezahl 14:38:50 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ RRR Einen wunderschönen guten Nachmittag, RRR! Dignitatis humanae (worauf Sie wohlanspielten) sagt,
indem es sich sehr schön auf die ständig von den Vätern verkündete Lehre bezieht: „Es ist ein Hauptbestandteil
der katholischen Lehre, in Gottes Wort enthalten und von den Vätern ständig verkündet, daß der Mensch
freiwillig durch seinen Glauben Gott antworten soll, daß dementsprechend niemand gegen seinen Willen
zur Annahme des Glaubens gezwungen werden darf. Denn der Glaubensakt ist seiner Natur nach ein freier
Akt, da der Mensch, von seinem Erlöser Christus losgekauft und zur Annahme an Sohnes Statt durch Jesus
Christus berufen, dem sich offenbarenden Gott nicht anhangen könnte, wenn er nicht, indem der Vater ihn
zieht, Gott einen vernunftgemäßen und freien Glaubensgehorsam leisten würde. Es entspricht also völlig
der Wesensart des Glaubens, daß in religiösen Dingen jede Art von Zwang von seiten der Menschen ausgeschlossen
ist.“ Dies sind wunderbare Satze, welche man voll und ganz unterstreichen kann! – Ich hoffe, Ihrer Nachfrage
hiermit nachgekomen zu sein. Liebe Grüße der Rübezahl
@ Rübezahl Ich weiß ein weiteres Beispiel, dem Sie mir auch sicher zustimmen werden, wenn Sie so optimistisch
sind, was die Entfaltung der Glaubenswahrheit im Laufe der Geschichte angeht: Es hat fast 2000 Jahre gedauert,
bis die Kirche verstanden hat, dass die Religionsfreiheit ein von Gott gegebenes Recht des Menschen ist
#14 Ratibor 14:07:27 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@kath.Sachs Man braucht die regelmäßige Einzelbeichte nicht wieder einführen, es gibt sie. Die Tatsache,
dass nur ein kleiner Teil der Leute dieses Sakrament regelmäßig empfangen ist aber auch auf das dumme
Gerede vieler Geistlicher in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen. Diese sind mit der Behauptung hausieren
gegangen, dass man die Beichte nicht brauche. Im Grunde haben sie aber suggeriert, dass man sie nicht
mehr wollte. Es ist verständlich, denn schließlich ist es leichter, sich seine Sünden wegzulügen und
wegzuargumentieren, als sie zu bereuen und zu bekennen. So sind sie auf bereitwillige und offene Ohren
bei den Menschen gestoßen. Auch pseudo-historische Argumente wurden da immer gerne angeführt. Wenn wir
aber die frühchristliche Bußpraxis als Maßstab heranziehen, dann führt es heute dazu, dass wir alle
Menschen in schwerer Sünde aus der Gottesdienstgemeinschaft dauerhaft ausschließen müssen, bis sie
es sich zutrauen, nach der nur einmal möglichen Lossprechung den Rest ihres Lebens im Gnadenstand zu
verbringen. Und wehe, die von Ihnen angesprochene „Wurzelsünde“ (wobei nicht ganz klar ist, was sie darunter
verstehen) ist dann damit nicht überwunden. Die Einzelbeichte (natürlich nicht für Bagatellen) ist
gerade darum für ein christliches Leben wertvoll (Gnade, Bewährung, Wachstum, …). Das zeigt Bischof
Hanke sehr schön in seinem Hirtenwort. Und dafür sollten wir bei den Menschen werben – nicht alle möglichen
Argumente finden, warum man sie davon fernhält.
#13 Rübezahl 13:30:09 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ kath.Sachs & Beichte Ah – kath.Sachs, einer meiner Lieblingsposter hier! Ich grüße Sie! kath.Sachs:
„Dem Bischof ist vielleicht nicht bewußt…“ was soll dieses alberne süffisante Anfragen? Das von Ihnen
(im Prinzip durchaus richtig) kurz Aufgeführte bezüglich der historischen Entwicklung der Beichte, sind
absolute GRUNDKENNTNISSE in der Kirchengeschichte – jeder Erst-/Zweitsemestler kann das im Schlaf runterbeten…
Glauben Sie allen Ernstes, dass ein Doktor der Theologie dies nicht wissen würde? Und WAS wollen Sie
fernerhin mit Ihrer Ausführung bezwecken? – Dies stand doch bei Hanke gar nicht zur Debatte! Man kann
es wohl nur dahingehend deuten, dass Sie implizit damit aussagen wollen: Siehst Du, lieber Bischof, damals
war die regelmäßige Beichte schon nicht notwendig, also ist sie’s heute auch nicht. So leicht isses
aber – wie so oft – nicht! Die Glaubenswahrheiten der Kirche sind nicht in voller Pracht & Entfaltung
in einem Moment vom Himmel gefallen! Vielmehr mussten sie sich – insbesondere in den ersten JH – erst
immer mehr und tiefer erschließen (GLEICH blieben die Wahrheiten AN SICH IMMER) Beispiele: Wesensgleichheit
des Sohnes mit dem Vater: erst 300 Jahre später (n. Chr.) Christus wahrer Gott und wahrer Mensch: erst
gute 400 Jahre später usw… Die Kirche befand sich insbes. in den ersten JH noch in der Phase des tieferen
Erschließens von Wahrheiten – „anachronistische Rücksprünge“ erscheinen diesbezüglich also nicht besonders
sinnvoll! Liebe Grüße Rübezahl
#12 kath.Sachs † 12:27:39 | Donnerstag, 21. Februar 2008
kommen wir ohne die regelmäßige Einzelbeichte nicht aus. Dem Bischof ist vielleicht nicht bewußt, daß
die Kirche viele Jahre gar keine Einzelbeichte, ja gar keine Beichte kannte, weil es nach der Taufe eigentlich
kein „zurück“ mehr gab. Erst durch den massenweisen Abfall in der Verfolgungszeit ist die einmalige(!)
Beichte eingeführt worden, um eine Rückkehr in die Kirche (nach umfangreicher Buße) zu ermöglichen.
Die Massenbeichten des letzten Jahrhunderts haben entscheidend dazu beigetragen, daß sie heute nicht
mehr praktiziert wird: Wegen jeder „Pimpernelle“ sollte der Priester aufgesucht werden, wo eine Versöhnung
mit dem Nachbarn genügt hätte. Dadurch ist die wirkliche „Wurzelsünde“ aus dem Blick geraten, die tatsächlich
eine Beichte heilsnotwendig macht. Die Beichte sollte also wieder auf ihren eigentlichen „Grund“ zurückgeführt
werden: Die frühe Kirche nannte die Beichte „die zweite Taufe“, weil sie in den Gandenstand zurückführte,
der durch die Wurzelsünde verloren geht. Niemand wird die „regelmäßige“ Einzelbeichte mehr einführen
können. Die Zeiten sind vorbei.
#11 Aleph † 11:44:11 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Schlangen vor den Beichtstühlen? Die Einzelbeichte ist keine schlechte Einrichtung. Sie ist nur vor dem
zweiten vatikanischen Konzil ziemlich in Verruf gekommen. Wer Marmelade genascht oder seinen Körper wohlgefällig
angeschaut hat, hat doch keine beichtenswerte Sünde begangen. In der Regel waren das aber die Hürden,
die immer mehr Katholiken veranlasst haben, höchstens nur einmal im Jahr zur Beichte zu gehen. Es war
die übliche österliche Pflichtkür, der man sich widerwillig unterzogen hat. Von diesem sinnentleerten
Wechselspiel Sünde-Beichte-Sünde-Beichte, ohne dass sich grundlegend beim Einzelnen etwas geändert
hätte, hat sich die Beichte seither nicht mehr erholt. Sie war zu einem abspulbaren Ritual erstarrt.
Da wird Bischof Hanke (Eichstätt) Kärrnerarbeit leisten müssen, um bei seinen Diözesanen wieder die
rechte Beichtgesinnung zu wecken. Bestimmt wird er aber nicht erreichen, dass plötzlich Beichtwillige
in Schlangen vor den Beichtstühlen harren, um beichten zu dürfen.
#10 Puchil2 † 11:30:13 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Bischof Hanke: Einzelbeichte In den ersten Jahrhunderten ist die Kirche sehr wohl ohne private Einzelbeichte
ausgekommen. Oder schmorren die alle in der Hölle?
#9 Aleph † 11:28:13 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Agiafortuni Soll die Kirche den rechten Glauben wiederfinden, dann gehört diese Einrichtung aufgelöst.
Zumindest unterstellen Sie der Kirche den rechten Glauben verloren zu haben. Sonst brauchte sie ihn ja
nicht wieder zu finden. Meinen Sie nicht, damit eine doch ziemlich verwegene und angreifbare Meinung geäußert
zu haben? Kirche ist die Gemeinschaft der Glaubenden, der Getauften. Der Glaube hat sich gewandelt im
Verlauf der Zeit, aber zum unrechten Glauben ist er ja wohl nicht mutiert. Was ist auch unrechter Glaube?
Wenn der Mensch überhaupt des Glaubens fähig ist, ist das doch gut. Wer dürfte sich da erheben festzustellen,
wer denn den rechten und den unrechten Glauben habe. Das steht eigentlich nur G’tt zu, dies zu beurteilen,
niemals aber Menschen. Allein schon die Anmaßung hat in der Menschheitsgeschichte schon häufig zu großen
Vebrechensorgien geführt, wenn manche Herrscher gar zu sehr von ihrem rechten Glauben überzeugt waren.
#7 Agiafortuni 11:17:37 | Donnerstag, 21. Februar 2008
hat er es wirklich verdient? wenn Bischof Müller tatsächlich die ihm zugeschriebenen Eigenschaften besitzt,
so ist sein Platz bestimmt nicht an der Spitze einer derart fragwürdigen Einrichtung wie den von Kardinal
Bea, unseligen Gedenkens, ins Leben gerufenen Einheitszirkus. Soll die Kirche den rechten Glauben wiederfinden,
dann gehört diese Einrichtung aufgelöst. Ohne die Blindheit der Konzilspäpste hätte nämlich eine
solche Einrichtung niemals eine derartige Bedeutung erlangt.
Bischof Müller Bischof Müller wäre dafür gut geeignet. Er wäre es auch als Bischof von München-Freising
gewesen hätten ihn die Liberalen nicht fertig gemacht. Eine Menschliche Tragödie. Man kann nur hoffen
dass Papst Benedikt XVI. diesen fähigen Mann an entscheidender Stelle in der Kirche einsetzt!
#4 Aleph † 10:53:37 | Donnerstag, 21. Februar 2008
ExBochumer Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass etliche Regensburger Diözesanen nach Müllers Weggang
aufatmen werden. Sie kennen doch das Peter-Prinzip?
#3 ExBochumer † 10:46:41 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Bischof Müller hat kein Porzellan zerschlagen. Er hat sich durch diverse Entscheidungen als Oberhirte
erwiesen, der nicht so ein Hampelmann ist, wie einige andere deutsche Bischöfe. Bischof Müller ist ein
mutiger Oberhirte. Daß natürlich auch ein Bischof wie Müller Fehler macht (wenn es denn überhaupt
welche waren), so liegt das in der Natur der Menschen. Oder sollte jetzt sogar schon Rom kapitulieren
vor den kirchenzerstörerischen Kräften aus den eigenen Reihen und den Politikern, die Bischof Müller
„weghaben“ wollen?
#2 Aleph † 10:33:40 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Sensibel für die Ostkirchen? Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg ist angeblich dafür vorgesehen,
in Rom die Nachfolge von Walter Kardinal Kasper als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der
Einheit der Christen anzutreten. Es muss keine klaffende Wunde sein, die Bischof Müller zurücklässt.
Nachdem er in seinem Bistum schon genug Porzellan zerschlagen hat. Ihn dann aber als Nachfolger des weltzugewandten
Katinal Kasper zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen vorzusehen,
ist schon ziemlich mutig. Immerhin stünde Müller in der indirekten Nachfolge des begnadeten Kardinal
Bea. Vielleicht hat ihn auch die Nähe des ostkirchlichen Instituts in Regensburg speziell für die Ostkirchen
sensibel gemacht. Wäre auch schon ein Vorteil, nicht zuletzt auch für das Bistum Regensburg, einmal
aus dem Schatten ins Tageslicht zu treten.
#1 ExBochumer † 10:23:28 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Wenn Bischof Müller … Regensburg als Oberhirte Regensburg verlassen würde, hinterließe er eine klaffende
Wunde. Und dann wieder der berühmte „Eiertanz“: Wer kommt danach? Die Progressiv-antikatholischen Kräfte
werden sich die Hände reiben. Woher stammt eigentlich das Gerücht?