Der ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt’ hat dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz einen Tip gegeben, wie er den von ihm angerichteten Schaden mindern kann. Der Text im Wortlaut.
Erzbischof Robert Zollitsch
(kreuz.net) Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg sollte mit einem Rücktritt als Vorsitzender der
deutschen Bischofskonferenz den Schaden mindern, den seine Zölibatsdiskussion in der Kirche angerichtet
hat.
Bei seinem ersten Gespräch mit der nichtkirchlichen Presse legte der neue Vorsitzende ein altes
Reizthema aufs Tablett. Im ‘Spiegel’-Interview sprach er sich beim Thema Zölibat „gegen Denkverbote“
aus.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz „denkt über ein Ende des Zölibats nach“ – folgerte der ‘Spiegel’
logischerweise, zumal der Freiburger Erzbischof eine stichhaltige Begründung liefert:
Die Verbindung
zwischen Priestertum und Ehelosigkeit sei „nicht theologisch notwendig“ – also nur kirchenpraktisch begründet.
Im zweiten Teil des Gesprächs führte der Erzbischof seine Überlegungen kirchenpolitisch ad absurdum:
Für die Abschaffung des Zölibats wäre ein Konzil notwendig, das derzeit von niemandem angestrebt wird.
Für eine Zölibats-Revolution würde auch niemals ein Konzils-Konsens gefunden werden – ist Erzbischof
Zollitsch überzeugt.
Warum um alles in der Welt und Kirche macht dann der neugewählte Vorsitzende der
Deutschen Bischofskonferenz vor der erstaunten Öffentlichkeit die Zölibatsdebatte zu seinem primären
Programmpunkt?
Auch wenn der Erzbischof in zwei weiteren Interviews inzwischen zurückgerudert ist, auch
wenn der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller sich gegen eine „Neuauflage der alten Zölibatsdebatte“
ausspricht:
Der Schaden, den der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz mit seinem Erstinterview angerichtet
hat, ist immens.
Innerkirchlich hat er jene Kräfte gestärkt, die schon immer gegen das Zölibat waren,
weil sie Amt und Sakrament des Priestertums als banale Leitungsfunktion betrachten – ähnlich wie bei
den protestantischen Gemeinschaften.
Für die heutigen Priester ist der Vorstoß zur neuen Zölibatsdebatte
ein Schuß in den Rücken, insofern der Erzbischof ihnen signalisiert, daß der bewährte und wohlbegründete
Priesterzölibat zur Diskussion und Disposition gestellt werden kann.
Auch für die Seminaristen und
Seminar-Kandidaten bedeuten die Denkübungen eines herausgehobenen deutschen Bischofs zum möglichen Ende
des Zölibats eine schwere Verunsicherung auf dem Weg zum Priestertum.
Erzbischof Zollitsch sollte sich
ernsthaft überlegen, ob er mit einem Rücktritt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nicht
den beträchtlichen Schaden, den er mit seiner völlig überflüssigen Neuauflage der unfruchtbaren Zölibatsdebatte
angerichtet hat, von der Kirche abwenden oder wenigstens minimieren kann.
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#97 Andreas777 18:40:07 | Montag, 25. Februar 2008
Glaubensveräter Robert Zollitsch Ich frage mich warum der Papst überhaupt zuläßt, das ein Glaubensverräter
wie Robert Zollitsch überhaupt Bischof sein kann. Demjenigen dem das Zölibat nicht paßt, der kann ja
zu der evangelischen Kirche wechseln, bei denen ist eh alles egal.
#95 Regina 1961 12:07:11 | Freitag, 22. Februar 2008
@Strepto Ist auch wirklich ehrlich gemeint! Man muß bei allen Meinungsverschiedenheiten immer noch eine
gewisse Form wahren. Und es heißt natürlich nicht in dem sondern in der Klo… LG Regina1961
#92 ExBochumer † 11:24:49 | Freitag, 22. Februar 2008
Auch ich spreche mich für die Entfernung dieses „Schmierfinks“ aus. Aber zum Thema: Zollitsch hat jetzt
endgültig bewiesen, wie es um seine Katholizität bzw. sein Kirchenverständnis und seine Haltung zur
römischen Kurie bestellt ist. Wie kath.net meldete, hat er auf die Frage, ob seines Erachtens die „evangelische
Kirche“ Kirche sei, nicht geantwortet. Sein Sekretär verwies lediglich auf das „Spiegel-Interview“, wo
er wörtlich meinte: „Ja, sie ist eine Kirche, aber eine andere. Nach katholischem Verständnis ist sie
nicht im vollumfassenden Sinne Kirche. Sie ist Kirche. Ich kann ihr das nicht absprechen.“ Zu einem derartigen
Typen können sich die Wähler Zollitsch’s zum Vorsitzenden der DBK – insbesondere Lehmann – auf die Schultern
klopfen.
#90 Regina 1961 11:07:41 | Freitag, 22. Februar 2008
@Aliatus Ich habe Ihre Namen der Redaktion gemeldet und um Entfernung dieses Wischs gebeten. Ferner wäre
ich für eine Sperrung Ihrer Person aus diesem Forum. Mit Ihren Atacken gegen den EB lehnen Sie sich einfach
zu weit aus dem Fenster. Regina1961
@Hans: also entweder Sie verwechseln mich, oder kennen mich besser, als ich mich selbst… Ich bin mir
nicht ganz im klaren über dieses Statement von Ihnen. Wenn Sie meinen, ich wäre jemand bestimmtes, dann
sagen Sie es frei raus, damit ich dazu Stellung nehmen kann. Es liegt mir momentan nicht viel daran einen
Mythos um meine Person aufzubauen, vorallem nicht einen, den ich selber nicht durchschaue. Mit diesen
Zeitangaben: „letzter November“ bzw. „1986“ kann ich nicht viel anfangen. Ist das ganze überhaupt sarkastisch
gemeint, oder was soll das? Bitte um Aufklärung… ich erfahre gerne mehr über mich.
#85 Hans Bendix 02:20:00 | Freitag, 22. Februar 2008
Ja, lieber matt, Du bist kein Liberaler, als Liberaler käme man ja in Versuchung, andere die sein zu
lassen, die sie sind. Aber, mußt Du nicht in dem Wahlamt, das Du seit November innehast, andere die sein
lassen, die sie sind? Ich gebe Dir natürlich recht: Auch wenn Du jetzt Oberfilibuster geworden bist,
heißt das noch lange nicht, daß Du die Filibuster sein lassen müßtest. Nein: Endlich darfst Du bestimmen,
wo es langgeht. Das ist Dir vor langer Zeit (ca. 1986) ja versagt geblieben. Damals mußtest Du tun, was
der Oberfilibuster wollte. Aber heute bist Du es selbst; und Archidiakon wirst Du auch noch werden! Was
täten sie nur ohne Dich! Kein Dach über dem Kopf hätten sie mehr ohne Dich, Du Gottgesandter, und Deine
Spendenaufrufe! Es gibt niemanden, der nicht stolz wäre, von Dir als Bruder bezeichnet zu werden!
#84 matt2 † 22:55:39 | Donnerstag, 21. Februar 2008
der Islam hat in Europa keine Rechte! ich bin nicht interessiert an diesem Kult und seiner Kultur. Die
widerspenstigen, weichgekochten Liberalen, diese Widersacher in den eigenen Reihen wollen vereiteln, dass
Europa wieder das ist, was es immer war: ein christlicher Kontinent. Sie muss man bekämpfen und dann
natürlich die Moslems. Die Arroganz dieser Araber ist unerträglich. Man muss ja als Europäer einen
Zorn kriegen. Was bilden die sich ein? Sollens daham bleiben mit ihrem Mohammed, dieses morbide Pack.
Ich habe für die keine Achtung. Ich weiss ja, wie die über Christen denken. Wird zeigt, dass man denen
wieder zeigt wo Gott wohnt.
#79 raindance1 † 22:23:39 | Donnerstag, 21. Februar 2008
ne kath.Sachs Heinrich hat festgestellt (in einem anderen Beitrag) das ich in der untersten Schublade
sitze. Das heisst, Heinrich wühlt in der untersten Schublade und findet mich…und wer in der untersten
Schublade wühlt der wird niemals Papst.
Lieber kath.Sachs, Priester will ich nicht werden, Bischof kann ich nicht werden und Papst könnte ich
werden, wenn auch nicht zur Zeit, ich würde aber vermutlich ablehnen und Sie vorschlagen.
#76 kath.Sachs † 22:19:19 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@HeinrichvonOfterdingen: „Lieber Steini, lieber raindance,wenn die Kirche eine politische Partei wäre,
dann bekäme der Gute jetzt ein Parteiausschlußverfahren“ Jawoll und dann wird er gevierteilt, gerädert
und noch einmal von vorne gefoltert. Und der Heinrich, ja der Heinrich, der sorgt schon dafür, daß dieser
Zolliesel oder so, daß der jedenfalls richtig schön ausgeschlossen und bestraft wird. Jawoll, da steht
der Heinrich schon gerade dafür und so … Na ja, jedenfalls wird er das auf jeden Fall beantragen, wenn
er Priester, Bischof und dann Papst geworden ist, Jawoll!!!!
#75 raindance1 † 22:18:12 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Lieber Heinrich warum führen wir so ein Ausschussverfahren nicht auch in der Kirche ein. Partei hin oder
her, ausschliessen kann man doch immer und überall…
#73 raindance1 † 22:09:33 | Donnerstag, 21. Februar 2008
… Die Forderung, Zölitsch sollte zurücktreten ist das unterste Niveau, was ich hier jemals gelesen
habe. Es geht hier auch noch weiter runter, keine Sorge
#72 Steini1974 22:07:19 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Einfach nur widerwärtig Widerwärtig ist dieser Artikel, erneut kann ich nur sagen: dumm, dümmer, kreuz.net!
Widerwärtig, wie hier über Zölitsch geschrieben und diskutiert wird! Die kreuz.net-ler spielen sich
mal wieder auf, als wären sie die Weltenrichter persönlich. Geradezu unseriös ist der Artikel, in dem
nicht einmal unterschieden wir, was Zölitsch tatsächlich gesagt hat und was die Medien daraus machen.
Die Behauptung, Zölitsch habe mit seiner Aussage großen Schaden angerichtet ist aberwitzig. Vielmehr
Schaden richtet dieses Portal hier an, das nichts anderes ist als eine Anhäufung von menschenverachtende
Artikel, die auch noch als Nachrichten tituliert werden. Die Forderung, Zölitsch sollte zurücktreten
ist das unterste Niveau, was ich hier jemals gelesen habe. Kreuz.net-ler, in was für eine Welt lebt Ihr
eigentlich? Ihr seid nichts anderes als die Pharisäer von heute! – Was Jesus zu Euch sagen würde, kennt
Ihr Bibelfesten ja selbst…
#70 kath.Sachs † 21:40:04 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@matt2 Wir wollen den matt zum Papst haben – alle jetzt: „Wir wollen den matt zum Papst haben!“ Und nochmal:
„Wir wollen den matt zum Papst haben! Und nochmal: „Wir wollen den matt zum Papst haben! Und nochmal:
„Wir wollen den matt zum Papst haben! Und nochmal: „Wir wollen den matt zum Papst haben! …
#68 Sirilo 21:32:36 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@semper reformandus Was haben Sie gegen einen verheirateten Papst? Der allererste Papst, Petrus, war verheiratet.
Seine Tochter Petronilla ist sogar eine Heilige.
#67 raindance1 † 21:17:52 | Donnerstag, 21. Februar 2008
wovor habt ihr Angst? vor einer Diskussion zum Thema Zölibat? Vor einem Herrn Zollitsch? der nicht die
geringste Spur von Charisma hat, der keine Begeisterung auslösen kann, der keine Autorität ausdrückt…
Dieser Mann kann weder im Guten noch im Schlechten viel bewirken. Ausser er kriegt Schützenhilfen vom
aufgepuschten kreuznet Wirbel…
#66 Gotthard 21:07:53 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Bischofskrieg Ein weiterer Oberhirte hat den neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert
Zollitsch, öffentlich kritisiert. Die von Zollitsch ausgelöste Diskussion um die Ehelosigkeit katholischer
Priester sei „nicht hilfreich“, sagte der Augsburger Bischof Walter Mixa. „Die Kirche sollte sich nicht
von außen Zeitgeist-Fragestellungen aufdrängen lassen, die zu Irritationen hinsichtlich ihrer eigenen
geistlichen Ordnung und ihres Selbstverständnisses führen.“ Welt online www.welt.de/…_Zoelibat-Frage.html
Herr Bischof Mixa: 1. in welcher Hinsicht ist die Diskussion um die Ehelosigkeit der Priester nicht hilfreich?
2. Ein Blick in die Geschichte lehrt, dass Diskussionen um die Ehelosigkeit der Priester immer vorhanden
waren – also keinerlei vorübergehender oder neu aufgebrochener Zeitgeist sind. 3. Am Zölibat hängt
nicht das Selbstverständnis der Kirche – ein Blick in die Weite der katholischen Kirche und iin die Wirklichkeit
der Orthodoxie reicht dafür aus. 4. Nehmen Sie doch bitte zur Kenntnis, dass diese Fragestellungen immer
auch aus der Mitte der Kirche kommen. Wer das nicht wahrnimmt, lebt auf einer frommen abgehobenen Insel!
Ich hoffe, Bischof Mixa hat seine Einsichten auch bereits dem Präfekten der Kleruskongregation mitgeteilt.
Ich lass mich überraschen, wer aus dem Bischofskollegium die nächsten Einsichten zum Besten gibt.
#64 Regina 1961 18:18:52 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Rübezahl So, Kinderchen sind versorgt und hier meine versprochene Antwort (falls Sie sie überhaupt
noch lesen) Im Gegensatz zu Ihnen zitiere ich nicht irgendwelche nicht gesagten Jesusworte, die er auch
nicht sagen konnte weil… die Gründe können Sie sich ja denken. Ich habe hier mit einem Bibelwort argumentiert,
wer es fassen kann, der fasse es. Und dieses Wort schließt ein, daß wer dieses Leben so führen möchte
als Zölibatärer, der soll es auch. Christus verpflichtet aber niemanden so zu leben, er wünscht es,
weiß aber um unsere menschlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten. In meinen Augen ist es nicht richtig,
diese Worte dahingehend zu verabsolutieren, daß man daraus ein Gebot macht, daß Menschen von der Nachfolge
ausgeschlossen werden, nur weil sie verheiratet sind oder heiraten möchten. Ich bleibe dabei, Jesus,
der Christus hat das mit Sicherheit so nicht gewollt. Ihnen auch liebe Grüße und weiterhin Amüsement
Regina1961
#63 bonifatius 17:51:19 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Gotthardle, ihrer Blauäugigkeit, um nicht zu sagen Naivität, ist nicht mehr zu helfen. Aber Gott seis
gedankt, jetzt pfeift wenigsten ein frischer Wind aus der protestantischen Ecke. Frage: Warum treten sie
nicht aus der katholischen Krche aus und bei der evangelischen Kirche ein? Durch diesen ihren Schritt
wäre beiden geholfen!
Ja, Gotthart und Horst, … es geht erst richtig los! Wunderbar, der neue Frühling! Der frische Wind,
der durch die aufgerissenen Fenser hereinweht! Was war die Kirche doch für ein jämmerlicher Looser-Verein
vor DEM Konzil, kleinlich und ängstlich! Baute noch eigene Kirchen und setzte sich nicht, wie der frischen
Wind verpustende Erzbischof Zollitsch, aktiv für den Bau von Moscheen ein! Also wirklich, jetzt haben
Sie mich endlich überzeugt. Ich Depp – ich verwechselte Fieber und Aufblühen! Ich breche hier ab, habe
wichtigeres zu tun, gründe jetzt eine Initiative „Kiche von außen“, mit dem Ziel, endlich das allgemeine
Priestertum aller anonymen Christen in Pastoral und Liturgie umzusetzen. Ich finde, auch ungetaufte AtheistInnen
oder Mohammedaner – Pardon: Musliminnen und Muslime – haben das Recht, als „Priester“ der Gemeindeversammlung
vorzustehen. Außerdem fordere ich Kindergottesdienste, die von Kindern geleitet werden, sowie eine verheiratete
Jüdin als Päpstin (Jesus war doch auch Jude!). Jetzt geht’s los!
#61 matt2 † 17:29:59 | Donnerstag, 21. Februar 2008
dem Gotthard müsste man einmal Feuer unterm Hintern machen… so richtig schön einheizen, damit ihm
seine laue Gesinnung ausgebrannt wird. Den Metzker schmeisst man auch gleich dazu. Der führt ja auch
immer so freche, liberale Reden. Ich halte von dem Zöltisch auch ned viel. Wer sich als Christ für die
„Rechte der Moslems auf Moscheen“ einsetzt, der ist bei mir schon abgemeldet. Der kann gleich wieder den
Hut nehmen.
#59 Gotthard 16:56:17 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Hilfe – die Kirche vor dem Ende! In welcher Welt und in welcher Kirche leben die meisten Diskutanten und
die so eifrigen Initiativ-Leute eigentlich? Über die Sinnhaftgkeit und die Notwendigkeit und die Ausgestaltung
des Zölibates für den Diözesanpriester wird in jeder Pfarrgemeinde immer wieder diskutiert und außerhalb
der Gemeinden mindestens immer dann, wenn wieder eine Pfarre vakant wird… Diese Diskussionen sind völlig
normal und die Fragen danach auch. Wem über einige richtige Äußerungen zum Zölibat der Glauben abhanden
kommt … nun denn, dann musst ihn wieder suchen – aber nicht den EB von Freiburg prügeln! Hier wird
ein Bild von Kirche gezeichnet, das nicht wirklich überzeugend ist … eher abschreckend in seiner Kleinlichkeit
und Wehleidigkeit. Ich denke, mit dem neuen Vorsitzenden haben die Bischfe eine gute Wahl getroffen.
#58 Benedikt 15:08:25 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Primärer Programmpunkt? Warum um alles in der Welt und Kirche macht dann der neugewählte Vorsitzende
der Deutschen Bischofskonferenz vor der erstaunten Öffentlichkeit die Zölibatsdebatte zu seinem primären
Programmpunkt? Es handelt sich wohl eher um eine Antwort auf die üblichen Gretchenfragen der deutsche
Presse. Das sollte so einer Vereinigung eigentlich bekannt sein. Ein Programm braucht ein Vorsitzender
nicht vorzulegen, weil er nichts zu sagen hat.
@ semper Sie stimmen mir also zu, dass der formelle Zölibat alleine noch kein Zeugnis für „Theozentrische
Existenz“ ist, ebenso wie es eine solche in der Ehe durchaus geben kann. Na dann könnten Priester also
durchaus auch in einer Ehe leben. Wo ist also das Problem? Und Ihre Aussagen über Ihre Erfahrung als
Verheirateter sind apodiktisch: Wer verheiratet ist, kann sich seinem Beruf nicht ganz hingeben. Wenn
das so ist, muss das auch unabhängig von der Tradition/dem Ritus gelten. Wenn es aber nicht möglich
ist, sich als Verheirateter dem Beruf hinzugeben, muss ich diese Aussage konsequenterweise so verstehen,
dass KEIN EINZIGER Priester der Ostkirchen (sowohl der orthodoxen als auch der katholischen) JEMALS in
der Lage SEIN KANN, sich seinem Beruf hinzugeben. Und das ist in der Tat eine Verunglimpfung sehr vieler
aufrechter Priester in Vergangenheit und Gegenwart, und auch in der Zukunft. Es tut mir leid, dass ich
Sie beim Wort genommen habe. War aber auch wirklich unanständig von mir.
@ rrr Nur der Höflichkeit halber eine kurze Antwort: „Die christliche Ehe ist eine abscheuliche Verbürgerlichung
des Menschen“ – habe ich nie gesagt; Sie arbeiten mit verfälschten Zitaten, um diese dann zu widerlegen.
Das ist leider typisch für linke, modernistsische, antikirchliche Hetzer, zu denen Sie sich sicher nicht
zählen. „Verbürgerlichung“ ist im „bürgerlichen“ Zivilstand, zumal im Rahmen einer christlichen Ehe,
kein Makel. Es ging mir um die Priester, in Bezug auf Ihren Stand. Die Priesterehe wäre ein weiterer
Schritt zu Assimlierung des Priesterstandes. „und der dicke, saufende, Alimente zahlende Prälat ein Ausdruck
theozentrischer Existenz“ – habe ich auch nicht gesagt. Das von Ihnen beschriebene Zerrbild ist natürlich
nicht das, was ich unter „zölibatär“ verstehe. „Ich bin verheiratet und weiß, dass diese Ganzhingabe
an den Beruf und eine christliche Ehe nicht zusammenpassen“ – Wow, das habe ich sogar wirklich gesagt!
Allerdings nicht, um „…mal eben sämtliche Priester der Ostkirchen, die sich – wie Sie ja genau wissen –
niemals ihrem Beruf hingeben können…“ zu verunglimpfen, die ja in Ihrer Tradition groß geworden sind.
Wobei … das mit der Orthodoxie ist so eine Sache, sie ist tatsächlich, wenn auch nicht liturgisch,
„weltzugewandter“ als die Kirche, insbesondere staatsnäher. Da gibt es in der Tat einen Zusammenhang.
„Was Sie schreiben, ist eine widerliche Verleumdung legitimer (nicht zweitklassiger) Priesterexistenzen,
die es IMMER gegeben hat“ – oops, sorry.
#55 Regina 1961 13:56:19 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Rübezahl Diesmal bin auch ich amüsiert! Leider stehen meine Kinder gleich vor der Tür… Antwort folgt
später, muß jetzt erst einmal denken gehen bzw kochen Regina1961
#54 Le Trot 13:53:11 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Regina 1961 Genauso klar und deutlich sagte er aber nicht: „Wer es nicht fassen kann, der darf nicht
Priester werden in der Römisch-Katholischen Kirche“. Richtig, ich finde auch all die Worte interessanter,
die Jesus nicht gesagt hat. Vielleicht hätte S.E. Zollitsch auch einfach „nichts“ sagen sollen.
#53 Rübezahl 13:51:59 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@ Regina „Wer es fassen kann…der fasse es. Das sagt Jesus ganz klar und deutlich. Genauso klar und deutlich
sagte er aber nicht: „Wer es nicht fassen kann, der darf nicht Priester werden in der Römisch-Katholischen
Kirche“. Regina1961“ Hallo liebe Regina! Das sind ja ganz wunderbare Argumente! Darf ich Ihnen an dieser
Stelle etwas zuflüstern? Etwas, das in die gleiche Richtung geht, wie die Ihrige „Argumentation“? Genauso
klar und deutlich sagte Jesus auch nicht: „Jeder Priester, der will, darf heiraten“ Und auch nicht hat
er klar und deutlich gesagt: „Ich halte Pastoralassistentinnen, – referentinnen und Gemeindehelferinnen, –
referentinnen für eine sinnvolle Einführung.“ Und schließlich hat er auch nicht klar und deutlich gesagt:
„>>Kleines Senfkorn Hoffnung<< ist ein wunderbares Lied und dem Gottesdienst äußerst angemessen“ …
Und WAS wollen Sie nun rückschließen aus all jenem, was Christus NICHT sagte? Herzlich, ein (wiedermal)
amüsierter Rübezahl :(3
#52 Aleph † 13:40:09 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Arkanum/kreuts.net. Genau: Jagdszenen in Niederbayern. Einzelne Szenen von dem wüsten Treiben sehe ich
immer noch. Da hat der Mob gesteppt. Es war grauenhaft.
#51 Regina 1961 13:36:46 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Wer es fassen kann… …der fasse es. Das sagt Jesus ganz klar und deutlich. Genauso klar und deutlich
sagte er aber nicht: „Wer es nicht fassen kann, der darf nicht Priester werden in der Römisch-Katholischen
Kirche“. Regina1961
kein Problem, kann passieren. Soweit ich mich erinnere, hieß der Film „Jagdszenen aus Niederbayern“ www.deutsches-filmhaus.de/…aus_niederbayern.htm
und handelte tatsächlich von einer Art Haberfeldtreiben. Eine der Hauptdarstellerinnen ist Hanna Schygulla,
die durch Faßbinder bekannt geworden war; daher vermutlich die Verwechslung.
#48 Pascendi 13:25:20 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Aufklärung: Es ist Usus uns sogar medial überlebensotwendig dass jeder Politiker (auch jeder Bischof)
zu Einsetzungsbeginn gewisse Signale (an die FM) abgibt die ihn als dienstwillig für „die Sache“ ausweisen.
Hat man so ein Signal gesetzt kann man relativ unbehelligt agieren ohne rufgemordet oder mediengelyncht
zu werden und hat als Bischof ein angenehmes Leben.
#47 Regina 1961 13:18:36 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Aleph Vielen Dank für die Auskunft. War mir ganz neu, passt aber vollkommen auf das Bild, daß +.net
über EB Zollitsch verbreitet. Eigentlich müßten ja alle Verheirateten hier die Klappe halten. Warum
diskutieren das die Priester eigentlich nicht mal so richtig aus? Aber Solidarität ist ja auch wichtig!
LG Regina1961
@ semper reformandus Es geht um die Tradition. Mit derselben Begründung hätte der PFLICHTzölibat niemals
eingeführt werden dürfen. Wenn „die Tradition“ den Pflichtzölibat hervorgebracht hat, kann sie ihn
auch wieder abschaffen. Es gehört zu den modernistischen Ammenmärchen, dass es im 1. Jahrtausend in
der lateinischen Kirche keinen Zölibat gab. Es gab keinen PFLICHTzölibat für Priester. Wertschätzung
für die vom Herrn gegebene Berufung der Ehelosigkeit hat es immer gegeben. Der Zölibat als Idealform
des Priesterlebens ist vom Herrn gewollt und apostolisch verbürgt Nicht als PFLICHT. Und nenen Sie Bibelstellen,
in denen der Herr vom Priesteramt spricht, wenn er auf die Ehelosigkeit eingeht. Entscheidend ist, dass …
Leitungsfunktionen … nicht von verbürgerlichten Ehemännern ausgeübt werden, sondern von Priestern,
die schon durch ihren zölibatären Lebensstil glaubhaft und erkennbar theozentrisch leben und sich ihren
Amt ganz hingeben. Die christliche Ehe ist eine abscheuliche Verbürgerlichung des Menschen, und der dicke,
saufende, Alimente zahlende Prälat ein Ausdruck theozentrischer Existenz? Ich bin verheiraet und weiß,
dass diese Ganzhingabe an den Beruf und eine christliche Ehe nicht zusammenpassen. Schon wieder verunglimpfen
Sie mal eben sämtliche Priester der Ostkirchen, die sich – wie Sie ja genau wissen – niemals ihrem Beruf
hingeben können. Was Sie schreiben, ist eine widerliche Verleumdung legitimer (nicht zweitklassiger)
Priesterexistenzen, die es IMMER gegeben hat.
#44 Aleph † 13:07:03 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Regina 1961 Haberfeldtreiben. Ich zitiere aus Meyers Großem Taschenlexikon wörtlich: „Bezeichnung für
ein im 18./19. Jahrhundert im bayerischen Oberland tätiges Rügegericht zur Verurteilung von Gemeindemitglieder,
die gegen Sitten und Bräuche verstoßen haben.“ Vielfach wurde das Haberfeldtreiben bei jungen Frauen,
die ein uneheliches Kindern erwarteten angewandt, um diese öffentlich zu schmähen. Der Filmregisseur
Rainer Werner Faßbinder hat das Thema „Haberfeldtreiben“ als Vorlage für seinen Film „Jagden in Niederbayern“
verwendet. Dabei geht es um die gewaltsame Entlarvung eines anders orientierten Mitbürgers in einem niederbayerischen
Dorf. Die Schmähreden über Erzbischof Zollitsch wie man sie hier in kreuz.net seit Tagen zu hauf präsentiert
bekommt, haben sehr viel Ähnlichkeit mit dem Haberfeldtreiben im bayerischen Oberland. Deshalb habe ich
den Begriff verwendet. Dem Wortbegriff zufolge geht das Haberfeldtreiben auf den Brauch zurück, den/die
Schuldige/n in ein Ziegenfell zu stecken und sie/ihn mit Stockhieben durch das Dorf zu treiben.
@ rrr Lachen Sie ruhig über mich, wenn Sie das für eine angemessene Haltung halten. Dann mach ich mich
halt in Ihren Augen lächerlich. Zur Sache: 1. Es geht um die Tradition. Die ist in der Ostkirche nun
einmal eine andere. Sie wissen überdies sicher, Sie, der so klug sind, das Sie andere lächerlich finden,
dass dort die viele Priester und alle Bischöfe zölibatär leben und nach der Weihe nicht heiraten können.
2. Es gehört zu den modernistischen Ammenmärchen, dass es im 1. Jahrtausend in der lateinischen Kirche
keinen Zölibat gab. Der Zölibat als Idealform des Priesterlebens ist vom Hern gewollt und apostolisch
verbürgt; jede Zeit hatte freilich Ihre Ausnahmen, Verwässerungen und Abweichungen. 3. Entscheidend
ist, dass die Leitungsfunktionen in Gemeinde, Diözese und Weltkirche nicht von verbürgerlichten Ehemännern
ausgeübt werden, sondern von Priestern, die schon durch ihren zölibatären Lebensstil glaubhaft und
erkennbar theozentrisch leben und sich ihren Amt ganz hingeben. Ich bin verheiraet und weiß, dass diese
Ganzhingabe an den Beruf und eine christliche Ehe nicht zusammenpassen. Begründete Ausnahmen im Einzelfalle
sind vielleicht unvermeidlich, aufgrund ihrer schlechten Vorbildwirkung aber sehr problematisch, auch
im Falle der Konvertiten.
@ semper Wer die Abschaffung des Regelzölibats fordert, will eine andere Kirche – eine noch anthropozentrischere
um genau zu sein. Sie behaupten also, die Orthodoxie und die katholischen Ostkirchen seien anthropozentrischer
als die lateinische? Sie behaupten, die römische Kirche des 1. Jahrtausends sei anthropozentrischer als
die seit der Einführung des Pflichtzölibats? Machen Sie sich doch nicht lächerlich.
Ich kenne einige gültig verheiratete und geweihte katholische Priester, die niemals einer anderen als
der katholischen Kirche angehört haben. Engagierte Seelsorger, bemerkenswerte Zelebranten (alles Biritualisten),
liebevolle Ehemänner und Familienväter.
Liebe Regina, die von Ihnen dargestellte Position verwässert zumindest die gegenwärtige Haltung unseres
Glaubens, unserer Kirche und unseres Heiligen Vaters, wenn sie sich nicht sogar auch untergräbt und sich
demonstrativ dagegen stellt. Ob „verwässern“, „untergraben“, „dagegen stellen“ etc., welche Abstufung
die passende für Ihre Aussagen ist, das können nur Sie selbst für sich festlegen. Aus dem Zölibatsbruch,
der Sünde der Untreue, entstehen, wie Sie allerdings nur einseitig am Beispiel des Endes einer solchen
Kette von Verstrickungen und Sünde am Beispiel der „Priesterkinder“ andeuten, mannigfache Folgen auf
sozialer, rechtlicher und kirchenrechtlicher, sowie psycho-gesundheitlicher und nicht zuletzt geistlicher
Ebene. Ihre Aussagen bezüglich der sog. „Priesterkinder“ (Dieser Begriff ist bereits eine Stigmatisierung
eines Kindes!) sind recht populistisch. In Deutschland ist zumindest die „Versorgungslage“ der Kinder,
deren Väter katholische Priester sind, gesetzlich einwandfrei geklärt. Darüber hinaus gibt es Vereine,
die sich mit etwaig entstehenden Problemen, die weitaus häufiger bei den Müttern dieser Kinder enstehen
als bei den Kindern selbst (!) sachlich, fachlich und sozial kompetent auseinandersetzen und Betroffenen
konstruktive Hilfen anbieten. Den wirklichen Schaden fügt man betroffenden Priestern, ihren Frauen und
Kindern zu, indem man sie immer wieder neu auf ihre Rolle festzulegen versucht, anstatt ihnen zu helfen,
den Weg der inneren Umkehr zu gehen, den viele dann
@ RRR Ein Papst mit Familie wäre ein schlechter Famlilienvater oder ein schlechter Papst. Hinzu käme
das Erben- und Witwen Problem, ganz zu schweigen von der Verwässerung der Stellung als Statthalter Christi
(bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit „wer-sagt-denn-dass-Jesus-von-Nazareth-nicht-verheiratet-war“).
Toll, dass Sie für Ihre Argumentation offenbar auf menschlich problematische Renaissance-Päpste zurückgreifen
müssen. Wer die Abschaffung des Regelzölibats fordert, will eine andere Kirche – eine noch anthropozentrischere
um genau zu sein. Dementsprechend scheint ja auch Regina täglich zu beten: nicht „Dein Wille geschehe“,
sondern „mein Wille geschehe“, das Standartgebet der Modernisten und die Grundessenz fast jeder Volks-Fürbitte
in einer dieser NO-Mahlfeiern.
#38 Regina 1961 12:25:45 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@Aleph Lieber Aleph, was ist den ein Haberfeldtreiben? Ich habe bis zur Matura nie eine Deutsche Schule
von innen gesehen und dieser Begriff ist mir fremd. LG Regina1961
#37 Aleph † 12:21:46 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Wie ein Phoenix Hilfe die Tradis alle Coouleur wagen sich plötzlich aus ihren Verstecken zum Haberfeldtreiben
auf den Freiburger Erzbischof. Möge er ohne Schaden zu nehmen wie ein Phoenix daraus hervorgehen. So
sei es!
#36 kath.Sachs † 12:15:57 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Warum um alles in der Welt macht kreuz.net aus eine Mücke ein Känguruh: 1)Ist das „Zölibat“ ein fortlaufendes
Thema seit seiner Einführung – zumal 1)es in der katholischen Kirche kinderreich, verheiratete, ehemals
envangelische konvertierte Priester gibt 2)kreuz.net hysterisch auf eine (Spiegel)Presemitteilung reagiert
und 3)der Spiegel eine unter vielen Aussagen des Erzbischofs zur Überschrift gemacht hat. kreuz.net auf
Bildzeitungsniveau.
Zollitsch muss weg! Es stellt sich bie den vielen guten Priestern die Frage, ob Zollitsch gar ein analphabet
ist! Wie konnte dieses Indivium es bis zu seiner heutigen Stellung bringen? Wurde er aufgrund seiner markanten
Inkompetenz aus dem DOING hochgelobt, raus aus dem operativen Umfeld, damit er nichts mehr kaputt macht?
Das diese Denkart nicht aufgegangen ist, wurde ausführlich bewiesen
#32 Regina 1961 12:06:53 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@schmerzhafte Mutter Liiebe sM, ich habe ihren Beitrag erst jetzt gelesen. Wo ist denn die Forderung nach
der Freilassung des Zölibats eine Verwässerung? Ist nicht vielmehr die Verlogenheit einer zölibatären
Lebensweise, so sie denn nicht wirklich gelebt werden kann, eine viel größere Verwässerung? Was ist
mit all den Priesterkindern, die ihren Vater nicht kennen oder nicht Vater nennen dürfen? Ist das Katholische
Lehre? Wenn das weiterhin so sein soll, dann will ich wirklich nicht mehr in dieser Kirche sein. Ich gebe
aber noch lange die Hoffnung nicht auf. Bitte lesen Sie auch meine Postings genau. Sie werden feststellen,
daß ich nichts verwässere. LG Regina1961
@Regina1961 Bitte lesen Sie meinen ersten Leserbrief zu diesem Thema. Ihr Beitrag bestätigt, was ich
dort sagte, da „wiederholt“ sich christliches Entscheidungsverhalten in „zwei Typen“. Anerkennenswert
finde ich, dass Sie trotz der Kritik zu ihrer Meinung stehen, das ist anerkennenswert. Da haben Sie dem
neuen Vorsitzenden der DBK etwas voraus. Langfristig muss sich jetzt jeder überlegen, wo er bleibt und
wo er hingeht innerhalb der Fülle katholischer Angebote. Dauerhaft ist es für liberale Katholiken sicherlich
frustrierend, hier zu usen. Wenn auch „andersherum“, ich habe mich auch entschieden, liberal christliche /
katholische Seiten nicht mehr so häufig zu frequentieren. Wie gesagt, ich erkenne Ihre Entscheidung an.
Das ist mir 1000x lieber als Christen / Katholiken, die sich „als Fähnchen im Winde“ zeigen.
#30 Regina 1961 11:58:06 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Zollitsch muß bleiben!!! @ RJH Sie sagen es: Ausnahmen bestätigen die Regel. Der konvertierte evangelische
Pfarrer darf seine Frau und Kinder weiter „behalten“, der katholische darf noch nicht einmal ernsthaft
daran denken eine Frau zu heiraten und eine Familie zu gründen. Und wenn er daran denkt, hatt er schon
unkeusche Gedanken in sich. Glauben Sie wirklich, daß das Gottes Wille ist? Muß ich denn zum wiederholten
Male die Texte aus Genensis wiederkäuen? @semper reformanda: Ich habe diese Meinung schon lange vor der
Wahl von EB Zollitsch vertreten. Und ich stehe damit nicht im Widerspruch zu meinem obersten Dienstherren.
Nur weil ich eine andere Meinung vertrete, weil ich es wage, eigene Gedanken zu haben, stehe ich noch
lange nicht außerhalb der katholischen Kirche. Für mich stehen all jene außerhalb der Kirche, die den
Mund halten und gar nichts tun. An ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Ich bete täglich für diese Kirche.
Ich bete darum, daß Gott endlich frischen Wind in diese Kirche reinpustet. Und ich glaube, er tut es.
Aber nicht indem wir um 500 Jahre zurücktreten. LG Regina1961
So ein Quatsch Warum um alles in der Welt und Kirche macht dann der neugewählte Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz vor der erstaunten Öffentlichkeit die Zölibatsdebatte zu seinem primären Programmpunkt?
Ich konnte nirgendwo herauslesen, dass das sein primärer Programmpunkt sei. Der Schaden, den der neue
Vorsitzende der Bischofskonferenz mit seinem Erstinterview angerichtet hat, ist immens. Wie kann etwas,
das theologisch korrekt ist, Schaden anrichten? Innerkirchlich hat er jene Kräfte gestärkt, die schon
immer gegen das Zölibat waren, weil sie Amt und Sakrament des Priestertums als banale Leitungsfunktion
betrachten – ähnlich wie bei den protestantischen Gemeinschaften. Es gibt auch Menschen, die gegen den
PFLICHTzölibat für Priester sind, aber aus anderen Gründen. Für die heutigen Priester ist der Vorstoß
zur neuen Zölibatsdebatte ein Schuß in den Rücken, insofern der Erzbischof ihnen signalisiert, daß
der bewährte und wohlbegründete Priesterzölibat zur Diskussion und Disposition gestellt werden kann.
Wenn jemand wirklich aus echter Berufung sich zum zölibatären Leben entschieden hat, wird ihn eine Debatte
über die Notwendigkeit des PFLICHTzölibats für PRIESTER in seiner Berufung nicht gefährden. Warum
auch? @ semper reformandus Papst mit Familie ist nicht denkbar? Also Päpste mit illegitimen Kindern gab
es schon zuhauf. Denkbar ist also vieles. Wenn Päpste uneheliche Kinder haben konnten, warum sollte dann
ein Papst mit „legaler“ Familie undenkbar sein?
@regina 1. Ein Papst mt „Privatfamilie“ wäre schädlich und ist undenkbar. 2. Ihre Posiion steht im offenen
Widerspruch zur Tradition und zum Leitungsamt der Kirche. 3. Zugleich nehmen Sie Zollitsch als Beleg für
dierVertretbarkeit für Ihre Position in Anspruch und in Schutz – einen besseren Beweis dafür,welchen
Schaden er anrichtet, hätten Sie nicht liefern können. Er steht für die deutsche Gegenkirche, und nur
von deren Jüngern bekommt er Applaus. 4. Ich unterstütze die Rücktrittsforderung, dies aber vor allem
wegen seiner unglaublichen Aussagen über den Protestantismus. Er positioniert sich inhaltlich klar gegen
Rom und macht sich zum Anführer (oder auch nur Lehmann’schem Marionetten-Anführer) der „Deutschen Christen“
unserer Zeit.
@Regina: Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt. Der Priesterstand hat in Liebe und Treue
am Zölibat festzuhalten! Ausnahmen (konvertierte Geistliche) bestätigen die Regel.
@Regina1961 „Für Benedikt XVI. ist es bemerkenswert, dass gerade jene Institute reich an Berufungen sind,
die einen strengen Lebensstil bewahrt oder gewählt haben, der einem Evangelium treu ist, das „sine glossa“,
das heißt ohne Verwässerung gelebt werde. Auch heute schicke der Herr Arbeiter in seinen Weinberg und
beschenke sein Volk mit zahlreichen Berufungen. Dem Enthusiasmus anfänglicher Entscheidungen müsse der
beständige Einsatz folgen, auf dem wahren Weg der asketischen und geistlichen Vervollkommnung voranzuschreiten,
„auf dem Weg wahrer Heiligkeit“. aus einem längeren Artikel von kath.net
#24 Regina 1961 11:17:47 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Zollitsch MUSS bleiben Für wie dumm haltet ihr eigentlich die gegenwärtigen Priester und Priesteramtskandidaten?
Die angebliche Diskussion, die Zollitsch angeblich losgetreten hat, ist doch nie wirklich zur Ruhe gekommen.
Gott sei es gedankt. Und noch einmal: Wer den Zölibat leben möchte soll das ruhig tun. Wer es aber nicht
kann, der soll auch Priester werden können. Und auch Bischof. Und auch Kardinal. Und auch Papst!!! Regina1961
Zollitsch soll gehen … Rücktritt wäre das Beste was Zollitisch machen könnte. Aber die Fäden im
Hintergrund zieht nach wie vor der Katholische Glaubens- und Kirchenzerstörrer in Deutschland Lehmann!
Da sein Lebenswerk die ‘‘Lehmannkirche’’ faktisch am Ende ist (Liberal-Modernisten haben die letzten 40
Jahre alles an die Wand gefahren) will er jetzt wohl eine Kirchenspaltung in Deutschland provozieren.
#21 Aleph † 10:58:08 | Donnerstag, 21. Februar 2008
ExBochumer Danke. Aus Ihrem Munde ist das direkt ein Lob für mich. Das ist halt der Unterschied zu einigen
anderen Schreibern, die jedem mit anderer Meinung am liebsten gleich die Griffel abhacken würden. Aber
wenn Sie es als Lob empfinden, was ich Ihnen geschrieben habe, möchte ich Ihrer Freude keinen Wermuttropfen
beifügen. Genießen Sie das vermeintliche Lob aus meinem Munde. :)3
Werter RJH, machen Sie nicht gerade Opportunität zum Kriterium für die „wahrheit“ der Wahrheit? Und
wer wird dann entscheiden, ob und wann es opportun ist, die Wahrheit zu sagen? Etwa Sie?
#19 Sirilo 10:54:44 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Wann? „Werden wir noch einmal die Aufhebung des Zölibats erleben?“, fragt ein im Dienst ergrauter Priester
seinen Amtsbruder. „Hm“, antwortet der andere, „wir vielleicht nicht, aber bestimmt unsere Kinder…“
Wie ich es wahrnehme Ich kannte Zolitsch vorher nicht und habe seinen „Auftakt“ zunächst unbefangen und
unvoreingenommen wahrgenommen. Meiner Beobachtung nach ist „Zollitsch“ ist in den letzten Tagen ein Name,
ein Zeichen geworden, das praktizierende Katholiken in Deutschland vor die persönliche Frage stellt:
Wo stehe ich? Im Glauben? In der Kirche? Ich vermute, der Medienrummel um Zollitsch weckt auch nochmal
eine ganz andere Personengruppe unter den praktizierenden Katholiken wach als es z.B. die Sachen um die
„Alte Messe“ taten. Je mehr ich diese ganze Sache verfolge, muss ich zu dem Schluss kommen, dass ich mich
künftig umso stärker an den Aussagen des Heiligen Vaters orientieren werde. Mit Leuten, die ihre Meinung
postwendend wieder zu revidieren versuchen, tue ich mich grundsätzlich schwer, das ist für mich schon
ein Zeichen von Ungläubwürdigkeit, Unbeständigkeit und Unzuverlässigkeit. Christen, die andere im
Glauben ermutigen und sich im Ernstfall auch vor sie stellen, treten anders auf, denke ich. In der Allgemeinheit
verfestigt sich zudem der Begriff des „höchsten, bzw. obersten deutschen Katholiken“ bezüglich der Position
des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dazu wäre in der Tat eine Klarstellung für die Allgemeinheit
dringend ratsam.
@Gotthard: Alles was man sagt soll wahr bzw. richtig sein, aber man muss nicht immer alles sagen, nur
weil es nicht falsch ist! Die Äußerungen haben dazu geführt, daß in den Augen der Kirchenfeinde die
Tür zur Diskussion der Aufhebung des Zölibats einen Spalt aufgemacht wurde und hier versuchen diese
nun mit aller Gewalt reinzudrängen. Dies schadet der einen heiligen katholischen u. apostolischen Kirche!
#15 Aleph † 10:36:08 | Donnerstag, 21. Februar 2008
ExBochumer „Schießbudenfigur“. Da kann ich Ihnen nur eine extrem schwache stilistische, dafür aber um
so mehr menschenverachtende Leistung attestieren.
#14 Freinsberg 10:29:07 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Zölibatsdebatte Wenn KreuzNet keine anderen Probleme hat, als theologisch korrekte Aussagen von Bischof
Zollitsch zum Skandal hochzustilisieren, dann können wir ja beruhigt sein.
#13 ExBochumer † 10:28:58 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Wie heißt es doch so schön? „Satan hat seine wahre Fratze offenbart.“ – Oder: „Der Rauch Satans ist
in die Kirche schon längst eingedrungen.“ Obwohl Zollitsch durch seinen Sekretär eine Stellungnahme
rausgab (siehe www.kath.net/detail.php?id=19107), ist und bleibt Zollitsch als Vorsitzender der DBK m.E.
eine „Schießbudenfigur“.
#12 solideo 10:22:16 | Donnerstag, 21. Februar 2008
an Unteroktav Die Kirche ist an viel schlimmeren Debaten nicht zugrunde gegangen .Was nicht heißen sollte
das man sie auch sinnloserweise führen sollte,den es ist ein Ärgerniss und es schadet dem Heil der Seelen
seiner Gläubiger.Er sollte ein Hirte sein und nicht ein Verführer.
#11 unteroktav 10:07:27 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Ganz mit der Ruhe … „beträchtlicher Schaden“, „immenser Schaden“, „Rücktrittsforderungen“ … was
soll diese maßlose Übertreibung? Die Zölibatsdiskussion ist bekanntlich nichts Neues, ab und zu taucht
diese einfach wieder auf, und bislang ist die Kirche davon auch nicht zugrunde gegangen. Sicher kann man
sich darüber streiten, ob man sich als neuer Vorsitzender gleich solch einem „heißen Eisen“ widmen sollte
(ich halte es für unklug), doch grundsätzlich muss die Äußerung eigener Gedanken auch in der katholischen
Kirche erlaubt sein, selbst wenn sie überflüssig oder sogar absurd sind. Ansonsten dürfte es kreuz.net
ja auch nicht geben …
Wenn Zollitsch keine anderen Probleme hat als diese Spezialthemen der deutschen Nationalkirche gegen Rom
zu lanzieren nützt es vor allem uns „Altgläubigen“. Von mir aus soll er nur so weitermachen. Ad multos
annos!!!!!!!!!!!!
#9 Aleph † 09:55:38 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Steife Brise aus Südwest Was Erzbischof Zollitsch gesagt hat, ist grtundsätzlich nicht verkehrt. Schließlich
ist es in hohem Maße erfreulich, dass die Vertreter der Kirche auch zu solchen Meldungen fähig sind,
die sich gegen betonierte Denkverbote richten. Die steife Brise aus Südwest ist um vieles besser und
lebensbejahender als asketische Verbotshaltung, tödliches Schweigen und ständiges Anecken an Denkverbote.
#8 Gotthard 09:54:37 | Donnerstag, 21. Februar 2008
@RJH … diese Sätze zum Zölibat stimmen absolut – gelten aber doch nicht nur für Priester. Die diskutierte
Frage ist doch immer nur: ist es sinnvoll und bleibt es sinnvoll den Zölibat mit dem Weihesakrament so
zu koppeln, wie das heute geschieht? Dazu hat der Erzbischof gesagt: theologisch ist er nicht zwingend
und wir sollten uns keinerlei Denkverbote auferlegen… er hat also alles richtig gesagt.
@jeremy: was er hätte sagen sollen … wäre gewesen: „Der Zölibat ist eine Gabe des liebenden Gottes
an seine Kirche, und das Festhalten daran ist eine Frage der Liebe und Treue. Auch wenn im bürgerlichen
Leben die Relativierung von Werten weit fortgeschritten sein mag, bedeutet dies noch nicht, dass diese
Werte selbst sinnlos geworden sind.“ (JPII)
Jetzt wird es langsam lächerlich In dem „alles“ auslösenden Interview hat der Erzbischof gesagt, daß
er der evangelischen Gemeinschaft das Kirche-Sein nicht absprechen könne. Darüber hätte „man“ primär
reden und diskutieren sollen, denn dies ist ein offensichtlicher theologischer Irrtum auf seiner Seite.
Es ist daher eine völlige Fehlgewichtung von allen Seiten her geschehen, denn die „Diskussion“ über
den Zölibat ist so lange möglich und auch gestattet, als in derselben Katholischen Kirche die Mehrheit
der anerkannten Riten die freie Wahl vor den höheren Weihen kennt. Ansonsten weiß sowieso jeder, daß
sich durch die Äußerungen eines einzigen Erzbischofs weltkichlich noch gar nichts ändert. Sind daher
sämtliche sogenannten „konservativen Segmente“ auf die Vorgabe der Medien und somit auf die medialen
Frage-Gelüste hereingefallen? Nicht den Zölibat, sondern das dogmatisch unauslöschliche Kirche-Sein
hätten diese Segmente thematisieren und somit eine ganz andere Themenführerschaft übernehmen müssen.
#5 Chrysostomos 09:35:56 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Ich wundere mich Jetzt hat kreuz.net endlich etwas gegen den neuen Vorsitzenden gefunden: Das verkürzt
wieder gegegeben Interview im Spiegel!! Auch die Antwort von Bischof Müller ist für mich fragwürdig.
Wenn Erzbischof Zollitsch etwas Falsches gesagt hat, dann soll man ihn korrigieren, wenn nicht, „warum
schlägt man ihm ins Gesicht“? Ich kann hier nur sagen: „Man merkt die Absicht, und ist verstimmt…!“
Ob es klug bzw. diplomatisch war, dass man in einem Magazin, dass für seine „Kirchenfreundlichkeit“ geradezu
bekannt ist, ein solches Thema diskutiert, mag dahingestellt sein! Jeder, der mit solchen Medien seine
Bekanntschaften gemacht hat, muss sich aber auch der Konsequenzen bewusst sein, die aus seinen Aussagen
dann (möglicherweise in verkürzter Weise!) gezogen werden.
Rücktritt??? Wieso denn Rücktritt? Bischof Zollitsch hat auf Fragen geantwortet und dabei eingeräumt,
dass der Zölibat kein Dogma und in der Kirche denken erlaubt ist. Hätte er etwa auf die Frage der Presse:
Zölibat ja oder nein? sagen sollen, darüber rede ich mit Ihnen nicht. Wäre auch nicht gerade so überzeugend
gewesen. Das Problem ist, dass die Fragen, die gestellt werden, oft solche Randthemen betreffen.
#3 Aleph † 09:27:28 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Konvertierte Pfarrer dürfen die Ehe weiterführen Ehemalige protestantische Pfarrer, die zur katholischen
Kirche konvertieren, dürfen die Ehe weiterführenund als Priester der katholischen Kirche tätig sein.
Auf Dauer lässt sich der Klerikerschwund der Kirche nicht ausschließlich mit der Konversions-Methode
lösen. Warum gesteht man einen ähnlichen Modus vivendi nicht auch den Priestern zu, die per se zur katholischen
Kirche gehören, in dem man ihnen das Zölibat freistellt? Deshalb ist es gut, wenn sich Erzbischof Zollitsch
gegen Denkverbote wendet. Auch wenn er von jüngeren, dafür konservativeren Kollegen Rüffel einstecken
musste :)3 :)3 :)3
Rücktritt? Der neue Vorsitzende spricht von neuen Denkanstößen.Diese sind auch dringend nötig. Was
hat er im übrigen Falsches gesagt? Wer hier einen Rücktritt nahelegt kann nicht ganz bei Trost sein…