[ « 80 81 82 83 84 » ]
Samstag, 23. Februar 2008 17:38
Geistliche Briefpost
Sedisvakantisten-Pater Rolf Hermann Lingen hat kürzlich vergeblich versucht, einen in Deutschland verurteilten Holocaust-Leugner mit seinen Predigten zu versorgen.
Germar Rudolf sitzt in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart.
Germar Rudolf sitzt in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart.
(kreuz.net) Am 1. Februar sandte der Sedisvakantisten-Pater Rolf Hermann Lingen einen Brief an Germar Rudolf (43). Rudolf ist diplomierter Chemiker und ein von der deutschen Justiz verurteilter Holocaust-Leugner.

Seit November 2005 befindet er sich in Deutschland in Haft. Am 15. März 2007 wurde er wegen Volksverhetzung, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener sowie Beleidigung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Anlaß für die geistliche Briefpost an den Häftling war eine von Sedi-Pater Lingen entdeckte Meldung, wonach Rudolf ein Gespräch mit einem Gefängnispsychologen abgelehnt hatte.

In seinem Brief an Rudolf bringt Lingen dafür sein Verständnis zum Ausdruck: „Die Psycho-Waffe ist eines der Lieblingsspielzeuge des Systems.“ Dabei sei nicht mehr jener normal, der das Naturrecht befolge, sondern jener, der es skrupellos breche.

Schon Jesus Christus und Johannes der Täufer seien deshalb als „dämonisch besessen“ und Paulus als „von Sinnen“ verleumdet worden.

Der Sedi-Pater fordert Rudolf auch auf, sich in dieser Fastenzeit mit Gott zu versöhnen. Er legt seinem Schreiben zwei Predigten und einen Text über die revisionistische Anwältin Sylvia Stolz bei.

Dabei weist Lingen darauf hin, daß der Text auch auf der Webseite ‘kreuz.net’ erschienen sei, die ideologisch dem „Lefebvrosatanismus“ nahestehe.

Die Postsendung ins Gefängnis erreichte den Empfänger allerdings nie. Zwei Wochen später – am 15. Februar – hielt sie der Sedi-Pater wieder in Händen.

Angehängt war eine Verfügung der Justizvollzugsanstalt Mannheim: „Das Schreiben des Pater Rolf Lingen vom 01. 02. 2008 an den Strafgefangenen Germar Rudolf wird angehalten und an den Absender zurückgeschickt.“

Begründung: Der Inhalt des Briefes gefährde das Ziel des Vollzugs.

Das Schreiben bezeichne die zur Zeit wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung in Untersuchungshaft sitzende Anwältin Sylvia Stolz als „deutsche Jeanne d’Arc“ und Papst Benedikt XVI als „Krypto-Nazi“.

Der Absender sei eindeutig ein Anhänger Rudolfs und als dessen Gesinnungsgenosse zu betrachten – folgert die Verfügung, weil Lingen seine Inhalte unter ‘www.revisionisten.de’ veröffentliche.

Dem Briefe an Rudolf seien außerdem Internet-Ausdrucke beigefügt gewesen. Diese habe man dem Gefangenen ebenfalls nicht aushändigen können, da ihr Inhalt das Ziel des Vollzugs gefährde.

In einer Stellungnahme bezeichnet Sedi-Pater Lingen die Ausführungen der Strafbehörde als „Lügenorgie“.

Er habe die Anwältin Sylvia Stolz in seinem Text gerade nicht als „deutsche Jeanne d’Arc“ bezeichnet.

Papst Benedikt XVI könne man schon deswegen nicht als „Krypto-Nazi“ bezeichnen, weil es gar keinen Papst Benedikt XVI. gebe. Es stimme aber immerhin, daß „Ratzinger“ Hitlerjunge gewesen sei.

Lingen weist ferner die Behauptung zurück, er sei ein Anhänger oder Gesinnungsgenosse Rudolfs: „Rudolf ist – wie er uns selbst geschrieben hat – »kein Christ«!“

Er habe in seinen „Vierteljahresheften für freie Geschichtsforschung“ mehrfach „radikal antichristliche Hetztexte“ veröffentlicht. Darin erkläre er, daß es das Volk Israel gar nicht gegeben und der Buddhismus die Wurzel des Christentums sei.

Lingens Schlußfolgerung: „Einen katholischen Priester als »Gesinnungsgenossen« eines erklärten Nichtchristen und Kirchenhetzers hinzustellen, erfüllt definitiv den Straftatbestand der äußerst schweren Verleumdung.“

Der Sedi-Pater stellt auch klar, daß er seine Texte nicht auf der Webseite ‘revisionisten.de’ veröffentlicht. Der Inhaber dieser Domain – der nicht einmal zu seinen Verbündeten zähle – leite momentan rein zufällig tatsächlich auf ‘kirchenlehre.com’ um: „Aber das ist eben nicht unsere Sache“.

Lingen stellt auch klar, daß die mitgeschickten Predigten keine Internet-Ausdrucke waren, „sondern die Blätter, die wir selber beim Predigen verwenden“.

Mit der verweigerten Weiterleitung seiner Homilien erkläre der Staat, daß Predigten, in denen die Worte Christi zitiert sind und zu Gebet und guten Werken aufgerufen werde, Hindernisse für das Ziel des Vollzugs sei.

Damit sei offen ausgesprochen, daß der Staat die Insassen seiner Gefängnisse in die Hölle führen wolle.

© Titelbild: Wikipedia-Benützer „Mussklprozz“, GFDL
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 125 Lesermeinungen:
Dienstag, 5. August 2008 03:16
Manuel Böhm: Information zu Rolf Hermann Lingen
Leider musste ich immer wieder feststellen, dass ein gewisser „Pater“ Rolf Hermann Lingen, der Gründer einer Sekte namens „Kirche zum Mitreden“ kzm, prhl, gegen die römisch katholische Kirche, die Priesterbruderschaft St. Pius X. und gegen Pater Andreas Endl und die Herz-Jesu Franziskaner kämpft. Lingens Verleumdungstaktiken sind hinlänglich bekannt. Lingen veröffentlicht seine Verleumdungen im Internet unter dem Pseudonym „Berichte“-„Fakten“ und Erzählungen Dritter, sodass der harmlose Eindruck entsteht, er würde nur „Fakten“ veröffentlichen. Unter diesem Deckmantel agiert Lingen mit Vorliebe unter der fälschlichen Bezeichnung „römisch-katholischer Priester“ und verleumdet permanent integre Priester und all jene, die nicht seiner Auffassung sind. Es ist verständlich, dass Rolf Hermann Lingen sich bereits öfters vor deutschen Gerichten verantworten musste.
Interessante Informationen zu Rolf Hermann Lingen und seiner Sekte „kzm“ finden Sie auf:

http://andreasendl.info/mybb/showthread.php?tid=8

Sie können sich auch in diesem Forum anmelden und mitdiskutieren. Weitere Themen in diesem Forum sind Pater Andreas Endl und die Herz-Jesu Franziskaner.
Dienstag, 29. Juli 2008 04:03
Br. Engelbert: Rolf Hermann Lingen
Wieso beschimpft und verleumdet Rolf Hermann Lingen die katholische Kirche und Papst Benedikt XVI ?

Amtsgericht Dorsten verurteilte Rolf Hermann Lingen:
Der Angeklagte hat sich nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung vom 01.04.2008 wie aus dem Urteilstenor ersichtlich strafbar gemacht. Im Einzelnen wird insoweit auf den zugelassenen Anklagesatz der Staatsanwaltschaft Essen vom 25.05.2007 Bezug genommen. Im Hinblick darauf, dass einerseits Vorbelastungen gegeben sind, der Angeklagte andererseits wegen einer paranoiden Persönlichkeitsstörung nur vermindert schuldfähig im Sinne des § 21 StGB ist sowie auf seine finanziellen Verhältnisse war eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 10.00 Euro angemessen.

Rolf Lingen ist es durch Urteil des Landgerichts Bonn vom 7. Juni 1999 (Az. 7 0 154/99) untersagt, sich bzw. seinen Internetauftritt auch nur „katholisch“ zu nennen. Das Landgericht Bonn hat am 5. November 2003 gegen den Kläger wegen Zuwiderhandlung gegen die in dem Urteil des Landgerichts vom 7. Juni 1999 enthaltene Unterlassungsverpflichtung ein Ordnungsgeld von 10.000,00 Euro verhängt.

Die Kongregation für die Glaubenslehre der römisch-katholischen Kirche stellte bereits vor Jahren fest, dass die „Priesterweihe“ von Rolf Hermann Lingen ungültig ist.
Wieso spielt Herr Lingen dann immer noch Priester und hält an seinen Priesterträumereien fest ?

Br. Engelbert
http://kongregation.info
Mittwoch, 27. Februar 2008 13:53
Gunsenum: @Rolf_Herrmann L.
Und wo sitzt Du gerade?
Mittwoch, 27. Februar 2008 13:51
Pater Lingen: Von Mannheim nach Rottenburg
Entgegen der Bildunterschrift dieses +.net-Artikels, befand sich Germar Rudolf weder zum Zeitpunkt meiner Zuschrift noch ihrer Rücksendung in Stuttgart, sondern in Mannheim; früher war er in Stuttgart und in Heidelberg.

In Mannheim ist auch Ernst Zündel eingekerkert. Die beiden kennen sich zwar, stehen aber – bei allem Respekt – distanziert gegenüber. Die Einzelheiten ihrer „Zusammenarbeit“ kann man verschiedentlich nachlesen, hier nur soviel: Zündel ist Hitler-Bewunderer, Rudolf ist hingegen an Hitler nicht eigentlich interessiert.
Am 21.02.2008 wurde die neue Adresse bekanntgegeben:

Germar Rudolf, Schloß 1, 72108 Rottenburg. Telefon 07472 1620
Dienstag, 26. Februar 2008 20:55
FiliusEcclesiae: @engelhardt: Außerhalb Europas und des Byzanzreiches
wurde auch nicht die europäische Zeitrechung verwendet!

engelhardt
Es geht nicht um die Erwaehnung Karls des Grossen sondern die Tatsache, dass die 300 Jahre in der Geschichtsschreibung ausserhalb Europas nicht fehlen.

Kapiert?

Die 300 Jahre fehlen lt. Herbert Illig nur in der europäisch-byzantinischen Geschichtsschreibung.
Ihr Argument kann nur für einen Vergleich mit dem Byzantinischen Reich gelten,
und da haben Sie in diesem Fall sicherlich recht.
Dienstag, 26. Februar 2008 10:43
kath.Sachs †: @ alle ehrlichen Nutzer dieses Portals
Leider ist dieses Internetportal ein großes Fake: Das hier hat weder was mit „Kirche“ noch weniger was mit „katholisch“ zu tun. kreuz.net ist ein Faschistenfanportal, das den guten Namen „katholisch“ mißbraucht. Und die Typen, die sich hier unter dem Deckmantel hochtrabender Pseudophilosophie und Pseudotheologie tummeln, sind in Wirklichkeit gefährliche Judenhasser und Deutschnationale. Leider kann man ein solches Portal im Internet nicht verhindern, weil es immer wieder Verbrecher gibt, die andere Verbrecher schützen (siehe Leserkommentare „streptovonkokke“, „gurke“, „nachtlaterne“, „sozialkatholisch“ u.a. – die Namen sind z.T. schon semantischer Mißbrauch). kreuz.net benutzt seriöse Themen, um Juden- und Fremdenhass zu verbreiten: z.B. „Rabiater Rabbi“ (auch so eine semantische Umweltverschmutzung)! Versuchen Sie, die Herausgeber dieses Portals zu schädigen, indem Sie sie strafrechtlich zu verfolgen!!
Alle Lesermeinungen anzeigen 119 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net