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Endlich lernen + Distanz zur Kirche, Nähe zum Staat + Bischof geht + Gebeichtetes Diebesgut? + Unklare Ziele
Papst Benedikt XVI. in Brasilien
Papst Benedikt XVI. in Brasilien
Endlich lernen

Vatikan. Nur vier Tage nach der Unabhängigkeits- Erklärung des Kosovo hat Papst Benedikt XVI. gestern Donnerstag den neuen serbischen Botschafter beim Heiligen Stuhl empfangen. Der Heilige Vater forderte in der Kosovo-Krise Augenmaß und Besonnenheit: „Mehrere Länder des Kontinents sind im vergangenen Jahrhundert den Verwüstungen des Krieges entkommen. Alle können sie aus den Lehren der jüngsten Vergangenheit lernen.“

Distanz zur Kirche, Nähe zum Staat

„Die ‘Ära Lehmann’ war nicht selten durch Staatsnähe, Anlehnung an den Zeitgeist und eine stets spürbare Distanz zum römischen Zentrum der katholischen Kirche geprägt: Eine Position, die vielen in jüngster Zeit neu ernannten Bischöfen zunehmend nicht mehr zeitgemäß erscheint.“ Das schreibt der Herausgeber des Augsburger Sonntagsblatts ‘Katholische Sonntagszeitung’, Dirk Hermann Voß, in der aktuellen Ausgabe. Voß wirft Kardinal Lehmann auch „taktisches Kalkül“ bei seinem Rücktritt vor. Dieser sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, daß Erzbischof Robert Zollitsch und nicht der neue Münchner Erzbischof Reinhard Marx von der Bischofskonferenz gewählt wurde.

Bischof geht

Deutschland. Papst Benedikt XVI. hat den altersbedingten Rücktritt des Bischofs von Münster, Mons. Reinhard Lettmann, angenommen. Das gab die Diözese gestern Donnerstag bekannt. Am 9. März, wird der Bischof seinen 75. Geburtstag und gleichzeitig seinen Abschied feiern. Bischof Lettmann regierte seine Diözese 28 Jahre lang.

Gebeichtetes Diebesgut?

Deutschland. Letzte Woche stahl ein Kunstdieb aus einem Stadtgeschichtsmuseum in der Hansestadt Wismar Gegenstände im Wert von 15.000 Euro. Gestern Donnerstag beichtete er seine Sünde angeblich einem Priester und übergab ihm das Diebesgut. Das berichtete die Kölner Boulevardzeitung ‘Express’. Der Geistliche überbrachte die Kunstgegenstände der Polizei – ohne natürlich den Namen des Diebes zu nennen. Doch die Beamten wollen sich mit dem Beichtgeheimnis offenbar nicht zufriedengeben und prüfen, ob der Pastor die Aussage wirklich verweigern dürfe.

Unklare Ziele

„Während ihr überall in der Welt Zeichen der Gegenwart Gottes sucht und Brücken des Verständnisses und des Dialogs nach draußen schlagt, müßt ihr aber gleichzeitig dem Mandat der Kirche treu bleiben und dem Wort Gottes anhängen, so daß die Wahrheit und Einheit der katholischen Lehre in ihrer Gänze gewahrt bleibt. Das gilt nicht nur für den Einsatz einzelner Jesuiten – alle eure Werke und Einrichtungen müssen immer eine klare und explizite Identität haben, damit das Ziel eurer apostolischen Aktivität nicht unklar bleibt.“

Papst Benedikt XVI. in einer Ansprache am 21. Februar vor den Mitgliedern des Generalkapitels der Gesellschaft Jesu.
      
13 Lesermeinungen
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#13   maliems   15:22:20 | Freitag, 22. Februar 2008
@timpressum
falsch gedacht: der bischof hat über seine diözese das munus regendi. das munus ducendi hat vielleicht der duce gehabt… aber lassen wir das
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#12   Sozialkatholisch   10:28:50 | Freitag, 22. Februar 2008
@ kath.sachs
Hallo, du bist mein Jünger, ich verbitte mir das du jetzt dem Bonifatius hinterherläufst! :-[
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#11   jeremy   10:27:04 | Freitag, 22. Februar 2008
Gebeichtetes Diebesgut!
Dem Trend des Staates, das Beichtgeheimnis nicht mehr als absolut anzuerkennen, wird weiterhin gefolgt.
Neben dem Arztgeheimnis und dem Schutz der Vertraulichkeit des Anwaltes soll auch das Beichtgeheimnis dem Staat unterstellt und relativiert werden. Das wäre der endgültige Niedergang der Beichte. Gott schenke uns starke Priester, die in einem Konfliktfall die Treue zur Kirche wahren.
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#10   kath.Sachs †   10:26:22 | Freitag, 22. Februar 2008
@bonifatius: Unklare Ziele – Richtig!!
„Ja, wenn man Glauben und Glaubensinhalte durch ein theologisches Sieb presst und hofft, etwas neues entdeckt zu haben, gibt es manche böse Überraschungen.“ Also da muß ich Ihnen ausnahmsweise in vollem Unfang recht geben. Denn die heutigen Siebe sind ja so furchtbar fein und da bleibt ja so viel hängen – ich meine auch theologisch ist da ziemlich viel drinn geblieben –, daß man sich echt Gedanken machen muß, ob hier die Ziele noch alle klar sind. Und auch die Industrie muß sich da mal Gedanken machen, also nicht nur wegen der Siebe, sondern vor allem wegen der Ziele, die da durchgepreßt werden. Wie werden wir nur damit fertig? Also das ist bestimmt der Untergang des Abendlandes, also ich meine der Ziele … der theologischen! :-D
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#9   bonifatius   10:18:05 | Freitag, 22. Februar 2008
Unklare Ziele
Ja, wenn man Glauben und Glaubensinhalte durch ein theologisches Sieb presst und hofft, etwas neues entdeckt zu haben, gibt es manche böse Überraschungen.
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#8   Sozialkatholisch   10:04:57 | Freitag, 22. Februar 2008
@ kath.sachs
Als mein neuer Jünger musst du mir aber den Zehnten von all deinem Besitz geben, tue es in Demut und sogar du wirst dann wachsen in der Erkenntnis!
O:)
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#7   kath.Sachs †   10:02:00 | Freitag, 22. Februar 2008
@sozialkatholisch: Genau!
„Weil Kardinal Lehmann nahe am Zeitgeist war …“ Also da haben Sie ja sowas von recht, haben Sie da. Ich weiß gar nicht, wo ich das alles hintun soll von dem rechthaben und so … Und diese Liebesreue da, also da bin ich echt auf Ihrer Seite, weil … da haben Sie natürlich auch recht, weil ohne diese Reinigung da, da … da wär das alles natürlich nix mit dem Zeitgeist und so … Tja, jetzt kann ich Ihnen ja nur noch beglückwünschen für diese ganze Erkenntnis und so … Und das ist ja klar! Und volle Kanne und so …! :-D
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#6   sacerdos helveticus   09:56:35 | Freitag, 22. Februar 2008
Lehmann-Ära
Eine durchaus zutreffende Analyse in einer deutschen Bistumszeitung von einem Öffentlichkeitsbeauftragten eines deutschen Diözesanbischofs.
Wirklich mutig!
Ob die erwünschte Kurskorrektur mit der Wahl des neuen Vorsitzenden eingeleitet wurde?
Die ersten Stellungnahmen (vor Allem Spiegel-Interview; ist aber in der Print-Version durchaus etwas ausgewogener als in jener von Spiegel-online, die Basis für viele Kommentare -auch von Bischöfen- war) lassen diesbezüglich skeptisch bleiben.
Aber geben wir dem neuen Vorsitzenden weitere Chancen und hoffen wir, dass er aus den Erfahrungen gelernt hat, die Meinungsführerschaft zu behalten und sich nicht vom Zeitgeist und durch diesem hörige Medien beherrschen zu lassen.
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#5   Sozialkatholisch   09:54:15 | Freitag, 22. Februar 2008
@ kath.sachs
Weil Kardinal Lehmann nahe am Zeitgeist war spendet ihm die Welt Applaus, aber ob er dadurch das Kreuz Christie mehr zum leuchten brachte bezweifele ich…
Die Reinigung der Welt kann und wird nicht in Freundschaft geschehen, ist nicht völlig unvereinbar, aber ziemlich.
Die Buße der Sünden aus reiner Liebesreue zum Heiland ist nun mal eher eine seltenere Reinigung (hier zwar der Seele aber man kann da durchaus parallelen zur Welt ziehen)
Achja, einen schönen Tag, bzw. ganzes Wochenende wünsch ich mir auch!
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#4   kath.Sachs †   09:42:33 | Freitag, 22. Februar 2008
@Sozialkatholisch: Ganz meiner Meinung
„Freundschaft mit der Weltund Liebe zum Heiland läßt sich nicht vereinbaren.“ Da muß ich Ihnen recht geben; denn die Welt, die muß gereinigt werden, und das kann man nicht mit der Freundschaft machen. Weil … das ist ja völlig unvereinbar, ich meine … mit dem Heiland und so … und … ach ja, guten Tag auch! :-D
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#3   Sozialkatholisch   09:29:58 | Freitag, 22. Februar 2008
Freundschaft mit der Welt
und Liebe zum Heiland läßt sich nicht vereinbaren.
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#2   kath.Sachs †   09:10:21 | Freitag, 22. Februar 2008
Distanz zur Kirche, Nähe zum Staat – Genau!!
Der Lehmann, dieser Schnösel, der hat ja vielleicht was einer Nähe, da kann einem ja richtig warm ums Herz werden. Und da muß ich kreuz.net aber so was von Recht geben. Da wollen wir alle mehr von lesen. Nu aber ran ihr kreuz.net-Ritter. Jetzt gehts los! :-D
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#1   timpressum †   08:44:45 | Freitag, 22. Februar 2008
Regieren?
Bischof Lettmann regierte seine Diözese 28 Jahre lang.
Ich dachte immer, ein Bischof leitet…
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