(kreuz.net) Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird die von Papst Benedikt XVI am Faschingsdienstag
publizierte neue Karfreitagsfürbitte für die Juden nicht übernehmen.
Das erklärte der Generalobere
der Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay, am 17. Februar bei einem Vortrag in der Kleinstadt Ridgefield
in der Nähe von New York.
Eine Zusammenfassung des Vortrags ist auf der lefebvristischen Webseite ‘Catholic
Family News’ veröffentlicht.
Mons. Fellay erklärte, daß die Fürbitte zur Bekehrung der Juden auf
das dritte Jahrhundert zurückgehe und damit eines der ältesten Gebete der Kirche sei. Der Bischof sprach
in diesem Zusammenhang von einem „Schatz der Kirche“.
Das alleine sei ein Argument, das Gebet unverändert
zu belassen. Die neue Karfreitagsfürbitte betrachtet Mons. Fellay als im Kern verändert.
Sie sei aus
politischen, nicht aus religiösen Gründen geschrieben worden: „Wir werden das alte Gebet benützen.“
Mittlerweile haben bereits mehrere Patres der Piusbruderschaft ihren Gläubigen verkündet, die Karfreitagsfürbitte
unverändert zu singen. Das gaben mehrere Altgläubige im lefebvristischen Forum ‘Angelqueen’ bekannt.
Einer der Leser erklärte, daß das Alte Meßbuch mit der geänderten Karfreitagsfürbitte neu „Missale
2008“ heißen müßte.
Der schwerste Schritt seines Lebens?
Bei dem Vortrag äußerte sich Mons. Fellay
auch noch zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Der Bischof bemerkte anerkennend, daß Papst Benedikt
XVI. es gegen starke innerkirchliche Widerstände veröffentlicht habe.
Eine ungenannte Quelle habe ihm
mitgeteilt, daß der Heilige Vater nach eigener Ausage mit mit keiner Entscheidung seines Lebens so gerungen
habe wie mit der Veröffentlichung des Motu Proprio. Doch es sei eine Gewissensentscheidung gewesen.
Der Papst sei dabei auf der einen und der Episkopat auf der anderen Seite gestanden. Schließlich sei
das Motu Proprio trotz bischöflicher Kollegialität veröffentlicht worden.
Für Mons. Fellay stellt
die Veröffentlichung von ‘Summorum Pontificum’ einen gravierenden Einschnitt in der Geschichte dar.
Seitdem seien einige unglaubliche Dinge geschehen. Als Beispiel deutete der Bischof an, daß sich eine
kontemplative Nonnengemeinschaft geschlossen der Tradition zugewendet habe.
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110 Lesermeinungen
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#111 Agiafortuni 22:53:31 | Mittwoch, 27. Februar 2008
Pippifax: wo ich die Messe besuche ich gehe in die FSSPX Kapellen, denn dort wird die Liturgie würdig
gefeiert und die Predigten sind von wenigen Ausnahmen abgesehen gut. Es ist aber auch schon vorgekommen,
dass ich den Gottesdienst bei einer Ecclesia Dei Messen besuche, wobei ich darauf achte, wer der Zelebrant
ist. Ich tue es, wenn es keine FSSPX Kapelle in unmittelbarer Nähe gibt. Hinsichtlich des Sedesvakantismus
stimme ich mit den FSSPX Oberen nicht überein. Ich bin gegen die Verteufelung des Sedesvakantismus und
bin der Ansicht, dass diese Haltung langfristig gesehen in eine Sackgasse führt. Ein Beispiel dafür
ist der Rückgang der Eintritte in das Seminar von Zaitskofen
Also du homophiler Pissereisachse Nur mal so am Rande, das ich in deiner Namensauflistung von den Leuten
die anders denken als du enthalten bin, fasse ich als Kompliment auf!
@Agiafortuni: Na, es war die Rede vom umformulierten Karfreitagsgebet. Wenn der Papst das Gebet umformuliert
und bestimmt das es zukünftig so gebetet werden soll, bestimmt er das als Papst, Gesetzgeber, und ventiliert
nicht etwa seine Meinung. Es sind viele Überlegungen möglich, entweder vor entweder gegen eine Umformuliering.
Aber: Roma locuta, causa finita, wie man sagt. Die Kirche ist keine Demokratie mit Mitspracherechte. Der
Papst hat seine Entscheidung, Abwägung, nur Gott gegenüber zu verantworten, und nicht die werten mündigen
Gläubigen gegenüber. Wie üblich wissen sie es jetzt alle besser; wenn sie nur Papst wären…
#104 Agiafortuni 21:11:24 | Montag, 25. Februar 2008
Piet: nennen Sie mir bitte ein Gebet nennen Sie mir bitte ein Gebet, das im Ungehorsam gegen die Kirche
und nicht entgegen Anweisungen willkürlich handelnden Oberen verrichtet wird
Wer bestimmt? Es gibt anscheinend eben so viele Besserwisser und Rechthaber als es Individuen gibt…sind
alle gute Katholiken, würden alle noch recht viel bessere Päpste sein… Vielleicht… ist ein Gebet
(und beten heisst: den lieben Gott um etwas bitten), verrichtet in Gehorsamkeit, viel kräftiger als ein
Gebet das ‘präziser’ (?) formuliert ist, aber verrichtet wird in Ungehorsam der Kirche gegenüber?
#102 Agiafortuni 10:44:59 | Montag, 25. Februar 2008
Riese1835: unbestritten Es ist unbestritten, dass die Entscheidung Bischof Fellays, die neuen Karfreitagsbitten
nicht zu übernehmen, weitsichtig und klug ist. Daraus müssen jedoch die notwendigen Konsequenzen gezogen
werden. Ein immer grösser werdender Graben zwischen Rom und der Tradition wird auf diese Weise unvermeidlich.
Im Übrigen halte ich die Annahme für falsch, Benedikt XVI habe auf Druck jüdischer Kreise gehandelt.
Die !Anderung entspringt weitaus eher seiner Christologie und dem daraus entspringenden Verständnis des
Kreuzesopfers
#101 Riese1835 09:31:42 | Montag, 25. Februar 2008
Päpstliche Prioritäten bei Meßbuchrevisionen? Was immer Bischof Fellay sagte oder nicht sagte, interessant
ist, wo die Prioritäten gesetzt werden, wenn man sich die Maßnahmen des Papstes im Vergleich ansieht:
a) Der Wunsch nach einer korrekten Übersetzung der Wandlungsworte ist vermutlich nicht mehr wert als
die Festplatten, Kabeln und CPUs, die zur Verbreitung der Nachricht verwendet werden. Von Dringlichkeit
gar nicht zu sprechen. Der Papst selbst verwendet weiter das „für alle“ (Mariazell September 2007). Das
nennt man „Führen durch Vorbild“. b) Die erste Änderung im Missale 1962 ist nun die ominöse Karfreitagsfürbitte,
und die soll möglichst sofort umgesetzt werden? Weil gewisse jüdische Kreise dies fordern, sollen wir
nicht mehr für diese Menschen beten dürfen. Hier wird tabula rasa gemacht. c) Wo sind ersehnte Änderungen
des Missale 1962 hinsichtlich der Aufnahme neuer Heiliger in den Heiligenkalender geblieben, z.B. für
den seligen Kaiser Karl? Wenn man sich diese Wegweiser genau ansieht und mit der Landkarte vergleicht,
um herauszufinden, wohin der Weg geht, kann man nur zu dem Schluß kommen, daß so manche Befürchtungen
betreffend Motu Proprio sich früher als berechtigt erweisen, als man es gedacht hätte: vorsichtige,
stufenweise Einführung des Modernismus in den überlieferten Ritus. Wachsamkeit, daß es sich bei dem
Motu Proprio nicht um ein trojanisches Pferd handelt, ist also angebracht. Die Entscheidung Bischof Fellays,
die geänderte Karfreitagsfürbitte nicht zu übernehmen, zeugt also von Weitblick.
#98 kath.Sachs † 01:33:21 | Montag, 25. Februar 2008
@Friedrich Reusch – Genau!! „Am lächerlichsten … Naja, sehr gut, dass sich die FSSPX an den Liturgiebasteleien
nicht beteiligt.“ Das hast du sehr schön gesagt reusch! Also die FSSPX mit ihrer Bastelei, die beteiligen
sich nicht an der Reform mit dem pro multis, weil denen sind die Multis viel zu suspekt. Die drehen viel
lieber den Multis bei der Messe den Hintern zu, damit alle das schöne Casel und die wichtigtuerische
Handlung der selbsternannten Hüter der Kirche sehen können. Aber bitte nich mitsprechen, weil das is
ja’n echtes Sakrileg is das mit dem Latein und den FSSPX. Ja, mit dem Latein, da kommen die Tradis sich
erst recht wichtig vor, weil Latein das is die Sprache der Welt und des Himmels, und der liebe Gott spricht
nämlich nur Latein (oder doch nur Polnisch???); deshalb hört der auch nur die Tradis. Die anderen verdammich,
die kann er ja gar nich verstehen, weil die ja nich Latein sprechen und so … und überhaupt!! Jawohl!!!
#97 Agiafortuni 00:33:00 | Montag, 25. Februar 2008
Pippifax: mein Standpunkt aus meiner Sicht ist weder die Argumentation der Piusbruderschaft noch jene
der Sedesvakantisten lückenlos. Daher lässt sich über den gegenwärtigen Inhaber des Stuhles Petri
nicht mehr sagen als es könnte sein, dass er nicht Papst ist. Was aber nicht sein könnte, braucht aber
nicht notwendigerweise so zu sein und könnte auch anders sein. Auf meinen Standpunkt angewandt: ich neige
dazu anzunehmen, dass er nicht Papst ist, es könnte aber auch sein, dass ich mich täusche doch dazu
bedarf es einer lückenlosen Argumentation und die kann zur Zeit niemand vorweisen
Am lächerlichsten ist auch, wie eilig es die Modernisten mit der Einführung dieser päpstlichen Anordnung
haben (bereits zu Karfreitag 2008). Bei der „Pro Multis – Anordnung“ lassen sie sich jedenfalls mehr Zeit
(oder kündigen an, sie niemals zu übernehmen). Naja, sehr gut, dass sich die FSSPX an den Liturgiebasteleien
nicht beteiligt.
Lieber turk, faszinierend anzusehen, dass sich die Mess-Bastelei der römischen Modernisten nun auch auf
die alte Messe bezieht. Man kann gespannt sein, was Joseph Alois’ Bastelstube in der nächsten Zeit für
uns noch für unliebsame Überraschungen bringt.
Verpflichtend Mittlerweile haben alle katholischen Bischofskonferenzen die verpflichtende Änderung der
im Missale für die außerordentliche Form zu verwendenden Karfreitagsfürbitte aus Rom erhalten. Es kann
auch weiterhin kein Zweifel daran bestehen, daß die neue katholische Formulierung auch ab Karfreitag
2008 zu verwenden ist.
Erzbischof Lefebvre wollte immer die letzte päpstliche Ausgabe des Meßbuches St. Pius’ V. benützen
Dies war bis jetzt das Meßbuch des sel. Johannes XXIII. von 1962 – „um der Einheitlichkeit willen“. Jetzt
wäre es das Meßbuch Benedikts XVI. von 2008!
@ Artois FSSPX benützt die Fassung des ‘Missale Romanum’ von 1962. „…perfidis judaeis“ und die zweite
fraglich Stelle wurden 1960 auf päpstliche Weisung gestrichen.
#88 Seminarist 10:53:08 | Sonntag, 24. Februar 2008
Noch älter! S.E. Fellay vermutet den Ursprung, der Karfreitagsfürbitte im 3. Jh. Anzunehmen ist aber
eine noch ältere Datierung, da die Fürbitte nur in einer Zeit Sinn macht, wo das Judentum noch als eine
feste gesellschaftliche Grösse im Nahen Osten wahrnehmbar war, also bis zur Zerstörungs des Tempels,
spätestens aber bis zur Niederschlagung des Aufstandes unter Bar-Kochba und der damit verbundenen Zerstreuung
der Juden in der Mitte des 2. Jh. Danach hätten christliche Zeitgenossen eh eine mittelfristige Auflösung
der jüdischen Kultur annehmen können.
#87 kath.Sachs † 01:01:44 | Sonntag, 24. Februar 2008
@Pippifax: Werter agiafortuni Ja, wenn ich mich da mal einschalten darf: Also die Umsetzung von V II auf
VIII hatte man seinerzeit in Peenemünde schon nicht geschafft. Und also ich bitte Sie, wie soll das denn
unter dem Papst, ja halte ich den denn überhaupt für einen … äh …, also der FSSPX, also der ist
ja sowas von V II, also das hat nur noch keiner gemerkt. Und deshalb wird auch die Umsetzung in das Schisma
zu V III sicher nich gelingen wird das nich. Also davon bin ich überzeugt, bin ich da!!!
Werter agiafortuni, nachdem ich einige Ihrer Beiträge hier mit Interesse verfolgt habe, mich aber gleichzeitig
frage, was genau Ihr Standpunkt eigentlich ist, erlaube ich mir, direkt auf Sie zu zukommen. Sie scheinen
Sympathie für die FSSPX zu besitzen, gehen aber gleichzeitig von einem Schisma aus. Wie geht das zusammen?
Da Sie den Papst (halten Sie ihn für diesen?) angesprochen haben, was sind Ihrer Auffassung nach seine
Ziele in der Umsetzung von V II?
#85 Agiafortuni 00:04:48 | Sonntag, 24. Februar 2008
Doriano: selbstverständlich selbstverständlich will Benedikt XVI die Piusbruderschaft kalt stellen,
denn sie ist für ihn ein erheblicher Störfaktor in der Verwirklichung seines Verständnisses der V 2
Richtlinien. Die abgeänderten Karfreitagsfürbitten, die an sich nicht häretisch sind, jedoch die Glaubenssubstanz
in erheblichem Masse abschwächen indem die ihnen zu Grunde liegende Untat verschwiegen wird, könnten
ihm dafür den geeigneten Vorwand liefern.
@Dr. Christoph Heger Sie haben’s auf den Punkt gebracht – es war einfach un- nötig. Oder will Rom die
FSSPX in die Enge treiben? Die Reaktion von Bischof Fellay war doch voraussehbar.
@Romano: Und danach die brüderlichen ökumenischen Gespräche? Vielleicht sollte Rom sie [die FSSPX;
Ch.H.] doch endgültig „ins Schisma entlassen“… Und danach können endlich die berühmten „brüderlichen
ökumenischen Gespräche“ stattfinden? Eine Alternative wäre natürlich, der Vatikan würde den Rohrkrepierer
seines veränderten Karfreitagsgebets wieder in der Versenkung verschwinden lassen und sich auf die Durchsetzung
der erwünschten korrekten Wandlungsworte konzentrieren – ohne die Unverfrorenheit einer Nachbesserung
(„für alle“) der Worte Jesu Christi. MfG Christoph Heger
Gebetsänderung „Lass den exkommunizierten Rabauken Fellay und seine exkommunizierten „Mitbischöfe“ endlich
zur Besinnung kommen und zur Einheit mit dem Papst reumütig zurückkehren…“ oder: „Sende Deinen Geist
der Einheit zu den Verantwortlichen der Priesterbruderschaft Pius X. um Wege zu finden zur vollen Einheit
mit dem Papst und der katholischen Weltkirche.“ Fellay scheint den ersten Gebetstext zu bevorzugen!
#80 Agiafortuni 20:36:04 | Samstag, 23. Februar 2008
richtig gehandelt Bischof Fellay hat richtig gehandelt als er sich weigerte die neue Karfreitagsfürbitte
zu übernehmen. Ein Gebet ändert man nämlich nicht um anderen gefällig zu sein. Die entsprechenden
Kommentare Kaspers und Monsignor Ravasis haben mich in meiner Überzeugung gestärkt.
#78 catharina 16:01:06 | Samstag, 23. Februar 2008
Gebet und Bekehrung Geht es in der Auseinandersetzung nicht um ein GEBET? Also um einen Akt, in dem wir
uns demütig vor den lebendigen, heiligen Gott begeben, um Ihn um etwas zu bitten – in diesem Fall die
Bekehrung des von Ihm erwählten Volkes? Schwierig nachzuvollziehen, wie man eine literarische Gattung
derart verkennen und die Änderung eines liturgischen Gebetes wie eine Änderung einer dogmatischen Definition
betrachten kann, um sich dann zu weigern, das zu beten! Natürlich ist die Liturgie auch ein locus theologicus,
aber doch nicht in erster Linie; zumal ja die neue Fassung der Bitte von Jesus als dem Erlöser spricht
und die Bekehrung der Juden zu Ihm erfleht. Wer sich aus solchen fadenscheinigen Gründen weigert, mit
der Kirche, mit ihrem sichtbaren Oberhaupt (unserem „geliebten Christus auf Erden“, wie ihn Katharina
von Siena nannte) zu beten, der will eben nicht mit der Kirche sein, sondern seine eigenen Wege gehen.
Römisch-katholisch ist das schon lange nicht mehr. Und auch keine geistliche Haltung (Streit um ein Gebet!).
Frage: Wer bedarf denn der Bekehrung? Nur die Juden und das „neue Rom“?
#77 Karl Murx 11:31:46 | Samstag, 23. Februar 2008
Es geht nicht um eine Bekehrung Neu-Roms Die Bekehrung der Mitgleider von Fake-Church ist deren persönliches
Problem. Fake-Church ist aber eine Besatzungsmacht, keine abgefallene römische Kirche. Ob sich die Mitglieder
dieser Organisation persönlich bekehren, oder ob sie am Ende baumeln, ist zweitrangig. Entscheidend ist
Eliminierung der Besatzungsmacht als solcher.
Lieber Romano, das ist doch nur konsequent! Keine Rosinenpickerei nach dem Motto: die kleinen Irrümer
Neu-Roms nehmen wir an, die großen lehnen wir ab. Das wäre protestantisch-subjektivistisch. Der gerade
Weg ist: Wir lehnen alles ab was aus Neu-Rom kommt, solange sich dieser Verein nicht bekehrt hat. Nur
so kann man glaubwürdig bleiben. Nur so ist final auch eine Bekehrung Neu-Roms mit allen seinen modernistischen
Irrtümern möglich.
dici.org Auf der offiziösen FSSPX-Seite dici.org wird nun (mehr als) angedeutet, dass man die Änderung
des Papstes nicht übernehmen will. Man redet sich offenbar ein, es handle sich um eine „tiefgreifende“
substantielle Modifikation. Da muss man anscheinend als FSSPXler nicht gehorchen, selbst wenn der Papst
keine Häresie verkündet. Die Stellungnahme lautet: „A la suite de pressions étrangères à l’Eglise
catholique, le pape s’est cru obligé de changer la très vénérable Oraison pour les Juifs qui est partie
intégrante de la liturgie du Vendredi Saint. Cette prière est une des plus anciennes ; elle remonte
aux environs du IIIe siècle, et a donc été récitée, à travers toute l’histoire de l’Eglise, comme
la pleine expression de la foi catholique. Il faut noter que les commentaires du cardinal Kasper – que
l’on peut penser autorisés – donnent à cette amputation une allure de véritable transformation, exprimant
une nouvelle théologie des rapports avec le peuple juif. Elle s’inscrit dans le bouleversement liturgique
qui est la marque caractéristique du concile et des réformes qui en ont découlé. Bien que la nécessité
d’accepter le Messie pour être sauvé ait été conservée, on ne peut que déplorer profondément ce
changement.“ Schade, aber ich hatte schon lange das Gefühl, dass die Priesterbruderschaft inszwischen
so subjektivistisch-protestantisch ist, dass sie nicht mehr gehorchen kann. Vielleicht sollte Rom sie
doch endgültig „ins Schisma entlassen“…
@ Tridentinus Ja, das geht dann von der FSSPX wirklich in Richtung Schisma, aber vielleicht ist unser
Papst als barmherziger Hirte so demütig und lässt der Bruderschaft noch ein Jahr Bedenkzeit. Ansonsten
könnte die FSSPX dann selber von einem eigenen, inneren Schisma betroffen werden.
#73 Tridentinus 09:16:47 | Samstag, 23. Februar 2008
Sozialkatholisch Ich nehme doch an, dass der Text rechtzeitig vor dem diesjährigen Karfreitag ordnungsgemäss
promulgiert werden wird, entweder in den AAS oder den Notitiae. Und dann wäre diese Haltung der FSSPX
mE unter Abwägung aller Argumente insgesamt fatal und völlig inakzeptabel. Sollten Patres der FSSPX,
die willens sind, die neuformulierte Fürbitte anzunehmen, daran unter Verweis auf die Gehorsamspflicht
gegenüber ihren Oberen daran gehindert werden, wären sie verpflichtet auf eine Hierarchie des Gehorsams
hinzuweisen, in der Benedikt XVI., wenn er als Papst anerkannt wird, selbstverständlich höher steht
als Weihbischof Fellay.
Karfreitagsbitte’ Die ganze Diskussion ist eigentlich viel zu früh, rein rechtlich muss die Karfreitagsfürbitte
dieses Jahr ja noch nicht übernommen werden und bis zum nächsten Jahr kann auf beiden Seiten nunmal
noch soviel passieren.
@Gotthart In Ihrer ganzen Selbstgerechtigkeit sind Sie natürlich wieder bei der Liturgie hängengblieben.
Ihr Beitrag war sozusagen ‘kein Beitrag’ und und enthält nicht den geringsten Nährwert. Er ist nichts
weiter als leeres Wortgeklingel, das Herunterrasseln von Allgemeinfloskeln – einfach nur banal. Kennen
Sie eigentlich den tieferen Sinn von „Ite, missa est“ ? All das, was Sie NICHT geschrieben haben, steckt
allein in diesen drei so unscheinbar anmutenden Worten! In drei Worten!! Und Sie brauchen siebenundzwanzig
Zeilen … für NICHTS. Im Übrigen verbitte ich mir das DU – den Ab- stand bitte ich mir aus.
@Doriano …RAN!!! Der katholische Glaube hat nichts mit Gemütlichkeit und Tralala-Händchenfassen zu
tun – da heißt es ran!! du hast absolut Recht! … Glauben heisst in die Hände spucken und anpacken…
hörte ich da gestern in der Messe das Evangelium richtig? Der Reiche und der Lazarus… Gottes Liebe
ist in den Armseligsten handgreiflich geworden… ER SELBST ist dort anzupacken … Jesus hat immer einen
Gott verkündet, der Anbetung in der konkreten Tat sieht… die diffamierten brasilianischen Priester
haben das viel eher begriffen als unsere frommen Brüder und Schwestern hier im Forum. Einen Notleidenden
zu übersehen ist ein Sakrileg … nicht der Hostienkrümel auf dem Boden! Einen Elenden nackt zu lassen
ist das Sakrileg – und nicht der Hosenanzug einer Kommunionhelferin! Die Notleidenden in der Welt und
bei uns NICHT zu sehen , aber für sein eigenes vermeintliches Seelenheil parallele Strukturen in der
Kirche durch eine Sekte zu finanzieren ist das Sakrileg – und nicht eine Messe mit Gitarre und liturgischem
Tanz! Jesus erzählt diese Lehrgeschichte für uns: unser Seelenheil hängt am Einsatz für die Armen
und Geknechteten und Notleidenden und Ausgebeuteten … unser Seelenheil hängt nicht an der Ordnung des
Gottesdienstes. Es gibt KEINE gottgewollte Ordnung des Gottesdienstes und der Liturgie- das alles ist
mit guten Argumenten gemacht und gewachsen. ABER: es gibt die unbändige und immer wieder eingeschärfte
Liebe zu und Solidarität mit den Elenden dieser Welt! DAS war Jesu Thema!
#68 Agiafortuni 00:29:37 | Samstag, 23. Februar 2008
nicht leicht gefallen Bischof Fellay wünscht sich aus ganzem Herzen eine Einigung mit Rom. Die Entscheidung
dürfte ihm daher nicht leicht gefallen sein. Umso mehr verdient sie unseren Dank und Anerkennung
Tradition Es sieht ja manchmal so aus, als ob die Liturgie das ei- zige Problem sei, das es zu lösen
gilt und das MP würde den der Tradition auf’s Tiefste verbundenen Gläubigen den Weg zur VII-Kirche ohne
Weiteres ermöglichen und alles ist wunderbar. Schön wär’s – aber dem ist nicht so!! Ohne den Rückhalt
im überlieferten Glauben, so wie ihn die Kirche bis zu den unseligen 60ern gelehrt hat, ist eine Feier
im Tridentischen Ritus nichts weiter als eine folk- loristisch gefärbte religiöse Veranstaltung. Weitere
Details würden den Rahmen hier sprengen – die Tradis wissen,worum es geht und die Nicht-Tradis müssen
sich halt einfach mal kundig machen – z.B. bei St.Thomas Aquinas, Hl. Franz von Sales, Thomas a Kempis,
St.Au- gustinus, Pius IX. – XII., Leo XIII. usw. Die Beliebigkeit dessen, was heute uns dargereicht wird,
ist dann ein- fach nicht zu übersehen. Und das öffnet irgendwel- chen selbstgestrickten „Glaubenslehren“
Tür und Tor, und WsK und Konsorten können tun und lassen, wozu sie gerade Lust haben – diese Totengräber.
Also – zurück zur Tradition heißt – zurück zu den Ursprüngen, zum unverkürzten und unverfälschten
Glauben, wie ihn uns die Väter gelehrt haben. Aber das ist den „Wohnzimmer- katholiken“ wahrscheinlich
zu anstrengend und unbequem Der katholische Glaube hat nichts mit Gemütlichkeit und Tralala-Händchenfassen
zu tun – da heißt es ran!!
Ins Wesen der Sache? Artois Ich meine natürlich wesentliche Eingriffe, d.h. Eingriffe, die ins Wesen
der Sache eingreifen. Die kann ich in den Jahrhunderten nach dem Tridentinum nicht erkennen! Worin hat
Papst Pius XII. das Meßbuch von 1570 wesentlich verändert?
#64 kath.Sachs † 22:52:45 | Freitag, 22. Februar 2008
@FiliusEcclesiae: Mons. Lefebvre hat seine Entscheidung begründet „Mons. Lefebvre hat ausdrücklich für
alle FSSPX-Priester die Annahme des Meßbuches von 1962 gefordert. Gegenteilige Meinungen und Zeitungen
sind von den FSSPX-Gläubigen abzubestellen. Die Einheit der Kirche und der Messe steht über allem.“
So, damit das jetzt endgültig klar ist: FiliusEcclesiae for president! denn nur so ist die Einheit der
Kirche und der Messe zu erhalten!
@Filius Ecclesia Ich meine natürlich wesentliche Eingriffe, d.h. Eingriffe, die ins Wesen der Sache eingreifen.
Die kann ich in den Jahrhunderten nach dem Tridentinum nicht erkennen!
@filiusEcclesiae Gegenteilige Meinungen und Zeitungen sind von den FSSPX-Gläubigen abzubestellen. hat
Bischof Marcel tatsächlich gefordert, Zeitschriften abzubestellen? Denken darf man nicht – höchstens
nach-denken?… ich denke lieber selber!
@Artois: Wie kommen Sie jetzt auf das Meßbuch Pauls VI.? Dann hätte er letztlich auch die Messe Pauls
VI. akzeptieren müssen. Und ich kann mich nicht erinnern, daß es vor Pius XII. wirklich wensentliche
Eingriffe in die Liturgie gegeben hat. Eingriffe in das Meßbuch des hl. Pius V. gab es durch alle Päpste.
@Filius Ecclesia Denn sonst sucht sich jeder die Meßbuchversionen aus der Reihe der Meßbuchversionen
1570-1962, die ihm persönlich zusagt… Die Einheit der Kirche und der Messe steht über allem. Dann
hätte er letztlich auch die Messe Pauls VI. akzeptieren müssen. Und ich kann mich nicht erinnern, daß
es vor Pius XII. wirklich wensentliche Eingriffe in die Liturgie gegeben hat. Die durchgreifendste Reform
war wohl das Tridentinum selbst, bzw. unmittelbar danach durch Pius V. (?) Doch das steht nun wirklich
auf einem anderen Blatt. Meine Ansicht ist, daß man gerade im Lichte der Ereignisse nach dem 2. Vatikanum
entschlossen auch die Eingriffe von Pius und Johannes hätte zurückweisen müsssen!
Mons. Lefebvre hat seine Entscheidung begründet Da fragt man sich doch zum einen, warum er das tat und
zum zweiten, ob er mit dieser Haltung wirklich gut beraten war! In meinen bescheidensten Augen sind die
Eingriffe von Pius XII. etc. unerträglich! Mons. Lefebvre hat seine Entscheidung begründet, nämlich
die Wahrung der Einheitlichkeit der Liturgie. Denn sonst sucht sich jeder die Meßbuchversionen aus der
Reihe der Meßbuchversionen 1570-1962, die ihm persönlich zusagt. Mons. Lefebvre hat ausdrücklich für
alle FSSPX-Priester die Annahme des Meßbuches von 1962 gefordert. Gegenteilige Meinungen und Zeitungen
sind von den FSSPX-Gläubigen abzubestellen. Die Einheit der Kirche und der Messe steht über allem.
@Filius Ecclesia Da fragt man sich doch zum einen, warum er das tat und zum zweiten, ob er mit dieser
Haltung wirklich gut beraten war! In meinen bescheidensten Augen sind die Eingriffe von Pius XII. etc.
unerträglich!
@Artois: Und genau diese Haltung hat Erzbischof Lefebvre für die FSSPX ausdrücklich verboten! Artois
ICh vertete die Ansicht,daß alle Modifikationen nach etwa 1950 gemieden werden sollten! Mons. Lefebvre
hat seine Entscheidung für die FSSPX getroffen.
Erzbischof Lefebvre hat ausdrücklich vorgeschrieben, einheitlich die 1962-Meßbuchversion zu verwenden,
bei allem Für und Wider in bezug auf die Modifikationen von 1962 – Publikationen, die sich gegen diese
Entscheidung um der Einheitlichkeit willen wandten, sollten abbestellt werden. Die Modifikation Papst
Benedikts XVI. von 2008 steht ganz in der Tradition der päpstlichen Meßbuchmodifikationen bis 1962,
und wäre von jedem meßbuch- und papsttreuen Geistlichen zu akzeptieren. Es ist bedauerlich, daß sich
der FSSPX-Generalsuperior anders entschieden hat. Dennoch bleiben die FSSPX-Meßzentren weiterhin die
einzigen Meßzentren, in denen problemlos die Alte Messe für alle Gläubigen zugänglich ist, so wie
es der Papst ausdrücklich fordert, entsprechend der Kanonisation des Meßbuches 1570.
#49 Antirassist † 19:34:06 | Freitag, 22. Februar 2008
@sacerdos helv.: Vorsicht mit dem Begriff „vorpianisch“…! Wenn damit die Messliturgie in der bis zum
31.12.1955 gebräuchlichen Form gemeint ist, war diese natürlich insofern auch schon „pianisch“, als
sie a) auch unter „Pius XII.“ in Verwendung war b) auch unter seinem Vorgänger, Papst Pius XI., in Verwendung
war, c) möglicherweise sogar von Papst Pius V. als die für alle Zeiten gültige Form der Hl. Messe eingesetzt
wurde; also insgesamt eher „pianisch“ als „vorpianisch“…! Vielleicht sollte man sich darauf einigen,
von den „Rubriken, wie sie bis 1955“ und den „Rubriken, wie sie seit 1956“ (bis 1960) in Gebrauch waren,
zu sprechen, dann wäre wohl etwas klarer, was tatsächlich gemeint ist…
Vorpianische Karwochenliturgie! Dass einzelne Priester dies tun, kann ich mir vorstellen, aber mir ging
es eher um Gemeinschaften. Bei der Messe im Alten Ritus in Bonn bin ich mir auch nicht sicher, dass diese
sich an die Römischen Vorschriften halten. Die haben eine Tenden zum Eklektizismus (schon seit Zeiten
der Gründung des „Bonner Indultes“, ob es sich gebessert hat, weiss ich nicht. Einer der regelmässigen
zelebranten dort zumindest scheint diese Tendenz zu unterstützen. Sie können mir gerne Mitteilung als
PN machen.
Vorpianische Karwochenliturgie! Aber Dolan ist doch wohl dem sedisvakantischen Lager zuzuzählen. Da ist
es durchaus verständlich, dass er die vorpianische Karwochenliturgie verwendet, wenn auch nicht zwingend,
da er ja wahrscheinlich Pius XII. noch anerkennen wird. Kennen Sie andere Gruppen, die nicht sedisvakantistischer
Art sind und dennoch die vorpianische Version verwenden? Sie berichteten ja einmal von Christkönigs-Institut,
dass die das täten und sich auf ein Privileg dafür berufen. Ecclesia Dei aber scheint das zu verneinen
(siehe mein posting weiter unten). Entweder weiss man dort die rechte Hand nicht, was die rechte tut,
oder sie haben das Privileg von jemand anderem erhalten, oder sie sagen die Unwahrheit oder der Gewährsmann
für das Gegenteil, Father Zuhlsdorf, sagt die Unwahrheit. Habe ich noch eine Möglichkeit vergessen?
@ 3R Ja, auch im Dreck und im Kot wohnt Gottes unveränderlicher Geist, aber, gelobt sei Jesus Christus,
ist eine wunderbare Wandlung in allen Dingen möglich. Aber wer in Ewigkeit Kot und Dreck bleiben möchte,
bitteschön!
Peitsche und Zuckerbrot Eine beispiellose Arroganz steckt hinter dem Verhalten der Piusbrüder: der sein
Bischofsamt zu Unrecht ausübende Herr Fellay klatscht Beifall wegen des MP, bestreitet aber dem hl. Vater
das Recht, EINE FÜRBITTE im Messbuch von 1962 zu ändern – da ist schon von „Meßbuch 2008“ die Rede!!
Folgt: sie wollen die Einheit mit dem Papst nicht, bzw. nur, wenn er nach ihrer Pfeife tanzt, oder Fellay
im Schenllverfahren zum Papst gewählt wird. Traditum scheint wie ein Auto zu sein, dass sich im Schnee
festgefahren hat: je mehr es fährt sich immer weiter fest: entweder man bleibt stecken oder (der Hl.
Geist) jemand kommt und zieht den Wagen aus dem Dreck. SignSal
@ Artois Mit „Bibelsprüchen“ ist die komplette monastische Tradition entstanden. Mit „Bibelsprüchen“
hat Jesus Christus argumentiert. Auf „Bibelsprüche“ berufen sich Paulus und sämtliche Konzilien. Mit
„Bibelsprüchen“ untermauert der heilige Thomas von Aquin seine theologischen Aussagen. Ob Sie es wollen
oder nicht: Aber auch im „Kot und Dreck“, der der Mensch nach Ihrer Meinung ist, wohnt Gottes unvergänglicher
Geist (Weish 12,1). Ekelhaft, gell? Da nimmt doch jemand die Heilige Schrift beim Wort und sieht in ihr
eine höhere Autorität als in frommer Literatur des 2. Jahrtausends. Na so ein perverses Schwein. Ab
mit ihm in die Hölle (für die man dann natürlich die passenden „Bibelsprüche“ ganz gerne mal in Anspruch
nimmt, genauso wie wenn es gegen Homosexuelle geht…)
#38 Antirassist † 15:16:11 | Freitag, 22. Februar 2008
@Karl Murx, Tridentinus: Sind Ihnen den Zelebranten bekannt… …die sich konsequent an die vor 1956
gültigen Rubriken halten? In vielen Fällen trifft man ja auf Mischformen (z.B. Oktaven und Vigilien
nach 1955, aber Karwochenliturgie nach 1956)…
@RRR: Weiche von mir, Versucher! (Bekanntlich ist der Teufel der kenntnisreichste Schriftgelehrte. Hat
er nicht auch Jesum mit Bibelsprüchen versucht?)
@RRR: Der Mensch ist Kot, Stank, Asch und Erde. Ist’s möglich, daß vom Übermut, als einer Teufelsbrut,
er noch bezaubert werde? Ach Jesus, Gottes Sohn, der Schöpfer aller Dinge, ward unsretwegen niedrig und
geringe, er duldte Schmach und Hohn. Und du, du armer Wurm, suchst dich zu brüsten? Gehört sich das
vor einen Christen? Geh, schäme dich, du stolze Kreatur, tu Buß und folge Christi Spur, wirf dich vor
Gott im Geiste gläubig nieder, zu seiner Zeit erhöht er dich auch wieder!
#33 Karl Murx 13:49:43 | Freitag, 22. Februar 2008
@Tridentinus: Wenn man diese Variante jetzt nicht annimmt muss man zumindest rituell konsequent zur alten
Liturgie der Karwoche zurückkehren, wie sie vor Pius XII. bestand. Na logisch! Gilt ebenfalls für Palmsonntag
und die Vigil von Pfingsten, die gestrichenen Oktaven und Vigilien der meisten Apostelfeste. o^/ o^/
@ Artois Weish 11,24 Wem soll ich jetzt eher glauben? Ihrer „Kot und Dreck“-Theorie oder der Heiligen
Schrift? Moment, Sie sind ein traditionstreuer Katholik, das Buch der Weisheit hingegen nur ein jüdisches,
modernistisches Machwerk. Na dann weiß ich ja, an wen ich mich zu halten habe!
Lieber Gotthard jeder hier weiß, daß für Dich die Kirche und der katholische Glaube „uninteressant“
sind. Deine ganze verkommene Existenz ist aus „historischen Versatzstücken“ zusammengebastelt. Vor Gott
bist Du nichts weiter als Kot und Dreck.
uninteressant Welche Fürbitte dieser „Bischof“ Bernard Fellay am Karfreitag singen wird, ist doch für
einen Katholiken eigentlich uninteressant … soll er sich seine Liturgie doch aus historischen Versatzstücken
zusammenbasteln …
Publikationsorgan Dekrete der Gottesdienstkongregation, die jedoch in der Regel nur den Novus Ordo betreffen,
werden für gewöhnlich auch nicht in den AAS, sondern im organ der Kongregation, der Zeitschrift „Notitiae“,
veröffentlicht.
@ r.ruhrgebietler Na ja ganz so klar oder eindeutig ist das nicht, alle der FSSPX nahe stehenden Ordensgruppen
werden sie dieser Entscheidung wohl nicht anschließen.
#27 Antirassist † 12:53:10 | Freitag, 22. Februar 2008
@Tridentinus: Das klingt ja super! Ich werde zum Problem eine grössere Studie anstellen. Wenn Sie damit
fertig sind, müssen Sie das Ergebnis unbedingt hier in kreuz.net vorstellen…! :)3
#26 Tridentinus 12:36:18 | Freitag, 22. Februar 2008
Das ist wirklich schwierig Natürlich muss die neue Fürbitte durch Publikation in den AAS promulgiert
werden oder es muss ausdrücklich gesagt werden, das das hier anders geschehen soll. Dann aber ist sie
formal zweifellos verpflichtend, weil man sie trotz Nuancen dogmatisch nicht kritisieren kann. Denn die
auch von Lehmann herausgestellte eschatologische Ausrichtung im Motiv der Völkerwallfahrt als conditio
sine qua non der Bekehrung ganz Israels ist ebenso wenig ein Argument gegen Einzelkonversionen von Heiden
durch die Geschichte hindurch wie gegen jene von Juden. Natürlich ist das hohe Alter ein Argument und
auch die älteren Entscheide gegen eine Änderung. Aber hier ist jetzt zum ersten Mal die Hermeneutik
der Kontinuität ausgeführt worden (in der auch gewisse Diskontinuitäten Platz haben und sogar konstitutiv
sind). Wenn man diese Variante jetzt nicht annimmt muss man zumindest rituell konsequent zur alten Liturgie
der Karwoche zurückkehren, wie sie vor Pius XII. bestand. Ich werde zum Problem eine grössere Studie
anstellen.
Vorpianische Karwochenliturgie! Karl Murx schrieb über die Karwochenreform Pius XII.:. Die erneuerte
Karliturgie wurde auch nicht von ihm über einen anderen rechtskräftig veröffentlicht, eine Einordnung
in die liturgischen Bücher fand nicht statt. Tridentinus hat das kürzlich überprüft. diese Sicht kann
nur gelten, wenn man den sedisvakantistischen Standpunkt teilt. Allfällige Promulgationsmängel wurden
nämlich spätestens durch das Missale von 1960/62 geheilt. Dort ist die Karwoche in der reformierten
Form selbstverständlich integriert und durch die neuen Generalrubriken ist von einer Neuordnung der Materie
auszugehen. Spätestens von da an ist die neue Karwochenliturgie als verbindlich zu betrachten. Auf dieses
ihm mitgeteilte Argument hin, hält auch Tridentinus scheinbar nicht mehr an seiner bisherigen These fest.
Nur von einem sedisvakantistischen Standpunkt aus sieht die Sache anders aus. selbstverständlich lässt
sich auch weiterhin legitimerweise über die Angemessenheit einzelner Elemente jener Reform diskutieren
und man darf auch durchaus wünschen, dass künftig vielleicht einzelne Elemente der vorpianischen Karwochenliturgie
wieder verwendet werden dürfen. Interessant ist, dass im Gegensatz zu manchen Behauptungen dem amerikanischen
Priester Father Zulsdorf vor wenigen Tagen noch auf Nachfrage in der Kommission „Ecclesia Dei“ mitgeteilt
wurde, die Kommission habe nie einer Gruppe die Erlaubnis erteilt, die vorpianische Karwochenliturgie
zu benutzen, wie es das Institut Christkönig scheinbar beansprucht
Korrektur, ich habe ein nicht vergessen! Es wäre wirklich schade wenn die FSSPX die neue Karfreitagsfürbitte
des Papstes nicht übernehmen würde. Nur destotrotz wird das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ viel
gute Frucht bringen, in der Amtskirche und auch bei der FSSPX!
#22 Alois Bischof 12:20:20 | Freitag, 22. Februar 2008
Ist ja logisch Da Erzbischof Lefebvre darauf bestand, daß seine Priesterbruderschaft St. Pius X. das
Missále Románu 1962 benutzen werde, und kein Missále 2008 bzw. 2009. Bis die gesamte, vor allem in
der Glaubenslehre anwesende, Krise der hlg. Römisch-Katholischen Kirche gelöst worden ist. Die Priesterbruderschaft
St. Pius X. bewahrt das Erbe eines jeden Römischen Katholiken. In voller Einheit mit dem Papst, aber
nicht auf Kosten der Einheit und Übereinstimmung mit den Päpsten und Konzilen früherer Zeiten. Hauptsache
bleibt aber: Orémus pro conversióne Iudaeórum.
Es wäre wirklich schade Wenn die FSSPX die neue Karfreitagsfürbitte des Papstes übernehmen würde.
Nur destotrotz wird das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ viel gute Frucht bringen, in der Amtskirche
und auch bei der FSSPX!
Dr. Otterbeck schrieb: Jedenfalls erkennen wir im Rückblick, dass es disziplinarisch völlig unverzichtbar
war, dass Papst Paul VI. die völlige Ersetzung der alten Messe durch das MR 1970 durchsetzte (von 1974-1984
nur mit Ausnahmen für „Privatmessen“). Josef Ratzinger schrieb: „Das nunmehr erlassene Verbot des Missale,
das alle Jahrhunderte hindurch seit den Sakramentaren der alten Kirche kontinuierlich gewachsen war, hat
einen Bruch in die Liturgiegeschichte getragen, dessen Folgen nur tragisch sein konnten. Eine Revision
des Missale, wie es sie oft gegeben hatte und die diesmal einschneidender sein durfte als bisher, vor
allem wegen der Einführung der Muttersprache, war sinnvoll und mit Recht vom Konzil angeordnet. Aber
nun geschah mehr: Man brach das alte Gebäude ab und baute ein anderes, freilich weitgehend aus dem Material
des Bisherigen und auch unter Verwendung der alten Baupläne. Es gibt gar keinen Zweifel, daß dieses
neue Missale in vielem eine wirkliche Verbesserung und Bereicherung brachte, aber daß man es als Neubau
gegen die gewachsene Geschichte stellte, diese verbot und damit Liturgie nicht mehr als lebendiges Wachsen,
sondern als Produkt von gelehrter Arbeit und von juristischer Kompetenz erscheinen ließ, das hat uns
außerordentlich geschadet. Denn nun mußte der Eindruck entstehen, Liturgie werde „gemacht“, sie sei
nichts Vorgegebenes, sondern etwas in unseren Entscheiden Liegendes.“ (Aus meinem Leben, S. 172 – 174)
#19 kath.Sachs † 12:09:46 | Freitag, 22. Februar 2008
@Bernd Stromberg: Bitte Belege! „Das alte Karfreitagsgebet in der Fassung 1954 (inkl. Kniebeuge) findet
man tatsächlich Anfang des 4. Jahrhunderts schon vor. Da würde ich aber sehr gerne einen Beleg haben,
wenn es irgendwie möglich ist. Danke!“ Ja, also da kann ich Ihnen behilflich sein: Schauen Sie mal in
dem Sarkophag des seligen Oratus nach. Der ist nämlich oberhalb der Via sacravitrina gefunden worden
und da steht das schon drauf, aber auf Latein.
Bitte Belege! Das alte Karfreitagsgebet in der Fassung 1954 (inkl. Kniebeuge) findet man tatsächlich
Anfang des 4. Jahrhunderts schon vor. Da würde ich aber sehr gerne einen Beleg haben, wenn es irgendwie
möglich ist. Danke!
#17 Karl Murx 12:03:06 | Freitag, 22. Februar 2008
So steht das da! Can. 7 – Ein Gesetz tritt ins Dasein, indem es promulgiert wird. Can. 8 – § 1. Allgemeine
kirchliche Gesetze werden durch Veröffentlichung im offiziellen Publikationsorgan Acta Apostolicae Sedis
promulgiert, wenn nicht in einzelnen Fällen eine andere Promulgationsweise vorgeschrieben ist; sie erlangen
ihre Rechtskraft erst nach Ablauf von drei Monaten, von dem Tag an gerechnet, der auf der betreffenden
Nummer der Acta Apostolicae Sedis angegeben ist, wenn sie nicht aus der Natur der Sache sogleich verpflichten
oder im Gesetz selbst eine kürzere oder längere Gesetzesschwebe besonders und ausdrücklich festgesetzt
ist. § 2. Partikulare Gesetze werden auf die vom Gesetzgeber bestimmte Weise promulgiert, und ihre Verpflichtungskraft
beginnt einen Monat nach dem Tag der Promulgation, wenn nicht ein anderer Termin im Gesetz selbst festgesetzt
wird.
#16 Florianklaus 11:58:06 | Freitag, 22. Februar 2008
@Don Camillo Diesen Eindruck habe ich seit einiger Zeit auch. Man kann nur hoffen, daß die Anhänger
der Piusbruderschaft durch diese Halsstarrigkeit ihrer Oberen erkennen, in welche Sackgasse sie geraten
sind und zur vollen Gemeinschaft mit der Kirche zurückfinden. Wie gut, daß der hl. Vater durch das MP
die Rückkehr erleichtert hat!
#14 kath.Sachs † 11:56:10 | Freitag, 22. Februar 2008
@Bernd Stromberg „Sie haben Spaß daran, den Forentroll zu spielen. Viel Freude dabei. Es ist nur schade,
dass Sie sich einer ernsthaften Diskussion entziehen, …“ Jawoll! So isses! Das is ja sowas von einem
Niveaux, das hier gepflegt wird, da wird man ja richitig verstandesschwindlig, wird man da … Da kann
ich natürlich überhaupt nich mit, wenn ich mich da auf so ein komisches Niveau begebe. Na das mußte
ja mal wirklich gesagt werden und so … Also bitte jetzt aber ernsthaft, damit hier das Forum nich völlig
aus’m Ruder läuft, dieses tolle mit den ganzen schweren Gedanken und kugelähnlichen Geistesblitzen oder
so …
#13 Alois Bischof 11:53:43 | Freitag, 22. Februar 2008
Klare Stellungnahme und korrekt Eine Weisung aus dem Pressedienst des Vatikanischen Staatssekretariates
hat keine Rechtsmacht und erhält diese erst dann, wenn die Weisung bzw. die Änderung in den ‘Acta Apostolicae
Sedis’ veröffentlicht wird, dauert es (8 § 1 CIC-1983) noch drei Monate bevor die Rechtskraft eintritt.
Kein Priester ist verpflichtet im Jahre 2008 am Karfreitag das neue Gebet aus dem Rechner herunterzuladen
und abzudrucken und dann ins alte Missale zu kleben bzw. zu schmieren! So funktioniert die Liturgie der
Hl. Römischen Kirche nicht. Das alte Karfreitagsgebet in der Fassung 1954 (inkl. Kniebeuge) findet man
tatsächlich Anfang des 4. Jahrhunderts schon vor. Das „perfidis“ hatte damals einfach noch die Bedeutung
„ungläubig [dem Messias gegenüber]“. Wenn Politik die Römische Liturgie bestimmt, dann sind wir schon
weit weg. Übrigens nimmt Weihbischof Fellay im Bild oben kein Gehorsamsversprechen ab, sondern erteilt
den Friedenskuss. Er hat nur als Generaloberer organisatorische Macht, die FSSPX ist ja kein Orden oder
eine Diözese (noch nicht).
#12 Don Camillo 11:41:14 | Freitag, 22. Februar 2008
Wenn dieser „Bischof“ jetzt auch noch beginnt kongruent zu denken, dann gibts bals eine Rückkehr Mons.
Fellay erklärte, daß die Fürbitte zur Bekehrung der Juden auf das dritte Jahrhundert zurückgehe und
damit eines der ältesten Gebete der Kirche sei. Der Bischof sprach in diesem Zusammenhang von einem „Schatz
der Kirche“. Das alleine sei ein Argument, das Gebet unverändert zu belassen. Die neue Karfreitagsfürbitte
betrachtet Mons. Fellay als im Kern verändert. Das ist ja eine höchst interessante Bemerkung dieses
Herrn! Und wenn sich der gute „Bischof“ jetzt auch noch kundig macht, mit welchen Quellen die liturgische
Bewegung gearbeitet hat und wie es zur liturgischen Reform kam, dann wird die Piusbruderschaft schon bald
im ritus ordinarius zelebrieren. Andernfalls zeigt sich, in welchem versteinerten Beliebigkeitsdenken
diese Bruderschaft steckt. Langsam aber sicher bekomme ich den Eindruck, dass diese Bruderschaft eine
Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche scheut wie der Teufel das Weihwasser.