Kirchenverkauf
Das tragische Ende der Kirche
Während seiner Zeit in Bonn predigte der Theologieprofessor Joseph Ratzinger regelmäßig dort. Jetzt geht es der Kirche an den Kragen.
Die Namen-Jesu-Kirche in Bonn
Die Namen-Jesu-Kirche in Bonn
© Flickr-Benützer „russtproof“, CC
(kreuz.net, Bonn) Die Zukunft der Namen-Jesu-Kirche in Bonn liegt im ungewissen. Das berichtete der ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ am 19. Februar.

Das Bonner Gotteshaus befindet sich in der Bonngasse in der Fußgängerzone der Innenstadt. Dort steht auch das Geburtshaus von Ludwig van Beethoven († 1827).

Die Namen-Jesu-Kirche gehört dem Land Nordrhein-Westfalen. Sie wurde im Jahr 1717 eingeweiht. In den frühen 60er Jahren predigte der damalige Bonner Theologieprofessor Joseph Ratzinger dort regelmäßig.

Zuletzt nutzte die Katholische Hochschulgemeinde die Barock-Kirche. Doch seit Mitte letzten Jahres hat die zuständige Bonner Münsterpfarrei erklärt, für die Kirche keine Verwendung mehr zu haben.

Jetzt sucht das Land Nordrhein-Westfalen für das nutzlose Gotteshaus eine Verwendung.

Der Bonner Kunsthistoriker Gisbert Knopp möchte die Kirche in ein Veranstaltungsgebäude umwandeln: „Sie könnte Aula, Konzert- oder auch Konferenzsaal werden“ – zitiert ihn der ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.

Doch diese Lösung würde einen teuren Umbau voraussetzen. Die Kirche besitzt kaum eine Heizung und keine Entlüftungsanlage. Die Säulen leiden an der Feuchtigkeit aus dem Fußboden. Es fehlen Nebenräume und Toiletten. Die Fenster sind morsch, die Türme notsaniert.

Gegenwärtig wird über dem Kirchenportal ein Schutzgerüst angebracht, um Passanten vor möglicherweise herabfallenden Fassadenteilen zu schützen.

Einst galt die Vorderansicht der Kirche dem bekannten Bonner Kunsthistoriker Paul Clemen († 1947) als schönste Barock-Fassade der ganzen Rheinprovinz.

Doch das Land Nordrhein-Westfalen will für das Innere der Kirche kein Geld ausgeben. Darum steht auch ein Verkauf im Raum.

Es ist unter anderem die Rede von Einzelhandel für Damenoberbekleidung.

Der Hof rechts neben der Kirche könnte mit Glas überdacht als Gastronomiebereich verwendet werden.

Landeskonservator Udo Mainzer sieht das Ende des Gotteshauses mit Gelassenheit. Viele Kirchen seien heute nur darum erhalten, weil sie zeitweise umgenutzt worden seien.

Mainzer gibt als Beispiel den Altenberger Dom 35 Kilometer nördlich von Köln, der zeitweise als chemische Fabrik genutzt wurde. Der Kölner Dom war gar ein Pferdestall.

Die Architekturhülle einer Kirche müsse erhalten bleiben.

Bei der Ausstattung gebe es verschiedene Vorgehensweisen. Mainzer rät Bistümern, die Kirchen zumachen, in einem leerstehenden Gotteshaus Depots anzulegen.

Wichtigste Prämisse des Denkmalschutzes: „Alle Umnutzungen sollten so sein, daß sie reversibel sind.“
      
26 Lesermeinungen
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#26   kath.Sachs †   18:43:15 | Montag, 25. Februar 2008
Benedikt Leider fehlt mir für bessere Vorstellungen Ihr Talent.
Schade beni, dabei warst du so gut drauf. Aber das kommt wieder beni, da bin ich mir sicher, ganz sicher!!! :-D
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#25   Benedikt   18:36:13 | Montag, 25. Februar 2008
@ kath.sachs
Leider fehlt mir für bessere Vorstellungen Ihr Talent. Sie sind von uns beiden eindeutig der größere Komiker.
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#24   kath.Sachs †   18:18:40 | Montag, 25. Februar 2008
Benedikt: @ kath.sachs: Einen noch (bitte)
Hei beni, du bist unter die Langweiler gegangen. Sei mal ein bischen kreativ. Wer einen Karnevalsverein gründet wie du, der darf auch nicht so langweilig sein wie Du, weil ihm sonst die Mitglieder weglaufen. Möchtest du das? :-O Also streng dich mal ein bischen an!!!! o.O
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#23   Benedikt   18:05:08 | Montag, 25. Februar 2008
@ kath.sachs: Einen noch (bitte)
Also abgesehen von den ausländischen Formulierungen („das macht der schon auf der Fußgängerzone“) seit ihr inzwischen sehr langweilig geworden.
www.seidseit.de
O:)
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#22   kath.Sachs †   18:02:00 | Montag, 25. Februar 2008
@Ansbach.Dragoner.Benedikt
„Ganz große Poesie – Sie solllten das beruflich machen.
das macht er doch schon. auf der Fußgängerzone mit Zieharmonika.“
Also abgesehen von den ausländischen Formulierungen („das macht der schon auf der Fußgängerzone“) seit ihr inzwischen sehr langweilig geworden. Ihr wart schon viel besser. Also bitte strengt euch mal ein bischen an, damit ich nicht euren Karnevalsverein wechseln muß. Bitte! Bitte! Bitte! :-S
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#21   Ansbach.Dragoner   17:55:58 | Montag, 25. Februar 2008
Benedikt
das macht er doch schon.
auf der Fußgängerzone mit Zieharmonika.
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#20   kath.Sachs †   17:55:53 | Montag, 25. Februar 2008
@Artois kath.sachs Ist der Pächter vom Dresden-Neustädter Bahnhofsklo
Hallo Artisari, du kleiner Gehirnbolzen, jetzt wirste aber langweilig.:-P Also streng dich mal ein bischen an, sonst hab ich keine Lust mehr. Also ein bischen mehr Witz bitte!!! ^-^
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#19   Benedikt   17:53:48 | Montag, 25. Februar 2008
@ kath.sachs
Ganz große Poesie – Sie solllten das beruflich machen.
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#18   Artois †   17:50:32 | Montag, 25. Februar 2008
Der kath.sachs
Ist der Pächter vom Dresden-Neustädter Bahnhofsklo. DAs habe ich ermittelt.
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#17   kath.Sachs †   17:48:36 | Montag, 25. Februar 2008
@Benedikt Fahren Sie mal nach Ulm!
Fahrn se mal nach Ulm
da steht der beni vor dem wullm o.O
und staunt dabei gewiß nicht schlecht;
denn er hat stets und immer recht. :-O
fortuna ist ihm dauernd hold
dem kleinen internetwitzbold. :-]
drum lacht der benni sehr verschmitzt
bei seinem allerletzten witz :-)
und reibt sich munter seine hände.
denn schreibt alles auf die wände, :-#
damit auch jeder sehen kann
der beni ist ein supermann. :-D
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#16   Benedikt   17:38:07 | Montag, 25. Februar 2008
@ kath.sachs
Die Frauenkirche ist eine evangelische Kirche – tja, da staunste was? – genauer: die größte evanglische Kirche überhaupt
Ach du jemine…sind Sie schonmal über die Stadtgrenze von Dresden hinausgekommen? Fahren Sie mal nach Ulm!
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#15   Artois †   16:35:57 | Montag, 25. Februar 2008
Es bleibt dabei:
Die Frauenkirche in Dresden ist eine Kirche und ein steinernes Zeugnis der Treue auch der „lutherischen Gemeinschaft“ zur Gottesmutter.
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#14   Sozialkatholisch   15:42:22 | Montag, 25. Februar 2008
@ Fischereisax
Mich düngt gewaltig das du der armahomo, äh amadestuss, äh amadeus bist, gehe ich recht in der Annahme das das stimmt?
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#13   Ansbach.Dragoner   15:31:03 | Montag, 25. Februar 2008
kathsachs
Kirche kann bedeuten:
1.) Gebäude
2.) römisch katholische Kirche
dfas Gebäude heißt „Kirche“ aber die Gemeinschaft die in ihr feiert wird deshaln nicht zur Kirche weil sie in einer Kirche“Gottesdienst“ „feiert“
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#12   kath.Sachs †   15:28:36 | Montag, 25. Februar 2008
@Ansbach.Dragoner: evangeliche Gemeinschaft heißt das nicht Kirche.
Also lieber Ansbach,
wenn du in Dresden auf dem Neumarkt stehst, dann siehst keine „evangelische Gemeinschaft“, sondern dieser Steinbau, der dort seinen Platz gefunden hat, das ist und bleibt eine Kirche und keine „Gemeinschaft“ – da kann die steilste Ideologie nichts dran ändern: Wirklichkeit bleibt Wirklichkeit! :)3
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#11   Ansbach.Dragoner   15:24:25 | Montag, 25. Februar 2008
kathsachs
evangeliche Gemeinschaft heißt das nicht Kirche.
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#10   kath.Sachs †   15:22:23 | Montag, 25. Februar 2008
Artois: @Kotzsax
Artois … ts ts ts, wer sagt denn solche Ausdrücke?! Da muß ich aber mal bei deiner Mama und deinem Papa nachfragen, ob sie solche Ausdrücke denn gern von dir hören. Du, du, du … sowas sagt man nun wirklich nicht! :-D
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#9   Artois †   15:17:59 | Montag, 25. Februar 2008
@Kotzsax
Schön, daß wenigstens sie eine Kirche auch eine Kirche nennen. Wünsche Ihnen viel Glück auf dem Wege zur Besserung!
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#8   kath.Sachs †   15:14:35 | Montag, 25. Februar 2008
@Artois Haß gegen die Gottesmutter!
„Kulthaus der lutherischen Gemeinschaft“, diese Bezeichnung bezeugt Ihren …“
Diese Bezeichnung bezugt dein Nichtwissen über die Frauenkirche, artois du Dampfnudel: Die Frauenkirche ist eine evangelische Kirche – tja, da staunste was? – genauer: die größte evanglische Kirche überhaupt. – Also jetzt sagste mal ganz schnell „tschuldigung“, sonst wird’s für dich peinlich! :-D
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#7   Artois †   15:04:48 | Montag, 25. Februar 2008
@R-J-H
„Kulthaus der lutherischen Gemeinschaft“, diese Bezeichnung bezeugt Ihren Haß gegen die Gottesmutter!
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#6   kath.Sachs †   15:04:31 | Montag, 25. Februar 2008
@: @ordo1962 @NurEinLeser …sehr schön gesagt!
Genau – sehr schön gesagt; denn Ihr werdet die tausende von Christen, die es nicht mehr gibt mit einem Fingeschnips herbeizaubern! Na super! :)3
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#5   NurEinLeser   14:06:53 | Montag, 25. Februar 2008
@ordo1962 [besser noch 1950 ;-)]
Dann wird man hoffentlich diese häßlichen Botonklötze aus den 1960’er und 70’er Jahren an Aldi und Lidl verkaufen und mit dem Geld die schönen Kirchen renovieren. Mit dem einen Ziel: in Ihnen wider das einzige wahre und allzeit gülte hl. Messopfer darzubringen.
…sehr schön gesagt!
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#4   RJH   13:55:53 | Montag, 25. Februar 2008
@ordo: Kein passender Vergleich
denn die Dresdner Frauenkirche ist ja ein Kulthaus der lutherischen Gemeinschaft.
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#3   ordo62   12:03:31 | Montag, 25. Februar 2008
Diese Kirche macht die Krise erwas sichtbar
obwohl eigentlich für den Zustand in welchem sich der Katholizismus seit V2 befindet das Bild der Dresdner Frauenkirche – Zustand 1945 bis 1991 – ein passenderes wäre.
Doch in einem hat Mainzer recht:
„Alle Umnutzungen sollten so sein, daß sie reversibel sind.“
In ein paar Jahren, wenn dieser unselige Spuck vorrüber ist, sich diese 68’er Theologen im überbezahlten Ruhestand oder unter der Erde (um nicht zu sagen sehr tief unter der Erde) befinden und es dann wieder wahrhaft katholische Bischöfe geben wird.
Dann wird man hoffentlich diese häßlichen Botonklötze aus den 1960’er und 70’er Jahren an Aldi und Lidl verkaufen und mit dem Geld die schönen Kirchen renovieren. Mit dem einen Ziel: in Ihnen wider das einzige wahre und allzeit gülte hl. Messopfer darzubringen.
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#2   semper reformandus   11:31:14 | Montag, 25. Februar 2008
@Bistum Köln
… nähme man den Papst, seine Wünsche und damit die Umsetzung von SPC ernst, so böte es sich an, diese wunderschöne Jesuitenkirche zum „Hort der alten Messe“ in der Bonner Innenstadt zu machen. Köln müsste sich einen Ruck geben. Die angeblich benötigte Million käme im Rahmen einessolchen Projekts sicherlich zumindest zu einem guten Teil durch Spenden und Sponsoren zusammen. Wo ein Wille wäre, wäre auch ein Weg. Für das kirchliche Leben gerade in Bonn, immerhin der jahrhunderlangen Residenz der Kur-Kölner Fürsterzbischöfe und heute dem Sitz der DBK und des Verbandes der Diözesen Deutschlands, wäre das eine enorme Bereicherung. Wer schwingt sich auf, die Krise zur Chance zu nutzen? Bitte einen Ruck, Eminenz!
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#1   Karl Murx   11:13:53 | Montag, 25. Februar 2008
Besser so etwas,…
…als der NOM in dieser Kirche.
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