12:35:58 | Dienstag, 26. Februar 2008
Walter Kardinal Kasper findet es alarmierend, daß in jüdischen Gottesdiensten nach wie vor täglich von der Bekehrung der Nichtjuden gesprochen werde. Der enttäuschte Kardinal kündigte deswegen seinen völligen Rückzug aus dem jüdisch-christlichen Dialog an.

(kreuz.net) Walter Kardinal Kasper hat seinen Rücktritt als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates
eingereicht. Wie er exklusiv vor kreuz.net mitteilte, habe er dies nicht nur vorschriftsmäßig wegen
Erreichens des 75. Lebensjahres getan.
Der eigentliche Grund, warum er seinen Hut nehme, sei, daß er
sich aus dem jüdisch-christlichen Dialog vollständig zurückziehen wolle.
Der scheidende Kurienkardinal
begründetet den drastischen Schritt mit den täglichen Gebeten der Juden: Es sei „alarmierend, daß nach
über vierzig jährigem Bemühen um einen jüdisch-christlichen Dialog, nach wie vor Formulierungen aus
der vorkonziliaren Zeit das jüdische Denken und Beten prägen“.
Kardinal Kasper sieht durch Gebete,
wie beispielsweise aus ‘The Authorised Daily Prayer Book of the United Hebrew Congregations of the British
Empire’ aus dem Jahr 1953 die katholische Identität in Frage gestellt.
Das
offizielle jüdische Gebetsbuch
enthält das Gebet, das dreimal täglich den Synagogengottesdienst des jüdischen Volkes beschließt.
Dabei werde Gott darum gebeten, daß er Israel von anderen Völkern unterscheiden möge.
Wer im dritten
Jahrtausend noch derartige Spaltungstendenzen an den Tag lege, der verhalte sich „treuelos“ gegenüber
dem Dialog – so der Kardinal wörtlich. Hier sei eine echte Bekehrung erforderlich.
Noch erschütternder
ist für Kardinal Kasper der Text, der von der Bekehrung „aller Gottlosen auf der Erde“ spricht. Damit
seien „alle Bewohner der Erde“ gemeint, weiß der Kardinal. Das Gebet werde täglich von Juden gebetet.
Die obengenannten Gebete, könnten so zusammengefaßt werden: Israel betet für die Erleuchtung der anderen
Völker. Wer so etwas tue, der habe – so Kardinal Kasper wörtlich – „einen Schleier vor dem Herzen“.
Der Kurienkardinal fragt sich auch, wieso hier die Verdienste des Rabbiners Moses Rahna († 1984) um das
„anonyme Judentum“ außer Acht gelassen würden.
Auf einer solchen Basis sei es unmöglich, die Freundschaft
mit dem jüdischen Volk zu wahren.
Ein weiteres päpstliches Entgegenkommen?Er wisse auch, daß Papst
Benedikt XVI. enttäuscht sei. Dennoch wolle der Heilige Vater dem jüdischen Volk ein weiteres Mal entgegenkommen.
„Der Heilige Vater weiß, daß sich auch manche Juden unwohl fühlen, wenn eine verschwindend kleine
Zahl von Katholiken einmal im Jahr für die Bekehrung der Juden zu Christus betet.“
Benedikt XVI. bereue
aus diesem Grund bereits, daß er am Faschingsdienstag eine Neuformulierung der Fürbitte genehmigt habe.
Es sei deswegen damit zu rechnen, daß der Papst diesen Faschingsscherz noch vor dem diesjährigen Karfreitag
zurücknehmen werde.
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#19
Agiafortuni 23:24:40 | Mittwoch, 27. Februar 2008
#18
Ideologiefeind 13:35:03 | Mittwoch, 27. Februar 2008
#17
Dr. Christoph Heger 10:22:01 | Mittwoch, 27. Februar 2008
#16
Nachtlaterne 09:19:51 | Mittwoch, 27. Februar 2008
#15
Ideologiefeind 19:20:28 | Dienstag, 26. Februar 2008
#14
Dr. Christoph Heger 17:35:10 | Dienstag, 26. Februar 2008
#13
Ideologiefeind 15:55:59 | Dienstag, 26. Februar 2008
#12
Pascendi 15:20:49 | Dienstag, 26. Februar 2008
#11
katholikuss 15:18:18 | Dienstag, 26. Februar 2008
#10
Pünktchen 14:20:28 | Dienstag, 26. Februar 2008
#9
Antirassist † 14:09:37 | Dienstag, 26. Februar 2008
#8
Sozialkatholisch 13:57:04 | Dienstag, 26. Februar 2008
#6
matt2 † 13:37:19 | Dienstag, 26. Februar 2008
#5
Sozialkatholisch 13:35:53 | Dienstag, 26. Februar 2008
#4
engelhardt † 13:31:51 | Dienstag, 26. Februar 2008
#3
kleingeist 13:23:27 | Dienstag, 26. Februar 2008
#2
Pascendi 13:20:02 | Dienstag, 26. Februar 2008
#1
clarissa colonia 12:57:36 | Dienstag, 26. Februar 2008