„Wenn wir so weitermachen, kommt der Karren irgendwann zum Stehen“
Zwei Pfarreien in der Diözese Linz haben die Aufgabe der priesterlichen Ehelosigkeit gefordert. Der zuständige Ortsbischof reagiert auf die aufsässigen Funktionäre prompt und mit Wohlwollen.
(kreuz.net, Linz) In der nach links abgedrifteten Diözese Linz in Oberösterreich fordern gleich mehrere
Pfarreien die Einführung der Priesterehe.
Der Pfarrgemeinderat der 1000 Seelen Gemeinde Dorf an der
Pram äußerte sich diesbezüglich in einem Brief an den Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz. Das berichtete
die Lokalzeitung ‘Rieder Rundschau’.
Die Pfarrfunktionäre fordern den Diözesanbischof auf, sich in
der Bischofskonferenz für die Priesterehe einzusetzen:
Der zunehmende angebliche Priestermangel sei
zu einem Gutteil hausgemacht. Es gäbe für das Amt genug berufene Leute.
Scheitern würde es in sehr
vielen Fällen „nur“ am Zölibat – zitiert die ‘Rieder Rundschau’ die Mitteilung des Pfarrgemeinderates.
In der Gegend gäbe es nicht wenige Priester, die „aus zölibatären Gründen“ ihren Dienst nicht wieder
aufnehmen könnten.
Der Obmann des Pfarrgemeinderates, Helmut Schneiderbauer,
glaubt, daß „jeder“ Priester kenne, die heimlich mit einer Konkubine lebten. Wenn ein Priester aber „ehrlich“
sei und „seine Lage“ bekenne, werde er bestraft und müsse gehen.
Der Pfarrgemeinderat von Dorf an der
Pram hat bereits im Herbst 2007 beschlossen, dem Bischof zu schreiben.
Pfarrgemeinderatsobmann Schneiderbauer
dementierte ein Gerücht, daß der Brief mit einem im September bevorstehenden Pfarrerwechsel zusammenhänge.
Er glaubt, daß, „wenn wir so weitermachen, der Karren irgendwann zum Stehen“ komme.
Schneiderbauer
überschätzt offenbar sein Amt: „Wenn das Kirchenvolk und der Pfarrgemeinderat solche Leute für geeignet
halten, Dienst in der Kirche zu versehen, frage ich mich, warum nicht?“
Bischof Schwarz reagierte sogleich
auf den Protest. Er ließ ausrichten, den Zölibat bei der Bischofskonferenz im März ansprechen zu wollen.
Schneiderbauer erklärt dazu, daß das schon öfter versprochen worden sei: „Aber wer weiß?“
Ihm geht
es darum, zu vermitteln, was „die Basis“ denke. Zugleich möchte er andere Pfarren ermutigen, dasselbe
zu tun.
Dazu bot die jüngste Ausgabe der Linzer ‘Kirchenzeitung’ Platz.
In dem Blatt fordert auch der
Pfarrgemeinderat von Schwertberg im nördlichen Mühlviertel „mutige Schritte für eine verantwortungsvolle
Entwicklung der Seelsorge“.
Das Gremium verfaßte ebenfalls einen offenen Brief an Bischof Schwarz.
Die derzeit gängige Praxis, vakant werdende Stellen einfach dem Nachbarpfarrer „umzuhängen“, sei nicht
sinnvoll.
Die Pfarrei Schwertberg wird von einem 37jährigen Priester, Hw. Thomas Lechner, betreut.
Der Geistliche freute sich, daß Mons. Schwarz den Brief umgehend beantwortet und dem Pfarrgemeinderat
ein Gespräch versprochen hat.
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@ Typ Gut, dann haben wir anschließend viele neue Priester. Was wir aber nicht haben sind Pfarrer, oder
andere Priester in der Seelsorge. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe Bedenken bei diesem Modell.
Möglicherweise Kleingläubigkeit, aber so ist es halt.
@ Benedikt Es ging mir auch nur darum zu zeigen, dass Priester kein „Fulltime-Job“ sein muss. Und auf
welchen Unterschied zwischen Arbeitsleben und Ordens-Arbeitsleben Sie hinauswollen, weiß ich auch nicht.
Ein Jesuit, der im Hauptberuf Astrophysiker ist und z.B. an der Päpstlichen Sternwarte arbeitet, ist
eben im Hauptberuf Physiker und agiert möglicherweise nur am Sonntag als Priester, indem er Messaufhilfen
macht. Warum also sollte jemand, der Astrophysiker ist und die erforderliche theologische Eignung mitbringt,
nicht auch zum Priester geweiht werden können und dann „nebenamtlich“ am Sonntag Messaushilfen übernehmen?
@ Typ Bei allem Respekt, aber zwischen einem Arbeitsleben in einer Ordensgemeinschaft und dem weltlichen
Arbeitsleben bestehen noch gewisse Unterschiede. Vor allem haben diese Patres keine Pfarrei zu leiten.
Wenn Sie mich für einen Traditionalisten halten sind Sie auch auf dem Holzweg.
@ Benedikt In Ordensgemeinschaften ist das aber auch heute gang und gäbe: Ein Mitbruder ist z.B. im Hauptberuf
Lehrer, Verwalter, Verlagsleiter, Arzt, Therapeut, Hochschuldozent oder sonst etwas, und dort, wo liturgischer
Bedarf besteht (Konventmesse, Aushilfen in anderen Gemeinden, Krankenhäusern etc.), agiert er dann –
unentgeltlich, von Mess-Stipendien einmal abgesehen! – als „Sakramentenspender“. Ähnlich auch früher
die vielen „Geistlichen Studienräte“: Diözesanpriester mit Hauptberuf Lehrer. Das gibt es seit Jahrhunderten.
Sie halten wohl nicht viel von der Tradition.
@ Puchil Grundsätzlich darf so eine wichtige Frage, ob es die Sakramente, besonders die Eucharistie,
in jeder Gemeinde vor Ort noch gibt oder nicht, nicht am Geld scheitern. Außerdem müssen nicht alle
Priester „hauptamtlich“ tätig sein. Es gibt die Möglichkeit bei früher Pension oder Rente seine verbleibende
Kraft als Priester zur Verfügung zu stellen. Es gibt die Möglichkeit ehrenamtlich – wie die meisten
verheirateten Diakone – Priester zu sein. Hier sind kreative Lösungen gefragt. Was ist das jetzt – der
Priester als Sakramentenautomat? Das Altaristenwesen haben wir ja eigentlich überwunden.
@F. Geyer: Ein Bischof, der nichts tun kann (?), oder nichts tun will Nein ich bin traurig dass der Bischof
hadlungsunfähig ist und offensichtlich nichts tun kann. nichts tun kann (?), oder nichts tun will – für
die Gläubigen, die aufsichtslosen Pfarren unter der Führung von Häretikern zugeteilt sind, ist das
Endergebnis dasselbe, ob der Bischof seine Amtspflichten nicht erfüllen kann, oder nicht erfüllen will.
Wenn eine Pfarre häretisch und liturgisch romuntreu geführt wird, darf man zu dieser Pfarre eben nicht
gehen: Möglicherweise könnte dies auch das gesamte Bistum betreffen!
Nur Mut ihr PGR in OÖ! Die Diözese Linz soll an dem Thema dran bleiben, auch wenn es den Pharisäern
nicht passt! Zölibat führt gerade in unserer Zeit zu einer teilweise negativen Auslese – also zB Priester,
die weit entfernt von ihrer Gemeinde „leben“.
Exbochumer „Vielleicht will der Bischof auch einfach nichts tun???“ Nei der Bischof würde zwar gerne,
kann aber nicht da seine Exzellenz leider sehr sehr schwach, feige, faul und träge ist
#41 ExBochumer † 22:03:47 | Freitag, 29. Februar 2008
Der Bischof von Linz Nein ich bin traurig dass der Bischof hadlungsunfähig ist und offensichtlich nichts
tun kann. Vielleicht will der Bischof auch einfach nichts tun???
Der frühere Bischof Maximilian Aichern von Linz und dessen Diözese, worin liegt der Unterschied zu zahlreichen
anderen deutschen Bischöfen und ihrer Diözesen?
@F. Geyer: Stellen Sie sich etwa gegen den damaligen, päpstlich ernannten Ortsbischof? Linz ist eine
Revolutionsdiözese. Nichts freut die Funktionäre mehr wie das leere Priestersemnar da des „Begründungen“
für das pastoralassistentInnenunwesen liefert. Man ergibt sich dem Fragwürdiigen Drang nach Permanentrevolution,
erfindet Gründe afür und rechtfertigt sie mit Primitivfloskel wie „lebendige Gemeinde“ oder „geschwisterlicher
Dialog“. Die Funktionäre in Linz sind aber gut vernetzt und halten ideologisch zusammen das muss man
ihnen lassen. Auch wird die Psychodialektix von den bassrevolutionären gut beherrscht was „lebendige
Gemeinde“ und ähnliches Schwachsinnsvokabular beweist welches polarisiert und meinungsgegner unter Druck
setzt da diese ja dann nicht für eine „lebendige Gemeinde“ (was soll das überhaupt sein?) wären. Stellen
Sie sich etwa gegen den damaligen, päpstlich ernannten Ortsbischof? Der Ortsbischof trug doch zweifellos
all das mit, was Sie beklagen.
#36 Puchil2 † 18:53:58 | Freitag, 29. Februar 2008
An ExBochumer und F.Geyer ExBochumer. Sie sind wohl noch nie in Linz gewesen und haben sich noch nie vor
Ort selber ein Bild gemacht. Sie glauben einachen den Horrorgeschichten die hier von bestimmter Seite
verbreitet werden, So einfach sollten sie sich aber nicht machen. Florian Geyer: Lebendige Gemeinden können
sie unter anderem dort erlebe, wo man es sich in anderen Diözesen nicht merh vorstellen kann: In Pfarren
ohne Priester am Ort, getragen von engagierten Laien, die von Bischof Maximilian immer wieder ermutigt
worden sind, auch in schwerer Zeit Verantwortung in der Kirche zu übernehmen.
#35 Florian Geyer 18:43:59 | Freitag, 29. Februar 2008
Puchil2 Linz ist eine Revolutionsdiözese. Nichts freut die Funktionäre mehr wie das leere Priestersemnar
da des „Begründungen“ für das pastoralassistentInnenunwesen liefert. Man ergibt sich dem Fragwürdiigen
Drang nach Permanentrevolution, erfindet Gründe afür und rechtfertigt sie mit Primitivfloskel wie „lebendige
Gemeinde“ oder „geschwisterlicher Dialog“. Die Funktionäre in Linz sind aber gut vernetzt und halten
ideologisch zusammen das muss man ihnen lassen. Auch wird die Psychodialektix von den bassrevolutionären
gut beherrscht was „lebendige Gemeinde“ und ähnliches Schwachsinnsvokabular beweist welches polarisiert
und meinungsgegner unter Druck setzt da diese ja dann nicht für eine „lebendige Gemeinde“ (was soll das
überhaupt sein?) wären.
#34 ExBochumer † 18:43:23 | Freitag, 29. Februar 2008
@ Puchil2 Bischof Maximilian hatte einen Stab von ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die
zum Großteil auch heute – Gott sei Dank – in der Diözese tätig sind. In seiner Ära entwickelte sich
eine lebendig Ortskirche, nicht zuletzt durch den Einsatz von Laien, eine Lebendigkeit, um die uns so
manch andere Diözese – oft allerdings nur unter vorgehaltener Hand – beneidet. Geht’s eigentlich noch?
Selten habe ich etwas realitätsfernes und dummes Geschreibe gelesen. Im Bistum Linz herrscht Anarchie
gegenüber Rom und dem Hl. Vater. Stichworte: CD –- Golatz –- Messsimulierender Diakon –- Laienpredigten
–- [Aufzählung kann beliebig fortgesetzt werden]
#33 Puchil2 † 18:36:00 | Freitag, 29. Februar 2008
An FlorianGeyer Bischof Maximilian hatte einen Stab von ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
die zum Großteil auch heute – Gott sei Dank – in der Diözese tätig sind. In seiner Ära entwickelte
sich eine lebendig Ortskirche, nicht zuletzt durch den Einsatz von Laien, eine Lebendigkeit, um die uns
so manch andere Diözese – oft allerdings nur unter vorgehaltener Hand – beneidet.
@F. Geyer: Das kann man von den rechtgläubigen Katholik auch sagen! Bischof Aichern hat nicht die Zeichen
der Zeit erkannt sondern machte den Fehler mit revolutionären kräften den Ausgleich zu suchen was NIE
gelingen kann da dese nur die Sprache der Macht und der Härte akzeptieren obwohl sie sich mmer auf Toleranz
und Basisdemokratie berufen! Auch die rechtgläubigen Katholiken verstehen nur diese Sprache, selbst wenn
es Irrlehrer und Modernisten sind, die diese Sprache sprechen.
#31 Florian Geyer 18:26:20 | Freitag, 29. Februar 2008
An Puchil2 Bischof Aichern hat nicht die Zeichen der Zeit erkannt sondern machte den Fehler mit revolutionären
kräften den Ausgleich zu suchen was NIE gelingen kann da dese nur die Sprache der Macht und der Härte
akzeptieren obwohl sie sich mmer auf Toleranz und Basisdemokratie berufen ! Es ist überhaupt so dass
die Kirche durch das laienrevolutionsprogramm so dermaßen unmöglch gemacht wird dass die Leute (zurecht)
sich oft entsetzt abwenden und entweder traditonelee Zuflucht suchen oder gar aus Zorn zur FSSPX gehen
was ich sehr gut nachvollziehen kann. Früher wurden die Kirche bekämpft indem man die Gläubigen verfolgte,
heute hat sich der Teufel selber in die Krche eingeschlichen und verdirbt diese von innen mit Ideologien
die als basischristlich beschrieben werden.
Bischof Maximilian Aichern ist schon lange nicht mehr Bischof von Linz Bischof Maximilian Aichern war
kein seniler Mann, sondern er hat die Zeichen der Zeit erkannt und vieles auf den Weg gebracht, was zukunftsweisend
für die ganze Kirche sein wird. ?
#29 Puchil2 † 18:03:28 | Freitag, 29. Februar 2008
An Florian Geyer Bischof Maximilian Aichern war kein seniler Mann, sondern er hat die Zeichen der Zeit
erkannt und vieles auf den Weg gebracht, was zukunftsweisend für die ganze Kirche sein wird.
#28 Florian Geyer 15:31:04 | Freitag, 29. Februar 2008
nunja es weiß doch jeder dass die Diözese Linz felsenfest in gewissen Händen ist. Der Exbschof war
zu seinil um zu erkennen welches Unwesen getrieben wird. Bschof Schwarz ist der Verantwortliche aber er
tut nicht gegen die verrückt gewordenen Laienrevolutionäre. Linz ist imho nicht mehr Teil der Weltkirche
es stimmt ja – leider was puchil2 schreibt. und wer mit offenen augen & herzen in und mit der kirche lebt,
muss leider zu oft erkennen: es sind zuwenige, die „es fassen“ koennen. noch etwas zur kirche in oberösterreich:
ich war immer so fasziniert von dem vielen, das es da gab: dieses breite spektrum, diese fülle. die letzten
beiden jahre verbrachte ich dann im land ober der enns – und meine faszination verflüchtigte sich. leider …
lieber puchil, darf ich dich kontaktieren?
@Purchil Auch wenn sie es nicht wahr haben wollen: Die Evangelische Kirche hat genügend Pastoren. In
manchen Gegenden sogar einen Überschuss. Das ist doch kein Zufall! Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, –
es gibt keine „Evangelische Kirche.“ – Es gibt nur eine Gemeinschaft Abgefallener, die sich einblöden
Kirche zu sein. Von daher hat diese Gemeinschaft nicht mehr als Männer und Frauen die verheiratet sein
dürfen, selber glaubend mehr als nur einem Irrtum vorzustehen, in diesem Irrtum ein wenig „Kirche“ spielen
und dabei gelegentlich auch nicht davor zurückschrecken sich noch vor dem Tode scheiden zu lassen, damit
das Elend schon hier auf Erden seinen Anfang nimmt. In ihrer dämonischen Verstocktheit reden sie sich
ihr Handeln schön und sprechen dann von gescheiterten Beziehungen, die sie aber in bester Freundschaft
und zum Wohle aller beendet sehen wollen. Mir kommen dann immer die Tränen, über soviel Heuchelei. Der
Zölibat hält keine Berufungen ab. Der Zölibat hebt die wahre Berufung auf eine derart erhabene, mit
und in Christus verbundene Dimension, die zu erkennen den meisten Flachgeistern unserer Zeit nicht gegeben
ist.
#25 Puchil2 † 13:27:53 | Freitag, 29. Februar 2008
An ElensterSünder Auch wenn sie es nicht wahr haben wollen: Der Zölibat hält viele Berufungen ab. Auch
wenn sie es nicht wahr haben wollen: Die Evangelische Kirche hat genügend Pastoren. In manchen Gegenden
sogar einen Überschuss. Das ist doch kein Zufall!
Judas in der Priesterausbildung Ewig dieses scheinheilige Gerede, der Zölibat würde Berufungen verhindern.
Die Ursache des Übels liegt in den faulen Priesterseminaren. Mehr Berufungen nützen gar nichts, solange
die Seminare fest in den Händen marxistischer, materialistischer Ketzer bleiben. Was nützt eine Berufung,
wenn wir am Ende doch nur einen zum Priester geweihten Judas mehr bekommen? Es ist auch scheinheilig zu
behaupten, katholische Familie und Priesterberuf wären miteinander vereinbar. Das eine wie das andere
ist für sich allein schon kaum mehr möglich. Nur noch unter größten Opfern. Beides gleichzeitig wäre
unmöglich.
#23 ExBochumer † 11:55:28 | Freitag, 29. Februar 2008
@ Bussmann Warum haben Sie die römisch-katholische Kirche nicht verlassen? – Denn römisch-katholisch
sind Sie schon lange nicht mehr, wenn man Ihr Geschreibsel hier so liest. Gehen Sie doch zu dieser obskuren
FrauenPriesterVereinigung, da können Sie sich austoben.
#22 Puchil2 † 11:44:57 | Freitag, 29. Februar 2008
An ExBochumer Nochmals zum Mitschreiben: Ich spreche nicht vom „Zwangszölibat“, sondern von der zwanghaften
Koppelung zwischen Priesterberuf und Zölibat. Ja, schade, dass die Kirche nicht-zölibatäre Berufungen
nicht annimmt!
#21 ExBochumer † 11:39:47 | Freitag, 29. Februar 2008
@ Puchil2 Nochmals zum Mitschreiben: Es gibt kein Zwangszölibat. Und zum Priestersein gehört nuneinmal
die Übernahme der freiwilligen Ehelosigkeit. Und wenn Sie schon „Berufung“ ansprechen: Zur Berufung gehört
auch immer die Annahme durch den Bischof bzw. Ordensoberen. Sie schrieben ferner: „Hier sind kreative
Lösungen gefragt.“ Gegenfrage: Ebensolche „kreative Lösungen“ wie in den liturgischen Missbräuchen
zu Tage treten? Da sprechen Pastoralassisten und -innen die Wandlungsworte, da simuliert ein Diakon schon
mal eine Hl. Messe usw. usw. Der Bischof von Linz zeigt in zunehmender Art und Weise seine völlige Inkompetenz
und ein abweichlerisches „Geeiere“ von den Weisungen unserer hl. katholischen Kirche.
#20 Puchil2 † 11:32:29 | Freitag, 29. Februar 2008
An ExBochumer Halten sie es für möglich, dass sich jemand zum Priester berufen fühlt, aber nicht zur
Ehelosigkeit? Es geht um die zwanghafte Koppelung zwischen Priesterberuf und Zölibat.
#19 ExBochumer † 11:26:53 | Freitag, 29. Februar 2008
@ Bussmann Ich weiß echt nicht, warum Sie immer wieder auf dem sogenannten „PFLICHT“-Zölibat herumreiten.
Kaufen Sie sich lieber ein Pferd. Jeder Priesteramtskandidat entscheidet sich aus freiem Willen für die
Ehelosigkeit. Er wird nicht gezwungen. Wann lernt das auch der/die Letzte, der immer wieder auf seinem
„Steckenpferd“ herumreitet?
#18 Puchil2 † 11:23:04 | Freitag, 29. Februar 2008
An Alkuin Ich habe wegen des Zölibates den Priesterberuf aufgeben müssen. In der Diözese Linz leben
150 verheiratete Priester ohne Amt, von denen nach einer Umfrage 70 bereit wären, wieder priesterliche
Aufgaben zu übernehmen.
Wer geht hin? Der Priestermangel ist m.E. nicht ein Produkt des Zölibats, sondern das Produkt einer zunehmender
religionsfeindlichen Gesellschaft! Ganz ehrlich; wer von Ihnen würde sich ins Priesterseminar melden
wenn es keine Zölibatspflicht geben würde?
#16 Stephanus 11:02:56 | Freitag, 29. Februar 2008
Hauptamtlich, berentet, im Urlaub, freigestellt…???? was soll das alles??????????? ich kenne von früher
her nur : Priester!!!!!!!!!!!! ob die nun 30 oder 80 Jahre alt waren, ob „weltlicher“ Natur oder als Ordensmitglied.
Für mich waren sie immer Menschen die für mich Zeit hatten, egal wie rein rechtlich ihr Gehalt oder
ihre Pension ausgezahlt wurde. Oder ob sie überhaupt irgendwelche Unterstützung bekamen. Auch Priester
die mal „Urlaub vom lieben Gott“ (3Wochen Badespaß auf Ibiza) machten oder sich wiederholt in div. Autohäusern
sehen ließen, statt in der Schule Religionsunterricht zu geben, sind mir von vormals unbekannt. Das scheinen
Neuerungen zu sein, die ebenfalls irgendetwas mit dem Konzil zu tun haben. Öffnung zur Welt nennt man
das wohl??? Seelsorge nur noch wie die protestantischen Mitbrüder zu gewöhnlichen Büroöffnungszeiten:
Mo-Fr von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16Uhr. Samstags frei und Mittwochs Nachmittag auch!!! Und Sonntags
kommt als Vertretung die diplomierte Pfarrreferentin. Die übernimmt auch mit ihrem Meßkreis immer mehr
Aufgaben während der sogenannten Eucharistiefeier, der geweihte (?) Priester sitzt mehr oder weniger
ruhig daneben. Und dafür gibts ein Beamtengehalt (in Deutschland noch mit Adolf ausgehandelt) im Range
eines Realschuldirektors (so ca. A15)??? Und wenn ich mal seinen Beistand brauche, dann meldet sich nicht
immer, aber immer öfter: der Anrufbeantworter! Sonntags muß ich zur Messe in die Nachbarpfarrei, Herr
Pfarrer ist pensioniert oder in Urlaub oder auf Tagung…
#15 Puchil2 † 10:46:04 | Freitag, 29. Februar 2008
An Benedikt Grundsätzlich darf so eine wichtige Frage, ob es die Sakramente, besonders die Eucharistie,
in jeder Gemeinde vor Ort noch gibt oder nicht, nicht am Geld scheitern. Außerdem müssen nicht alle
Priester „hauptamtlich“ tätig sein. Es gibt die Möglichkeit bei früher Pension oder Rente seine verbleibende
Kraft als Priester zur Verfügung zu stellen. Es gibt die Möglichkeit ehrenamtlich – wie die meisten
verheirateten Diakone – Priester zu sein. Hier sind kreative Lösungen gefragt.
Bischof Schwarz – Bistum Linz/Schweiz Viele Bischöfe vertreten nun auch die Ansicht, dass die Aufgabe
des priesterlichen Pflichtzölibates endlich dazu führen wird, dass der Priestermangel aufhört, nicht
sofort und gleich, denn es müssen ja erst einmal genügend studieren und geweiht werden, aber mit der
Zeit wird sich das bemerkbar machen. Es wird Zeit für einen kirchlichen Neubeginn mit den Priestern,
die sich frei für oder gegen ein zölibatäres Leben entscheiden können.
#13 Nachtlaterne 05:53:04 | Freitag, 29. Februar 2008
wenn die zahl der priester… …von der vernichtung des zölibats abhängig wäre, dann würde dem priesteramt
schwerer schaden zugefügt. schon nietzsche stellte fest, dass der zölibat der lebendige beweis für
den glauben sei. schaut mal auf die evangelische seite!
@ puchil 2. Durch die Freistellung des Zölibates würde es mehr Priester geben, sodass eine Überlastung
einzelner weniger oft vorkommen würde. Also meine Diözese könnte sich das wahrscheinlich nicht leisten.
Schon bei den Gemeindereferenten mussten Gehaltsverzichte gemacht werden, damit noch welche eingestellt
werden konnten.
#11 Stephanus 00:23:09 | Freitag, 29. Februar 2008
Immer wieder die gleichen dummen Einwände… wo gibt es sie denn, die Beispiele, daß verheiratete Seelsorger
die Lösung aller Probleme sind???? Vielleicht in der protestantischen Welt????? Da sind die Kirchen doch
noch leerer wie bei uns Katholiken? Grauenhaft auch die Vorstellung, wie der arme Priester schwitzen muß,nimmt
ihn sein lieber Ehegesponst nach abgehaltener Beicht, ins persönliche Gebet: sag doch mal, die Maiers
Erna war doch eben bei dir, hat die nun was mit dem wolterschnitter oder nicht? usw usw. Was macht der
gute Priestergemahl, wenn beim gemütlichen Beisammensein das Telefon zum Versehgang ruft?? Natürlich,
werden sie jetzt sagen, daß gleiche wie jeder Arzt oder Feuerwehrmann auch, er geht seinem Job nach!
Nun gut, aber wie lange macht das selbst die gutmütigste Ehefrau mit, wage ich zu fragen??? Der Zölibat
ist kein Sakrament, auch kein Dogma, aber er hat sich doch millionenfach bewährt, warum also etwas nachweisbar
Brauchbares, einer „Neuerung“ offern, deren Bewährung nicht nur nicht in den Sternen steht, sondern die
auch von allen erreichbaren Statistiken als zum Scheitern verurteilt wird. Wieviele Frauen und Männer
müssen aus den unterschiedlichsten Gründen auf ein materielles Miteinander verzichten und tun es auch
mit grossem persönlichem Gewinn, warum also immer und immer wieder diese gut durchschaubaren „Volksbegehren“????
Da steckt doch was ganz anderes dahinter, nicht wahr?
Werter Bonifatius, Sie schrieben (Zitat): „ … Einstellung der Kirchensteuer und Verwendung dieser Gelder
nach dem Willen des Zahlers, d. h. nur für Priester und Einrichtungen, die das Wort K a t h o l i s c
h verdienen.“ (Zitat Ende) Diese Chance haben Sie doch individuell seit dem 13. März 2006; nutzen Sie
sie, denn das Reichs- und die Länderkonkordate sehen als internationale Verträge kein einseitiges Kündigungsrecht
vor. Aber, was Sie mit Ihren eigenen Kirchenbeiträgen machen, liegt seit 2006 in Ihrer Hand!
#9 bonifatius 21:18:51 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Ut unum sint? Man kann nur hoffen, daß einige Bischöfe sich vom plebs breitschlagen lassen und dem Hl.
Vater öffentlich widersprechen und das Zölibat aufheben. Dann gebe es vermutlich eine kleine Herde in
der Katholische Kirche und eine große, aber verprotestantisierte „Kirche von Unten“. Damit würde das
Etikett auf der Flasche wieder stimmen. Die Glaub-würdigkeit wäre gerettet, auch wenn einige von Kirchenspaltung
und Schisma lamentieren, die wir ja sowieso schon haben – nur nicht offiziell. Noch besser aber wäre:
Auflösung des Konkordates, damit Einstellung der Kirchensteuer und Verwendung dieser Gelder nach dem
Willen des Zahlers, d. h. nur für Priester und Einrichtungen, die das Wort K a t h o l i s c h verdienen.
#8 Biene Maja 21:14:47 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Zölibat nicht alle fassen dieses Wort, sondern DIE, denen es gegeben ist.Viele sind berufen aber wenige
auserwählt. Bemüht euch durch die enge Pforte zu gelangen. CHRISTUS soll für EUCH die höchste Liebe
sein alles vergeht aber MEINE WORTE nicht. Es ist Umkehr nötig.
ja des Priesters Familie ist ja seine Herde… so wie Jesus sagte: wer ist meine Familie… und man bedenke,
dass er damals ja das Ansinnen seiner Mutter Maria zurückwies, die ja nun in der göttlichen Familie
eine tragende Rolle spielt. Aber es war ihm eben wichtig die letzte Konsequenz der Berufung aufzuzeigen,
wo nicht mehr das Fleisch eine Bindung bedeutet, sondern alleine die geistige Verwandtschaft entscheidend
ist.
#6 Don Camillo 19:17:30 | Donnerstag, 28. Februar 2008
@Giuseppe Wenn der einzige Sinn des Zölibats ist, dass der Priester weniger Verpflichtungen hat, dann
hat der Zölibat m.E. wirklich keinen Sinn. Der Zölibat hat für mich auch sehr viel mit Spiritualität
zu tun. Andernfalls könnte ich ihn niemals halten und er ergäbe für mich auch gar keinen Sinn. Dass
ich dadurch mehr Zeit für meine „Herde“ habe ist ein positiver Nebeneffekt.
Wenn einem die Frau … … wichtiger ist als die Berufung, dann kann er’s gleich bleiben lassen. Wenn
jemand sagt, es würde „nur“ am Zölibat scheitern, outet er sich als völlig ungeeignet, da ihm in Wirklichkeit
der Opfergeist fehlt, die Berufung voll und ganz anzunehmen.
#4 Puchil2 † 18:48:31 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Antwort an Guiseppe: 1. Nicht alle Priester werden heiraten, wenn es eine Wahlfreiheit gibt. 2. Durch
die Freistellung des Zölibates würde es mehr Priester geben, sodass eine Überlastung einzelner weniger
oft vorkommen würde. an blogovc: Es ist einfach nicht richtig, dass die Evangelische Kirche Pastorenmangel
hat. Im Gegenteil: Es gibt einen Überschuss. Reden sie mit evangelischen Christen darüber!
#3 blogovc 18:25:53 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Hallo, liebe Christen, ist es nicht so, dass der letzte Grund für Zölibat in der Eucharistie zu sehen
ist: „Das ist mein Leib…“? Jesus gibt sich uns total, auch mit seinem Leib. Für mich ist kein pastoraler
usw. Grund so tief, wie dieser. Totale Hingabe, Leiblichkeit eingeschlossen. Liebe Priester, lassen Sie
sich nicht von der heutigen Welt verwirren, der Heilige Geist behüte Sie! Je mehr sich die heutige Welt
fragt, wieso und warum des Zölibats, desto deutlicher ist es, wie unbegreiflich viel wert es ist. Eine
Abschaffung des Zölibats würde die Frage um Priesterberufe überhaupt nicht lösen (siehe EK)… Also,
nur Mut, jemandem ist die Vollmacht der Lehre auf der Erde gegeben worden, und auf den sollen wir hören.
:(3
#2 Guiseppe 18:14:23 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Naives Denken! Puchil2, haben Sie Familie? Wissen Sie was auf einen Priester, der zugleich Frau und Kinder
hat, an Arbeit zukommen würde? Priester haben jetzt schon nur wenig Zeit für ihre Schäfchen. Wie wird
es dann sein, wenn noch die ganzen Ehemann- und Familienvaterverpflichtungen dazukommen und wo der verheiratete
Priester dann in die Zwickmühle zwischen den Gemeindeverpflichtungenund familiären Verpflichtungen gerät?
Ich habe einen 40-Stunden-Woche-Job und eine Familie und kriege es nicht unter einen Hut! Einem Priester
werden für seine Aufgaben als Seelsorger 40 Stunden in der Woche nicht ausreichen für seinen „Priesterjob“.
Pastoral wäre die Abschaffung des Zölibats eher nicht hilfreich.
#1 Puchil2 † 17:52:42 | Donnerstag, 28. Februar 2008
Gratulaton! Ich gratuliere den Pfarrgemeinden Dorf an der Pram und Schwertberg aus der Diözese Linz zu
ihrem engagierte Aufzeigen der pastoralen Probleme, die die Folge des drückenden Priestermangels – nicht
zuletzt durch das unverständliche Festkrallen der Kirchenleitung an der generellen Zölibatsverpflichtung –
sind. Übrigens: Bischof Schwarz beklagt in einem Hirtenbrief eine „zu starke Hinwendung auf strukturelle
und administrative Probleme“ in den Gesprächen mit den Gemeinden bei Visitationen. Aber gerade diese
Themen sind es -wie man oben sieht – , die den Gemeinden unter den Nägeln brennen: Wie geht es weiter
mit dem Priestermangel? Werden wir in Zukunft noch einen Priester vor Ort haben? Wird unsere Pfarre vielleicht
sogar aufgelöst? Wie mit der oft heillosen Überlastung der wenigen verbliebenen Priestern in den Gemeinden
umgehen? Wäre nicht die Lockerung der zwanghaften Koppelung zwischen Priesteramt und Zölibat eine Lösung
für viele Probleme, an denen die Gemeinden schwer leiden …