„Wenn wir so weitermachen, kommt der Karren irgendwann zum Stehen“
Zwei Pfarreien in der Diözese Linz haben die Aufgabe der priesterlichen Ehelosigkeit gefordert. Der zuständige Ortsbischof reagiert auf die aufsässigen Funktionäre prompt und mit Wohlwollen.
(kreuz.net, Linz) In der nach links abgedrifteten Diözese Linz in Oberösterreich fordern gleich mehrere
Pfarreien die Einführung der Priesterehe.
Der Pfarrgemeinderat der 1000 Seelen Gemeinde Dorf an der Pram äußerte sich diesbezüglich in einem Brief an den Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz. Das berichtete die Lokalzeitung ‘Rieder Rundschau’.
Die Pfarrfunktionäre fordern den Diözesanbischof auf, sich in der Bischofskonferenz für die Priesterehe einzusetzen:
Der zunehmende angebliche Priestermangel sei zu einem Gutteil hausgemacht. Es gäbe für das Amt genug berufene Leute.
Scheitern würde es in sehr vielen Fällen „nur“ am Zölibat – zitiert die ‘Rieder Rundschau’ die Mitteilung des Pfarrgemeinderates.
In der Gegend gäbe es nicht wenige Priester, die „aus zölibatären Gründen“ ihren Dienst nicht wieder aufnehmen könnten.
Der Obmann des Pfarrgemeinderates, Helmut Schneiderbauer, glaubt, daß „jeder“ Priester kenne, die heimlich mit einer Konkubine lebten. Wenn ein Priester aber „ehrlich“ sei und „seine Lage“ bekenne, werde er bestraft und müsse gehen.
Der Pfarrgemeinderat von Dorf an der Pram hat bereits im Herbst 2007 beschlossen, dem Bischof zu schreiben.
Pfarrgemeinderatsobmann Schneiderbauer dementierte ein Gerücht, daß der Brief mit einem im September bevorstehenden Pfarrerwechsel zusammenhänge.
Er glaubt, daß, „wenn wir so weitermachen, der Karren irgendwann zum Stehen“ komme.
Schneiderbauer überschätzt offenbar sein Amt: „Wenn das Kirchenvolk und der Pfarrgemeinderat solche Leute für geeignet halten, Dienst in der Kirche zu versehen, frage ich mich, warum nicht?“
Bischof Schwarz reagierte sogleich auf den Protest. Er ließ ausrichten, den Zölibat bei der Bischofskonferenz im März ansprechen zu wollen.
Schneiderbauer erklärt dazu, daß das schon öfter versprochen worden sei: „Aber wer weiß?“
Ihm geht es darum, zu vermitteln, was „die Basis“ denke. Zugleich möchte er andere Pfarren ermutigen, dasselbe zu tun.
Dazu bot die jüngste Ausgabe der Linzer ‘Kirchenzeitung’ Platz.
In dem Blatt fordert auch der Pfarrgemeinderat von Schwertberg im nördlichen Mühlviertel „mutige Schritte für eine verantwortungsvolle Entwicklung der Seelsorge“.
Das Gremium verfaßte ebenfalls einen offenen Brief an Bischof Schwarz.
Die derzeit gängige Praxis, vakant werdende Stellen einfach dem Nachbarpfarrer „umzuhängen“, sei nicht sinnvoll.
Die Pfarrei Schwertberg wird von einem 37jährigen Priester, Hw. Thomas Lechner, betreut.
Der Geistliche freute sich, daß Mons. Schwarz den Brief umgehend beantwortet und dem Pfarrgemeinderat ein Gespräch versprochen hat.
© Titelbild: Pressefoto DonBosco.at
Der Pfarrgemeinderat der 1000 Seelen Gemeinde Dorf an der Pram äußerte sich diesbezüglich in einem Brief an den Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz. Das berichtete die Lokalzeitung ‘Rieder Rundschau’.
Die Pfarrfunktionäre fordern den Diözesanbischof auf, sich in der Bischofskonferenz für die Priesterehe einzusetzen:
Der zunehmende angebliche Priestermangel sei zu einem Gutteil hausgemacht. Es gäbe für das Amt genug berufene Leute.
Scheitern würde es in sehr vielen Fällen „nur“ am Zölibat – zitiert die ‘Rieder Rundschau’ die Mitteilung des Pfarrgemeinderates.
In der Gegend gäbe es nicht wenige Priester, die „aus zölibatären Gründen“ ihren Dienst nicht wieder aufnehmen könnten.
Der Obmann des Pfarrgemeinderates, Helmut Schneiderbauer, glaubt, daß „jeder“ Priester kenne, die heimlich mit einer Konkubine lebten. Wenn ein Priester aber „ehrlich“ sei und „seine Lage“ bekenne, werde er bestraft und müsse gehen.
Der Pfarrgemeinderat von Dorf an der Pram hat bereits im Herbst 2007 beschlossen, dem Bischof zu schreiben.
Pfarrgemeinderatsobmann Schneiderbauer dementierte ein Gerücht, daß der Brief mit einem im September bevorstehenden Pfarrerwechsel zusammenhänge.
Er glaubt, daß, „wenn wir so weitermachen, der Karren irgendwann zum Stehen“ komme.
Schneiderbauer überschätzt offenbar sein Amt: „Wenn das Kirchenvolk und der Pfarrgemeinderat solche Leute für geeignet halten, Dienst in der Kirche zu versehen, frage ich mich, warum nicht?“
Bischof Schwarz reagierte sogleich auf den Protest. Er ließ ausrichten, den Zölibat bei der Bischofskonferenz im März ansprechen zu wollen.
Schneiderbauer erklärt dazu, daß das schon öfter versprochen worden sei: „Aber wer weiß?“
Ihm geht es darum, zu vermitteln, was „die Basis“ denke. Zugleich möchte er andere Pfarren ermutigen, dasselbe zu tun.
Dazu bot die jüngste Ausgabe der Linzer ‘Kirchenzeitung’ Platz.
In dem Blatt fordert auch der Pfarrgemeinderat von Schwertberg im nördlichen Mühlviertel „mutige Schritte für eine verantwortungsvolle Entwicklung der Seelsorge“.
Das Gremium verfaßte ebenfalls einen offenen Brief an Bischof Schwarz.
Die derzeit gängige Praxis, vakant werdende Stellen einfach dem Nachbarpfarrer „umzuhängen“, sei nicht sinnvoll.
Die Pfarrei Schwertberg wird von einem 37jährigen Priester, Hw. Thomas Lechner, betreut.
Der Geistliche freute sich, daß Mons. Schwarz den Brief umgehend beantwortet und dem Pfarrgemeinderat ein Gespräch versprochen hat.
© Titelbild: Pressefoto DonBosco.at
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Mittwoch, 5. März 2008 01:24
Benedikt: @ Typ
Gut, dann haben wir anschließend viele neue Priester. Was wir aber nicht haben sind Pfarrer, oder andere
Priester in der Seelsorge.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe Bedenken bei diesem Modell. Möglicherweise Kleingläubigkeit, aber so ist es halt.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe Bedenken bei diesem Modell. Möglicherweise Kleingläubigkeit, aber so ist es halt.
Mittwoch, 5. März 2008 01:14
Typ: @ Benedikt
Es ging mir auch nur darum zu zeigen, dass Priester kein „Fulltime-Job“ sein muss.
Und auf welchen Unterschied zwischen Arbeitsleben und Ordens-Arbeitsleben Sie hinauswollen, weiß ich auch nicht.
Ein Jesuit, der im Hauptberuf Astrophysiker ist und z.B. an der Päpstlichen Sternwarte arbeitet, ist eben im Hauptberuf Physiker und agiert möglicherweise nur am Sonntag als Priester, indem er Messaufhilfen macht.
Warum also sollte jemand, der Astrophysiker ist und die erforderliche theologische Eignung mitbringt, nicht auch zum Priester geweiht werden können und dann „nebenamtlich“ am Sonntag Messaushilfen übernehmen?
Und auf welchen Unterschied zwischen Arbeitsleben und Ordens-Arbeitsleben Sie hinauswollen, weiß ich auch nicht.
Ein Jesuit, der im Hauptberuf Astrophysiker ist und z.B. an der Päpstlichen Sternwarte arbeitet, ist eben im Hauptberuf Physiker und agiert möglicherweise nur am Sonntag als Priester, indem er Messaufhilfen macht.
Warum also sollte jemand, der Astrophysiker ist und die erforderliche theologische Eignung mitbringt, nicht auch zum Priester geweiht werden können und dann „nebenamtlich“ am Sonntag Messaushilfen übernehmen?
Mittwoch, 5. März 2008 01:09
Benedikt: @ Typ
Bei allem Respekt, aber zwischen einem Arbeitsleben in einer Ordensgemeinschaft und dem weltlichen Arbeitsleben
bestehen noch gewisse Unterschiede. Vor allem haben diese Patres keine Pfarrei zu leiten.
Wenn Sie mich für einen Traditionalisten halten sind Sie auch auf dem Holzweg.
Wenn Sie mich für einen Traditionalisten halten sind Sie auch auf dem Holzweg.
Mittwoch, 5. März 2008 00:55
Typ: @ Benedikt
In Ordensgemeinschaften ist das aber auch heute gang und gäbe: Ein Mitbruder ist z.B. im Hauptberuf Lehrer,
Verwalter, Verlagsleiter, Arzt, Therapeut, Hochschuldozent oder sonst etwas, und dort, wo liturgischer
Bedarf besteht (Konventmesse, Aushilfen in anderen Gemeinden, Krankenhäusern etc.), agiert er dann –
unentgeltlich, von Mess-Stipendien einmal abgesehen! – als „Sakramentenspender“. Ähnlich auch früher
die vielen „Geistlichen Studienräte“: Diözesanpriester mit Hauptberuf Lehrer.
Das gibt es seit Jahrhunderten. Sie halten wohl nicht viel von der Tradition.
Das gibt es seit Jahrhunderten. Sie halten wohl nicht viel von der Tradition.
Dienstag, 4. März 2008 23:40
Benedikt: @ Puchil
Grundsätzlich darf so eine wichtige Frage, ob es die Sakramente, besonders die Eucharistie, in jeder
Gemeinde vor Ort noch gibt oder nicht, nicht am Geld scheitern.
Außerdem müssen nicht alle Priester „hauptamtlich“ tätig sein. Es gibt die Möglichkeit bei früher Pension oder Rente seine verbleibende Kraft als Priester zur Verfügung zu stellen. Es gibt die Möglichkeit ehrenamtlich – wie die meisten verheirateten Diakone – Priester zu sein. Hier sind kreative Lösungen gefragt.
Was ist das jetzt – der Priester als Sakramentenautomat? Das Altaristenwesen haben wir ja eigentlich überwunden.
Außerdem müssen nicht alle Priester „hauptamtlich“ tätig sein. Es gibt die Möglichkeit bei früher Pension oder Rente seine verbleibende Kraft als Priester zur Verfügung zu stellen. Es gibt die Möglichkeit ehrenamtlich – wie die meisten verheirateten Diakone – Priester zu sein. Hier sind kreative Lösungen gefragt.
Was ist das jetzt – der Priester als Sakramentenautomat? Das Altaristenwesen haben wir ja eigentlich überwunden.
Sonntag, 2. März 2008 13:52
FiliusEcclesiae: @F. Geyer: Ein Bischof, der nichts tun kann (?), oder nichts tun will
Nein ich bin traurig dass der Bischof hadlungsunfähig ist und offensichtlich nichts tun kann.
nichts tun kann (?), oder nichts tun will – für die Gläubigen, die aufsichtslosen Pfarren unter der Führung von Häretikern zugeteilt sind, ist das Endergebnis dasselbe, ob der Bischof seine Amtspflichten nicht erfüllen kann, oder nicht erfüllen will.
Wenn eine Pfarre häretisch und liturgisch romuntreu geführt wird, darf man zu dieser Pfarre eben nicht gehen: Möglicherweise könnte dies auch das gesamte Bistum betreffen!
nichts tun kann (?), oder nichts tun will – für die Gläubigen, die aufsichtslosen Pfarren unter der Führung von Häretikern zugeteilt sind, ist das Endergebnis dasselbe, ob der Bischof seine Amtspflichten nicht erfüllen kann, oder nicht erfüllen will.
Wenn eine Pfarre häretisch und liturgisch romuntreu geführt wird, darf man zu dieser Pfarre eben nicht gehen: Möglicherweise könnte dies auch das gesamte Bistum betreffen!
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