(kreuz.net) In einem sogenannten Bedenken-Brief an Kardinal Joachim Meisner von Köln haben die Pfarrgemeinderäte
im Seelsorgebereich „Am Stommeler Busch“ den Kardinal und die pastoralen Entscheide seiner Erzdiözese
angegriffen.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Kölner Rundschau’ am 28. Februar.
Stommeln ist ein Ortsteil
der Stadt Pulheim 15 Kilometer nordwestlich von Köln.
Anlaß für den Protest ist die Zusammenlegung
von Seelsorgebereichen in der Erzdiözese.
Auch Stommeln mit der Pfarrgemeinde Sankt Martinus in Stommeln,
Sankt Hubertus in Sinnersdorf und Sankt Bruno in Stommelerbusch sind von der Strukturreform betroffen.
Die Gemeinden müssen sich für eine Fusion oder einen Pfarreienverband entscheiden.
Im Erzbistum wird
die Zahl der Seelsorgeeinheiten von zur Zeit 245 auf 180 reduziert.
Jetzt sind die Stommeler Pfarrgemeinderäte
„bestürzt“, daß die Laiengremien bei der Planung zur Umstrukturierung vom Kardinal „kaum gehört“ worden
seien:
„Die Menschen in den Gemeinden, deren gewählte Vertreter wir sind, sollen in den von Ihnen geforderten
Großgemeinden leben, dürfen aber über ihre kirchliche Zukunft nicht mitbestimmen“ – heißt es in dem
Offenen Brief.
Der Erzbischof spreche den Laiengremien in pastoralen Fragen „jegliche Kompetenz“ ab:
„Können Sie sich heute die Gestaltung des Gemeindelebens ohne kompetente Laien vorstellen?“
Die Laien
könnten den wenigen verbliebenen Pfarrern die Arbeit abnehmen und für eine vertretbare Gemeindearbeit
sorgen. Doch das werde verhindert.
Zugleich werde die Diskussion des Grundübels ausgeklammert. Das sei
der Priestermangel.
Der Priestermangel werde dadurch verursacht, daß man das Gespräch über „bislang
tabuisierte Themen“ meide. Die Pfarrgemeinderäte nennen zwei: den „Pflichtzölibat für katholische Priester“
und die Weihe von Frauen.
„Wir sind zutiefst davon überzeugt, daß diese beiden Punkte ursächlich für
den Priestermangel und die daraus resultierenden Probleme in der Seelsorge sind.“
Die drei Gemeinderäte
fordern den Kardinal auf, nach neuen Lösungswegen zu suchen und fordern ihn zum Gespräch vor Ort auf.
Hier könne er sich auf Menschen freuen, denen ihr Glaube an Jesus Christus und die Verkündigung ein
Herzensanliegen sei.
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40 Lesermeinungen
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Natürlich meine ich das ernst. Wenn es nicht stimmt, dann kommen Sie doch mit einem Gegengutachten. Der
Artikel bringt Kopien und Scans von Beispielen, die schon sehr eindeutig sind.
@Karl Murx: Das meinen Sie doch nicht ernst! Das 3.Geheimnis ist natürlich keine Fälschung, sonder der
im Jahre 2000 veröffentlichte Text. Dumm gelaufen, Ratzi Warum sollte Kardinal Ratzinger, der jetzige
Heilige Vater, das 3. Fátima-Geheimnis fälschen?
Wichtige Meldung: graphologisches Gutachten enthüllt 3.Geheimnis als Fälschung www.kreuz.net/bookentry.2422.html
Das 3.Geheimnis ist natürlich keine Fälschung, sonder der im Jahre 2000 veröffentlichte Text. Dumm
gelaufen, Ratzi
Zölibat von Spee: volle Zustimmung! Der Zölibat bedeutet lediglich ein Heiratsverbot für Kleriker vom
Diakon aufwärts, und das gilt auch für die Ostkirchen. Auch dort dürfen verwitwete Diakone und Priester
nicht unter Fortsetzung ihrer Amtsausübung heiraten. In der r-k. Kiche kommt die Ehe noch als Weihehindernis
für Priester hinzu. Sprechen wir besser von priesterlicher Ehelosigkeit! Die priesterliche Ehelpsigkeit
ist zwar mit der Schrift begründbar, doch ist diese Begründung nicht zwingend, wie die ostkircliche
Praxis beweist. Sehr wohl ist die priesterliche Ehelosigkeit pragmatisch begründet. Ein Pfarrer paßt
vollumfänglich in das vom (profanen) Gesetzgeber gezeichnete Berufsbild eines leitenden Angestellten.
Wir wissen alle, welchen beruflichen Belastungen dieser Personenkreis heute ausgeliefert ist, der für
Familie kam noch Zeit und Raum läßt. Im Übrigen gehen die Befürworter der Priesterehe wohl vom traditionellen
Familienbild aus. Wie sieht es aber aus, wenn die priesterliche Ehefrau ebenfalls berufstätig ist und
vielleicht noch umfangreichere Verantwortung – etwa als Mitglied der Geschäftsleitung – in der Privatwirtschaft
trägt? Mit Rücksicht auf die Karriere seiner Ehefrau könnte der Priester u. U. nur noch als Halbtagspfarrer
tätig sein! Die Entwicklung der OSB-Abtei Königsmünsger/MES nach 1976 zeigt das Vorhandensein von Berufungen,
sie müssen nur geweckt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Pfarre St. Maria i. d. Kupfergasse in Köln
unter Pfr. Mons. Plenker usw…
@ Typ . Was Sie auflisten, spricht allenfalls dafür, den Zölibat FREIWILLIG einzugehen, aber nicht dafür,
ihn für bestimmte kirchliche Ämter zur PFLICHT zu machen. Nein, tut es nicht, bei den Protestanten z.B.
gibt es kaum Menschen die die Empfehlung zur Ehelosigkeit um des Himmelsreiches Willen noch ernst nehmen
und bei den Orthodoxen hört man auch recht wenig schlechtes über den Pflichtzölibat. „mulier taceat
in ecclesia“ als Argument gegen die Frauenordination ist dummes Zeug. Es steht nun mal in der hl. Schrift
und im Vergleich zu der sind sie bestimmt viel dümmeres Zeug! Das die Frau in der Gemeinde schweigen
soll bedeutet doch nicht das sie gar nichts sagen darf, nur eben geistige Lehre lehren soll sie jedenfalls
öffentlich nicht.
@ Sozialkatholisch 1. Was Sie auflisten, spricht allenfalls dafür, den Zölibat FREIWILLIG einzugehen,
aber nicht dafür, ihn für bestimmte kirchliche Ämter zur PFLICHT zu machen. 2. Versprechen sollte man
halten, ja – aber die Kirche hat schon immer die Möglichkeit gekannt, jemanden von seinen Versprechen
zu entbinden (Rechtsinstitut der „Dispens“). 3. In der aktuellen Debatte höre ich eigentlich nie, dass
diejenigen, die den Zölibat versprochen haben, ihn nicht mehr sollen halten müssen, sondern nur diejenigen,
die in Zukunft zu Priestern geweiht werden. Und ggfs. diejenigen, die in einem ordentlichen kirchlichen
Verfahren die Dispens bekommen haben, ihr Amt wieder ausüben dürfen sollen. 3. „mulier taceat in ecclesia“
als Argument gegen die Frauenordination ist dummes Zeug. Schauen Sie sich nur die Frauenklöster an: Da
haben Frauen schon immer Choral gesungen, Lesungen vorgetragen, gesegnet – jedenfalls nicht „in der Kirche
geschwiegen“. Wenn man so eine Kindergartenexegese betreibt wie Sie, könnte man auch sagen: „extra ecclesia“
müsse die Frau nicht schweigen – man könnte sie also zur Priesterin weihen, damit sie in Katakomben,
auf Wallfahrten und Schiffen Messen zelebriert. Und wenn Sie dann sagen, dass sich „ecclesia“ nicht auf
das Kirchengebäude, sondern die gesamte kirchliche Gemeinschaft bezieht, dann: siehe oben. Und nicht
mal Maria hat sich dran gehalten: Das Gebet, das sie sprach, betet die Kirche heute täglich in der Vesper.
War Maria etwa keine gute Katholikin??
@ Bussmann Meine Herren, sagen Sie mir doch endlich mal was theologisch und biblisch für den Pflichtzölibat
spricht Zum einen spricht für den Pflichtzölibat die Freiwilligkeit ihn einzugehen und die Empfehlungen
unseres Herrn Jesu Christie im eigenen Leben zu verwirklichen. Zum anderen soll maqn doch die Versprechen
die man Gott gegeben hat halten. und gegen die Frauenordination. Mulier in ecclesia taceat!
Ihr lieben Herren, die Sie auf meine Zuschrift antworteten Erst einmal, im Advent traf ich den Generalvikar
des Erzbistums Köln. Wir unterhielten uns sehr herzlich in der Sakristei einer Kirche. Er sagte zu mir,
dass er sich immer über meine Post freue, und er erwarte auch von mir eine Stellungnahme zu seiner Predigt,
die er gehalten hat. Leider konnte ich ihm bisher noch nicht antworten, da einfach einiges VOrrang hatte.
Er weiß darum, jetzt wird er zu Ostern von mir die Post bekommen. Nichts mit Schredder. Wer es nicht
glaubt, kann gern Generalvikar Schwaderlapp im Erzbistum Köln deswegen anschreiben. Und bezüglich eigener
Kirchengründung, haben Sie noch nie etwas von der neu-katholischen Kirche gehört? Sie ist ganz in meiner
Wohnnähe. Der Ort gehört allerdings zum Bistum Aachen. Ich habe sogar sehr lange mit dem Bischof dieser
Gemeinschaft gesprochen, die eine Tochterkirche der lateinischen Kirche ist. Ich muss Sie enttäuschen,
ich will nicht Priester werden, aber andere Frauen möchten schon gern. Ich will nur für diese ein bisschen
Wegbereiter sein. Meine Herren, sagen Sie mir doch endlich mal was theologisch und biblisch für den Pflichtzölibat
spricht und gegen die Frauenordination. Ich lerne ja gern dazu, und wenn ich irre, stehe ich auch dazu.
:(3
#32 ExBochumer † 15:32:31 | Dienstag, 4. März 2008
Sachliches zum Thema? Lob für sich selber. Und was macht die Bussmann hier? Die lobt sich – und damit
die Ideen ihrer obergeordneten „Dienststellen“ selbst. Bussmann ist ein Organ der Zerstörungsmacht der
Katholischen Kirche. Sie will was auferbauen, was ihren eigenen Bedürfnissen entspricht. Aber Frau Bussmann
ist aus eigener Kraft nicht fähig, eine eigene Kirche zu gegründen.
#30 ExBochumer † 10:43:58 | Dienstag, 4. März 2008
@ Bussmann Was muß die hl. römisch-katholische Kirche eigentlich tun, um Sie loszuwerden? Lassen Sie
sich zur Priesterin weihen, dann sind Sie wenigstens nicht mehr römisch-katholisch. Aber: Als militante
IKvU bzw. WSK-Befürworterin und eine der Erstunterzeichner des sogenannten „Kirchenvolksbegehrens“ sind
Sie nahe dran, sich außerhalb der Kirche zu stellen. Innerlich haben Sie doch schon längst gekündigt,
was Frau Bussmann?
@Bussmann Herzallerliebste Frau Bussmann, Ihre wahrlich nicht nachdenkenswerten Zeilen lassen erahnen,
auf welch herzliche Art und Weise Ihre überaus ernstzunehmenden Briefe im Generalvikariat des Erzbistums
Köln bearbeitet werden. Ach, was mich das wieder freudig stimmt. Nur der arme Shredder tut mir leid,
welchen Mist der alles zerhacken muss. Liebe Grüsse, auch an Ihren Dackel und den Vogel Ihr Strepto von
Kokke
Kardinal Meisner was muss die arme katholische Kirche noch aushalten, um endlich Meinungen loszuwerden,
die behaupten, dass Diskussionen um Zölibat usw. nervtötend seien und dass Pfarrgemeinderatsmitglieder
erst einmal Exerzitien machen sollen. Besser wäre es doch, jetzt gerade, wo wir in der Fastenzeit stehen
und auf die Leidenswoche des Herrn angehen. zu erkennen, dass diese Leute nicht anders sind, als die Pharisäer
und Schriftgelehrten zur Zeit Jesus, oder als die, die schrien „kreuzige ihn“.
@ Doriano Nieder mit der Diktatur der Pfarrgemeinderäte!! Aus CIC und den einschlägigen diözesanen
Statuten geht keine diktatorische Vollmacht der Gremien auf pfarrlicher Ebene hervor. Bitte benennen Sie
doch ihre Quellen! Mir sind nämlich keine bekannt.
Die drei Grundübel… …in der RKK-Deutschland:ZdK, Pfarrgemeinderäte und WsK. In Österreich und in
der Schweiz sieht es teilweise noch schlimmer aus. Und diese ewig gleichen Forderungen wg. Zölibat usw.
sind nur noch penetrant nervtötend – und langweilig. Aber zuerst: Nieder mit der Diktatur der Pfarrgemeinderäte!!
Die sollen erst mal wieder Demut lernen und gute Exerzitien absolvieren.
Kardinal Meisner Ja, ja, endlich wehren sich die Pfarrgemeinderäte, ich hoffe nur, dass das Kreise ziehen
wird. Kardinal Meisner und die oberen Herren des Ordinariates denken immer, die andern sind schuld an
dem Priestermangel, dabei sollten sie die Schuld zunächst bei sich suchen. Erst werden die Gemeinden
zusammen gepfercht, dann die Pfarrgemeinderäte kleiner gehalten, denn in einem Pfarrverband muss es auch
nur noch einen Pfarrgemeinderat geben und Gemeinden, die nicht mehr vertreten sind, haben halt „Pech“
gehabt. Für die Führung des Erzbistums Köln gilt nur noch eins –-- Laien müssen auf Dauer mundtot
gemacht werden, die haben nur die Pflicht den Sonntagsgottesdienst zu besuchen.
Kommando zurück! Na, dann wollen wir uns doch nicht dem Gebetskreis von Florian Geyer um das Zusammenbrechen
des Kirchenbeitragsystems anschließen, wenn das dann so schlimme Folgen haben würde!
Der Altar in den Mittelpunkt! Wenn der Altar im Mittelpunkt der Gemeinde stehen bleibt, die Eucharistie,
und nicht durch ein banales Tingeltangel, nahe einer Eventshow (meist kreiert von den „kompetenten Laiengremien“)
ersetzt wird, wird der durch das Sakrament hervorgehobene P r i e s t e r verstärkt Kraft schöpfen ein
noch besserer Seelsorger zu sein. Orden, die nach der k a t h o l i s c h e n Lehre leben, wachsen ständig!!
Die Zeiten, dass jeder etwas zu labern habe, sind längst z. B. auch im Gymnasium vorbei, denn man hat
endlich gemerkt was aus den 68ern geworden ist, die ihre Professoren aus den Hörsälen jagten. Der Papst
müsste doch bei einer stetig steigenden katholischen Welt vom Heiligen Geiste verlassen sein, wenn er
auf diese deutschen Strömungen einginge. Ergo: Dadurch ist unser Abendland entstanden! o r a e t l a
b o r a ! …und dabei die Gnade Gottes nicht ausser acht lassen und gelegentlich, frei nach dem Heiligen
Don Bosco, die „Räte“ pfeifen lassen!
Priester=weltfremd? „Die Ängste und Sorgen ihrer Gemeindemitglieder kennen, weil sie auch die ihren sind …
Viele Chancen würden sich auftun „ Was soll das heissen? Sind alle Priester weltfremd, wissen nichts
über die Probleme der Menschen?Es sind ja auch alle Priester von der Verhätschelung bei Muttern direkt
ins SEminar, wo sie ja auch von allem Bösen und den Sorgen der Welt behütet, zu rein geistlichen Gefäßen
ohne Bodenhaftung werden!(Achtung Sarkasmus!) Die Mehrzahl der heutigen Seminaristen haben schon im Berufsleben
gestanden, haben sich schon in Gemeinden engagiert, haben Praktika im sozialen Bereich gemacht(heute gängig
in den meisten Diözesen), haben Freunde, die mit Arbeitslosigkeit, den Sorgen eines Familienvaters ect.
konfrontiert sind. Also stellen sie bitte Priester nicht als abgehoben hin. Auch wenn man selbst keine
Kinder hat, kann man sich durchaus hineinversetzen in die Probleme in Beziehungen und in der Erziehung.Und
auch das Seminar ist kein Zuckerschlecken, eher ein Ort an dem man seine Illusionen begraben muss und
Konflikte bewältigen muss. Wenn diese Damen und Herren Pfarrgemeinderäte über zuwenig Priester jammern,
sollte sie mal überlegen, was sie denn dafür getan haben. Haben sie den Glauben so gelebt, das sie und
ihre Gemeinde anziehend war? Haben sie die Möglichkeiten ihres allgemeinen Priestertums aller Gläubigen
genutzt und den Menschen das Evangelium verkündet? Oder ist ihre Gemeinde ein Kuschelklub von dem sich
nur noch ein bestimmtes Milieu ansprechen lässt?
@NurEinLeser: Diese „Kirchen“ haben wir bereits …vor allem entstünde eine neue „Kirche“… Wahnsinn,
die hätte dann sicher ebenso eine Geistlichen-und Gläubigen-Schwemme wie die protestantischen „Kirchen“
mit ihren seit Jahrhunderten existierenden verheirateten Geistlichen und Geistlichinnen! Diese „Kirchen“
mögen zwar eine Schwemme an Kultdienern und Sozialarbeitern haben, aber, zumindest in Europa einschließlich
Großbritannien, immer weniger Gläubige.
Und dann lieber Puchil… …wo wäre dann der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch? Oder ist
das eh unerheblich? Bei den Evangelen scheint es ja zu klappen. Deren Kirchen sind soooo voll, Berufungen
ohne Ende, Scharen gläubiger Menschen,… besonders dort, wo viele Evangelen sind, ist auch der Sittenverfall
am geringsten,… und dort wählt auch keiner linksextrem…
„und wieviel Neues entstehen würde“: …vor allem entstünde eine neue „Kirche“… Wahnsinn, die hätte
dann sicher ebenso eine Geistlichen-und Gläubigen-Schwemme wie die protestantischen „Kirchen“ mit ihren
seit Jahrhunderten existierenden verheirateten Geistlichen und Geistlichinnen!
an Floriangeyer …und wieviel Neues entstehen würde: Priester und Priesterinnn, die aus den Gemeinden
herauswachsen, genommen und geweiht, weil sie die Berufung und die Fähigkeiten besitzen. Priester und
Priesterinnen, die mitten im Leben stehen, Familie haben, einen „Brotberuf“ nachgehen. Die Ängste und
Sorgen ihrer Gemeindemitglieder kennen, weil sie auch die ihren sind … Viele Chancen würden sich auftun
…
naja vielleicht gründe ich bald einen gebetskreis für den Zusammenbruch des Kirchensteuersystems. man
muss sich mal vorstellen wievel von dem was schlecht ist wegfällt würde das Kirchensteuersystem wegbrechen.
@bonifatius: So ist es! Kann mir gut vorstellen, daß für viele Katholen das Thema Zölibat und Frauenordination
verschwindet, wenn der Finanzhaushalt eines Bistums so knapp kalkuliert werden muß, daß für Diakone,
Laientheologen(innen) und Pastoralhelfer(innen) kein Geld mehr übrig ist. Dann verschwinden auch jene
Kräfte, die dem Priester vorschreiben, was er zu tun hat. Die Kirche ist keine Melkkuh für ungläubige
Kardinäle oder PastoralassistentInnen.
Kirche als lukrativer Arbeitgeber Kann mir gut vorstellen, daß für viele Katholen das Thema Zölibat
und Frauenordination verschwindet, wenn der Finanzhaushalt eines Bistums so knapp kalkuliert werden muß,
daß für Diakone, Laientheologen(innen) und Pastoralhelfer(innen) kein Geld mehr übrig ist. Dann verschwinden
auch jene Kräfte, die dem Priester vorschreiben, was er zu tun hat. Kann mir aber auch gut vorstellen,
daß in der Kirche dann wieder mehr Ruhe und Sachlichkeit einkehren wird, wobei das Augenmerk wieder mehr
auf die Anbetung Gottes und die Erfüllung des Dekalogs gerichtet sein wird mit weniger „action“ fürs
Alltagstreiben.
Im WWW nichts Neues … Ach, wieder mal die ollen Kamellen hier: böse Laien, Zölibat, etc… Was ist
eigentlich mit dem neuen Bischof von Speyer, dessen Einführungsgottesdienst zur Zeit im TV übertragen
wird (kirchenmusikalisch im Übrigen größtenteils absolut kein Genuss)? Noch gar nichts bei kreuz.net
zu lesen über Wiesemann … habt ihr noch nichts gegen ihn gefunden? Ich bin mir aber sicher, die Recherchen
laufen schon auf Hochtouren.
an roemkath Ich bin sicher dass es auch dort – wie überall – genügend Berufungen gibt. Nur werden sie
von der Kirchenleitung leider abgewiesen, weil sie entweder Verheiratet oder Frauen sind. Die Gebete um
Berufungen sind nämlich längst erfüllt: Die Kirchenleitung sieht sie leider nicht. Schade.
Ganz sicher… sind im Seelsorgebereich „Am Stommeler Busch“ bei so viel kompetenten und engagierten Laien
in den letzten zwanzig Jahren jede Menge an geistlichen Berufen hervorgegangen So viel Kurzsichtigkeit
grenzt beinahe an Dummheit! Das heutige Evangelium vom Blindgeborenen lässt grüßen…
JESAJA für jeden einzelnen „Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen, sein Ohr ist
nicht schwerhörig, so daß er nicht hört. Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht, das sind eure
Vergehen; eure Sünden verdecken sein Gesicht, so daß er euch nicht hört. Denn eure Hände sind mit
Blut befleckt, eure Finger mit Unrecht. Eure Lippen lügen, eure Zungen flüstern (Worte voll) Bosheit.
Keiner bringt ge-rechte Klagen vor, keiner hält ehrlich Gericht. Man stützt sich auf Nichtigkeiten und
stellt haltlose Behauptungen auf; man geht schwanger mit Unheil und bringt Verderben zur Welt. Schlangeneier
brüten sie aus und weben Spinn-gewebe. Wer von ihren eiern ißt, muß sterben; zerdrückt man eines,
kriecht eine Natter heraus. Die Fäden, die sie spinnen, taugen nicht zu Gewändern, man kann sich nicht
bekleiden mit dem, was sie erzeugen. Ihre Taten sind Taten des Unheils, Gewalttat ist in ihren Händen.
Sie laufen dem Bösen nach, schnell sind sie dabei, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind
Gedanken des Unheils, Scherben und Verderben sind auf ihren Straßen. Den Weg des Friedens kennen sie
nicht, auf ihren Spuren gibt es kein Recht. Sie gehen krumme Pfade; keiner, der ihnen folgt, lernt den
Frieden kennen. Darum bleibt das Recht von uns fern, die Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen
auf Licht, doch es bleibt finster; wir hoffen auf den Anbruch des Tages, doch wir gehen im dunkeln. Wir
tasten uns wie blinde an der Wand entlang und tappen dahin, als hätten wir keine Augen. Wir st…
an steini 1.Ich kenne mich jetzt nicht aus. Bitte noch einmal: Warum wollen sie Priester werden? 2. Ich
kann in unserer (großen) gemeinde keine übersteigerte Erwartung an unsere Priester erkennen, weil viele
kompetente Laien wichtige Aufgaben übernehmen, in dem sie ihre Taufe und ihre Firmung ernst nehmen.
typisch Der Priestermangel werde dadurch verursacht, daß man das Gespräch über „bislang tabuisierte
Themen“ meide. Die Pfarrgemeinderäte nennen zwei: den „Pflichtzölibat für katholische Priester“ und
die Weihe von Frauen. „Wir sind zutiefst davon überzeugt, daß diese beiden Punkte ursächlich für den
Priestermangel und die daraus resultierenden Probleme in der Seelsorge sind.“ Mit dieser Argumentation
haben sich die Briefeschreiber selbst zumindest einen Mangel an pastoraler Kenntnis attestiert. – Wer
das Problem des Priestermangels auf diese beide Gründe focossiert, hat ein ganz schön verengte Sichtweise.
Ich nenne mal ein paar Gründe, warum ich ein Priester werde: Die Anforderungen an Priester (so Experten)
sind gewachsenn und gehen weit über das Tragbare. Der Umgang der Gemeindeglieder mit ihren Priestern
ist oftmals unmenschlich. Gott zu dienen als Priester ist ein Fulltimejob – Es wird für junge Priester
immer schwieriger, für sich Zeit zu nehmen. Dort wo er nicht hingeht, wirft man ihn vor, dass er sie
nicht möge… und und und … Sorry, aber das tu ich mir nicht an. Schaut mal Euch die Ehen an, in denen
einer oder gar beide evangelische Pfarrer/in sind: gerade in dieser Berufsgruppe ist die Scheidungsrate
immens hoch – das ist auch klar, denn Gemeindepriester und Familie geht nach den heutigen Erwartungshaltungen
der Gemeindeglieder gar nicht mehr
ach! und „wir“ ist wohl all das Schlechte… die Selbstliebe ist ansich nichts schlechtes. Weil sich Selbstliebe
und Gottesliebe nicht ausschließen. Im Idealfall fallen sie in eins. Die meisten Menschen suchen aber
nicht ihr wahres Selbst, sondern sie lassen sich von billigen Gelüsten verführen und verachten ihr Innerstes
und entfernen sich mehr und mehr davon. Gott ist da grundgelegt im Menschen. Der Mensch, der sündigt
liebt nicht sich, er liebt die Sünde. Die Sünde ist ebensosehr eine Entfremdung von Gott, wie eine Selbstentfremdung.
Ich meine ja: wahres Selbst ist Gott.
Was ist wichtiger? Was ist für den Menschen bzw. Christen der heutigen Zeit – ob Mann, ob Frau – wichtiger:
Gott, das Ego, die Liebe, die göttliche Ordnung, Genuß, Sex oder Psychoanalyse samt Gruppen-Hygiene
im Pseudo-Seminar? Wenn nun aber Gott an erster Stelle steht, warum sollen nun die Priester Gott als zweitrangig
erachten? Dienen denn nicht schon genug Menschen der Welt und lassen Gott ganz weg? Wenn man Gott nicht
liebt, dann liebt man sich. Insofern wird mit der Zerstörung des Priestertums des Mannes die Verbindung
zu Gott und seiner Ordnung ganz hinfällig. Den Leuten, die nun den Verzicht auf eine irdische Beziehung
ankreiden, haben nicht Gott als Ziel im Sinne, sondern wollen alles ausleben, was sie selber wollen. Sie
sind für die Scheidung und die Auflösung der Ehe, aber Hauptsache ist es doch, dass die Priester Gott
untreu werden. Damit offenbaren Sie ihr Wesen: Wir wollen IHN nicht mehr anbeten. Nur uns (?)
Gratulation Ich gratuliere dem Pfarrgemeinderat zu seiner Courage, dem Kardinal zu widerstehen. Viele
Kaholiken in Deutschland , Österreich und darüber hinaus sehen die Misere in den Pfarreien – bedingt
durch den hausgemachten Priestermangel – ähnlich. Es ist nun mal so wie der mittelalterliche Theologe
Petrus Comestor gesagt hat: „Der Teufel hat der Kirche nie so geschadet wie die Kirche sich selbst, als
sie die Priester zur Ehelosikeit zwang.“