Fortbildung im überlieferten Ritus
Das Bistum Regensburg geht mit dem guten Beispiel voran, um dem Ritus der Jahrtausende ein erneutes Heimatrecht in der Kirche zu verschaffen. Sogar der Generalvikar wird dabei persönlich anwesend sein. Von Silvia Rauber.
(kreuz.net) Obwohl die überlieferte römische Liturgie nun schon seit mehr als einem halben Jahr vom
Papst wieder das volle Bürgerrecht in den Kirchen zurückerhalten hat, wird von vielen Bischöfen noch
immer so getan als ob sich im Vergleich zur früheren Rechtslage nichts geändert habe.
Nach wie vor versucht man mit allen Mitteln, die Alte Messe an ihrer Entfaltung zu hindern.
Oft scheitert die regelmäßige Feier der überlieferten Liturgie sogar schlicht an der Tatsache, daß es nicht genügend Priester gibt, die in der Lage wären, eine solche Messe zu feiern.
Die jungen Priester haben nie gelernt, in diesem Ritus zu zelebrieren und die älteren haben es über den langen Zeitraum oft vergessen.
Offizielle Fortbildungen für Priester oder gar Seminaristen wurden von den deutschen Diözesen bislang nicht angeboten.
Das Bistum Regensburg geht nun endlich mit gutem Beispiel voran:
„Um dem Anliegen des Heiligen Vaters gerecht zu werden, haben wir für alle Priester, die in unserer Diözese in der außerordentlichen Form der Meßfeier zelebrieren wollen, eine Fortbildung angesetzt“.
Dies teilte der Generalvikar der Diözese, Mons. Michael Fuchs, in einem Brief allen Priestern des Bistums mit, die sich dazu bereit erklärt haben, bei der Umsetzung des Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ zu helfen.
Die Fortbildungsveranstaltung wird vom 9. bis zum 12. April 2008 im Passionistenkloster Schwarzenfeld stattfinden. Referent wird Pater Martin Ramm von der Petrusbruderschaft sein, der in diesem Kloster auch schon Exerzitien abgehalten hat.
Wie der Generalvikar in seinem Brief vom 21. Februar mitteilt, wird er zu Beginn der Fortbildungsveranstaltung auch persönlich anwesend sein.
Nach wie vor versucht man mit allen Mitteln, die Alte Messe an ihrer Entfaltung zu hindern.
Oft scheitert die regelmäßige Feier der überlieferten Liturgie sogar schlicht an der Tatsache, daß es nicht genügend Priester gibt, die in der Lage wären, eine solche Messe zu feiern.
Die jungen Priester haben nie gelernt, in diesem Ritus zu zelebrieren und die älteren haben es über den langen Zeitraum oft vergessen.
Offizielle Fortbildungen für Priester oder gar Seminaristen wurden von den deutschen Diözesen bislang nicht angeboten.
Das Bistum Regensburg geht nun endlich mit gutem Beispiel voran:
„Um dem Anliegen des Heiligen Vaters gerecht zu werden, haben wir für alle Priester, die in unserer Diözese in der außerordentlichen Form der Meßfeier zelebrieren wollen, eine Fortbildung angesetzt“.
Dies teilte der Generalvikar der Diözese, Mons. Michael Fuchs, in einem Brief allen Priestern des Bistums mit, die sich dazu bereit erklärt haben, bei der Umsetzung des Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ zu helfen.
Die Fortbildungsveranstaltung wird vom 9. bis zum 12. April 2008 im Passionistenkloster Schwarzenfeld stattfinden. Referent wird Pater Martin Ramm von der Petrusbruderschaft sein, der in diesem Kloster auch schon Exerzitien abgehalten hat.
Wie der Generalvikar in seinem Brief vom 21. Februar mitteilt, wird er zu Beginn der Fortbildungsveranstaltung auch persönlich anwesend sein.
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Montag, 10. März 2008 02:07
Benedikt: @ Rübezahl
Also die Missa dialogata scheint dann schon ein früheres Beispiel für eine gewisse Vielseitigkeit gewesen zu sein.
Montag, 10. März 2008 02:02
Rübezahl: @ Benedikt
Die Missa dialogata unterscheidet sich dadurch von der stillen Messe, dass in ersterer all jenes AB DEM
KYRIE, was in der stillen nur der Ministrant antwortet, von allen Gemeindemitgliedern laut geantwortet
wird.
Das Stufengebt ist hiervon jedoch ausgenommen.
Natürlich habe auch ich nur an Akolythen gedacht, welche dieses Amt im Zuge ihrer Priesterausbildung wahrnehmen.
Rübezahl
Das Stufengebt ist hiervon jedoch ausgenommen.
Natürlich habe auch ich nur an Akolythen gedacht, welche dieses Amt im Zuge ihrer Priesterausbildung wahrnehmen.
Rübezahl
Montag, 10. März 2008 01:54
Benedikt: @ Rübezahl
In der Missa dialogata wird das Stufengebt natürlich nicht von der Gemeinde laut mitgebetet, also auch
nicht das Confiteor, auch hier wird es still von der Gemeinde mitgebetet. – Ein peinlicher Blackout von
mir
Ich halte das nicht für einen Blackout. Es hat definitiv solche Messen gegeben. Sie wurden als Missa recitata oder auch dialogata bezeichnet. Ein Beispiel ist die Krypta-Messe des Benediktinermönchs P. Hammenstede in den 20er Jahren in Maria Laach. Auch findet sich ein entsprechender Hinweis im Schott von 1962: „…wo es gestattet ist, mit den anwesenden Gläubigen.“
Ich wüsste auch nicht, was sonst eine Missa dialogata von einer Stillen Messe etc unterscheiden würde.
Der Fall also, dass „nur“ vom Ministranten das Confiteor gebetet werden würde, träfe nur dann an, wenn die Gemeinde tatsächlich zur gleichen Zeit singt
Der Punkt ist, dass dies der Gemeinde völlig anheim gestellt wird. Sie wird von niemandem aufgefordert, das Gebet ist still, d.h. rein privat. Dergleichen kann jeder nach Belieben auch heute praktizieren. Es wäre auch nicht anders als 1962.
Auf Landpfarreien gibt und gab es auch nicht wesentlich mehr Diakone als Akolythen.
Was wohl heißen soll: Keine von beiden. Durch den Ständigen Diakon gibt es heute wieder mehr Diakone, die auch in dieser Funktion wahrnehmbar sind. Akolythen dagegen sind immer noch sehr selten. Wenn ich ehrlich bin ist mir noch nie bewusst ein Akolyth über den Weg gelaufen, der nicht gleichzeitig auch Priesteramtskandidat war.
Ich halte das nicht für einen Blackout. Es hat definitiv solche Messen gegeben. Sie wurden als Missa recitata oder auch dialogata bezeichnet. Ein Beispiel ist die Krypta-Messe des Benediktinermönchs P. Hammenstede in den 20er Jahren in Maria Laach. Auch findet sich ein entsprechender Hinweis im Schott von 1962: „…wo es gestattet ist, mit den anwesenden Gläubigen.“
Ich wüsste auch nicht, was sonst eine Missa dialogata von einer Stillen Messe etc unterscheiden würde.
Der Fall also, dass „nur“ vom Ministranten das Confiteor gebetet werden würde, träfe nur dann an, wenn die Gemeinde tatsächlich zur gleichen Zeit singt
Der Punkt ist, dass dies der Gemeinde völlig anheim gestellt wird. Sie wird von niemandem aufgefordert, das Gebet ist still, d.h. rein privat. Dergleichen kann jeder nach Belieben auch heute praktizieren. Es wäre auch nicht anders als 1962.
Auf Landpfarreien gibt und gab es auch nicht wesentlich mehr Diakone als Akolythen.
Was wohl heißen soll: Keine von beiden. Durch den Ständigen Diakon gibt es heute wieder mehr Diakone, die auch in dieser Funktion wahrnehmbar sind. Akolythen dagegen sind immer noch sehr selten. Wenn ich ehrlich bin ist mir noch nie bewusst ein Akolyth über den Weg gelaufen, der nicht gleichzeitig auch Priesteramtskandidat war.
Montag, 10. März 2008 01:34
Rübezahl: @ Benedikt
Sehr gut, dass Sie antworten!
In der Missa dialogata wird das Stufengebt natürlich nicht von der Gemeinde laut mitgebetet, also auch nicht das Confiteor, auch hier wird es still von der Gemeinde mitgebetet. – Ein peinlicher Blackout von mir … und Sie stimmen auch noch zu!
Ob man nun etwas mit den Lippen laut oder mit dem Geist still mitbetet –
jedenfalls kann nicht gesagt werden, dass das Confiteor „nur vom Messdiener“ gesprochen werden würde (Sie nennen kein „nur“, aber Ihr Satz gibt ja nur Sinn, wenn man ihn so liest).
Der Fall also, dass „nur“ vom Ministranten das Confiteor gebetet werden würde, träfe nur dann an, wenn die Gemeinde tatsächlich zur gleichen Zeit singt – und dies ist sicher nicht immer der Fall.
Außerdem sprachen sie von der „alten Messe“ allgemein und nicht von punktuellen Angeboten der außerordentlichen Form.
In Ecclesia Dei Gemeinschaften sind Missae dialogatae de facto häufig üblich.
Auf Landpfarreien gibt und gab es auch nicht wesentlich mehr Diakone als Akolythen.
Wenn Sie vom Hochamt ausgehen, dann lass ich mir die Bezeichnung noch eingehen.
Aber auch das levitierte Hochamt wurde nur eher selten bis gar nicht in normalen Pfarreien gefeiert, mangels – wie Sie schon sagten – Personal.
Grüße
Rübezahl
In der Missa dialogata wird das Stufengebt natürlich nicht von der Gemeinde laut mitgebetet, also auch nicht das Confiteor, auch hier wird es still von der Gemeinde mitgebetet. – Ein peinlicher Blackout von mir … und Sie stimmen auch noch zu!
Ob man nun etwas mit den Lippen laut oder mit dem Geist still mitbetet –
jedenfalls kann nicht gesagt werden, dass das Confiteor „nur vom Messdiener“ gesprochen werden würde (Sie nennen kein „nur“, aber Ihr Satz gibt ja nur Sinn, wenn man ihn so liest).
Der Fall also, dass „nur“ vom Ministranten das Confiteor gebetet werden würde, träfe nur dann an, wenn die Gemeinde tatsächlich zur gleichen Zeit singt – und dies ist sicher nicht immer der Fall.
Außerdem sprachen sie von der „alten Messe“ allgemein und nicht von punktuellen Angeboten der außerordentlichen Form.
In Ecclesia Dei Gemeinschaften sind Missae dialogatae de facto häufig üblich.
Auf Landpfarreien gibt und gab es auch nicht wesentlich mehr Diakone als Akolythen.
Wenn Sie vom Hochamt ausgehen, dann lass ich mir die Bezeichnung noch eingehen.
Aber auch das levitierte Hochamt wurde nur eher selten bis gar nicht in normalen Pfarreien gefeiert, mangels – wie Sie schon sagten – Personal.
Grüße
Rübezahl
Montag, 10. März 2008 01:12
Benedikt: @ Rübezahl
Von sowas hab ich noch nie gehört – gibt es doch in der Kirche (früher als niedere Weihe – heute als
Beauftragung) den Akolythen.
In welcher Gemeinde gab es denn, sagen wir mal 1950 einen Akolythen, wenn nicht grad ein Seminarist auf Heimaturlaub da war? Und heute sieht das nicht anders aus. Der Messdiener übernahm in der alten Messe Teile, die beim levitierten Hochamt von den Leviten übernommen wurden, beim Confiteor, beim Orate fratres, abgeschwächt beim Offertorium. Das Hochamt ist keine gesteigerte Form der stillen Messe, sonder die stille Messe ist eine verminderte Form des Hochamts. Was dort geschieht stellt daher die Norm da und somit ist der Messdiener in der stillen Messe auch ein Vertreter des Diakons.
Die Gemeinde ist gehalten, das Confiteor still mitzusprechen.
Ja: „Ist gehalten“. Das Beten des Confiteors kann Ihnen auch heute keiner verbieten. Es wäre genauso privat und genauso wichtig wie bei der stillen Messe.
Das gleiche gilt auch für die anderen von Ihnen genannten Fälle, mit Ausnahme der Missa Dialogata. Die dürfte heute seltener sein als es Kirchen gibt, in denen auch in der ordentlichen Form immer das Confiteor gebetet wird.
In welcher Gemeinde gab es denn, sagen wir mal 1950 einen Akolythen, wenn nicht grad ein Seminarist auf Heimaturlaub da war? Und heute sieht das nicht anders aus. Der Messdiener übernahm in der alten Messe Teile, die beim levitierten Hochamt von den Leviten übernommen wurden, beim Confiteor, beim Orate fratres, abgeschwächt beim Offertorium. Das Hochamt ist keine gesteigerte Form der stillen Messe, sonder die stille Messe ist eine verminderte Form des Hochamts. Was dort geschieht stellt daher die Norm da und somit ist der Messdiener in der stillen Messe auch ein Vertreter des Diakons.
Die Gemeinde ist gehalten, das Confiteor still mitzusprechen.
Ja: „Ist gehalten“. Das Beten des Confiteors kann Ihnen auch heute keiner verbieten. Es wäre genauso privat und genauso wichtig wie bei der stillen Messe.
Das gleiche gilt auch für die anderen von Ihnen genannten Fälle, mit Ausnahme der Missa Dialogata. Die dürfte heute seltener sein als es Kirchen gibt, in denen auch in der ordentlichen Form immer das Confiteor gebetet wird.
Montag, 10. März 2008 01:03
Rübezahl: @ Benedikt
Benedikt:
„Der Messdiener ist im alten Ritus in seinen Diensten Vertreter des Diakons.“
Von sowas hab ich noch nie gehört – gibt es doch in der Kirche (früher als niedere Weihe – heute als Beauftragung) den Akolythen.
Bestenfalls für diesen ist der Ministrant „Vertreter in Bezug auf den Dienst“.
Benedikt:
„… nur wollen wir doch mal festhalten, dass das Confiteor in der alten Messe vom Messdiener gesprochen wird.“
Es gibt verschiedene Weisen der „alten Messe“!
Und noch lange nicht in jeder – eher in der Minderzahl der Fälle (es sei denn, für Sie ist Messe = Sonntagsmesse …) wird das Confiteor nur vom Ministranten gebetet:
Stille Messe:
Die Gemeinde ist gehalten, das Confiteor still mitzusprechen.
Missa dialogata (häufig üblich):
Die Gemeinde betet zusammen mit dem Ministranten das Confiteor laut.
Auch bei der Missa cantata oder beim levitierten Hochamt ist es denkbar, dass die Gemeinde still das Confiteor betet, dann nämlich, wenn die Schola z. B. den Introitus singt. (Meist gibts aber nur eine „Hobby-Schola“ und die singt gar keinen Introitus, wobei dann letzterer Fall eintritt:)
Meist gibt es heute folglich bei Sonntagsmessen zu Beginn lange Gemeindelieder, sodass das Stufengebet ganz vom Volksgesang begleitet wird, in diesem Fall betet die Gemeinde das Confiteor nicht.
Nächtliche Grüße
der Rübezahl
„Der Messdiener ist im alten Ritus in seinen Diensten Vertreter des Diakons.“
Von sowas hab ich noch nie gehört – gibt es doch in der Kirche (früher als niedere Weihe – heute als Beauftragung) den Akolythen.
Bestenfalls für diesen ist der Ministrant „Vertreter in Bezug auf den Dienst“.
Benedikt:
„… nur wollen wir doch mal festhalten, dass das Confiteor in der alten Messe vom Messdiener gesprochen wird.“
Es gibt verschiedene Weisen der „alten Messe“!
Und noch lange nicht in jeder – eher in der Minderzahl der Fälle (es sei denn, für Sie ist Messe = Sonntagsmesse …) wird das Confiteor nur vom Ministranten gebetet:
Stille Messe:
Die Gemeinde ist gehalten, das Confiteor still mitzusprechen.
Missa dialogata (häufig üblich):
Die Gemeinde betet zusammen mit dem Ministranten das Confiteor laut.
Auch bei der Missa cantata oder beim levitierten Hochamt ist es denkbar, dass die Gemeinde still das Confiteor betet, dann nämlich, wenn die Schola z. B. den Introitus singt. (Meist gibts aber nur eine „Hobby-Schola“ und die singt gar keinen Introitus, wobei dann letzterer Fall eintritt:)
Meist gibt es heute folglich bei Sonntagsmessen zu Beginn lange Gemeindelieder, sodass das Stufengebet ganz vom Volksgesang begleitet wird, in diesem Fall betet die Gemeinde das Confiteor nicht.
Nächtliche Grüße
der Rübezahl
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