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Dienstag, 15. Februar 2005 15:24
Der kleine Knirps, der drei Abtreibungsversuche überlebte
Erst zwei Jahre später wurde die bewegende Geschichte eines zweijährigen Briten bekannt, der drei Abtreibungsversuche durch chemische Vergiftung überlebte. Der Knirps hat Glück gehabt. Heute ist der ursprünglich Totgeweihte kerngesund und kann seinen Abtreibern in die Augen schauen.
(kreuz.net, Leamington Spa) Ein britisches Kind überlebte drei Spätabtreibungen und kam im sechsten Monat atmend und mit einem Körpergewicht von 750 Gramm zur Welt.

Die junge Mutter des Kindes war bereits zum zweiten Mal schwanger. Nach eigenen Angaben, soll sie ihre Schwangerschaft erst in der 22. Woche bemerkt haben. Sie habe sich nicht vorstellen können, ein zweites Kind versorgen zu müssen.

Deshalb begab sich die Mutter in einen Kinderschlachthof. Dort versuchte ein Abtreiber den Knaben trotz seines fortgeschrittenen Alters mit der berüchtigten Abtreibungspille zu vergiften. Die Abtreibungspille eignet sich eher zum Töten jüngerer Kinder. Darum wird die Abtreibungspille normalerweise nur bis zur siebten Schwangerschaftswoche eingesetzt.

Die Chemikalien wurden der Mutter in einer privaten Abtreibungsanstalt in der englischen Ortschaft Leamington Spa verabreicht. Leamington liegt in der Grafschaft Warwickshire in Zentralengland.

Der Abtreiber unternahm insgesamt drei erfolglose Vergiftungsversuche, um das Kind im Mutterleib zu töten.

Heute ist der kleine Brite trotz chemischer Abtreibungsversuche und provizierter Frühgeburt gesund. Ärzte vermuten, daß der Junge die jüngste Frühgeburt ist, die jemals eine sogenannte Spätabtreibung überlebte. Seine erschütternde Biographie wurde im britischen Magazin „Journal für Geburtshilfe und Gynäkologie“ veröffentlicht.

Nach seiner Geburt mußte der Kleine die ersten sieben Wochen seines Lebens im Brutkasten verbringen. 53 Tage wurde er außerdem künstlich beatmet. Während der ersten sechs Monate kämpfte der Überlebenskünstler mit einem schweren Lungenleiden. Nach sieben Monaten Aufenthalt im Spital durfte der Kleine nach Hause.

Dr. Paul Clarke, der Arzt, der den Jungen behandelte, meinte gegenüber der britischen Tageszeitung „London Times“, daß die Mutter eine ungeheure Belastung ertragen habe. Nachdem sie ihr Kind mehrfach habe umbringen wollen, bekehrte sie sich und begann um das Leben ihres Sohnes zu bangen. Sie habe lange nicht gewußt, ob er überleben werde.

Dr. Clarke beklagte, daß es in Kinderschlachthöfen keine medizinische Versorgung gibt, um Kinder zu behandeln, die aufgrund eines Kunstfehlers lebendig zur Welt kommen. Babys, die ihre eigene Abtreibung überlebten, würden oft ein Leben lang an schweren Behinderungen leiden.

Ein Vertreter der britischen Lebensrechtsbewegung „Lebensschutz Allianz“ erklärte, daß der kleine Junge erneut die Absurdität der Abtreibung unter Beweis stelle: „Ein gesunder Knabe mußte um sein Leben kämpfen und zwar gegen Ärzte, die ihn umbringen wollten.“
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