Alte Messe
Toter Buchstabe
In Belgien wachen die Bischöfe, allen voran der Kardinal-Erzbischof von Mecheln-Brüssel darüber, daß Buchstabe und Geist des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ mißachtet werden.
Werbung für eine Homo-Messe in Brüssel
Werbung für eine Homo-Messe in Brüssel
(kreuz.net) In der Erzdiözese Mechelen-Brüssel ist das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ weitgehend unbekannt.

Das erklärte die französische Internet-Aussendung ‘Lettre de Paix liturgique’ am 25. Februar. Bisher habe das päpstliche Schreiben nur in den belgischen Diözesen Lüttich, Gent und Antwerpen Konsequenzen gehabt.

In Brüssel sei die Alte Messe eine Randerscheinung. Die ‘Lettre de Paix liturgique’ verweist auf den „untypischen Priester“ und Pfarrer der Minimi-Kirche in Brüssel, Hw. van der Biest. Dieser habe sich selber einige außergewöhnliche Erlaubnisse gegeben und zelebriere die Alte Messe.

Außerdem organisiere die Vereinigung ‘Una Cum’ jeden Sonntag einen Gottesdienst im tridentinischen Ritus.

Doch im übrigen Diözesangebiet wache Godfried Kardinal Danneels, um eine Umsetzung des Motu Proprio zu verhindern. Infolgedessen seien die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften der Erzdiözese entweder ganz verbannt oder in ihre privaten Oratorien zurückgedrängt.

Ihnen sei streng untersagt, Werbung für ihr Apostolat zu machen.

Die ‘Lettre de Paix liturgique’ unterstreicht aber, daß liturgische Fragen in der Erzdiözese grundsätzlich „nicht vernachlässigt“ werden.

Im Rahmen der Evangelisationstage ‘Bruxelles-Toussaint 2006’ habe die Erzdiözese zum Beispiel zwei Veranstaltungen islamischer Ausrichtung organisiert.

So gab es im Oktober 2006 in der Kirche Notre-Dame Immaculée in Brüssel ein „interreligiöses Konzert“. Dabei trat auch der moslemische Chor Rafik El Maai auf. Er führte ein Programm mit „religiöser Musik“ auf.

Einige Tage später wurde in der Kirche Saint Roch in Brüssel eine „interreligiöse Vigil“ mit „Lesungen und Auszügen aus der Bibel und dem Koran“ veranstaltet.

Die Anlässe wurde in der Dreimonats-Zeitschrift der „Katholischen Kirche von Brüssel“ beworben.

Im Mai 2006 veranstaltete die Brüsseler Pfarrei Notre-Dame du Bon Secours, eine besondere Messe, die von der „Gemeinschaft von Christus dem Befreier“ im Rahmen eines Homo-Aufmarsches organisiert wurde.

Die Messe wurde auch auf den Werbeplakaten des Homo-Auflaufs angekündigt.

Der Kardinal, der über den Anlaß rechtzeitig informiert wurde, ließ die frevlerische Messe, bei welcher der Altar mit den Farben der Homo-Bewegung geschmückt wurde, nicht verbieten.

Andere Saiten wurden dagegen aufgezogen, als die heutige Gemeinschaft ‘Una cum’, die damals zusammen mit Diözesanpriestern eine Indult-Messe organisierte, im Juni 2002 in die Herz-Jesu-Kapelle in Lindthout umzog.

Die Erzdiözese verbot der Gruppe ausdrücklich jede schriftliche Werbung für den neuen Meßort. Seither wurde auch die Priesterbruderschaft Sankt Petrus aus dem Erzbistum vertrieben.

Kommentar der ‘Lettre de Paix liturgique’: „Warum wird nicht ein wahrer Dialog eingerichtet, um die Probleme zu lösen, so wie man es ganz selbstverständlich im Fall von Protestanten, Moslems oder Juden machen würde?“
      
14 Lesermeinungen
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#14   Aleph †   14:48:54 | Dienstag, 11. März 2008
Fromm gemeinter Wunsch
Die belgischen Bischöfe sind klug und schotten ab. Es ist ja nicht allein der fromm gemeinte Wunsch nach dem außerordentlichen Ritus.
Der zieht nämlich einen Rattenschwanz von Altertümlichkeiten hinter sich her, die sich dann alle wieder in den Nischen prächtig entfalten können.
Ein klares deutliches Nein ist schließlich eine ganz konkrete und zu akzeptierende Antwort, damit der außerordentliche Popanz nicht über Gebühr anschwillt.
Welcher Bischof könnte das auch von Herzen wollen?
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#13   alvofiu   13:22:15 | Dienstag, 11. März 2008
Der Papst sollte
Wenn der Papst den Motu Proprio wirklich ernst meinte, Er sollte…mal endlich einen Alten Ritus öffentlich zelebrieren, es
würde auf jedem Fall eine offensichtliche Legitimation auch auf der praktischen Ebene für die ganze Sache verleihen!
Bis es nämlich nicht passiert, bleibt die ganze Sache klare weise in dem Hintergrund gedrängt, rein auf der theoretischen Ebene!
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#12   möchtegern-kathole   23:30:54 | Montag, 10. März 2008
Bene sollte …
… Regelungen schaffen, dass die diversen Gemeinschaften nicht mehr den Bischof fragen müssen, wenn Sie die Alte Messe feiern. So wie die Pius-Brüder ja auch.
Möglich wären auch über-Diözesane „Diözesen“ für die alte Messe – ähnlich den Militär-„Bistümern“ in manchen Ländern, die auch die Militärgeistlichen behüten, egal wo die gerade stationiert sind.
Auch die Entsendung von Orden ist ein probates Mittel, solange diese dem Zugriff des Ortsbischofs entzogen sind. (ähnlich den Pius-Leuten).
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#11   maliems   19:41:45 | Montag, 10. März 2008
schwer zu sagen
warum duldet bene ihn?
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#10   Marcelus   19:37:02 | Montag, 10. März 2008
Wieso duldet man einen Kirchenspalter?
(kardinal-erzbischof) daneels spaltet die kirche
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#9   maliems   19:34:48 | Montag, 10. März 2008
daneels
spaltet die kirche
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#8   Frasim   18:39:31 | Montag, 10. März 2008
@ Typ
Nein. Sondern jene, die die „Alte Liturgie“ verwenden, um damit ihre Ablehnung gegen die Kirche (II. Vat. Konzil) auszudrücken.
Und wer sind diese „jene“?
Genau das ist bei den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften nicht der Fall.
Und dennoch werden sie wie Aussätzige behandelt…
Oh nein! Er nimmt damit nur seine Aufsicht über die Liturgie wahr! Wenn er zu dem Urteil kommt, dass eine „Trid. Messe“ in bewusster Absicht gefeiert wird, die Kirche zu diskreditieren, dann MUSS er sogar eingreifen – da nützt auch das MP nichts.
Schade, dass er das dann nur konsequent bei einer trid. Messe macht und ansonsten aber so gut wie jeden Firlefanz zulässt…
Interkommunion ist bereits verboten.
Wird aber dennoch hie und da praktiziert…
Missbräuche gegen SC
SC=
Sacrosanctum Concilium, Liturgiekonstitution des II. Vat. Konzils.
Da ich weder Bischof noch Pfarrer noch Kirchenrektor irgendwo bin, KANN ich überhaupt niemandem so etwas verwehren.
Deswegen schrieb ich ja auch „Leute wie Sie“, die eben Bischof, Pfarrer, Kirchenrektor sind. Und auch der PGR hat heutzutage genug Macht, einen Diözesan-Pfarrer (!) an der Zelebration einer trid. Messe zu hindern…
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#7   Andreas   18:22:32 | Montag, 10. März 2008
Aufsicht über die Liturgie? mmmh. typ…
Die nehmen unsere Herrn Bischöfe aber nur beim Beaufsichtigen von „Alten Messen“ war. Ansonsten ist denen oftmals scheißegal, wer wie und wann welche Liturgie bastelt…
Im Prinzip geht es doch Euch allen nur darum, nach ‘65f.
uns eine neue Religion zu präsentieren.
Die Religion des Ökumenismus, des Pantheismus, des Relativismus , kurzum die „Eierkuchen-egal wie- Humanisten-Religion…“ Da stört der Glaube, der vor dem genannten Zeitraum präsent war…Ihr denkt wohl, Ihr könntet einen verarschen.
Zuviel gekifft in 68, oder?
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#6   Typ   18:18:14 | Montag, 10. März 2008
@ Frasim
meinen Sie wohl die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften?
Nein. Sondern jene, die die „Alte Liturgie“ verwenden, um damit ihre Ablehnung gegen die Kirche (II. Vat. Konzil) auszudrücken. Genau das ist bei den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften nicht der Fall.
Im Umkehrschluss nimmt ja ein Diözesan-Bischof, der einen „motu-proprio-gerechten“ Antrag für eine trid. Messfeier abschmettert, genauso diese „Definitionskompetenz“ für sich in Anspruch und handelt gegen den Willen der Kirche!
Oh nein! Er nimmt damit nur seine Aufsicht über die Liturgie wahr! Wenn er zu dem Urteil kommt, dass eine „Trid. Messe“ in bewusster Absicht gefeiert wird, die Kirche zu diskreditieren, dann MUSS er sogar eingreifen – da nützt auch das MP nichts.
Warum beedarf es bei multireligiösen Feiern
Weil diese als multireligiös erkennbar sind.
sakralentwürdigenden Veranstaltungen
Was soll das denn sein, außer dass es irgendetwas ist, was Sie nicht mögen?
Interkommunion
ist bereits verboten.
Missbräuche gegen SC
???
Und solange Leute wie Sie, romtreuen Priestern die Möglichkeit zur trid. Liturgie in den Kirchen verwehrt, hat die FSSPX auch Recht!
Da ich weder Bischof noch Pfarrer noch Kirchenrektor irgendwo bin, KANN ich überhaupt niemandem so etwas verwehren.
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#5   Frasim   18:08:37 | Montag, 10. März 2008
@ Typ
Die Antwort liegt darin, dass die Piussekte und ihre Verbündeten innerhalb und außerhalb der Kirche die Definitionskompetenz über das, was als katholisch zu gelten hat, für sich in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund bedarf es hier seitens der katholischen Kirche einer sichtbaren und scharfen Abgrenzung.
Mit „ihre Verbündeten innerhalb […] der Kirche“ meinen Sie wohl die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften? Diese stehen – wie Sie wissen – in voller Einheit mit Rom und nehmen dessen Autorität sehr ernst (im Gegensatz zu vielen Diözesanbischofen…)! Was Sie, Typ, diesen Gemeinschaften hier als „Definitionskompetenz…“ unterstellen, mag in Hinblick auf eine würdig gefeierte Liturgie so scheinen, nur sehen der Papst und einige Kardinäle das nunmal genauso (vgl. Motu proprio)! Im Umkehrschluss nimmt ja ein Diözesan-Bischof, der einen „motu-proprio-gerechten“ Antrag für eine trid. Messfeier abschmettert, genauso diese „Definitionskompetenz“ für sich in Anspruch und handelt gegen den Willen der Kirche! Aber vor allem: WARUM bedarf es bei multireligiösen Feiern, sakralentwürdigenden Veranstaltungen, Interkommunion, Missbräuche gegen SC usw. „seitens der katholischen Kirche“ auf einmal KEINE „sichtbare[n] und scharfe[n] Abgrenzung“ mehr???
Solange die Piussekte sich als die wahre katholische Kirche aufspielt, die überhaupt keinen Dialog will, kann es auch keinen …
Und solange Leute wie Sie, romtreuen Priestern die Möglichkeit zur trid. Liturgie in den Kirchen verwehrt, hat die FSSPX auch Recht!
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#4   Typ   16:31:39 | Montag, 10. März 2008
@ Frasim
„Warum wird nicht ein wahrer Dialog eingerichtet, um die Probleme zu lösen, so wie man es ganz selbstverständlich im Fall von Protestanten, Moslems oder Juden machen würde?“
Diese überaus berechtigte Frage muss gestellt werden dürfen und harrt bis heute einer seriösen Antwort!
Die Antwort liegt darin, dass die Piussekte und ihre Verbündeten innerhalb und außerhalb der Kirche die Definitionskompetenz über das, was als katholisch zu gelten hat, für sich in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund bedarf es hier seitens der katholischen Kirche einer sichtbaren und scharfen Abgrenzung.
Solange die Piussekte sich als die wahre katholische Kirche aufspielt, die überhaupt keinen Dialog will, kann es auch keinen Dialog mit ihr geben.
Möglicherweise kann allenfalls vatikanische (Geheim-)Diplomatie da etwas ausrichten.
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#3   Frasim   16:04:49 | Montag, 10. März 2008
Von wegen langweilig…
„Warum wird nicht ein wahrer Dialog eingerichtet, um die Probleme zu lösen, so wie man es ganz selbstverständlich im Fall von Protestanten, Moslems oder Juden machen würde?“
Diese überaus berechtigte Frage muss gestellt werden dürfen und harrt bis heute einer seriösen Antwort!
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#2   Gotthard   16:04:29 | Montag, 10. März 2008
Vorbild
Belgien scheint ein großartiges Vorbild zu sein: praktisch keine „Liturgie-Missbräuche“!
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#1   LandorganistII   15:42:57 | Montag, 10. März 2008
Langweilig!
Meine Güte +net! Hast Du keine anderen Themen mehr als alte Messe und böse Homos. Es ist langweilig hier!
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