Volksaltar
Betonköpfe erzeugen Betonaltäre
In Italien kämpft der Amtsklerus mit harten Bandagen gegen die Alte Messe. Die alte Garde gibt ihre verstaubten Positionen aus dem letzten Jahrhundert nicht ohne heftige Gegenwehr preis.
Ob sich auch dieser Betonblock als Volksaltar eignet?
Ob sich auch dieser Betonblock als Volksaltar eignet?
© Mike McCaffrey, CC
(kreuz.net) Nach der Veröffentlichung von ‘Summorum Pontificum’ gelang es, in der Kapelle der katholischen Universität Sacro Cuore in Mailand ein einziges Mal und unter tausend Schwierigkeiten eine Alte Messe zu lesen.

Das berichtete Andrea Tornielli (43), der Vatikanist der Mailänder Tageszeitung ‘Giornale’ auf seinem persönlichen Weblog.

Die Messe wurde von Hw. Gianni Ambrosio (64), dem damaligen Universitätskaplan zelebriert.

Bis zum letzten Augenblick wurde er von einem wichtigen Vertreter der erzbischöflichen Kurie bedrängt, doch auf die Zelebration der Messe der Jahrtausende zu verzichten.

Ende Dezember wurde Hw. Ambrosio von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Piacenza-Bobbio in Mittelitalien ernannt.

Seine Alte Messe in der Universitätskapelle blieb bis heute die einzige. Nicht nur das.

Jetzt haben in der Kapelle der Universität, in welcher der Hochaltar bisher nicht angetastet wurde, Bauarbeiten begonnen, um einen zum Volk gedrehten Mahltisch einzubetonieren.

„Es mag sein, daß es sich hier um ein Projekt handelt, das seit Jahren geplant war. Doch die zeitliche Übereinstimmung fällt ins Auge und gibt zu denken“ – kommentiert Tornielli – und fährt weiter:

„Zu denken gibt die Sache auch darum, weil die Liturgiereform – und die Anweisung über die Altäre, die nicht auf das Konzil, sondern auf die Nachkonzilszeit zurückgeht – seit längerem zu Ende ist.“

Tornielli weist auch darauf hin, daß Papst Benedikt XVI. erst im vergangen Januar in der Sixtinischen Kapelle auf dem Hochaltar zelebrierte und auf einen zum Volk gerichteten mobilen Mahltisch verzichtet hat.
      
10 Lesermeinungen
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#11   Aleph †   22:06:34 | Freitag, 28. März 2008
Holzaltäre
Wenn Betonköpfe Betonaltäre produzieren, dann können Holzköpfe wohl nur Holzaltäre produzieren…? Oder liege ich da richtig.
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#10   HBR   15:00:24 | Dienstag, 11. März 2008
Schönheit des alten Ritus?
Was bitte ist am alten Ritus schöner als am neuen? Ich finde es gar nicht schön, dass eine Messe in einer toten Sprache gehalten wird, die kaum jemand versteht, ohne sich einen Schott zu holen
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#9   zwobbel   12:34:05 | Dienstag, 11. März 2008
Ein hoffnungsspendender Bischof in Italien
Gut, dann können wir doch hoffen, daß Ex. Ambrosio als Bischof von Piacenza-Bobbio die Entfaltung der ganzen Schönheit des klassischen römischen Ritus fördert.
Möge der liebe Gott in segnen und mit reichen Gnaden beschenken.
Die Personalentscheidungen unter Benedikt XVI. scheinen doch besser als die unter JoPa II. zu sein.
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#8   HBR   08:41:18 | Dienstag, 11. März 2008
entlarvend
In Italien kämpft der Amtsklerus mit harten Bandagen gegen die Alte Messe. Die alte Garde gibt ihre verstaubten Positionen aus dem letzten Jahrhundert nicht ohne heftige Gegenwehr preis.
Da stellt sich die Frage, was mit angestaubter Position gemeint ist. Wenn damit die längst angestaubte und überalterte tridentinische Messe gemeint ist, liegt die Redaktion richtig
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#7   Marcelus   19:39:57 | Montag, 10. März 2008
Freistehende Volkshauptaltäre sind in neuen Kirchen grundsätzlich in Ordnung
Aber in den alten Hochaltarkirchen sind sie doch optisch und tabernakelmäßig völlig fehl am Platz. o^/
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#6   maliems   19:36:43 | Montag, 10. März 2008
naja…
wann geht denn der dortige erzbischof in rente?
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#4   timpressum †   16:10:40 | Montag, 10. März 2008
@ matt2
Die massieren sich doch hier nur gegenseitig!
Alte Messe
Alte Messe
Schwulenhetze
Antisemitismus
(und dann kommt schon der erste Orgasmus)
Papst
„Pater“ Lingen
Alte Messe
Schwangerschaftsabbruch
(nächster Orgasmus)

usw
bis zur totalen Erschöpfung
:-D
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#3   matt2 †   15:53:09 | Montag, 10. März 2008
Vom Niveau her ist es wirklich bald vergleichbar mit Fussballmääädsch
vier Artikel zur Alten Messe hintereinander. Das ist schon eine harte Trainingseinheit. Da würde sich selbst ein Beckenbauer erweichen lassen und die Jungens mal zum kalt duschen und massieren in die Kabine schicken.
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#2   Andreas   15:49:05 | Montag, 10. März 2008
Nicht aufregen, nur wundern…
…das ist wie beim Fußball.
Wenn die eine Mannschaft einen alten Gegner besiegt zu haben glauben, und dieser dann doch wieder auf der Matte steht, wird man rühriger denn ke zuvor.
So auch mit den Modernisten.
Da wird überall zur Zeit, nicht nur in Belgien und Italien, theologisch und materiell geackert, was das Zeug hergibt, als meine man, Benedikt lebt eh nicht mehr lange, dann kommt „unser“ Papst und bis dahin müssen wir die bösen Fundis, Tradis und all das katholische Zores noch zurückhalten, damit die nicht denken, daß gänge ewig so weiter…nicht das die noch denken, die Modernisten wären auf dem absteigenden Ast…um Gottes willen!
Iss’ wie beim FCK…
Im Abstieg waren die noch in Siegerlaune…panes et circenses pro populum…mehr nicht! So auch bei den Modis…
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#1   bonifatius   15:07:46 | Montag, 10. März 2008
Illoyalität der Römischen Kurie??
Oder ist das nur ein „Zwegerlaufstand“?
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