[ « 465 466 467 468 469 » ]
Dienstag, 15. Februar 2005 17:47
Der Sonderband der vatikanischen Zeitschrift „Divinitas“ zur umstrittenen Liturgie von Addai und Mari, die keine Wandlungsworte besitzt, ist nun in einer ausführlichen deutschen Inhaltsangabe zugänglich.
Zurück zum Artikel 8 Lesermeinungen:
Samstag, 27. Mai 2006 10:56
Dr. Otterbeck: Interkommunion,
war doch der Anlass? Das bedeutet doch, dass die römische Kirche selbst nicht plant, auf die Wandlungsworte zu verzichten? So gesehen ist die Auseinandersetzung mit dem „Grenzfall“ auch ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Liturgie nicht nur Abstand halten muss vom „happening“, sondern auch Abstand von magischen Kulten und ähnlichen Erscheinungsformen des naturalistischen Pantheismus, den Satz 1 des Syllabus von 1864 verurteilte. Erster Anfang der Liturgiereform von 1969 war also Satz 1 des Syllabus von 1864.
Donnerstag, 17. Februar 2005 17:42
Athanasius: Falsch
1. Ich habe mich den hl. Athanasius zum Schutzpatron für die Zukunft ausgewählt. Ja, ich kenne auch den Athanasius des 20. Jahrhunderts.

2. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, daß diese nestorianische (ketzerischer ‘Christen’) Liturgie verwendet wird um in der Kirche die Anerkennung der Laien-„Messe“ voranzutreiben, in der es auch keine Konsekration gibt. Man möcht mit der Eliminierung der Wandlungsworte (im neuen Ritus bereits narrativ erzählt, nicht als Handlung deutlich langsam gesprochen) abrechnen mit dem heutigen Problem des ‘Priestermangels’ – die es aber gar nicht so gibt. Auf modernistischer Weise, heisst das.
Es wurde vor weniger Zeit ein Buch präsentiert, die für priesterlosen Sonntage eine ‘Eucharistiefeier’ empfahl ohne Wandlung.
Denke am Propheten Israels, Daniël, der bereits prophezeite dass dem Antichristen Gewalt wird gegeben werden gegen das „tägliche Opfer“ (die Hl. Messe) im „Tempel Gottes“ (dem Mystischen Leibe Christi).

Die Tatsache, dass man schon „ab zu rechnen“ versucht mit den unfehlbaren Dekreten über die Sakramente und die Gültigkeit des hl. Pius V und vor allem dem Konzil von Trient, reicht schon aus.

Hl. Thomas von Aquino lernte auch gegen diese „Liturgie von Addai“

3. Der Mann der aus dem Didascalia Apostolorum (Didache) zitiert macht klar den Unterschied zwischen Brot und Wein und simuliert als ob es so in der Didache steht. Nicht der Fall.

4. Wieso wären die Wandlungsworte „Interpollation“ späterer Zeit. Weshalb sind sie denn in den Briefen des hl. Apostels Paulus drinne, und in den hl. Evangelien erwähnt?
Wieso konnte Papst Gelasius denn an seinem Bischof im Jahre 485 sagen, dass der Römische Kanon direkt auf den hl. Petrus und den hl. Paulus zurückgeht?

5. Weshalb haben alle anderen apostolischen Liturgien Wandlungsworte? Antwort: diese Liturgie ist manipuliert oder desekriert worden.

6. Zum Lesen: „De Defectibus“.
Die Kirche lässt keine Unsicherheit über die Sakramente zu.
‘Traditi Humilitate’ Nr. 4 von Pius VIII. (Mai 24. 1829) spricht deutlich aus, dass man bei Ketzern und Schismatischen Orthodoxen nicht die Sakramente empfangen darf. Weshalb sollten die katholischen Chaldäer bei Ketzerischen Nestorianern die Sakramente empfangen?
Alles ökumenistische Kirchenpolitik!
Mittwoch, 16. Februar 2005 15:00
Vetter Taferl: Die Erklärungen zur Didaché etc.
von Herrn Athanasius sind ausgezeichnet!

Ich wollte es auch schon machen, nur hatte ich die notwendigen Quellentexte nicht zur Hand!

Danke an Athanasius!

MFG, Frau Taferl

PS: Nach welchem Athanasios haben Sie sich benannt – nach dem hl. Athanasios oder nach dem noch heiligzusprechenden Athanasius des 20. Jahrhunderts?
Mittwoch, 16. Februar 2005 11:56
Athanasius: Die Kirchenväter lernten es anders.
Sankt Gregorius von Nyssa:

Gregory of Nyssa (Brother of Basil, d. c. 394)
Orat. Catech. xxxvii:

Thus we rightly believe that now also the bread which is hallowed by the Word of God is changed into the body of God the Word … so also, as the Apostle says, the bread is hallowed through the Word of God and prayer, not advancing to become the body of the Word through the act of eating, but changed immediately into the body through the Word, as it has been said by the Word, ‘ This is my body’.
Again, the bread is up to this time ordinary bread.

–-------------

Der Grund weshalb in den ältesten Schriften der Apostel (z.B. die Didache oder ‘Didascalia Apostolorum’ ca. 100 n.Chr.) und ersten Christen keine Erwähnung der höchstheiligen Worte war, ist, daß man noch unter der Verfolgung litt, und einer der Gründe für die Verfolgung – neben der Tatsache, dass die Christen niet oekumenistisch waren und alle andere Religionen abwiesen und verurteilten – war, daß man Christen das „Essen des Leibes ihres Gründers“ vorwarf, das heisst: man sah Christen als potentielle Kannibale.

Die allerheiligsten Geheime, waren auch wirklich Geheime, und wurden nicht direkt den Schriften zugetraut, sondern mündlich überliefert.
Mittwoch, 16. Februar 2005 10:14
GerdEric: Wein und Brot
Wie so vielem,
so stehen auch Brot und Wein eine zentrale Rolle im Judentum zu.
Und es ist das Ungesäuerte Brot,
welches zu Pesach gegessen wird,
welches auch Jesus zum „Abendmahl“ nach Sitte verteilte,
mit Wien,
und dieser Wein erinnert an das Blut,
das in Ägypten vergossen wurde.
Und es ist ja auch kein Zufall,
dass sich eben die Unterschicht Roms dafür interessierte,
denn das frühe Christentum sprach die „Proleten“ an, wie die Hebräer auch die „dahergelaufenen“ sind.
Dass diese eine heilige Handlung ist,
ist klar,
dass sich diese aber verselbständigt,
dass sie ohne Bezug zum Menschen auskommt,
macht bedenklich.
Mittwoch, 16. Februar 2005 09:11
FioreGraz: Modernismus?
Höchsten Modernismus aus dem 1-2. Jhdt.

Wandlungsworte in der Didache

Wein
„Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstock Davids, deines Knechts, den du uns offenbart hast durch Jesus, deinen Sohn. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!“

Brot
„Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns kundgemacht hast durch Jesus, deinen Sohn. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Wie dieses (gebrochene Brot) zerstreut war auf den Bergen, und zusammengebracht ist es eins geworden, so soll deine Kirche zusammengebracht werden von den Enden der Erde in dein Reich. Denn dein ist die Herrlichkeit und die Kraft durch Jesus Christus in Ewigkeit.“

Waren Feiern also bis zur Einführung der „originalen“ Wandlungsworte gültig oder nicht?

LG
Fiore
Mittwoch, 16. Februar 2005 01:23
Das liegt einfach daran, daß die UVK auf FSSP-Linie ist und sich nicht mehr den Rücken für alle Tradis freihält. Bedauerlich, denn eine Parteinahme innerhalb dieser Kreise lag der UV von Anbeginn immer fern.
Dienstag, 15. Februar 2005 20:03
Vetter Taferl: Die Wandlungsworte stammen von Christus
persönlich, der auch gesagt hat, dass sein Blut nicht nur für Euch sondern für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Auch die ältesten Kirchenväter belegen schon die Notwendigkeit der Wandlungsworte.

Das ist sichere Glaubenwahrheit. Daran herumzudeuteln ist purer Modernismus und Pseudotheologie. Ein Jammer, dass sich auch die Una Voce Korrespondenz dafür hergibt. Sind wir schon so weit, dass auch die Frommen in Gefahr sind, in die Irre zu gehen, wenn nicht die Zeit verkürzt würde?
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net