Mitte dieser Woche kündigte der Oberst der Schweizergarde seinen Rücktritt an. Der Grund für diesen spektakulären Schritt ist ein vatikanischer Machtkampf der Italiener gegen die Schweizer.
Mittwoch, 12. März 2008 08:29
Don Lorenzo: Konflikt Gendarmeria gegen Schweizergarde
fett
Es ist ein Skandal um den Rücktritt von Oberst Elmar Mäder. DiesTrauerspiel geht schon seit Jahrzehnten so.
Der Beitrag von OSSERVATORE zeigt die Problematik gut
auf.
Bei der Schweizergarde ist die relative kurze Dienstzeit
sicher ein Nachteil.
Der Vorteil ist aber, dass die Gardisten weniger von diesem Umfeld eingenommen werden und nicht all’italiana Seilschaften bilden. Da steht die Garde über der Sache! Auch ist die sehr gute Ausbildung erwähnenswert.
So kann die Vielsprachigkeit auch als eine Stärke angesehen werden.
Bei der Gendarmeria (früher Vigilanza) ist das anders.
Vetternwirtschaft und übertriebene Anbiederung bei
den Vorgesetzten im Vatikan sind bei diesem Wachpersonal alltäglich.Ohne Raccomandazione (Empfehlung…) kriegt man im Vatikan sowie in Italien kaum eine Anstellung.
Es ist wirklich sehr zu hoffen, dass der Heilige Vater persönlich eingreift.Denn Papst Benedikt schätzt die Garde sehr.
Im Schatten von St. Peter führen die Italiener
nach wie vor das Kommando. Auch mit einem Deutschen
Papst. Das wird sich nie ändern!
Die treuen Schweizergardisten sind auch nach 502 Jahren
„Stranieri“ Ausländer.
Aber immer TAPFER UND TREU
Pace e bene
Don Lorenzo
Es ist ein Skandal um den Rücktritt von Oberst Elmar Mäder. DiesTrauerspiel geht schon seit Jahrzehnten so.
Der Beitrag von OSSERVATORE zeigt die Problematik gut
auf.
Bei der Schweizergarde ist die relative kurze Dienstzeit
sicher ein Nachteil.
Der Vorteil ist aber, dass die Gardisten weniger von diesem Umfeld eingenommen werden und nicht all’italiana Seilschaften bilden. Da steht die Garde über der Sache! Auch ist die sehr gute Ausbildung erwähnenswert.
So kann die Vielsprachigkeit auch als eine Stärke angesehen werden.
Bei der Gendarmeria (früher Vigilanza) ist das anders.
Vetternwirtschaft und übertriebene Anbiederung bei
den Vorgesetzten im Vatikan sind bei diesem Wachpersonal alltäglich.Ohne Raccomandazione (Empfehlung…) kriegt man im Vatikan sowie in Italien kaum eine Anstellung.
Es ist wirklich sehr zu hoffen, dass der Heilige Vater persönlich eingreift.Denn Papst Benedikt schätzt die Garde sehr.
Im Schatten von St. Peter führen die Italiener
nach wie vor das Kommando. Auch mit einem Deutschen
Papst. Das wird sich nie ändern!
Die treuen Schweizergardisten sind auch nach 502 Jahren
„Stranieri“ Ausländer.
Aber immer TAPFER UND TREU
Pace e bene
Don Lorenzo
Montag, 10. März 2008 22:34
Maria Escorial: Oberst Mäder wird später vielleicht froh sein
wenn die Lage im Vatikan und des Papstes sich zuspitzt zum falschen Propheten, dass er nicht mehr Dienst halten muss. Da hat er dann ein ruhigeres Gewissen, als die Gendarmerie, die sich mit Mobbing Macht verschaffte.
Montag, 10. März 2008 19:35
Marcelus: @D. Camillo: Aus diesem Forum schon.
Noch eine kleine Frage:
Sie schrieben:
Sie sind wie gewohnt schlecht informiert.
Kennen wir uns?
Aus diesem Forum schon.
Sie schrieben:
Sie sind wie gewohnt schlecht informiert.
Kennen wir uns?
Aus diesem Forum schon.
Montag, 10. März 2008 16:28
Tilly: Gendarmerie contra Schweizer-Garde
Wobei man noch wissen muß dass die Gendarmerie des Vatikans unter dem Einfluß der Logen steht.
Montag, 10. März 2008 12:46
kleingeist: Lang lebe die Schweizergarde !
Mehr muss ich eigentlich nicht sagen.
Der letzte ehrenwerte Ueberbleibsel der alten Eidgenossenschaft, die Napoleon endgueltig und fuer immer zerstoert hat.
Heute sind die Schweizer mehr oder weniger verweibert und verluemmelt.
Der letzte ehrenwerte Ueberbleibsel der alten Eidgenossenschaft, die Napoleon endgueltig und fuer immer zerstoert hat.
Heute sind die Schweizer mehr oder weniger verweibert und verluemmelt.
Montag, 10. März 2008 09:22
Politicus helveticum: Für eine glaubwürdige Neutralitätspolitik!
Soll der Bundesrat diesem Trauerspiel ein Ende setzen! 500 Jahre fremden Fötzeln dienen sind genug! Sollen die Italiener „ihren“ Papst beschützen!
Sonntag, 9. März 2008 19:42
Don Camillo: @Marcelus
Noch eine kleine Frage:
Sie schrieben:
Sie sind wie gewohnt schlecht informiert.
Kennen wir uns?
Sie schrieben:
Sie sind wie gewohnt schlecht informiert.
Kennen wir uns?
Sonntag, 9. März 2008 19:31
Marcelus: @D. Camillo: Ich bin jedenfalls sicher kein Schweizergardenexperte
Aber der Tenor in diversen Artikeln, was man so gelesen hat, ist, daß es keine Überbewerbung für die
Schweizergarde gibt, insbesonders auch wegen des Kriteriums „ausschließlich Schweizer Staatsangehörigkeit“.
Wenn Sie sagen, es wäre anders, daß dort eine Überbewerbung an Schweizern, die die Kriterien erfüllen, besteht, werden Sie schon Ihre Begründung haben.
Wenn Sie sagen, es wäre anders, daß dort eine Überbewerbung an Schweizern, die die Kriterien erfüllen, besteht, werden Sie schon Ihre Begründung haben.
Sonntag, 9. März 2008 19:21
Don Camillo: @ Marcelus
Und woher wissen Sie das?
Sonntag, 9. März 2008 19:17
Marcelus: @„Don“ Camillo: Kontakte in die Schweizergarde schützt Sie nicht vor Fehlinformationen
PS: Ich habe sehr gute Kontakte in die Garde
Die Schweizergarde kann ihren Bestand eher recht als schlecht halten.
Die Schweizergarde kann ihren Bestand eher recht als schlecht halten.
Sonntag, 9. März 2008 19:15
Don Camillo: @Marcelus
Die Schweizergarde weist nur jene ab, die ihren Kriterien nicht entspricht.
Tut mir leid, dass ich Ihnen widersprechen muss. Die Schweizergarde hat eine Obergrenze bezüglich Anzahl Gardisten. Ich meine, das liegt bei 125 Gardisten (inkl. Kader) – bin mir aber nicht 100% sicher. Auf jeden Fall ist die Obergrenze um die Zahl rum. Wenn die Anzahl Gardisten unter 100 fällt, so redet man von Unterbesetzung.
Wenn sich also zu viele fähige Männer melden – was nach wie vor der Fall ist – so werden diese zurückgestellt. Zudem: Je nach der Wirtschaftslage in der Schweiz bewerbern sich mehr oder weniger Männer um eine Gardistenstelle. Ebenso damit zusammen hängt, wann der einzelne Gardist in die CH zurückkehrt. Für zwei Jahre hat sich jeder Gardist zu verpflichten. Anschliessend kann er verlängern.
PS: Ich habe sehr gute Kontakte in die Garde.
Tut mir leid, dass ich Ihnen widersprechen muss. Die Schweizergarde hat eine Obergrenze bezüglich Anzahl Gardisten. Ich meine, das liegt bei 125 Gardisten (inkl. Kader) – bin mir aber nicht 100% sicher. Auf jeden Fall ist die Obergrenze um die Zahl rum. Wenn die Anzahl Gardisten unter 100 fällt, so redet man von Unterbesetzung.
Wenn sich also zu viele fähige Männer melden – was nach wie vor der Fall ist – so werden diese zurückgestellt. Zudem: Je nach der Wirtschaftslage in der Schweiz bewerbern sich mehr oder weniger Männer um eine Gardistenstelle. Ebenso damit zusammen hängt, wann der einzelne Gardist in die CH zurückkehrt. Für zwei Jahre hat sich jeder Gardist zu verpflichten. Anschliessend kann er verlängern.
PS: Ich habe sehr gute Kontakte in die Garde.
Sonntag, 9. März 2008 19:06
Marcelus: @„Don“ Camillo: Sie sind wie gewohnt schlecht informiert
Momentan kann sich die Schweizergarde aber nicht über Personalmangel beklagen.
Nach wie vor müssen immer noch fähige Bewerber von der Rekrutierungsstelle abgewiesen werden.
Die Schweizergarde weist nur jene ab, die ihren Kriterien nicht entspricht.
Nach wie vor müssen immer noch fähige Bewerber von der Rekrutierungsstelle abgewiesen werden.
Die Schweizergarde weist nur jene ab, die ihren Kriterien nicht entspricht.
Sonntag, 9. März 2008 19:04
Don Camillo: @Marcelus
aber irgendwann wird man wegen Personalmangel auch Nichtschweizer in die Schweizergarde aufnehmen müssen
Momentan kann sich die Schweizergarde aber nicht über Personalmangel beklagen. Nach wie vor müssen immer noch fähige Bewerber von der Rekrutierungsstelle abgewiesen werden. Und vielleicht gibt’s ja irgendwann noch Gardistinnen?
Momentan kann sich die Schweizergarde aber nicht über Personalmangel beklagen. Nach wie vor müssen immer noch fähige Bewerber von der Rekrutierungsstelle abgewiesen werden. Und vielleicht gibt’s ja irgendwann noch Gardistinnen?
Sonntag, 9. März 2008 17:58
Marcelus: Ein Wachpersonal, das nur eine bestimmte Staatsangehörigkeit besitzen darf, dieses Kriterium
ist in der heutigen Zeit schon etwas seltsam.
Die Schweizer machen ihre Aufgabe sicher in Schweizer Vorbildlichkeit, aber irgendwann wird man wegen Personalmangel auch Nichtschweizer in die Schweizergarde aufnehmen müssen.
Die Schweizer machen ihre Aufgabe sicher in Schweizer Vorbildlichkeit, aber irgendwann wird man wegen Personalmangel auch Nichtschweizer in die Schweizergarde aufnehmen müssen.
Sonntag, 9. März 2008 17:33
Osservatore: Ein schon lange bekanntes Phänomen
Die Spannungen zwischen der Schweizergarde und der vatikanischen Gendarmerie bestehen schon seit vielen Jahren. Auch für Oberst Roland Buchs war dies der Grund seines Rücktritts. Ich weiss es aus einem langen Gespräch, das ich mit ihm und dem Chef des päpstlichen Radios hatte. Der Grund dafür ist in der Ausrichtung der Ausbildung zu suchen. Für ein Mitglied des Gendarmerie ist die Arbeit im Vatikan eine Lebensaufgabe. So ist es zu verstehen, dass all die Energie und das Geld, das in seine Ausbildung gesteckt wird, langfristig gut angelegt ist. Der Schweizergardist aber sieht seinen Dienst im Vatikan als zeitlich beschränkte Aufgabe. Es sind vielleicht zwei, fünf oder zehn Jahre, die er als Leibwächter des Papstes dient. Dann fährt er zurück in die Schweiz. Geht er später, dann er kaum noch Chancen eine Job in seinem Heimatland zu finden. Aus dieser Sichtweise ist verständlich, dass das päpstliche Staatssekretariat der Gendamerie einen höheren Stellenwert einräumt. Es bräuchte ein Umdenken in der Sicherheitspolitik des Vatikans. Die Schweizergarde ist nach wie vor ein unentberliches Instrument. Es sind junge Menschen, die aus Überzeugung und aus dem Glauben heraus diese Aufgabe erledigen. Es sind keine Karrieristen. Im Gegensatz dazu ist es bekannt, dass die Gendarmerie – wie in Italien üblich – meist durch Personen besetzt ist, die durch persönliche Beziehungen in diese Aufgabe hineinkommen. Wenn dies nicht ändert, bleiben auch in Zukunft die Spannungen bestehen.
Sonntag, 9. März 2008 15:07
RJH: Bayerische Gebirgsschützen könnten das übernehmen!
Die Schweizer Garde hat zwar eine große Tradition, aber es wird zunehmend schwieriger werden in der überwiegend anti-katholischen Schweiz Nachwuchs zu rekrutieren.
Sonntag, 9. März 2008 14:57
matt2 †: nun offenbar ist es dem Papst wurscht ob er von Schweizern oder Italienern bewacht wird…
solange diese ihre Arbeit gut machen. Eine internationale Kirche sollte ja eigentlich auch ein internationales Wachpersonal zulassen.
Sonntag, 9. März 2008 14:33
Ratibor: @matt2
Sie haben echt keine Ahnung – also sollten Sie das Herumvermuten beenden und sich erst einmal informieren
(vor Ort – das ist echt interessant!!!). Nur soviel: Ein Gardist arbeitet nicht nur, wenn man ihn in Uniform
(blau oder bunt) sieht.
Alle Gardisten werden intensiv ausgebildet und leisten profesionellen Personenschutz (auch in Zivil). Nicht umsonst ist diese Truppe bei der Abschaffung der Ehrengarden übrig geblieben.
Den Kompetenzstreit hat Oberst Mäder schon früher kritisiert und gerade die Reduzierung auf repräsentative Aufgaben als ein Problem benannt. Das gilt es jetzt deutlich zu klären.
Alle Gardisten werden intensiv ausgebildet und leisten profesionellen Personenschutz (auch in Zivil). Nicht umsonst ist diese Truppe bei der Abschaffung der Ehrengarden übrig geblieben.
Den Kompetenzstreit hat Oberst Mäder schon früher kritisiert und gerade die Reduzierung auf repräsentative Aufgaben als ein Problem benannt. Das gilt es jetzt deutlich zu klären.
Sonntag, 9. März 2008 13:49
Mathias Wagener: Schweizer Garde
Die Aufgabenstellung der Schweizer Garde darf nicht eingeschränkt werden. Gegebenenfalls sind die Rechte unverzüglich wiederherzustellen und auf ihre Geltung zu achten.
Sonntag, 9. März 2008 13:22
matt2 †: also soweit ich weiß gibt es nur die Bunten und die Blauen…
den Blauen traut man das Tragen einer Schusswaffe vom Schnittmuster der Uniform her noch eher zu, da sie
etwas schlichter und militärischer wirkt. Bei den Helebardenträgern kann ich mir kaum vorstellen, dass
sie irgendwo eine Schusswaffe angebunden haben. Im Notfall mit seien Patscherln in die Kaserne huschen
und das Sturmgewehr rauskramen, kann auch nicht sehr sinnvoll sein.
Ich glaube hier ist einfach ein Aufgabenkonflikt. Die Garde versieht primär einen Ehr- bzw. Zierdienst und ist bei einem echten Sicherheitsrisiko vielleicht überfordert schnell in die notwendigen Maßnahmen des Personenschutzes zu wechseln.
Da ist es dann besser man hat ein Sicherheitspersonal und zusätzlich noch eine Ehrengarde, die eben rein repräsentativ wirkt.
Ich glaube hier ist einfach ein Aufgabenkonflikt. Die Garde versieht primär einen Ehr- bzw. Zierdienst und ist bei einem echten Sicherheitsrisiko vielleicht überfordert schnell in die notwendigen Maßnahmen des Personenschutzes zu wechseln.
Da ist es dann besser man hat ein Sicherheitspersonal und zusätzlich noch eine Ehrengarde, die eben rein repräsentativ wirkt.
Sonntag, 9. März 2008 12:44
Ratibor: @matt2
Da unterschätzen Sie die Schweizergarde tatsächlich. Die „bunten Vögel“ sind nicht die ganze Garde,
auch nicht bei öffentlichen Veranstaltungen. Vor einigen Jahren konnten wir bei einer Begegnung mit Gardisten
auch hinter die Kulissen schauen und bekamen einen Einblick in Ausbildung und Aufgaben. Sie stellen wirklich
einen wirksamen Schutz des Papstes dar (und verteidigen ihn nicht nur mit Hellebarden – ein Blick in die
Waffenkammer genügt).
Die jetzigen Differenzen zeigen, wie wichtig die Schweizergarde auch als „neutrale“ Kraft in den Interessens- und Machtspielchen innerhalb des Vatikanstaates war ist.
Die jetzigen Differenzen zeigen, wie wichtig die Schweizergarde auch als „neutrale“ Kraft in den Interessens- und Machtspielchen innerhalb des Vatikanstaates war ist.
Sonntag, 9. März 2008 12:44
maliems: das aufplustern des staatssekretariates
ist folge der sodano-zeit.
benedetto sollte eigtl. seinen freund bertone zum maßhalten ermuntern können.
benedetto sollte eigtl. seinen freund bertone zum maßhalten ermuntern können.
Sonntag, 9. März 2008 11:42
matt2 †: Es ist halt nicht mehr zeitgemäß…
aus meiner Sicht verhält es sich mit den bunten Schweizer Gardisten ähnlich wie mit den pompös-hütigen
Royal Guards im Buckingham Palace. Sie sind halt in ihrer jetzigen Form eher ein Showbetrieb und nicht
wirklich als seriöses Sicherheitspersonal einzustufen. Oder kann sich wer vorstellen, dass sich ein Terrorist
von so einem bunten Vogel mit seiner schwerfälligen Hellebarde einschüchtern lässt (oder haben sie
da unter der Verkleidung etwa doch eine Schusspistole versteckt)?
Wenn sich der Vatikan auch mit der italischen Gendarmerie beschützt fühlt dann haben die Schweizer halt ausgedient, es sei denn, man modernisiert sie, sodass sie ein zeitgemäßes Schutzpersonal darstellen.
Wenn sich der Vatikan auch mit der italischen Gendarmerie beschützt fühlt dann haben die Schweizer halt ausgedient, es sei denn, man modernisiert sie, sodass sie ein zeitgemäßes Schutzpersonal darstellen.
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