[ « 74 75 76 77 78 » ]
Montag, 10. März 2008 10:53
Auf Felsen gebissen
Die Welt dreht sich um die Alte Liturgie: Jetzt möchte sogar eine Delegation des Jerusalemer Großrabbinates darüber diskutieren.
Rabbiner am Flughafen Tel Aviv in Israel
Rabbiner am Flughafen Tel Aviv in Israel
(kreuz.net) Papst Benedikt XVI. hat keine Absicht, die für den Alten Ritus neuformulierte Karfreitags-Fürbitte um die Bekehrung der Juden noch einmal zu ändern.

Das erklärte der Kurienkardinal Walter Kasper nach Angaben der französischen Tageszeitung ‘Le Monde’ im Ersten Deutschen Fernsehen.

Kardinal Kasper ist der Präsident des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, dem auch der Dialog mit dem Judentum obliegt.

Die Sendung wird heute abend ausgestrahlt.

Die Fürbitte sei „auf theologischer Ebene“ korrekt – erklärte der Kardinal. Der Papst werde die Fürbitte so sein lassen, wie sie ist.

Es sei „für die Juden“ einfach schwierig, die Fürbitte anzunehmen.

Am vergangenen Dienstag hatte der Kardinal angekündigt, daß sich eine Delegation des großen Rabbinates von Jerusalem nach Rom begeben wird, um die Karfreitags-Fürbitte des Alten Ritus zu diskutieren.

Zu Beginn dieser Begegnung wird Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone eine Erklärung abgeben, um die Frage zu klären – erklärte Kardinal Kasper:

„Danach hoffe ich, daß die Dinge klarer sein werden, zwar nicht gelöst, aber klarer. Ich glaube, daß wir diese Irritation der jüdischen Welt überwinden können.“

Der neuformulierte Text der Karfreitags-Fürbitte im Alten Ritus lautet:

Wir wollen beten für die Juden.
Daß unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.
Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch.
Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, daß ganz Israel gerettet werde, wenn die Fülle aller Völker in Deine Kirche eintritt. Durch Christus, unseren Herrn.


Interreligiöses Schachbrett: jüdische gegen katholische Figuren
Interreligiöses Schachbrett: jüdische gegen katholische Figuren
Verschiedene vom ‘Ersten Deutschen Fernsehen’ befragte Vertreter der deutschen Juden ergossen sich ob der neuformulierten Karfreitags-Fürbitte in die habituellen Entrüstungsrituale.

Die Fürbitte müsse „auf jeden Fall“ modifiziert werden – erklärte Salomon Korn, Vizepräsident des umstrittenen ‘Zentralrates der Juden in Deutschland’.

Korn forderte, daß die deutsche Bischofskonferenz beim Papst interveniere.

„Was nützen fünfzig oder sechzig Jahre Dialog, die nach dem Holocaust zu einem Schuldeingeständnis geführt haben, wenn man so wenig Respekt zeigt“ – diffamierte der progessistische Rabbiner Walter Homolka die neuformulierte Karfreitags-Fürbitte.

Homolka ist ein Konvertit zum Judentum. Er besitzt einen theologischen Abschluß der Universität München.

Unter anderem ist er auch Mitglied im Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’.

Der Einfluß dieses Gremiums soll bei der Neuformulierung der altrituellen Karfreitags-Fürbitte maßgebenden Einfluß auf den Papst ausgeübt haben.

Der emeritierte Augsburger Pastoraltheologe, Hw. Hanspeter Heinz – ebenfalls Mitglied des Gesprächskreises – beschimpfte die neue Karfreitags-Fürbitte als „Beleidigung“ für die Juden und als „Bedrohung für das Judentum als Religion.“

© Titelbild: Adib Roy, CC
© Schachbrett: David Fielding, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 73 Lesermeinungen:
Mittwoch, 26. März 2008 13:31
Arkanum/kreuts.net: wen auch immer…
„Pro fide catholica“ mit wir meint!
Mittwoch, 26. März 2008 12:45
Perpetua: Pro Fide Catholica – Hinweis an alle Leser
Der Verlag Anton A. Schmid
Pro Fide Catholica
Postfach 22
87467 Durach

hat mit keinem der Beiträge, die in kreuz net oder an anderer Stelle im Weltnetz unter dem Begriff „Pro Fide Catholica“ zu finden sind, etwas zu tun und distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten und den Verfassern!

Der Verlag vertritt jene Inhalte, die in seinen Büchern zu finden sind.
Montag, 24. März 2008 23:44
Pro fide catholica: @Florian Geyer: „Die 13 satanischen Blutlinien“
Sie sollten nicht den Fehler machen und alles über einen Kamm scheren!

Was die „13 satanischen Blutlinien“ betrifft, so mögen Sie recht haben darin, dass da manches auf etwas wackligen Beinen daherkommt und auch vieles nicht gut belegt ist. Dies ändert nichts an den Kernaussagen, sprich dass es in den USA eben diese größtenteils jüdisch durchsetzten 13 Sippen gibt, die für sehr viel Unheil auf der Welt verantwortlich zu machen sind. Für Kritik ist der Verlag stets offen. Schreiben Sie doch einfach an die Verlagsadresse, vielleicht bekommen Sie sogar eine Antwort…!

Demnächst soll eine neue, erweiterte Ausgabe des von Ihnen genannten Buches erscheinen, bei dem wir versuchen werden, die o.g. Fehler weitgehend zu vermeiden.
Montag, 24. März 2008 23:40
Vorsicht, ich meine das so wie ich es sage.
Montag, 24. März 2008 23:31
na wenn Sie das sagen…
Montag, 24. März 2008 23:29
Pro fide catholica: @Heinrich v. O.: Ich hoffe schwer, dass Ihr Konsens nicht nur ein scheinbarer ist!
Haben Sie doch den Mut, Farbe zu bekennen! Genau das ist es (zusammen mit einer ordentlichen Portion Rückgrat), was den heutigen Katholik(inn)en – insbesondere aber der Hierarchie – so sehr fehlt!

Herr Anton Schmid – ich kenne ihn persönlich – ist einer der wenigen, der dies tut, der andererseits aber auch Lieder (nicht nur eines!) davon singen kann wie korrupt und „hörig“ unsere Politiker, JuristInnen und auch der Polizeiapparat sind.
Zur Zeit macht man ihm z.B. enorme Scherereien wegen seines Infoblatts zur Ankündigung eines Buches zum 11. September. Ich nehme an, Sie kennen es. Ansonsten klicken Sie doch einfach mal hier!
Alle Lesermeinungen anzeigen 67 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net