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Montag, 10. März 2008 17:42
Der Widerstand der Leiche
Die Erzdiözese braucht viel Geld, um Opfer des homo-klerikalen Mißbrauchs auszuzahlen. Doch ein toter Kardinal wehrt sich dagegen mit Händen und Füßen.
Der 1944 verstorbene US-Kardinal William Henry O'Connell
Der 1944 verstorbene US-Kardinal William Henry O’Connell
(kreuz.net, Boston) Vor vier Jahren kaufte die liberale Jesuiten-Universität ‘Boston College’ das erzbischöfliche Palais von Boston, um daraus einen Studentenklub zu machen.

Boston ist einen US-Großstadt 350 Kilometer nordöstlich von New York.

Das erzbischöfliche Palais ist ein im italienischen Stil errichtetes Gebäude. Es war mehr als hundert Jahre lang das Symbol der Erzdiözese und die Residenz der Erzbischöfe von Boston.

Doch im Jahr 2004 sah sich die Erzdiözese gezwungen, sogar die Residenz ihres Oberhirten zu verkaufen, weil sie Geld brauchte, um Opfern von Homo-Priestern Schmerzensgelder zu bezahlen.

Campusgebäude der Jesuitenuniversität Boston College
Campusgebäude der Jesuitenuniversität Boston College
Insgesamt hat die Erzdiözese Boston in den letzten zehn Jahren dafür weit über siebzig Millionen Euro aufbringen müssen.

Als die Jesuitenuniversität das erzbischöfliche Anwesen kaufte, stellte sie allerdings eine Forderung: Das Grab von William Henry Kardinal O’Connell († 1944), das auf dem Anwesen liegt, sollte entfernt werden.

Der Kardinal war von 1907 bis 1944 Erzbischof der Stadt.

Doch nach vier Jahren ist es der Erzdiözese immer noch nicht gelungen, das Grab von Kardinal O’Connell zu beseitigen.

Das berichtete die US-Tageszeitung ‘Boston Herald’ am Sonntag.

Grund dafür sind die Großneffen des Kirchenfürsten. Sie sind gegen eine Verlegung des Grabes ihres Großonkels.

Jetzt planen Vertreter der Erzdiözese ein zweites Treffen mit ihnen, um diese Frage einen Durchbruch zu erreichen.

© Bild Universitätscampus: Harvey D. Egan, Lizenz: CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 27 Lesermeinungen:
Freitag, 14. März 2008 14:51
Mathilde Dosenfinger: And again…
„615 Mio Dollar zahlte die kath. Kirche alleine in den USA an Mißbrauchsopfer.615.000.000,00 Dollar zahlte die kath. Kirche alleine in den USA für von Priestern sexuell mißbrauchte Opfer. Gegen ca. 12% der kath. Priester wurden in den USA Vorwürfe von sexuellem Mißbrauch erhoben.

Seit 2002 zahlte die kath. Kirche alleine in den USA bereits mehr als 2.000.000.000,00 Dollar für von Priestern mißbrauchte Menschen.“

Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um pädophile Mißbrauchsfälle.
Dienstag, 11. März 2008 14:18
Peter-Pan: @timpressum
Unter anderem sagt mir dieser Artikel:

Was bilden sich diese beschissenen Opfer von Sexualverbrechern ein, die unfehlbare und sündlose katholische Kirche zum Verkauf des Tafelsilbers zu nötingen, nur weil sie die Täter lange genug gedeckt hat?


Ja, das ist stets der Tonfall dieser Artikel. Vor einigen Monaten hieß es hier ja mal „So macht Homo-Unzucht Spaß“, wo man im Titel schon zwei Haßthessen vereinen konnte: Pädophile mit Homosexuellen gleichsetzen und die Opfer klerikalen Mißbrauchs der hemungslosen Gier zu beschuldigen.

Und das sind die Leute, die anderen mangelndes Schamgefühl vorwerfen…

Ich meine, was erwarten die hier? Dass die Opfer sich gefälligst still verhalten, oder auf Entschädigung verzichten, dass sie vielleicht irgendeinem christlichen Ideal der Genügsamkeit und Bescheidenheit genügen und auf jedwede Entschädigung verzichten sollen?
Dienstag, 11. März 2008 13:11
raindance1: Ist doch ganz praktisch wenn man
ne Leiche im Keller hat…
Dienstag, 11. März 2008 00:38
Kurt K.: Timpressum: Wie immer halt!
„Was bilden sich diese beschissenen Opfer von Sexualverbrechern ein, die unfehlbare und sündlose katholische Kirche zum Verkauf des Tafelsilbers zu nötingen, nur weil sie die Täter lange genug gedeckt hat?“

Ich weiss gar nicht, was daran besonderes sein soll!

So und so ähnlich reagiert die „heilige, sündelose und unfehlbare“ Kirche doch schon immer auf Sauereien, die sich in den eigenen Reihen abspielen. Die anderen sind schuld! Immer!

Die Ketzer und Hexen waren selbstverständlich selbst schuld an der Folter, die sie zu ertragen hatten, weil sie so verstockt waren…

Die Juden waren selber schuld an ihrer eigenen Vertreibung und Ermordung, schliesslich hatten sie christliche Kleinkinder ermordet und aufgefuttert…

Und jetzt eben diese elenden „Opfer“ von Sexualstraftätern! Die haben bestimmt – nein, ganz sicher! – den guten Herrn Pfarrer absichtlich verführt, um Schmerzensgelder zu erpressen. Die gute Mutter Kirche versuchte nur, den Schaden für ihre Schäfchen (Mitarbeiter) gering zu halten, da diese natürlich eine zweite Chance verdienen (und eine dritte, und eine vierte, und eine fü…). Und jedesmal werden sie erneut vom Satan in Gestalt 11jähriger Buben und Mädchen verführt! Aber der Pfaffe selber ist natürlich zu schützen!
Montag, 10. März 2008 23:59
timpressum: Unter anderem…
Unter anderem sagt mir dieser Artikel:

„Was bilden sich diese beschissenen Opfer von Sexualverbrechern ein, die unfehlbare und sündlose katholische Kirche zum Verkauf des Tafelsilbers zu nötingen, nur weil sie die Täter lange genug gedeckt hat?“
Montag, 10. März 2008 23:36
Sirilo: Großenkel?
Wieso hat (laut Kreuz.net) der verstorbene Erzbischof von Boston „Großenkel“ (= Urenkel)? War er verheiratet? Oder hatte er eine Konkubine?
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